Tom, der THW-Helfer Viel zu staunen: Pyrotechnik sorgt für Effekte
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19. Jahrgang
Ausgabe 37
Das starke THW-Jugend-Magazin
mit
m el-
Samo s ter
p
Viel zu staunen:
Tom, der THW-Helfer
Viel Lärm um nichts?
Pyrotechnik sorgt für Effekte
Viele Eindrücke gesammelt:
China – Land des Lächelns
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Wir an Euch 3
Schwerpunktthemen
Neues Jugend-Kfz 4–5
Das starke THW - Jugend Magazin Jugend(t)raum: Münsingen 6–7
XXI. Bundesjugendausschuss 8–9
Abstimmung mit der Druckerei 10
Computer & Internet
Liebe Freundinnen und Freunde, The Homepage Winner 2006: Plätze 2 und 3 11
nicht zu glauben, wie die Zeit vergeht. Wismar und das Bundesjugend- Live dabei
lager – das war erst, oder? Stimmt! Doch kaum dass man etwas wartet, Bergisch Gladbach: Chemie „zum Anfassen“ 12
sind zwei Jahre vergangen und vom 24. bis 31. Juli 2008 ist es wieder Landsberg: eigenes Fahrzeug 12
soweit: Die Jugend des Technischen Hilfswerkes THW findet sich in der Günzburg: Helden in Legoland 13
sich selbst als „älteste Stadt Deutschlands“ bezeichnenden Stadt Trier zu Bornheim: Landratten 14
einem Happening der besonderen Art zusammen, um eine Woche Spaß Darmstadt: Strolche übernahmen OV 15
zu haben, neue Leute kennen zu lernen oder alte Freundschaften zu pfle- Hannover/Langenhagen: Schützenausmarsch 15
gen. Ausflüge zu interessanten Zielen in der näheren Umgebung tragen Neuwied: Übung mit Feuerwehr, DRK und DLRG 16
Pforzheim: über den Dächern 17
ihren Teil dazu bei, die Zeit zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu
Ingolstadt: Alarmbereitschaft 18
lassen. Bei schönem Wetter locken Bäder in Sonne und Wasser. Ein (DER?)
Coesfeld: Wochenend-Orientierungslauf 19
Höhepunkt wird sicherlich der ebenfalls wieder ausgetragene Bundesju- Kempten: Pfingstlager 19
gendwettkampf sein. Wertheim: gemeinsame Übung 20
Bad Doberan: Karneval im Sommer 21
Seit Jahren erfreut sich die gesamte Veranstaltung steigender Beliebt- Freudenstadt: süße Träume 21
heit und auch dieses Mal werden bei den Teilnehmerzahlen neue Rekord- Friedrichshain-Kreuzberg: Wowereit beim THW 22
marken erwartet. Freilich organisiert sich das nicht von selbst, sondern Lüneburg: Mädchen testen THW-Technik 22
bedarf vieler helfender Hände. Die niederländische Gruppe Bots hat das Coesfeld: neues Zelt 23
1980 in einem etwas anderen Zusammenhang so ausgedrückt: Kronach: Heldenzeit 23
Pforzheim, Mannheim, Miltenberg: Bundesschule 24
Osnabrück: Bereitschaftstag 26
„Dann wollen wir schaffen, sieben Tage lang,
Ellwangen: Radaranlage bewacht 27
dann wollen wir schaffen, komm fass an! Geretsried, Neu-Ulm: Zeit für Helden 28–29
Und das wird keine Plackerei. Siegen: Karl May 29
Wir schaffen zusammen, sieben Tage lang. Idar-Oberstein: Rheinland-Pfalz-Tag 30–31
Ja schaffen zusammen, nicht allein!“ Schweinfurt: Einschulung 31
Neustadt: Zwischen den Welten 32
Hier liegt die Chance eines Jeden, aber auch dessen Verpflichtung! Keine Hildesheim: Ministrantentag 32
„Vollkasko-Unterhaltung“, sondern ein Stück Mitverantwortung: sich frei- Ludwigshafen: Bootstour 33
willig melden, wenn Unterstützung gesucht wird, der Nachbargruppe Spandau: Jugend geht in die Luft 33
beim Aufbauen des Zeltes helfen, auch wenn es vor dem eigenen in der News @ THW
Sonne noch so schön wäre. Müll nicht achtlos wegzuwerfen, sondern in
Ausbildungsberuf: Kfz-Mechatroniker/in 34–35
die bereitstehenden Behälter. Einem Orientierungslosen den Weg zeigen MdB trifft THW 36
und nicht „ich habe mir auch den Weg suchen müssen“ denken. Die von Programm „weltwärts“ 36
Bundeskanzlerin Angela Merkel geforderte „Kultur des Hinsehens“ scheint Kinderbuch „Tom, der THW-Helfer“ 42
in U-Bahnhöfen wichtig zu sein. Aber sie ist nicht darauf begrenzt. Bundesvorstandstagung 43
Das heiße Interview
Marc Warzawa, Chefredakteur Jugend-Journal
im Dezember 2007 Zur Person: Sabine Bätzing 37
Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte 38–39
Gewusst wie
THW-Uhr im Selbstbau 35
Alles was Recht ist: Rauchen 41
Reportage: Pyrotechnik 46–47
Knobelecke 52
Modellbauecke 44–45
Team International
Murmansk: Retter der Arktis 48
Nizhnij Nowgorod: Wertvolle Erfahrungen 49
Highlight auf der Redaktionssitzung: China: Land des Lächelns 50–51
Endlich wieder ein Kinderbuch lesen „Tom“ auf Bildungsreise 51
dürfen.
Adressen 53
Die Redaktion gibt sich Zu guter Letzt
bei aller Technik betont
naturverbunden. Dr. Peinlich weiß Rat 54Das starke THW-Jugend-Magazin
Schwerpunkt
Die ersten Jugendfahrzeuge von Renault wurden ausgeliefert
Bonjour, wir sind die Neuen
Bundesweit 24 Jugendgruppen können sich gang Thommessen von der Landesjugend an den LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
seit Herbst 2007 über ein neues Fahrzeug NRW stellvertretend die Schlüssel für neun und ein Fahrzeug an den LV Hamburg, Meck-
freuen. Die Mannschaftstransportwagen Fahrzeuge vom Modell Renault Trafic entge- lenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein
(MTW) stammen erstmals aus einer Serie gen. Ebenso wie die vorhergehenden MTW- übergeben. Der Prototyp wurde bereits im
von Renault-Transportern, die das THW Serien von Ford haben die Trafic L2H1 neun August an den Ortsverband Borna aus dem
jüngst in Dienst gestellt hat. Bei einer fei- Sitzplätze, einen geräumigen Kofferraum, LV Sachsen, Thüringen ausgeliefert. Zusam-
erlichen Übergabe Ende September in der Zentralverriegelung, Standheizung und eine men haben diese zehn Renault-Transporter
Renault-Niederlassung Köln nahmen Andre- Anhängerkupplung. Mit einem Sechs-Gang- einen Wert von 340.000 Euro.
as Koch von der Bundesgeschäftsstelle der Getriebe bringt der Motor eine Leistung von Michael Kretz
THW-Jugend, Frank Görges vom Technik- 108 kW (146 PS) auf die Straße. Die Ausrü-
Referat (E 5) der THW-Leitung und Wolf- stung der Fahrzeuge mit einer Sondersignal-
anlage der Marke Hella sowie Vorinstallati-
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onen für 2-Meter- und 4-Meter-Funkgeräte
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erfolgte durch die Firma Pütting. Fünf Fahr-
Quelle: THW Leitung zeuge aus der ersten Serie gingen an Orts-
Kontakt: Andreas.Koch@thw.de verbände aus dem Landesverband (LV) Nord
rhein-Westfalen. Weitere drei MTW wurden
THW-Jugend Borna
Baby-Boom ausgebrochen! Jemals wieder so sauber wie heute? Alles wurde
genau in Augenschein genommen.
