Barbie Larson "Dem Leben Sinn geben." - Schulen
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Nr. 5/ Oktober 2015
Schulen
Wohlbefinden und Freude im
neu erstrahlenden «Peschu»-
Schulhaus
Seite 12
Marianne Dumermuth:
«Stadtplanung betrifft uns alle –
Tag für Tag»
Seite 16
Beilage
Kulturzeiger der Stadt Thun 2015
Barbie Larson
«Dem Leben Sinn geben.»
Seite 6Kommen Sie jetzt vorbei! Bequeme Polstergruppen . 9 – 20 Uh
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Bauen am «offenen (Verkehrs-) Herzen» von Thun
Das Tiefbauamt der Stadt Thun hat in diesem Jahr wieder der schwierigen Randbedingungen durch Intensiv
einige wichtige Strassen saniert. Im Neufeld konnte vor bauphasen möglichst kurz zu halten. Dabei gilt natürlich,
den Sommerferien ein neuer Kreisel gebaut werden, die dass wir für alle Verkehrsteilnehmenden sichere und ein-
zuführenden Strassen wurden neu gestaltet. Dank Inten- fache Verkehrslösungen während des Bauens anbieten.
sivbauweise waren die Einschränkungen und Immis Auch da braucht es ein Mitdenken und Toleranz aller
sionen für die Anwohner minimal. Das war nur möglich, Beteiligten und Betroffenen.
weil der Quartierleist und die Anwohnenden das Projekt
aktiv unterstützt haben. Auch in den nächsten Jahren Und nicht zu vergessen: Ziel dieser Bauarbeiten am
stehen einige grosse Strassenprojekte an, welche zurzeit Thuner Strassennetz ist die Anpassung an die Ansprüche
minutiös geplant werden. Die wichtigsten sind die des 21. Jahrhunderts, damit die Innenstadt weiterhin
Allmendstrasse, die Umgestaltung der aarequerenden Wohn-, Arbeits-, Einkaufs- und Freizeitort sein kann und
Strassen im unteren Bälliz und vom Maulbeerplatz bis lebendiger Ort zum Verweilen und Leben bleibt.
zum Lauitor.
Diese Projekte bedeuten Bauen am «offenen (Verkehrs-)
Herzen» von Thun! Während der weiteren Umsetzung
wird die Unterstützung der Bevölkerung, der Leiste, der Rolf Maurer
Geschäftsleute und Unternehmen für die erfolgreiche Stadtingenieur
Realisierung dieser Bauobjekte besonders wichtig sein.
Die engen Strassenräume und die hohe Verkehrsdichte
werden von allen Mithilfe und Toleranz erfordern. Oft
vergisst man die Bauarbeiter, welche täglich mitten im
Verkehr und in Sonderschichten harte Arbeit leisten. Wir
vom Tiefbauamt haben uns zum Ziel gesetzt, die Dauer
der Einschränkungen für die Bevölkerung trotz und wegen
«Nur wo Verkehr ist,
können sich Menschen
treffen!»4×4 mit Platz für
die ganze Familie.
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verbrauch 5.4 l/100 km (Benzinäquivalent 6.5 l/100 km), CO 2 -INHALT
3 EDITORIAL SHOPPING / INNENSTADT 42 Bodyfeet AG: 30 Jahre Bodyfeet –
die führende Fachschule für Natur-
MENSCHEN 8 Innenstadt: Inspirierende Netz- heilkunde und manuelle Therapie
Technik für praktisches Anwenden
44 Riveryoga GmbH: Riveryoga schafft
6 Barbie Larson: «Ich empfinde es als 31 I GT-Gutscheine: Ein Geschenk, grosse
eine Oase in Thun
Geschenk, in der Schweiz eine an- Vielfalt
dere Kultur erleben zu können.» 45 Vitalyse Thun: Das unspektakulärste
TOURISMUS Ernährungsprogramm …
32 Goldener Herbst in der Region
EVENTS / KULTUR
26 KKThun: Programm Oktober bis
November 2015
27 Verein KTV: Vier Jahrzehnte im
Dienste der Kleinkunst
28 Offener Bücherschrank: Nehmen,
STADT THUN bringen, schmökern und sich aus-
tauschen …
12 Schulen: Wohlbefinden und 29 Kulturnacht 2015: Thuner Kultur,
Freude im neu erstrahlenden sehbar, hörbar, erlebbar in einer
«Peschu»-Schulhaus Nacht
16 Stadtentwicklung: Marianne Dum- 29 Kulturförderung: Kulturpreise: 46 pital STS AG Thun: Durchblick
S
ermuth: «Stadtplanung betrifft uns
Am 5. November im KKThun einmal anders
alle – Tag für Tag»
33 equiem von Théodore Gouvy –
R 49 eniorenbetreuung Berner Oberland:
S
19 rbeitsintegration – Arbeitseinsatz:
A
Bernische Erstaufführung Kürbissuppe und ein sicheres Gefühl
Online-Shop für Holz- und Metall-
produkte 33 ittelalterliche Sagen & Musik
M 50 Pallas Kliniken:
im Burgraum Schloss Oberhofen Für ein Leben ohne Sehhilfe
21 Städtepartnerschaft: Gärtnerinnen
und Baumpfleger aus Gabrovo 33 ossini und Verdi –
R 53 chweizerisches Rotes Kreuz,
S
besuchen Stadtgrün in der Stadtkirche Thun Bern-Oberland: Sie helfen Familien
23 Stadtbibliothek: Die Bibliothek 36 Oberländer Märlibühni: Anastasia – in Notsituationen – rasch und un-
kommt nach Hause! ein Wintermärchen im Zelt bürokratisch
28 icherheit im Verkehr: Auch im
S 37 Neujahrskonzerte Thun: Juwelen 55 innoBE: Erfolgreiche Positionierung
Dunkeln sichtbar bleiben! aus Oper und Operette an Neujahr durch Innovation
39 ro Senectute Berner Oberland:
P 57 rüne Region Thun:
G
Beratung und Unterstützung für WACKER THUN Kulturland erhalten
ältere Menschen
54 Wacker Thun Businessclubs
59 Bauimpuls AG: Die Bauimpuls AG
feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum
60 B AG Heizung Sanitär: Erfahrene
W
EVENT-IMPRESSIONEN Profis für Heizung und Bad
34 Betagtenheim Schönegg Hünibach 61 nergie Thun AG: Gas geben mit
E
gutem Gewissen
PUBLIREPORTAGEN 63 EK BANK 1826: Vorsorgelösungen
A
aus einer Hand
25 Krebser AG: Buchtipps
36 christin-a: Apartes Mode-Design aus 65 KREUZWORTRÄTSEL
Hünibach
41 esundheitstipp Bälliz Apotheke +
G 66
VERANSTALTUNGSKALENDER/
Drogerie AG: Ohne Herz und Kreis-
lauf läuft gar nichts IMPRESSUM
thun! das magazin 5MENSCHEN
«Ich empfinde es als Geschenk, in der Schweiz
eine andere Kultur erleben zu können.»
