Rot&weiß - Zahntechniker.at
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P.b.b. Verlagspostamt 5000 Salzburg, Zul.-Nr. 07Z037146 M www.rot-und-weiss.at www.zahntechniker.at rot&weiß Interdisziplinäres Fachjournal für Zahntechnik und Zahnmedizin 11. Jahrgang 1/2017 INTERDISZIPLINÄR ZAHNTECHNIK Minimalinvasive, funktionell-ästhetische Betrachtung zur Rekonstruktion der Gingiva Rekonstruktion im Abrasionsgebiss bei einer implantologischen Behandlung
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017
. – 25. März 2
Die Brennöfen der nächsten Generation 21
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Richard Koffu, Bundesinnungsmeister
ÜBER FEHLER
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
In den vergangenen Wochen haben wir uns hätte es eine ganz andere Entscheidungs- hat er alles richtig gemacht. Und wenn man es
viel damit beschäftigt, was es heißt, für Fehler grundlage gegeben. In einem persönlichen genau nimmt, ist nicht er abberufen worden,
geradezustehen. Wer trägt die Verantwortung, Gespräch waren wir nämlich übereingekom- sondern jene Bundesinnung, in der er großen
wenn etwas schief läuft? Ist man auch für Feh- men, erst das Berufsbild zu entwickeln und Schaden angerichtet hat.
ler anderer verantwortlich – zumal, wenn man anschließend über den Kollektivvertrag zu
keine Möglichkeit hatte, sie zu verhindern? verhandeln. Auf dieser Basis hätten wir ganz Woher kommt diese milde Reaktion? Gibt es
anders argumentieren können. Wäre uns die tatsächlich nur einen Alleinverantwortlichen?
Der Anlass dazu war der neue Lehrlingskol- Verhandlung angekündigt worden, hätte es Wie kann es sein, dass zum Beispiel die über-
lektivvertrag, der durch grobe Schnitzer in unter anderem auch die Möglichkeit gegeben, geordnete Abteilung eine wichtige E-Mail drei
der Wirtschaftskammer (siehe Bericht Seite 8) eine Vertagung zu beantragen und zu einem Wochen lang liegen lässt (siehe Seite 9) und
heute so aussieht, wie er aussieht. Die neuen späteren Zeitpunkt zu einem Beschluss zu dann erst weiterleitet? Bis Redaktionsschluss
Tarife hätten niemals so absurd hoch festge- kommen. Und ein für beide Seiten vernünf- blieben jedenfalls einige Fragen offen. Sobald
setzt werden dürfen. Und es hätte niemals tiges Ergebnis zu erzielen. es Antworten darauf gibt, werden wir Euch,
passieren dürfen, dass die Bundesinnung liebe Kolleginnen und Kollegen, informieren.
der Zahntechniker von dem ganzen Prozess Leider ist es auch kein Trost, wie in der Wirt-
ausgeschlossen wird. Der Schaden, der allen schaftskammer auf das interne Versagen Fest steht, dass es Konsequenzen dieses
heimischen zahntechnischen Labors entsteht, reagiert wird. Im Gegenteil. Zu Redaktions- ungeheuerlichen Vorgangs gibt – nur tra-
in denen derzeit Lehrlinge ausgebildet wer- schluss sahen die Konsequenzen, sofern gen sie allein wir Laborbetreiber. Diese Art
den, ist enorm. man sie als solche bezeichnen kann, für den mit Verantwortung umzugehen ist für uns
verantwortlichen Geschäftsführer eher nach als Unternehmer, die wir in der Privatwirt-
Nachdem die bisherige Regelung 2016 sei- Augenauswischerei aus. Demnach fällt unsere schaft reüssieren müssen, jedenfalls eine sehr
tens der Arbeitnehmervertreter aufgekündigt Berufsgruppe und mit ihr die gesamte Bun- verstörende Vorstellung.
wurde, musste neu verhandelt werden. Und desinnung der Gesundheitsberufe in Zukunft
natürlich hätten wir einen Kompromiss mit nicht mehr in den Aufgabenbereich jenes
der Gewerkschaft finden müssen. Aber: Wir Geschäftsführers, der weiterhin Geschäfts- Euer
hätten aus mehreren Gründen ein wesentlich führer bleibt, allerdings – wie es aussieht
besseres Ergebnis ausverhandeln können. – eine Bundesinnung weniger zu betreuen
hat. Kammerintern nennt man so etwas „der
Nach Vereinbarungen, die wir mit der Gewerk- Geschäftsführer wurde abberufen“. Das klingt
schaft im vergangenen Jahr getroffen haben, an sich dramatisch, ist es aber nicht. Offenbar Richard Koffu
1/2017 11. Jahrgang I rot & weiß I 3INHALT
10
14
EDITORIAL 3 Weltweit digital
Dental-Technology Forum 2017: Dozenten aus
Lateinamerika zu Besuch bei Dentsply Sirona 16
IMPRESSUM 6
Prothetik überall
Candulor Prothetik Night 2017 am 21. April in Salzburg 17
INNUNG AKTUELL
Namenswechsel bei Heraeus Kulzer
Um die Stimme gebracht Auf der IDS 2017 gibt es erste Informationen
Neue Tarife ohne die Innung beschlossen 8 zur Umfirmierung von Heraeus Kulzer 18
Winterliche Klausur
Zeitgemäßes Berufsbild für Zahntechniker und EVENTS
neu gestaltete Lehrabschlussprüfung festgezurrt 10
Helden wie wir
Zahntechniker geehrt Zirkonzahn lud Mitte Oktober zum sechsten Heldentag
Festveranstaltung der Wiener Zahntechniker nach Berlin 20
im Gewerbehaus 12
80 Jahre Leidenschaft für die Prothetik
Candulor Prothetik Day in Zürich:
AKTUELL die ganz besondere Jubiläumsveranstaltung 24
Licht am Zahn
Experten-Konsens in Wien über die Möglichkeiten
der lichtaktivierten Zahnaufhellung 14
24
20
4 I rot & weiß I 11. Jahrgang 1/2017INHALT
42
38
IDS SPECIAL Ästhetik und Stabilität
Mechanische Stabilität von Frontzahnaufbauten –
Gute Gründe, die IDS 2017 zu besuchen immer noch eine Herausforderung 42
37. Internationale Dental-Schau 2017 in Köln 30
PRODUKTNEWS 37/55
NACHGEFRAGT
Neuer Locator, erweitertes Angebot INTERDISZIPLINÄR
Neue Locator-Generationen und Ausrichtung auf
die restaurative Zahnheilkunde bei Zest Dental Solutions 36 Restaurations-Mosaik
Minimalinvasive Rekonstruktion im Abrasionsgebiss
unter funktionell-ästhetischen Gesichtspunkten 46
MARKT & INNOVATIONEN
Kein Original? Genial! ZAHNTECHNIK
Einblick in die Produktpolitik von CADstar 38
Teamwork: „Eine Frage der Ehre …?“
Alles vom Profi Zahntechnische Betrachtung zur Rekonstruktion
