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Aktienmärkte
PKW bei den Exporten ganz oben
vom 22.02.2019
Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes summierten sich die
Ausfuhren von Kraftwagen und Kraftwagenteilen in 2018 auf knapp
230 Mrd. Euro. Besonders pikant ist der Blick auf die Exporte in die
USA, die mit 27,2 Mrd. Euro nicht nur den größten Anteil hatten
sondern deutlich über den US-Importen (5,2 Mrd. Euro) lagen. Das
dürfte US-Präsident Trump in die Karten spielen, der androht
Strafzölle auf Autoimporte aus Europa zu erheben.
Der Kursverlauf der Wirecard-Aktien war auch in der vergangenen
Woche von heftigen Turbulenzen gekennzeichnet. Jetzt hat sich die
Finanzaufsicht BaFin eingeschaltet und ein Verbot von neuen
Leerverkäufen in Aktien des Zahlungsabwicklers ausgerufen (s. Seite
2). Die Deutsche Telekom hat in 2018 ihre eigenen Ziele übertroffen,
auf der Bilanzkonferenz den Ergebnisausblick für das laufende Jahr
jedoch als “vorsichtig” bezeichnet. Die Telekom-Aktie verlor
daraufhin zunächst gut ein Prozent.
Renten und Volkswirtschaft
Zinsen bleiben niedrig – Palladium teurer als Gold
Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Feb-
ruar leicht von -15 auf -13,4 Punkte verbessert, der Indikator liegt
aber noch weit unter dem langfristigen Durchschnitt von 22,4
Punkten. Damit signalisieren die befragten Finanzmarktexperten,
dass sie auch in den kommenden sechs Monaten keine Besserung der
schwächelnden Wirtschaftsentwicklung erwarten. Die EZB prüfe nach
Aussagen ihres Chefvolkswirtes Peter Praet, ob den Banken langfris-
tige Kredite zum Nullzins zur Verfügung gestellt werden sollen. Damit
soll eine mögliche Zurückhaltung von Banken bei der Kreditvergabe
an Firmen entgegen gewirkt werden. Da auch aus den USA momentan
keine weitere Zinserhöhung zu erwarten ist, dürften die Zinsen in
Europa niedrig bleiben.
Wer hätte gedacht, dass Paladium (1.500 USD) einmal teurer sein
würde als Gold (1.346 USD)? Die Gründe dafür liegen in der starken
Nachfrage aus der Automobilindustrie (strengere Abgasvorschriften
treiben den Bedarf nach Palladium, das zur Abgasreinigung von Ben-
zinmotoren benötigt wird) und bei Angebotsengpässen.
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Wirecard bewegt die Märkte
BaFin untersagt Leerverkäufe für zwei Monate
Große Beachtung der Marktteilnehmer fand die jüngste Kurserholung bei dem Zahlungsdienstleister Wirecard AG.
Das Unternehmen hatte vor einigen Tagen einen drastischen Kurseinbruch hinzunehmen. Auslöser war ein
Pressebericht über eine interne Untersuchung zu mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten bei Wirecard Singapore. Die
Financial Times hatte Anfang der Woche aus angeblichen Interna von Wirecard zitiert, die eine bei dem Unternehmen
laufende Untersuchung der internen Compliance-Abteilung belegen sollen. Wirecard dementierte darauf die Be-
schuldigungen umgehend, worauf die Zeitung mit weiteren Artikeln nachlegte. Innerhalb weniger Tage fiel der Ak-
tienkurs von über 160 Euro zeitweise auf unter 100 Euro und wies in der weiteren Folge eine relativ hohe
Schwankungsintensität des Aktienkurses auf. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) hatte in dieser
Zeit ein besonderes Augenmerk auf die Leerverkäufe in dieser Aktie. Bei Leerverkäufen hat der Anleger die Möglich-
keit auf fallende Aktienkurse zu spekulieren, indem er die entsprechenden Aktien verkauft ohne sie zu besitzen (leer).
Dabei wird ein Liefertermin in der Zukunft vereinbart, sodass der Leerverkäufer darauf spekuliert, die Aktien an
diesem späteren Termin zu einem unter dem aktuellen Börsenwert liegenden Kurs kaufen zu können. Große
Leerverkaufsvolumina führen häufig dazu, dass der Börsenkurs der betreffenden Aktie stark unter Druck gerät. Nun
hat die BaFin für eine Dauer von zwei Monaten verboten, "neue Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien der Wirecard
AG zu begründen oder bestehende Netto-Leerverkaufspositionen zu erhöhen."