Barbie Larson ist begeistert von der Arbeit mit körperlich Behinderten.
Musik und der verständnisvolle Umgang mit Im Ort herrschte viel Kriminalität, an den Gottesdiensten nahmen
Menschen begleiten Barbie Larson, die Band- immer 600 Personen teil. Wir führten sie in drei Sprachen durch.
Nach 16 Jahren hatte ich einen dreimonatigen Urlaub zugute. Be-
leaderin der WAGmusic!, durchs Leben. vor ich diesen antrat, lernte ich Leute aus der Schweiz kennen, die
Ihr Song «Can You Imagine?» endet mit «Stell mich nach Thun einluden. Ich erhielt Einblick in die Wohn- und
dir vor, was e Troum bewürke cha!». Jener von Arbeitsgemeinschaft Gwatt WAG. Die Schweiz mit ihrer Natur und
den zuvorkommenden Menschen hatte Heilungsqualität für meine
Kalifornien wurde wahr, nun wartet London. Seele.
Barbie Larson, die Strahlefrau. Haben Sie Ihr sonniges Dann war für Sie sofort klar, dass Sie sich für die
Gemüt in die Wiege gelegt bekommen? (denkt lange Schweiz entscheiden werden? Eigentlich nicht, aber
nach) Ja, absolut. Meine Eltern haben mir von Geburt
«Warum soll ein Schlüsselerlebnis bei einem Ausflug an den See-
an gezeigt, wie gross Liebe sein kann. In meinem ersten ich nicht hier bergsee hat mir mein Herz für die Schweiz geöffnet.
Lebensjahr war ich sehr krank, ich bin fast gestorben. Ich hörte in der Ruhe der Natur den Kuhglocken zu
Im Gebet sprach meine Mutter zum lieben Gott, «Bar-
bleiben?» und sagte zu mir, warum soll ich nicht hier bleiben?
bie muss leben». Seit ich denken kann, habe ich das Das Angebot der reformierten Kirchgemeinde Thun
Gefühl, mein Leben sei ein Geschenk, das ich mit andern teilen darf. für ein Jahrespraktikum kam dann gerade richtig und ein anschlies-
sender Pflegekurs in der WAG ebenfalls. Seither lebe ich hier im
Was führte Sie als gebürtige US-Amerikanerin in die Schweiz? Die Paradies und empfinde es als Geschenk, eine andere Kultur erle-
theologische Arbeit in der Kirche meiner Heimatstadt war intensiv. ben zu können.
6Die Begegnungsstätte der WAG, das WAGkafi … … und der Blick in eine der Behinderten-Werkstätten.
Als Theologin arbeiteten Sie für die reformierte Kirchgemeinde macht. Mein Stil ist sehr breit, das Schwergewicht liegt auf Folk-
Thun. Weshalb haben Sie sich trotzdem für Ihren Zweitberuf als und Pop-Songs, natürlich unterstützt mit meiner Akustik-Gitarre.
Musiktherapeutin entschieden? Ich hatte eine 60-Prozent-Stelle
als ref. Pfarrerin, bei der ich vor allem Jugendgottesdienste, Tau- Was kommt Ihnen im Zusammenhang mit 400 Stimmen in den Sinn?
fen, Hochzeiten und Beerdigungen durchführte. Im Konfirmations- (studiert und lacht nach etwas Hilfe) Ja, der Titel «Thunerin des
unterricht kam ich mit den Jugendlichen in Kontakt. So gründete Jahres» hat uns viel bedeutet. Mir und der gesamten WAG, auch
ich 1997 mit ihnen, die gerne sangen, und den körperlich Behin- dem Götti der WAGmusic!, Hanspeter Latour. Zuerst war ich scho-
derten die WAGmusic!. Seit 1998 arbeite ich im Pflegedienst der ckiert von der Nachricht, aber dann hatten wir eine Riesen-Party!
WAG. Gelegentlich halte ich den englischen Gottes-
dienst in der kleinen Göttibach-Kapelle der Christka-
«Wir haben Kalifornien wurde wahr – gibt es ein neues Projekt
tholischen Gemeinde Thun. mit der WAGmusic!? (Barbie greift zur Gitarre
eine Einladung und singt) … Can You Imagine? Stell dir vor …
Wie müssen wir uns Ihre Arbeit mit den Körperbehin- nach London!» Chasch du tröime? Chasch du ou die unsichtbare
derten vorstellen? Die Pflegediensterwartungen in der Möglichkeite gseh? (legt ihr Instrument zur Seite)
WAG sind sehr hoch. Ich übernehme alle Dienste rund um die Uhr, Kalifornien war ein einmaliges Projekt. Doch es gibt neue, wir ha-
ca. 40 Prozent. Daneben bin ich ca. 30 Prozent als Musikthera- ben eine Einladung nach London. Eine andere, spannende Zusam-
peutin für die WAGmusic! zuständig. Für mich ist es schwierig, menarbeit läuft gerade mit dem Schülerchor «Superkids» aus Er-
auch bei der Pflege nicht zu singen (lacht!). Wir proben jeden lenbach unter Leitung von Iris Liechti-Diethelm an.
Mittwochabend eine Stunde, feiern jeden Geburtstag und andere
Feste. Wir sind eine Familie, ein zauberhafter Mix zwischen Gene- Text Beat Straubhaar Bild Erich Häsler, Interlaken
rationen, Kulturen und körperlichen Fähigkeiten.
