Châteauneuf du Pape 2007 - Sigi Hiss

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Châteauneuf du Pape 2007 - Sigi Hiss
Sigi Hiss WeinJournalist

Châteauneuf du Pape 2007

Welchen Weg hat das Châteauneuf du Pape vor geraumer Zeit eingeschlagen & welchen wird es in
Zukunft einschlagen? Wie auch immer, der Jahrgang 2007 ist ein Paradebeispiel für den momentan
vorherrschenden Weinstil im Châteauneuf du Pape. Ein Jahrhundertjahrgang ist es ohne Zweifel,
perfekt gestartet im Winter des Vorjahres und spielerisch leicht zu Ende gegangen mit der Ernte in
2007. Sowohl der Zuckeraufbau als auch der physiologische Reifeprozess verliefen ideal, wie für das
Lehrbuch geschaffen. Ein problemloser Jahrgang also, vielleicht sogar zu einfach? Diese Probe sollte
helfen, etwas Licht ins dunkel zu bringen.

Kurzinfo Wetter & Vegetationsverlauf in 2007
Generell eines der trockensten Jahre seit zwei Dekaden, mit nur leichtem Regen im Frühling. Die
Temperaturen in der Nacht waren für den August relativ kühl, kühler als im Jahresdurchschnitt. Nach
dem Mistral im August / September folgte wiederum nur leichter Regen. Die Ernte selbst konnte
unter besten Bedingungen eingebracht werden, nämlich bei herrlichem Sonnenschein.

Einer sehr frühen & schnellen Blüte, folgte im Juni etwas Mehltau. Der Farbumschlag der Beeren war
sehr zügig vonstatten gegangen. Es war wenig Arbeit in den Rebanlagen zu verrichten, irgendwie lief
es von alleine. Die Qualität der Beeren war nahezu perfekt gewesen und der Ertrag für Châteauneuf du
Pape Verhältnisse hoch – 32-34 hl/ha im Durchschnitt & 105.824 hl im Gesamten.
Das alles resultierte in einer niedrigen Säure, sehr hohen Alkoholgraden, sehr reifen & verhältnismässig
dezenten Tanninen. Die Struktur der Weine ist als sehr voll, wuchtig & eher barock zu bezeichnen.

Eleganz - Was man sagt und was man tut
Es ist leider keine Seltenheit und passiert immer wieder. Man liest und hört immer wieder die gleiche
Geschichte: “Ich suche, bewerte, finde toll und bevorzuge Weine mit Eleganz, Finesse und nicht diese
fetten, alkoholischen, nach einem Glas zuviel des guten Weine“. Und dann liest & hört man wieder,
dass eben genau diese Weine die höchsten Bewertungen und fettesten Lobeshymnen einheimsen. Hat
man dann wirklich einen eleganten Wein vor sich, wird dieser mit Kommentaren wie, zu leicht oder
dünn belegt. Auch an dieser Probe wieder vorgekommen. Da lobe ich mir Robert Parker der ganz klar
zu seinem bevorzugten Weinstil steht & diesen auch offen vertritt.
Zugegeben im Jahrgang 2007 ist es sehr schwer echte Eleganz in einem Châteauneuf du Pape zu
finden. Sogleich erschallt der Ruf aus der Pinot Ecke, dass Finesse ja präzise das ist, was einen Pinot
Noir ausmacht. Grundsätzlich stimmt das ja, aber leider auch nur theoretisch. Was man heute an
Pinots, wohlgemerkt aus der ganzen und nicht nur aus der neuen Welt, zu kaufen bekommt, widerlegt
die Theorie in brachialster Weise.

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Châteauneuf du Pape 2007 - Sigi Hiss
Sigi Hiss WeinJournalist

Alkohol im 2007 CdP
Weine der Rhone im allgemeinen und des Châteauneuf du Pape im speziellen waren und werden, nie zu
den Leichtgewichten gehören. Das ist per se nichts schlechtes & ist auch ein Teil dessen was eben
einen Châteauneuf du Pape ausmacht. Eine Frage hätte ich doch an die Winzer: Warum will man in solch
traumhaften Jahren wie 2007 oder 2005, immer noch ein Tick und noch ein bisschen mehr und zum
Schluss noch das i-Tüpfelchen draufsetzen? Warum muss man aus der schon speziellen Special Cuvée,
eine noch speziellere Special Cuvée Extraordinair Vieilles Vignes „Madame Haumichtot“ herauspressen? Nur
nebenbei bemerkt, ein Wein hatte exakt 16,65% Vol. Alkohol, ein einzelnes Barrique dieser Domaine
sogar 17,92% Vol. Alkohol – Punkt.

