GESUND BLEIBEN FIRMENSPORT - INTERNET TRIFFT INDUSTRIE - WIM-MAGAZIN
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WIRTSCHAFT IN MITTELFRANKEN 05| 2014
Internet
trifft Industrie
Wie arbeitet die
Fabrik der Zukunft?
ä S. 22
Festspiel-
kalender
Kulturhöhepunkte
im Sommer
ä Beilage
FIRMENSPORT
GESUND
BLEIBEN
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s gibt im aktuellen Europa-Wahlkampf eine Pa-
Geschäftszeiten role, die ich nicht so recht verstehe: „Mut zu
des Service-Centrums Deutschland“. Geistige Enge und Denken in rein
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Zeiten – wozu braucht man da Mut?
der Geschäftsbereiche
Mo. bis Do. 9 –12.00 Uhr, 13 – 16 Uhr
Fr. 9 – 12.00 Uhr und 13 – 15 Uhr
Vor 100 Jahren marschierte Europa mit wehenden
Fahnen in die Katastrophe des Ersten Weltkriegs. Die
Hauptgeschäftsführer
menschlichen Tragödien sind dieser Tage allerorts nach-
Markus Lötzsch
Tel. 1335-373 | Fax 1335-201 zulesen, aber noch immer rätseln Historiker über eine
schlüssige Logik hinter dem Kriegsausbruch. Mangelte
Standortpolitik und
Unternehmenförderung es damals etwa am „Mut zu Deutschland“?
Dr. Udo Raab
Tel. 1335-383 | Fax 1335-333
Die Welt ist kleiner geworden in diesen 100 Jahren, die
Berufsbildung
Ursula Poller
internationalen Verflechtungen und Abhängigkeiten
Tel. 1335-254 | Fax 1335-255 nehmen dynamisch zu. Und ebenso dynamisch ver-
schieben sich die globalen Kräfteverhältnisse, längst
Innovation | Umwelt
Dr. Robert Schmidt sprechen nicht nur Ökonomen von der Bedeutung eines
Tel. 1335-299 | Fax 1335-122 starken und geeinten Europas. Aus der Friedensvision
International der Ära Adenauer / de Gaulle wurde eine wirtschafts-
Armin Siegert und weltpolitische Notwendigkeit.
Tel. 1335-401 | Fax 1335-488
Recht | Steuern
Oliver Baumbach
Noch immer diskutieren wir über die Frage, ob wir
Tel. 1335-388 | Fax 1335-463 „mehr“ oder „weniger“ Europa brauchen und tun so, als
gäbe es eine echte Alternative zum eingeschlagenen
Kommunikation
Dr. Kurt Hesse Weg. Wie wäre es stattdessen mit ein wenig mehr Mut
Tel. 1335-379 | Fax 1335-300 – Mut zu Europa?
Zentrale Dienste
Joachim Wiesner
Tel. 1335-229 | Fax 1335-453
KundenService
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28 BIHK-Studie: Rente mit 63 und Akademisie- 22 Industrie 4.0: In der Fabrik der Zukunft verschmelzen Internet-Technologien mit der
rung verschärfen Fachkräftemangel. Produktion. Die vierte industrielle Revolution ist im Gange.
Spektrum Märkte Branchen + Börsen
8 Ausstellung 21 DIHK-Umfrage 57 Branchenmarkt A-Z
„Die Welt im Spiel“ Wirtschaft investiert im Ausland
58 Börsen
9 Tagung 22 Die vierte industrielle
Sicherheit in der Cloud Revolution
Internet trifft Industrie
Veranstaltungen
26 IHK-Umfrage
Business Wie gut ist der Standort? 66 IHK-Kulturforum
Mit künstlerischer Leidenschaft
13 Verbraucherrechte- 28 IHK-Fachkräftemonitor zum Erfolg?
Richtlinie Gefragte Mitarbeiter
Wichtige Frist für 70 Weiterbildung in der Region
den Online-Handel Aktuelle Kurse, Tagungen
und Seminare
14 Werbung mit der IHK-Welt
Fußball-WM 2014
Gefahr im Strafraum 49 Ausbildungsbörse
in Ansbach Köpfe
18 Konflikte im Geschäftsleben Junge Talente sind gefragt
Wie schlichtet man Streit? 71 Feser-Graf-Gruppe
50 IHK-Kammergespräch Bringen immer mehr PS
Motor des Wissenstransfers auf die Straße
Fotos: Digital Vision/Thinkstock,
svedoliver/Thinkstock, Fuchs
52 Wirtschaftsjunioren 72 E-T-A
Nürnberg Kleine Stromwächter
Neues Vorstandsteam immer schlauer
56 Interimsquartier Loftwerk 77 anwalt.de
Die IHK ist umgezogen Online-Hilfe bei Rechtsfragen
6 WiM 05 |1466 Im Rampenlicht dieser Ausgabe steht Kultur — vom Zauber des IHK-Kulturforums bis zum Special Freizeit | Kultur. Die regionalen Freilicht-
Höhepunkte des Sommers führt der Festspielkalender auf.