Barbie Larson – die Strahlefrau
Mit der WAGmusic! gingen Sie auf Konzert-Tournee nach Los Ange-
Geboren 1956 in Oakdale/Kalifornien. Getauft auf den Namen
les. Was war Ihr persönliches Highlight? Ganz eindeutig der Auftritt
Barbara Lynn Larson. Ledig. Lebte als Austauschstudentin ein
im Gefängnis von Fresno County. Fast zwei Jahre bemühten wir
Jahr in Seoul/Südkorea. Anschliessend arbeitete sie viele
uns für die Erlaubnis, durch fünf Sicherheitstüren betraten wir
Jahre an ihrem Geburtsort als Pastorin und wurde Musikthera-
dann den Raum und sangen vor 90 Frauen – und sie sangen mit.
peutin. Im Jahre 1997 kam Barbie Larson auf Einladung in
Das ging unter die Haut! Zurück in der Schweiz, erhielten wir von
die Schweiz, absolvierte bei der ref. Kirchgemeinde Thun ein
den Insassinnen berührende Post. Eine Mutter von zwei Kindern
Jahrespraktikum und besuchte in der Wohn- und Arbeitsge-
schrieb uns, das Konzert an ihrem ersten Gefängnisabend habe
meinschaft Gwatt den Rotkreuz-Pflegekurs. In ihrer Freizeit
ihr sehr viel geholfen.
komponiert die US-Amerikanerin Lieder und schreibt Song-
texte, wandert und hält sich gerne in und am Wasser auf.
Man kennt Sie als Vorsängerin mit der Gitarre bei der WAGmusic!.
Die Leserinnen und Leser des «Thuner Tagblatt» kürten die
Musizieren Sie auch privat? Vor zehn Jahren habe ich eine CD mit
Musikalische zur Thunerin des Jahres 2010.
Eigenkompositionen eines Live-Konzertes in Mühlethurnen ge-
thun! das magazin 7SHOPPING
Inspirierende Netz-Technik für praktisches
Anwenden
Computer, Internet, soziale Medien und Einsteigen leicht gemacht
Unterhaltungselektronik sind in aller Munde. Computer, Internet, Facebook und weitere Cyber-, beziehungs-
weise Computer- und Internetmodeströmungen sind heute gang
Grund genug für «thun! das magazin», diesem und gäbe und definitiv nicht mehr wegzudenken. Wer immer auf
Thema auf den Grund zu gehen. In der Thuner dem neusten Stand in Sachen Anwenden von Computer, Internet
Innenstadt werden die Anwender jedenfalls oder zum Beispiel Facebook sein will, ist in der Thuner Innenstadt
gut aufgehoben. «Einsteigen und Vertiefen leicht gemacht» lautet
persönlich auf den neusten Stand gebracht.
das Motto der Volkshochschule Region Thun an der Markt-
gasse 17. «Unsere Angebote stehen für jedermann offen», sagt
Ob an der Uni, in der Schule, im Geschäft, zuhause, im Zug oder Mariella Haller, Leiterin der Thuner Geschäftsstelle. In Sachen
unterwegs: Elektronische Medien sind allgegenwärtig. Sei es für Informatik bietet die Volkshochschule eine ganze Reihe Weiterbil-
einen kurzen Blick ins Internet, für eine Verabredung über Face- dungsmöglichkeiten an. So etwa einen Grundkurs für das Word
book, für das Schreiben einer Bewerbung zuhause oder für das 2010 in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsschule Thun. Im
Rechnen einer Offerte in der Firma. «thun! das magazin» zeigt, wo Angebot stehen zum Beispiel auch Excel-Vertiefungskurse oder
sich Inspirationen, Wissen, Facts und Anwenden in Sachen EDV, Kurse zum gezielten Einsatz von Internet-Browsern oder Mailpro-
soziale Medien und Computer abholen lassen. Sozusagen als ver- grammen.
netztes Gesamtpaket.
Der Informatikraum der Volkshochschule Region Thun ist gut ausgerüstet. Kursbesucher können sich in Sachen Anwenden von Computer
oder Internet laufend weiterbilden.
8Links Apollo-Geschäftsführer Roger Derrer kennt sich aus, wenn es um Computer und mobile Vernetzung geht.
Rechts Techniker Stefan Furrer vom NewStore ist dabei, einen völlig neuen Computer nach Kundenwunsch zusammenzubauen.
Für die persönliche Weiterbildung stehen auf der Agenda der Innovativ und vernetzt
Volkshochschule ebenso Einsteigerkurse für Facebook. «In diesen «Ein Computer darf auch lange halten», sagt Roger Derrer, Ge-
Kursen wird der praxisnahe Umgang mit den sozialen Medien ver- schäftsführer von Apollo Computer an der Oberen Hauptgasse 5 in
mittelt», erklärt die Geschäftsleiterin. Im Mittelpunkt des Face- Thun. Seit über zehn Jahren setzen Roger Derrer und sein Team
book-Kurses stehen unter anderem das Erstellen und Vervollstän- deshalb auf Mac Computer von Apple. «Wir sind im ganzen Berner
digen von Profilen oder das Hochladen von Bildern. «Erklärt wer- Oberland der einzige autorisierte Service Provider mit Reparatur-
den aber ebenso die Gefahren, welche das Nutzen von Facebook stelle vor Ort», so der Geschäftsführer weiter. An der Oberen
beinhaltet», betont Mariella Haller. Hauptgasse 5 stehen indes nicht nur Mac Com-
Zudem thematisiert die Volkshochschule Re- «In diesen Kursen puter im Angebot. Das Apollo-Team repariert
gion Thun in ihren Kursen und Angeboten das
Verkaufen und Kaufen im Online-Auktionshaus
wird der praxisnahe sämtliche Marken und rüstet PCs, Macs und
Laptops auf. Grossgeschrieben wird ebenso die
Ricardo oder der Umgang mit dem Videoportal Umgang mit den Supportunterstützung oder zum Beispiel die In-
Youtube. Die Kurse werden übrigens von pro- sozialen Medien stallation von kabellosen Netzwerken. Auch
fessionellen Fachleuten vermittelt. Die Volks- wenn Daten ungewollt verloren gehen, dann
hochschule Region Thun engagiert sich als Ver- vermittelt.» sind die Fachleute von Apollo Computer die
ein seit 1954 in der Erwachsenenbildung und Mariella Haller richtige Adresse. Und wussten Sie, dass sich
richtet sich an alle Interessierten. Dies mit dem Volkshochschule Region Thun Dokumente und Bilder über Internet auf alle
Ziel, allen erwachsenen Menschen den Zugang mobilen Geräte verteilen lassen? Inklusive Si-
zur Bildung zu ermöglichen. Das gesamte Angebot umfasst nebst cherheit. «In der Fachsprache nennt sich dies Cloud», erklärt Ro-
Computer und Social Media zahlreiche weitere Bereiche. ger Derrer. Überhaupt warten Apple und Apollo Computer derzeit
mit einer weiteren Neuheit auf. Seit ein paar Tagen ist das neue
Betriebssystem Elcapitan auf dem Markt. Es verbessert das Zu-
sammenspiel zwischen Mac Computer und mobilen Geräten. «Mit
dem neuen Betriebssystem funktioniert die Kommunikation unter
den Geräten aus einer Hand und sehr ausgewogen», so der Ge-
schäftsführer. Und auch die Apple Watch lässt sich multimedial
einsetzen. Mittels Spracherkennung kann zum Beispiel die ge-
wünschte Musik auf dem iPhone ausgelöst werden. Apollo Com-
puter wurde übrigens im vergangenen Jahr mit dem Thuner Sozi-
alstern ausgezeichnet. Mit dem Stern ausgezeichnet werden Fir-
men, die sich über längere Zeit für die berufliche Integration von
beeinträchtigten Menschen einsetzen.
