Fichtelgebirge ... da schau her! - Landkreis Wunsiedel

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Fichtelgebirge ... da schau her! - Landkreis Wunsiedel
Zeitung des Landkreises Wunsiedel im Fichtelgebirge

                      Fichtelgebirge     . da schau her!
                                       ..
20. Dezember 2018                                                           4/2018 • Ausgabe 23

                                                                        Liebe
                                                                Fichtelgebirglerinnen
                                                                und Fichtelgebirgler,
                                             Freuden,
                                              die man
                                         anderen macht,
                                             strahlen
                                          auf uns zurück
                                             (Anna Ritter)
                                                                Weihnachten ist traditionell das Fest,
                                                                an dem man Menschen die einem wich-
                                                                tig sind, eine Freude machen möchte.
                                                                Meist drückt man das mit kleinen oder
                                                                auch mal größeren Geschenken aus.
                                                                Und was gibt es Schöneres, als die
                                                                Freude in den Augen des Beschenkten
                                                                zu sehen. Sieht man dieses Glänzen,
                                                                dann macht Schenken mindestens
                                                                genau so viel Freude, wie beschenkt
                                                                zu werden.

                                                                Doch es muss nicht immer ein kost-
                                                                spieliges Geschenk sein, um diesen
                                                                Effekt zu erzielen. Oft sind es die klei-
                                                                nen Dinge, mit denen man eine große
                                                                Freude machen kann. Sich mal Zeit neh-
                                                                men kann eine solche Geste sein. Eine
                                                                Runde Mensch-ärgere-Dich-nicht mit
                                                                den Kindern, ein Konzertbesuch mit
                                                                dem Partner, eine Tasse Kaffee mit
                                                                den Eltern oder Menschen in der Nach-
                                                                barschaft, die vielleicht keinen Fami-
                                                                lienanschluss haben. Diese Zeit ist gut
                                                                angelegt und die Freude, die man an-
                                                                deren macht, strahlt wohltuend auf
                                                                einen selbst zurück. Ich wünsche Ihnen
                                                                die Gelegenheit, Freude zu verschenken
                                                                und selbst erfahren zu dürfen. Und das
                                                                nicht nur zur Weihnachtszeit.

                                                                Ihnen und Ihren Familien wünsche ich
                                                                ein friedvolles und frohes Weihnachts-
                                                                fest und für das neue Jahr Gesundheit
                                                                und Zufriedenheit.

                                                                Ihr Landrat

                                                                Dr. Karl Döhler
Fichtelgebirge ... da schau her! - Landkreis Wunsiedel
Seite 2                                              Entwicklungsagentur Fichtelgebirge                                                                            04/2018

                             Der #freiraumfürmacher wächst
                  Fichtelgebirgsgemeinden aus dem
                   Landkreis Bayreuth stoßen dazu
   „Das Fichtelgebirge, der #frei-
raumfürmacher“ – seit dem Früh-
jahr wirbt der Landkreis Wun-
siedel i. Fichtelgebirge mit die-
ser Kampagne und hat damit
deutschlandweit bereits Auf-                                                                                                                       Sybille Kießling, Vorsitzende
merksamkeit erzielt. Aber auch                                                                                                                  des Fördervereins Fichtelgebirge
in der Region haben die Aktio-                                                                                                                  ist von dem Zuwachs begeistert.
nen und Botschaften der Kam-                                                                                                                    „Wir als Förderverein haben von
pagne schon viele Menschen                                                                                                                      Anfang an das Fichtelgebirge
überzeugt. So sehr, dass sich                                                                                                                   als Region in den Mittelpunkt
der Kreis der derzeit 17 beteilig-                                                                                                              unserer landkreis- und bezirksü-
ten Städte und Gemeinden aus                                                                                                                    bergreifenden Netzwerkarbeit
dem Landkreis Wunsiedel i. Fich-                                                                                                                gestellt. Da wir die Idee der Kam-
telgebirge nun um sieben Kom-                                                                                                                   pange #freiraumfürmacher mit
munen aus dem Landkreis Bay-                                                                                                                    aus der Taufe gehoben haben,
reuth erweitert. Bischofsgrün,                                                                                                                  freut uns diese Entwicklung sehr.
Warmensteinach, Fichtelberg,                                                                                                                    Denn Zuzügler und Investoren
Mehlmeisel, Gefrees, Goldkro-                                                                                                                   interessieren sich weniger für
nach und Bad Berneck werden                                                                                                                     einzelne Landkreise oder Kom-
künftig ebenfalls mit der Marke      Wollen künftig gemeinsam mit weiteren Kommunen aus dem Landkreis Bayreuth das Fichtel-                     munen – aber um so mehr für
#freiraumfürmacher werben.           gebirge noch besser vermarkten, gemeinsam unter dem Dach der Kampagne #freiraumfür-                        Regionen. Wir hoffen, dass sich
   Die Initiative dazu ging vom      macher. v.l.n.r.: die Regionalmanager des Landkreises Bayreuth, Jana-Lisa Kirsch und Alexander             noch viele Städte und Gemein-
Bischofsgrüner Bürgermeister         Popp, die Landräte aus Bayreuth und Wunsiedel i. Fichtelgebirge, Hermann Hübner und Dr.                    den aus dem gesamten Fich-
Stefan Unglaub aus. Unglaub          Karl Döhler, die Vorsitzende des Fördervereins Fichtelgebirge, Sybille Kießling, der Bischofs-             telgebirge dieser erfolgreichen
hatte bereits kurz nach Kampa-       grüner Bürgermeister Stefan Unglaub, der Leiter der Entwicklungsagentur Fichtelgebirge                     Kampagne anschließen und da-
gnenstart den Kontakt zur Ent-       Thomas Edelmann und Katharina Hupfer von der Willkommensagentur Fichtelgebirge.                            von profitieren!“
wicklungsagentur im Landkreis                                                                                                                      Einen ersten gemeinsamen
Wunsiedel i. Fichtelgebirge ge-      fang an überzeugt und begeis-       dung aus Bayreuth ausdrück-        sich dem Fichtelgebirge zu-         Termin planen die Beteiligten am
sucht und sehr schnell Landrat       tert. Wir freuen uns, künftig ein   lich. „Menschen machen in ih-      gehörig fühlen, bei dieser Kam-     01.12.2018 in Berlin. Dort sind
Hermann Hübner sowie auch die        Teil im #freiraumfürmacher sein     rem Denken nicht an Landkreis-     pagne mitzunehmen erscheint         die Macher der Kampagne #frei-
anderen Bürgermeister aus dem        zu können und möchten das           grenzen oder Verwaltungseinhei-    mir deshalb nur folgerichtig.       raumfürmacher mit ihrer aufse-
hohen Fichtelgebirge für die Idee    Thema unsererseits mit weiterem     ten halt. Das Fichtelgebirge ist   Gemeinsam kann man ohnehin          henerregenden Würfel-Aktion vor
begeistern können, sich anzu-        Leben füllen.“, sagt Hübner.        weit größer als der Landkreis      meist mehr bewegen, ich freue       Ort und werden dabei auch von
schließen. „Die Botschaften der        Der Wunsiedler Landrat Dr.        Wunsiedel i. Fichtelgebirge.       mich sehr über die intensive        den neuen Mitgliedern aus dem
Kampagne haben uns von An-           Karl Döhler begrüßt die Entschei-   Auch andere Kommunen, die          Zusammenarbeit“, so Döhler.         Landkreis Bayreuth unterstützt.

                  Temperaturen werden sichtbar:
        Mit der Kamera auf der Suche nach dem Wärme-Leck
   Wer sein Haus dämmen, die            Es wird nicht mehr richtig       deutlich, und sie beeinträchti-    möglichst schnell aufzuspüren.         Über die kostenlose Klima-
alte Ölheizung ersetzen oder die     warm, die Fenster sind nicht        gen nicht nur die Behaglichkeit:     Doch solche Wärmebrücken          schutzberatung können auch
Fenster tauschen möchte, be-         wirklich dicht, die Wände sind      An einer ausgekühlten Wand         sind nicht immer auf den ersten     die Privathaushalte im Landkreis
kommt im Landkreis Wunsiedel         eiskalt – und die Heizkosten        steigt durch Kondensation auch     Blick sichtbar. Sie verstecken      Wunsiedel i. Fichtelgebirge mit
i. Fichtelgebirge seit zwei Jahren   steigen Jahr für Jahr. Gerade in    das Risiko der Schimmelbil-        sich in Fensterrahmen, unzu-        einer solchen Wärmebildkamera
wertvolle Unterstützung: Über        der kalten Jahreszeit zeigen        dung. Es gibt also viele gute      gänglichen Ecken oder Heiz-         auf die Suche nach Schwach-
die Klimaschutzberatungsstelle       sich solche Schwachstellen sehr     Gründe, solche Wärmebrücken        körpernischen, aber oft auch an     stellen gehen. Energieberater
des Landkreises können                                                                                              Orten, wo man sie gar       Jürgen Ramming verfügt über
sich Bürgerinnen und                                                                                                nicht vermutet. Die si-     das nötige Fachwissen, die Er-
Bürger kostenlos eine                                                                                               cherste und schnellste      gebnisse zu interpretieren und
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meinung der Ener-                                                                                                   ausfindig zu machen, ist    chen Lösungen. Dabei steht der
gieagentur Oberfranken                                                                                              eine Thermographie. Da-     Experte für sämtliche Fragen im
einholen – und das nicht                                                                                            bei misst eine Wärme-       Bereich Energie, also von der
nur telefonisch, sondern                                                                                            bildkamera die für das      Gebäudesanierung über neue
auf Wunsch auch direkt                                                                                              menschliche Auge un-        Heizungstechnik, Erneuerbare
vor Ort am Gebäude.                                                                                                 sichtbare Infrarotstrah-    Energien und Stromspeicher bis
   Energieberater Jürgen                                                                                            lung und stellt die Tem-    zu Fördermitteln und Elektromo-
Ramming hat auf diese                                                                                               peratur des Objektes auf    bilität zur Verfügung.
Weise schon fast jeden                                                                                              dem Bild in Falschfarben
Winkel des Landkreises                                                                                              dar. So sind Temperatur-      i
kennengelernt und mehr                                                                                              unterschiede, zum Bei-
als 100 Haushalte in Sa-                                                                                            spiel an der Außenfas-       Terminvereinbarungen
nierungsfragen beraten.                                                                                             sade, auf den ersten         unter 09221 / 823918
Auch wenn kein Haus                                                                                                 Blick zu erkennen. Aller-    oder per Mail via
wie das andere ist, so                                                                                              dings funktioniert das       beratung@eao.bayern
ähneln sich doch die                                                                                                nur in der kalten Jahres-    Weitere Tipps und unabhän-
Probleme, wenn das                                                                                                  zeit, und auch dann nur,     gige Experten finden Sie
Gebäude und die Hei-                                                                                                wenn die Sonne nicht         auch unter: https://www.
zungsanlage in die Jah-                                                                                             scheint und das Ergeb-       energie-effizienz-experten.de
re gekommen sind:                                                                                                   nis verfälscht.
Fichtelgebirge ... da schau her! - Landkreis Wunsiedel
04/2018                                               Entwicklungsagentur Fichtelgebirge                                                                                Seite 3