Jetzt profitieren auch Kunden in Österreich vom Know-how der Gingiva bei einer implantologischen Behandlung 56
des Hightech-Fertigungszentrums Mack Dentaltechnik 40
Der letzte Schliff KURSE & KONGRESSE 66
Das ceraMotion One Touch Set zur ästhetischen
Charakterisierung dentaler Keramiken 41
46
56
1/2017 11. Jahrgang I rot & weiß I 5IMPRESSUM
Das interdisziplinäre Fachjournal
der Österreichischen Bundesinnung
für Zahntechnik
Verlagsleitung /Geschäftsführer Redaktion
Dieter E. Adolph Mirjam Bertram
Beirat Bundesinnung Ressortleitung Zahntechnik Ressortleitung Zahnmedizin
Ztm. Richard Koffu Ztm. Rudi Hrdina Prof. DDr. Ingrid Grunert
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Kieferorthopädie: Dr. Heinz Winsauer Joseph-Dollinger-Bogen 22 ■ 80807 München/Deutschland Die im Text genannten Präparate und Bezeichnungen sind zum
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Robert Neubauer, Stefan Prindl, Rainer Reingruber 6 x im Jahr Alle namentlich gezeichneten Beiträge geben die persönliche
Beirat der Innung Bezugspreise Meinung des Verfassers wieder. Sie muss nicht in jedem Fall
Richard Koffu, Harald Höhr, Alfred Kwasny Österreich: jährlich 27,– Euro; Ausland: 41,– Euro. Die Preise mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Für die In-
verstehen sich einschließlich Postgebühren. Im Bezugspreis halte der Rubrik Innung Aktuell zeichnet sich grundsätzlich die
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gungsfrist: nur schriftlich 8 Wochen vor Ende des berechneten Copyright by teamwork media GmbH
teamwork media GmbH Bezugsjahres. Gerichtsstand München
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© 2017 Heraeus Kulzer GmbH. Alle Rechte vorbehalten. „Heraeus“ ist eine eingetragene Marke der Heraeus Holding GmbH, die auf
Grundlage einer durch die Heraeus Holding GmbH gewährten zeitlich befristeten Lizenz genutzt wird. Weder die Heraeus Holding GmbH
noch deren verbundene Unternehmen sind für die Herstellung des Produktes/der Produkte verantwortlich.
heraeus-kulzer.deINNUNG AKTUELL
Neue Tarife ohne die Innung beschlossen
UM DIE STIMME GEBRACHT
Seit Kurzem gilt ein Lehrlingskollektivvertrag, der bei vielen für Aufregung sorgt. Die Bundesinnung der Zahntechniker war
von den Verhandlungen ausgeschlossen und hatte keine Möglichkeit, das neue Lohnschema mitzugestalten. Bundesin-
nungsmeister Richard Koffu äußert sich dazu im Folgenden mit einer ausführlichen Stellungnahme.
Anfang Februar ist ein neuer Lehrlingskol- Bundesinnung der Gesundheitsberufe, also verhandeln, wenn das neue Berufsbild Zahn-
lektivvertrag in Kraft treten, der so niemals ein hochrangiger Mitarbeiter der Bundes- technik feststeht. Wäre es dann zu keiner
hätte beschlossen werden dürfen. Viele Kol- wirtschaftskammer, hat es nicht nur mehr- Einigung gekommen, sollte das Bundesei-
leginnen und Kollegen sind angesichts der fach verabsäumt, uns über die Verhandlung nigungsamt abwägen und einen Tarif fest-
vorgesehenen Tarife völlig zu Recht entsetzt. zu informieren. Mehr noch – er wäre sogar setzen. Kurz nach dem Termin bedankten
Den Kollegen Landesinnungsmeistern und selbst als Mitglied des Senats geladen gewe- sich die beiden Gewerkschafterinnen, die
mir geht es nicht anders. Uns hat, nachdem sen, hat sich aber als befangen entschuldigt. stellvertretende younion-Vorsitzende Angela
wir von dem Beschluss erfuhren, vor allem die Aber der Reihe nach: 2016 kündigte die Ge- Lueger und Monika Friedl, übrigens noch
Frage umgetrieben, wie das passieren konnte werkschaft younion den Lehrlingskollektiv für das „konstruktive Gesprächsklima“ und
– also wie es sein kann, dass so ein Beschluss vertrag auf. In so einem Fall wird es nötig, sahen „der zugesagten Übermittlung eines
ohne die Bundesinnung der Zahntechniker dass Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter Entwurfs für ein neues Berufsbild mit Inte-
gefällt wird. Wir wurden schließlich nicht über die künftige Entlohnung neu verhan- resse entgegen“. Frau Lueger war übrigens
über den Verhandlungstermin im Bundes- deln. Um guten Willen zu zeigen, lud die auch jene Gewerschaftsvertreterin, die den
einigungsamt informiert und hatten somit Bundesinnung der Zahntechniker Mitglieder Antrag auf Satzung ursprünglich stellte.
auch keine Möglichkeit, gegen die massiven der Gewerkschaft zu einem Gespräch. Am
Erhöhungen zu argumentieren und Einfluss 14. November 2016 legten Landesinnungs- Ab dem 11. Januar 2017 war die Bundesin-
auf die neue Regelung zu nehmen. meister Alfred Kwasny und ich im Beisein nung wie geplant auf der Turracher Höhe
des oben erwähnten WKO-Geschäftsführers (siehe Bericht Seite 10), um gemeinsam mit
Es hat eine Zeit lang gedauert, genau zu eru- zwei Vertreterinnen der Gewerkschaft dar, Fachexperten wie Hochschulprofessoren,
ieren, nach welchem Prozedere der neue KV dass wir eine Einigung angesichts der viel Lehrern der Berufsschulen in Wien und Ba-
zustande kam und vor allem, wieso wir nicht zu hohen Forderung der Gewerkschaft für den und dem Leiter der AÖZ am neuen Be-
eingebunden wurden. Die Antwort ist gelinde nicht vorstellbar halten. In dem Gespräch rufsbild zu arbeiten. Ebenfalls anwesend: Der
gesagt erschreckend: Der Geschäftsführer der vereinbarten wir allerdings, erst weiter zu bereits erwähnte WKO-Mitarbeiter, der uns
schließlich am ersten Tag der Klausur abends
aufgeregt eine E-Mail mit der Veröffentli-
chung des Bundesgesetzblattes zeigte, das
Bild: Fotolia.com / aerogondo
den neuen KV festschreibt. Zu diesem Zeit-
punkt muss dem WKO-Bediensteten, ein Ju-
rist übrigens, klar gewesen sein, dass er selbst
Teil des verhandelnden Senats gewesen wäre
und dass es der Bundesinnung allein durch
seine Verfehlung nicht möglich war, auf das
Verhandlungsergebnis Einfluss zu nehmen.