Ich will hier mal eine Vermutung anstellen: Das Châteauneuf du Pape, so scheint es mir, ist eine
Weinregion die extrem heiß auf Robert Parker's 100 Punkte ist. Und es liegt nicht nur an Robert
Parker, seinem Geschmack und seinem Bewertungsstil. Es liegt auch an den Winzern mit ihrem oben
erwähnten Cuvée Wahnsinn. Und natürlich kauft der Endverbraucher nach diesen Punkten und
generiert damit eine Nachfrage, die jeden Winzer grübeln lässt. 100 Punkte gleich enorme Nachfrage
und Nachfrage gleich höher erzielbare und realisierbare Preise – Geld regiert die Welt.
Ich frage mich (bzw. ich hoffe) ob man irgendwann mal erkennt, dass Weinqualität per se nichts mit
dem empfinden von Alkohol zu tun hat. Oder wie sagte ein Teilnehmer während dieser Probe:“ Er
will für sein Geld so viel Wein wie möglich haben und das heißt meistens Power und mehr Kraft.
Oder etwas böser ausgedrückt:Je mehr der Wein kostet, umso höher muss der Alkohol sein und das
findet er im Châteauneuf du Pape“.

Zusammenfassung
Als ich die Weine um die Zeit der Abfüllungen probiert habe, war es schmerzhaft ob des brutalen
Alkoholes. Diesmal, ca. 6 Monate nach der ersten „Kontaktaufnahme“(siehe WeinWisser Ausgabe 00),
war es eindeutig positiver. Grundsätzlich bleiben viele der Weine sehr alkohollastig, breit und mit
wenig Eleganz. Wenn ein Wein nach 1 Jahr mit vollreifen bis überreifen rumtopfartigen Aromen
aufwartet und der Alkohol sich in den Vordergrund drängt, bin ich sehr skeptisch ob dieser Wein ein
langes Leben hat. Die Säure gibt meist etwas Frische und lässt die Struktur etwas weniger breit
erscheinen. Das Tannin ist sehr reif und geschliffen, bei den weniger modernen Weinen, verleiht es
Struktur und nimmt sensorisch etwas das Alkoholische weg.
Bei alledem beeindrucken diese Weine mit ihrer konzentrierten, eben den Mund mit Power
belegenden Art. Um nicht vollkommen missverstanden zu werden: Das sind alles andere als schlechte
Weine. Alle Facetten des Weinmachens, vom Weinberg bis zum Weinkeller, wurden halt bis auf das
Äusserste ausgereizt. Ob dies der zu gehende Weg sein muss, ist eine andere Frage. Es gibt aus 2007
keine eleganten Weine im klassischen Sinne, aber es gibt den einen oder anderen Bodybuilder im
Anzug, mit Hemd & Krawatte. Was die Lagerfähigkeit angeht, so wird diese aus meiner Sicht etwas
überschätzt, die besten sprich die ausbalancierten Weine, werden sicherlich auch noch in 15 Jahren
Freude bereiten.

Empfehlung: Wer sich detaillierter mit dem Châteauneuf du Pape & seinen Weinen befassen will, dem
kann ich nur das Buch „The Châteauneuf-du-Pape Wine Book“ von Harry Karis nahe legen.