                 Unternehmensbefragung 2018                                                                         „Make my business famous“ –
                                                                                                                    das Thema Social Media lockt
              Großes Interesse                                                                                           viele Interessierte
     liefert wichtige Erkenntnisse und                                                                                Wenn man eine
                                                                                                                   Veranstaltung ein
                                                                                                                   zweites Mal anbie-
           aussagekräftige Daten                                                                                   ten muss, weil die
                                                                                                                   erste in Windesei-
   „Das Interes-                                                           chenmix stimmt und bildet un-           le ausgebucht ist,
se an der Unter-                                                           sere Wirtschaftslandschaft aus-         dann hat man wohl
nehmerbefra-                                                               sagekräftig ab. Das bewerte ich         mit dem Thema ei-
gung wirft ein                                                             als sehr positiv“, sagt Dr. jur. Karl   nen Nerv getroffen.
sehr gutes Licht                                                           Kovařík, Mitglied der Geschäfts-        Beim „Business
auf den Wirt-                                                              führung der PEMA Vollkorn-Spe-          Crashkurs: Marke-
schaftsstandort                                                            zialitäten Heinrich Leupoldt KG         ting mit Facebook“
Fichtelgebirge“, das sagt Josef      diese am Dialog zur strategi-         und Lasse Becker, Prokurist der         war genau das der
Rother von der GEFAK (Gesell-        schen Weiterentwicklung des           Dronco GmbH ergänzt: „Wir               Fall. Die Entwick-
schaft für angewandte Kommu-         Wirtschaftsstandortes interes-        freuen uns auf die genauen Er-          lungsagentur Fich-
nalforschung mbH), die die Be-       siert seien.                          gebnisse und darauf, zu den All-        telgebirge hatte die Veranstaltungsreihe zusammen mit dem
fragung im Auftrag des Landkrei-        Dieses Interesse bestätigen        gemeinen sowie zu unseren               Digitalen Gründerzentrum Einstein1 aus Hof ins Leben gerufen.
ses Wunsiedel i. Fichtelgebirge      auch die an der Ausarbeitung          ganz persönlichen Themen mit            Die Resonanz übertraf letztendlich alle Erwartungen. Vier The-
in diesem Jahr durchgeführt hat.     der Befragung beteiligten Wirt-       dem Landkreis um Austausch              men hatten die Macher in die Reihe gepackt; die weiteren
Im Mittelpunkt der Untersuchung      schaftsvertreter. Thomas Regnet,      bleiben zu können. Die Entwick-         Abende standen unter den Überschriften „Google my business“,
standen dabei Themen wie Stan-       Geschäftsführer bei der Scherdel      lung des Wirtschaftsstandorts           „Pimp my Facebook Page“ oder befassten sich mit „Tipps und
dortzufriedenheit, Fachkräfte-       Innotec GmbH und Vorsitzender         Fichtelgebirge ist ein Prozess,         Tricks zur digitalen Bildbearbeitung“. Das Feedback der Teil-
sicherung, Gewerbeflächenent-        der Arbeitsgemeinschaft der In-       den wir gerne weiter begleiten          nehmer – alles in allem mehr als 200 bei allen fünf Terminen –
wicklung, regionale Entwick-         dustrie (AGI Hochfranken) sagt:       möchten.“                               war durchweg positiv. Viele kamen gleich an mehreren Abenden
lungsstrategie aber auch die         „Die AGI ist ein starkes Netzwerk,       Die Fragebögen und Ergeb-            ins BayernLab, um sich auf diesem neuen Feld fit machen zu
Qualität der Wirtschaftsförderung    von einer so engen Zusammen-          nisse der Unternehmerbefra-             lassen. Die einhellige Meinung: die kostenlosen Workshops
durch den Landkreis.                 arbeit mit dem Landkreis profi-       gung werden derzeit im Land-            vermittelten praxisnah genau das, was im Jahr 2018 interessiert:
   Rund 1100 Betriebe hatte die      tieren beide Seiten. Unsere Be-       ratsamt im Detail ausgewertet           wie nutze ich das Internet und die Social Media Kanäle, um
Entwicklungsagentur Fichtelge-       dürfnisse und Wünsche als Un-         und gemeinsam mit der GEFAK             möglichst effektiv auf mich und mein Geschäft oder meine Firma
birge dazu im Mai angeschrie-        ternehmer äußern zu können ist        weiter aufbereitet. Landrat Dr.         aufmerksam zu machen. Und wenn sich die Reihe im Kern ei-
ben, knapp 300 Firmen von ih-        für uns wichtig und liefert auf der   Karl Döhler: „Unser Ziel ist, den       gentlich an Einzelhändler richten sollte, war der Kreis der Teil-
nen haben sich an der Befra-         anderen Seite der Wirtschaftsför-     Unternehmensvertretern eine             nehmer deutlich breiter, auch Firmenchefs und aus anderen
gung beteiligt. Ein hervorragen-     derung Anknüpfungspunkte              Zusammenfassung und Bewer-              Branchen waren begeisterte Teilnehmer.
der Wert, den die GEFAK in ver-      für weitere Maßnahmen.“ Auch          tung, sowie die sich ableitenden
gleichbaren Regionen nicht er-       Karin Wolf, Geschäftsführerin der     Handlungsfelder in einer kom-
reicht habe, erklärt Rother in ei-   Rausch&Pausch GmbH unter-             pakten Veranstaltung Anfang
ner ersten Stellungnahme. Er         streicht diese Sicht. „Wir be-        des Jahres vorstellen zu können.
zeige, dass die Wirtschaft in der    grüßen es sehr, dass der Land-        Schon jetzt möchte ich mich für
Region ein hohes Interesse           kreis mit dieser Befragung auf        das große Interesse und die kon-
daran habe, die Zukunft mitzu-       die Unternehmen in der Region         struktive Zusammenarbeit be-
gestalten. Die Ergebnisse der        zugegangen ist.“                      danken. Die Befragung liefert
Befragung lassen sich, so Ro-           „Schaut man sich den Rück-         uns allen eine belastbare und
ther, auf gut jeden vierten Ar-      lauf der Befragung an sieht man,      aussagekräftige Datenquelle, auf
beitsplatz im Landkreis anwen-       dass sowohl ganz große als            deren Basis wir gemeinsam an
den. Zudem signalisiere die Mit-     auch kleinere Unternehmen teil-       der Entwicklung des Fichtelge-
wirkung der Betriebe, dass auch      genommen haben. Der Bran-             birges weiter arbeiten können.“