Aber: Er verbrachte die folgenden Tage da-
mit zu beteuern, er wisse nicht, wie so etwas
möglich sei, werde es aber schnellst möglich
herausfinden. Tatsächlich hatte er am 1. De-
zember per Mail eine persönliche Einladung
als Senatsmitglied für die Verhandlung am
9. Januar bekommen, sich am 7.12. aber für
Die Verhandlungen um den neuen Lehrlingskollektivvertrag fanden ohne die Innung statt befangen erklärt und abgesagt. Am 20.12.
8 I rot & weiß I 11. Jahrgang 1/2017 INNUNG AKTUELL
erhielt er wiederum die Einladung, „einen informierten Ver-
treter“, also beispielsweise mich als Bundesinnungsmeister,
zur Verhandlung am 9.1. zu schicken. Diese Einladung hatte
zuvor die ihm übergeordnete SP-Abteilung drei Wochen (!)
nicht an ihn weitergeleitet. Keine dieser Informationen
wurden an uns weitergegeben. Hätten wir von dem Termin
erfahren, hätten wir einerseits natürlich die Möglichkeit ge-
habt, die Gewerkschaft an unsere Abmachung zu erinnern
und die Sitzung zu verschieben, andererseits hätten wir an-
sonsten auch am 9. Januar bei der Verhandlung unseren
Standpunkt darlegen können.
Wie läuft eine Verhandlung ab? Der Senat, der zu gleichen Tei-
len aus Arbeitnehmervertretern und Wirtschaftskammermit-
arbeitern besteht, hört in einer ersten Phase Vertreter beider
Seiten an. Danach folgt die Entscheidungsfindung. Hätten
wir hier die Möglichkeit gehabt, uns einzubringen – das
Ergebnis wäre anders ausgefallen.
Ich konnte vor Kurzem auch ein Gespräch mit einem der bei-
den Senatsmitglieder führen, die seitens der Wirtschaftskam-
mer an der Verhandlung teilnahmen. Der Jurist schilderte
mir, wie sehr alle Anwesenden irritiert waren, dass niemand
von uns anwesend war, um die Sicht der Zahntechniker dar-
zulegen. Zu diesem Zeitpunkt war es allerdings nicht mehr
möglich, den Termin zu vertagen, schließlich war formal
alles in Ordnung. So musste der Senat am 9. Januar eine
Entscheidung treffen.
Jedenfalls ist der Vertrauensverlust in die Institution Wirt-
schaftskammer für uns immens. Wie kann es sein, dass
wir uns als gewählte Berufsgruppenvertreter nicht auf
die Kammer und ihre Mitarbeiter verlassen können? Be-
rufsgruppenpolitik findet innerhalb der WKO-Strukturen
statt. Hier sollten wir unterstützt werden, juristisch beraten
et cetera. Die meiste Zeit funktioniert dieses Prinzip auch.
Wenn aber die interne Organisation der Wirtschaftskam-
mer wie in diesem Fall so gravierend versagt, ist das eine
Katastrophe. Denn jetzt müssen die 700 österreichischen
zahntechnischen Betriebe die Schlampereien eines einzelnen
WKO-Mitarbeiters ausbaden.
Wir verstehen die Wut vieler Kolleginnen und Kollegen gut. Nur
konnten wir ohne Informationen leider weder agieren noch
reagieren. Es ist mehr als ärgerlich, dass die Bundesinnung
der Zahntechniker in diesem Fall um die Möglichkeit gebracht
wurde, die Anliegen der Zahntechniker bei den Verhandlun-
gen zu vertreten.
Dass wir ausgebootet wurden, ist schlimm. Viel schlimmer
ist aber, dass die österreichischen Zahnlabore, die Berufs-
schulen und am Ende auch der Nachwuchs die Konsequen-
zen tragen müssen. Dass das folgenlos bleibt, werden wir
jedenfalls nicht hinnehmen. ■
1/2017 10. Jahrgang I rot & weiß I 9INNUNG AKTUELL Zeitgemäßes Berufsbild für Zahntechniker und neu gestaltete Lehrabschlussprüfung festgezurrt WINTERLICHE KLAUSUR Im Jänner fand die traditionelle Neujahrssitzung der Bundesinnung der Zahntechniker statt. Wie immer standen auch die Themen und Schwerpunkte für das kommende Jahr auf dem Programm. Aber heuer ging es vor allem um das neue Berufsbild Zahntechnik. Draußen fiel der erste Schnee der Wintersai- an gelehrt werden. „Zahntechniker werden umfangreiche Ausstattung und modernste son. Und während sich die Skipisten füllten, ihren Job in Zukunft nicht mehr ohne Kennt- Geräte, wie das CAD/CAM-Gerät, das sowohl wurde drinnen gearbeitet. Wie jedes Jahr kam nisse digitaler Technologien ausführen kön- Zahntechniker auf Fortbildung, angehende die Bundesinnung der Zahntechniker auch nen. Und nur Betriebe, die jetzt rechtzeitig Meister wie auch Lehrlinge aus der Berufs- heuer Anfang Jänner auf der Turracher Höhe aufrüsten und digitales Arbeiten in ihren schule in Baden nutzen. zusammen, um Standespolitisches zu dis- Labors integrieren, werden weiter beste- kutieren und zu planen. Und wie jedes Jahr hen können“, sagt Bundesinnungsmeister Ein weiterer Punkt, den die Innung und alle nahmen nicht nur die Landesinnungsmeis- Richard Koffu. anwesenden Experten für besonders wichtig ter an der Klausur teil – zahlreiche Experten Digitales Arbeiten soll aber nicht nur in erachten, ist, insgesamt neue Möglichkeiten aus Zahntechnik und Zahnmedizin waren der Lehrlingsausbildung eine wesentliche zur Weiterbildung zu schaffen. So sollen als Gäste geladen und lieferten interessante Rollen spielen, sondern vor allem in der akademische Ausbildungen weiter forciert Beiträge zum Schwerpunktthema der dies- Meisterausbildung und in sämtlichen Wei- werden. Mit dem Masterstudiengang Dentale jährigen Klausur. Diese stand nämlich vor terbildungsangeboten, die die Innung mit- Technik an der Universität in Krems wurde allem im Zeichen des neuen Berufsbildes, konzipiert. Demnach soll auch das Angebot bereits ein erster, erfolgreicher Schritt