Fichtelgebirge ... da schau her! - Landkreis Wunsiedel
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Zeitung des Landkreises Wunsiedel im Fichtelgebirge Fichtelgebirge . da schau her! .. 20. Dezember 2018 4/2018 • Ausgabe 23 Liebe Fichtelgebirglerinnen und Fichtelgebirgler, Freuden, die man anderen macht, strahlen auf uns zurück (Anna Ritter) Weihnachten ist traditionell das Fest, an dem man Menschen die einem wich- tig sind, eine Freude machen möchte. Meist drückt man das mit kleinen oder auch mal größeren Geschenken aus. Und was gibt es Schöneres, als die Freude in den Augen des Beschenkten zu sehen. Sieht man dieses Glänzen, dann macht Schenken mindestens genau so viel Freude, wie beschenkt zu werden. Doch es muss nicht immer ein kost- spieliges Geschenk sein, um diesen Effekt zu erzielen. Oft sind es die klei- nen Dinge, mit denen man eine große Freude machen kann. Sich mal Zeit neh- men kann eine solche Geste sein. Eine Runde Mensch-ärgere-Dich-nicht mit den Kindern, ein Konzertbesuch mit dem Partner, eine Tasse Kaffee mit den Eltern oder Menschen in der Nach- barschaft, die vielleicht keinen Fami- lienanschluss haben. Diese Zeit ist gut angelegt und die Freude, die man an- deren macht, strahlt wohltuend auf einen selbst zurück. Ich wünsche Ihnen die Gelegenheit, Freude zu verschenken und selbst erfahren zu dürfen. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein friedvolles und frohes Weihnachts- fest und für das neue Jahr Gesundheit und Zufriedenheit. Ihr Landrat Dr. Karl Döhler
Seite 2 Entwicklungsagentur Fichtelgebirge 04/2018 Der #freiraumfürmacher wächst Fichtelgebirgsgemeinden aus dem Landkreis Bayreuth stoßen dazu „Das Fichtelgebirge, der #frei- raumfürmacher“ – seit dem Früh- jahr wirbt der Landkreis Wun- siedel i. Fichtelgebirge mit die- ser Kampagne und hat damit deutschlandweit bereits Auf- Sybille Kießling, Vorsitzende merksamkeit erzielt. Aber auch des Fördervereins Fichtelgebirge in der Region haben die Aktio- ist von dem Zuwachs begeistert. nen und Botschaften der Kam- „Wir als Förderverein haben von pagne schon viele Menschen Anfang an das Fichtelgebirge überzeugt. So sehr, dass sich als Region in den Mittelpunkt der Kreis der derzeit 17 beteilig- unserer landkreis- und bezirksü- ten Städte und Gemeinden aus bergreifenden Netzwerkarbeit dem Landkreis Wunsiedel i. Fich- gestellt. Da wir die Idee der Kam- telgebirge nun um sieben Kom- pange #freiraumfürmacher mit munen aus dem Landkreis Bay- aus der Taufe gehoben haben, reuth erweitert. Bischofsgrün, freut uns diese Entwicklung sehr. Warmensteinach, Fichtelberg, Denn Zuzügler und Investoren Mehlmeisel, Gefrees, Goldkro- interessieren sich weniger für nach und Bad Berneck werden einzelne Landkreise oder Kom- künftig ebenfalls mit der Marke Wollen künftig gemeinsam mit weiteren Kommunen aus dem Landkreis Bayreuth das Fichtel- munen – aber um so mehr für #freiraumfürmacher werben. gebirge noch besser vermarkten, gemeinsam unter dem Dach der Kampagne #freiraumfür- Regionen. Wir hoffen, dass sich Die Initiative dazu ging vom macher. v.l.n.r.: die Regionalmanager des Landkreises Bayreuth, Jana-Lisa Kirsch und Alexander noch viele Städte und Gemein- Bischofsgrüner Bürgermeister Popp, die Landräte aus Bayreuth und Wunsiedel i. Fichtelgebirge, Hermann Hübner und Dr. den aus dem gesamten Fich- Stefan Unglaub aus. Unglaub Karl Döhler, die Vorsitzende des Fördervereins Fichtelgebirge, Sybille Kießling, der Bischofs- telgebirge dieser erfolgreichen hatte bereits kurz nach Kampa- grüner Bürgermeister Stefan Unglaub, der Leiter der Entwicklungsagentur Fichtelgebirge Kampagne anschließen und da- gnenstart den Kontakt zur Ent- Thomas Edelmann und Katharina Hupfer von der Willkommensagentur Fichtelgebirge. von profitieren!“ wicklungsagentur im Landkreis Einen ersten gemeinsamen Wunsiedel i. Fichtelgebirge ge- fang an überzeugt und begeis- dung aus Bayreuth ausdrück- sich dem Fichtelgebirge zu- Termin planen die Beteiligten am sucht und sehr schnell Landrat tert. Wir freuen uns, künftig ein lich. „Menschen machen in ih- gehörig fühlen, bei dieser Kam- 01.12.2018 in Berlin. Dort sind Hermann Hübner sowie auch die Teil im #freiraumfürmacher sein rem Denken nicht an Landkreis- pagne mitzunehmen erscheint die Macher der Kampagne #frei- anderen Bürgermeister aus dem zu können und möchten das grenzen oder Verwaltungseinhei- mir deshalb nur folgerichtig. raumfürmacher mit ihrer aufse- hohen Fichtelgebirge für die Idee Thema unsererseits mit weiterem ten halt. Das Fichtelgebirge ist Gemeinsam kann man ohnehin henerregenden Würfel-Aktion vor begeistern können, sich anzu- Leben füllen.“, sagt Hübner. weit größer als der Landkreis meist mehr bewegen, ich freue Ort und werden dabei auch von schließen. „Die Botschaften der Der Wunsiedler Landrat Dr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge. mich sehr über die intensive den neuen Mitgliedern aus dem Kampagne haben uns von An- Karl Döhler begrüßt die Entschei- Auch andere Kommunen, die Zusammenarbeit“, so Döhler. Landkreis Bayreuth unterstützt. Temperaturen werden sichtbar: Mit der Kamera auf der Suche nach dem Wärme-Leck Wer sein Haus dämmen, die Es wird nicht mehr richtig deutlich, und sie beeinträchti- möglichst schnell aufzuspüren. Über die kostenlose Klima- alte Ölheizung ersetzen oder die warm, die Fenster sind nicht gen nicht nur die Behaglichkeit: Doch solche Wärmebrücken schutzberatung können auch Fenster tauschen möchte, be- wirklich dicht, die Wände sind An einer ausgekühlten Wand sind nicht immer auf den ersten die Privathaushalte im Landkreis kommt im Landkreis Wunsiedel eiskalt – und die Heizkosten steigt durch Kondensation auch Blick sichtbar. Sie verstecken Wunsiedel i. Fichtelgebirge mit i. Fichtelgebirge seit zwei Jahren steigen Jahr für Jahr. Gerade in das Risiko der Schimmelbil- sich in Fensterrahmen, unzu- einer solchen Wärmebildkamera wertvolle Unterstützung: Über der kalten Jahreszeit zeigen dung. Es gibt also viele gute gänglichen Ecken oder Heiz- auf die Suche nach Schwach- die Klimaschutzberatungsstelle sich solche Schwachstellen sehr Gründe, solche Wärmebrücken körpernischen, aber oft auch an stellen gehen. Energieberater des Landkreises können Orten, wo man sie gar Jürgen Ramming verfügt über sich Bürgerinnen und nicht vermutet. Die si- das nötige Fachwissen, die Er- Bürger kostenlos eine cherste und schnellste gebnisse zu interpretieren und unabhängige Experten- Methode, diese Lücken hilft bei der Suche nach mögli- meinung der Ener- ausfindig zu machen, ist chen Lösungen. Dabei steht der gieagentur Oberfranken eine Thermographie. Da- Experte für sämtliche Fragen im einholen – und das nicht bei misst eine Wärme- Bereich Energie, also von der nur telefonisch, sondern bildkamera die für das Gebäudesanierung über neue auf Wunsch auch direkt menschliche Auge un- Heizungstechnik, Erneuerbare vor Ort am Gebäude. sichtbare Infrarotstrah- Energien und Stromspeicher bis Energieberater Jürgen lung und stellt die Tem- zu Fördermitteln und Elektromo- Ramming hat auf diese peratur des Objektes auf bilität zur Verfügung. Weise schon fast jeden dem Bild in Falschfarben Winkel des Landkreises dar. So sind Temperatur- i kennengelernt und mehr unterschiede, zum Bei- als 100 Haushalte in Sa- spiel an der Außenfas- Terminvereinbarungen nierungsfragen beraten. sade, auf den ersten unter 09221 / 823918 Auch wenn kein Haus Blick zu erkennen. Aller- oder per Mail via wie das andere ist, so dings funktioniert das beratung@eao.bayern ähneln sich doch die nur in der kalten Jahres- Weitere Tipps und unabhän- Probleme, wenn das zeit, und auch dann nur, gige Experten finden Sie Gebäude und die Hei- wenn die Sonne nicht auch unter: https://www. zungsanlage in die Jah- scheint und das Ergeb- energie-effizienz-experten.de re gekommen sind: nis verfälscht.