                                             Beratungstage für
                                     Existenzgründer und Unternehmer
                                     rung, IHK oder KfW hinausge-            Die Fachberater der IHK Bay-           i
                                     hen. Sie sind eng mit ihrem Ge-       reuth, Herr Matthias Keefer und
                                     schäft oder ihrer Region verbun-      der Handwerkskammer in Hof,             Folgende Termine
                                     den: Zu welcher Bank soll ich         Herr Roland Hetzel, stehen an           sind geplant:
                                     gehen? Welcher Standort ist           diesen Tagen für Einzelge-                                              Anmel-
                                     gut, welcher nicht so gut? Ist        spräche zur Verfügung. Für all-         16. Januar 2019                 dung:
                                     meine Idee gut? Viele Gründer         gemeine Erstberatungen können           13. Februar 2019                Aus orga-
                                     fühlen sich alleine mit ihren Fra-    nach gesonderter Absprache              20. März 2019                   nisatori-
                                     gen, weil in Familie und Be-          auch Termine mit einem Steuer-          08. April 2019                  schen
Die meisten Existenzgründer          kanntenkreis das Verständnis          berater, Rechtsanwalt oder Notar        jeweils von                     Gründen
haben konkrete Fragen:               dafür fehlt.                          vereinbart werden.                      9:00 bis 16:00 Uhr              ist eine
• Wie schreibe ich einen Busi-          Die    Entwicklungsagentur           Informationen gibt es für alle,                                       Voranmeldung erforderlich
  nessplan?                          Fichtelgebirge kennt die spezi-       die ein Unternehmen gegründet           Ort:                            bei: Herrn Rainer Rädel,
• Was ist mit Finanzierung? Wie      fischen Probleme von Gründern         haben, in konkreten Planungen           Landratsamt Wunsiedel           Tel. 09232/80-483 oder per
  viel Eigenkapital brauche ich?     und Jungunternehmern. Wir ge-         für eine Gründung stecken oder          i. Fichtelgebirge               E-Mail: rainer.raedel@
• Welche Förderungen gibt es?        ben Feedback, mit dem Sie et-         eine Unternehmensnachfolge              Jean-Paul-Str. 9,               landkreis-wunsiedel.de
  Erhalte ich einen Gründungs-       was anfangen können, das sie          vorbereiten.                            95632 Wunsiedel
  zuschuss?                          verbessert und weiterbringt.            Alle Themen, die im Zusam-                                            Selbstverständlich steht die
• Welche rechtlichen Rahmen-         Nutzen Sie Ihre Chance!               menhang mit der Existenzgrün-           Veranstalter:                   Wirtschaftsförderung des
  bedienungen muss ich beach-           Die Entwicklungsagentur Fich-      dung, dem Unternehmensauf-              Entwicklungsagentur Fich-       Landkreis Wunsiedel i. Fichtel-
  ten?                               telgebirge führt die Beratungs-       bau oder der Übernahme stehen           telgebirge – Wirtschaftsför-    gebirge auch außerhalb des
  Zudem tauchen Fragen auf,          tage in Zusammenarbeit mit den        und auch Fragen zu einer Kon-           derung des Landeskreises        Termins für Beratungen und
die über die klassischen The-        Wirtschaftskammern Oberfran-          solidierung, können mit den             Wunsiedel i. Fichtelgebirge     Informationen zur Verfügung.
men wie Businessplan, Förde-         kens durch.                           Fachberatern erörtert werden.
Fichtelgebirge ... da schau her! - Landkreis Wunsiedel
Seite 4                                          Entwicklungsagentur Fichtelgebirge                                                                        04/2018

                                 Neuigkeiten aus der
                          hochfränkischen MINT-Landschaft
                                                                                                               Die MINT-Region auf der Ausbildungsmesse
                     MINT-Veranstaltungshinweise                                                                                in Marktredwitz
       „MINIPHÄNOMENTA in Bayern“ am 19.01.2019                            „Selber MINT-Tag“              Du hast es drauf – mach
    Die „MINIPHÄNOMENTA in Bayern“, eine Wanderausstellung                   am 05.02.2019             was daraus! Unter diesem
 mit 52 Experimentierstationen zum eigenständigen Forschen              Schülerinnen und Schüler,      Motto fand Anfang Oktober
 und Experimentieren für Schulkinder, macht Mitte Januar Halt        die am Selber MINT-Tag 2019       die 17. Ausbildungsmesse am
 an der Grundschule Weißenstadt. Im Rahmen des Bildungspro-          teilnehmen möchten, haben ab      Otto-Hahn-Gymnasium in
 jekts des Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. steht der    dem 02.01.2019 die Möglich-       Marktredwitz statt. Auf der von
 Schule das Experimentierfeld für zwei Wochen leihweise zur Ver-     keit, sich unter www.selber-      den Wirtschaftsjunioren Fich-
 fügung und soll das Interesse der Grundschülerinnen und –           mint-tag.de für eine der vielen   telgebirge veranstalteten Be-
 schüler an Naturwissenschaft und Technik wecken und stärken.        spannenden Exkursionen an-        rufsbildungsmesse präsentier-
 Im Anschluss an die Ausleihe sollen einige der Stationen durch      zumelden. Besonderes High-        ten sich heuer über 80 vor-
 Lehrkräfte, Eltern und externe Partner für den dauerhaften Ver-     light im Jahr 2019: Astrophysi-   wiegend lokale Unternehmen
 bleib an der Schule nachgebaut werden. Am „Tag der Öffent-          ker, Naturphilosoph, Wissen-      und Institutionen. In diesem
 lichkeit“ am 19. Januar 2019 von 10 bis 13 Uhr sind alle Interes-   schaftsjournalist und Fern-       Jahr stand auch der Landkreis
 sierten, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte aus der    sehmoderator Professor Dr.        Wunsiedel i. F. für Fragen rund Nicole Fleischmann (MINT-Ma-
 Region herzlich nach Weißenstadt eingeladen, um die Experi-         Harald Lesch konnte als Gast-     um das Thema „Ausbildung nagerin), Pauline Strötz (Duale
 mentierstationen live anzuschauen und auszuprobieren und sich       redner für den Selber MINT-Tag    und Duales Studium im öffent- Studentin), Christa Marx (Fach-
 über das Projekt zu informieren. Unternehmen, welche die Grund-     gewonnen werden.                  lichen Dienst“ zur Verfügung. bereichsleiterin Haupt- und Per-
 schule Weißenstadt beim Nachbau der Stationen unterstützen                                            Zusätzlich informierte die sonalverwaltung) (v. l. n. r.)
 möchten, sind ebenfalls herzlich willkommen.                                                          MINT-Managerin der MINT-
                                                                                                       Region Wunsiedel/Hochfranken über technische Berufe und Kar-
                                                                                                       rieremöglichkeiten in der Region. Um MINT-Berufe besser ken-
                                                                                                       nenzulernen empfiehlt die MINT-Managerin Praktika oder die
                                                                                                       Teilnahme an Workshops, Schnupperkursen und außerschuli-
                                                                                                       schen MINT-Bildungsangeboten in der Region.

                                                                                                                      Technik erleben im Porzellanikon
                                                                                                          Im Rahmen der Techniktage im Porzellanikon in Selb konnten
                                                                                                       kleine und große Entdecker Ende Oktober Technik hautnah erle-
                                                                                                       ben. Im Anschluss an die Eröffnung des neuen Ausstellungsbe-
                                                                                                       reichs „Feuerfest“ in der Abteilung Technische Keramik konnten
 Die Experimentierstationen der „MINIPHÄNOMENTA in Bay-                                                sich interessierte Bürgerinnen und Bürger beim Gespräch mit ver-
 ern“ laden Grundschulkinder zum selbstständigen Erforschen                                            schiedenen Spezialisten über die erstaunlichen Eigenschaften und
 elementarer wissenschaftlicher Phänomene ein (Fotos:                                                  neuartige Anwendungen der Technischen Keramik informieren.
 Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V.)                                                         Am zweiten Tag der Techniktage öffnete das Porzellanikon seine
                                                                                                       Tore für „Tüftler, Forscher und Entdecker“ aller Altersgruppen und
              Zahlenfreunde aufgepasst! – Zahlenland-Seminare in Wunsiedel                             lud zum spielerischen Erleben und Begreifen von Technik und
    Wie aktuelle Forschungen heitlichen Bildungsprojekten         In Kooperation mit dem Bayern-       zum Experimentieren ein. Robotik, 3D-Druck, das Konstruieren
 zeigen, hat Bildung in der an die Mathematik heranzufüh- Lab Wunsiedel und der MINT-                  von Fahrzeugen und Raketen, Malen mit Licht und Filmtrickauf-
 frühen Kindheit eine zentrale ren. Für verschiedene Projekte Region Wunsiedel/Hochfranken             nahmen standen auf dem Programm. Wissen und Können im Be-
 Bedeutung für den Bildungser- für Kindergärten, Kindertages- finden im Jahr 2019 (Februar             reich MINT konnten die Besucherinnen und Besucher beim MINT-
 folg von Kindern. Auch in den stätten und Grundschulen, wie und Mai) erstmals zwei Se-                Quiz der MINT-Region Wunsiedel/Hochfranken beweisen. Im Jahr
 MINT-Disziplinen wird frühkind- z.B. „Entdeckungen im Zahlen- minare zum Programm „Ent-               2019 sollen die Techniktage im Porzellanikon fortgeführt werden
 liche Bildung in Kindertages- land“, bietet das Zahlenland ne- deckungen im Zahlenland“ in            – mit neuem Programm und vielen weiteren tollen Experimenten.
 stätten und Kindergärten zu- ben den Projektkonzepten und Wunsiedel statt. Alle Informatio-
 nehmend wichtiger. Die „Jahre Materialien auch Seminare für nen zum Veranstalter, den Pro-
 des mühelosen Lernens“ nutzt Erzieherinnen und Erzieher so- jekten und Seminaren sowie zur
 das Zahlenland Prof. Preiß, um wie Pädagoginnen und Päda- Anmeldung finden Sie unter
 bereits die Jüngsten mit ganz- gogen an.                       www.zahlenland.info.