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Sigi Hiss WeinJournalist

Notizen in Reihenfolge der Verkostung

2007 Vieux Telegraphe, Domaine du Vieux Telegraphe: Anfangs dezent & mit Luft offener,
frische aufgebrochene rote Früchte, rote Kirsche & Sauerkirsche, Astwerk, herbe Walnuss, ätherisch,
etwas Marzipan, nach 1 Std. eingelegte rote Kirsche, Hauch Rumtopffrüchte, Hauch Pinot, Thymian
& etwas Darjeeling.
Kraftvoll zugleich balanciert, noch leicht trockene Tannine, dezente Säure, dezent unterlegte
Mineralität, allg. zurückhaltend aber mit Stil, cremige süßliche Würze, etwas Weihnachtsgewürze,
Thymian, etwas reife Brombeere, rote Kirsche, Alkohol gut eingebunden, eleganter CdP, Balance &
großes Potenzial, sehr langer cremiger & rotfruchtiger Abgang. 18.5/20, 2012-2022

2007 Renaissance, Domaine de Cristia: Mittlere Intensität, sehr erdig, nasse Erde, klare rote
Kirsche, Hauch Süßholz & Teer, dezente Weihnachtsgewürze, Grafit, etwas Lakritze, weißer Pfeffer,
sehr tief, elegante & komplexe Art.
Satte, dichte & sehr kraftvolle Art, spürbarer Alkohol, seidiges leicht körniges Tannin, gute Säure,
Brombeere, Schwarzkirsche, Bitterschokolade, gute Balance, herbe Kräuter, wirkt noch sehr
verschlossen & jung, dürfte sich noch besser ausbalancieren, sehr langer noch verkapselter Abgang.
17.5/20, 2011-2019

2007 Vieilles Vignes, Domaine de Cristia: Sehr offen & extrem dicht, tiefschwarze Frucht, vollreife
Brombeere, vollreife schwarze Kirsche, Schwarze Johannisbeere, Espresso, schwarzer Pfeffer, sehr
tief, sehr komplex, sehr modern & konzentriert, mit Luft kommen noch Gewürze & etwas Rauch
dazu.
Schiere Power, deutlicher Alkohol, offene & sehr ausladende Struktur, leicht sandiges Tannin, weiche
runde & fast viskose Art, enorm konzentriert, dito Nase plus Erdbeerblätter, an 2003er Stilistik
erinnernd, trotz enormer Power kein brandiger Alkoholklotz - sehr wuchtig ja, mit Luft wird das
Tannin trockener, breit & satt machend, absolut nicht mein Wein, aber auch kein schlechter Wein,
sehr langer, satter & sehr fruchtiger Abgang. 17.75/20, 2010-2018

2007 Vieux Donjon, Domaine Vieux Donjon: offen, sehr erdig, Sauerkirsche, kalter Rauch, Blut,
viel Steinwürze, Rinderfilet, nasse würzige Erde, etwas Torf, Hauch geröstete Brotrinde & Hauch
Rost.
Dichte, Eleganz, frische Säure, feine Mineralität, sehr gute Balance, kalkig, sehr elegant, feinsandiges
Tannin, klasse Finesse, offen, schon relativ zugänglich, Geselchtes, sehr langer tiefer & balancierter
Abgang. 17,75/20, 2010-2019

2007 Les Quartz, Domaine Clos de Caillou: Mittlere, leicht wuchtig & alkoholische Art, rote
Rumtopffrüchte wie Zwetschgen & Brombeeren, etwas Sauerkischbrand, klare eingelegte rote Kirsche,
etwas breit, etwas Cassis kommt mit Luft, tief.
Deutlicher Alkohol, wuchtig, breit, trotzdem saftig & offen, reife Säure, samtiges Tannin, cremige
Struktur, Schmelz, dito Nase, karge elegante Struktur – von der Aromatik her kein fetter Wein – vom
Alkohol sehr wohl, sehr langer wuchtiger Abgang. 17/20, 2010 - 2018

2007 Réserve, Domaine Clos de Caillou: Sehr offen, voll & wuchtig, sehr alkoholisch, Marzipan,
Kirschsteine, kalkig, kühle mentholige Note, pfeffrige Würze, rote Kirsche, etwas Erdbeere, tief,
mittlere Komplexität.
Vorne saftig, dann viel Power, viel Mineralität, kräftige Säure, leicht sandiges Tannin, deutlicher
Alkohol, herbe Kräuter, etwas Geselchtes & Rinderfilet, minimal metallisch, mit Luft wird Tannin
antrocknender, sehr langer, breiter an Rumtopf erinnernder Abgang. 17.5/20, 2010-2018

2007 Vieille Julienne, Domaine Vieille Julienne: Offen aber sehr elegant, edel wirkend, frisch
eingemaischte rote & schwarze Kirschen, herbe Kräuter, Rote Beete, Hauch Röstaromen,
Brombeerblätter, etwas ätherisch, sehr tief & komplex.