Nicht nur unsere Helfer, Zugführer und sen an einem Tag – ein gutes Omen. Bei der
der OB bekommen Nachwuchs – nein, auch offiziellen Übergabe des Fahrzeuges durch
unsere jüngsten Helfer im Ortsverband Herrn Dr. Voß mahnte er in seiner Anspra-
konnten sich völlig überraschend über che den Ortsbeauftragten Danny Sanne,
Nachwuchs freuen. Ich war gerade mit das Fahrzeug gemäß seiner Bestimmung
einem Teil unserer Jugendgruppe in Hoya einzusetzen, damit den Nachwuchs im THW
zum Junghelfer-Lehrgang, als mich eine zu sichern und das Engagement der Kinder
MMS völlig aus der Bahn riss. „Tara, unser zu belohnen. Unter den Gratulanten waren
Baby ist da!“ Der Absender hatte mich nicht nur Herr Kny und Herr Müller, GSt
damit völlig überrumpelt. Ich fragte mich, Leipzig, sondern auch der Landesjugend-
ob ich irgend etwas verpasst hätte, aber leiter Michael Westphal. Wir wünschen den
nein! Ich öffnete die MMS und da sah ich anderen Jugendgruppen auf diesem Weg
es – unser Baby „Nr.01“. alles Gute und raten euch, die Hoffnung Bereit zur Aufnahme von Lasten: Der geräumige
Heckbereich ist gut zugänglich.
Die Auflösung: Die Kinder des Ortsver- nicht aufzugeben: Wie Ihr seht, kann es
bandes Borna hatten nicht nur ein nagel- manchmal sehr schnell gehen. Wir werden
neues Transportfahrzeug, sondern auch die „Nr. 01“ in Ehren halten und immer gut
bundesweit das allererste Fahrzeug seiner mit unserem „Baby“ umgehen. Nur einen
Art erhalten: einen Renault Trafic als MTW. Namen suchen wir noch.
Als wir von Hoya wieder im OV eingetrof-
fen waren, haben wir uns natürlich erst Anke Geissler
einmal eine Probefahrt gegönnt. Es war
Einfach mal
unbeschreiblich – UNSER NEUES AUTO! Der
erste Ausflug führte uns zum Landesju- Infos kurz und bündig
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gendfußball- und Volleyballturnier vom Län- Quelle: THW-Jugend Borna
derverband Sachsen und Thüringen nach Kontakt: Anke Geissler
Altenburg. Was erkämpften wir uns da? E-Mail: anke_geissler@yahoo.de Interessiert folgten die stolzen Fahrzeugbesitzer
Den 1. Platz im Fußball-Tunier. So viel ein- der Einweisung.
4Das starke THW-Jugend-Magazin
Schwerpunkt
THW-Jugend Dettenheim
Papas altes Auto hat ausgedient
Im Geschäftsführerbereich Karlsruhe sind eine Sondersignalanlage mit Magnetblau-
derzeit noch sechs ehemalige IKWs im licht zu beschaffen. Aber wie so oft kam
Dienst. Seitens der Geschäftsstelle machte alles ganz anders! Nach der Zustimmung
man sich Gedanken, diese zeitnah zu erset- durch Landesverband und THW-Leitung
zen. Erkundigungen auf dem Gebraucht- erhielt die Geschäftsstelle einen Anruf von
wagenmarkt brachten keine befriedigende Renault Deutschland: Das THW habe noch
Lösung. Im virtuellen Kaufhaus des Bundes weitere Fahrzeuge dieses Typs in Auftrag
stieß der Ausstatter der Geschäftsstelle gegeben. Daher könne man die gewünsch-
auf einen Rahmenvertrag mit Renault. In te Farbe ohne Aufpreis anbieten. Dem
der Wunschausstattung lag der Preis für wurde selbstverständlich zugestimmt. Das
einen neuen Trafic unter 20.000 Euro. Einzelfahrzeug kam im Frühjahr zur Aus-
lieferung. Auf Wunsch des OV wurde noch
Auf ein bereits für 2005 zugesagtes neues eine Sondersignalanlage der Firma Hänsch Neun Renault Trafic warteten auf ihre Nutzer.
Fahrzeug hatte der OV Dettenheim seiner- montiert. Geplant war, zwei weitere Fahr-
zeit verzichtet zu Gunsten eines anderen zeuge des gleichen Typs für Ortsverbände
OV, dessen Fahrzeug kurzfristig ausgefal- der Geschäftsstelle zu beschaffen. Diese
len war. Die Geschäftsstelle entschied, ein werden jedoch vermutlich einen längeren
Fahrzeug mit einem 2,0 Liter Dieselmotor Radstand und eine größere Motorvariante
mit 84 kW (114 PS) in Auftrag zu geben. haben. Somit bleibt der „Dettenheimer“
Zusätzlich wurden Klimaanlage, beladungs- wohl ein Einzelstück.
abhängiges Elektronisches Stabilitätspro-
gramm (ESP) und Antriebsschlupfregelung Georg Stratmann
(ASR) geordert. Die Farbe sollte ursprüng-
Einfach mal
lich weiß sein, denn das THW-blau hätte bei
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Einzelbestellung Mehrkosten verursacht.
Nach der Auslieferung sollten dann noch Quelle: THW-Jugend Dettenheim
der blaue Schriftzug und Streifen aufge- Kontakt: Dennis Fetzner
klebt werden. Des weiteren war angedacht,
Des Junghelfers derzeitiges Traumauto.
In Köln übergeben
Neun neue Jugendfahrzeuge
Am Samstag übergab die THW-Leitung in eine ausgezeichnete Sicherheitsausstat-
Köln die ersten neun von 23 Serienfahr- tung. Das Fahrzeug lässt sich mit wenigen
zeugen des Typs Renault Trafic an die Handgriffen zu einem geräumigen Trans-
Ortsverbände. Aus dem heimischen Raum porter umbauen. Durch die Anhängerkupp-
erhielten neben dem OV Stolberg auch die lung lassen sich gebremste Lasten bis zu
Ortsverbände Erkelenz und Daun einen 2.000 Kilogramm ziehen. In Verarbeitung Übersichtliche Anordnung der Instrumente und
Transporter. und Details hat das neue Fahrzeug schon alles Wichtige in Griffweite.
Mit einer Leistung von 107 KW auch für jetzt die Helfer überzeugt und stellt sicher
Einfach mal
die Eifel stark motorisiert, beeindruckte einen Gewinn dar, wenn auch in Zukunft die
die Ausstattung des Fahrzeuges Jugend- Transportkapazität des alten IKW fehlen
Infos kurz und bündig
betreuer, OB und Schirrmeister. Das Fahr- wird, der 30 Jahre treu seinen Dienst getan Quelle: THW-Jugend Stolberg
reinklicken!
zeug ist für Funk- und Telefoneinbau vor- hat und noch beim letzten Eifelhochwas- Kontakt: Torsten Rößeler
bereitet, mit einer RTK 6 und Frontblitzern ser im Einsatz war. E-Mail: torsten-roesseler@gmx.de
ausgestattet und bietet mit zusätzlichem Internet: www.thw-stolberg.de
Tagesfahrlicht und abschaltbaren Airbags Torsten Rößeler
5Das starke THW-Jugend-Magazin
Schwerpunkt
Viel Raum für Münsingens THW-Jugend
Traum wurde Wirklichkeit!
Unseren Traum von einem eigenen Raum bauen und dies gleich im Zuge der sowie-
für die Jugendgruppe haben wir jetzt so schon laufenden Baumaßname. Die im
endlich umgesetzt! Wie? Im Nachhinein ersten Moment recht verrückt klingende
gesehen scheint es gar nicht so schwer, Idee, direkt neben die Unterkunftserwei-
wenn man nur völlig überzeugt davon ist terung noch ein weiteres und der Jugend
und genügend Personen für die Idee und vorbehaltenes Gebäude in Eigenregie
Realisierung begeistern kann. Denn die Lie- hochzuziehen, war geboren. Wir entwar-
genschaft in Münsingen wurde renoviert fen Pläne, ließen diese mit befreundeten
und die Unterkunft entsprechend des Bauunternehmen prüfen und rechneten
Musterraumbedarfsplans erweitert. Die die Realisierbarkeit durch. Viele Wünsche
Planungen dazu starteten Ende 2004 bis mussten wir auch streichen oder ändern,
2006. Allerdings hatten die Führung des bis wir ein bezahlbares Projekt geplant
OVs und die Jugendgruppe schnell erkannt, zu haben glaubten. Allerdings wurden wir
dass der darin eingeplante Jugendraum vom Hochbauamt auf die Tatsachen der
weder den Anforderungen einer derzeit Realität zurückgeholt, denn es galt, Richt-
Noch sah es wenig gemütlich aus.