                                    „Eine Stadt spielt MINT“
  Mitte November fand zum dritten Mal der Aktionstag „Eine Stadt spielt MINT“ im Schulzentrum
Rehau statt. Mit 433 Personen in 136 Teams konnte die Teilnehmerzahl im Vergleich zu den Vorjahren
erneut deutlich gesteigert werden. Neben den 41 Spielstationen der Rehauer Unternehmen, der
Rehauer Schulen sowie der beiden hochfränkischen MINT-Regionen boten das „Haus der kleinen Links: Beim Bürgergespräch standen Experten aus Forschung
Forscher“, das TAO Schülerforschungszentrum Oberfranken und das Hof-Spannung Motorsportteam und Industrie Rede und Antwort; Rechts: Zahlreiche Mitmach-
der Hochschule Hof ein buntes Rahmenprogramm.                                                      Angebote lockten viele kleine und große Tüftler ins Porzellanikon

         Roadshow „Unterwegs für Deutschlands digitale Zukunft“ in Wunsiedel                             i
  Im Rahmen der Kampagne Breitband@Mittelstand machte die Roadshow „Unterwegs für Deutsch-
lands digitale Zukunft“ des Breitbandbüro des Bundes Mitte November Halt im BayernLab in
                                                            Wunsiedel. Zahlreiche Referen-              Informationen
                                                            ten informierten unter anderem              zu MINT erhalten Sie
                                                            zu den Themen Digitalisierung               von der
                                                            und Digitale Transformation,                MINT-Managerin
                                                            Künstliche Intelligenz, eHealth,
                                                            Blockchain, eMobilität und Inter-           Nicole Fleischmann
                                                            net of Things. Weiterhin präsen-            Jean-Paul-Str. 9
                                                            tierte das mit modernster digita-           95632 Wunsiedel
                                                            ler Technologie ausgerüstete In-            Tel.: 09232 – 80 367
                                                            formationsmobil die aktuelle und            Fax: 09232 – 80 9 367
                                                            zukünftige Leistungsfähigkeit               E-Mail:
 Mit der Roadshow im Rahmen der Kampagne Breitband@Mit- von Breitbandnetzen und neue,                   nicole.fleischmann@landkreis-wunsiedel.de
telstand informiert das Breitbandbüro des Bundes deutsch- aktive Kommunikationsmöglich-                 Web: www.landkreis-wunsiedel.de
landweit über Digitalisierung                               keiten.
Fichtelgebirge ... da schau her! - Landkreis Wunsiedel
04/2018                                  Entwicklungsagentur Fichtelgebirge                                                        Seite 5

           Das Fichtelgebirge auf Tour
 #freiraumfürmacher wirbt in Berlin, Regensburg und Stuttgart
  Im Frühjahr hatten sich die Macher der Kampagne #freiraumfürmacher als ersten Standort München ausgesucht und dort unter anderem
 mit zwei Plexiglas-Würfeln für das Fichtelgebirge geworben. Die Botschaft der Würfel: eine Gegenüberstellung des persönlichen Freiraums,
 den man in einer Großstadt und im Fichtelgebirge hat. Eine sehr plakative Aktion, die nun auch in anderen Städten auf großes Interesse
 gestoßen ist.

                                                         In Bayern hatten sich das Team
                                                       von Landratsamt und Agentur
                                                       Jahreiss aus Hohen-
                                                       berg/Eger Regens-
                                                       burg als nächsten
                                                       Standort     ausge-
                                                       sucht. Denn Re-
                                                       gensburg wächst
                                                       und wird teurer, da-
                                                       von konnten auch
                                                       die Besucher in der
                                                       Innenstadt ein Lied
                                                       singen.

                                                         Nächste Station war
                                                       Stuttgart, die teure
                                                       Metropole Baden-Würt-
                                                       tembergs. Auch dort ist
                                                       bezahlbarer Wohnraum
                                                       inzwischen kaum mehr
                                                       zu finden. Die Mieten
                                                       sind in den vergangenen
                                                       Jahren in die Höhe ge-
                                                       schnellt; Wohnen ist
                                                       auch dort schon ein
                                                       Stück weit zum Luxus
                                                       geworden.

   Aufmerksamkeit für das Fichtelgebirge erzielen      Company aus Hohenberg/
 und in den Ballungsräumen den Finger in die Wunde     Eger hat sich das Fichtelge-
 legen. Nach dem aufsehenerregenden Auftakt in         birge am ersten Adventswo-
 München musste zum Jahresende dann nochmal            chenende in Berlin präsentiert,
 ein echter Höhepunkt her: die Bundeshauptstadt        neben vielen Gesprächen hat
 Berlin. In Kooperation mit der erfolgreichen Bio      auch der Flyer „Fünf sehr gute
                                                       Gründe – Leben, Wohnen und
                                                       Arbeiten im Fichtelgebirge“
                                                       in viele Berliner Haushalte ge-
                                                       funden. Ein Abschluss für das
                                                       Jahr 2018, der Lust auf mehr
                                                       macht. #freiraumfürmacher
                                                       geht natürlich auch im Jahr
                                                       2019 und darüber hinaus wei-
                                                       ter. „Die Kampagne ist lang-
                                                       fristig angelegt“, sagt Landrat
                                                       Dr. Karl Döhler. „Unser erstes
                                                       Jahr hat uns gezeigt, dass das
                                                       Thema funktioniert. Auf dieser
                                                       Basis werden wir hochmotiviert
                                                       weiterarbeiten.“
Fichtelgebirge ... da schau her! - Landkreis Wunsiedel
Seite 6                                             Entwicklungsagentur Fichtelgebirge                                                                          04/2018

                  Expo Real 2018 –
     das Fichtelgebirge präsentiert sich der Welt
   Die Landkreise Wunsiedel i.      orientiert auf sich aufmerksam      mer mit dem Ziel, Investoren in
Fichtelgebirge, Hof und Bay-        gemacht haben.                      die Region zu locken. Unter-
reuth haben sich in diesem Jahr       Mehr als 40.000 Besucher          stützt wurden sie dabei von der
gemeinsam auf Europas größter       lockt die Messe Expo Real pro       Tourismuszentrale Fichtelge-
Fachmesse für Immobilien und        Jahr nach München, darunter         birge.
Investitionen in Europa präsen-     zahlreiche Investoren und Pro-        „Wir haben viele hochinteres-
tiert – der Expo Real in Mün-       jektentwickler, die nach neuen      sante Gespräche geführt, einige
chen. Der gemeinsame Mes-           Flächen für Tourismus und Ge-       Interessenten haben angekün-
seauftritt trug das Label: Hofer    werbe suchen. Diese Kontakte        digt dem Fichtelgebirge einen
Land – Fichtelgebirge – Region      haben auch die Aussteller aus       Besuch abzustatten“, bilanziert
Bayreuth. Dafür hatten die drei     der Region genutzt, um die Re-      der Leiter der Entwicklungs-
Regionen einen gemeinsamen          gion als attraktiven Lebens- und    agentur Fichtelgebirge, Thomas
Messeauftritt konzipiert, mit dem   Wirtschaftsraum bekannter zu        Edelmann, die Tage in Mün-
sie modern und zielgruppen-         machen und natürlich auch im-       chen.

                                                                                                           Hintergrund zur Expo Real:
                                                                                                           Die Expo Real ist die größte Gewerbe-Immobilien-Messe Euro-
                                                                                                           pas. Sie findet jährlich im Oktober in der Messe München statt.
                                                                                                           Mehr als 2000 Städte, Gemeinden und Regionen aus 35 Ländern
                                                                                                           präsentieren sich dort, die Zahl der Besucher ist seit Jahren
                                                                                                           steigend. Die Messe umfasst eine Gesamtfläche von rund 64.000
                                                                                                           Quadratmetern, begleitet wird sie von einem Konferenzprogramm
                                                                                                           mit mehr als 500 Experten. Ebenso bemerkenswert: bei der
                                                                                                           Messe sind rund 1.000 Journalisten und Medienvertreter vor Ort.
                                                                                                           Weitere Infos: www.exporeal.net