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Sehr kraftvoll, runde eher dezente Säure, leicht sandiges Tannin, klare Struktur, erdig, Rote Beete,
etwas Erdbeerblatt, herb, rote Waldbeeren, sehr balanciert trotz enormen Alkoholes, etwas zimtig &
Kardamom, etwas Schiefer, man spürt die alkoholische Kraft deutlich aber er wirkt wie ein 14%er,
sehr langer & sehr erdiger Abgang. 18/20, 2011-2020

2007 Auguste Favier, Domaine de Saint-Prefert: Nicht bewertbar, BSA auf der Flasche.

2007 Collection Charles Giraud, Domaine de Saint-Prefert: Offen, sehr viel schwarzer Pfeffer &
etwas Muskatwürze, herrlich elegant, tief, sehr komplex, etwas Kardamom & süsslicher Curry, edel
zugleich mit eigenem Stil, mit Luft kommen Teer, Rosmarin, Hauch Nelken & Preiselbeere.
Sehr dichte & satte Struktur, aber sehr balanciert, immense Mineralität, sandiges Tannin, frische Säure,
weißer & schwarzer Pfeffer, etwas mürbe Erdbeere, eingelegte rote Kirsche, etwas Lebkuchen, sehr
gute feste Struktur, körnig am Gaumen, Monument, bestes Potenzial, sehr langer balancierter &
mineralischer Abgang. 18,5/2012-2025

2007 Reine de Bois, Domaine de la Mordoree: Offen & noch unfertig, rohe aufgebrochene rote
Früchte, erdig, herbe leicht nussige Noten, Rote Beete, sehr tief, herbe Kräuter, beruhigt sich an der
Luft.
Dicht, satt, feines aber reifes Tannin, frische Säure, dito Nase plus etwas Moschus, etwas Zimt, mit
Luft mineralischer & mit cremig-schmelzigen roten Früchten, hervorragende Balance, eleganter &
finessenhafter CdP, sehr fester mineralischer Unterbau, kein Wein für Blindproben, sehr langer,
erdiger & leicht trüffeliger Abgang. 18,5/20, 2011-2020

2007 Chaupin, Domaine de la Janasse: Offen & kraftvoll, süßliche Gewürze, etwas Tabak, etwas
Lakritze, Rumtopf mit Zwetschgen & roten Kirschen, etwas Lebkuchen, sehr tief, Hauch
Schwarzwälder Kirschtorte, nach 15 Min. etwas Cassis & Schokolade.
Sehr balanciert, sehr elegant, reife aber spürbare Säure, kraftvolle zugleich ausbalancierte Struktur,
wieder sehr würzig, feine Weihnachtsgewürze, etwas reife rote Kirsche, erdige mürbe Frucht, sehr
langer, eleganter & zugleich kraftvoller Abgang. 18/20, 2011-2021+

2007 Vieilles Vignes, Domaine de la Janasse: Mittlere Intensität, sehr dicht & kompakt,
konzentrierte Fruchtaromatik, sehr brombeerig, Schwarze Johannisbeere, deutlich Schokolade, kühle
Waldkräuter, seht tief, komplex, aber auch sehr modern & auf Gefallen ausgelegt.
Saftige & süßliche Art, sehr modern & sehr konzentriert, samtig geschliffenes Tannin, geschliffene
Struktur, dichte unterlegte Mineralität, Schoko, Espresso, etwas Holunder, Wacholder, süffig, Balance
mit Schwerpunkt auf aromatischer Süsse & konzentrierter Frucht, mit Luft kommt das Tannin etwas
mehr, sehr moderne zugleich sehr gute Auslegung eines CdP, wenig CdP-Typizität, sehr langer, sehr
brombeeriger Abgang. 18/20, 2010-2020

2007 Clos des Papes, Clos des Papes: Nicht bewertbar da Gäraromatik, total unruhig, Maische-
Aromatik, wie BSA auf der Flasche. Gleiche Charakteristik wie der Auguste Favier, Domaine de Saint-
Prefert, nur in schwächerer Form.

