Gams SCHOBER 2021 - Österreichischer Alpenverein
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JÄHRLICHES MAGAZIN DES ALPENVEREIN THALGAU
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Foto: AV Thalgau
2021
Jahreszeitschrift für Mitglieder
SCHOBER
gams AUSGABE 3 A L P E N V E R E I N . AT/ T H A L G A U
ZEIT FÜR NEUES FÜR AV-THALGAU-KIDS TEAMVORSTELLUNG
Alpines Ausbildungs- Rätsler, Entdecker und Neu im Vorstand und
programm 2021 Abenteurer aufgepasst weitere Tourenführer
SEITE 27 SEITE 36 SEITE 48Wir laden herzlich ein zu unserer
J A H R E S H A U P T-
VERSAMMLUNG
2020
am Samstag, 23. Jänner 2021 um 19.00 Uhr,
im Landhotel Eichingerbauer in St. Lorenz/Mondsee.
TAGESORDNUNG
Der A
wird bend
• Begrüßung durch den Obmann musi
• Gemeinsames Abendessen kalisc
umra h
• Verlesung des Protokolls der Hauptversammlung 2019
hmt.
• Bericht des Obmanns
• Berichte der Vorstandsmitglieder
• Bericht des Kassiers
• Berichte der Rechnungsprüfer
• Genehmigung des Jahresabschlusses 2020
und Entlastung des Kassiers und Vorstands
• Genehmigung des Jahresvoranschlags 2021
• Grußworte
• Mitgliederehrungen
• Allfälliges
• Verlosung von Sachpreisen
Gemäß § 11 Absatz 9 der Satzung ist die Hauptversammlung ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden
Mitglieder bei Beginn in allen Punkten beschlussfähig. Anträge zur Hauptversammlung sind schriftlich per Post
oder per Mail einzubringen und müssen acht Tage vor der Hauptversammlung beim Vorstand eingelangt sein.
Es ist möglich, dass aufgrund der Covid-19-Pandemie die Jahreshauptversammlung
2020 gänzlich abgesagt bzw. verschoben werden muss. Wir werden uns jedenfalls an
die aktuellsten Vorgaben der Regierung halten.
Der Vorstand des Alpenverein Thalgau
freut sich auf Euren Besuch!Liebe Mitglieder und Freunde
des Alpenverein Thalgau
Die Corona-Pandemie hat uns Reihen zu haben.
nach wie vor fest im Griff. Der Natürlich wurde
Lockdown im letzten Frühjahr darauf Bedacht
hatte weitreichende Auswir- genommen, für
kungen auf unser Vereinsleben. alle Mitglieder
Der Betrieb in unseren Kletter- anspruchsvolle
anlagen musste abrupt einge- und auch mehr-
Foto: Atelier Lichtblicke / Thalgau
stellt werden. Ausgeschriebene tägige Touren
Schitouren konnten nicht mehr anzubieten. Ver-
durchgeführt werden. Diszi- mehrt werden
pliniert folgten die ehrenamt- aber kleine und
lich für unseren Verein Tätigen feine „Schman-
dem Aufruf der Rettungsorga- kerltouren“ im
nisationen und des Hauptver- Programm stehen, um dem we- derzeitiger Sicht steht aller-
eins, auf Schitouren und grö- sentlichen Auftrag nachzukom- dings in den Sternen, ob am 23.
ßere Unternehmungen mit men, unsere schöne Heimat auf Jänner die gesetzlichen Voraus-
längerer Anfahrt zu verzichten. einfachen Wegen zu durchwan- setzungen für diese Großveran-
Die Ressourcen der Rettungs- dern. Es wird sich zeigen, ob alle staltung erfüllt werden können.
organisationen und der Ge- Veranstaltungen aus unserem Wir bleiben aber optimistisch,
sundheitseinrichtungen sollten Ausbildungsprogramm durch- planen nicht nur für 2021, son-
damit weitestgehend geschont geführt werden können. Auf wie dern schon jetzt für unser Jubi-
und für Corona-Patienten frei- viele Teilnehmer die jeweiligen läumsjahr 2022. Das 50jährige
gehalten werden. Gruppen dabei beschränkt wer- Bestehen unseres Vereins soll
den kann man jetzt nicht sagen. mit mehreren Veranstaltungen
Bei allem Stillstand und Inne- Unsere optimistische Planung und Vorträgen gebührend ge-
halten konnte man sich wäh- ist darauf ausgerichtet, dass feiert werden.
rend dieser belastenden Zeit auf diese, unser gesamtes Leben be-
das Wesentliche besinnen. Kurze einflussende Pandemie irgend- Mit diesen optimistischen Aus-
Ausflüge in der nächsten Umge- wann – hoffentlich früher – sichten auf eine Zukunft ohne Vi-
bung, soweit überhaupt mög- ein gutes Ende findet. rus und dem Dank für Eure Treue
lich, gewannen an Bedeutung. bleibt nur noch eines zu sagen:
Auf alle Fälle wollen wir die an- Bleibt gesund!
Während diese Zeilen verfasst gebotenen Touren und Ausbil-
wurden, entstand gerade das dungen, wenn notwendig, auch
Tourenprogramm für 2021. Wir in kleinen, erlaubten Gruppen
schätzen uns sehr glücklich, durchführen.
viele kompetente und gut aus-
gebildete Tourenführer und Ein Termin für die Jahreshaupt- Euer Obmann,
Tourenführerinnen in unseren versammlung wurde fixiert. Aus Rudi Schrofner
1Vorstellung Inhaltsverzeichnis
ALPENVEREIN THALGAU 3 News und Info
4 Der versteinerte Heuschober
7 Präsentation 2. Thalgauer Sagenbuch
8 Rund um den Großglockner
Obmann 10 Sechs Tage Tourenführer Mountainbike 2.0
Rudi Schrofner
17 Kletterwochenende im Gesäuse
Hütten- und Wegereferent Schober
Tel.: 0664/1445444 18 Drei Tage Wandern in den Kärntner Nockbergen
E-Mail: obmann.thalgau@sektion. 20 Rückblick auf unsere Jahreshauptversammlung 2019
alpenverein.at
22 Schitourentage Nockberge
Obmann-Stellvertreter 24 Die Watzmann-Überschreitung
Thomas Schruckmayr 27 Alpine Ausbildungen 2021
Alpinreferent
Tel.: 0664/1449988 28 Unterwegs mit unseren Kleinsten in der Krax'n!
E-Mail: alpinreferent.thalgau@ 30 Mein erstes Jahr als Naturschutzreferentin
sektion.alpenverein.at
32 … ein bisserl besonders ist er für mich schon, der Schober …
Schriftführerin 36 Rätsler, Entdecker und Abenteurer aufgepasst
Maria Fenninger 38 Auf geht´s zum WewuBruBi #3.0
Tel.: 0664/4870394
E-Mail: schriftfuehrer.thalgau@ 39 Unsere Kletteranlagen
sektion.alpenverein.at 40 Eine Weitwanderung von Linz nach Krumau
44 Jugendaktivtag: Erlebnisschlucht Salzachöfen
Finanzreferent
Erwin Lenz 46 Schitouren leicht gemacht, was steckt dahinter?
Tel.: 0664/6444022 47 Kinderkletterkurse und Kletterbetreuer
E-Mail: finanzreferent.thalgau@
sektion.alpenverein.at 48 Vorstellung neuer Vorstandsmitglieder
49 Die Gams
Jugendteamleiter
50 Die Kletterspatzen
Schurly Greisberger
Tel.: 0664/2823788 52 Schobersteighackler
E-Mail: jugendteamleiter.thalgau@ 55 Bergmesse am Schober, 26. Oktober
sektion.alpenverein.at
56 Triglav-Rundtour, 7. – 9. August 2020
Naturschutzreferentin 59 „Gib Covid-19 im Bergsport keine Chance“ – darum: SCHOBER
Christiane Ebner
60 Simonykees
Tel.: 0664/4824126
E-Mail: naturschutz.thalgau@ 62 Action Adventure Camp 2020
sektion.alpenverein.at 66 Impressionen 2020
Kletterreferent 67 Mitgliedschaft
Florian Diemling 68 Interessant zu wissen – die Alpenvereinsversicherung
Tel.: 0699/17273175
E-Mail: klettern.thalgau@sektion.