     Kreativ.Bustour – Kreative aus München und Regensburg
                    zu Gast im Fichtelgebirge
   Das Fichtelgebirge hat viel zu                                                                                                            Raab (coopolis GmbH) und Julia
bieten, verfügt über eine inzwi-                                                                                                             Schelter (Regionalmanagement
schen sehr aktive kreative Szene                                                                                                             Landkreis Wunsiedel i.Fichtelge-
und die Freiräume (und Leer-                                                                                                                 birge) das Projekt „FreiRaum-
stände) in denen sich Menschen                                                                                                               Leben Fichtelgebirge“, das
mit Ideen verwirklichen können.                                                                                                              die Belebung von Leerständen
Genau diese beiden Seiten hat                                                                                                                durch die Kultur- und Kreativwirt-
das Projekt „FreiRaumLeben“                                                                                                                  schaft zum Ziel hat, vorgestellt.
des Regionalmanagements des                                                                                                                  Zum Abschluss des gelungenen
Landkreises Wunsiedel i. Fich-                                                                                                               Tages trafen sich alle Teilnehmer
telgebirge zusammen gebracht                                                                                                                 sowie viele Mitglieder der Künst-
und in Kooperation mit dem Bür-                                                                                                              lerkolonie Fichtelgebirge und
gerforum Wunsiedel und der                                                                                                                   des Bürgerforums Wunsiedel in
Künstlerkolonie Fichtelgebirge      Simmler die Gruppe exklusiv                                                                              der Gaststätte „Zum Bernhard“,
das innovative Format „Kreativ.     durch ihre „heiligen Hallen“. Ei-                                                                        um bei einem leckeren Abend-
Bustour“ auf die Beine gestellt.    nen kurzen Rundgang durch                                                                                essen zu netzwerken und die
   Die Wunsiedler Wasserspiele      das Felsenlabyrinth gestaltete                                                                           Eindrücke des Tages Revue pas-
2018 haben dabei eindrucksvoll      im Anschluss Geoparkrangerin                                                                             sieren zu lassen.
gezeigt, wie man mit Kreativität    Christine Roth, bevor es für die                                                                            Die Bilanz der Tour fiel dann
und einem facettenreichen Aus-      Gruppe mit dem Bus zur ersten       informationen zu den Immobi-         Das Ende dieser ganz beson-     auch entsprechend positiv aus.
stellungsprogramm die Leer-         Tour durch die Wasserspiele         lien. Viele der ausstellenden      deren Kunstaustellung nutzte      Das Fichtelgebirge hat über-
stände Wunsiedels ins beste         ging. Annette Hähnlein und          Künstler begleiteten die Gruppe    das „Kreativ.Bustour“-Team, um    zeugt, und manch einer hatte
Licht rücken kann. Doch damit       Stefan Frank vom Bürgerforum        und konnten so selbst Anekdo-      Kultur- und Kreativschaffenden    sich vor diesem Tag sicher kein
nicht genug. Nach einem Pro-        Wunsiedel erläuterten kurzweilig    ten zu ihrer Arbeit erzählen und   aus den Städten das Potenzial     Bild davon gemacht, wie viel
seccoempfang auf der Luisen-        und informativ die Ausstellungs-    Fragen der Kultur- und Kreativ-    des ländlichen Raumes zu prä-     kreative Energie auf dem Land
burg, führte Intendantin Birgit     stücke und gaben Hintergrund-       schaffenden beantworten.           sentieren. Dabei haben Stefanie   unterwegs ist.
Fichtelgebirge ... da schau her! - Landkreis Wunsiedel
04/2018                                             Entwicklungsagentur Fichtelgebirge                                                                       Seite 7

    Ritterschlag für #freiraumfürmacher
Auflagenstärkstes Marketing-Magazin
       Deutschlands berichtet
   Auf diese Resonanz haben                                               Eine Aufmerksamkeit, die
die Macher der Kampagne                                                 genau zum richtigen Zeitpunkt
#freiraumfürmacher im Stillen                                           kommt. Denn aktuell arbeitet
gehofft, damit gerechnet hätten                                         das #freiraumfürmacher-Team
sie wirklich nicht. Die Kampa-                                          im Landratsamt Wunsiedel an
gne ist vom Magazin W&V so-                                             den nächsten Schritten der
zusagen „geadelt“ worden.                                               Kampagne. „Wir suchen der-
   W&V (Werben und Verkaufen)                                           zeit weitere Partner und immer
ist das derzeit auflagenstärkste                                        neue Ideen. Agenturen, die In-     Investitionen im Tourismus –
Magazin der Marketingbranche                                            teresse haben, die Kampagne
in ganz Deutschland und be-                                             für 2019 zu bereichern können       Entwicklungsagentur berät
richtet unter dem Titel „So krea-
tiv wirbt das Fichtelgebirge um
                                                                        sich derzeit gerne bei uns mel-
                                                                        den.“, sagt Landrat Dr. Karl        zu möglichen Förderungen
neue Bewohner“ nun über die         sorgt in sozialen Netzwerken,       Döhler. „#freiraumfürmacher          Die Tourismusbranche ist im ländlichen Raum ein bedeuten-
Kampagne.                           auf Plakaten und mit spannen-       wird uns nämlich nicht nur        der Wirtschaftsfaktor und ein wichtiger Arbeitsgeber. Gerade
   „Das Projekt: #freiraumfür-      den Guerilla-Aktionen für Aufse-    2019, sondern auf Jahre hin-      in Hochfranken und dem Fichtelgebirge wird vermehrt auf den
macher, gefördert durch das         hen. Besonders kreativ: Ple-        aus begleiten. Wir arbeiten an    Tourismus und die Weiterentwicklung gebaut. Erfolg stellt sich
Bayerische Staatsministerium für    xiglaswürfel, mit denen das Pro-    einer erfolgreichen Fortführung   aber nur ein, wenn die Ansprüche der Gäste an Standard und
Ernährung, Landwirtschaft und       jekt durch deutsche Städte tourt,   und jeder, der seinen Teil dazu   Komfort erfüllt werden. Doch so eine Investition muss man sich
Forsten und den Europäischen        um Familien, Unternehmen und        beitragen möchte ist aufgeru-     als Gastronom oder Hotelier erst einmal zutrauen. Meist stehen
Landwirtschaftsfonds für die Ent-   Großstädter für sich zu begeis-     fen, seine Kreativität hier mit   große Summen im Raum, die ein einzelner nicht unbedingt
wicklung des ländlichen Raums,      tern.“, heißt es in dem Artikel.    einzubringen.“                    schultern kann und will.

  Hier der Link zum Artikel: https://www.wuv.de/specials/regionales_marketing/so_
        kreativ_wirbt_das_fichtelgebirge_um_neue_bewohner?utm_campaign=mai-ling&utm_
        medium=teaserheadline&utm_source=newsletter-redaktion

                                                                                                            Die Entwicklungsagentur Fichtelgebirge hat sich dieses The-
                                                                                                          mas angenommen und gemeinsam mit dem Landkreis Hof alle
                                                                                                          diejenigen, die im Bereich Tourismus tätig sind, eingeladen.
                                                                                                          Das Ziel der Veranstaltung in Rehau war, über vorhandene För-
                                                                                                          dertöpfe und wie sie genutzt werden können, zu informieren.
                                                                                                          Denn mit der regionalen gewerblichen Tourismusförderung un-
                                                                                                          terstützt der Freistaat Bayern Investitionen in Hotels und
                                                                                                          Gastronomiebetrieben. Interessenten stehen verschiedene För-
                                                                                                          derprogramme zur Verfügung, zudem gibt es auch Finanzie-
                                                                                                          rungslösungen der LfA-Förderbank, die die Verwirklichung neuer
                                                                                                          Projekte oder auch Neugründungen erheblich erleichtern. Das
                                                                                                          Thema interessiert offenbar, denn rund 100 Personen waren
                                                                                                          der Einladung zur Informationsveranstaltung gefolgt und haben
                                                                                                          jede Menge Informationen mitgenommen. Natürlich auch zu
                                                                                                          den Plänen, wie man seitens der Landkreise das Thema Touris-
                                                                                                          mus weiterentwickeln möchte. Eine große Rolle wird da auch
                                                                                                          künftig das Thema Radfahren und natürlich der Gesundheits-
                                                                                                          tourismus spielen.

 Die Aufmerksamkeit der Medien ist dem #freiraumfürmacher sicher, egal, wo das Team
 mit seinen Aktionen aufschlägt müssen die Macher viele neugierige Fragen beantworten.
 Der Pressespiegel zeigt das Interesse, das inzwischen auch weit über Bayern hinaus strahlt
 und mit dem Marketing-Magazin „W&V“ nun auch die Fachmagazine erreicht hat. Ein toller
 Erfolg, auf den man weiter aufbauen kann und will.
Fichtelgebirge ... da schau her! - Landkreis Wunsiedel
Seite 8                                                                        Fichtelgebirge                                                                              04/2018

