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Aktienmärkte
DAX mit neuem Allzeit-Hoch
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Am Mittwochmorgen war es endlich soweit: Der DAX erreichte einen
neuen historischen Höchststand bei 13.640 Punkten. Bereits am
Dienstag hatte der deutliche Anstieg des ZEW-Index (siehe Seite 3) die
Grundlage hierfür gelegt.

Direkt nach dem Höchststand setzten Gewinnmitnahmen ein, die auch
am Donnerstag anhielten. Zum einen wurde der DAX von der Meldung
über einen Gewinneinbruch bei Daimler (siehe Seite 2) belastet. Zum
anderen sorgte die massive Berichterstattung in den Medien über den
Ausbruch des Koronavirus in China für Unruhe. Nach Aussage zahl-
reicher Virologen erscheint dieses Virus jedoch nicht bedrohlicher als
die jährliche Grippewelle. Auch die Weltgesundheits-Organisation sah
keinen Anlass, um einen globalen Notfall auszurufen.

Diese Nachricht in Verbindung mit der Aussicht auf weiterhin niedrige
Zinsen sowie ein Lichtblick beim Einkaufsmanagerindex (siehe unten)
sorgten dann am heutigen Tage für eine erneute Kurserholung.

Renten und Volkswirtschaft
Stimmung im verarbeitenden Gewerbe steigt an
Die Stimmung der Einkaufsmanager zeigte im Januar erneut ein
gespaltenes Bild. Allerdings ließ sich auch hier ein Effekt aus den
Fortschritten bei den politischen Belastungsfaktoren Brexit und
Handelskonflikt erkennen. So stieg der Einkaufsmanagerindex für das
verarbeitende Gewerbe von 46,3 auf 47,8 Punkte an. Dies ist der
höchste Stand seit April 2019. Der Index für den Dienstleistungs-
bereich, der seit langer Zeit deutlich höher liegt, gab hingegen leicht
von 52,8 auf 52,1 Punkte nach.

Nach der Pressekonferenz der EZB legten die Kurse für Euro-Staats-
anleihen am Donnerstag zu. Der Grund war die Aussicht auf anhaltend
niedrige Zinsen. So sank die Rendite der marktbestimmenden
Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit im Wochenverlauf
insgesamt von – 0,21 auf – 0,30 Prozent.

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vom 24.01.2020
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Quartalsberichte der Unternehmen im Fokus
Daimler leidet immer noch unter dem Diesel-Problem – Netflix bekommt Konkurrenz
Daimler
Der Automobilkonzern überraschte die Börse mit der Nachricht über einen Gewinneinbruch. Nach vorläufigen Angaben
halbierte sich der Gewinn vor Steuern und Zinsen im abgelaufenen Geschäftsjahr von 11,1 auf 5,6 Milliarden Euro. Für
das vierte Quartal 2019 ergibt sich daraus rechnerisch ein Wert von 1,7 Milliarden Euro (Vorjahresquartal: 2,6 Milliarden
Euro). Allerdings weist der Konzern darauf hin, dass hierin Aufwendungen in Höhe von 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro noch
nicht enthalten sind, die als Straf- oder Vergleichszahlungen für manipulierte Diesel-Fahrzeuge fällig werden könnten.
Der komplette Quartalsbericht wird erst am 11. Februar vorgelegt. Der Aktienkurs von Daimler stand nach diesen
Nachrichten am Mittwoch unter Druck und gab 2,1 Prozent seines Wertes ab.

IBM
Der Technologie-Konzern konnte nach fünf Quartalen mit rückläufigen Umsätzen erstmals wieder von wachsenden
Zahlen berichten. Getrieben von deutlichen Zuwächsen im Cloud-Geschäft und dank der Übernahme des Software-
herstellers Red Hat legte der Umsatz im vierten Quartal 2019 ggü. dem Vorjahresquartal um 0,1 Prozent auf 21,78
Milliarden US-Dollar zu. Mittlerweile ist der Cloud-Bereich das größte Geschäftsfeld des Konzerns. Da dieser Bereich
sehr profitabel ist, lag der Nettogewinn im Konzern mit 3,67 Milliarden US-Dollar um 88,1 Prozent über dem Wert des
Vorjahresquartals. Zusätzlich gab das Management einen optimistischen Ausblick auf das Jahr 2020. Angesichts dieser
Nachrichten legte der Kurs der IBM-Aktie am Mittwoch um 3,4 Prozent zu.

Johnson & Johnson
Der Pharma- und Konsumgüterkonzern konnte im vierten Quartal einen starken Endspurt für das Jahr 2019 hinlegen.
Während der Quartalsumsatz ggü. dem Vorjahresquartal “nur” um 1,7 Prozent auf 20,75 Milliarden US-Dollar zulegte,
stieg der Nettogewinn um rund ein Drittel auf 4,0 Milliarden US-Dollar an. Zusätzlich berichtete das Management von
Fortschritten bei Rechtsstreitigkeiten über schädliche Nebenwirkungen von Medikamenten und Babypuder. Vor
diesem Hintergrund wurde auch ein positiver Ausblick für 2020 präsentiert. Da der Aktienkurs seit Mitte November
bereits rund 14 Prozent zugelegt hatte, kam es am Mittwoch zu Gewinnmitnahmen.