Unser Vorstand
alpenverein.at
Zeugwart Kletterbetrieb
Roland Hold
Tel.: 0664/88453799
E-Mail: rolandhold@hotmail.com
Web Master
Rudolf Johann Schrofner
Foto: Atelier Lichtblicke / Thalgau
Hemma Schrofner
Datenschutzkoordinator
Rudolf Johann Schrofner
E-Mail: datenschutz.thalgau@
sektion.alpenverein.at
Mitgliederbetreuung/Office
Maria Klug Von links nach rechts: Schurly Greisberger (Jugendteamleiter), Christiane Ebner (Naturschutz-
E-Mail: office.thalgau@sektion. referentin), Rudi Schrofner (Obmann), Thomas Schruckmayr (Alpinreferent), Maria Fenninger
alpenverein.at (Schriftführerin), Erwin Lenz (Finanzreferent)Vorankündigung
AV-Thalgau-Gemeinschaftsausflug 2021
Hinterstoder, Steyr, Enns vom 16. – 17. Oktober 2021
Treffpunkt: Thalgau · Übernachtung: Hotel in Steyr
Bei S
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ents er ist für
Unser
Newsletter
PROGRAMM: p
E r s a re c h e n d
t z p ro es
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Tag 1: rg t .
Bergbahnfahrt auf die Hutter Böden, 1.380 m
• Wanderung Hutter Almen – Hutterer Höß Speichersee – Aussichtswarte
oder
• Bergtour Schafkögel, 1.990 m, oder Schrocken, 2.288 m, und retour,
… HÄLT DICH AM
mit anschließender Talfahrt LAUFENDEN
Weiter entlang des Flusses nach Steyr mit Übernachtung und
geführter Stadttour. IMMER TOP INFORMIERT:
Unser Newsletter informiert Dich
Tag 2: stets zu allen aktuellen Alpenver-
Fahrt nach Enns, wo wir nach dem Mittagessen entlang des histori- einsthemen, Programmen und
schen Rundwegs der Stadt spazieren bevor wir die Heimreise antreten. sämtlichen Touren.
Melde Dich auf unserer Homepage
für den Newsletter an:
Anmeldung bei Erwin Lenz, siehe Tourenprogramm! www.alpenverein.at/thalgau
Wir freuen uns auf rege Beteiligung!
Jahreskalender
MIT TOURENPROGRAMM
Foto: © polesnoy – Stock.Adobe.com
DIESMAL WIEDER DABEI:
der Jahreskalender des Alpenverein Thalgau. Mit
allen wichtigen Terminen und integriertem Tou-
renprogramm. So behältst Du die Aktivitäten des
AV Thalgau ideal im Überblick.
Bleib immer up to date
FACEBOOK: HOMEPAGE:
Folge uns auf Facebook! Aktuelle Termine, Wissenswerte Info, unser Jahresprogramm und
Beiträge von Veranstaltungen und vor allem viele vieles mehr findest du auf unserer Homepage.
Fotos von unseren Aktivitäten sind dort zu finden. Einfach mal vorbeischauen unter:
www.facebook.com/AVThalgau/ www.alpenverein.at/thalgau
3Der versteinerte
Heuschober Text: © Bernhard Iglhauser
Zeichnung: © Heilgard Bertel
Vor vielen Jahren trieb sich auf sein falsches Gold zu sieden. Im nem Gewitter zu rechnen hatte.
der Egger Hochfläche häufig der Dunkel der Nacht stahl er nicht Man beeilte sich nun, und es
Leibhaftige herum. Aus den Stei- selten eine harte Wagendeichsel bedurfte keiner Ermahnung
nen der Kienbergwand gewann von einem Egger Bauern. Damit des Bauhofers mehr. Zwei sei-
der böse Bube Mehl und buk sich rührte er, heftig pfeifend, den ner Buben führten die Tiere, die
heimlich in den Mühlen der Ge- flüssigen Brei im vergeblichen Knechte aber schoben mit ih-
gend goldene Taler daraus, mit Bemühen, endlich echte, herr- ren Holzgabeln große Binkeln
denen er die Jäger ködern wollte. lich glänzende Goldstücke zu zusammen und hoben sie flugs
Dies gelang ihm aber nie, weil erhalten. hinauf zu den Mägden, die sie
die Geldstücke aus falschem Als der Höllenfürst eines Tages geübt auf dem wuchtigen Wagen
Gold waren und durch das graue wieder mürrisch um die Mit- verstauten.
Steinmehl nie richtig glänzten. tagszeit die falschen Goldstücke Dahinter tummelten sich die
Manchmal schuf er sich klei- in ein hell glucksendes Gewässer Töchter der Bauersleute als die
ne Kieselwannen, in denen er unweit des prächtigen „Bau- Nachrecher, um die liegenge-
oft übermütig badete und neue hofergutes“ warf, hörte er vom bliebenen Reste einzusammeln
Pläne schmiedete. Während er nahen Felde ein Fluchen und und sie den Aufladern nachzu-
ständig die unechten Metallstü- Schimpfen. Es lag eine spätsom- bringen. Das kurze Zeug war oft
cke in der Sonne zum Glänzen merliche Schwüle über der Eg- schwer zu fassen und zu bändi-
bringen wollte, bereiteten ihm ger Hochebene, und viele flei- gen, und in der Eile rutschte gar
besonders trockene Felsrinnen ßige Hände waren bemüht, das manche halbe Fuhre ab.
ein großes Vergnügen. Übermü- Grummet einzubringen. Nachdem der Bauhofer die Zug-
tig bespritzte er sie mit Wasser Oft waren Lieder und Späße Be- tiere mit dem Ochsenziemer zur
und benützte die glitschigen Ril- gleiter der schweren Arbeit, an Heimfahrt angetrieben hatte,
len als Rutschbahnen. diesem heißen Tage aber fan- wurde die Riesenfuhre am Bau-
Da krähte der Pelzebub vor Ver- den sich nur lästige Fliegen und ernhof abgeladen.
gnügen so laut, dass die Bauern Bremsen als Gäste auf den aus- Anschließend sagte der Bau-
der umliegenden Gehöfte glaub- getrockneten Erdschollen ein. er zu seiner Vormagd: „Lisl, bis
ten, ihre Hähne seien verrückt Um es in den Stall einfahren zu zum Abend wird das Wetter noch
geworden. können, wurde das Grummet aushalten. Geh‘ nochmals auf
Häufig ging er auch auf den vom Hang heruntergerecht und das Feld hinunter, und reche es
holprigen Bachsteinen auf und zu einer Zeile gehäuft. Die feinen fertig!“
ab, wie ein vermeintlicher Fürst Dunstwolken am Himmel hatten Die Vormagd hatte kräftige Arme
auf einer unsichtbaren Palast- sich schon leicht zu Wolkenbän- und wollte sich gerade anschi-
treppe. An manchen Tagen mei- dern verdichtet, und als die zwei cken, wieder den Hang abwärts
ßelte er sogar Schalen in die störrischen Ochsengespanne zu laufen, um das Grummet zu-
vorhandenen Felsstücke der ans Ende des Walles trotteten, sammenzuhäufen, als sie am
Ufer und füllte die Vertiefun- war abzusehen, dass man noch Hofbrunnen einen schwarzen
gen mit Wasser. Dann begann er vorm finster werden mit ei- Kerl sitzen sah.