                                                                    MIND Prevention
Islamismus-Experte Ahmad Mansour zu Gast in Wunsiedel
   „Der Kopf ist zu alt“ …, so                                                                                                                          nicht immer. Schüler, die nicht
bewertet ein junger Mann aus                                                                                                                            mehr zum Unterricht erscheinen,
Afghanistan die Haltung des Va-                                                                                                                         oder solche, die den Abschluss
ters in einem Rollenspiel, das                                                                                                                          nicht schaffen, sind leider an der
das Team von Ahmad Mansour                                                                                                                              Tagesordnung. „Hier im Fichtel-
in der Berufsschule Wunsiedel                                                                                                                           gebirge liegt die Quote derer, die
gezeigt hat. Zu sehen und von                                                                                                                           die Schule mit einem Abschluss
den Schauspielern eindrucksvoll                                                                                                                         verlassen, aktuell bei rund
dargestellt: ein Streit zwischen                                                                                                                        30 Prozent“, sagt Studienrätin
einem muslimischem Ehepaar,                                                                                                                             Pamela Fennerl.
das aus Syrien nach Deutsch-                                                                                                                                Integrationsarbeit kann ein
land geflüchtet ist. Die Frau, mit                                                                                                                      steiniger Weg sein, der vor allem
modernen Ideen und der deut-                                                                                                                            den Schulen viel abverlangt, dar-
schen Lebensweise gegenüber                                                                                                                             über sind sich alle Anwesenden
aufgeschlossen, er noch in alten                                                                                                                        im Klaren. „Aber wenn man die
patriarchalischen Strukturen ver-                                                                                                                       guten Ergebnisse hier sieht –
haftet. „Der Kopf ist zu alt“, urteilt                                                                                                                  und in den Kommentaren der
der junge Afghane über die Hal-                                                                                                                         Schüler hört, wie die Schüler in
tung des dargestellten Mannes,                                                                                                                          der Lage sind, andere Perspek-
eine lebhafte Diskussion zwi-            sie und kommen aus Syrien,           gen sollen. Wie sie damit umge-      macht, wieder mit Euch zu arbei-     tiven einzunehmen und eigene
schen jungen Männern und                 Afghanistan, Palästina, Äthio-       hen ist dennoch bewunderns-          ten. Und wenn Ihr uns fragt,         Einstellungen oder die der Fami-
Frauen, sowie Ahmed Mansur               pien, Somalia, Eritrea, Kurdistan,   wert. Sehr modern und aufge-         warum wir das machen lautet die      lie zu reflektieren und zu hinter-
und seinen drei Darstellern ent-         Gambia, Guinea und dem Nor-          schlossen sind oft die Haltungen     Antwort: wir waren genau in Eu-      fragen, dann wird einem be-
spinnt sich. Es wird gesprochen,         dirak. Ein bunt zusammengewür-       der Gesprächsteilnehmer, sehr        rer Situation. “, sagt er nach dem   wusst, dass wir hier in der Schule
analysiert und gelacht – und es          felter Haufen, der ein Schicksal     genau bewerten sie die Situatio-     Workshop und lobt die großen         auf einem guten Weg sind“, so
werden dabei ganz nebenbei               teilt – sie sind in Ihrer Heimat     nen und positionieren sich dazu.     sprachlichen Fortschritte, die die   die Bildungskoordinatorin. „Sol-
und locker Themen besprochen,            dem Krieg entkommen und nun          Und genau das möchte „Re-            Schüler seit dem letzten Treffen     che Workshops sind eine Be-
die in den Herkunftsländern der          hier in Deutschland; einem Land,     Think“ bewirken, erklärt Man-        gemacht haben. Auch die teil-        reicherung für alle Beteiligten.
jungen Geflüchteten vielleicht           das ihnen Sicherheit und einen       sour. „Wir wollen Vorurteile und     nehmenden Lehrer sind vom            Denn nicht nur die Schüler ler-
anders gelebt worden sein könn-          Neuanfang ermöglicht.                Stereotype hinterfragen und          Format „Re-Think“ angetan,           nen, vorgefertigte Urteile in Be-
ten, als das in ihrem Hier und              „Re-Think“ ist ein Format, das    diese nachhaltig beseitigen“,        auch wenn so nicht alle vorhan-      zug auf Themen der Gleichbe-
Jetzt, im Fichtelgebirge der Fall        funktioniert und ankommt. Keine      sagt der Leiter des Mansour-In-      denen Probleme gelöst werden         rechtigung, Anpassung oder Au-
ist.                                     bierernsten Gespräche darüber        stituts für Demokratieförderung      können – solche Workshops            toritätengläubigkeit in Frage zu
   Organisiert hat den Termin            wie Integration gelingen kann        und Extremismus-Prävention           sind ein guter Ansatz und kön-       stellen, auch die anwesenden
das Landratsamt Wunsiedel i.             und wie nicht. Der Workshop holt     MIND GmbH.                           nen Dinge in Gang bringen.           Lehrer und Sozialpädagogen
Fichtelgebirge in enger Abstim-          die jungen Menschen ab, weil er         Ahmad Mansour weiß, was er        Denn rund läuft es in den Schu-      werden für die Situation ihrer
mung mit der Berufsschule                ihre Themen aufgreift. Konflikte     tut. Er lebt seit 13 Jahren in       len beim Thema Integration noch      Schützlinge sensibilisiert.“
Marktredwitz-Wunsiedel. Bianca           zwischen Vater und Sohn über         Deutschland und beschäftigt sich
Richter, Bildungskoordinatorin           schlechte Schulnoten, der Streit     seitdem mit Projekten und Initia-      i
für Neuzugewanderte, hat das             zwischen dem Ehepaar oder            tiven, die Extremismus bekämp-
Projekt von ihrem Vorgänger              eine Diskussion zweier Muslime       fen und Toleranz fördern. Er          Hintergrund:
Andreas Prell übernommen und             über die Notwendigkeit des Fas-      selbst wäre damals als junger         Ahmad Mansour, Namensgeber und Geschäftsführer von
weitergeführt. Bereits im Früh-          tens im Ramadan. Anhand ein-         Palästinenser in Israel beinahe       MIND prevention, einer der wichtigsten Islamismus-Experten
jahr hatten die Schüler der bei-         facher Situationen werden kom-       zum radikalen Islamisten gewor-       Deutschlands. Autor von Büchern wie „Generation Allah: Warum
den Berufsintegrationsklassen            plexe Themen besprochen, mal         den. Sein Studium der Psycho-         wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müs-
an einem Workshop mit Ahmad              fällt es leichter mitzureden, mal    logie, Soziologie und Philoso-        sen“. Träger des Moses-Mendelssohn Preises, der Josef-Neu-
Mansour teilgenommen. Nun,               (zum Beispiel beim Thema Reli-       phie an der Universität von Tel-      berger-Medaille, des Carl-von-Ossietzky-Preises oder des
nach den Ferien, stand der               gion) werden die Wortmeldun-         Aviv erst half ihm, sich vom radi-    Berliner Verdienstordens. Mansour bildet Pädagogen, Sozial-
zweite Besuch im Rahmen des              gen weniger. Sehr persönlich         kalen Islamismus zu lösen. Eine       arbeiter und Lehrer fort; ebenso hält er Schulungen an der
Projekts „Re-Think“ auf dem              und elementar sind die Fragen,       Erfahrung, die er seitdem weiter-     Polizeiakademie Berlin.
Stundenplan der jungen Leute.            mit denen sich die jungen            geben und nutzen will.                Weitere Infos unter: www.mind-prevention.com.
Zwischen 17 und Mitte 20 sind            Frauen und Männer beschäfti-            „Es hat mir riesig Spaß ge-

                                   Erfolgsgeschichte –
                     der Brückenradweg findet bayernweite Beachtung
                                                 100 Projekte mit Vorbild-Charakter, die präsentiert der Freistaat
                                              Bayern in seinem Jubiläumsjahr. Hier im Fichtelgebirge hat sich das
                                              Amt für Ländliche Entwicklung dafür den Brückenradweg Bayern-
                                              Böhmen ausgesucht und dort im Oktober mit Gästen aus Bayern
                                              und Böhmen entsprechend „100 Jahre Bayern“ gefeiert. Der Radweg
                                              ist eine Erfolgsgeschichte, da waren sich alle Beteiligten aus Ober-
                                              franken und dem angrenzenden Tschechien einig; und auch das
                                              Amt für ländliche Entwicklung sieht das so. Die 945.000 Euro, mit
                                              denen das ALE das Projekt unterstützt hat, sieht man dort als gut
                                              angelegtes Geld. Vom Brückenradweg profitieren aber auch die An-
                                              lieger. Die Kleehof Stubn‘ nahe dem Autohof Thiersheim, in dem die
                                              Feierlichkeiten stattgefunden haben, gäbe es sonst gar nicht.
                                              Als Teilzeit-Gastronomie gedacht, steckt die betreibende Familie
                                              Klughardt heute bis über beide Ohren in dem Projekt. Der Einsatz
                                              lohnt sich, die Radler ließen Geld da, sagt Betreiberin Susanne Klug-
                                              hardt und motiviert andere, ebenfalls touristisch aktiv zu werden.
                                              Sie selbst habe die Entscheidung nie bereut.
Fichtelgebirge ... da schau her! - Landkreis Wunsiedel
04/2018                                                                      Fichtelgebirge                                                                                Seite 9