in die- an dem die Bundesinnung seit einiger Zeit in der Akademie für Österreichs Zahntech- se Richtung gesetzt. Die nächste Sitzung der arbeitet. An der Diskussion und der Konzep- nik in Baden (AÖZ) noch weiter ausgebaut Bundesinnung der Zahntechniker findet im tualisierung beteiligten sich Prof. DDr. Andrej werden. Die AÖZ verfügt bereits über eine Frühjahr in Oberösterreich statt. ■ Kielbassa und Ass. Prof. Dr. Ralf Bäppler von der Danube Private University (DPU), Ing. Stefan Praschl und DI Johanna Bachmair vom Institut für Bildungsforschung der Wirt- schaft, der stellvertretende Direktor der Be- rufsschule Baden, Markus Gogollok, Harald Vukits von der Berufsschule Wien, Fortbil- dungsreferent Michael Gross sowie Gerhard Nelwek, Leiter der AÖZ in Baden. Nach drei arbeitsreichen Tagen konnte einerseits die Lehrabschlussprüfung neu gestaltet werden und anderseits das neue Berufsbild fertigge- stellt und ausformuliert werden (alle Details dazu in der nächsten Ausgabe von rot&weiß). Wie berichtet, soll das neue Konzept sowohl Ausbildung als auch Beruf zeitgemäß aus- richten und so neuen Technologien Rech- nung tragen. Wie in anderen Branchen auch, wird die Digitalisierung der Arbeitswelt in der Zahntechnik vorgeben, wohin es geht. Entsprechend breiten Raum nehmen digi- tale Methoden im überarbeiteten Berufsbild An der Neujahrssitzung der Bundesinnung auf der Turracher Höhe lieferten Experten aus Zahntechnik ein. Diese sollen von Anfang der Ausbildung und Zahnmedizin interessante Beiträge zum Schwerpunktthema „neues Berufsbild“ 10 I rot & weiß I 11. Jahrgang 1/2017
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viele Gewohnheiten angepasst wer- Chance auf ein strahlendes Lachen
den wie zum Beispiel das Sprechen, das Mit der richtigen Pflege bietet eine
Essen – und insbesondere die Reinigung Zahnprothese die Chance auf ein
der Dritten. Denn gerade diese wird oft- strahlendes neues Lachen. Viele
mals vernachlässigt oder unwissentlich Patienten haben jedoch auch Die saubere Lösung für
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der Universität Istanbul reinigten 88 Pro- unrealistische Erwartungen
zent aller untersuchten Patienten ihren an die neue Situation. Mit Corega ® Reinigungstabs wird
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Zahnersatz nur unzureichend.1 Häufig Die Folge sind
und wirksam in drei Schritten sau-
steckt dahinter mangelnde Erfahrung Unzufriedenheit
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im Umgang mit den Dritten: In einer Stu- und mangelndes
die gaben 52 Prozent der Befragten an, Selbstvertrauen.4,5 1. Eine Reinigungstablette in aus-
dass sie keine Informationen zur richti- reichend warmem Wasser auf-
gen Reinigung ihrer Prothese erhalten Fragen Sie da- lösen, so dass der Zahnersatz
hätten.2 Entsprechend verwendeten her Ihre Patienten vollständig bedeckt ist.
85 Prozent von ihnen dafür Zahnpasta nach ihren Erwar-
2. Nach der empfohlenen Ein-
und Zahnbürste, weil sie das Zähne- tungen und ihren wirkzeit die Prothese aus dem
putzen ihrer natürlichen Zähne genau U n s i c h e r h e i te n . Reinigungsbad herausnehmen
so gewohnt waren. Da der Zahnersatz Bieten Sie ihnen und mit der Lösung und einer wei-
jedoch weicher ist als der Zahnschmelz, eine Unterstützung chen Zahnbürste abbürsten.
können die Putzkörper der Zahnpasta für die schonen-
3. Anschließend den Zahner-
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Wasser abspülen und die restliche
1
Dikbas I, Koksal T, Calikkocaoglu S. Investigation of the cleanliness of dentures in a university
hospital. Int J Prosthodont. 2006 May-Jun;19(3):294-8. Reinigungslösung wegschütten.
2
Peracini A, Andrade IM, Paranhos Hde F, Silva CH, de Souza RF. Behaviors and hygiene habits
of complete denture wearers. Braz Dent J. 2010;21(3):247-52.
3
ARENDORF, T. M. and WALKER, D. M. (1987), Denture stomatitis: a review. Journal of Oral
Rehabilitation, 14: 217–227. doi:10.1111/j.1365-2842.1987.tb00713.x.
4
Roessler D. Int dent J 2003; 53: 840-845.
5
Jones JA et al. Int dent J 2003; 53: 327-334.
6
GSK Data on fi le. MD040-10 January 2011./Additional tablet testing.
7
in Labortests.INNUNG AKTUELL
Festveranstaltung der Wiener Zahntechniker im Gewerbehaus
ZAHNTECHNIKER GEEHRT
Im Wilhelm-Neusser-Saal des Wiener Gewerbehauses fand Ende November 2016 wieder die jährliche Festveranstaltung
der Wiener Zahntechniker statt.
Immer, wenn das Jahr dem Ende zugeht, lädt
die Wiener Landesinnung der Zahntechniker
zu einem Abend in festlichem Rahmen, um
Leistungen von angehenden und etablierten
Zahntechnikern zu würdigen. Auch dieses
Mal wurden Lehrlinge geehrt, die sich mit be-
sonderen Leistungen hervortaten, während
frischgebackene Meister ihre Meisterbriefe
erhielten und langjährige Mitglieder der Be-
rufsgruppe Ehrenurkunden für ihre Erfolge
als Unternehmer bekamen. 2016 beendeten
drei Lehrlinge, Alex Ionce, Jusuf Limani und
Andreas Schneider, ihre Lehrabschlussprü-
Die Lehrlinge wurden von der Innung mit einer Urkunde und einem Maria-Theresien-Taler ausgezeichnet
fung mit Gutem Erfolg, einer von ihnen er-
hielt gar ein Diplom des Stadtschulrates für
besondere Leistungen. Die Innung zeichnete
alle Lehrlinge mit einer Urkunde und einem
Maria-Theresien-Taler aus.