4Einen kurzen Augenblick be- gann sofort in höflicher Manier „Wie recht du hast“, seufzte da
trachtete sie neidvoll den frem- ein Gespräch: „Wie anstrengend das Mädchen, ,,aber wer wür-
den Gesellen, wie er in der Kühle muss es wohl sein, bei dieser Hit- de mit meiner schweren Arbeit
des Dachvorsprunges Goldstücke ze wieder den Rechen schwingen schon tauschen?“
in den Steintrog warf. Der schwe- zu müssen. Ich kann nicht leug- Da überlegte der Höllenfürst
felige Schlaukopf schien ihre Ge- nen, dass ich die Behaglichkeit blitzschnell bei sich: „Vielleicht
danken schier zu erraten und be- des Brunnens vorziehe.“ werden meine Taler goldglän-
5zend, wenn sie einmal von einer Auch die Magd begann sofort, Fuschler Kirche zum Abend- tüchtigen Jungfrau geputzt und mit dem kalten Wasser die Me- gebet, und bald antworteten in gewaschen werden?“ Verlegen tallstücke zu säubern. Es war klaren Tönen auch die Glöcklein kratzte er sich in seinen klebri- schon später Nachmittag, als sie der anderen Gotteshäuser der gen Zottelhaaren und meinte: mit Schrecken feststellte, dass Umgebung. „Es fröstelt mich ohnehin schon der fremde Kerl schon fast die Wütend erkannte der schwefeli- durch das lange Sitzen hier im ganze Arbeit erledigt hatte. ge Kerl, dass er sein böses Spiel Schatten.“ Schober um Schober zeigten sich verloren hatte. Gierig wollte er „Wollen wir nicht unsere Arbeit auf den Feldern. Da begann sie sich zumindest mit seinen nun tauschen?“ fragte die Magd la- noch flinker die Goldstücke zu so hellglänzenden Goldstücken chend und fuhr fort: „Ich muss schrubben, aber sooft die Magd trösten. jetzt wieder viele Heuschober diese auch in die Sonne hielt, es Als er jedoch zum Brunnen errichten, du aber hockst nur erstrahlte kein Glänzen. In lo- kam, bemerkte er den Betrug faul am Brunnentrog!“ hender Flammenröte schickte und die Täuschung durch die Eilig hüpfte da der Teufel von sich der Glutball am fernen Ho- Glasperlen. der Steinkante herunter und zog rizont bereits an unterzugehen. Wutentbrannt fegte er auf ei- hinterm klobigen Wasserbe- In diesem Augenblick lief die lis- ner Schwefelwolke zu den Fel- hälter eine grüne Truhe hervor. tige Magd in größter Verzweif- dern hinunter und zerfetzte mit Blitzschnell öffnete er mit einem lung in ihre Kammer und holte bloßen Händen alle aufgetürm- Tritt den Deckel, und erstaunt aus einem Schrank ein Kästchen ten Haufen. Heulend und mit sah das Mädchen die schmut- mit Glasperlen hervor. vor Zorn roten Hörnern rechte ziggelben Taler. Beim Brunnen wieder ange- er dann das ganze Grummet zu „Du wäscht mir bis zum Abend- langt, schloss sie den Deckel der einem mächtigen, wie ein riesi- geläut meine Geldstücke, ich schweren Truhe und leerte da- ger Klotz aussehenden Heuberg. aber türme die Haufen auf. rauf die Schatulle mit farblosen Dann fuhr er mit einer Holzga- Wenn der Glanz dieser Gold- Kugeln aus. bel unter den gewaltigen Scho- stücke mich am Felde früher Zur gleichen Zeit tauchte die ber und wirbelte diesen, beglei- blendet, als ich wieder hier am Sonne im Westen in das Far- tet von orkanartigem Gurgeln Brunnen bin, hast du gewonnen! benmeer der herannahenden und Pfeifen, weit durch die Luft. Schaffst du es aber nicht vor Gewitterwolken ein und misch- Berstend und krachend fiel der meiner Rückkehr, musst du mir te sich in rote, blaue und vio- ungeheure Brocken aus Hal- dein ganzes Leben lang die Taler lette Firmamentbänder. Gerade men und getrockneten Stängeln säubern.“ als der Teufel schweißtriefend nicht unweit des Bauhofgutes zu Schon etwas ermüdet von der und siegessicher den schma- Boden. Hitze des Tages dachte die Magd len Schotterweg zum Bauhofgut Sobald Staub und Gestank ver- an die Kühle beim Brunnen. Au- heraufeilte, bestrahlte die Sonne zogen waren, konnte man in- ßerdem erschien ihr das Wa- mit ihrem letzten Goldlicht das mitten der Egger Waldland- schen der Geldstücke um vieles Häuflein der Glaskugeln. schaft einen aus Heu zu Stein leichter als die harte Plagerei am Glitzern und Blitzen ließen den gewordenen Schober erkennen. Feld. Frohgemut willigte sie in Bergrücken bis zum letzten Seit diesem Ereignis wacht nun die Wette ein. Wie von Zauber- Baumwipfel aufleuchten, und der bizarre und geheimnisvolle hand geführt, schleuderte der das glänzende Bild spiegelte Felsriese wie ein gütiger König Höllenbruder den Rechen aus, sich in tausend und abertau- über Täler, Wiesen und Seen des und in Windeseile fegte er wie send Tautropfen der hereinbre- Voralpenlandes und erhielt, wie ein Sturm über die stoppeligen chenden Dämmerung. Augen- könnte es anders sein, den Na- Wiesen. blicke später schlug es von der men „Schober“. 6
Samstag, 10. Juli 2021,
Präsentation
um 20.30 Uhr,
Freilichtbühne Thalgau
2. Thalgauer Sagenbuch
Zeichnung: Heilgard Bertel · Foto: mockups-design.com
1994 erschien das erste Thalgau- Elfen, Ni-
er Sagenbuch „Goldbrünnlein und xen und
Wettervogel“ und ist bereits seit Riesen
Jahren vergriffen. Dadurch wurden dieses Wun-
der Wunsch und das Drängen der derlandes sind
Bevölkerung sowie Gästen nach ihm aber genauso
einem Nachdruck immer größer. vertraute Wesen wie
Zum 80. Geburtstag der Illus- der Teufel, der dann und
tratorin Heilgard Bertel und 70. wann auf Erden erscheint.
Geburtstag des Autors Bernhard Die Zauberhand der Künstle-
Iglhauser präsentieren das Land rin Heilgard Bertel verwirklicht
Salzburg (LH-Stv. LR Dr. Heinrich ein fast feenhaftes Schweben
Schellhorn) und die Marktgemein- über singende Seen, verfallene
de Thalgau (Bürgermeister Jo- Ruinen im Mondlicht, geheimnis- Ihre Stimmen glänzen wie Son-
hann Grubinger) 2021 die neue, volle Berge mit unermesslichen nenstrahlen in einem Gletscher-
erweiterte Zweitauflage. Goldschätzen, und offenbart mit bach und erheben sich rauschend
Die märchenhafte Sagenreise des Gefühl und Fantasie die stille Grö- aus der Tristesse der Welt.
Erzählers Bernhard Iglhauser öff- ße dieser einzigartigen Voralpen- Seit ihrer Gründung 2013 schwebt
net Kindern und Erwachsenen das landschaft. ein Hauch von sanfter Melodie
Tor in ein besonderes Reich der „Goldbrünnlein und Wettervo- um sie herum. Ihre Lieder sind
herrlichen Salzburger Landschaf- gel“ ist zum Preis von € 20,– am eine Mischung aus Intensität,
ten. Veranstaltungsabend und beim Schönheit und Hoffnung.
An der Schwelle stehen scharlach- TVB Thalgau und bei der Raiba Die Band wurde zwar aus dem
rote Wettervögel, feuerspeiende Thalgau erhältlich. Schnee geboren, ist aber zu Wär-
Drachen, Wasserkobolde und Die Präsentation erfolgt im Rah- me und Licht für jede Jahreszeit
furchterregende Höllenhunde. men des Konzertes der Schwei- geworden.
zer Formation „Wintershome“. Seit mehr als sieben Jah-
Sie sind Kinder des Schnees. Man ren begeistert die Zermatter
könnte fast sagen, sie fielen am Folk-Pop-Formation „Wintersho-
Rücken von Schneeflocken auf me“ durch ihre Leichtigkeit und
die Erde. eine beschwingte Musikalität.
Mit ihrer Musik kann man den bei- Sie spielten an prestigeträch-
ßenden Wind spüren und in den tigen Festivals wie dem „Mon-
blauen Himmel blicken, der sich treux Jazz“, „Gurtenfestival“ oder
bis zum Horizont erstreckt. „Moon & Stars“ in Locarno.
Foto: ©Wintershome
Die Kinder der Schweizer Schile-
gende Pirmin Zurbriggen kamen „Wintershome“ – ein Schnee-
von den Bergen herab, um mit märchen im Sommer 2021 in
Die Folk-Pop-Formation „Wintershome“ uns über die Natur zu sprechen. Thalgau!