Netflix
Der Streaming-Anbieter konnte erneut von einem starken Wachstum berichten. So lag der Umsatz im vierten Quartal
2019 mit 5,47 Milliarden US-Dollar um 30,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn konnte dabei mehr als
vervierfacht werden (587 Millionen US-Dollar ggü. 134 Millionen US-Dollar im Vorjahr). Getragen wurde dieses Ergebnis
von der weiter wachsenden Kundenzahl. So konnten allein im Schlußquartal 2019 8,76 Millionen neue Abonennten
gewonnen werden. Auffällig war hierbei, dass die meisten Neukunden nicht aus den USA kamen. Im Heimatmarkt hat
das Wachstum aufgrund der neuen Konkurrenz der Streaming-Portale von Disney und Apple deutlich nachgelassen.
Der Kurs der Netflix-Aktie reagierte auf die Meldungen am Mittwoch mit einem Abschlag von 3,6 Prozent.

EZB startet Strategie-Diskussion
Keine Änderungen an der Geldpolitik zu erwarten
Die Pressekonferenz nach der Sitzung des EZB-Rats brachte keine neuen Ergebnisse. Wie angekündigt, wird die
Notenbank ihre eigene Strategie auf den Prüfstand stellen. Diese Überprüfung wird bis zum Ende dieses Jahres
andauern. Aus diesem Grund halten wir einschneidende Änderungen an der aktuellen Geldpolitik für ausgeschlossen.
Somit bleiben die Zinsen im Euroraum weiterhin extrem niedrig, was eine dauerhafte Unterstützung für die
Aktienmärkte darstellt.

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Zentrale Marktdaten
  Aktienindex                  Indexwert                   52-W-Hoch                    52-W-Tief                   Prozentuale Veränderung

                                                                                                                    1 Woche                     1 Monat                   3 Monate                     12 Monate

  DAX                          13.559                      13.640                       10.864                      - 0,3 %                     + 0,7 %                   + 4,6 %                      + 20,9 %

  EuroStoxx 50                 3.784                       3.814                        3.108                       - 1,0 %                     - 1,1 %                   + 3,6 %                      + 20,1 %

  Dow Jones                    29.258                      29.439                       24.324                      - 0,6 %                     + 2,3 %                   + 8,8 %                      + 18,8 %

  S&P 500                      3.325                       3.338                        2.624                       + 0,3 %                     + 3,2 %                   + 10,7 %                     + 26,0 %

Stimmung hellt sich weiter auf
ZEW-Index zeigt klare Verbesserung
 Politische Belastungsfaktoren verlieren an Gewicht
 Nach den jüngsten Fortschritten in Sachen Brexit und
 Handelskonflikt hat sich die Konjunkturstimmung in
 Deutschland klar verbessert. Die monatlich vom ZEW-
 Institut befragten Finanzmarktexperten äußerten sich
 deutlich optimistischer als im Vormonat (siehe Grafik).

 Erwartungen ziehen deutlich an
 Insbesondere die Erwartungen für die zukünftige
 Konjunkturentwicklung legten klar zu und übertrafen
 die Erwartungen der Analysten. Mit einem Wert von 26,7
 Punkten lagen die Erwartungen nicht nur höher als im
 Dezember (10,7 Punkte), sondern stiegen sogar auf den
 höchsten Stand seit Juli 2015. Der DAX reagierte am
 Dienstag freundlich auf die Veröffentlichung der
 Nachricht, während die Kurse von Bundesanleihen
 kurzzeitig unter Druck gerieten.

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Ausgewählte wichtige Termine
  27.01.2020                     ifo-Geschäftsklimaindex (Deutschland)                                               29.01.2020                     Notenbank-Sitzung (USA)

  30.01.2020                     Bruttoinlandsprodukt (USA)                                                          31.01.2020                     Bruttoinlandsprodukt & Inflationsrate
                                                                                                                                                    (Euroraum)

                                                                                                                                                                                                                    Seite 3 | 5

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komplexe Herausforderung. Gefragt sind maßgeschneiderte Lösungen für Sie und Ihr Vermögen – transparent, flexibel,
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einen umfassenden Service und aktuelle Informationen.

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Dr. Sascha Otto                                                               Björn Mahler                                                                   Patrick Paech

Leiter Wertpapier- und                                                        Chefanalyst Wertpapier- und                                                    Wertpapier-Analyst
Portfoliomanagement                                                           Portfoliomanagement

0421 179-3542                                                                 0421 179-1450                                                                  0421 179-1475
sascha.otto@sparkasse-bremen.de                                               bjoern.mahler@sparkasse-bremen.de                                              patrick.paech@sparkasse-bremen.de

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dieser Veröffentlichung genanntes Portfolio oder eine Anlage
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Die Sparkasse Bremen                                                                                                 Quellenangaben

Dr. Sascha Otto                                                                                                      Charts & Marktdaten: Die Sparkasse Bremen AG/
Am Brill 1–3                                                                                                         S-Investor/Thomson Reuters/Bloomberg/vwd
28195 Bremen
                                                                                                                     Grafik auf Seite 3: eigene Darstellung auf Basis von ZEW-Daten
0421 179-3542

sascha.otto@sparkasse-bremen.de
www.sparkasse-bremen.de

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