Landesinnungsmeister Friedrich Kriegler und
Stellvertreter Michael Gross überreichten
Oliver Bläsius, Marco Christian, Karl Jerabek,
Philipp Karabacek, Ismir Knippitsch-Hadzic,
Franz Muckenhuber, Florian Pichler, Manfred
Pressinger, Angela Riedl, Christoph Schwarz,
Martha Seif und Mario Rene Winter ihre
Schmuckmeisterbriefe.
Landesinnungsmeister Friedrich Kriegler (ganz re.) und Stellvertreter Michael Gross (hinten, 3. v. li.)
überreichten den frischgebackenen Meistern ihre Schmuckbriefe
Fotos: Foto Weinwurm
Wie jedes Jahr wurden aber auch Unterneh-
mer geehrt, die auf eine jahrzehntelange
erfolgreiche Tätigkeit in ihrem Handwerk
zurückblicken können. Sie wurden mit einer
Ehrenurkunde ausgezeichnet. Dies waren:
Augarten Dental Thomas Pautschek und
die Firma zahntechnik kriegler für jeweils
25 Jahre sowie das Labor Derbl für 30 Jahre.
Für den gemütlichen Ausklang mit Buffet
sorgte die Firma Aurium aus Althofen ge-
Die Vertreter von Augarten Dental Thomas Pautschek, der Firma zahntechnik kriegler und des Labors meinsam mit der Fachgruppe Wien der
Derbl erhielten eine Ehrenurkunde für ihr jahrzehntelanges Engagement Gesundheitsberufe Zahntechniker. ■
12 I rot & weiß I 11. Jahrgang 1/2017# NEUERZAHN
Der neue Zahn: Einführung IDS 2017, Stand D-010 / Halle 10.1
3537D_3
www.vita-zahnfabrik.com/neuerzahnAKTUELL
Experten-Konsens in Wien über die Möglichkeiten der lichtaktivierten Zahnaufhellung
LICHT AM ZAHN
In Wien trafen sich vergangenen Herbst vier Fachleute, um über den Stellenwert der Zahnaufhellung zu diskutieren. Sie
beurteilten insbesondere das Statement des Council of European Dentists (CED) aus dem Jahr 2015 zur Verwendung von
Bleachinglampen kritisch.
Teilnehmer des Gespräches waren die Exper- auf neue Studien und Technologien gelegt Zahnaufhellung kann gemäß der Konsensdis-
ten Prof. Dr. Karl Glockner von der Klinischen und die Rollenverteilung in der Praxis bei der kussion empfohlen werden, vor allem eignet
Abteilung für Zahnerhaltung, Parodontologie Anwendung von Bleachinglampen berück- sich diese Behandlung für Patienten, die eine
und Zahnersatzkunde der Universitätskli- sichtigt werden. Bei der Beurteilung von Stu- schnelle Zahnaufhellung wünschen.
nik für Zahnmedizin und Mundgesundheit dien zur lichtaktivierten Zahnaufhellung gelte
Medizinische Universität Graz, Dr. Christine es außerdem zu beachten, dass sich ältere Weniger konzentriertes Gel (25 %) erreicht
Koczi, Zahnärztin in eigener Ordination in Aufhellungslampen mit den heutigen Geräten durch Lichtaktivierung den gleichen Aufhel-
Wien, Dr. Gregor Ley, Zahnarzt aus Linz, und und den LED-Technologien nicht vergleichen lungseffekt wie hochkonzentriertes, 39%iges
Prof. Dr. Michael Noack, Direktor der Polikli- lassen. Die CED-Stellungnahme bezieht sich Gel [2]. Die aufhellenden Sauerstoffradikale
nik für Zahnerhaltung und Parodontologie, nur auf Studien, die nicht mit der aktuellen können auch die Nerven kitzeln – es gilt also
Klinikum der Universität Köln/Deutschland. Lampentechnologie durchgeführt wurden. zu beachten: Je stärker die Wirkung, desto
mehr Nebenwirkungen gibt es. Praktisch sind
Heiß diskutiert wurde das Statement des Es gibt viele wirksame Wege, einen Zahn auf- vorkonfektionierte Kits, zum Beispiel Philips
Council of European Dentists (CED) aus dem zuhellen: Einige Zahnärzte präferieren das Zoom. Darin sind alle Gegenstände, die für
Jahr 2015 zur Verwendung von Blechinglam- Take-Home-Verfahren, da das tatsächliche die Aufhellung benötigt werden, übersichtlich
pen [1]. Laut Meinung der Experten in Wien farbliche Endergebnis erst nach Tagen zu zusammengestellt – von Liquidam bis hin
sollte man das Thema Zahnaufhellung dif- sehen ist. Behandler, die das In-Office-Ver- zum Aufhellungsgel.
ferenzierter betrachten, als es in dem Schrei- fahren favorisieren, schätzen die unmittel-
ben des CED dargestellt ist. Das heißt, das bare Kontrolle, da sie darin mehr Sicherheit Auch wenn es Studien gibt, die eine Wirksam-
Augenmerk müsste sowohl auf alte als auch für den Patienten sehen. Die lichtaktivierte keit der lichtaktivierten Zahnaufhellung nahe-
legen, besteht laut den Experten des Round
Tables in Wien weiterer Forschungsbedarf, um
den genauen Einfluss der Lichtaktivierung zu
bestimmen. ■
Quellen:
[1] CED-Statement: Whitening Lamps. Brüssel: Council
of European Dentists (CED). 29.5.2015. URL: http://www.
cedentists.eu/component/attachments/attachments.
html?id=2044. Abgerufen am: 13.10.2016.
[2] Systematischer Review, He et al., 2012.
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Dental-Technology Forum 2016: Dozenten aus Lateinamerika zu Besuch bei Dentsply Sirona
WELTWEIT DIGITAL
Lehrbeauftragte aus acht lateinamerikanischen Ländern nahmen im November 2016 am Dental-Technology Forum in
den Räumlichkeiten von Dentsply Sirona in Österreich und Deutschland teil. Ziel war es, den Gästen die gesamte Dentsply
Sirona Produktpalette, darunter auch Ausbildungssysteme und digitale Dentalgeräte, näher zu bringen. Um die Produkte
auch live zu erleben, durfte während des sechstägigen Programms auch der Besuch der Donau-Universität in Krems nicht
fehlen, an der Dentsply-Geräte zur Ausbildung der Studenten im Einsatz sind.