7Rund um den Großglockner Auf der Pasterze Text und Fotos: Markus Schintlmeister Ziel dieser Tour war es, ein- auf der Hütte sitzen, stiegen wir nenschein das Highlight der mal den höchsten Berg unseres noch einmal in die Bergschuhe Tour – die Romariswandkopf- Landes von allen Seiten zu be- und nahmen den Mittleren Bä- überschreitung. Über Nacht ließ trachten. Zuerst um einen Ein- renkopf ins Visier. Der Mittlere uns der liebe Wettergott etwas blick in die Nordwand mit Pal- Bärenkopf ist mit seinen 3.359 Neuschnee da, somit waren alle lavicini- und Berglerrinne zu Metern zwar nicht der höchste Gipfel rund herum herrlich weiß bekommen und dann am selben Gipfel in der Umgebung, aber angezuckert. Eine Kulisse wie Tag von unten auf den Stüdlgrat dafür einer, der am leichtesten man sie oft im Herbst vorfin- zu blicken. erreichbaren, (fast) gletscher- det! Angeseilt ging es über die Die Wetterprognose war alles freien Hochtourenziele in der flache Pasterze in den Schnee- andere als atemberaubend, denn Glocknergruppe. Oben ange- winkel und weiter hinauf un- mit viel Schnee an den Vorta- kommen fing es auch schon an ter der Romariswand vorbei in gen und großen Regenmengen zu schneien – aber allemal bes- die Schneewinkelscharte. Der am Tourenwochenende bleibt ser als Regen! Nordwestgrat war im Nebel, man normalerweise am besten Am nächsten Morgen erwar- somit konnten wir nicht sehen, zu Hause. Wir entschlossen uns tete uns bei wärmendem Son- wie steil es links und rechts hi- aber, dem Wetter zu trotzen und starteten am Freitag in der Früh unsere Tour auf der Franz-Jo- sef-Höhe. Anfangs folgt man gemütlich dem Gamsgruben- weg hoch über der Pasterzen- zunge und gelangt dann in einer Art Klettersteig auf die Ober- walderhütte. Da wir wussten, dass der Tag lang wird, wenn wir ab 10 Uhr vormittags lustig Verschneite Oberwalderhütte 8
nunter ging, was die Rettung
für manche Nerven bedeutete.
Über schöne Felskraxelei ging
es recht einfach auf den Vor-
gipfel, von diesem hinunter
wurde es ausgesetzter, so ha-
ben wir ein Fixseil angebracht
und sind dann weiter auf den
Gipfel vom Romariswandkopf.
Nach einer Stärkung stocherten
wir in tiefem Schnee über den
breiten Rücken hinüber auf das
Teufelskamp, von dem man ei-
nen guten Einblick in die Glock-
nerwand erhält. Am Gletscher
hinunter zur Stüdlhütte mach-
te sich dann die Sonne wieder
breit, und wir sahen über lange
Zeit den Stüdlgrat von unten bis
zum Glocknergipfel im Profil.
Der Sonntag startete wieder mit
wunderbarem Sonnenschein,
aber anders als alle anderen
Gruppen machten wir uns nicht
fertig für den Glockner, son-
dern entschlossen uns, über den
Höhenweg über Pfortscharte,
Salmhütte und Stockerscharte
zum Glocknerhaus zu wandern.
Ein Gipfel durfte nicht feh- Nordwestgrat auf den Romariswandkopf
len, somit machten wir auf der
Pfortscharte noch einen kurzen
Abstecher auf die Glatzschneid
mit Fernsicht in den Osten. Kurz
darauf trafen wir in der Salm-
hütte für ein zweites Frühstück
ein. Am Weiterweg zur Stocker-
scharte bat sich uns ein seltener
Anblick an, denn am Wegesrand
blühten unzählige Edelweiß.
Glücklich, aber doch etwas er-
schöpft stärkten wir uns zum
Abschluss der wunderbaren
Rundtour noch einmal am
Glocknerhaus und ließen das
Wochenende ausklingen.
9Sechs Tage Tourenführer
Mountainbike 2.0
Text und Fotos: Christoph Klug
Tag 1: Kennenlernen Lacher der Gruppe. Nach der Übungsleiter vorne, dann kamen
Zuerst bezogen wir unsere Zim- Vorstellungsrunde wussten wir: wir und hintennach der Rest. Die
mer, zu unserem Glück erhielten Wir sind zehn Herren (davon meisten waren unsicherer am
wir ein Apartment mit einem fünf AV-Thalgauer), eine Dame Trail als wir. Aufgefallen ist uns
großen Tisch und dazugehöriger und ein Engelbert mit Gamsbart hier schon der 20-jährige Lu-
Eckbank, perfekt für Nachbe- am Helm. kas Fink, Spitzname „Finsch“,
sprechungen. Danach kam der Bike-Check mit der brav mit uns mithielt! Lei-
Bei der Kennenlernrunde mit Setup, es war für uns nicht viel der hatte ich kurz vor Ende des
Besprechung der Erwartungen Neues dabei, jedoch ein paar Trails den ersten Patschen, der
und Ziele dieser Woche fielen wir Verbesserungen, die wir umset- erste seit zweieinhalb Jahren,
bereits das erste Mal auf, da wir zen konnten. Abschließend fuh- und es sollte diese Woche nicht
von unserm AV-Office brav mit ren wir einen kleinen Trail. Zur mein letzter sein … Zurück im
den richtigen Funktionen ausge- Abfahrt legten alle ihre Schüt- Hotel, also Upgrade der Bikes,
stattet wurden wie z. B. Chaos- zer an, Knieschoner, Ellbogen- zwei neue Mäntel und Schlauch
truppe und Schoberhackler. Da schützer, Helm und Handschu- für mich und für Hans ebenfalls
diese Bezeichnungen außerhalb he. Wir legten ebenfalls unsere einen neuen Mantel. Hier konnte
des Kletterbetriebs bzw. des AV gesamte Schutzausrüstung an: man den sehr guten Gruppen-
Thalgau nicht jedem bekannt Helm, Handschuhe und aus. zusammenhalt beim AV Thalgau
sind, sorgten wir für die ersten Bei der Abfahrt war der sehen. Bei einem gemeinsamen
Bier aus den eigenen Reserven
halfen wir alle zusammen, den
Umbau durchzuführen! Auch
Übungsleiter Wolfi leistete uns
dabei Gesellschaft.
Beim Wirt ließen wir bei einem
gemeinsamen Abendessen den
Tag ausklingen. Wir benötigten
jedoch noch ein weiteres Bier im
Apartment, um gut schlafen zu
können.
Tag 2: Verbessern der Fertig-
keiten
Ausschlafen und das ganz ohne
Kindergeschrei in der Nacht war
ungewohnt für Flo und mich.
Um 8 Uhr waren wir Thalgau-
Tourenplanung mit eigenen Vorräten: Hansi, Andy, Gü, Flo, Finsch, Wolfi, Christoph er schon bereit, die Abfahrt war
10Abstimmung am gefährlichen Schotterplatz
jedoch erst auf ca. 9 Uhr geplant. Übungen für die Bremstechnik. ten. Nach Stoppen der Blutung
Also starteten wir vorab zum Wieder sind wir in der Grup- bei Andy und einem weiteren
lokalen Pumptrack, schließlich pe aufgefallen, jedoch nicht so Patschen verließen wir das ge-
wussten wir nicht, ob wir diese positiv. Andy „schwerverletzt“ fährliche Übungsgelände.
Woche noch genug zum Radfah- durch einen Biss vom Pedalbären Abfahrt der gesamten Gruppe
ren kommen! in die Kniekehle, Hansi muss- Richtung Leiterbergalm, geplant
Das erste Ziel der Gruppe war ein te sich im Eifer des Wettkampfs war nur eine Teilstrecke, damit
Schotter-Übungsplatz für ein durch die Ziellinie schmeißen, wir rechtzeitig zum Theorieteil
Fahrtechniktraining. Wir mach- und auch bei Gü kamen unge- im gebuchtem Seminarraum ka-
ten lustige Geschicklichkeits- ahnte Kräfte frei, die sogar das men (beim schönsten Wetter).