Alles aus einer Hand
Stefan Furrer hat gerade alle Hände voll zu tun. Er ist Informatiker
Mariella Haller, Leiterin der Geschäftsstelle der Thuner Volkshochschule, und Techniker der NewStore GmbH an der Frutigenstrasse 6 in
hat Kurs-Angebote für jedermann bereit.
Thun. Stefan Furrer ist gerade dabei, einen Computer mit völlig
9Links Massgeschneiderte Produkte finden EDV-Anwender im NewStore von Geschäftsführer Marco Siconolfi.
Rechts «Internetseiten müssen auch auf dem mobilen Handy übersichtlich laufen», sagt Daniel Abplanalp, Inhaber der Internetgalerie AG.
neuen Komponenten auszurüsten. «Der Kunde ist in der Gamer- geführt. Weblösungen für KMU, Grossfirmen, öffentliche Verwal-
Szene aktiv und will ein schnelles PC-System», erklärt der Fach- tungen und Verbände entwickelt seit 1998 die Internetgalerie AG
mann. Schon allein der Lüfter, den Stefan Furrer in den neuen an der Aarestrasse 32 direkt in der Thuner Innenstadt. Gleich 14
Computer einbaut, ist etwa doppelt so gross wie in herkömmli- Mitarbeitende, davon drei Lernende, entwickeln individuelle und
chen Systemen. Rasch wird dabei klar: Der NewStore an der Fru- auf den einzelnen Kunden zugeschnittene Weblösungen. «Weil
tigenstrasse 6 ist der kompetente Partner im Bereich EDV und eine Internetseite wie ein Schaufenster wirkt, sollte ein Internet-
Unterhaltungselektronik. «Wir bieten unseren Kunden mass auftritt gut durchdacht sein», erklärt Daniel Abplanalp, Inhaber
geschneiderte Produkte als Sorglospaket an», sagt Inhaber und und Geschäftsführer der Internetgalerie AG. Und weiter: «Oft wird
Geschäftsführer Marco Siconolfi. Im Paket inbegriffen sind sowohl viel Hoffnung in eine solche Präsenz gesteckt, die Website muss
die Hardware, die gewünschte Software, die In- daher im Einklang mit den anderen Kommuni-
stallation, Konfiguration und Virenschutz. Da- «Wir bieten kationsmitteln sein.» Deshalb rät Daniel Ab-
bei wird auch die Beratung grossgeschrieben.
«Elektronik im Internet online einkaufen ist das
unseren Kunden planalp, Internetseiten regelmässig zu aktuali-
sieren und auch der laufenden Entwicklung der
eine, einkaufen mit Beratung und persönlichem massgeschneiderte Technik Rechnung zu tragen. Der Geschäftsfüh-
Kontakt eben das andere», betont der Ge-
Produkte als Sorg- rer nennt ein Beispiel: «Heute ist es wichtig,
schäftsführer. «Zurück zu den Wurzeln» lautet dass eine Internetseite auch auf dem Mobiltele-
denn auch das Credo der Fachleute im NewS- lospacket an.» fon gut funktioniert und übersichtlich ist.»
tore ohne die laufende Entwicklung im EDV-Be- Marco Siconolfi Genau dazu und für vieles mehr sind die Fach-
reich aus dem Auge zu verlieren. Im Laden wer- EDV-Fachmann NewStore leute der Internetgalerie da. Sie beraten, moder-
den sowohl Privatkunden wie auch kleinere und nisieren oder gestalten. Und sie sorgen ebenso
mittlere Unternehmen in allen Fragen rund um das Thema Com- für einen optimierten Auftritt in Suchmaschinen und entspre-
puter beraten. Wer sich mit dem Gedanken trägt, neue EDV-Ge- chende Schulung. Letztere ist insbesondere darauf ausgerichtet,
räte anzuschaffen, dem rät Marco Siconolfi, vorerst eine Bedürfni- dass Betreiber von Internetauftritten ihre Seite jeweils auch prob-
sabklärung durchzuführen. «Dies erleichtert das Abstecken des lemlos selber aktualisieren können. Die Internetgalerie geht auch
Rahmens», so der Geschäftsführer. Zu dessen Kunden EDV-An- mit Trends. Ein Beispiel ist der E-Geschäftsbericht. «Mit dem On-
wender aus der Region Thun und dem ganzen Berner Oberland line-Geschäftsbericht sorgen Firmen für eine höhere Aufmerksam-
gehören. Und: «Dabei setzen wir auf offene und ehrliche Meinun- keit ihrer Jahreszahlen und Fakten und schaffen Emotionen», sagt
gen.» Daniel Abplanalp.