38-köpfigen Jugendgruppe, geschweige linien des THW einzuhalten. Zudem ließen
denn unseren Vorstellungen entsprach. neue Preise die Kalkulation der voraus- uns rund: Am 2. März 2007 erfolgte die
Wir wollten ein „eigenes Reich“, wo wir uns sichtlichen Kosten so hoch schnellen, dass Grundsteinlegung und bereits zwölf Tage
auch mal eigenständig treffen und was unser Vorhaben eigentlich gescheitert später sah der Zeitplan das Betonieren der
„anstellen“ können. schien. Doch wir wollten den Traum des- Betongurte an Front- und Rückseite sowie
wegen nicht aufgeben und bemühten uns der Stütze inmitten des Raumes und an
noch intensiver um Sponsoren. Wir gingen der Giebelseite bis zu den Fenstergurten
Aussichtslos? Dann erst recht! regelrecht betteln und wurden bei ver- vor. Deswegen mussten bis dahin in vie-
Wir können jeden nur ermuntern, auch schiedensten Firmen vorstellig, bewarben len Nachtschichten mit mauern, Gerüsten
große und aussichtslos oder absurd uns um das Förderprogramm des Landes bauen, schalen, dämmen und dem Flech-
erscheinende Ideen anzupacken. Wenn Baden-Württemberg und bekamen eine ten von Stahlkörben die Voraussetzungen
man davon überzeugt ist, findet sich Zusage des Projektes unter dem Titel „Der geschaffen werden. Der Gefahr des Nacht-
immer ein Weg, diese zu verwirklichen! Jugend Räume schaffen“. Dadurch ange- frostes bewusst zogen wir diesen Plan
spornt, konnten wir weitere Personen und durch und der Beton konnte kommen.
Firmen von unserer Idee überzeugen, so Alles gelang, weshalb wir am 17. März auf
Wir hatten zwar vielerlei Ideen, aber das dass wir nach erneutem Kalkulieren des die frisch betonierten Gurte der Giebel-
Hochbauamt ließ nichts zu, was vom Eigenanteils im Februar 2007 erkannten: seite weitermauern und an diesem Tag
Musterraumbedarfsplan abwich. Dann Der Startschuss für den Jugendbau konn- alle Wände „hochziehen“ konnten. Es ging
kam der Einfall, ein eigenes Gebäude zu te gegeben werden. Seitdem ging es bei gewissermaßen Schlag auf Schlag und am
7. April richteten die Zimmerleute das Dach
auf; eine Woche später konnte es vollends
geschlossen werden. Innerhalb von sechs
Wochen war in vielen Nachtstunden und
mit Hilfe vieler Helfer, Eltern, Freunde und
Jugendlicher der Rohbau hochgezogen.
Zwar hatte das Blechdach Lieferprobleme,
aber wir konnten es soweit abdichten,
dass dem Innenausbau nichts mehr im
Wege stand. Da noch keine Fenster drin
waren, war es einfach, die großen Span-
und Rigipsplatten sowie das Gebälk für die
Zwischenwände in den Raum zu befördern.
Durch die Holzständerbauweise konnten
die Jugendlichen selbst die Zwischenwän-
Herzlich Willkommen bei der THW-Jugend Münsingen. de aufrichten, beplanken, dämmen und
6Das starke THW-Jugend-Magazin
Schwerpunkt
dichtet werden musste und der Elektriker sanitären Einrichtungsgegenstände den
Der Dank ist euch gewiss! seine Verkabelung anschließen musste. Fliesenleger ab und die Wände erhielten
Unser besonderer Dank gilt den Sponso- Doch es klappte und so kam am Samstag, noch eine Lage Rauputz, wohlgemerkt alles
ren, ohne deren finanzielle und materiel- den 16. Juni um 7:30 Uhr der Betonmischer eine Woche vor dem gesteckten Ziel. Zum
le Unterstützung wir dies nie geschafft und kippte uns etwa elf Tonnen Zemente- Glück kamen die bestellten Küchenteile
hätten! Ganz zu schweigen von den vielen strich auf den Hof. Dieser musste schnellst- eine Woche eher, so dass unser Küchenbau-
unermüdlichen Helfern aus dem OV, die möglich mit Schubkarren in den Jugend- er das letzte „i-Tüpfelchen“ setzen konnte.
nicht nur an den Diensten, sondern auch raum befördert, dort verteilt, verdichtet, Am Samstag, den 1. September schraubten
viel in ihrer Freizeit gearbeitet und ange- glatt gestrichen und eingeebnet werden. wir außen die letzten Fassadenplatten an
packt hatten. Nicht zu zählen, wie oft Das war eine riesige Anstrengung unter den Jugendbau und richteten innen alles
sie sich sehr kurzfristig Zeit genommen extremem Zeitdruck, denn bis zum Mittag ein. Danach mussten nur noch Silikonfu-
und auch manch schlechte Laune, Druck musste alles verarbeitet sein. Sonst hätten gen gezogen, die letzen Kleinigkeiten ein-
sowie Hektik ausgehalten und VIEL Zeit wir einen elf Tonnen schweren Betonbro- geräumt, geputzt und hergerichtet wer-
investiert hatten. Dafür sagt die THW- cken im Hof liegen gehabt. Die Trocknungs- den und entgegen vieler skeptischer Mei-
Jugend Münsingen ganz herzlich DANKE! zeit des Estrichs und der frisch vergipsten nungen hatten wir nicht nur den Bau des
Ein besonderer Dank gilt den Führungs- Wände nutzten wir ein klein wenig zur Jugendraumes an sich, sondern sogar des-
kräften des Münsinger THW, aus deren Erholung. Diese war am 14. Juli vorbei, sen Fertigstellung innerhalb der anvisier-
Reihen nicht nur die zündende Idee für denn es ging mit dem Rauputz im Jugen- ten Zeit geschafft! Die Jugendlichen hat-
den Jugendraum kam, sondern die uns draum und Vorraum weiter. Parallel dazu ten sich diesen Jugendraum selbst erarbei-
auch stets den Rücken stärkten, halfen erstellte eine Gruppe die aufwändige und tet. Sie haben oft sehr kurzfristig noch mit
und unterstützen! gedämmte Unterkonstruktion der Außen- angepackt und bis spät in die Nacht hinein
fassade. Diese musste in ihrer Erscheinung geackert. Teilweise konnten erst Nachbarn,
mit Rigips verkleiden. Zuvor war die Elek- dem Anbau angepasst werden. die sich ob des Baulärms beschwerten, dem
trik verlegt und die Sanitärinstallation Tatendrang ein (kurzfristiges) Ende setzen.
durchgeführt worden. Mitte Mai kamen Ehrgeiziges Ziel vor Augen Nicht nur einmal wurden wir gefragt, ob
die Fenster und wurden kurz darauf einge- Von Baubeginn an hatten wir ein sehr ehr- wir eigentlich im THW wohnen würden. Auf
baut. Dann verschlang eine Menge kleiner, geiziges Ziel, denn der Jugendraum sollte alle Fälle hat die Jugend gezeigt wozu sie
aber nicht minder wichtiger Tätigkeiten bis zum 7. September gemeinsam mit dem fähig ist und hat bewiesen, was ihr anfangs
(Eckschienen und Fensterbretter set- THW-Neubau eingeweiht werden. Aller- kaum einer zutraute!