Unternehmen Special Rubriken
79 Porsche Zentrum 29 Erfahrungsfeld 10 Verbraucherpreisindex
Sportliche Verkaufsziele Erlebnis mit allen Sinnen
52 DIHK-Ticker
80 Schamel Meerrettich 30 Firmensport
Fränkische Wunderwurzel Vorschriftsmäßiges Workout 58 Bekanntmachungen
82 Akemi 35 Fitness im Büro 62 Inserentenverzeichnis
Make-up für Notre-Dame Übungen am Arbeitsplatz
68 Weiterbildungsprogramm
83 AOK 37 Sportangebote der IHK Akademie
100 Jahre in Mittelfranken im Betrieb
Gemeinsam am Start 76 Personalien | Auszeichnungen
84 Mittelfränkische
Genossenschaftsbanken 40 Schwabach 86 Wirtschaft engagiert sich
Wachsende Bilanzsummen Goldwerter Vorteil
87 Kompakt
85 I.K. Hofmann 42 Fabrikmuseum Roth
Fokus auf die Weiterbildung Voll auf Draht 88 Wettbewerbe
85 Geis-Gruppe 44 Wandern in Franken 89 Vorschau
Europaweit auf Achse Der Kultur auf der Spur
89 Impressum
90 Cartoon von Gerd Bauer
! Beileger Festspielkalender 2014
WiM 05 |14 7SPEKTRUM
„Die Welt im Spiel“
Das Spielzeugmuseum in Nürnberg widmet den Playmobil-Figuren zu ihrem
40. Geburtstag eine Sonderausstellung mit dem Titel „Die Welt im Spiel“.
Sie zeigt aktuelle Playmobil-Themenwelten und stellt sie historischen
Spielwelten aus dem Fundus des Spielzeugmuseums gegenüber. Die Aus-
stellung verdeutlicht auch das Erfolgsrezept der Playmobil-Männchen, die
Kinder weltweit begeistern und eine große Fülle an Spielmöglichkeiten
bieten. Für Kinder gibt es im Museum Mitmachaktionen, für Familien und
Schulklassen Führungen. Zu sehen ist die Ausstellung bis 19. Oktober.
å
www.spielzeugmuseum-nuernberg.de
Schutz vor Datenklau
„Jäger und Sammler im Netz – Wie schützt sich der Mittelstand vor Datenklau?“: Mit diesem Thema beschäftigen
sich die diesjährigen „Bayerischen Mittelstandsgespräche“. Sie werden am Dienstag, 20. Mai 2014 (18 Uhr im Histo-
rischen Rathaussaal in Nürnberg) gemeinsam von der Bayerischen Beteiligungsgesellschaft (BayBG), München,
und der IHK Nürnberg für Mittelfranken veranstaltet. Den Impulsvortrag hält Daniel Domscheit-Berg, Gründer von
OpenLeaks und ehemaliger Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks. An der anschließenden Podiumsdis-
kussion nehmen folgende IT-Experten teil: Martin Hager (Geschäftsführer von Retarus GmbH, München), Günter
Seibold (Leiter Dezernat Cybercrime beim Bayerischen Landeskriminalamt), Sebastian Schreiber (Geschäftsführer
SySS GmbH, Tübingen) und Moderator Christian Sachsinger (Redakteur des „Computermagazins“ auf Bayern5).
Außerdem wird live demonstriert, wie leicht sich Hacker Zugang zu persönlichen Daten verschaffen können.