Mit der zunehmenden Digitalisierung der Vertretern der Universitäten einen Eindruck war beeindruckt: „Die praxiserprobten Tech-
Dentalbrache soll weltweit auch der Stan- davon zu verschaffen, wie und unter welchen nologien und der Einsatz in Forschung und
dard der zahnmedizinischen Ausbildung ge- Bedingungen höchste Qualität entsteht und Entwicklung sind beeindruckend. Der Besuch
sichert werden. Zukünftige Zahnärzte sollen gewahrt wird. Die transparente Kommunika- der Dentsply Sirona Produktionsstätten und
schon in der Ausbildung den Umgang mit tion und Vorstellung der qualitativ hochwer- der europäischen Lehreinrichtungen hat be-
digitalen Geräten erlernen. Um zu zeigen, wie tigen Technologien hat die Gäste sehr beein- stätigt: Qualität auf höchstem Niveau sichert
Studenten in Österreich und Deutschland druckt.“ Nach der Werksführung hatten die auch die Standards der zahnmedizinischen
CAD/CAM-Technologien oder den Einsatz von Teilnehmer zwei Tage lang die Möglichkeit, in Ausbildung.“
Cerec-Systemen bereits in der Ausbildung den Simulations- und Produkträumen alles Letzte Etappe der Veranstaltung war der Be-
näher kennenlernen, hat Dentsply Sirona aus nächster Nähe kennenzulernen. Thema such des Standortes Salzburg. In Vorträgen
seine Pforten in Salzburg und im deutschen war auch die Verbreitung und Anwendung wurde über die Bedeutung von modernen
Bensheim geöffnet. der Dentsply Sirona Produkte in zahnmedizi- Technologien an lateinamerikanischen Uni-
nischen Lehreinrichtungen in Europa und wie versitäten und Forschungszentren gespro-
Infos aus erster Hand diese mit den Strukturen in Lateinamerika chen, und über das Bestreben, die Forschung
vergleichbar sind. in diesen Ländern zu intensivieren. ■
Das sechstägige Forum wurde mit einer
Führung durch die Produktionsstätten am Europäische Lehrmethoden
deutschen Standort Bensheim eröffnet. WEITERE INFORMATIONEN
Eduardo Loreto, Internationaler Direktor Die Besucher konnten sich auch an der Do- Dentsply Sirona
für Strategische Planung, begleitete als nau-Universität in Krems ein Bild vom stu- Sirona Straße 1
Verantwortlicher für internationale Bezie- dentischen Alltag mit den Dentsply Sirona 5071 Wals bei Salzburg
hungen die Veranstaltung. „Das diesjährige Ausbildungssystemen machen. Dr. Rolando Fon +43 662 2450-0
Dental-Technology Forum hatte einen ganz Peniche, Direktor der zahnmedizinischen Fakul- contact@dentsplysirona.com
besonderen Charakter. Unser Ziel war es, den tät der Universität Anáhuac in Mayab/Mexiko, www.dentsplysirona.com
33 Lehrbeauftragte aus acht lateinamerikanischen Ländern nahmen am Dentsply Sirona Dental-Technology Forum 2016 teil
16 I rot & weiß I 11. Jahrgang 1/2017AKTUELL
Candulor Prothetik Night 2017 am 21. April in Salzburg
PROTHETIK
ÜBERALL
Die nächste Candulor Prothetik Night findet am 21. April
2017 im geschichtsträchtigen Schloss Leopoldskron
in Salzburg statt. In fürstlicher Atmosphäre bitten re-
nommierte Fachleute zum Austausch rund um die
abnehmbare Prothetik. visio.lign®
Zu Beginn zeigt Ztm. Jürg Stuck, weshalb es so wichtig ist,
den Patienten in den Mittelpunkt zu stellen, und wie man
dieses Ziel erreicht. Ztm. Stefan M. Roozen und Prof. H.C.M.
Dr. Bernd L. van der Heyd widmen sich der Thematik „Prothe-
tik überall“ – totalprothetisches Know-how als Schlüssel zur
erfolgreichen Restauration. Martin Suchert setzt sich mit den
Chancen und Grenzen der digitalen Fertigung auseinander.
Danach beschreibt Dr. Dr. Patricia Steinmaßl von der Univer-
sität Innsbruck die digitale (R)Evolution der Totalprothetik.
Sie zeigt die einzelnen Fertigungsschritte sowie die Vor- und
Nachteile der führenden CAD/CAM-Prothesensysteme. Im
Bonus-Vortrag geht es um den Mythos Motivation: Angela
Büche weist darauf hin, dass Motivation für eine langfristige,
erfolgreiche Zusammenarbeit und Patientenbindung überaus
entscheidend ist. Als Moderatorin führt Dr. Dr. Patricia Steinmaßl
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durch die Veranstaltung. Melden Sie sich über die Webseite
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1/2017 11. Jahrgang I rot & weiß I 17 b r e d e n t m e d i c a l G m b H & C o . K G | We i s s e n h o r n e r S t r. 2 | 8 9 2 5 0 S e n d e n | G e r m a n y
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Wien, NÖ: Petra Kolinsky, T: 06 64 / 539 09 35 Stmk, Ktn, Bgld: Gernot Trummer, T: 06 64 / 385 11 24AKTUELL
Auf der IDS 2017 gibt es erste Informationen zur Umfirmierung von Heraeus Kulzer: einen verlässlichen Partner neu entdecken
NAMENSWECHSEL
BEI HERAEUS KULZER
Der Dentalhersteller Heraeus Kulzer firmiert ab Juli 2017 unter dem Namen Kulzer. Mit Mitsui Chemicals als starker Mut-
tergesellschaft im Rücken baut das Unternehmen Service und Entwicklung aus. Auf der Internationalen Dentalschau (IDS)
im März wird sich Kulzer erstmals auf großer Bühne im neuen Design präsentieren. Online informiert der Hersteller schon
jetzt, was die Kunden künftig erwartet.