04/2018 Entwicklungsagentur Fichtelgebirge Seite 3 Unternehmensbefragung 2018 „Make my business famous“ – das Thema Social Media lockt Großes Interesse viele Interessierte liefert wichtige Erkenntnisse und Wenn man eine Veranstaltung ein zweites Mal anbie- aussagekräftige Daten ten muss, weil die erste in Windesei- „Das Interes- chenmix stimmt und bildet un- le ausgebucht ist, se an der Unter- sere Wirtschaftslandschaft aus- dann hat man wohl nehmerbefra- sagekräftig ab. Das bewerte ich mit dem Thema ei- gung wirft ein als sehr positiv“, sagt Dr. jur. Karl nen Nerv getroffen. sehr gutes Licht Kovařík, Mitglied der Geschäfts- Beim „Business auf den Wirt- führung der PEMA Vollkorn-Spe- Crashkurs: Marke- schaftsstandort zialitäten Heinrich Leupoldt KG ting mit Facebook“ Fichtelgebirge“, das sagt Josef diese am Dialog zur strategi- und Lasse Becker, Prokurist der war genau das der Rother von der GEFAK (Gesell- schen Weiterentwicklung des Dronco GmbH ergänzt: „Wir Fall. Die Entwick- schaft für angewandte Kommu- Wirtschaftsstandortes interes- freuen uns auf die genauen Er- lungsagentur Fich- nalforschung mbH), die die Be- siert seien. gebnisse und darauf, zu den All- telgebirge hatte die Veranstaltungsreihe zusammen mit dem fragung im Auftrag des Landkrei- Dieses Interesse bestätigen gemeinen sowie zu unseren Digitalen Gründerzentrum Einstein1 aus Hof ins Leben gerufen. ses Wunsiedel i. Fichtelgebirge auch die an der Ausarbeitung ganz persönlichen Themen mit Die Resonanz übertraf letztendlich alle Erwartungen. Vier The- in diesem Jahr durchgeführt hat. der Befragung beteiligten Wirt- dem Landkreis um Austausch men hatten die Macher in die Reihe gepackt; die weiteren Im Mittelpunkt der Untersuchung schaftsvertreter. Thomas Regnet, bleiben zu können. Die Entwick- Abende standen unter den Überschriften „Google my business“, standen dabei Themen wie Stan- Geschäftsführer bei der Scherdel lung des Wirtschaftsstandorts „Pimp my Facebook Page“ oder befassten sich mit „Tipps und dortzufriedenheit, Fachkräfte- Innotec GmbH und Vorsitzender Fichtelgebirge ist ein Prozess, Tricks zur digitalen Bildbearbeitung“. Das Feedback der Teil- sicherung, Gewerbeflächenent- der Arbeitsgemeinschaft der In- den wir gerne weiter begleiten nehmer – alles in allem mehr als 200 bei allen fünf Terminen – wicklung, regionale Entwick- dustrie (AGI Hochfranken) sagt: möchten.“ war durchweg positiv. Viele kamen gleich an mehreren Abenden lungsstrategie aber auch die „Die AGI ist ein starkes Netzwerk, Die Fragebögen und Ergeb- ins BayernLab, um sich auf diesem neuen Feld fit machen zu Qualität der Wirtschaftsförderung von einer so engen Zusammen- nisse der Unternehmerbefra- lassen. Die einhellige Meinung: die kostenlosen Workshops durch den Landkreis. arbeit mit dem Landkreis profi- gung werden derzeit im Land- vermittelten praxisnah genau das, was im Jahr 2018 interessiert: Rund 1100 Betriebe hatte die tieren beide Seiten. Unsere Be- ratsamt im Detail ausgewertet wie nutze ich das Internet und die Social Media Kanäle, um Entwicklungsagentur Fichtelge- dürfnisse und Wünsche als Un- und gemeinsam mit der GEFAK möglichst effektiv auf mich und mein Geschäft oder meine Firma birge dazu im Mai angeschrie- ternehmer äußern zu können ist weiter aufbereitet. Landrat Dr. aufmerksam zu machen. Und wenn sich die Reihe im Kern ei- ben, knapp 300 Firmen von ih- für uns wichtig und liefert auf der Karl Döhler: „Unser Ziel ist, den gentlich an Einzelhändler richten sollte, war der Kreis der Teil- nen haben sich an der Befra- anderen Seite der Wirtschaftsför- Unternehmensvertretern eine nehmer deutlich breiter, auch Firmenchefs und aus anderen gung beteiligt. Ein hervorragen- derung Anknüpfungspunkte Zusammenfassung und Bewer- Branchen waren begeisterte Teilnehmer. der Wert, den die GEFAK in ver- für weitere Maßnahmen.“ Auch tung, sowie die sich ableitenden gleichbaren Regionen nicht er- Karin Wolf, Geschäftsführerin der Handlungsfelder in einer kom- reicht habe, erklärt Rother in ei- Rausch&Pausch GmbH unter- pakten Veranstaltung Anfang ner ersten Stellungnahme. Er streicht diese Sicht. „Wir be- des Jahres vorstellen zu können. zeige, dass die Wirtschaft in der grüßen es sehr, dass der Land- Schon jetzt möchte ich mich für Region ein hohes Interesse kreis mit dieser Befragung auf das große Interesse und die kon- daran habe, die Zukunft mitzu- die Unternehmen in der Region struktive Zusammenarbeit be- gestalten. Die Ergebnisse der zugegangen ist.“ danken. Die Befragung liefert Befragung lassen sich, so Ro- „Schaut man sich den Rück- uns allen eine belastbare und ther, auf gut jeden vierten Ar- lauf der Befragung an sieht man, aussagekräftige Datenquelle, auf beitsplatz im Landkreis anwen- dass sowohl ganz große als deren Basis wir gemeinsam an den. Zudem signalisiere die Mit- auch kleinere Unternehmen teil- der Entwicklung des Fichtelge- wirkung der Betriebe, dass auch genommen haben. Der Bran- birges weiter arbeiten können.“ Beratungstage für Existenzgründer und Unternehmer rung, IHK oder KfW hinausge- Die Fachberater der IHK Bay- i hen. Sie sind eng mit ihrem Ge- reuth, Herr Matthias Keefer und schäft oder ihrer Region verbun- der Handwerkskammer in Hof, Folgende Termine den: Zu welcher Bank soll ich Herr Roland Hetzel, stehen an sind geplant: gehen? Welcher Standort ist diesen Tagen für Einzelge- Anmel- gut, welcher nicht so gut? Ist spräche zur Verfügung. Für all- 16. Januar 2019 dung: meine Idee gut? Viele Gründer gemeine Erstberatungen können 13. Februar 2019 Aus orga- fühlen sich alleine mit ihren Fra- nach gesonderter Absprache 20. März 2019 nisatori- gen, weil in Familie und Be- auch Termine mit einem Steuer- 08. April 2019 schen Die meisten Existenzgründer kanntenkreis das Verständnis berater, Rechtsanwalt oder Notar jeweils von Gründen haben konkrete Fragen: dafür fehlt. vereinbart werden. 9:00 bis 16:00 Uhr ist eine • Wie schreibe ich einen Busi- Die Entwicklungsagentur Informationen gibt es für alle, Voranmeldung erforderlich nessplan? Fichtelgebirge kennt die spezi- die ein Unternehmen gegründet Ort: bei: Herrn Rainer Rädel, • Was ist mit Finanzierung? Wie fischen Probleme von Gründern haben, in konkreten Planungen Landratsamt Wunsiedel Tel. 09232/80-483 oder per viel Eigenkapital brauche ich? und Jungunternehmern. Wir ge- für eine Gründung stecken oder i. Fichtelgebirge E-Mail: rainer.raedel@ • Welche Förderungen gibt es? ben Feedback, mit dem Sie et- eine Unternehmensnachfolge Jean-Paul-Str. 9, landkreis-wunsiedel.de Erhalte ich einen Gründungs- was anfangen können, das sie vorbereiten. 95632 Wunsiedel zuschuss? verbessert und weiterbringt. Alle Themen, die im Zusam- Selbstverständlich steht die • Welche rechtlichen Rahmen- Nutzen Sie Ihre Chance! menhang mit der Existenzgrün- Veranstalter: Wirtschaftsförderung des bedienungen muss ich beach- Die Entwicklungsagentur Fich- dung, dem Unternehmensauf- Entwicklungsagentur Fich- Landkreis Wunsiedel i. Fichtel- ten? telgebirge führt die Beratungs- bau oder der Übernahme stehen telgebirge – Wirtschaftsför- gebirge auch außerhalb des Zudem tauchen Fragen auf, tage in Zusammenarbeit mit den und auch Fragen zu einer Kon- derung des Landeskreises Termins für Beratungen und die über die klassischen The- Wirtschaftskammern Oberfran- solidierung, können mit den Wunsiedel i. Fichtelgebirge Informationen zur Verfügung. men wie Businessplan, Förde- kens durch. Fachberatern erörtert werden.