übungen mit Tennisbällen und Ritzel seiner Kassette zerstör- Bei der ersten Trinkpause und
einer Intervention der Mehrheit
der Gruppe (zur Erinnerung:
zwölf Teilnehmer, davon fünf
AV-Thalgauer) stand fest, dass
wir die Leiterbergalm doch noch
besuchen werden!
Dort genossen wir kurz die wun-
derschöne Aussicht Richtung
Sölden und ins Windachtal, dann
mussten wir aber schnell was
11gegen das „Unterhopft sein“ rauf, und auch wir legten un- kein Heimspiel. Die Geschwin- unternehmen. Gesagt getan, vier sere „Schutzausrüstung“ an. digkeit in Verbindung mit Steil- Bier für uns, Hans saß bei einem Nach den ersten 20 Metern am kurven mussten wir erst einmal anderen Tisch und musste fest- Naturtrail sahen wir schon die gewohnt werden. Im Tal ange- stellen, dass wir damit leich- ersten Piloten, die ihre „Down- kommen schnell ins Hotel für tes Entsetzen bei dem Rest der hill Boliden“ den Trail hinun- einen kurzen Boxenstopp zum Gruppe auslösten. „Man kann ter trugen. Wir grüßten sie brav frischmachen. Aus Sicherheits- nicht Bier trinken und Trails und fuhren mit der 14 Personen gründen haben wir dabei erneut fahren“ wurde gemurmelt. Auch starken Gruppe schön geschlos- unseren privaten Vorrat ange- wir waren schockiert, dass sonst sen vorbei. Die Optik sagt eben zapft. nur Saft getrunken wurde und nichts über das Können aus. Der Nach dem Theorieteil „Tou- dass wir kein zweites Bier trin- Trail hatte die Schwierigkeit S2, renplanen“ wurden wir in zwei ken sollten, um nicht alle Rah- somit hielten sich die Heraus- Gruppen geteilt, um das Ge- men zu sprengen. Nach dem forderungen für uns in Gren- lernte gleich in der Praxis tes- Verzehr von Hauswurst und zen, was nicht für die gesamte ten zu können und planten die Co. stellten wir die Abfahrts- Gruppe galt. Danach fuhren wir Tour für den nächsten Tag. Die bereitschaft wieder her. Also weiter über den Shaped Trail ins Aufteilung wurde einfach gere- alle wieder sämtliche Schützer Tal. Dieser war für uns hingegen gelt, die Chaostruppe blieb zu- Auch mit dem Bike kann man die Lifte nutzen 12
sammen und suchte sich einen
Übungsleiter aus. Da die Grup-
pe sechs Personen fassen sollte
haben wir Finsch noch wort-
gewandt überredet, zu uns zu
kommen: „Finsch geh her do!“
Als Übungsleiter haben wir den
BIO-Biker Wolfi gewählt, da uns
Christoph mit seinem E-Bike zu
viel Luft bei der Auffahrt hatte.
Die Planung fand im Apartment
mit gemütlicher Bierbegleitung
statt. Schon jetzt war klar, wir
wollten nicht nur im Bike-Park
Liftfahren, sondern auch berg-
auf treten. Es stand somit bald
fest: acht verschiedene Trails,
ca. 1.200 Höhenmeter und ca.
acht Stunden Spaß! Auch das Biketragen muss gelernt sein
Tag 3: die erste selbstgeplante technik-Trainingseinheit am alt war wie Finsch. So, also auch
Tour nahegelegenen Parkplatz. Beim noch die Kassette wieder einbau-
Vom Hotel ging es zur Mittelsta- Üben von Wheelie, Bunnyhop en und endlich wieder Fahrbe-
tion der Gondelbahn. Es gab erst und Co. habe ich mir den nächs- reitschaft herstellen.
ein wenig Kartenkunde, um sich ten Patschen gefahren, aber egal, Anschließend fuhren wir das ers-
zu orientieren und die Gipfel in dank eines selbstklebenden Fli- te Mal mit dem Bike in der Gon-
Sichtweite bestimmen zu kön- ckens sollte die Reparatur nicht del hinauf, mit leichten anfäng-
nen. Den Beginn macht der „Nene lange dauern. Also weiter mit der lichen Schwierigkeiten wie z. B.:
Trail“, weiter zum „Löple Trail“ Übung „Überfahren von Hinder- Wie kommt man mit dem Rad
und hinein in den „Bodenegg nissen, ohne diese zu berühren“. durch ein Drehkreuz?
Trail“. Die einzige Frage, die uns Doch bald schon hatte ich wie- Und wegen Covid-19 durften wir
dann noch quälte: Welcher war der im Hinterreifen relativ wenig eine Maske beim Gondelfahren
der Schönste von den drei! Alle Luft. Also erneut überprüfen was benutzen!
Naturtrails waren sowohl optisch es da hat, leicht genervt baute ich Danach ging es weiter über
als auch fahrtechnisch die ca. 800 erneut den Hinterreifen aus und Trails zu einem Sessellift, damit
Höhenmeter Aufstieg leicht wert! konnte gleich feststellen, dass wir ganz rauf auf die 2.666 m
Zwischendurch noch eine Fahr- meine Kassette am Hinterrad kamen, um uns einen Shaped
nicht verschraubt, sondern nur Trail anzuschauen.
aufgesteckt ist. Bemerkt habe ich Zum gemütlichen Ausklang
dies, weil die Kassette samt den nochmal ganz hinauf und über
Bauteilen für den Leerlauf in der zwei weitere Trails zur Leiter-
Wiese lag. Erstmal den Schlauch bergalm. Auf dem letzten Trail
austauschen, da der selbstkle- merkte man schnell, die Grup-
bende Flicken seine Aufgabe pe ist sehr durstig, die Bremsen
nicht optimal ausführte, wahr- wurden wesentlich weniger be-
scheinlich, weil der Flicken so nutzt, und die Reifen berührten
13den Boden nur noch beim Rich- der nehmen, da diese die letz- den lassen, die leider nicht ganz
tungswechsel. ten Tage ziemlich beansprucht unser Geschmack war, aber für
Auf der Alm erfuhren wir, dass wurden. Die nächste Tour führte stolze € 8,80 muss man so etwas
die zweite Gruppe vom ganztä- uns von Sölden Richtung Huben genießen.
gigen Liftfahren müde ist und und hinauf zur Polltalalm, beim Nun suchten wir die Einfahrt für
Richtung Unterkunft unterwegs Zurückfahren wollten wir noch den am Vortag auf der Karte be-
war. Wir tranken noch gemütlich die Feuersteinhütte besuchen. stimmten Trail, den wir Richtung
aus und flogen über den Leiter- Unterwegs klärten wir auf einer Sölden befahren wollten. Uns fiel
bergalmtrail hinunter ins Tal. Forststraße die rechtlichen The- auf, dass dieser Weg nicht sehr
Bei unserem Wirt besprachen men rund um das Mountain- oft begangen bzw. schon gar
wir den erlebten Tag und glichen biken in Österreich, dies ist ja nicht befahren wird. Wir ließen
unseren Tagesplan mit der Rea- nicht immer einfach. uns davon nicht abhalten und
lität ab. Bei der Planung für den Auf der Polltalalm machten wir fuhren unserem momentanen
nächsten Tag fiel mir auf, dass einen Rucksack-Check und ver- Tourenführer Gü brav nach. Es
unser Übungsleiter Wolfi nun glichen, welche Ausrüstung wir wurde interessant, über und un-
wesentlich entspannter war als beim Mountainbiken so mitfüh- ter Bäume, quer über Brennnes-
am Vortag. Die Zeit wurde nun ren sollten. selfelder direkt nach „Mücken-
nicht mehr im Detail berechnet, Bei der Abfahrt kreuzte der Trail hausen“ und weiter über einen
sondern von uns laut Adam Rie- immer wieder die zuvor befah- Wildbach. Natürlich war dies
se geschätzt. rene Forststraße, und wir übten nicht alles mit dem Mountain-
die richtige Kurventechnik. Nun bike befahrbar, und wir konnten
Tag 4: Natur pur ging es wieder rauf zur Feuer- auch das richtige Radtragen im
Am Morgen mussten wir uns steinhütte. Wir haben uns dort Kurs unterbringen. Wir ließen
dringend Zeit für die Fahrrä- zur Hüttenspezialität überre- uns die gute Laune nicht ver-
derben, ganz im Gegenteil, je
unwegsamer das Gelände, umso
mehr Spaß hatten wir!