Die japanische Mitsui Chemicals Group hatte unser Portfolio laufend weiter. Daneben liegt ändert sich durch die Umfirmierung nichts
die Dentalsparte von Heraeus vor dreieinhalb unser Augenmerk künftig auf neuen Services in der Zusammenarbeit. Sie erhalten weiter
Jahren übernommen. Die starke Mutter eröff- für unsere Kunden, auch im Hinblick auf die das gesamte Portfolio der bewährten Dental-
net Heraeus Kulzer neue Marktchancen sowie digitalen Chancen für Praxis und Labor. Nur produkte und erreichen ihre Ansprechpartner
geografische und technologische Synergien. so können wir gemeinsam wachsen.“ wie gewohnt. ■
Mit der Namensänderung positioniert sich der
Hersteller künftig unabhängig vom früheren Neuer Auftritt auf der IDS
Eigner und richtet sich auf Wachstum aus. WEITERE INFORMATIONEN
Mitsui Chemicals unterstützt den neuen Kurs Auf der IDS 2017 stellt Kulzer neue Materialien, Heraeus Kulzer Austria GmbH
und den Ausbau von Service und Entwick- Technologien und Serviceleistungen für effi- Nordbahnstraße 36
lung. Basis für den Erfolg bleiben die Stärken, ziente Arbeitsabläufe vor und präsentiert den 1020 Wien
die Heraeus Kulzer groß gemacht haben: zu- neuen Unternehmensauftritt. Ein Detail zeigt Fon +43 1 4080941
verlässige Partnerschaften mit Anwendern, sich schon jetzt: Das runde Zahnsymbol wird officehkat@kulzer-dental.com
Händlern und Universitäten sowie effiziente Teil des Firmenlogos sein. Für die Kunden www.heraeus-kulzer.at
Systemlösungen für Praxis und Labor.
Mundgesundheit
Bild: ©Heraeus Kulzer
in besten Händen
„Wir bleiben der verlässliche Partner, den
Zahntechniker, Zahnärzte und Fachhandel
schätzen“, betont Novica Savic, Chief Marke-
ting Officer bei Heraeus Kulzer. „Unser Ziel:
Anwendern die besten Lösungen an die Hand
geben, um Mundgesundheit und Patienten-
wohl auf sichere, einfache und effiziente Wei-
se wiederherzustellen. Dazu entwickeln wir
INFOS IM WEB
Mehr zum neuen Namen und der neuen
Ausrichtung:
www.heraeus-kulzer.at/wirwerdenkulzer
www.facebook.com/kulzerAT
Das runde Zahnsymbol ist Teil des neuen Unternehmensauftrittes von Kulzer
18 I rot & weiß I 11. Jahrgang 1/2017ceraMotion® One Touch Concept.
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Zirkonzahn lud vergangenen Herbst zum sechsten Heldentag nach Berlin
HELDEN WIE WIR
Mitte Oktober 2016 fand in Berlin der sechste Zirkonzahn Heldentag statt. Veranstaltungsort war, wie bereits beim fünften
Heldentag vor zwei Jahren, die Berliner Eventlocation „Kosmos“ – ein ehemaliges DDR-Kino. Referenten der Veranstaltung
2016 waren Schüler und Lehrer, das heißt Zahntechniker und Zahnärzte, die eine der zahlreichen „Zirkonzahn Schulen“
besucht oder dabei mitgewirkt hatten. Diesen fleißigen Helden verschaffte Zirkonzahn-Chef Enrico Steger eine Bühne,
um einem breiten Publikum zu zeigen, dass das Leben eine ewige Schule ist. 450 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt
und konnten so indirekt ebenfalls von den Zirkonzahn Schulen lernen.
Im Mittelpunkt des Heldentags stand das Ler- Der Moderator des Heldentages und Grün- Welt erkunden möchten, den Heldencampus
nen und Lehren, denn Zirkonzahn hat sich fest der der Zirkonzahn Worldwide, Enrico Steger, für die Ästhetikmeister des Fachs sowie das
im Bereich der Aus-, Fort-, und Weiterbildung verdeutlichte, dass das Leben von ständigem Mountain Monastery für honorige Zahnärzte
etabliert. Der sechste Heldentag stand also Lernen und harter Arbeit geprägt ist: „Wir fal- und Professoren an. 2017 startet zudem in ei-
ganz im Zeichen dieser Bemühungen und der len 100 Mal hin und stehen 200 Mal wieder nem ausgebauten Bergbauernhaus in Prettau
sogenannten Zirkonzahn Schule. auf.“ Steger liegt es sehr am Herzen, dass man die Forest School. Einige Schüler, die diese
in seinem Beruf nicht verharrt, sondern be- Ausbildungskonzepte durchlaufen haben,
Die Referenten waren Mitarbeiter von Zir- strebt ist, an sich zu arbeiten, um dadurch entwickeln sich dadurch selbst zum Ausbilder
konzahn, ein emeritierter Professor sowie besser zu werden. Steger veranstaltet in re- weiter. Ein guter Grund, die Teilnehmer des
ein Oberarzt der Uniklinik Düsseldorf, Zahn- gelmäßigen Abständen Schulen, also Ausbil- sechsten Heldentags an diesen Erfahrungen
technik-Urgesteine oder Teilnehmer der dungskonzepte für die unterschiedlichsten teilhaben zu lassen.
Zirkonzahn Ranger School. – Sie alle einte, Gruppen. Bisher bietet Zirkonzahn die Ranger Als erstem Helden des Tages gehörte
dass sie entweder einst selbst bei Zirkonzahn School und Military School für die jungen und Ztm. Wilfried Tratter die Bühne. Wilfried Tratter
„zur Schule gingen“ oder zu den Ausbildern wilden Zahntechniker, die Safari School für ist CAD/CAM-Software-Projektleiter bei Zir-
gehören. erfahrene Zahntechniker, welche die digitale konzahn und trat in dieser Position an, um die
Der sechste Heldentag von Zirkonzahn stand unter dem Motto „Die Zirkon- Lange Schlange beim Einlass. Der Veranstaltungsort – das ehemalige DDR-Kino
zahn Schule“. Das spiegelte sich auch in der Dekoration wider, wie dieser Kosmos in Berlin – war mit 450 Teilnehmern gut gefüllt
Aufsteller beweist
20 I rot & weiß I 11. Jahrgang 1/2017EVENT
Enrico Steger führte durch das Programm des Der Zirkonzahn CAD/CAM-Experte Wilfried Tratter war voll Dr. Alexander Vuck zeigte, wie Implantatpro-
sechsten Zirkonzahn Heldentages in seinem Element thetik heute gelöst werden kann
Vier Zirkonzahn-Youngsters in Aktion: Ztm. Marco Heidel, Hendrik Harms, Ein schöner Umstand beim sechsten Zirkonzahn Heldentag: Es waren auch
Michael Oberhammer und Federico Presicci (v. li.). bei ihrer Live-Demo viele jüngere Zahntechniker der Einladung gefolgt