Seite 4 Entwicklungsagentur Fichtelgebirge 04/2018 Neuigkeiten aus der hochfränkischen MINT-Landschaft Die MINT-Region auf der Ausbildungsmesse MINT-Veranstaltungshinweise in Marktredwitz „MINIPHÄNOMENTA in Bayern“ am 19.01.2019 „Selber MINT-Tag“ Du hast es drauf – mach Die „MINIPHÄNOMENTA in Bayern“, eine Wanderausstellung am 05.02.2019 was daraus! Unter diesem mit 52 Experimentierstationen zum eigenständigen Forschen Schülerinnen und Schüler, Motto fand Anfang Oktober und Experimentieren für Schulkinder, macht Mitte Januar Halt die am Selber MINT-Tag 2019 die 17. Ausbildungsmesse am an der Grundschule Weißenstadt. Im Rahmen des Bildungspro- teilnehmen möchten, haben ab Otto-Hahn-Gymnasium in jekts des Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. steht der dem 02.01.2019 die Möglich- Marktredwitz statt. Auf der von Schule das Experimentierfeld für zwei Wochen leihweise zur Ver- keit, sich unter www.selber- den Wirtschaftsjunioren Fich- fügung und soll das Interesse der Grundschülerinnen und – mint-tag.de für eine der vielen telgebirge veranstalteten Be- schüler an Naturwissenschaft und Technik wecken und stärken. spannenden Exkursionen an- rufsbildungsmesse präsentier- Im Anschluss an die Ausleihe sollen einige der Stationen durch zumelden. Besonderes High- ten sich heuer über 80 vor- Lehrkräfte, Eltern und externe Partner für den dauerhaften Ver- light im Jahr 2019: Astrophysi- wiegend lokale Unternehmen bleib an der Schule nachgebaut werden. Am „Tag der Öffent- ker, Naturphilosoph, Wissen- und Institutionen. In diesem lichkeit“ am 19. Januar 2019 von 10 bis 13 Uhr sind alle Interes- schaftsjournalist und Fern- Jahr stand auch der Landkreis sierten, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte aus der sehmoderator Professor Dr. Wunsiedel i. F. für Fragen rund Nicole Fleischmann (MINT-Ma- Region herzlich nach Weißenstadt eingeladen, um die Experi- Harald Lesch konnte als Gast- um das Thema „Ausbildung nagerin), Pauline Strötz (Duale mentierstationen live anzuschauen und auszuprobieren und sich redner für den Selber MINT-Tag und Duales Studium im öffent- Studentin), Christa Marx (Fach- über das Projekt zu informieren. Unternehmen, welche die Grund- gewonnen werden. lichen Dienst“ zur Verfügung. bereichsleiterin Haupt- und Per- schule Weißenstadt beim Nachbau der Stationen unterstützen Zusätzlich informierte die sonalverwaltung) (v. l. n. r.) möchten, sind ebenfalls herzlich willkommen. MINT-Managerin der MINT- Region Wunsiedel/Hochfranken über technische Berufe und Kar- rieremöglichkeiten in der Region. Um MINT-Berufe besser ken- nenzulernen empfiehlt die MINT-Managerin Praktika oder die Teilnahme an Workshops, Schnupperkursen und außerschuli- schen MINT-Bildungsangeboten in der Region. Technik erleben im Porzellanikon Im Rahmen der Techniktage im Porzellanikon in Selb konnten kleine und große Entdecker Ende Oktober Technik hautnah erle- ben. Im Anschluss an die Eröffnung des neuen Ausstellungsbe- reichs „Feuerfest“ in der Abteilung Technische Keramik konnten Die Experimentierstationen der „MINIPHÄNOMENTA in Bay- sich interessierte Bürgerinnen und Bürger beim Gespräch mit ver- ern“ laden Grundschulkinder zum selbstständigen Erforschen schiedenen Spezialisten über die erstaunlichen Eigenschaften und elementarer wissenschaftlicher Phänomene ein (Fotos: neuartige Anwendungen der Technischen Keramik informieren. Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V.) Am zweiten Tag der Techniktage öffnete das Porzellanikon seine Tore für „Tüftler, Forscher und Entdecker“ aller Altersgruppen und Zahlenfreunde aufgepasst! – Zahlenland-Seminare in Wunsiedel lud zum spielerischen Erleben und Begreifen von Technik und Wie aktuelle Forschungen heitlichen Bildungsprojekten In Kooperation mit dem Bayern- zum Experimentieren ein. Robotik, 3D-Druck, das Konstruieren zeigen, hat Bildung in der an die Mathematik heranzufüh- Lab Wunsiedel und der MINT- von Fahrzeugen und Raketen, Malen mit Licht und Filmtrickauf- frühen Kindheit eine zentrale ren. Für verschiedene Projekte Region Wunsiedel/Hochfranken nahmen standen auf dem Programm. Wissen und Können im Be- Bedeutung für den Bildungser- für Kindergärten, Kindertages- finden im Jahr 2019 (Februar reich MINT konnten die Besucherinnen und Besucher beim MINT- folg von Kindern. Auch in den stätten und Grundschulen, wie und Mai) erstmals zwei Se- Quiz der MINT-Region Wunsiedel/Hochfranken beweisen. Im Jahr MINT-Disziplinen wird frühkind- z.B. „Entdeckungen im Zahlen- minare zum Programm „Ent- 2019 sollen die Techniktage im Porzellanikon fortgeführt werden liche Bildung in Kindertages- land“, bietet das Zahlenland ne- deckungen im Zahlenland“ in – mit neuem Programm und vielen weiteren tollen Experimenten. stätten und Kindergärten zu- ben den Projektkonzepten und Wunsiedel statt. Alle Informatio- nehmend wichtiger. Die „Jahre Materialien auch Seminare für nen zum Veranstalter, den Pro- des mühelosen Lernens“ nutzt Erzieherinnen und Erzieher so- jekten und Seminaren sowie zur das Zahlenland Prof. Preiß, um wie Pädagoginnen und Päda- Anmeldung finden Sie unter bereits die Jüngsten mit ganz- gogen an. www.zahlenland.info. „Eine Stadt spielt MINT“ Mitte November fand zum dritten Mal der Aktionstag „Eine Stadt spielt MINT“ im Schulzentrum Rehau statt. Mit 433 Personen in 136 Teams konnte die Teilnehmerzahl im Vergleich zu den Vorjahren erneut deutlich gesteigert werden. Neben den 41 Spielstationen der Rehauer Unternehmen, der Rehauer Schulen sowie der beiden hochfränkischen MINT-Regionen boten das „Haus der kleinen Links: Beim Bürgergespräch standen Experten aus Forschung Forscher“, das TAO Schülerforschungszentrum Oberfranken und das Hof-Spannung Motorsportteam und Industrie Rede und Antwort; Rechts: Zahlreiche Mitmach- der Hochschule Hof ein buntes Rahmenprogramm. Angebote lockten viele kleine und große Tüftler ins Porzellanikon Roadshow „Unterwegs für Deutschlands digitale Zukunft“ in Wunsiedel i Im Rahmen der Kampagne Breitband@Mittelstand machte die Roadshow „Unterwegs für Deutsch- lands digitale Zukunft“ des Breitbandbüro des Bundes Mitte November Halt im BayernLab in Wunsiedel. Zahlreiche Referen- Informationen ten informierten unter anderem zu MINT erhalten Sie zu den Themen Digitalisierung von der und Digitale Transformation, MINT-Managerin Künstliche Intelligenz, eHealth, Blockchain, eMobilität und Inter- Nicole Fleischmann net of Things. Weiterhin präsen- Jean-Paul-Str. 9 tierte das mit modernster digita- 95632 Wunsiedel ler Technologie ausgerüstete In- Tel.: 09232 – 80 367 formationsmobil die aktuelle und Fax: 09232 – 80 9 367 zukünftige Leistungsfähigkeit E-Mail: Mit der Roadshow im Rahmen der Kampagne Breitband@Mit- von Breitbandnetzen und neue, nicole.fleischmann@landkreis-wunsiedel.de telstand informiert das Breitbandbüro des Bundes deutsch- aktive Kommunikationsmöglich- Web: www.landkreis-wunsiedel.de landweit über Digitalisierung keiten.