Doch alles hat ein Ende, und so
fanden wir auch wieder zurück
in die Zivilisation und auf den
Radweg Richtung Sölden. Wir
stoppten noch beim Waschplatz
in Sölden, um uns und die Bikes
zumindest vom groben Schmutz
zu befreien.
Tag 5: E-Mountainbike
Der Tag startete beim Sportge-
schäft, wo wir E-Mountainbi-
kes ausfassten, die wir einen Tag
testen durften. Nach einer Ein-
führung durch Christoph Milan,
unserem zweiten Kursleiter und
E-Bike-Guru der AV-Akademie,
fuhren wir in ein Parkhaus, um
Die Wege waren nicht immer ganz so einfach zu finden dem starken Regen zu entkom-
14men. Dort machten wir uns mit
den E-Bikes vertraut und mach-
ten Aufwärmspiele.
Wir konnten erhebliche Unter-
schiede feststellen, E-Bike ist
nicht gleich E-Bike. Teilweise
war das Alter der Bikes bzw. die
Motorgeneration Schuld und
teilweise auch „nur“ die Aus-
stattung bzw. der Hersteller.
Kurzgesagt: Andy, Hansi, Gü
Top-Bikes, ich auf Mittelklas-
se, und Flo und Finsch kämpften
um den letzten Platz.
Nun also rein in die Regenhaut
und raus ins Freie. Wir fuh-
ren auf der stillen Seite Söl-
dens Richtung Talschluss des
Windachtals. Auf Höhe der
Windachalm haben wir dann auf
Grund der bescheidenen Wet-
terlage beschlossen, unser Ziel
zu ändern und Richtung Kleb-
lealm, etwas weiter draußen im
Tal, aufzubrechen. Kaum hatten
wir unser Ziel erreicht, hörte es
auf zu regnen, und wir konnten
uns in der Sonne stärken und Beim „schönsten“ Wetter mit den E-Bikes unterwegs
trocknen lassen. Währenddes-
sen wurde das erste Fazit über getestet werden, also fuhren mit einem der besseren E-Bikes
die E-Bikes gezogen. „Bergauf wir den Kleblealm-Trail runter ab. Andy nahm ihn mit Hilfe ei-
echt lustig mit den verschie- ins Tal. Unten kontrollierten wir nes Gurts und eines alten Rad-
denen Unterstützungsstufen“, erneut die Akkustände der Bikes schlauchs (davon hatten wir ja
wieder bemerkbar die starken und wollten die Bikes erst abge- schon genug) in Schlepptau. Mit
Unterschiede der Unterstüt- ben, wenn der erste Akku leer ist. vereinten Kräften schafften wir
zungsleistungen und der Akku- Wir fuhren Richtung Goldegg- es zur Goldegg-Alm. Dort war die
leistungen. Zum Vergleich, Alm auf der lauten Seite Söldens, „Mondrakete“ mit dem Akku am
Andy hatte noch 80 % Akku und um zu schauen, ob wir diese Ende, und auch Flo war erschöpft,
mehr Unterstützung als Flo bei noch mit den E-Bikes erreichen da er im Anstieg wesentlich mehr
seiner „Mondrakete“, der nur können. leisten musste. Bei einem kurzem
noch drei von fünf Balken Akku Am Weg durch Sölden stieg Bier-Doping-Stopp zogen wir
hatte. Wolfgang noch schnell auf sein Bilanz: 470 Höhenmeter in ca.
Uns wurde klar, heute hatten un- BIO-Bike um, da sein E-Bike 30 Minuten, mit einem Biker im
sere bzw. Flos und Finsch‘ Bikes mit der Bremse Probleme mach- Schlepptau und trotzdem fitter
die limitierende Leistung. Die te. Damit wir nicht auf ihn war- als am Vortag. Das geht nur mit
E-Bikes mussten auch am Trail ten mussten, schleppten wir ihn einem E-Bike!
15Jetzt noch schnell über den Wolfi den steilsten Anstieg so freigegebenen Weg geplant
Trail zurück zum Sportge- für den letzten Tag aufgespart war. Nach anfänglichen Über-
schäft, damit wir die Bikes vor hatte. Unterwegs machten wir legungen wie wir doch noch hin
Ladenschluss abgeben konn- immer wieder Stopps, um un- kommen könnten, ohne ent-
ten. Am Abend losten wir die sere Lehrauftritte durchführen deckt zu werden, mussten wir
Themen der Lehrauftritte für zu können. Andy erzählte uns uns eingestehen, die letzte Ab-
den nächsten Tag aus. Ich hatte etwas über die richtige Positi- fahrt der Woche wird über die
das Glück, eines der schwersten on am Bike, Flo über das rich- zuvor bezwungene Schotter-
Themen zu ziehen: „Aufwär- tige Bremsen, und wir bekamen straße sein. Unten bekamen wir
men in der Gruppe“. durchwegs positives Feedback von Wolfgang und Christoph
aus der Gruppe und von Wolfi. die Zertifikate über das positive
6 Tag: letzter Tag Knapp unter der Hütte warfen Bestehen des Kurses.
Heute wollten wir noch eine wir noch einen Blick auf den
letzte gemeinsame Bike-Tour Fundussee bevor wir die letz- Fazit der Woche:
machen, Ziel war die Hintere ten Höhenmeter zurücklegten. 155 km, 6200 Höhenmeter,
Fundusalm von Umhausen aus. Oben hatte die Jägerschaft eine drei bis fünf nennenswer-
Gestartet wurde mit meinem Schulung, und 25 Hüter des te Verletzungen, eine kaputte
Lehrauftritt: Aufwärmen. Nach Waldes saßen dort bei Bier und Schaltkassette und vier Pat-
zwei Runden „Schwänzchen Speisen. Unser Pech war, dass schen, aber trotzdem war es
fangen“ konnten wir star- die geplante Abfahrt auf einem eine erfolg- und lehrreiche
ten. Wir stellten fest, dass sich für Mountainbiker nicht ganz Woche mit vielen Erlebnissen.
Wenn‘s um Sport geht,
ist nur eine Bank meine Bank.
An die 4 Millionen Österreicher tun in ihrer Freizeit regelmäßig
etwas für ihre Gesundheit und treiben Sport. Wir finden
das gut. So gut sogar, dass wir sie dabei unterstützen,
wo’s nur geht. thalgau.raiffeisen.at
© SalzburgerLand Tourismus
16Nächstes Kletterwochenende
in der Wachau:
1. – 3. 10. 2021
Kletterwochenende im Gesäuse
Text und Fotos: Christian Monz
Am Freitag, 31. Juli, brechen wir, uns einquartieren und den am Nachmittag zurück auf die
acht ambitionierte Kletterer der nächsten Tag planen. Hütte, wo wir uns auf ein Bier
Erwachsenenklettergruppe, auf Am Samstag brechen wir Rich- freuen.
Richtung Johnsbach. Das Wetter tung Kalbling auf, wo wir uns Die Wettervorhersage für Sonn-
ist schön vorhergesagt, und so für die Route Herbst-Scholz 4+ tag ist nicht mehr so stabil, und
freuen wir uns auf unsere ge- entschieden haben. Wir genie- so lassen wir im Klettergarten
meinsame Zeit. ßen die Kletterei und kommen unser Wochenende ausklingen.
Unser Ziel ist vorerst der Klet-
tergarten „Gsengstein“ im Na-
tionalpark Gesäuse, alles Wei-
tere werden wir gemeinsam
planen.
Der Kletterpark hat viel Ab-
wechslung zu bieten, und wir
merken, dass die Routen
schwieriger sind als wir erwar-
tet haben. Dies spornt uns an,
und wir nutzen den ganzen Tag
so richtig aus.