2007 Mon Aieul, Domaine Usseglio Pierre et Fils: Offene & elegante Art, erdig, mürbe rote
Kirsche, dazu eingelegte rote Kirschen, Hauch Moschus, etwas Bitterschokolade & Nugat, im
Hintergrund nach 30 Min. etwas Trüffel & Lakritze, guter Mix aus Modernität & Tradition.
Saftige & süffige Struktur mit spürbarem Alkohol, Power, breite Anlage, sehr modernes, geschliffenes
Tannin, körnig, etwas bitter & herb, Walnussschale, mit Luft kommen süßliche Aromen wie
Lebkuchen & Honigkuchen, Hauch Malz, etwas Torf, Potenzial, sehr langer kraftvoller leicht erdiger
Abgang. 18/20, 2010-2022

2007 Deux Frères, Domaine Usseglio Pierre et Fils: Anfangs mittlere Intensität – nach 45 Min.
offen & ausladend, sehr schokoladig, sehr modern, viel Röstaromatik, nicht fett gerade noch innerhalb,

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deutliche Trüffel, viel Lakritze, Kirschschokolade, sehr tief aber mittlere Komplexität, etwas
anbiedernd.
Viel Power, deutlicher Alkohol, sehr wuchtig & sehr breit, sehr konzentriert, viel geschliffenes Tannin,
trinkfertig, extrem modern, wirkt sehr technisch & gemacht, ansprechend für großes Publikum, dito
Nase, plus Tabak, reife Säure, konzentriert, sehr langer, leicht plumper Abgang. 17,25/20, 2009-2020

2007 Le Secret des Sabon, Domaine Roger Sabon: Offen zugleich kompakt, wirkt dicht & typisch,
sehr würzig, süßliche Lebkuchen, cremige süßliche Würze, etwas Kirschschokolade, Hauch Mon
Chéri, balanciert & komplex, mit Luft kommen auch herbe Kräuter & Nussschalen.
Sehr kraftvoll zugleich balanciert, sehr mineralisch, Eleganz & Finesse, dezente aber frische Säure,
Zimt, Kardamom, Lebkuchen, Hauch getrockneter Ingwer, etwas Muskatnuss & weißer Pfeffer,
verschließt sich nach 30 Min., dann herber & abweisender, bestes Potenzial, extrem langer &
mineralischer Abgang. 18,5/20, 2012-2025

2007 Combe des Fous, Domaine Clos Saint Jean: Eher dezent, Hauch Rumtopf, eingelegte
Pflaume, kühl, Menthol, mit Luft kommt herbe Walnuss, getrocknete Kräuter, Schwarztee, sehr tief
aber auch minimal alkoholisch.
Vorne saftig & noch balanciert, frische Säure, sehr mineralisch, Aromen dito Nase plus herbe Walnuss,
festes aber reifes Tannin, immense Power, viel Alkohol - gerade noch in Balance, saftig mit Hauch
CO2, sehr langer, herber zugleich alkoholischer Abgang. 17.5/20, 2012-2020

2007 Deus ex Machina, Domaine Clos Saint Jean: Mittlere Intensität, Balance, Eleganz, pfeffrige
Würze, etwas feinhefig, Weihnachtsgewürze, etwas Zimt, Würze von frischen Vanilleschoten, Mohn,
rote eingemachte Kirsche, sehr tief, sehr komplex, Hauch Zedern, Finesse, hat was Aristokratisches,
Eleganz.
Power, spürbarer Alkohol, sehr mineralisch, frische aber reife Säure, Balance auf kraftvoller Seite,
wieder zimtige Würze, etwas kalkig, mit trockenem kalkigen Unterbau, sehr verschlossen & noch
abweisend, bestes Potenzial anzeigend, nach 2 Std. etwas offener & mit mehr Aromatik, Struktur, sehr
langer noch trockener Abgang. 18,5/20, 2013-2025+ (unbedingt 2 Std. Dekantieren)

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