04/2018 Entwicklungsagentur Fichtelgebirge Seite 5 Das Fichtelgebirge auf Tour #freiraumfürmacher wirbt in Berlin, Regensburg und Stuttgart Im Frühjahr hatten sich die Macher der Kampagne #freiraumfürmacher als ersten Standort München ausgesucht und dort unter anderem mit zwei Plexiglas-Würfeln für das Fichtelgebirge geworben. Die Botschaft der Würfel: eine Gegenüberstellung des persönlichen Freiraums, den man in einer Großstadt und im Fichtelgebirge hat. Eine sehr plakative Aktion, die nun auch in anderen Städten auf großes Interesse gestoßen ist. In Bayern hatten sich das Team von Landratsamt und Agentur Jahreiss aus Hohen- berg/Eger Regens- burg als nächsten Standort ausge- sucht. Denn Re- gensburg wächst und wird teurer, da- von konnten auch die Besucher in der Innenstadt ein Lied singen. Nächste Station war Stuttgart, die teure Metropole Baden-Würt- tembergs. Auch dort ist bezahlbarer Wohnraum inzwischen kaum mehr zu finden. Die Mieten sind in den vergangenen Jahren in die Höhe ge- schnellt; Wohnen ist auch dort schon ein Stück weit zum Luxus geworden. Aufmerksamkeit für das Fichtelgebirge erzielen Company aus Hohenberg/ und in den Ballungsräumen den Finger in die Wunde Eger hat sich das Fichtelge- legen. Nach dem aufsehenerregenden Auftakt in birge am ersten Adventswo- München musste zum Jahresende dann nochmal chenende in Berlin präsentiert, ein echter Höhepunkt her: die Bundeshauptstadt neben vielen Gesprächen hat Berlin. In Kooperation mit der erfolgreichen Bio auch der Flyer „Fünf sehr gute Gründe – Leben, Wohnen und Arbeiten im Fichtelgebirge“ in viele Berliner Haushalte ge- funden. Ein Abschluss für das Jahr 2018, der Lust auf mehr macht. #freiraumfürmacher geht natürlich auch im Jahr 2019 und darüber hinaus wei- ter. „Die Kampagne ist lang- fristig angelegt“, sagt Landrat Dr. Karl Döhler. „Unser erstes Jahr hat uns gezeigt, dass das Thema funktioniert. Auf dieser Basis werden wir hochmotiviert weiterarbeiten.“
Seite 6 Entwicklungsagentur Fichtelgebirge 04/2018 Expo Real 2018 – das Fichtelgebirge präsentiert sich der Welt Die Landkreise Wunsiedel i. orientiert auf sich aufmerksam mer mit dem Ziel, Investoren in Fichtelgebirge, Hof und Bay- gemacht haben. die Region zu locken. Unter- reuth haben sich in diesem Jahr Mehr als 40.000 Besucher stützt wurden sie dabei von der gemeinsam auf Europas größter lockt die Messe Expo Real pro Tourismuszentrale Fichtelge- Fachmesse für Immobilien und Jahr nach München, darunter birge. Investitionen in Europa präsen- zahlreiche Investoren und Pro- „Wir haben viele hochinteres- tiert – der Expo Real in Mün- jektentwickler, die nach neuen sante Gespräche geführt, einige chen. Der gemeinsame Mes- Flächen für Tourismus und Ge- Interessenten haben angekün- seauftritt trug das Label: Hofer werbe suchen. Diese Kontakte digt dem Fichtelgebirge einen Land – Fichtelgebirge – Region haben auch die Aussteller aus Besuch abzustatten“, bilanziert Bayreuth. Dafür hatten die drei der Region genutzt, um die Re- der Leiter der Entwicklungs- Regionen einen gemeinsamen gion als attraktiven Lebens- und agentur Fichtelgebirge, Thomas Messeauftritt konzipiert, mit dem Wirtschaftsraum bekannter zu Edelmann, die Tage in Mün- sie modern und zielgruppen- machen und natürlich auch im- chen. Hintergrund zur Expo Real: Die Expo Real ist die größte Gewerbe-Immobilien-Messe Euro- pas. Sie findet jährlich im Oktober in der Messe München statt. Mehr als 2000 Städte, Gemeinden und Regionen aus 35 Ländern präsentieren sich dort, die Zahl der Besucher ist seit Jahren steigend. Die Messe umfasst eine Gesamtfläche von rund 64.000 Quadratmetern, begleitet wird sie von einem Konferenzprogramm mit mehr als 500 Experten. Ebenso bemerkenswert: bei der Messe sind rund 1.000 Journalisten und Medienvertreter vor Ort. Weitere Infos: www.exporeal.net Kreativ.Bustour – Kreative aus München und Regensburg zu Gast im Fichtelgebirge Das Fichtelgebirge hat viel zu Raab (coopolis GmbH) und Julia bieten, verfügt über eine inzwi- Schelter (Regionalmanagement schen sehr aktive kreative Szene Landkreis Wunsiedel i.Fichtelge- und die Freiräume (und Leer- birge) das Projekt „FreiRaum- stände) in denen sich Menschen Leben Fichtelgebirge“, das mit Ideen verwirklichen können. die Belebung von Leerständen Genau diese beiden Seiten hat durch die Kultur- und Kreativwirt- das Projekt „FreiRaumLeben“ schaft zum Ziel hat, vorgestellt. des Regionalmanagements des Zum Abschluss des gelungenen Landkreises Wunsiedel i. Fich- Tages trafen sich alle Teilnehmer telgebirge zusammen gebracht sowie viele Mitglieder der Künst- und in Kooperation mit dem Bür- lerkolonie Fichtelgebirge und gerforum Wunsiedel und der des Bürgerforums Wunsiedel in Künstlerkolonie Fichtelgebirge Simmler die Gruppe exklusiv der Gaststätte „Zum Bernhard“, das innovative Format „Kreativ. durch ihre „heiligen Hallen“. Ei- um bei einem leckeren Abend- Bustour“ auf die Beine gestellt. nen kurzen Rundgang durch essen zu netzwerken und die Die Wunsiedler Wasserspiele das Felsenlabyrinth gestaltete Eindrücke des Tages Revue pas- 2018 haben dabei eindrucksvoll im Anschluss Geoparkrangerin sieren zu lassen. gezeigt, wie man mit Kreativität Christine Roth, bevor es für die Die Bilanz der Tour fiel dann und einem facettenreichen Aus- Gruppe mit dem Bus zur ersten informationen zu den Immobi- Das Ende dieser ganz beson- auch entsprechend positiv aus. stellungsprogramm die Leer- Tour durch die Wasserspiele lien. Viele der ausstellenden deren Kunstaustellung nutzte Das Fichtelgebirge hat über- stände Wunsiedels ins beste ging. Annette Hähnlein und Künstler begleiteten die Gruppe das „Kreativ.Bustour“-Team, um zeugt, und manch einer hatte Licht rücken kann. Doch damit Stefan Frank vom Bürgerforum und konnten so selbst Anekdo- Kultur- und Kreativschaffenden sich vor diesem Tag sicher kein nicht genug. Nach einem Pro- Wunsiedel erläuterten kurzweilig ten zu ihrer Arbeit erzählen und aus den Städten das Potenzial Bild davon gemacht, wie viel seccoempfang auf der Luisen- und informativ die Ausstellungs- Fragen der Kultur- und Kreativ- des ländlichen Raumes zu prä- kreative Energie auf dem Land burg, führte Intendantin Birgit stücke und gaben Hintergrund- schaffenden beantworten. sentieren. Dabei haben Stefanie unterwegs ist.