zen, abkleben, grundieren …) unsere Zeit, dings drohte der Estrich, einen Strich durch
bevor am 2. Juni kam der Gipser kam und unseren Zeitplan zu machen: Er wollte ein- Alexander Schumann
den Innenputz aufbrachte. fach nicht trocknen! Kurz entschlossen
liehen wir uns Bautrockner aus, heizten
Elf Tonnen Estrich eingebracht und lüfteten den Jugendraum, aber den-
Exakt 14 Tage danach wollten wir den Est- noch mussten wir noch bis zum 5. August
rich verlegen. Die Zeit wurde extrem knapp, warten, bevor wir mit dem hölzernen OSB-
da bis dahin die Sanitär- und Heizungsinstal- Boden beginnen konnten. Diese schwim-
lation fertig gestellt werden, der Boden mend verlegten großen Nut- und Feder
mehrfach gedämmt, abgeklebt und abge- Platten sind sehr robust, pflegeleicht und
recht einfach zu verlegen. Allerdings mus-
sten vor dem Versiegeln Spalten ausgebes-
sert, verspachtelt und alles komplett glatt
geschliffen werden. Sockelleisten mussten
gesägt, gefräst, geschliffen und lackiert
werden. Anschließen führte der Fliesen-
leger in den WCs und im Vorraum seine Verwirklichte Träume: Die neuen Jugendräume
Arbeiten durch und die Innenraumgestal- waren bezugsfertig.
tung startete. Aus vielen
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kleinen Schrankmodulen
eines Messebauherstellers Infos kurz und bündig
bauten wir Schrankwän- Quelle: THW-Jugend Münsingen
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de, organisierten ein Sofa, Kontakt: Alexander Schumann
Tische, Stühle... In den E-Mail: alexander.schumann@thw-muensingen.de
WCs löste der Installateur Internet: www.thw-muensingen.de
Vor dem Einbau wurden die Dachsparren grundiert. mit der Endmontage der
7Das starke THW-Jugend-Magazin
XXI. Bundesjugendausschuss
XXI. Bundesjugendausschuss in Mainz
Krönt die Jugendarbeit: Kommt alle nach Trier!
Der 21. Bundesjugendausschuss der THW- aktiv seien. Potenzial sei also da, auch bei renten der Bundesjugendleitung und der
Jugend e.V. tagte im November 2007 im Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Bundesgeschäftsstelle für die geleistete
Mainzer Jugendgästehaus. 71 stimmbe- Mit anderen Jugendorganisationen stün- Arbeit. Bei den Referenten gab es einige
rechtigte Mitglieder des höchsten Gremi- de man dabei im Wettbewerb, nicht in Änderungen. Marc Warzawa werde sich
ums der THW-Jugend hatten den Weg in Konkurrenz. Er forderte die THW-Jugend in Zukunft ausschließlich um das Jugend-
die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz auf, für sich selbst eine Messlatte in Form Journal kümmern, die Öffentlichkeitsar-
gefunden. In seiner Eröffnung begrüßte eines Positionspapiers zu erstellen. Zum beit von der Bundesgeschäftsstelle über-
Bundesjugendleiter Michael Becker die aus Thema Bundesjugendlager stellte Broem- nommen. Darüber hinaus gebe es einen
dem gesamten Bundesgebiet angereisten me fest: „Trier ist eine tolle Wahl“. Er wün- neu berufenen Referenten für Ausbildung
Delegierten und hieß den THW-Präsidenten sche eine gute Vorbereitung und biete die und Wettkampf. Für diese Aufgabe sei
Albrecht Broemme sowie den THW-Bundes- Hilfe des THW an. Marco Hämmer gewonnen worden.
sprecher Frank Schulze als Gäste herzlich
willkommen. Schulze: „Ihr wurdet internationaler“ Pamperin: „Kinderbuch ist ein Erfolg“
Der Bundessprecher des THW, Frank Schul- Nicole Pamperin gab anschließend den
Broemme: „Jugendarbeit ist Basis des ze, richtete ebenfalls Grußworte an die Bericht der Bundesgeschäftsstelle ab. Der
THW!“ Delegierten. Er stellte erfreut fest, dass Verkauf des neuen Kinderbuches sei sehr
THW-Präsident Albrecht Broemme über- die Internationalität des THW auch in der gut angelaufen und das Buch komme über-
brachte Grüße aus dem BMI und vom Prä- Jugendarbeit zum Ausdruck komme. Dane- all gut an. Auch die Aktion der „helfenden
sidenten der THW-Bundesvereinigung, ben sprach er auch über zurückliegende Verbände“ solle weitergeführt werden.
Joachim Fuchtel: „Solche Versammlungen Diskussionen um die Personalstärke der Hier seien weitere Aktionen, wie beispiels-
sind wichtig, um Neues zu hören und hauptamtlichen Mitarbeiter, die Fusion mit weise die Messe „Re:spect 2008“ oder ein
sich zu sehen“. Daneben erläuterte Bro- dem BBK und die Kürzung von Mitteln. Dies „Heldencamp“ geplant. Zum Wettbewerb
emme verschiedene aktuelle Entwick- alles sei überstanden und so wieder Stabi- „Jugendraum“ seien zahlreiche Arbeiten
lungen und ging bei der Frage nach seinen lität und Berechenbarkeit für die Zukunft eingegangen, die zur Zeit gesichtet und
Erwartungen an die THW-Jugend auf ver- gegeben. Er zeigte sich froh, dass sich die von einer Jury bewertet werden würden.
schiedene Punkte ein. Konkret nannte er Wogen geglättet haben: „Wir wollen doch Das Ergebnis solle spätestens im zweiten
den Übergang von Mitgliedern der THW- nur in Ruhe unsere Arbeit machen.“ Quartal 2008 bekannt gegeben werden.
Jugend in die Bundesanstalt THW („wenn
sich Jugendliche im OV aufgehoben füh- Becker: „Ich freue mich aufs Römerlager
len, wird auch gerne zum OV gewechselt“) Trier“
oder die Erschließung weiterer Jugendli- Der Bericht der Bundesjugendleitung lag
cher für das THW. „Bei der Jugendarbeit, beim 21. Bundesjugendausschuss erstma-
Basis des THW, können wir noch mehr lig als gedruckte Broschüre im Format DIN
Jugendliche erschließen“ führte Broemme A5 vor, was vom Gremium positiv aufge-
aus und zitierte Untersuchungen, dass nur nommen wurde. Michael Becker hob in
10 % der Jugendlichen in Organisationen seiner Bilanz einige herausragende Akti-
onen hervor. Er dankte Fuchtel für die
enge Zusammenarbeit und kooperative
Unterstützung bei der Arbeit in den Aus-
schüssen. Es folgte ein Ausblick auf das Blick ins Auditorium.
Bundesjugendlager 2008 in Trier unter
dem Arbeitstitel „Römerlager“. Erstmalig Farin: „Trends gibt es derzeit nicht“
soll das Lager zwar lokal angesiedelt sein, Der Journalist Klaus Farin referierte sehr
aber bundesweit gemeinsam vorbereitet engagiert über Jugendkulturen und ging
und getragen werden. Auch die teilneh- auf viele Facetten ein. Er ist einer der Ini-
menden Jugendgruppen sollen stärker tiatoren des in Berlin ansässigen „Archiv
eingebunden werden: „Ich freue mich auf der Jugendkulturen e. V.“. Das Archiv
Trier, macht Werbung dafür und kommt!“ beherberge eine Präsenzbibliothek, die in
Tolerant – hilfsbereit – weltoffen: THW-Jugend im In seinen Ausführungen dankte Becker erster Linie für wissenschaftliche Arbeit
Kinderland. auch seinen Stellevertretern, den Refe- zugänglich sei. Er verstehe die Arbeit des
8Das starke THW-Jugend-Magazin
XXI. Bundesjugendausschuss
gendlager in Trier wieder eine Sonderaus-
gabe an. Der neue Referent für Ausbildung
und Wettkampf, Marco Hämmer, stellte
sich dem Plenum vor und gab als seine
erste Aufgabe den Bundeswettkampf in
Trier an.