Mit dem Internet auf Du und Du Text und Bilder Stefan Kammermann
Wer kennt ihn nicht, den weltweiten Verbund von Rechnernetz-
werken? Gemeint ist vorab das Internet. Das Verbreiten des Inter-
nets hat zu umfassenden Umwälzungen in vielen Lebensbereichen
11SCHULEN
Wohlbefinden und Freude im neu erstrahlenden
«Peschu»-Schulhaus
Am 10. August erlebten Kinder, Lehrerinnen
und Lehrer im Pestalozzi-Schulhaus einen gros-
sen Moment: Erwartungsvoll kehrten sie nach
zweijährigem Exil auf dem Schlossberg und in
andern Schulhäusern in ihr aufwändig renovier-
tes Heimatschulhaus zurück. Eine kleine Um-
frage zeigt: Sie fühlen sich wohl und freuen sich
am «neuen» Gebäude, äussern aber auch den
einen oder andern Wunsch.
Wie rasch die Zeit vergeht, mögen Aussenstehende denken, wenn
sie vor dem in frischen Farbtönen leuchtenden Pestalozzi-Schul-
haus im Thuner Westquartier stehen: Erst gerade war doch die
Gross-Sanierung des über 100-jährigen Gebäudes angekündigt
worden. Doch bereits zwei Jahre ist es her, dass die Baugerüste
hochgezogen wurden, dass die 230 Schülerinnen und Schüler so-
wie 30 Lehrerinnen und Lehrer in einer aufwändigen Organisation
in andere Schulhäuser «verlegt» wurden – ins Schlossberg-Schul-
haus, ins «Schönau» oder ins «Gotthelf». Manche Kinder mussten
sich an längere Schulwege gewöhnen, an andere Schulzimmer. Simon Ott, Melina Ansatasion und Adib Waeber (von links) freuen sich
unter anderem an der interaktiven Wandtafel «White Board» im Hinter-
Auch im Alltag ihrer Eltern änderte sich manches. «Für viele war
grund und an den leuchtenden Farben im renovierten «Peschu». Den-
diese Übergangszeit durchaus spannend, wir verliessen die neuen noch haben sie auch Wünsche, unter anderem bezüglich neuer Elemente
Orte sogar mit etwas Wehmut», berichtet Co-Schulleiterin Regine auf dem Spielplatz.
Gfeller. «Zugleich waren wir nach den Sommerferien voll Vor-
freude und Neugier gegenüber der alten Heimat im neuen Ge- Veränderungen über den Mittag. Die Peschu-Kinder sind fünf Mi-
wand!» nuten nach Schulschluss schon da, diejenigen aus dem Göttibach
kommen etwas später. Das gemeinsame Mittagessen kann des-
Am Montag, 10. August begingen Kinder und Lehrkräfte den halb erst um 12.30 Uhr eingenommen werden. Nach dem Essen
Schulstart im «Peschu» mit einer kleinen internen Feier. Seither ist es oft sehr hektisch, da die ersten Kinder schon bald wieder in
sind einige Wochen vergangen – Zeit, sich an viel Neues zu ge- die Schule gehen müssen. »
wöhnen, das sie im «neuen alten» Schulhaus angetroffen haben.
«thun! das magazin» fragte sowohl die kleinen und grossen Be- Adib Waeber, 1. Klasse:
nutzer/innen wie auch die Verantwortlichen bei der Stadtverwal- «Am besten gefällt mir das Mammut auf dem Pausenplatz. Die
tung nach ihren Eindrücken. Farbe im Schulhaus ist schön. Aber es fehlt eine Rutschbahn auf
dem Spielplatz. Ich möchte in der Pause auch klettern. Die neue
Cathreina Schwarz-Lutz, Tagesschulleiterin: Turnhalle mit dem roten Boden ist sehr cool. Da kann man Basket-
« Ich fühle mich grundsätzlich sehr wohl und schätze die Nähe ball spielen. Das Schulhaus ist ganz gross und es hat viele Kinder.
zur Schule. Für uns hat sich mit dem Umzug von der Schubertstras- Ich wäre eigentlich schon in der zweiten Klasse, ich war noch in
se in den Peschu sehr viel verändert. Am meisten spüren wir die der Einschulungsklasse. »
12Oben Seit den Sommerferien leiten sie den «Peschu» im Team: die beiden Co-Schulleiter Regine Gfeller und Mark Grundler in ihrem erneuerten Büro.
Links Tagesschulleiterin Cathreina Schwarz-Lutz, hier auf dem Spielplatz vor dem Raum der Tagesschule, ist vom früheren Standort Schubertstrasse
hierher gezogen. Auch die Kinder aus dem weit entfernten Göttibach-Schulhaus essen am Mittag im «Peschu».
Rechts Während der aufwändigen Sanierung des Schulhauses standen sie als Vertreter der Stadt an vorderster Front: Regina Hofer und Georg Müller.
Nach sehr arbeitsintensiven zwei Jahren freuen sie sich am neu erstrahlenden Gebäude.
Simon Ott, 3. Klasse: Melina Ansatasion, 6. Klasse:
« Mir gefällt am besten die interaktive Wandtafel. Das hatten wir «Ich finde die Toiletten sehr schön und dort vor allem die Spiegel.
vorher nicht. Beim WC fallen immer die Türfallen ab. Es waren Alles ist sehr farbig und schön. Auch die Werkräume gefallen mir,
auch schon mal ein paar Kinder eingeschlossen und mussten dann da auch sie farbig gestrichen sind. Wir haben viele neue Com
unter den Türen rausklettern. Mich dünkt, wir haben mehr Platz in puter. Die interaktive Wandtafel finde ich super. Ich finde es aber
den Zimmern. Die neue Pultordnung gefällt mir gut. Auf dem Spiel- gut, dass nicht alles auf neu renoviert worden ist. Man sieht das
platz fehlt ein Klettergerüst. Schön ist, dass wir nun auch draussen alte Haus schon noch. »
turnen können. Der Turnhallenboden sieht schön aus. »
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07/15Der mächtige Holzelefant auf dem Pausenplatz des Pestalozzi-Schulhauses erfreut Gross und Klein – er ist innen hohl und wird als Spielhaus benutzt.