04/2018 Entwicklungsagentur Fichtelgebirge Seite 7 Ritterschlag für #freiraumfürmacher Auflagenstärkstes Marketing-Magazin Deutschlands berichtet Auf diese Resonanz haben Eine Aufmerksamkeit, die die Macher der Kampagne genau zum richtigen Zeitpunkt #freiraumfürmacher im Stillen kommt. Denn aktuell arbeitet gehofft, damit gerechnet hätten das #freiraumfürmacher-Team sie wirklich nicht. Die Kampa- im Landratsamt Wunsiedel an gne ist vom Magazin W&V so- den nächsten Schritten der zusagen „geadelt“ worden. Kampagne. „Wir suchen der- W&V (Werben und Verkaufen) zeit weitere Partner und immer ist das derzeit auflagenstärkste neue Ideen. Agenturen, die In- Investitionen im Tourismus – Magazin der Marketingbranche teresse haben, die Kampagne in ganz Deutschland und be- für 2019 zu bereichern können Entwicklungsagentur berät richtet unter dem Titel „So krea- tiv wirbt das Fichtelgebirge um sich derzeit gerne bei uns mel- den.“, sagt Landrat Dr. Karl zu möglichen Förderungen neue Bewohner“ nun über die sorgt in sozialen Netzwerken, Döhler. „#freiraumfürmacher Die Tourismusbranche ist im ländlichen Raum ein bedeuten- Kampagne. auf Plakaten und mit spannen- wird uns nämlich nicht nur der Wirtschaftsfaktor und ein wichtiger Arbeitsgeber. Gerade „Das Projekt: #freiraumfür- den Guerilla-Aktionen für Aufse- 2019, sondern auf Jahre hin- in Hochfranken und dem Fichtelgebirge wird vermehrt auf den macher, gefördert durch das hen. Besonders kreativ: Ple- aus begleiten. Wir arbeiten an Tourismus und die Weiterentwicklung gebaut. Erfolg stellt sich Bayerische Staatsministerium für xiglaswürfel, mit denen das Pro- einer erfolgreichen Fortführung aber nur ein, wenn die Ansprüche der Gäste an Standard und Ernährung, Landwirtschaft und jekt durch deutsche Städte tourt, und jeder, der seinen Teil dazu Komfort erfüllt werden. Doch so eine Investition muss man sich Forsten und den Europäischen um Familien, Unternehmen und beitragen möchte ist aufgeru- als Gastronom oder Hotelier erst einmal zutrauen. Meist stehen Landwirtschaftsfonds für die Ent- Großstädter für sich zu begeis- fen, seine Kreativität hier mit große Summen im Raum, die ein einzelner nicht unbedingt wicklung des ländlichen Raums, tern.“, heißt es in dem Artikel. einzubringen.“ schultern kann und will. Hier der Link zum Artikel: https://www.wuv.de/specials/regionales_marketing/so_ kreativ_wirbt_das_fichtelgebirge_um_neue_bewohner?utm_campaign=mai-ling&utm_ medium=teaserheadline&utm_source=newsletter-redaktion Die Entwicklungsagentur Fichtelgebirge hat sich dieses The- mas angenommen und gemeinsam mit dem Landkreis Hof alle diejenigen, die im Bereich Tourismus tätig sind, eingeladen. Das Ziel der Veranstaltung in Rehau war, über vorhandene För- dertöpfe und wie sie genutzt werden können, zu informieren. Denn mit der regionalen gewerblichen Tourismusförderung un- terstützt der Freistaat Bayern Investitionen in Hotels und Gastronomiebetrieben. Interessenten stehen verschiedene För- derprogramme zur Verfügung, zudem gibt es auch Finanzie- rungslösungen der LfA-Förderbank, die die Verwirklichung neuer Projekte oder auch Neugründungen erheblich erleichtern. Das Thema interessiert offenbar, denn rund 100 Personen waren der Einladung zur Informationsveranstaltung gefolgt und haben jede Menge Informationen mitgenommen. Natürlich auch zu den Plänen, wie man seitens der Landkreise das Thema Touris- mus weiterentwickeln möchte. Eine große Rolle wird da auch künftig das Thema Radfahren und natürlich der Gesundheits- tourismus spielen. Die Aufmerksamkeit der Medien ist dem #freiraumfürmacher sicher, egal, wo das Team mit seinen Aktionen aufschlägt müssen die Macher viele neugierige Fragen beantworten. Der Pressespiegel zeigt das Interesse, das inzwischen auch weit über Bayern hinaus strahlt und mit dem Marketing-Magazin „W&V“ nun auch die Fachmagazine erreicht hat. Ein toller Erfolg, auf den man weiter aufbauen kann und will.