„Drei Tage Zeit für Helden“
Winfried Pletzer stellte am Nachmittag
den Delegierten das Projekt „Drei Tage Zeit
für Helden“ des bayerischen Jugendrings
in Zusammenarbeit mit dem Radiosender
THW-Bundessprecher Frank Schulze war mit dem Kamingespräch zwischen Hanna Glindmeyer, Michael „Bayern 3“ vor. Hier mussten Jugendgrup-
Wettkampf-Bundessieger in Nordafrika. Becker, Frank Schulze und Albrecht Broemme.
pen innerhalb von 72 Stunden Projekte im
Archivs als beobachtende: Es sollen keine die durchgeführten Maßnahmen im Jahr sozialen Bereich durchführen. Diese Akti-
Trends gesetzt werden, sondern man 2007. Die Schwerpunkte der aktuellen on war in Bayern ein absoluter Erfolg und
interessiere sich dafür, was Jugendliche Maßnahmen lägen in Rußland, Polen, Tsche- wurde von den Jugendgruppen und der
bewegt: Eine kleine Gruppe wolle sich von chien und der Türkei. 2008 werde es ein Bevölkerung sehr gut angenommen, 39
der Umgebung abheben und entwickle Treffen geben, an dem Jugendbetreuer, Jugendgruppen des THW Bayern nahmen
eigene Erkennungsmerkmale: Kleidung, die an internationalen Maßnahmen interes- teil und konnten sich bei der Gruppenwer-
Sprache oder Musik seien für Außenste- siert seien, teilnehmen können. In Vertre- tung einen Platz in der Top 10 sichern. Nach
hende am leichtesten zu bemerken. Soge- tung für Marc Warzawa erläuterte Michael einer Diskussion zu dieser Aktion läutete
nannte „Trend-Scouts“ würden versuchen, Becker den aktuellen Stand beim Jugend- Michael Becker das Ende des 21. Bundesju-
neue Strömungen auszumachen und kom- Journal. Die Auflagenhöhe konnte kon- gendausschuss ein, dankte den Delegierten
merziell umzusetzen. Es sei interessant zu stant gehalten werden und die Akquisition für ihr Erscheinen und wünschte eine gute
beobachten, wie sich die ursprünglichen von Werbekunden liefe gut. Die Stunden- Heimreise. Bei gemütlichen Gesprächsrun-
Trendsetter abwendeten, sobald man sich pläne als Beilage im Jugend-Journal kamen den und einer Karaokeveranstaltung klang
mit den gewählten Merkmalen nicht mehr sehr gut an und seien komplett vergriffen. der Abend aus.
von der Masse absetzen könne. Arbeitsge- Michael Becker dankte der Redaktion für
biete des Archivs seien die Begleiterschei- die Arbeit und kündigte für das Bundesju- Michael Philipp, Marc Warzawa
nungen Toleranz, Rassismus und Homo-
phobie. Die Studien dauerten in der Regel
fünf Jahre und es werden mit Freiwilligen
„aus der Szene“ Interviews geführt, die
zwischen drei Stunden und drei Tagen dau-
erten. Neben den Interviews werden auch
Fanzines, Lieder und Videos ausgewertet
und analysiert. Er erläuterte, dass man
an Schulen jährlich rund 80 Projekttage
organisiere und die Forschungsergeb-
nisse in einem eigens gegründeten Verlag
publiziere. Wenn sich derzeit überhaupt
ein Trend ausmachen lasse dann der, dass
Jugendliche immer früher Drogen konsu-
mierten. Da sich Untersuchungen zufolge
nur 1 % der Jugendlichen ein ehrenamt-
liches Engagement vorstellen könnten,
sehe er für alle Vereine und Hilfsorganisati-
onen noch ein gewaltiges Potenzial. (Mehr
Infos unter www.jugendkulturen.de.)
Berichte der Referenten
Nach der Mittagspause gab der Refe-
rent für internationale Jugendarbeit der Bundesjugendleiter Michael Becker begrüßte Delegierte und Gäste, unter ihnen THW-Präsident Albrecht
Bundesjugendleitung einen Überblick über Broemme.
9Das starke THW-Jugend-Magazin
Schwerpunkt
Abstimmung technischer Details in Druckerei des Jugend-Journals
„Darf's ein bisschen mehr Blau sein?“
„Odruckt is“: Während im Süden der Repu- Um ein vollfarbiges Produkt wie dieses bestätigten nach einigen Handgriffen, dass
blik mit gezielten Hammerschlägen auf die Jugend-Journal in einem Durchlauf dru- das Ergebnis tatsächlich dem Modell eines
hölzernen Zapfhähne großer Fässer diese cken zu können, ist folglich eine Druckma- THW-Fahrzeuges entsprach. Allerdings
angestochen, also „ozapft“ und damit in schine mit mindestens vier Farbwerken wurde uns dadurch bewusst, dass wir noch
München und Stuttgart die jeweiligen Volks- nötig. Würde man einen Farbton, wie bei- einige Arbeit zu investieren hätten, bis das
feste eröffnet wurden, trafen sich in Alfter, spielsweise unser THW-Blau (als Lack fach- nächste Jugend-Journal in gleicher Form
nahe Bonn, Mitglieder des Jugend-Journals, sprachlich RAL 5002 genannt) nicht durch vor uns liegen würde.
um zusammen mit unseren Ansprechpart- Mischung erzeugen, sondern ganz exakt
nern bei der Druckerei Frau Fuhrmann, drucken wollen, käme noch eine weitere Marc Warzawa / Ulrich Stille
Herrn von Pfetten und Herrn Brümmer, Farbe hinzu (dieses Mal jedoch als bereits
dem Chef, über die „richtige Farbzerlegung“ gemischter Farbton). Dadurch wird der
zu debattieren und sie mit kalibrierten Dru- Druck aufwändiger, ist nur mit einer Das Jugend-Journal lebt zum einen von
ckern auch gleich auszuprobieren. Denn Fünf-Farben-Druckmaschine zu erstellen den darin abgedruckten Berichten, aber
bekanntlich bilden die Farben Gelb, Magen- oder muss mehrfach durch die Maschine was sein gewohnt farbenfrohes Layout
geschickt werden, was die Herstellung ausmacht, sind die darin abgedruckten
deutlich verteuert. Da jedoch das Jugend- Bilder. Erst wahre „Hingucker“ machen
Journal möglichst günstig gedruckt wer- einen Bericht lesenswert und verknüp-
den soll (und muss!), haben wir uns eben fen sich in den Gedanken des Lesers mit
bei „Das Druckhaus“ in Alfter getroffen, dem Gelesenen. Um das erreichte Niveau
um dort die optimale Lösung zu finden. zu halten und darüber hinaus zu entwi-
Bei der während des Druckvorgangs ckeln, sucht die Redaktion einen
durchgeführten Prüfung muss insbeson-
dere berücksichtigt werden, dass die Far-
ben im Verlauf des Trocknungsvorgangs
Bildredakteur (m/w)
ihr Erscheinen ändern. Zudem spielen die der uns bei der elektronischen Nachbe-
Frisch gedruckt und schon zusammengebaut.
Lichtverhältnisse, unter denen man das arbeitung und -aufbereitung von Bildern
ta (ein Rot-Farbton) und Cyan (ein Blau- Druckprodukt betrachtet, noch eine wich- in Helligkeit und Farbe, Bildrecherche,
Farbton) die Grundlage, aus der auf Papier tige Rolle. Einholen von Abdruckrechten und der-
fast alle Farben gemischt werden können. gleichen unterstützt. Der routinierte
Um einen deutlichen Kontrast zu erreichen, und selbständige Umgang mit Standard-
kommt üblicherweise noch Schwarz hinzu. software wie Photoshop® oder Gimp
Auf diesem Wege nicht zu erreichen sind sollte selbstverständlich sein. Ebenso
beispielsweise Neon- oder Metallic-Farben. besteht die Möglichkeit, eigene Werke
Aber auch bestimmte „normale“ Farben sind (Bilder) in die Arbeit einzubringen.
problematisch, darunter unter anderen Auch gibt es viele „Zahlenfriedhöfe“,
ausgerechnet Blau- und Orangetöne (wie in die durch ansprechende Grafiken zum
unserem Heft). Leben erweckt werden sollen. Bei dieser
ehrenamtlichen Tätigkeit sind neben
Profis aus der Werbebranche auch ver-
sierte und ambitionierte Schüler(innen)
willkommen. Denn in der Vergangenheit
Damit die GKW gelingen, legte sogar Chefredakteur
Marc Hand an.
hat sich die Mitarbeit für manche(n) im
späteren Berufsleben ausgezahlt.