          Marke „Eigengewächs“ – Tobias Köhler
     ist neuer Büroleiter von Landrat Dr. Karl Döhler
  Es sind große Fußstapfen, in                                                                                  in die Baugenehmigungsbehör-          und gemeinschaftlich an Heraus-
die er tritt. Denn: sein Vorgänger                                                                              de, die ich fünf Jahre mit großer     forderungen arbeitet.
Horst Martini war im Landratsamt                                                                                Freude geleitet habe, habe ich
Wunsiedel eine feste Größe und                                                                                  die Chance genutzt, jetzt wieder         Sie sind überzeugter Fichtel-
über Jahre ein Art „Institution“.                                                                               ins Büro des Landrats zurückzu-       gebirgler. Warum?
Für Tobias Köhler ist das aber                                                                                  kehren. Der Reiz an den Aufga-           Das Fichtelgebirge ist für mich
nichts, was ihm Angst macht. Er                                                                                 ben als Leiter liegt hier natürlich   eine Herzensangelegenheit: hier
hat das Thema Verwaltung von                                                                                    auch darin, den Landrat aktiv bei     bin ich aufgewachsen und hier
der Pike auf gelernt und freut                                                                                  der Weiterentwicklung unseres         lebe ich gerne. Die Verbunden-
sich jetzt, die nächsten Schritte                                                                               Landkreises in sämtlichen Be-         heit zu meiner Heimat, zu der
gehen zu dürfen. Wie die ausse-                                                                                 reichen zu unterstützen. Und be-      wundervollen Natur und den tol-
hen können und was ihm dabei                                                                                    reits die ersten Wochen haben         len Freizeitmöglichkeiten hat
am Herzen liegt, hat er in einem                                                                                mir gezeigt, wie vielseitig meine     auch meine berufliche Entschei-
kleinen Interview erzählt.                                                                                      neue Tätigkeit ist.                   dung sowie die Wahl des Studi-
                                                                                                                                                      enorts maßgeblich beeinflusst.
   Was muss man über Tobias            Zwei, die sich verstehen. Landrat Dr. Karl Döhler und sein neuer    Wie packen Sie diesen neu-                 Nach einem Auslandsaufenthalt
Köhler wissen?                         Büroleiter und persönlicher Referent Tobias Köhler.               en Job an?                                   während des Studiums und mit
   (Schmunzelt): Am wichtigsten                                                                            Zuallererst will ich natürlich so          den Erfahrungen, die ich aus
vielleicht: Ich bin als neuer Leiter   privat einen schönen Ausgleich öffentlichen Dienst Hof und fast schnell wie möglich die vorhan-                meiner Reiselust heraus ge-
des Büros von Landrat Dr. Karl         in der Landwirtschaft: Als ausge- acht Jahren Tätigkeit in der denen Strukturen und Aufgaben                   macht habe, bin ich von den
Döhler Ansprechpartner für alle,       bildeter Landwirt helfe ich auf Hauptverwaltung des Landrat- kennenlernen, um eine gute Ba-                    Vorzügen des Fichtelgebirges
die zur Realisierung eigener Pro-      dem landwirtschaftlichen Betrieb samtes habe ich 2011 für zwei sis für die kommenden Heraus-                   überzeugt und glücklich, hier zu
jektideen die Hilfe des Landkrei-      meines Bruders mit, wann immer Jahre in das Büro des Landrats forderungen zu haben und die                     leben. Mir ist es viel wert, dass
ses Wunsiedel i. Fichtelgebirge        es die Zeit zulässt.              gewechselt. Hier waren meine gute Arbeit meines Vorgängers                   ich in einer immer schnelllebiger
benötigen. Wenn noch nicht klar                                          Aufgaben die Sport- und Kultur- Horst Martini fortzuführen.                  werdenden Welt direkt vor der
ist, wer im Landratsamt die zu-           Sie haben im Landratsamt förderung, die Mitarbeit bei der        Und ich möchte gerne zwei                  Haustür Ruhe, Ausgleich und
ständigen Ansprechpartner sind,        Wunsiedel i. F. schon einige Geschäftsführung der Museen meiner persönlichen Eigenschaf-                       Entschleunigung beim Wandern,
wie das weitere Vorgehen aus-          Fachbereiche durchlaufen. sowie die Vermarktung des neu ten in meine Arbeit einbringen:                        Radfahren und Skilanglaufen
sehen könnte welche Unterstüt-         Was hat Sie am Posten des gebauten Brückenradwegs Bay- Kompromissbereitschaft und                              finde. Und wenn ich nicht schon
zung unser Haus bieten kann,           Büroleiters des Landrats ge- ern-Böhmen. Schon damals be- Lösungsorientierung. Bei meinen                      ein Eigenheim hätte, könnte ich
versuche ich gerne behilflich zu       reizt?                            kam ich einen Einblick, wie ab- bisherigen Tätigkeiten habe ich              mir hier eines leisten. Ich bin zu-
sein.                                     Nach Abschluss meines Stu- wechslungsreich und interessant gelernt, dass die besten Lösun-                  frieden, im Fichtelgebirge mei-
   Abgesehen von meiner Tätig-         diums als Diplom-Verwaltungs- die Aufgaben in diesem Fachbe- gen dann gefunden werden,                         nen persönlichen #Freiraum ge-
keit im Landratsamt finde ich          wirt an der Hochschule für den reich sind. Nach einem Wechsel wenn man miteinander spricht                     funden zu haben.

                                                                                                                Sondersitzung zum Thema Stromtrassen
Kick-Off für neues Kooperationsprojekt
     des Fichtelgebirgsmuseums                                                                                           Anwalt sieht
   Seit Juli dieses Jahres spürt       flüsse seit Jahrhunderten das        gion ermittelt und abgebildet
                                                                                                                   noch Handlungsspielraum
das Fichtelgebirgsmuseum ge-           Fichtelgebirge geradezu zu ei-       werden. Erste Erkenntnisse             Es ist ein Thema mit Zündstoff
meinsam mit acht Partnern der          nem Schmelztiegel der Kulturen.      konnten direkt während der Auf-     – die geplanten Stromtrassen,
kulturellen Identität der Einwoh-         Doch wie sieht die Situation      taktveranstaltung gesammelt         die auch durch das Fichtelge-
ner des Fichtelgebirges nach.          gegenwärtig aus? Welche Kultur       werden. An einem Socialmedia-       birge verlaufen sollen. Sind sie
Nun nahm das Projekt „Wer sind         besitzen die heutigen Menschen       Tisch waren die anwesenden          wirklich nötig, wo sollen sie ver-
Wir? kulturelle Diversität in          in der Region und wie gehen sie      Gäste aufgerufen, ihre eigene       laufen, welche Nachteile könnten
der Region(algeschichte)“ volle        mit den aktuellen Herausforde-       Kultur in Worte zu fassen und di-   daraus für die Bürger in der Re-
Fahrt auf. Zahlreiche kulturell In-    rungen der kulturellen Vielfalt im   rekt ins World-Wide-Web zu twit-    gion entstehen und lässt sich die
teressierte waren am Freitag,          Fichtelgebirge um? All diesen        tern. Die Antworten sollen nicht    Planung vielleicht doch noch be-
den 02.11.2018 der Einladung           Fragen geht die Projektleiterin      zuletzt auch dem Fichtelgebirgs-    einflussen oder gar stoppen?          Einer der Redner: Udo Enderle
gefolgt, sich im Sigmund-Wann-                                              museum zugutekommen, um             Viele drängende Fragen, die in        Sprecher der BI „Seußen wehrt
Spital über das Projekt, welches                                            neue Bevölkerungsgruppen für        einer Sondersitzung des Kreis-        sich“
von der Kulturstiftung des Bun-                                             das geschichtsträchtige Haus zu     tages besprochen worden sind.
des im Fonds Stadtgefährten mit                                             gewinnen und vielleicht sogar       Dabei hatten zum einen die Ver-       Landkreis engagiert hat. Und er
150.000 Euro gefördert wird, zu                                             eine Kultur der Zukunft zu ent-     treter aller Bürgerinitiativen ge-    sieht durchaus noch Möglichkei-
informieren.                                                                wickeln.                            gen die Trassen die Möglichkeit,      ten, die Planungen zu beeinflus-
   Nachdem zunächst der stell-                                                 Neben den festen Partnern        ihren Standpunkt noch einmal          sen und hat in der Sitzung den
vertretende Zweckverbandsvor-                                               des Projektes sind auch weitere     klar zu erläutern, aber auch ein      Ball den Umweltverbänden zu-
sitzende Stefan Göcking, erster                                             kulturelle Netzwerke, Institutio-   Vertreter des Netzbetreibers Ten-     gespielt. Drei Stunden wurde ge-
Bürgermeister der Stadt Arz-                                                nen, Vereine und kulturelle Ein-    net kam zu Wort.                      sprochen, diskutiert und sich
berg, – auch im Namen des                                                   zelakteure aufgerufen, sich zu         Im Mittelpunkt der Veranstal-      ausgetauscht. Ein sehr konstruk-
Landrats Dr. Döhler – dem Pro-         Diana Nitzschke gemeinsam mit        beteiligen, um neue Kulturfor-      tung stand aber der Vortrag von       tiver Termin zu einem wichtigen
jekt ein gutes Gelingen ge-            der Universität Bayreuth, dem        mate zu gestalten und auszupro-     Anwalt Wolfgang Baumann aus           Thema, das das Fichtelgebirge
wünscht hatte, lieferte im An-         Luisenburg-Gymnasium Wunsie-         bieren. Konkrete Umsetzungs-        Würzburg. Ein ausgewiesener           vermutlich noch Jahre beschäf-
schluss Dr. Dorothea Kolland,          del, dem Bürgerforum Wunsie-         möglichkeiten hierfür bieten ab     Experte auf dem Gebiet, den der       tigen wird.
Leiterin des Kulturamtes Neukölln      del, der KÜKO Fichtelgebirge,        2019 Leerstände an verschiede-
a.D. erste Impulse, um die Gäste       der Lebenshilfe Marktredwitz,        nen Standorten im Fichtelge-
auf das Thema des Projekts ein-        der AWO Arzberg, dem Förder-         birge, die im Laufe des Jahres
zustimmen. Die gebürtige Thier-        verein Fichtelgebirge sowie der      bespielt werden sollen. Interes-
steinerin verdeutlichte vor allem      LAG Fichtelgebirge Innovativ für     senten können sich für weitere
die historische Dimension der          zwei Jahre nach. Mit Hilfe ver-      Informationen oder mit konkre-
kulturellen Diversität in der Re-      schiedenster gemeinsamer Ak-         ten Ideen gerne an die Pro-
gion. Hier spiegelt sich nämlich       tionen, die von den Verantwort-      jektleitung Diana Nitzschke im
auf einmalige Weise kulturelle         lichen reihum vorgestellt wurden,    Fichtelgebirgsmuseum unter
Vielfalt wider, denn bekannter-        soll die aktuelle kulturelle Iden-   nitzschke@fichtelgebirgsmu-
maßen formten zahlreiche Ein-          tität der Bevölkerung in der Re-     seum.de wenden.
Fichtelgebirge ... da schau her! - Landkreis Wunsiedel
Seite 10                                                                   Fichtelgebirge                                                                          04/2018