Seite 8 Fichtelgebirge 04/2018 MIND Prevention Islamismus-Experte Ahmad Mansour zu Gast in Wunsiedel „Der Kopf ist zu alt“ …, so nicht immer. Schüler, die nicht bewertet ein junger Mann aus mehr zum Unterricht erscheinen, Afghanistan die Haltung des Va- oder solche, die den Abschluss ters in einem Rollenspiel, das nicht schaffen, sind leider an der das Team von Ahmad Mansour Tagesordnung. „Hier im Fichtel- in der Berufsschule Wunsiedel gebirge liegt die Quote derer, die gezeigt hat. Zu sehen und von die Schule mit einem Abschluss den Schauspielern eindrucksvoll verlassen, aktuell bei rund dargestellt: ein Streit zwischen 30 Prozent“, sagt Studienrätin einem muslimischem Ehepaar, Pamela Fennerl. das aus Syrien nach Deutsch- Integrationsarbeit kann ein land geflüchtet ist. Die Frau, mit steiniger Weg sein, der vor allem modernen Ideen und der deut- den Schulen viel abverlangt, dar- schen Lebensweise gegenüber über sind sich alle Anwesenden aufgeschlossen, er noch in alten im Klaren. „Aber wenn man die patriarchalischen Strukturen ver- guten Ergebnisse hier sieht – haftet. „Der Kopf ist zu alt“, urteilt und in den Kommentaren der der junge Afghane über die Hal- Schüler hört, wie die Schüler in tung des dargestellten Mannes, der Lage sind, andere Perspek- eine lebhafte Diskussion zwi- sie und kommen aus Syrien, gen sollen. Wie sie damit umge- macht, wieder mit Euch zu arbei- tiven einzunehmen und eigene schen jungen Männern und Afghanistan, Palästina, Äthio- hen ist dennoch bewunderns- ten. Und wenn Ihr uns fragt, Einstellungen oder die der Fami- Frauen, sowie Ahmed Mansur pien, Somalia, Eritrea, Kurdistan, wert. Sehr modern und aufge- warum wir das machen lautet die lie zu reflektieren und zu hinter- und seinen drei Darstellern ent- Gambia, Guinea und dem Nor- schlossen sind oft die Haltungen Antwort: wir waren genau in Eu- fragen, dann wird einem be- spinnt sich. Es wird gesprochen, dirak. Ein bunt zusammengewür- der Gesprächsteilnehmer, sehr rer Situation. “, sagt er nach dem wusst, dass wir hier in der Schule analysiert und gelacht – und es felter Haufen, der ein Schicksal genau bewerten sie die Situatio- Workshop und lobt die großen auf einem guten Weg sind“, so werden dabei ganz nebenbei teilt – sie sind in Ihrer Heimat nen und positionieren sich dazu. sprachlichen Fortschritte, die die die Bildungskoordinatorin. „Sol- und locker Themen besprochen, dem Krieg entkommen und nun Und genau das möchte „Re- Schüler seit dem letzten Treffen che Workshops sind eine Be- die in den Herkunftsländern der hier in Deutschland; einem Land, Think“ bewirken, erklärt Man- gemacht haben. Auch die teil- reicherung für alle Beteiligten. jungen Geflüchteten vielleicht das ihnen Sicherheit und einen sour. „Wir wollen Vorurteile und nehmenden Lehrer sind vom Denn nicht nur die Schüler ler- anders gelebt worden sein könn- Neuanfang ermöglicht. Stereotype hinterfragen und Format „Re-Think“ angetan, nen, vorgefertigte Urteile in Be- ten, als das in ihrem Hier und „Re-Think“ ist ein Format, das diese nachhaltig beseitigen“, auch wenn so nicht alle vorhan- zug auf Themen der Gleichbe- Jetzt, im Fichtelgebirge der Fall funktioniert und ankommt. Keine sagt der Leiter des Mansour-In- denen Probleme gelöst werden rechtigung, Anpassung oder Au- ist. bierernsten Gespräche darüber stituts für Demokratieförderung können – solche Workshops toritätengläubigkeit in Frage zu Organisiert hat den Termin wie Integration gelingen kann und Extremismus-Prävention sind ein guter Ansatz und kön- stellen, auch die anwesenden das Landratsamt Wunsiedel i. und wie nicht. Der Workshop holt MIND GmbH. nen Dinge in Gang bringen. Lehrer und Sozialpädagogen Fichtelgebirge in enger Abstim- die jungen Menschen ab, weil er Ahmad Mansour weiß, was er Denn rund läuft es in den Schu- werden für die Situation ihrer mung mit der Berufsschule ihre Themen aufgreift. Konflikte tut. Er lebt seit 13 Jahren in len beim Thema Integration noch Schützlinge sensibilisiert.“ Marktredwitz-Wunsiedel. Bianca zwischen Vater und Sohn über Deutschland und beschäftigt sich Richter, Bildungskoordinatorin schlechte Schulnoten, der Streit seitdem mit Projekten und Initia- i für Neuzugewanderte, hat das zwischen dem Ehepaar oder tiven, die Extremismus bekämp- Projekt von ihrem Vorgänger eine Diskussion zweier Muslime fen und Toleranz fördern. Er Hintergrund: Andreas Prell übernommen und über die Notwendigkeit des Fas- selbst wäre damals als junger Ahmad Mansour, Namensgeber und Geschäftsführer von weitergeführt. Bereits im Früh- tens im Ramadan. Anhand ein- Palästinenser in Israel beinahe MIND prevention, einer der wichtigsten Islamismus-Experten jahr hatten die Schüler der bei- facher Situationen werden kom- zum radikalen Islamisten gewor- Deutschlands. Autor von Büchern wie „Generation Allah: Warum den Berufsintegrationsklassen plexe Themen besprochen, mal den. Sein Studium der Psycho- wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müs- an einem Workshop mit Ahmad fällt es leichter mitzureden, mal logie, Soziologie und Philoso- sen“. Träger des Moses-Mendelssohn Preises, der Josef-Neu- Mansour teilgenommen. Nun, (zum Beispiel beim Thema Reli- phie an der Universität von Tel- berger-Medaille, des Carl-von-Ossietzky-Preises oder des nach den Ferien, stand der gion) werden die Wortmeldun- Aviv erst half ihm, sich vom radi- Berliner Verdienstordens. Mansour bildet Pädagogen, Sozial- zweite Besuch im Rahmen des gen weniger. Sehr persönlich kalen Islamismus zu lösen. Eine arbeiter und Lehrer fort; ebenso hält er Schulungen an der Projekts „Re-Think“ auf dem und elementar sind die Fragen, Erfahrung, die er seitdem weiter- Polizeiakademie Berlin. Stundenplan der jungen Leute. mit denen sich die jungen geben und nutzen will. Weitere Infos unter: www.mind-prevention.com. Zwischen 17 und Mitte 20 sind Frauen und Männer beschäfti- „Es hat mir riesig Spaß ge- Erfolgsgeschichte – der Brückenradweg findet bayernweite Beachtung 100 Projekte mit Vorbild-Charakter, die präsentiert der Freistaat Bayern in seinem Jubiläumsjahr. Hier im Fichtelgebirge hat sich das Amt für Ländliche Entwicklung dafür den Brückenradweg Bayern- Böhmen ausgesucht und dort im Oktober mit Gästen aus Bayern und Böhmen entsprechend „100 Jahre Bayern“ gefeiert. Der Radweg ist eine Erfolgsgeschichte, da waren sich alle Beteiligten aus Ober- franken und dem angrenzenden Tschechien einig; und auch das Amt für ländliche Entwicklung sieht das so. Die 945.000 Euro, mit denen das ALE das Projekt unterstützt hat, sieht man dort als gut angelegtes Geld. Vom Brückenradweg profitieren aber auch die An- lieger. Die Kleehof Stubn‘ nahe dem Autohof Thiersheim, in dem die Feierlichkeiten stattgefunden haben, gäbe es sonst gar nicht. Als Teilzeit-Gastronomie gedacht, steckt die betreibende Familie Klughardt heute bis über beide Ohren in dem Projekt. Der Einsatz lohnt sich, die Radler ließen Geld da, sagt Betreiberin Susanne Klug- hardt und motiviert andere, ebenfalls touristisch aktiv zu werden. Sie selbst habe die Entscheidung nie bereut.