Den technischen Gesprächen schloss sich
eine Besichtigung an und wir konnten Aussagekräftige Bewerbungen bitte
„Gutenbergs Erben“ bei der Arbeit zuse- an die Bundesgeschäftsstelle der THW-
hen. Zufällig war gerade die neue Auflage Jugend e. V., Provinzialstraße 93, 53127
eines THW-Bastelbogens im Entstehen und Bonn oder per E-Mail an Marc Warzawa
Wenn man nur die großen auch so schnell fertigen die viele Jahrzehnte alte Stanze zeigte (marc.warzawa@jugend-journal.de).
könnte ... ihr Können. Die Spielkinder der Redaktion
10Das starke THW-Jugend-Magazin
Computer & Internet
Plätze 2 und 3 beim Wettbewerb „The Homepage-Winner“
Infos und Design müssen sein
Wie versprochen berichten wir euch auch es ein Anreiz für die Betreiber der Web-
über den zweiten und dritten Platz des seite, diese auf die neuesten technischen Content Management System
diesjährigen Homepagewettbewerbs. Standards zu bringen. Glückwunsch an die
THW-Jugend Hamburg Nord! (engl.: Inhalts-Verwaltungs-System):
Hamburg: Inhalt im Mittel- Dieses System organisiert das gemeinsa-
punkt Herten punktete mit Extras me Bearbeiten von Inhalten. Diese Syste-
In Hamburg gibt es sie- Auf einem ganz ande- me sind im Internet weit verbreitet. Sie
ben Ortsverbände. Da ren Weg bewegen sich bringen Übersichtlichkeit, Einheitlichkeit,
ist es, wie in allen deut- die Drittplatzierten Einfachheit und Sicherheit. Es gibt ver-
schen Großstädten, schwer, aus Herten. Mit mehr schiedenste Sorten von CMS, je mit ver-
sich abzuheben. Die THW-Jugend Hamburg Design und sehr ext- schiedenen Anforderungen und Features.
Nord hat es allerdings dennoch geschafft. ravaganten Features Das bekannteste CMS ist das MediaWiki,
Mit einem schlichten und konsistenten wie Flash-Spielen oder der Möglichkeit, das im Rahmen der Wikipedia entwickelt
Design präsentiert sich die Jugendgruppe E-Cards zu verschicken, will man hier über- wurde und für die allgemeine Benutzung
und kann vor allem dadurch schon punk- zeugen. Dabei greift die Webseite auf das freigegeben ist. Dazu kommen CMS wie
ten. Der Inhalt der Artikel und die Fotos CMS Joomla! zurück. Viele Informationen Joomla!, Typo3 oder Drupal. Ideal für
der Jugend stehen hier im Mittelpunkt. findet man bei der Jugendgruppe zum kleine Webseiten ist zum Beispiel Word-
Dabei findet man auf der Seite nicht nur Thema der Teilnahme. Zielgruppe scheint press, für das sehr viele Erweiterungen
Neues über die Jugendgruppe selbst, son- hier offensichtlich der THW-Interessierte angeboten werden, um es in alle mögli-
dern auch allgemein über das THW und die zu sein. Darunter leidet die Struktur der chen Richtungen zu erweitern. Wir haben
Welt. Auch in der Terminübersicht findet Webseite leider ein wenig. Ein großes Lob euch hier mal ein paar Links angehängt,
sich viel Interessantes. So avanciert die gehört hingegen den Fotografen und dem die euch helfen, mehr über verschiedene
Webseite sicherlich zur Startseite für die Webmaster für die Bilder, die alle in einer CMS zu erfahren.
Mitglieder dieser Jugendgruppe. Ein Gäs- vergrößerten Version angesehen werden
tebuch sichert den Kontakt zur Außen- können. Die Webseite hinterlässt einen fri- wordpress-deutschland.org
welt – zu anderen Jugendgruppen und schen, positiven Gesamteindruck, der die www.Typo3.org
Interessierten. Die Webseite überzeugt, Lebendigkeit und Vielseitigkeit der THW- www.Drupal.org
denn man kann sich gut durch die logische Jugend sehr gut repräsentiert. www.Joomla.de
Struktur bewegen und die Inhalte schnell www.mediawiki.org
erreichen und betrachten. Vielleicht sei Kai Wegner
Hamburg Nord erfreut das Auge des Surfers mit Hamburg Nord: Die Informationen sind kompakt Herten: Ein vielfältiger und leicht zugänglicher
klarer und übersichtlicher Gliederung. zusammengestellt und leicht zu erreichen. Internetauftritt lädt zum Verweilen ein.
11Das starke THW-Jugend-Magazin
Live dabei
THW-Jugend Bergisch Gladbach
Chemie und Pharmazie „zum Anfassen“
Woher kommen unsere Arzneimittel? Wie Gruppe entlang des Produktionsweges vom
findet man einen Zuckerwürfel im Boden- Reaktionskessel über die Aufarbeitung bis
see? Was macht eine Werksfeuerwehr? zur Abfüllung. Als letzte Station wurde die
Diese und viele weitere Fragen wurden Werksfeuerwehr besichtigt. Diese war auf
am Samstag, den 10. März 2007 bei einem einem alten Luftschutzbunker errichtet,
Besuch der Jugendgruppe des OV Bergisch was die ungewöhnlichen Türen im Keller
Gladbach im Leverkusener Werk der Firma der Wache erklärte. Nach der Vorstellung
Dynamit Nobel beantwortet. Die Führung der Fahrzeuge wurde noch ein „Ereignis-
durch das Werk begann in der Forschungs- becken“ gezeigt, in dem mehrere tausend
und Entwickungsabteilung, wo im Labor- Liter verunreinigtes Wasser zurückgehalten
maßstab neue Verfahren zur Herstellung werden können. Dies soll im Unglücksfall
von Chemikalien entwickelt werden. Danach verhindern, dass verunreinigtes Löschwas-
wurde ein „Kernresonanzspektrometer“ ser oder Chemikalien in den Rhein fließen.
vorgestellt, mit dem die Struktur von Mole- Die Besucher „huldigten“ dem Gründer des Werkes Damit war die Führung beendet und die
und Stifter des Nobelpreises, Alfred Nobel.
külen untersucht werden kann. Weiter ging vier THW-Fahrzeuge machten sich auf den
es durch die Abteilung für Qualitätssiche-
gezeigt, wie ein kleiner Tropfen einer hoch Heimweg.
rung, in der die hergestellten Produkte auf
verdünnten Lösung eines Arzneimittels
ihre Reinheit geprüft werden. Dabei wurde
über die Freigabe einer ganzen Produkti- Michael Berghaus
onsmenge im Wert von mehreren tausend
Einfach mal
Euro entscheidet. Vor der nächsten Sta- Yannik Dykmann, 13:
Infos kurz und bündig tion wurde im Pausenraum eine kleine Ich bin in der THW-Jugend ...
Quelle: THW-Jugend Bergisch Gladbach Stärkung eingenommen. Danach ging ... weil ich mich für elek-
reinklicken!
Kontakt: Jens Breuner es in einen Produktionsbetrieb für ein trische Geräte interessiere
E-Mail: jens.breuner@thw-gl.de Arzneimittel-Vorprodukt. Hier erläuter- und weil man Bootfahren
Internet: www.thw-gl.de te der Betriebesleiter das Sicherheits- kann.
konzept des Gebäudes und führte die
THW-Jugend Landsberg
Hurra, endlich ein eigenes Fahrzeug!