neuesten Features der Zirkonzahn-Software Anhand eines komplexen implantatprothe- „Streng nach Lehrplan: Ausgebildet und ge-
vorzustellen. Dabei gab er in seinem Vortrag tischen Patientenfalls zeigte er in seinem prüft!“ von Michael Oberhammer, Federico
mit dem Titel „Digital ungebildet?“ augen- Vortrag „Implantatprothetik heute, Update Presicci, Hendrik Harms und Ztm. Marco
zwinkernd zu verstehen, dass es aufgrund des Wissenschaft“, wie er durch die sinnvolle Ver- Heidel. Diese vier Zahntechniker eint, dass
hohen Innovationsdrucks von CAD/CAM nicht netzung eines 3D-Gesichtsscans, dem Plane- sie bei Zirkonzahn eine Ausbildung durch-
immer einfach ist, auf dem neuesten Stand zu Finder sowie den entsprechenden CAD/CAM- laufen haben. Harms und Heidel haben die
sein. Danach zeigte Dr. Alexander Vuck, Ober- Komponenten ein beeindruckendes Ergeb- Ranger School absolviert und Oberhammer
arzt an der Poliklinik für Zahnärztliche Pro- nis erzielen konnte. Dr. Vuck zeigte sehr an- und Presicci haben ihre Lehre im Dentallabor
thetik des Universitätsklinikums Düsseldorf, schaulich den aktuellen Stand der CAD/CAM- Steger abgeschlossen. Nun demonstrierten
welche Vorteile ihm der digitale Workflow bie- Technik auf, verdeutlichte aber auch, dass sie anhand der digitalen Lösung eines Patien-
tet. Dr. Vuck hat selbst die Military School ab- analoges Basiswissen und die Nähe zum tenfalls, was sie im Verlauf ihrer Ausbildung
geschlossen und in diesem Zusammenhang Patienten unverzichtbar sind. bei Zirkonzahn gelernt haben. Dabei kam je-
das volle Potenzial der Zirkonzahn CAD/CAM- Einen besonderen Programmpunkt markierte dem Einzelnen ein eigener Arbeitsschritt und
Komponenten kennen und schätzen gelernt. der Teamvortrag samt Live-Demonstration somit eine spezifische Software-Applikation
1/2017 11. Jahrgang I rot & weiß I 21EVENT
Prof. Dr. Carlo Marinello konnte aufzeigen, Ztm. Rainer Janousch will das weitergeben, was er von Ztm. Clemens Schwerin zeigte ein All-on-Four
dass man nie ausgelernt hat seinen Vorbildern gelernt hat 2.0 Konzept
zu. Und so zeigte sich, dass man als Ranger Digitalisierung eine neue Form der Kommu Der sechste Heldentag stand im Zeichen der
nicht nur lernt, wie man vorhandene Pro- nikation von den beteiligten Disziplinen for- ewigen Schule. Zirkonzahn war es mit der
gramme anwendet, sondern wie man neue dert, betonte aber auch, wie wichtig zahn- Auswahl der Referenten gelungen zu zeigen,
Herausforderungen meistert und in den Griff technische und zahnärztliche Expertise auch dass es für die persönliche Weiterentwicklung
bekommt. Und sei es, wie in diesem Fall, in- weiterhin für den Erfolg einer prothetischen enorm wichtig ist, sein Leben lang zu lernen.
dem die Schüler eine Open-Source-Applika- Rekonstruktion ist. Denn so, wie ein Kleinkind beim Laufenlernen
tion zur Konstruktion von Modellguss-Kom- Was dabei herauskommt, wenn zwei zahn- trotz Stürzen immer wieder aufsteht und an
ponenten erfolgreich in den bestehenden technische Generationen mit unterschiedli- seiner Technik feilt, so perfektionieren wir mit
Zirkonzahn-Workflow integrieren. chem beruflichen Werdegang zusammen jeder neuen Übung unser Können. Zirkonzahn
arbeiten, das zeigte der Teamvortrag „Analog Mastermind Enrico Steger bezeichnet diese
Dass man unabhängig von Titel und Status und Digital: Lernprozess und Ziele unseres Wissenshungrigen, strebsamen Menschen als
nicht zu alt ist, um zu lernen, das bewies der Workflows ‚All-on-Four‘“ von Ztm. Rainer Helden. Weil sie eben nicht sitzen bleiben,
emeritierte Prof. Dr. Carlo Marinello von der Janousch und Ztm. Clemens Schwerin. Rainer sondern sich nach oben ziehen. Das fordert
Universität Zürich. Marinello hat das Moun- Janousch, der von dentalen Persönlichkeiten Kraft und Disziplin. Und auch die Teilnehmer
tain Monastery von Zirkonzahn besucht und wie Willi Geller, Klaus Müterthies, Michael H. des sechsten Heldentages sind Helden, denn
gelernt, was es mit „Reverse Mentoring“ auf Polz und vielen mehr geprägt und beglei- auch sie haben zum Teil weite Wege oder
sich hat. Dabei lernt Alt von Jung – eine Form tet wurde, ist sehr stark analog verwurzelt. Mehrarbeit auf sich genommen. Schließlich
des Rollentauschs, der insbesondere im Be- Clemens Schwerin hingegen hat früh den digi- muss man sich die Zeit im Labor auch erst
reich der digitalen Technologien sinnvoll ist, talen Weg eingeschlagen und sich im Bereich einmal „freischaufeln“. Für den Heldentag
da hier die Digital Natives den Digital Im- CAD/CAM einen großen Wissens- und Erfah- gilt also frei nach David Bowie: „We can be
migrants einiges voraushaben. Allerdings rungsschatz aufgebaut. Beide Aspekte wer- heroes/Just for one day“. dk ■
konnte Prof. Marinello in seinem feinsinnigen den nun in einem Dentallabor mit dem Ziel
Vortrag „Kommunikation zwischen Zahnarzt vereint, implantatprothetischen Zahnersatz
und Zahntechniker“ zeigen, das ein höhe- nach der All-on-Four-Methode anzufertigen WEITERE INFORMATIONEN
res Lebensalter auch einen sehr kostbaren und klassisches Wissen und Vorgehen mit Zirkonzahn Worldwide
und reichhaltigen Erfahrungsschatz mit sich modernsten Planungstools und Fertigungs- An der Ahr 7
bringt. Prof. Dr. Marinello verdeutlichte, dass methoden zu kombinieren. Dadurch lässt 39030 Gais/Südtirol, Italien
die Kommunikation zwischen Zahnärzten sich All-on-Four-Zahnersatz generieren, der Fon +39 0474 066660
und Zahntechnikern früher einen anderen, absolut präzise und biologisch unbedenklich Fax +39 0474 066661
zum Teil kollegialeren Stellenwert hatte und ist und der zudem altes Wissen um die Diag- info@zirkonzahn.com
intensiver war. Marinello insistierte, dass die nostik und Funktion beinhaltet. www.zirkonzahn.com
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