04/2018 Fichtelgebirge Seite 9 Marke „Eigengewächs“ – Tobias Köhler ist neuer Büroleiter von Landrat Dr. Karl Döhler Es sind große Fußstapfen, in in die Baugenehmigungsbehör- und gemeinschaftlich an Heraus- die er tritt. Denn: sein Vorgänger de, die ich fünf Jahre mit großer forderungen arbeitet. Horst Martini war im Landratsamt Freude geleitet habe, habe ich Wunsiedel eine feste Größe und die Chance genutzt, jetzt wieder Sie sind überzeugter Fichtel- über Jahre ein Art „Institution“. ins Büro des Landrats zurückzu- gebirgler. Warum? Für Tobias Köhler ist das aber kehren. Der Reiz an den Aufga- Das Fichtelgebirge ist für mich nichts, was ihm Angst macht. Er ben als Leiter liegt hier natürlich eine Herzensangelegenheit: hier hat das Thema Verwaltung von auch darin, den Landrat aktiv bei bin ich aufgewachsen und hier der Pike auf gelernt und freut der Weiterentwicklung unseres lebe ich gerne. Die Verbunden- sich jetzt, die nächsten Schritte Landkreises in sämtlichen Be- heit zu meiner Heimat, zu der gehen zu dürfen. Wie die ausse- reichen zu unterstützen. Und be- wundervollen Natur und den tol- hen können und was ihm dabei reits die ersten Wochen haben len Freizeitmöglichkeiten hat am Herzen liegt, hat er in einem mir gezeigt, wie vielseitig meine auch meine berufliche Entschei- kleinen Interview erzählt. neue Tätigkeit ist. dung sowie die Wahl des Studi- enorts maßgeblich beeinflusst. Was muss man über Tobias Zwei, die sich verstehen. Landrat Dr. Karl Döhler und sein neuer Wie packen Sie diesen neu- Nach einem Auslandsaufenthalt Köhler wissen? Büroleiter und persönlicher Referent Tobias Köhler. en Job an? während des Studiums und mit (Schmunzelt): Am wichtigsten Zuallererst will ich natürlich so den Erfahrungen, die ich aus vielleicht: Ich bin als neuer Leiter privat einen schönen Ausgleich öffentlichen Dienst Hof und fast schnell wie möglich die vorhan- meiner Reiselust heraus ge- des Büros von Landrat Dr. Karl in der Landwirtschaft: Als ausge- acht Jahren Tätigkeit in der denen Strukturen und Aufgaben macht habe, bin ich von den Döhler Ansprechpartner für alle, bildeter Landwirt helfe ich auf Hauptverwaltung des Landrat- kennenlernen, um eine gute Ba- Vorzügen des Fichtelgebirges die zur Realisierung eigener Pro- dem landwirtschaftlichen Betrieb samtes habe ich 2011 für zwei sis für die kommenden Heraus- überzeugt und glücklich, hier zu jektideen die Hilfe des Landkrei- meines Bruders mit, wann immer Jahre in das Büro des Landrats forderungen zu haben und die leben. Mir ist es viel wert, dass ses Wunsiedel i. Fichtelgebirge es die Zeit zulässt. gewechselt. Hier waren meine gute Arbeit meines Vorgängers ich in einer immer schnelllebiger benötigen. Wenn noch nicht klar Aufgaben die Sport- und Kultur- Horst Martini fortzuführen. werdenden Welt direkt vor der ist, wer im Landratsamt die zu- Sie haben im Landratsamt förderung, die Mitarbeit bei der Und ich möchte gerne zwei Haustür Ruhe, Ausgleich und ständigen Ansprechpartner sind, Wunsiedel i. F. schon einige Geschäftsführung der Museen meiner persönlichen Eigenschaf- Entschleunigung beim Wandern, wie das weitere Vorgehen aus- Fachbereiche durchlaufen. sowie die Vermarktung des neu ten in meine Arbeit einbringen: Radfahren und Skilanglaufen sehen könnte welche Unterstüt- Was hat Sie am Posten des gebauten Brückenradwegs Bay- Kompromissbereitschaft und finde. Und wenn ich nicht schon zung unser Haus bieten kann, Büroleiters des Landrats ge- ern-Böhmen. Schon damals be- Lösungsorientierung. Bei meinen ein Eigenheim hätte, könnte ich versuche ich gerne behilflich zu reizt? kam ich einen Einblick, wie ab- bisherigen Tätigkeiten habe ich mir hier eines leisten. Ich bin zu- sein. Nach Abschluss meines Stu- wechslungsreich und interessant gelernt, dass die besten Lösun- frieden, im Fichtelgebirge mei- Abgesehen von meiner Tätig- diums als Diplom-Verwaltungs- die Aufgaben in diesem Fachbe- gen dann gefunden werden, nen persönlichen #Freiraum ge- keit im Landratsamt finde ich wirt an der Hochschule für den reich sind. Nach einem Wechsel wenn man miteinander spricht funden zu haben. Sondersitzung zum Thema Stromtrassen Kick-Off für neues Kooperationsprojekt des Fichtelgebirgsmuseums Anwalt sieht Seit Juli dieses Jahres spürt flüsse seit Jahrhunderten das gion ermittelt und abgebildet noch Handlungsspielraum das Fichtelgebirgsmuseum ge- Fichtelgebirge geradezu zu ei- werden. Erste Erkenntnisse Es ist ein Thema mit Zündstoff meinsam mit acht Partnern der nem Schmelztiegel der Kulturen. konnten direkt während der Auf- – die geplanten Stromtrassen, kulturellen Identität der Einwoh- Doch wie sieht die Situation taktveranstaltung gesammelt die auch durch das Fichtelge- ner des Fichtelgebirges nach. gegenwärtig aus? Welche Kultur werden. An einem Socialmedia- birge verlaufen sollen. Sind sie Nun nahm das Projekt „Wer sind besitzen die heutigen Menschen Tisch waren die anwesenden wirklich nötig, wo sollen sie ver- Wir? kulturelle Diversität in in der Region und wie gehen sie Gäste aufgerufen, ihre eigene laufen, welche Nachteile könnten der Region(algeschichte)“ volle mit den aktuellen Herausforde- Kultur in Worte zu fassen und di- daraus für die Bürger in der Re- Fahrt auf. Zahlreiche kulturell In- rungen der kulturellen Vielfalt im rekt ins World-Wide-Web zu twit- gion entstehen und lässt sich die teressierte waren am Freitag, Fichtelgebirge um? All diesen tern. Die Antworten sollen nicht Planung vielleicht doch noch be- den 02.11.2018 der Einladung Fragen geht die Projektleiterin zuletzt auch dem Fichtelgebirgs- einflussen oder gar stoppen? Einer der Redner: Udo Enderle gefolgt, sich im Sigmund-Wann- museum zugutekommen, um Viele drängende Fragen, die in Sprecher der BI „Seußen wehrt Spital über das Projekt, welches neue Bevölkerungsgruppen für einer Sondersitzung des Kreis- sich“ von der Kulturstiftung des Bun- das geschichtsträchtige Haus zu tages besprochen worden sind. des im Fonds Stadtgefährten mit gewinnen und vielleicht sogar Dabei hatten zum einen die Ver- Landkreis engagiert hat. Und er 150.000 Euro gefördert wird, zu eine Kultur der Zukunft zu ent- treter aller Bürgerinitiativen ge- sieht durchaus noch Möglichkei- informieren. wickeln. gen die Trassen die Möglichkeit, ten, die Planungen zu beeinflus- Nachdem zunächst der stell- Neben den festen Partnern ihren Standpunkt noch einmal sen und hat in der Sitzung den vertretende Zweckverbandsvor- des Projektes sind auch weitere klar zu erläutern, aber auch ein Ball den Umweltverbänden zu- sitzende Stefan Göcking, erster kulturelle Netzwerke, Institutio- Vertreter des Netzbetreibers Ten- gespielt. Drei Stunden wurde ge- Bürgermeister der Stadt Arz- nen, Vereine und kulturelle Ein- net kam zu Wort. sprochen, diskutiert und sich berg, – auch im Namen des zelakteure aufgerufen, sich zu Im Mittelpunkt der Veranstal- ausgetauscht. Ein sehr konstruk- Landrats Dr. Döhler – dem Pro- Diana Nitzschke gemeinsam mit beteiligen, um neue Kulturfor- tung stand aber der Vortrag von tiver Termin zu einem wichtigen jekt ein gutes Gelingen ge- der Universität Bayreuth, dem mate zu gestalten und auszupro- Anwalt Wolfgang Baumann aus Thema, das das Fichtelgebirge wünscht hatte, lieferte im An- Luisenburg-Gymnasium Wunsie- bieren. Konkrete Umsetzungs- Würzburg. Ein ausgewiesener vermutlich noch Jahre beschäf- schluss Dr. Dorothea Kolland, del, dem Bürgerforum Wunsie- möglichkeiten hierfür bieten ab Experte auf dem Gebiet, den der tigen wird. Leiterin des Kulturamtes Neukölln del, der KÜKO Fichtelgebirge, 2019 Leerstände an verschiede- a.D. erste Impulse, um die Gäste der Lebenshilfe Marktredwitz, nen Standorten im Fichtelge- auf das Thema des Projekts ein- der AWO Arzberg, dem Förder- birge, die im Laufe des Jahres zustimmen. Die gebürtige Thier- verein Fichtelgebirge sowie der bespielt werden sollen. Interes- steinerin verdeutlichte vor allem LAG Fichtelgebirge Innovativ für senten können sich für weitere die historische Dimension der zwei Jahre nach. Mit Hilfe ver- Informationen oder mit konkre- kulturellen Diversität in der Re- schiedenster gemeinsamer Ak- ten Ideen gerne an die Pro- gion. Hier spiegelt sich nämlich tionen, die von den Verantwort- jektleitung Diana Nitzschke im auf einmalige Weise kulturelle lichen reihum vorgestellt wurden, Fichtelgebirgsmuseum unter Vielfalt wider, denn bekannter- soll die aktuelle kulturelle Iden- nitzschke@fichtelgebirgsmu- maßen formten zahlreiche Ein- tität der Bevölkerung in der Re- seum.de wenden.