In den letzten Jahren konnte die THW- Planenaufbau nutzen. Dieses Fahrzeug Erfahrung als Karosseriebauer in dieses
Jugend Landsberg für die verschiedenen war mittlerweile über 30 Jahre alt und Projekt gut einbringen konnte. Die THW-
Unternehmungen einen kleinen LKW mit durfte wegen der neuen Führerschein- spezifische blaue Lackierung erhielt der
regelung nicht mehr von jedem Helfer Bus in der modernen Lackierkabine der
gefahren werden. Mit finanzieller Unter- Schüssler Unimog GmbH in Lengenfeld.
stützung des THW-Fördervereins konn- Das Unternehmen hat die Junghelfer bei
te ein gebrauchter, zwar etwas überho- ihrem engagierten Vorhaben großzügig
lungsbedürftiger, aber in der Substanz und unentgeltlich mit Material, Technik
doch gesunder VW-Bus zu günstigen Kon- und Know-how unterstützt.
ditionen erworben werden.
Elmar Helminger
In Eigenleistung wurden von engagier-
Einfach mal
ten Helfern über 500 Stunden in die
Infos kurz und bündig
reinklicken!
Restaurierung dieses Fahrzeugs inves-
tiert. Hauptkoordinator und treibende Quelle: THW-Jugend Landsberg
„Väter“ des Erfolges: Martina und Jürgen Grunow,
Firma Schüssler, Horst Grunert, Markus Feldbauer Kraft dieser Maßnahme war Jugendleiter Kontakt: Elmar Helminger
und Benjamin Weichsberger sowie Junghelfer. Markus Feldbauer, der seine berufliche
12Das starke THW-Jugend-Magazin
Live dabei
THW-Jugend Günzburg
Helden nahmen Legoland Deutschland ein
Mehr als 7.000 Legoland-Besucher ließen Gesprächen über die Arbeit derselben. Eine Die Betonkettensäge wird als Rettungs-
sich am 22.09.2007 bei wunderschönem der mit am stärksten frequentierten Stati- werkzeug eingesetzt, um Zugänge zu ver-
Wetter den „Tag der Helden“ nicht entge- onen waren die ausgestellten Fahrzeuge des letzten und verschütteten Personen zu
hen. Das THW und die THW-Jugend Günz- THW und der Feuerwehr. Da spielte es auch schaffen. Mit ihr lassen sich Wand- und
burg, die Feuerwehr Günzburg, das Baye- keine Rolle für die Kinder, dass es manchmal Deckendurchbrüche erschütterungsfrei
rische Rote Kreuz (BRK) Günzburg, die Ret- etwas dauerte, bis der Platz am Steuer wie- herstellen. Sie kann ferner zur Schaffung
tungshundestaffel des Deutschen Roten der frei wurde. Mit einer bemerkenswerten von Verständigungs- und Belüftungsöff-
Kreuzes (DRK) und die Deutsche Rettungs- Geduld standen die eingesetzten Kräfte nungen benutzt werden. Mit der Beton-
flugwacht e. V. (DRF) zeigten Ausschnitte den wissensbegierigen Kindern Rede und kettensäge sind Einschnitte bis 38 cm
ihrer alltäglichen und nichtalltäglichen Auf- Antwort. Das THW, immer wieder auch bei Tiefe in Stahlbeton möglich. Ebenso sind
gaben. Zusätzlich stellten die Beteiligten Großschadensereignissen gefordert, zeigte Bodenschnitte, Kerbschnitte, waagerech-
Fahrzeuge und Hilfsmittel ihrer Organisati- den Umgang mit seiner Sonderaustattung, te Schnitte und Eckschnitte bei beengten
onen vor und auf dem Legogelände aus. wie zum Beispiel dem Motortrennschleifer Platzverhältnissen möglich. Die tragbare,
Viele kurzentschlossene Ausflügler und der Betonkettensäge, und sorgte damit hydraulisch angetriebene Säge ist geeig-
besuchten die Vorführungen der Ausstel- für viel Lärm und Staub wie auch Aufmerk- net, Materialien wie Stahlbeton, Mauer-
ler und informierten sich in persönlichen samkeit der Besucher. werk, Naturstein und Steinzeug zu schnei-
den. Einstechschnitte zum Einbringen von
Löchern in Betonwände oder Rohre sind
ohne weiteres möglich.
Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg
zeigte, was beim falschen Umgang mit
brennendem Öl beim Kochen passiert. Für
die Zuschauer sicherlich ein lebenslanger
„Denkzettel“: Beim Versuch, das Feuer mit
Wasser zu löschen, breitete es sich explo-
sionsartig aus. Das BRK demonstrierte die
richtige Versorgung und Betreuung eines
„Verletzten“. Bei der DRF lernten Kinder
auf spielerische Art und Weise, wie sie
Gefahren erkennen und vermeiden kön-
nen und wie sie reagieren, falls ein Not-
fall eintritt. Die Kurse liefen im Rahmen
der Kooperation der DRF mit dem Bussi-
Bär-Magazin. Bussi Bär, der auch zugleich
seinen 40. Geburtstag feierte, wirkte bei
den „Kinder lernen helfen“-Kursen mit. Er
begrüßte die Kinder, gab Autogramme
und half tatkräftig beim Anlegen von Ver-
bänden.
Thomas Sigmund
Einfach mal
Infos kurz und bündig
Quelle: THW-Jugend Günzburg
reinklicken!
Kontakt: Thomas Sigmund
E-Mail: Thomas Sigmund
Internet: www.thw-gz.de
Ritze, ratze eine Lücke in die Brücke? Das THW sägt auch durch Beton.
13Das starke THW-Jugend-Magazin
Live dabei
THW-Jugend Bornheim
Aus Landratten wurde ein Team
Vom 25. bis 28. Mai 2007 verbrachten wir und die Mithilfe bei den An- und Ablegema- änderte sich das Wetter. Es kam Wind mit
unsere Jugendfreizeit auf der Ostsee auf növern und vieles mehr. Am Freitag gegen Windstärke fünf auf und das Meer wurde
dem Segelschiff „Nobile“ des „Förderver- 16:00 Uhr stachen wir dann in See. Die erste unruhig. Gischt spritze über das Deck und
eins alter Traditionssegler e. V.“. Auch wenn Nacht verbrachten wir vor der Küste von das Schiff bewegte sich rauf und runter.
das Wetter nicht immer glänzte und wir Eckernförde. Da wir nicht in einem Hafen Aus diesem Grund drehten wir, nachdem
deshalb einen kleineren Törn machten festgemacht hatten, musste eine Ankerwa- wir zunächst auf die Ostsee hinausgefah-
mussten, als wir uns vorgenommen hat- che für die Nacht gebildet werden, die auf ren waren, sehr bald in Richtung Eckernför-
ten, kann man doch von einer gelungenen die Position des Schiffes und auf die Wet- de ab, um eine Gefährdung von Besatzung
Freizeit sprechen. Damit jeder etwas auf terlage achtete. Dies geschah mit einem und Material nicht zu riskieren.
der Reise zu tun hatte, wurden vor dem Kompass, über den zwei Leuchtfeuer in
Auslaufen alle Besatzungsmitglieder in ver- Ankernähe angepeilt wurden. Durch die
schiedene Tagesaufgaben (Wachen) einge- Messergebnisse konnte man immer fest-
teilt. So musste eine Backschaft gebildet stellen, ob das Schiff noch in Position lag
werden, die sich um das Essen kümmerte oder ob es doch besser wäre, den Kapitän
und eine Wache, die einmal am Tag „Rein zu wecken, wenn die „Nobile“ sich weiter in
Schiff“ machte. Bei der Einweisung auf dem Richtung Strand und somit in flache Gewäs-
Schiff erklärte man uns, was unsere Aufga- ser bewegt hätte. Am nächsten Tag führte
ben während des Törns sein würden. Hier- uns die Reise um 8:00 Uhr weiter nördlich
zu zählten unter anderem das Setzen des nach Maasholm. Hier machten wir am Abend
Haupt-(Gaffelsegel), des Klüver- und Fock- im Hafen fest, da die Wetterbedingungen
segels sowie die Bergung (das Reffen) der ein Ankern in Küstennähe nicht zuließen.