Regine Gfeller, Mark Grundler, Co-Schulleitung: auch für die gesamte Umzugsplanung sowie die Verlegung von
« Für uns war die Rückkehr in den Peschu mit einigen Herausfor- Klassen und Lehrpersonen zuständig und mitverantwortlich für
derungen verbunden. Es galt, das Haus in relativ knapper Zeit ein- die Schulwegsicherheit. Es war eine äusserst anspruchsvolle und
zurichten und für den Schulstart bereit zu machen. Das ganze spannende Zeit – und es hat sich gelohnt: Der «neue» Peschu ge-
Team packte engagiert und tatkräftig mit an. Nach der zweijähri- fällt mir sehr! »
gen Bauzeit war die Rückkehr in den Peschu für alle von uns eine
Art Heimkommen. Gleichzeitig ist es aber auch ein Neuanfang, Georg Müller, Amt für Stadtliegenschaften (AfS):
welcher viele Absprachen und Regelungen nötig machte. Wir fin- «Gemeinsam und dank unermüdlichem Einsatz aller am Projekt
den: Sanierung und Wiedereinzug – eine Erfolgsgeschichte! » Beteiligten konnten die zahlreichen Hürden der letzten zwei Jahre
überwunden werden, um den 100-jährigen «Peschu» rechtzeitig
Regina Hofer, Amt für Bildung und Sport (ABS): auf den Schulbeginn fit zu machen. In den Herbstferien wird der
«Bereits 2008 lancierte das Amt für Bildung und Sport, federfüh- Spielplatz realisiert, damit werden die letzten Wünsche erfüllt. Es
rend für die Schulraumplanung, das Grossprojekt Peschu und die macht mich glücklich und stolz, dass unsere Arbeit bei den Schü-
damit verbundenen Bauten Göttibach, Progymatte und Schönau. lern und Lehrkräften so positiven Anklang findet. Ich wünsche ih-
Als Vertreterin des ABS war ich vor und während des Umbaus in nen viele glückliche Stunden in der «neuen» Schulanlage Pesta-
der Rolle der Bestellerin und Nutzervertreterin: In enger Zusam- lozzi. »
menarbeit mit der Schule hatten wir unter anderem dafür zu sor-
gen, dass die räumlichen Voraussetzungen an zeitgemässe, mo- Texte Jürg Alder / Regine Gfeller, Co-Schulleiterin Bilder Hans Mischler
derne Unterrichtsformen baulich erfüllt wurden. Wir waren aber
15STADTENTWICKLUNG
Marianne Dumermuth: «Stadtplanung betrifft uns
alle – Tag für Tag»
In den nächsten fünf Jahren packt die Stadt
Thun ein Grossprojekt an, das alle betrifft, die
in Thun wohnen und arbeiten: die Überarbeitung
der Ortsplanung. Nur wenn Klarheit darüber
besteht, wo was wie gebaut, erschlossen und
betrieben wird, kann die Stadt sich den Anfor-
derungen der Zukunft stellen. Gemeinderätin
Marianne Dumermuth sagt, weshalb die Orts-
Ergebnis der Ortsplanungsrevision wird ein überarbeiteter Zonenplan
planungsrevision so wichtig ist für Thun. und ein überarbeitetes Baureglement sein – hier die aktuell noch
gültigen Unterlagen von 2002.
Am 17. September hat der Thu- Insgesamt fünf Jahre soll der Prozess der Ortsplanungsrevision dau-
ner Stadtrat einstimmig einen ern. Weshalb so lange? In der Ortsplanungsrevision werden unter
Kredit von 3,35 Mio. Franken für fünf thematischen Schwerpunkten 19 Teilprojekte bearbeitet, die
die Revision der Ortsplanung vielfältige Abhängigkeiten zueinander aufweisen. Wenn wir z.B. in
gutgeheissen. Damit kann das einem Gebiet eine höhere Ausnutzung ermöglichen wollen, kom-
Grossprojekt in den nächsten men wir nicht umhin, uns auch Fragen zum Stadtbild, zur Sied-
fünf Jahren angepackt werden. lungsentwicklung nach innen, zur Erschliessung, zum Verkehrs-
Gemeinderätin Marianne Dumer- aufkommen, zur Energieversorgung oder Gestaltung der Freiräume
muth, Vorsteherin der federfüh- zu stellen. Es ist unerlässlich, eine Gesamtbetrachtung unserer
renden Direktion Stadtentwick- Stadt vorzunehmen. Dazu müssen zuerst Grundlagen erarbeitet
Gemeinderätin lung, ist überzeugt, dass dieser werden, die schliesslich in ein neues Baureglement und einen
Marianne Dumermuth, Vorsteherin
Aufwand sich langfristig auszahlt. Zonenplan münden. Wir wollen die Bevölkerung schon in den
der Direktion Stadtentwicklung
Erarbeitungsprozess mit einbeziehen. All das benötigt seine Zeit.
Marianne Dumermuth, 3,35 Mio. Franken sind eine Stange Geld.
Was erhalten Thunerinnen und Thuner konkret dafür? Auch die Stadt Inwiefern betrifft die Ortsplanungsrevision mich als Einwohnerin
Thun wächst – wie fast alle Städte in der Schweiz. Wenn wir sicher- oder Einwohner der Stadt Thun direkt? Stadtplanung betrifft uns alle
stellen wollen, dass die Entwicklung der Stadt baulich, wirtschaft- – Tag für Tag. Die Bauordnung legt fest, wo wir arbeiten, wohnen, zur
lich und gesellschaftlich optimal verläuft, müssen wir – zusammen Schule gehen, Sport treiben, uns erholen, einkaufen, wie wir von A
mit der Bevölkerung – die Versorgungsstruktur der einzelnen Quar- nach B kommen und vieles mehr. In den letzten 15 Jahren hat sich
tiere, Flächen für Gewerbebetreibende und Wohnraum für Familien viel verändert. Unser Anspruch nach Wohnraum ist gestiegen, der
auch längerfristig vorsehen. Wir wollen die räumliche Entwicklung Verkehr hat zugenommen, die Verkehrsgewohnheiten sind anders
sorgfältig planen. Der nun bewilligte Betrag wird für die zusätzli- geworden. Wir haben mehr Bedarf für Gewerbe- und Arbeitszonen.
chen personellen Aufwände der Stadtverwaltung sowie für Aufträge
an Dritte während fünf Jahren verwendet. Diese Investition lohnt In welche Richtung soll sich die Stadt Thun entwickeln – welche
sich: Wir wollen die vielen Qualitäten der Stadt erhalten und för- Ziele stehen im Zentrum? In den Legislaturzielen 2015 bis 2018
dern. Dazu gehören die einmalige Lage am See in nächster Nähe zu setzt der Gemeinderat fünf Schwerpunkte: Thun als Wohn- und
den Bergen, verschiedenste Naherholungsgebiete, der Schlossberg Lebensstandort, als Stadt am Wasser und als Zentrum stärken, den
mitten im historischen Zentrum, ein attraktives Kulturleben. Thun Verkehr optimieren und die Stadt zusammen mit einer engagierten
ist freundlich und überschaubar – und das soll es auch bleiben. Bevölkerung entwickeln. All diese Themen werden bearbeitet.