                                                Prävention an Grundschulen
                                            Neues Team des Landkreises
                                              hat Arbeit aufgenommen
   Auch für sie hat im September      das Kreisjugendamt und das          möglichst frühe Unterstützung          Die drei eigens dafür neu ein-
                                                                                                                                    aber auch für die Lehrer sein. Ihr
sowas wie „der Ernst des Le-          Schulamt auf der Grundlage ak-      sehr positiv auf die Entwicklung     gestellten pädagogischen Fach-
                                                                                                                                    Ziel: vor Ort möglichst frühzeitig
bens“ begonnen. Das neue              tueller wissenschaftlicher Er-      der Kinder auswirken. Auch beim      kräfte gehen direkt in die Grund-
                                                                                                                                    den Bedarf nach Unterstützung
„PaSst“-Team des Landkreises          kenntnisse. Die haben gezeigt,      Thema Präventionsarbeit gilt also    schulen, wollen Ansprechpartner
                                                                                                                                    festzustellen und falls nötig, auch
Wunsiedel i. Fichtelgebirge           dass sich Prävention und eine       das Motto: je früher desto besser.   für Schüler und deren Familien,
                                                                                                                                    den Kontakt zu anderen Institu-
stellte sich zum Start des neuen                                                                                                    tionen herzustellen; zum Beispiel
Schuljahres in den Grundschu-                                                                                                       Erziehungsberatungsstellen,
len der Region vor. Vor Ort ha-                                                                                                     Ergo- und Logotherapeuten, Kin-
ben sich die drei pädagogischen                                                                                                     der- und Jugendlichenpsycho-
Fachkräfte eingearbeitet, haben                                                                                                     therapeuten, Schulpsychologen
zum Beispiel bei Elternabenden                                                                                                      bis hin zu Tageskliniken. Im Be-
ihre Tätigkeit präsentiert und sich                                                                                                 reich der Prävention bieten die
einen Überblick über ihren Bezirk                                                                                                   Spezialisten zum Beispiel Anti-
verschafft. Denn: jeder Mitarbei-                                                                                                   Mobbing-Programme oder Anti-
ter und jede Mitarbeiterin hat ei-                                                                                                  Aggressionstrainings an und ver-
nen festen Zuständigkeitsbe-                                                                                                        suchen so, Probleme erst gar
reich, den er oder sie auch dau-                                                                                                    nicht entstehen zu lassen. Eine
erhaft betreuen wird. Die Gründe                                                                                                    Aufgabe, die Zeit braucht. Aus
dafür liegen auf der Hand: ge-                                                                                                      diesem Grund ist das PaSst-Pro-
rade in diesem sensiblen Tätig-                                                                                                     jekt zunächst für drei Jahre an-
keitsbereich ist Vertrauen eine                                                                                                     gelegt, soll aber nach Möglich-
der wichtigsten Grundlagen und                                                                                                      keit auf jeden Fall verlängert wer-
das kann man nur im kontinuier-                                                                                                     den. Denn der Bedarf ist, da –
lichen Austausch auch auf-                                                                                                          da sind sich alle Beteiligten einig.
bauen.                                                                                                                                 Kontakt zu den PaSst-Mitar-
   PaSst – diese Abkürzung steht                                                                                                    beitern aufzunehmen ist dabei
für „Prävention an Schulen stär-                                                                                                    ganz einfach: Wer die Hilfe der
ken“, einem Projekt mit dem das                                                                                                     drei Spezialisten in Anspruch
Fichtelgebirge innovative Wege                                                                                                      nehmen möchte, erreicht sie zu
geht und damit vielen anderen                                                                                                       den Sprechzeiten in den jeweili-
Regionen in Bayern und ganz                                                                                                         gen Schulen, die über die dorti-
Deutschland einen Schritt voraus      v.l.n.r.: Sandra Wurzel (Leiterin des Jugendamts), Sebastian Thoma, Jasmin Maier, Chris Huber gen Sekretariate erfragt werden
ist. Ins Leben gerufen haben es       (pädagogische Fachkräfte), Katleen Rödel (Teamleitung)                                        können.

 In den eigenen vier Wänden bleiben –                                                                                    Ehrenamtliche
  die neue Wohnberatung kann helfen                                                                                    Wohnberater gesucht
   Es war ein erster öffentlicher     zierten Wohnberaterin absolviert.     Sicherheitssysteme, „AAL“)             Der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge sucht für die Wohn-
Aufschlag und der war gleich          Sie hat ihr Büro im Landratsamt     • Technische Hilfsmittel (Hilfs-      beratung ehrenamtliche Unterstützer. Deshalb wird es im Früh-
sehr gut besucht. Ende Oktober        Wunsiedel. Im Rahmen ihres Be-        mittelverzeichnis)                  jahr 2019 eine kostenlose Weiterbildung zum „ehrenamt-
hat die Wohnraum-Beraterin des        ratungsangebotes kommt sie          • Umbaumaßnahmen in der               lichen Wohnberater“ der Seniorenakademie Bayern im Land-
Landkreises Wunsiedel i. Fich-        auch zu den Betroffenen nach          Wohnung (Bäder, Hausein-            ratsamt geben.
telgebirge, Michaela Haberkorn,       Hause. Um die Flächendeckung          gangsbereiche etc.)                    In dem Seminar werden die Standards der Wohnungsanpas-
das neue Service-Angebot im           dieses Beratungsangebotes zu        • Wohnumfeld („Wie altersge-          sung und -beratung erläutert sowie Grundkenntnisse und Me-
vollbesetzten Sitzungssaal des        gewährleisten ist zukünftig der       recht ist die Wohnsituation?)       thoden der Wohnberatung für ältere Menschen vermittelt. Das
Landratsamtes öffentlich vorge-       Einbezug von ehrenamtlichen                                               Schulungsangebot für ehrenamtlich Tätige umfasst folgende
stellt. Eingeladen und zu dieser      Wohnberatern geplant. Im I.            Darüber hinaus berät Frau          Themen:
ersten Info-Veranstaltung auch        Quartal 2019 wird hierzu eine       Haberkorn über Finanzierungs-            Maßnahmen der Wohnungsanpassung, Finanzierungsmög-
sehr zahlreich erschienen waren       Blockschulung von der Seni-         fragen, die Durchführung und          lichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit, Kooperationen und Vernetzung,
die Mitglieder der Rheuma-Liga.       orenakademie Bayern in Wun-         Umsetzung der Maßnahmen               Beratungsgespräch sowie die organisatorische Struktur des
Doch nutzen kann die Wohnbe-          siedel stattfinden.                 (z.B. Übernahme bürokratischer        Beratungsangebots. Bildbeispiele, Übungen, Arbeitsmaterialien
ratung natürlich jeder, der Inter-                                        Aufgaben), sowie die Beantra-         und Gruppenarbeit vermitteln einen praxisnahen Zugang. Dabei
esse hat.                               Die Wohnberaterin unterstützt     gung von Zuschüssen und För-          wird auf die besondere Situation Ehrenamtlicher mit ihren zu-
   Die Wohnberatung kann hel-         bei folgenden Aufgabenberei-        dermitteln.                           meist sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen und Vorkenntnis-
fen möglichst lange in der ver-       chen:                                  Der Vorteil des neuen Bera-        sen methodisch und inhaltlich eingegangen. Je nach individu-
trauten Umgebung wohnen zu            • Beseitigung von Ausstat-          tungsangebotes im Landkreis           ellem Bedarf und geplantem Einsatz werden diese Themen
bleiben. Dabei sollen die Häuser        tungsmängeln (Ausstattung,        Wunsiedel i. Fichtelgebirge wird      durch weitere ergänzt, wie z.B. spezifische Krankheitsbilder,
und Wohnungen den individuel-           Möblierung, allgemeine Si-        insbesondere in der Vertraulich-      Menschen mit Demenzerkrankung und neue Technologien.
len Bedürfnissen von älteren und        cherheit)                         keit, Neutralität und der kosten-
behinderten Menschen ange-            • Technik und Wohnen (Kom-          losen Inanspruchnahme der               Diese Fortbildung umfasst 40 Schulungseinheiten, die sich
passt werden. Das Angebot der           munikation, Umweltsteuerung,      Wohnberatung gesehen.                 über 5 Tage erstreckt:
Wohnberatung richtet sich an
alle Menschen im Landkreis (z.B.                                                                                1. Block: Montag, 28. Januar – Mittwoch, 30. Januar 2019
ältere Bürgerinnen und Bürger,          i                                                                       2. Block: Montag, 25. Februar – Dienstag, 26. Februar 2019
Menschen mit Behinderungen,            Ansprechpartner:
pflegende Angehörige, bauwil-          Michaela Haberkorn                                                         Die Veranstaltung findet im Landratsamt Wunsiedel statt. Die
lige Bürgerinnen und Bürger            Seniorenkoordinatorin                                                    Teilnahme und die Verpflegung während des Seminars sind
etc.)                                  Jean-Paul-Str. 9 • 95632 Wunsiedel                                       kostenfrei.
   Frau Haberkorn hat als haupt-       Tel.: 09232 80388                                                          Interessenten können sich über Frau Michaela Haberkorn
amtliche Kraft der Wohnbera-           E-Mail: michaela.haberkorn@landkreis-wunsiedel.de                        (siehe Infokasten links) anmelden.
tung die Fortbildung zur zertifi-
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