Seite 10 Fichtelgebirge 04/2018 Prävention an Grundschulen Neues Team des Landkreises hat Arbeit aufgenommen Auch für sie hat im September das Kreisjugendamt und das möglichst frühe Unterstützung Die drei eigens dafür neu ein- aber auch für die Lehrer sein. Ihr sowas wie „der Ernst des Le- Schulamt auf der Grundlage ak- sehr positiv auf die Entwicklung gestellten pädagogischen Fach- Ziel: vor Ort möglichst frühzeitig bens“ begonnen. Das neue tueller wissenschaftlicher Er- der Kinder auswirken. Auch beim kräfte gehen direkt in die Grund- den Bedarf nach Unterstützung „PaSst“-Team des Landkreises kenntnisse. Die haben gezeigt, Thema Präventionsarbeit gilt also schulen, wollen Ansprechpartner festzustellen und falls nötig, auch Wunsiedel i. Fichtelgebirge dass sich Prävention und eine das Motto: je früher desto besser. für Schüler und deren Familien, den Kontakt zu anderen Institu- stellte sich zum Start des neuen tionen herzustellen; zum Beispiel Schuljahres in den Grundschu- Erziehungsberatungsstellen, len der Region vor. Vor Ort ha- Ergo- und Logotherapeuten, Kin- ben sich die drei pädagogischen der- und Jugendlichenpsycho- Fachkräfte eingearbeitet, haben therapeuten, Schulpsychologen zum Beispiel bei Elternabenden bis hin zu Tageskliniken. Im Be- ihre Tätigkeit präsentiert und sich reich der Prävention bieten die einen Überblick über ihren Bezirk Spezialisten zum Beispiel Anti- verschafft. Denn: jeder Mitarbei- Mobbing-Programme oder Anti- ter und jede Mitarbeiterin hat ei- Aggressionstrainings an und ver- nen festen Zuständigkeitsbe- suchen so, Probleme erst gar reich, den er oder sie auch dau- nicht entstehen zu lassen. Eine erhaft betreuen wird. Die Gründe Aufgabe, die Zeit braucht. Aus dafür liegen auf der Hand: ge- diesem Grund ist das PaSst-Pro- rade in diesem sensiblen Tätig- jekt zunächst für drei Jahre an- keitsbereich ist Vertrauen eine gelegt, soll aber nach Möglich- der wichtigsten Grundlagen und keit auf jeden Fall verlängert wer- das kann man nur im kontinuier- den. Denn der Bedarf ist, da – lichen Austausch auch auf- da sind sich alle Beteiligten einig. bauen. Kontakt zu den PaSst-Mitar- PaSst – diese Abkürzung steht beitern aufzunehmen ist dabei für „Prävention an Schulen stär- ganz einfach: Wer die Hilfe der ken“, einem Projekt mit dem das drei Spezialisten in Anspruch Fichtelgebirge innovative Wege nehmen möchte, erreicht sie zu geht und damit vielen anderen den Sprechzeiten in den jeweili- Regionen in Bayern und ganz gen Schulen, die über die dorti- Deutschland einen Schritt voraus v.l.n.r.: Sandra Wurzel (Leiterin des Jugendamts), Sebastian Thoma, Jasmin Maier, Chris Huber gen Sekretariate erfragt werden ist. Ins Leben gerufen haben es (pädagogische Fachkräfte), Katleen Rödel (Teamleitung) können. In den eigenen vier Wänden bleiben – Ehrenamtliche die neue Wohnberatung kann helfen Wohnberater gesucht Es war ein erster öffentlicher zierten Wohnberaterin absolviert. Sicherheitssysteme, „AAL“) Der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge sucht für die Wohn- Aufschlag und der war gleich Sie hat ihr Büro im Landratsamt • Technische Hilfsmittel (Hilfs- beratung ehrenamtliche Unterstützer. Deshalb wird es im Früh- sehr gut besucht. Ende Oktober Wunsiedel. Im Rahmen ihres Be- mittelverzeichnis) jahr 2019 eine kostenlose Weiterbildung zum „ehrenamt- hat die Wohnraum-Beraterin des ratungsangebotes kommt sie • Umbaumaßnahmen in der lichen Wohnberater“ der Seniorenakademie Bayern im Land- Landkreises Wunsiedel i. Fich- auch zu den Betroffenen nach Wohnung (Bäder, Hausein- ratsamt geben. telgebirge, Michaela Haberkorn, Hause. Um die Flächendeckung gangsbereiche etc.) In dem Seminar werden die Standards der Wohnungsanpas- das neue Service-Angebot im dieses Beratungsangebotes zu • Wohnumfeld („Wie altersge- sung und -beratung erläutert sowie Grundkenntnisse und Me- vollbesetzten Sitzungssaal des gewährleisten ist zukünftig der recht ist die Wohnsituation?) thoden der Wohnberatung für ältere Menschen vermittelt. Das Landratsamtes öffentlich vorge- Einbezug von ehrenamtlichen Schulungsangebot für ehrenamtlich Tätige umfasst folgende stellt. Eingeladen und zu dieser Wohnberatern geplant. Im I. Darüber hinaus berät Frau Themen: ersten Info-Veranstaltung auch Quartal 2019 wird hierzu eine Haberkorn über Finanzierungs- Maßnahmen der Wohnungsanpassung, Finanzierungsmög- sehr zahlreich erschienen waren Blockschulung von der Seni- fragen, die Durchführung und lichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit, Kooperationen und Vernetzung, die Mitglieder der Rheuma-Liga. orenakademie Bayern in Wun- Umsetzung der Maßnahmen Beratungsgespräch sowie die organisatorische Struktur des Doch nutzen kann die Wohnbe- siedel stattfinden. (z.B. Übernahme bürokratischer Beratungsangebots. Bildbeispiele, Übungen, Arbeitsmaterialien ratung natürlich jeder, der Inter- Aufgaben), sowie die Beantra- und Gruppenarbeit vermitteln einen praxisnahen Zugang. Dabei esse hat. Die Wohnberaterin unterstützt gung von Zuschüssen und För- wird auf die besondere Situation Ehrenamtlicher mit ihren zu- Die Wohnberatung kann hel- bei folgenden Aufgabenberei- dermitteln. meist sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen und Vorkenntnis- fen möglichst lange in der ver- chen: Der Vorteil des neuen Bera- sen methodisch und inhaltlich eingegangen. Je nach individu- trauten Umgebung wohnen zu • Beseitigung von Ausstat- tungsangebotes im Landkreis ellem Bedarf und geplantem Einsatz werden diese Themen bleiben. Dabei sollen die Häuser tungsmängeln (Ausstattung, Wunsiedel i. Fichtelgebirge wird durch weitere ergänzt, wie z.B. spezifische Krankheitsbilder, und Wohnungen den individuel- Möblierung, allgemeine Si- insbesondere in der Vertraulich- Menschen mit Demenzerkrankung und neue Technologien. len Bedürfnissen von älteren und cherheit) keit, Neutralität und der kosten- behinderten Menschen ange- • Technik und Wohnen (Kom- losen Inanspruchnahme der Diese Fortbildung umfasst 40 Schulungseinheiten, die sich passt werden. Das Angebot der munikation, Umweltsteuerung, Wohnberatung gesehen. über 5 Tage erstreckt: Wohnberatung richtet sich an alle Menschen im Landkreis (z.B. 1. Block: Montag, 28. Januar – Mittwoch, 30. Januar 2019 ältere Bürgerinnen und Bürger, i 2. Block: Montag, 25. Februar – Dienstag, 26. Februar 2019 Menschen mit Behinderungen, Ansprechpartner: pflegende Angehörige, bauwil- Michaela Haberkorn Die Veranstaltung findet im Landratsamt Wunsiedel statt. Die lige Bürgerinnen und Bürger Seniorenkoordinatorin Teilnahme und die Verpflegung während des Seminars sind etc.) Jean-Paul-Str. 9 • 95632 Wunsiedel kostenfrei. Frau Haberkorn hat als haupt- Tel.: 09232 80388 Interessenten können sich über Frau Michaela Haberkorn amtliche Kraft der Wohnbera- E-Mail: michaela.haberkorn@landkreis-wunsiedel.de (siehe Infokasten links) anmelden. tung die Fortbildung zur zertifi-
Sie können auch lesen