16Oben Wie entwickelt sich die Stadt Thun in den nächsten Jahrzehnten? Die Ortsplanungsrevision erfordert eine Gesamtbetrachtung – wie hier auf
einer Luftaufnahme von Norden her.
Links Wo in der Stadt Thun sind welche Nutzungen vorgesehen? Im Bild die Erschliessung des Wirtschaftsparks Thun-Schoren.
Rechts Wie können die Qualitäten der Stadt am Wasser – etwa am Aarequai – erhalten und gestärkt werden?
Die Bevölkerung soll sich an der Ortsplanungsrevision aktiv beteili- Fragebögen, Ausstellungen und Workshops sollen dazu beitragen,
gen. Wie kann ich mich informieren und einbringen? Nebst der dieses komplexe Projekt verständlich zu machen und die Bedürf-
bekannten Kommunikation über die Medien, «thun! das magazin» nisse der Bevölkerung und der Betroffenen bereits im Erarbei-
und öffentliche Informationsveranstaltungen werden wir gezielt tungsprozess abzuholen. Gezielt werden wir Bevölkerungsgrup-
auf die Bevölkerung zugehen. Interaktive Plattformen im Internet, pen, Organisationen und Parteien beiziehen.
Wann wird die Bevölkerung nächstes Mal etwas von der Ortspla-
nungsrevision vernehmen? Vorerst finden sporadisch Informations-
anlässe und Diskussionsforen statt – so präsentierten wir das Vor-
haben Mitte Oktober an einer öffentlichen Veranstaltung des Ar-
chitekturforums Thun. Weitere solche Anlässe werden folgen, zu-
dem wird Anfang 2016 eine spezielle Internetseite für die
Ortsplanungsrevision aufgeschaltet. Stark einbezogen wird dann
die Bevölkerung anlässlich der Erarbeitung der Teilprojekte und
danach wieder im Rahmen der grossen öffentlichen Mitwirkung
im Jahr 2018.
Wie wird die Bevölkerung informiert und einbezogen? Über klassische
Medien wie Zeitungen und Zeitschriften, aber auch über Radio, Fern
Interview Jürg Alder Bilder Hans Mischler / Markus Hubacher / zvg
sehen, Social Media und Internet.
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aarezentrum inserat september im tdm rz.indd 1 18.09.15 15:03ARBEITSINTEGRATION – ARBEITSEINSATZ
Online-Shop für Holz-
und Metallprodukte
Rund anderthalb Jahre ist es her, dass die Stadt
Thun an der Industriestrasse 5 eine Halle mit 60
… Holzprodukte wie diesen Zeitungsbündler her. Alle diese Produkte
Arbeitsplätzen für Menschen, die Sozialhilfe können online bestellt und gekauft werden.
beziehen, in Betrieb nehmen konnte. Was hier in
verschiedenen Werkstätten produziert wird, beitsbedingungen und können wirkungsvoller betreut werden»,
blickt Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der für die Fach-
kann neu über einen Online-Shop gekauft werden.
stelle Arbeitsintegration zuständigen Direktion Sicherheit und
Soziales, zurück.
«Neu bieten wir die seit Jahren entwickelten Kleinserienprodukte
des Arbeitseinsatzes über einen Online-Shop an», freut sich Karin
Hertig, Leiterin der Fachstelle Arbeitsintegration. Sehr gefragte
Produkte sind beispielsweise Bienenhotels, Vogelhäuschen oder
Brenn- und Anfeuerholz. Die Produktepalette wird laufend ausge-
baut. Neben den Holz- werden auch immer mehr Metallprodukte
hergestellt und angeboten, beispielsweise originell gestaltete Holz-
ofengrills. Erhältlich ist bereits eine Feuersäule, die mit Brenn-
paste oder Petrol funktioniert. Die Produkte können einzeln oder
in Serie bezogen oder nach eigenen Wünschen bestellt werden.
Seit anderthalb Jahren stellen Programmteilnehmende im Arbeitsein-
satz Thun an der Industriestrasse 5 Metallobjekte wie diesen Geräte-
An andern Standorten untergebracht sind die Beschäftigungs- und
wagen oder …
Integrationsprogramme Atelier Alpenrösli. Sie sind aus den ehemali-
Seit Mai 2014 sind etwa 60 der rund 150 Arbeitsplätze der Stadt gen Betrieben «DAS Atelier» und «Nähatelier sous-sol» entstanden.
Thun für Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger an einem Ort im Seit Frühling 2015 sind sie in der ehemaligen «Alpenrösli»-Liegen-
Arbeitseinsatz Thun konzentriert: in einer ehemaligen Produkti- schaft an der Allmendstrasse 16 zu finden. Auch die Velostation am
onshalle und Garage an der Industriestrasse 5. Die Männer und Bahnhof ist ein Beschäftigungs- und Integrationsprogramm.
Frauen arbeiten in einer Schreinerei, einer Schlosserei, einer Ma-
lerei und im Bereich Landschaftsgestaltung. Letztere verlassen die Text Jürg Alder Bilder Hans Mischler
Halle jeweils für Unterhaltsarbeiten in Parkanlagen oder für die
Neugestaltung von Gartenanlagen. «Der neue, zentrale Standort
hat sich bisher bewährt – die Teilnehmenden haben bessere Ar-
Online-Shop: Produkte bestellen
Über den Online-Shop der Fachstelle Arbeitsintegration der
Stadt Thun können verschiedenste Holz- und Metallprodukte,
die in Kleinserien hergestellt wurden, bestellt werden:
www.thun.ch/arbeitseinsatz, Telefon 033 225 89 44.
Weitere Informationen über die Fachstelle Arbeitsintegration:
In dieser ehemaligen Produktionshalle und Garage arbeiten etwa 60
www.thun.ch/arbeitsintegration, Telefon 033 225 85 73.
Programmteilnehmende der Thuner Fachstelle Arbeitsintegration.