Segel, das Bedienen der Dirken (Leinen, ähn- Außerdem freute man sich endlich auf eine
Zwischen den Manövern ein wenig Ruhe.
lich einer Kranleine, zum Heben und Senken warme Dusche und eine Toilette, die nicht
des Baumes), das Verpacken von Segeln im Spiel der Wellen schwankte. Am Sonntag Die Zeit, die wir nicht mit unseren Wachen
und Segeltätigkeiten verbrachten, über-
brückten wir mit träumen, lesen, erzählen
und Gesellschaftsspielen, so dass keine Lan-
geweile oder schlechte Stimmung aufkam.
Der folgende Tag wurde dann schon mit
Packen und Aufräumen verbracht. Um acht
Uhr fuhren wir ein letztes Mal auf die Ostsee
hinaus und setzten noch einmal die Segel.
Wir konnten auch noch einmal auf den Mast
steigen oder im Beiboot unsere Runden um
die „Nobile“ drehen. Die Jugendfahrt hatte
uns als Jugendgruppe noch enger zu einem
Team zusammengeschweißt, da wir ohne
Teamarbeit nicht an unser Ziel gekommen
wären. Auch das Leben auf engem Raum
machte uns zu einer starken Einheit.
Johannes Hirzebruch
Einfach mal
Infos kurz und bündig
Quelle: THW-Jugend Bornheim
reinklicken!
Kontakt: Susanne Schütze-Lülsdorf
E-Mail: s_luelsdorf@web.de
Internet: www.thw-bornheim.de
Unsere Galionsfiguren.
14Das starke THW-Jugend-Magazin
Live dabei
THW-Jugend Darmstadt
Strolche übernahmen den Ortsverband
Einen Ausflug besonderer Art unternah- Teilnehmer, welche Aufgaben die Helfer
men am 14. März 2007 Vorschulkinder der Bundesanstalt erfüllen, zu welchen
der Kindertagesstätte „Arheilger Strol- Einsätzen sie gerufen werden und wie
man anderen Menschen helfen kann. Die
meisten von ihnen saßen zum ersten Mal
in einem Einsatzfahrzeug. Kein Wunder
also, dass der Tag für die Kinder schon ein-
mal gut anfing. Das interessanteste Ereig-
nis hatten die Kinder aber noch vor sich,
denn die Junghelfer hatten zwischenzeit-
lich eine Seilbahn aufgebaut. Diese wurde
von den „Minis“ ausgiebig getestet und
für gut befunden. Mit großem Erstaunen In diesen Helm muss die junge Dame noch
reinwachsen.
beobachteten die Kinder später, wie ihre
Erzieherin Annika in einer Rettungsakti- ge der interessierten „Minihelfer“ wieder
on von einem Gerüstturm transportiert in unserem Kreis begrüßen dürfen.
wurde. Hierbei konnten die Junghelfer ihr
Rettungsschere und Rettungsspreizer nennt man Können wieder einmal unter Beweis stel- Antje Müller
nicht umsonst „schweres Gerät“.
len und in den Reihen der klei-
Einfach mal
che“. Auf dem Programm stand der lang nen Zuschauer glänzten die
ersehnte Besuch beim OV Darmstadt. Die Augen vor Begeisterung.
Infos kurz und bündig
Aufregung der Kinder war bereits bei der Nach der abschließenden Quelle: THW-Jugend Darmstadt
reinklicken!
Anreise zum Ortsverband groß, und so Präsentation des Image- Kontakt: Antje Müller
konnten sie es kaum abwarten, die Unter- Videos der THW-Jugend E-Mail: Antje.mueller@thw-jugend-darmstadt.de
kunft zu besichtigen. Bei der Vorstellung Darmstadt stand fest: In Internet: www.thw-jugend-darmstadt.de
der THW-Fahrzeuge erfuhren die jungen vier Jahren werden wir eini-
THW-Jugend Hannover/Langenhagen
Schützenausmarsch für Fortgeschrittene
Mehr als 200.000 Zuschauer feierten die gen hatten mehr als 35 Jugendliche und
knapp 12.000 Teilnehmer beim diesjäh- Erwachsene einen Gerätekraftwagen und
rigen Schützenausmarsch durch Hannovers eine Hannibal-Schmutzwasserpumpe fest-
Innenstadt. Seit 478 Jahren begeistert die lich geschmückt mit dem Motto „Spielend
traditionelle Veranstaltung die Bürger Han- helfen lernen“.
novers. Wie schon in den letzten Jahren Während die THWler in den letzten Jahren
war auch in diesem Jahr das THW Hanno- in einem der letzten Züge marschieren
ver/Langenhagen mit dabei. Als Festwa- mussten, hatten sie in diesem Jahr einen
Platz im ersten Zug ergattert. Als sie die
4,5 Kilometer lange Strecke hinter sich
Einfach mal
Infos kurz und bündig hatten und einige der mehr als 250 High-
Quelle: OV Hannover-Langenhagen tech-Fahrgeschäfte testen konnten, war-
reinklicken!
Kontakt: Pierre Graser teten die letzten Teilnehmer noch auf das
E-Mail: info@thw-hannover.de Startzeichen.
Internet: www.thw-hannover.de
Pierre Graser Blauer Farbtupfer unter tausenden grüner Schützen.
15Das starke THW-Jugend-Magazin
Live dabei
THW-Jugend Neuwied mit der Jugend von Feuerwehr, DRK und DLRG
Beifahrer trieb nach Crash im Bach
Im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages des Lage, anschließend wurden die Aufgaben von Jugendfeuerwehr und THW-Jugend
Landkreises Neuwied fand am 3. Juni eine verteilt. Die THW-Jugend übernahm mit die Rettung der verletzten Personen aus
Schauübung der Jugendorganisationen einem Greifzug die Sicherung des Fahr- dem Fahrzeug durchgeführt. Deren wei-
von Feuerwehr (Verbandsgemeinde Wald- zeugs gegen Ver- und Abrutschen. Parallel tere Versorgung übernahmen Jugendrot-
breitbach), THW-Jugend Neuwied, Jugend- dazu wurden Stative mit Scheinwerfern kreuz und DLRG-Jugend. Um Schäden in der
rotkreuz Waldbreitbach und DLRG-Jugend aufgestellt, um die Einsatzstelle auszu- Umwelt durch auslaufende Betriebsstof-
Waldbreitbach statt. leuchten. Die Jugendfeuerwehr stellte fe zu verhindern, errichteten Kräfte der
Jugendfeuerwehr eine Ölsperre auf dem
Gewässer. Der Transport der Verletzten
von der Unfallstelle zum Verletztensam-
melplatz erfolgte durch alle beteiligten
Organisationen.
Die Zuschauer und anwesenden Mitglieder
der verschiedenen Rettungsorganisationen
zollten den Jugendlichen großen Respekt
für die geleistete Arbeit. Man konnte bei
dieser Übung sehen, wie das Zusammen-
spiel schon in der Jugend funktionierte.
Tobias Schenkelberg
Hand in Hand versorgen DRK- und THW-Jugendliche die Verletzten.
Die Lage: Ein Fahrzeug, aus Richtung des den Brandschutz am Unfallfahrzeug sicher
Alten- und Pflegeheims kommend, war in und bekämpfte die Rauchentwicklung im
einen Graben gefahren, wobei der Fahrer Motorraum. Gleichzeitig wurde die Unfall-
eingeklemmt wurde und der Beifahrer im stelle abgesichert und der Verletztensam-
Bach trieb. Im Fahrzeug befanden sich wei- melplatz ausgeleuchtet. Nachdem der Dem Verletzten ist es egal durch wen: Hauptsache
tere verletzte Personen. Im Motorbereich Brand im Motorraum gelöscht war, wurde gerettet.
gab es einsetzende Rauchentwicklung.
Der Unfall wurde durch einen Passan-
ten bemerkt und von diesem per Notruf
gemeldet. Die Einsatzkräfte wurden durch
Sirenen alarmiert. Nach der Anfahrt zur
Einsatzstelle erfolgte die Erkundung der
Einfach mal
Infos kurz und bündig
Quelle: THW-Jugend Neuwied
reinklicken!
Kontakt: Tobias Schenkelberg
E-Mail: ov-neuwied@thw.de
Internet: www.thw-neuwied.de
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