Nach dem Abendessen in
Admont geht’s hinauf zur
Oberst-Klinke-Hütte, wo wir Genusskletterei „Herbst-Scholz“
17Drei Tage Wandern in den Kärntner Nockbergen Text: Pia Seiser Fotos: Sepp Büchsner In diesem Jahr war’s wieder starteten wir gleich unsere Millstättersee, vorbei an der soweit. Wie schon in den Jahren zweite Tour. Bei sehr gutem Alexander-Hütte, wieder hin- 2016 und 2018 standen wieder Wanderwetter stiegen wir über auf zur Millstätterhütte. Am die Nockberge am Programm. das Millstätter Törl hinauf zum Abend überraschte uns Maria Diesmal ging’s an den Mill- Hochpalfennock, 2.099 m. Am noch mit selbstgebundenen stättersee. Zehn wanderhung- Höhenwanderweg ging’s weiter Kräuterbüscherln für jeden, rige Mitglieder des Thalgauer im gemütlichen Auf und Ab hin- und die Hüttenwirtin Edith Alpenvereins brachen am 10. über zum Tschiernock, 2.088 m. spendierte eine Runde von ih- August 2020 frühmorgens, mit Dazwischen, bei einer Rast ne- rem ausgezeichneten Zirberl. guter Laune im Gepäck, zur ben einer kleinen Lacke, las So klang ein lustiger Abend der Fahrt nach Kärnten auf. uns Maria eine spannende Ge- Gruppe 55+ aus. Am Millstättersee angekom- schichte aus einem Buch vom Am letzten Tag in den Nock- men ging’s gleich rauf auf den Jahr 1811 vor, was noch mehr bergen machten wir uns nach Mirnock, 2.110 m, ein recht zur guten Stimmung beitrug. dem Frühstück auf den Weg aussichtsreicher Gipfel zwi- Am Rückweg gingen wir hinun- zum Kamplnock, 2.101 m. Dann schen dem Millstättersee und ter zur Sommeregger Hütte, wo marschierten wir weiter am dem Afritzer See, am südli- wir uns zu Mittag stärkten. Wei- „Weg der Liebe“ über die Mill- chen Rand der Kärntner Nock- ter ging’s auf einem wunder- stätter Alpe hinüber zum Gra- berge. Die Tour war als Rund- schönen Steig hoch über dem nattor (ein Wahrzeichen hoch wanderung angelegt, und so stiegen wir auf einem ande- ren Steig hinunter ins Tal. Da- nach ging’s mit dem Auto an die andere Seite des Sees nach Millstatt und auf der Mill- stätter Almstraße hinauf zum Parkplatz bei der Schwaiger- hütte. Von dort wanderten wir noch eine gute halbe Stunde zu unserem Quartier, zur Millstät- terhütte auf ca. 1.880 m. Gleich belegten wir unsere Betten in den sehr schönen Zimmern und ließen den langen Tag nach dem Abendessen noch gemüt- lich ausklingen. Nach einem ausgiebigen Früh- stück am nächsten Morgen Rast am Höhenweg zum Tschiernock 18
Am Weg zum Granattor
Mirnock, 2.110 m Fußbad beim Millstätter Almkreuz
über Millstatt) und zum Gro- ging’s zurück zur Millstätter- Wieder einmal waren drei wun-
ßen Stoamandl am Lammers- hütte, wo wir nach einer Stär- derschöne Tage in den Nock-
dorfer Berg, 2.063 m. Nach kung unsere Rucksäcke packten bergen vorbei, und wir bedan-
einer ausgiebigen Rast beim und den Abstieg und die Heim- ken uns beim Sepp für die vielen
Obermillstätter Almkreuz reise antraten. erlebnisreichen Wanderungen.
19Rückblick auf unsere
Jahreshauptversammlung 2019
Text: Maria Fenninger
Fotos: Peter Radauer, Rudi Schrofner
Unsere am 1. Februar 2020 der vielen Aktivitäten - denn Aufgrund zweier Umbesetzun-
stattgefundene Jahreshaupt- erst dadurch wird unsere ganze gen im Vorstand im Jahr 2019
versammlung 2019 im Landho- Arbeit entsprechend gewürdigt! (Naturschutz und Schriftfüh-
tel Eichingerbauer in St. Lorenz Einen besonderen Dank richtete rung) waren bei dieser JHV ent-
war wieder bestens besucht. er auch an unsere vielen Unter- sprechende Ergänzungswahlen
An die 200 Vereinsmitglieder, stützer und an unsere Sponsoren. durchzuführen. Beide Umbeset-
Funktionäre und Ehrengäste zungen wurden von allen anwe-
durfte unser Obmann Rudi Es folgten Berichte des Ob- senden Mitgliedern per Hand-
Schrofner an diesem Abend manns (Rückblick auf das Jahr zeichen einstimmig genehmigt
willkommen heißen. 2019 und eine Vorschau auf (keine Gegenstimmen, keine
Besonders erfreut zeigte sich 2020) und weiterer Mitglieder Enthaltungen).
der Obmann darüber, dass sich des Vorstandes.
bei dieser JHV auch wieder et- Anhand einer Powerpoint-Prä- Unsere Frau Vizebürgermeis-
liche Kinder und Jugendliche sentation wurden Veranstal- ter Lisa Kirchdorfer zeigte sich
unter den Anwesenden befan- tungen und Fakten des abge- in ihren Grußworten von der
den. Als kleine Anerkennung für laufenen Jahres interessant geleisteten Arbeit des Alpen-
deren Teilnahme wurde unser aufbereitet und dokumentiert. vereins überaus angetan. Be-
AV-Nachwuchs mit kleinen Ge- Dabei wurde auch eine Grafik sonders lobte sie unsere her-
schenken bedacht. über die erfreuliche Entwick- vorragende Arbeit im Kinder-,
Obmann Rudi Schrofner be- lung des Mitgliederstandes der Jugend- und Familienbereich
dankte sich in seinen Gruß- letzten Jahre präsentiert. So hat sowie die besonders gelungene
worten in erster Linie bei allen sich der Mitgliederstand von Gestaltung unserer Vereinszeit-
Mitgliedern des AV Thalgau für 2009 bis Ende 2019 beinahe ver- schrift „Schobergams“.
ihre Treue und der Annahme vierfacht!
Auch zur diesjährigen Jahres-
hauptversammlung wurden
wieder alle zu ehrenden Mit-
glieder mit einer persönlichen
Einladung eingeladen, um ihre
25-jährige, 40-jährige und
50-jährige Mitgliedschaft ent-
sprechend zu würdigen.
Rudi bedankte sich auf das Al-
lerherzlichste für ihre langjäh-
rige Treue und ihr Engagement
und nahm im Anschluss die Eh-
rungen aller anwesenden Jubil-
Gut besuchte Jahreshauptversammlung are vor:
2025 Jahre:
Antonia Götzendorfer
Nicht anwesend waren:
Barbara Posch, Elfriede Hagn,
Anton Paarhammer, Elisabeth
Posch, Ing. Richard Sterzinger,
Andreas Wörndl
40 Jahre:
Gerhard Kunz
Wilhelm Schruckmayr
50 Jahre: Jugendtombola
Ing. Walter Achleitner
(Gründungsmitglied),
aus gesundheitlichen Gründen
nicht anwesend:
Martin Roither
Den Abschluss unserer Jahres-
hauptversammlung, welche von
unseren Musikanten Lukas und
David musikalisch umrahmt
wurde, bildete auch heuer wie-
der die durch Rudi und Schurly
humorvoll gestaltete Verlosung
vieler schöner Sachpreise. Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft, Gründungsmitglied Walter Achleitner
Ehrung unseres Gründungsmitglieds Martin Roither
Aus gesundheitlichen Gründen
war es unserem Gründungsmit-
glied Martin Roither leider nicht
möglich, an der Jahreshauptver-
sammlung 2019 teilzunehmen.
Aus diesem Grund besuchten
wir „unseren“ Jubilar im heuri-
gen Sommer zuhause und ließen
ihm dabei seitens des Vorstands
die entsprechende Ehrung zu-
teilwerden.
Nochmals herzlichen Dank auch
Dir, lieber Martin, für Deine
langjährige Treue und Deinen
Einsatz für den AV Thalgau! Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft, Gründungsmitglied Martin Roither
21Nächste Schitourentage:
29. 1. – 31. 1. 21 Tuxer Alpen
7. 3. – 10. 3. 21 Villgratener Berge
Nur noch wenige Minuten bis zum Gipfel
Schitourentage Nockberge
Text: Riki Seiwald
Fotos: Rudi Schrofner
Datum: 7. - 9. Februar 2020, Also war unser erstes Ziel auch Bier genossen. Unserem Hans
Freitag bis Sonntag der Eisenhut. Vom Parkplatz ein herzliches Danke für diese
Ziel: Eisenhut, 2.441 m, gings gleich mit den Schiern auf schöne Tour.