Wirecard ist ein weltweit führender unabhängiger Anbieter von elektronischen Zahlungsverkehrslösungen. Es unter-
stützt andere Unternehmen dabei, elektronische Zahlungen aus allen Vertriebskanälen anzunehmen. Wirecard be-
treut gegenwärtig rund 34.000 Bestandskunden und sieht trotz der jüngsten Vorwürfe ein weiter boomendes Ge-
schäft. "Die Januar-Zahlen deuten auf einen Rekord im ersten Quartal hin und wir freuen uns auf ein höchst erfol-
greiches Jahr 2019", erklärte Vorstandschef Markus Braun. Bleibt abzuwarten, ob sich die genannten Maßnahmen
der BaFin und die optimistischen Prognosen des Wirecard-Vorstandes im Börsenkurs widerspiegeln werden.
Zentrale Marktdaten
Aktienindex Indexwert 52-W-Hoch 52-W-Tief Prozentuale Veränderung
1 Woche 1 Monat 3 Monate 12 Monate
DAX 11.430 13.204 10.279 + 3,0 % + 2,6 % +1,6 % - 8,4 %
EuroStoxx 50 3.264 3.596 2.909 + 2,6 % + 4,4 % + 3,5 % - 4,9 %
Dow Jones 25.851 26.952 21.713 +1,6 % + 4,6 % + 5,7 % + 4,3 %
S&P 500 2.775 2.941 2.347 + 1,1 % + 3,9 % + 4,7 % + 2,7 %
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Der Dax im Fokus
Das Chartbild stimmt zuversichtlich
Der Dax hat sich von seinem Silvestertief 2018 in den ersten Wochen des neuen Jahres deutlich erholt. Auch die aus
2016 stammende Widerstandszone bei ca. 10.800 Punkten wurde im Zuge des Anstiegs klar überwunden. Diese Ba-
stion mit dem Korrekturtief
vom 08.02.2019 bei ca. 10.860
Punkten stellt auf der Untersei-
te die erste und bereits mar-
kante Unterstützung dar. Un-
terhalb dieses Bereiches wür-
de der Markt wieder das Jah-
restief 2018 bei ca. 10.280
Punkten ansteuern. Im Norden
arbeitet sich der DAX langsam
und stetig an den seit den Jah-
reshochs 2018 bestehenden
Abwärtstrend heran, der das
Chartbild deutlich dominiert.
Hier liegt der Widerstand aktu-
ell bei ca. 11.450 Punkten. Soll-
te diese Marke nachhaltig
durchstoßen werden, erscheint
ein zügiges Erreichen der 200-
Tage-Linie bei ca. 11.900 Punk-
ten als wahrscheinlichstes Sze-
nario. Der vorhandene horizon-
tale Widerstand bei ca. 11.700
Punkten sollte auf diesem Weg
kein allzu großes Hindernis
darstellen. Insgesamt hat sich
das Chartbild im DAX durch die letzten Kurssteigerungen u. E. klar aufgehellt.
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Ausgewählte wichtige Termine
27.02.2019 Auftragseingänge für langlebige 01.03.2019 Inflationsrate (Euroraum)
Wirtschaftsgüter (USA)
28.02.2019 Bruttoinlandsprodukt (USA) 01.03.2019 ISM-Einkaufsmanagerindex für das ver-
arbeitende Gewerbe (USA)
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Wir sind für Sie da
Die Spielregeln der Finanzwelt haben sich fundamental verändert. Erfolgreiche Vermögensanlage ist heute eine kom-
plexe Herausforderung. Gefragt sind maßgeschneiderte Lösungen für Sie und Ihr Vermögen – transparent, flexibel,
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wir einen umfassenden Service und aktuelle Informationen.
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Aktienmärkte und Rohstoffe: volkswirtschaftliche Analysen, Noten- volkswirtschaftliche Analysen:
banken und Rentenmärkte:
Dr. Sascha Otto Björn Mahler Patrick Paech
Leiter Wertpapier- und Chefanalyst Wertpapier- und Portfolio- Wertpapier-Analyst
Portfoliomamagement management
0421 179-3542 0421 179-1450 0421 179-1475
sascha.otto@sparkasse-bremen.de bjoern.mahler@sparkasse-bremen.de patrick.paech@sparkasse-bremen.de
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Die Sparkasse Bremen Quellenangaben
Dr. Sascha Otto Charts & Marktdaten: Die Sparkasse Bremen AG/
Am Brill 1–3 S-Investor/Thomson Reuters/Bloomberg/vwd
28195 Bremen
0421 179-3542
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www.sparkasse-bremen.de
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