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Gärtnerinnen und Baum-
pfleger aus Gabrovo
besuchen Stadtgrün
Zehn Blumengärtnerinnen, Baumpfleger, Unter-
haltsgärtner und eine Landschaftsarchitektin
Die drei Bulgarinnen Nina Gencheva, Nadezhda Mihaylova und Hristina
aus der bulgarischen Partnerstadt Gabrovo Plamenova (von links) bei der Rosenpflege vor dem Schloss Schadau im
Rahmen ihres Praktikums.
absolvierten diesen Sommer Praktika bei
Stadtgrün Thun. Weitere Besuche werden sie den Blumenschmuck und den Wechselflor entlang von Stras-
sen und in diversen Anlagen pflegen können. Die drei Gärtnerin-
folgen. Ziel des Know-how-Transfers: der Auf- nen wurden – in Arbeitskleidern des städtischen Tiefbauamtes –
bau eines Bereichs Stadtgrün in Gabrovo. voll in den Arbeitsalltag von Stadtgrün integriert. «Ein Projekt des
Know-how-Transfers, der in unserer Städtepartnerschaft einen
neuen Schwerpunkt darstellt», erläutert Jasmina Stalder, Beauf-
tragte der Städtepartnerschaft in Thun. Im August und September
erhielten zwei weitere Dreiergruppen aus Gabrovo Gelegenheit, in
Thun Unterhalts- und Pflegetechniken zu erlernen: Die erste
Gruppe widmete sich der Pflege der Saisonblumen und den Ro-
sen, die zweite der Baumpflege und die dritte dem Unterhalt von
Rasenflächen und Grünanlagen. Vorausgegangen waren Ende letz-
ten Jahres und im vergangenen April gegenseitige Besuche der
Leitungsteams der beiden Stadtgärtnereien. Sie bereiteten die nun
angelaufenen Praktika vor.
Ziel des Know-how-Transfers, der auch insgesamt fünf Besuche
von Thuner Stadtgärtner/innen in der bulgarischen Partnerstadt
vorsieht, ist die Gründung einer Abteilung Stadtgrün in Gabrovo
bis April 2017. Dazu wird auch die Beschaffung von geeigneten
Arbeitskleidern, Geräten, Maschinen und Fahrzeugen gehören.
Die Stadt Gabrovo in Mittelbulgarien zählt heute 60 000 Einwoh-
nerinnen und Einwohner. Eine Stadtgärtnerei gab es bisher nicht
– die Pflege der Grünflächen und Anlagen erfolgte bis Ende letzten
Jahres durch Privatfirmen. Für das Projekt Floral City sind
290 000 Franken budgetiert, wovon 85 Prozent durch den Part-
nerschaftsfonds des Bundes finanziert werden. Die restlichen Kos-
Baumpflegespezialist Armin Ritschard von Stadtgrün Thun zeigt ten werden hälftig durch Thun und Gabrovo getragen. Die Stadt
Christopher Penchev aus Gabrovo (auf der Leiter), wie in luftiger Höhe
Gabrovo leitet das Projekt und trägt auch die gesamten Lohnkos-
und in Sicherheit Äste g eschnitten werden.
ten für die insgesamt 20 Angestellten ihrer Stadtgärtnerei.
«Floral City» heisst das Projekt der Städtepartnerschaft zwischen
Thun und Gabrovo, das im vergangenen Juli mit der Ankunft von Text Jasmina Stalder, Beauftragte der Städtepartnerschaft in Thun
drei bulgarischen Stadtgärtnerinnen in Thun angelaufen ist: Wäh- Bilder Stadtgrün Thun
rend zwei Wochen zeigten ihnen Gärtner von Stadtgrün Thun, wie Weitere Infos: www.thun-gabrovo.ch
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tätig zu sein? Kennen Sie jemanden, der oder die diesen
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Jeanne Froidevaux, Stadtbibliothek Thun,
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Ein schweizweit einzigartiges Projekt ist am 23.
April in Thun gestartet: ein mobiler Bücherku- besucht die Botin den Kunden regelmässig zu Hause, bringt Bücher
und andere Medien und holt diese auch fristgerecht wieder ab.
rierdienst für Menschen ab 60 mit einge-
schränkter Mobilität. Förderung der sozialen Integration
Das schweizweit einmalige Projekt ist nicht einfach nur ein Kurier-
dienst, der das Medien- und Kulturbedürfnis nicht (mehr) mobiler
Die Idee ist denkbar einfach: freiwillige Bücherboten bringen Men- Menschen befriedigt, sondern auch ein Angebot, das die soziale
schen, die nur eingeschränkt mobil sind, gewünschte Medien di- Integration und Lebensqualität der Kundinnen und Kunden ver-
rekt nach Hause. Mit dieser Dienstleistung wird älteren und wenig bessern soll. Der vertrauensvolle Kontakt zum Bücherboten för-
mobilen Menschen ab 60 Jahren der Zugang zu aktueller Litera- dert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die ersten Erfah-
tur, Unterhaltung und Wissen erleichtert. Als Initiantin hat die rungen der vier Bücherbotinnen und drei Bücherboten, die seit
Stadtbibliothek Thun mit der Pro Senectute Berner Oberland eine Mai einen Kunden und sechs Kundinnen regelmässig mit Medien
starke Partnerin für das Projekt gefunden. versorgen, bestätigen dies. So holt eine Bücherbotin «ihre» Kun-
din, die noch gut zu Fuss, aber sehbehindert ist, zum Beispiel re-
Gratis-Service gelmässig von zu Hause ab. Vor dem Bibliotheksbesuch und dem
Die neue Dienstleistung ist kostenlos, benötigt wird lediglich ein gemeinsamen Auswählen neuer Hörbücher steht auch dem Be-
Jahresabonnement der Stadtbibliothek. Auch der Zugang ist ein- such eines der vielen Thuner Cafés nichts im Wege. Klatschen und
fach: Interessierte Kundinnen und Kunden können sich bei der Pro Tratschen gehören dazu!
Senectute Berner Oberland oder der Stadtbibliothek melden. In ei-
nem ersten Gespräch stellt der Bote bei der Empfängerin das Ange-
bot der Stadtbibliothek vor und notiert sich deren Wünsche. Danach Text Jeanne Froidevaux Müller Foto zvg
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