1.200 Hm, Nockberge einem Forstweg durch einen
Teilnehmer: AV Thalgau, Hans Waldgürtel zu einer Jagdhüt- Datum: 8. Februar 2020
Schrofner, insgesamt neun te und dann auf freien Hängen Ziel: Malnock, 2.226 m, 900 Hm
Teilnehmer zum Gipfel mit Traumaussicht. Teilnehmer: Hans, Rudi, Hem-
Auf herrlichen Pulverschnee- ma und der Rest der Gruppe
Eine kleine, aber feine Grup- hängen fuhren wir wieder zur Mit dem Auto bis St. Oswald,
pe machte sich von Thalgau Jagdhütte und am Forstweg Talstation Gondelbahn, und
bei Traumwetter auf Richtung zum Parkplatz. vom Parkplatz bis zur Mar-
Lungau zum Parkplatz Liftsta- Anschließend fuhren wir weiter kierung Rundwanderweg. Wir
tion Turracherhöhe. In dieser zu unserem Quartier nach Bad kommen dann in einen schönen
Gegend wurde ab 1660 Bergbau Kleinkirchheim, wo wir auf der Kessel mit freien Hängen zum
betrieben und Eisen abgebaut. Sonnenterrasse die erste Runde Gipfelgelände des Malnock. Die
Pulverschneegeilen wollten
noch unberührte Hänge zum
Falknerhaus genießen, während
sich der Rest der Gruppe für die
herrliche Aussicht vom Triglav
bis zum Dachstein entschied.
Gemeinsam fuhren wir dann
bereits auf Firnhängen zur
Sonnenterrasse der Bergstati-
on Gondelbahn.
Von Julia wurden wir auf ein
Spezialgetränk eingeladen, und
warm ums Herz ging’s auf der
22Piste zum Parkplatz. Wieder ein
ausgefüllter Tourentag und alle
waren zufrieden.
Das Abendessen und die Küche
waren sehr gut, und man kann
dieses Hotel weiterempfeh-
len. Der Abend war dann noch
feuchtfröhlich – kein Wunder
nach diesem schönen Tag.
Datum: 9. Februar 2020
Ziel: Falkert, 2.226 m, 890 Hm
Teilnehmer: Hans, Rudi,
Hemma und der Rest der Am Gipfel des Malnock
Gruppe
Mit dem Auto wieder nach Döl-
sach bis Parkplatz Schlitten-
bahn Falkerthütte. Aufstieg auf
dem Sommerweg zur Hütte,
weiter auf freien Hängen zur
Bergstation Falkertlift und zum
höchsten Punkt. Abfahrt teil-
weise Firn oder Pulver bis zur
Schlittenbahn und Parkplatz.
In Bad Kleinkirchheim kehr-
ten wir noch ein, und nach drei
wunderschönen Tagen ging’s Nette Leute, herrliches Panorama
wieder heimwärts.
Die Schitouren in de Nockberg, Bei dieser Gelegenheit noch Gruppe, das lawinengemäße
de san fei voi geil, ein herzliches Danke an den Verhalten beim Aufstieg sowie
do gibts nur die Devise rührigen Obmann und unseren auch bei der Abfahrt, es passte
auf de Berg muaß ma auffi! Hans, der alles optimal organi- einfach alles.
Schi Heil siert hat. Die Harmonie in der Nochmals vielen Dank!
Foto: GraphicBurger.com
23Am Grat angekommen ist der Ausblick unglaublich Die Watzmann-Überschreitung Südspitze 2.712 m – Mittelspitze 2.713 m – Hocheck 2.651 m Text: Mario Greisberger Fotos: Florian und Andrea Diemling Am Samstag, dem 5. September, einmal im Uhrzeigersinn übers bis zum hintersten Wimbach- war es soweit, die Watzmann- Watzmannhaus und einmal grieß. Vorbei an der riesigen überschreitung mit 2.400 Hm verkehrt über die Wimbach- Schottermoräne der Schnee- und 24 km stand im Kalen- grießhütte auf die Südspitze schmelze und den sonnen- der. Mit Tourenführer Flori- und er die verkehrte Variante, aufgangsbeleuchteten Gipfeln an Diemling und dessen Frau am Anfang das Wimbachtal zu vergingen die zwei Stunden Andrea trafen wir, Mario G. und absolvieren, als lohnenswer- und der 9 km lange Anstieg von Stefan N., uns um 5 Uhr mor- ter fand, entschieden wir uns 634 m auf die 1.327 hohe Wim- gens und fuhren gemeinsam auch, die Tour „verkehrt“ her- bachgrießhütte wie im Flug. zur Wimbachbrücke zum gro- um anzugehen. Bis dahin war der Anstieg eher ßen Wandererparkplatz, wo wir Bei blauem, wolkenfreiem moderat flach, aber ab diesen um 6 Uhr übers Wimbachtal Himmel gingen wir östlich des Zeitpunkt ging es steil bergauf. starteten. Hochkalters auf dem anfangs Die nächsten Höhenmeter er- Da Tourenführer Florian die breiten und immer schmaler forderten gute Kondition, Tour in der Vergangenheit werdenden gut geschotterten leichte Kletterkenntnisse und schon zweimal absolviert hatte, Wanderweg des Wimbachtals sicheres Bergsteigen, da der 24
Untergrund von teils locke- der 2.713 hohen Mittelspitze
ren Abbruchschotter bis hin zu für uns zu ergattern und legten
glatten Felsen alles bot. Man eine kurze Trinkpause ein. Das
befindet sich auch immer im um 60 m niedrigere Hocheck
Steinschlag gefährdeten Ge- und den Überschreitungsweg
lände, also ab der Wimbach- dafür konnte man von hier aus
grießhütte „Helmpflicht“! gut erkennen und war in gut 30
Es ist sicher lohnenswerter, Minuten erreichbar.
die 1.000 Höhenmeter, die den Auf dem Anstieg befand sich
Großteil des Aufstiegs ausma- sogar ein fest montiertes Ei-
chen, von hier aus zu gehen, da sengeländer mit Stahlseil, das
der Aufstieg sich noch zu die- den alpinen Grat ein wenig
ser Jahreszeit im Schatten des verunstaltete, aber auch der
Watzmanns befindet. Für die- Sicherheit diente. Aufgrund
sen Anstieg brauchten wir gute der Schönwetterlage war das
zwei Stunden und trafen um Hocheck-Plateau Ziel vieler
11 Uhr auf der 2.712 m hohen Bergwanderer und gut besucht.
Südspitze des Watzmanns ein. Das Watzmannhaus, auf 1.915 m Zur Südspitze geht es steil hinauf
Es bot sich ein gewaltiger Aus- gelegen, schien schon in Griff-
blick bei herrlichstem Wetter. weite und den Weg dahin, 700 Bei dem einen oder anderen
Da wir gut in der Zeit lagen, Hm Abstieg, kann man schier Tritt merkte man schon leich-
machten wir eine 45-minütige geradeaus über steile glatte te Druckstellen an den Füßen,
Gipfelrast, bei der wir uns mit Kalksteinkaskaden absteigen. die schon seit 6 Uhr morgens
Speck und einer hopfenhalti-
gen Kaltschale stärkten.
Gut gestärkt ging es über die
Gratwanderung zur Mittelspit-
ze, die gefährlicher aussah als
sie wirklich war. Wir freuten
uns über jede Schlüsselstelle,
die ein wenig durch die Natur-
belassenheit zum Klettern ein-
lud und wunderten uns über so
manche der vielen Bergsteiger,
die schon am Ende ihrer Kräf-
Was zählt,
te waren und trotzdem zitternd
den Überschreitungsgrat folg-
ist Ihr
ten.
Von hier aus sah man gut runter
Ausblick.
auf den Weg zur Watzmannfrau
und deren Kinder. Auch in die
heuberger-fenster.at
Ostwand sah man gut hinein, Salzburger Straße 109 / 5303 Thalgau
bis hin zu St. Bartholomä und T 06235 7766
dem Königssee mit den Rund-
fahrtschiffen. Wir hatten sogar
das Glück, das kleine Plateau
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