å
Anmeldung erforderlich: IHK, Tel. 0911 1335-382
kerstin.krausser@nuernberg.ihk.de
Unternehmerreise Südafrika
TIPP DES MONATS Nach Johannesburg führt eine Unternehmerreise, die die baye-
rischen IHKs und der Deutsche Industrie- und Handelskammer-
Einen Überblick über junge innovative Un- tag (DIHK) im Herbst 2014 durchführen. Die Reise findet vom
ternehmen soll die neue App „Tech Start-ups Bay- 28. September bis
ern“ für Smartphones und Tablets bieten. Sie steht im 2. Oktober statt
Google Play Store und im App Store von Apple zum kostenlo- und kann auf
sen Download zur Verfügung. Entwickelt wurde die App auf Initi- Wunsch bis
ative des Bayerischen Wirtschaftsministeriums von den Unterneh- 4. Oktober um
maxkabakov/Thinkstock, Daniel Karmann/Picture alliance
mer-Netzwerken Evobis (München) und Netzwerk Nordbayern eine Station
(Nürnberg). Die Nutzer der App können gezielt nach Unternehmen in Kapstadt
aus den Bereichen digitale Wirtschaft, innovative Dienstleistungen, erweitert
Fotos: Ryan Fire Starter James/Thinkstock,
Technologie und Life Sciences recherchieren und sich über Neuigkei- werden. Auf
ten und Veranstaltungen der Start-ups informieren. Junge Unterneh- dem Programm
men aus Bayern mit folgenden Voraussetzungen können sich ab stehen u.a.
sofort um einen kostenfreien Eintrag bewerben: Nicht älter als eine Kontaktbörse mit potenziellen südafrikanischen
zehn Jahre, ausgeprägte Wachstumsorientierung sowie mit Geschäftspartnern, Firmenbesichtigungen sowie Gespräche
innovativen Produkten oder Dienstleistungen am Markt. mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft.
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www.evobis.de christian.hartmann@nuernberg.ihk.deSPEKTRUM
Sicherheit in der Cloud
Die Auslagerung von Teilen der betrieblichen IT-Infrastruktur in die Cloud bringt
viele Vorteile mit sich, erfordert jedoch auch die stetige Verbesserung der unter-
nehmensinternen Sicherheitsstandards. Bei der Tagung „Cloud- und Informa-
tionssicherheit“ werden Management-Systeme für die IT-Sicherheit vorge-
stellt, die sich besonders auch für kleine und mittlere Unternehmen
eignen. Die Veranstaltung, die vom Bayerischen IT-Sicherheitscluster e.V.
und von der IHK Nürnberg für Mittelfranken organisiert wird, findet
am Mittwoch, 4. Juni 2014 von 16 bis 18.30 Uhr in der IHK statt (Loft-
werk, Ulmenstraße 52, Nürnberg).
å
IHK, Tel. 0911 1335-439
claudiu.bugariu@nuernberg.ihk.de
Wohin fährt die Bahn?
Die Dauerausstellung im Nürnberger DB Museum illustrierte
bisher die Geschichte der Eisenbahn in Deutschland von der ersten
Fahrt des „Adler“ von Nürnberg nach Fürth im Jahr 1835 bis zur
Wiedervereinigung Deutschlands 1989. Nun können die Besucher
auch die Jahre ab 1990 Revue passieren lassen und mit der Kon-
zernstrategie „DB 2020“ einen Blick in die Bahn-Zukunft werfen. Bei
der Eröffnung der erweiterten Ausstellung im April war auch DB-
Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube zugegen. Museumsdirek-
torin Russalka Nikolov und ihr Team haben eine multimediale und
interaktive Ausstellung konzipiert, bei der sich die Besucher mittels
virtueller Realität in den Mobilitätswelten der Zukunft bewegen.
å
www.dbmuseum.de
IHK im Business TV
immer 2. Dienstag im Monat
18:25 Uhr, stündl. Wiederholung
13. Ma
Franke
nFerns
i und auf
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WiM 05 |14 9MÄR. 2014
105,2
Verbraucherpreisindex
Preisbrecher Pauschalreise
Freizeit ist kostbar – jetzt wird sie auch noch teurer. Um 1,6 Prozent stiegen im Ver-
gleich zum Vorjahr die Kosten für Dienstleistungen und Produkte für Unterhaltung
und Kultur. Günstiger wird dagegen ein organisierter Trip in die Sonne: Die Preise
von Pauschalreisen sinken um 2,5 Prozent. Insgesamt beträgt der Anteil für Freizeit-
ausgaben 11,5 Prozent im Warenkorb.
März Vgl.
Basisjahr 2010 = 100 2014 Feb. 2013
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 112,1 + 2,0 %
Alkoholische Getränke, Tabakwaren 109,7 + 3,8 %
Bekleidung und Schuhe 108,0 + 0,8 %
Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe 108,2 + 0,9 %
Möbel, Leuchten, Geräte und anderes Haushaltszubehör 102,6 + 0,6 %
Gesundheitspflege 100,6 + 1,6 %
Verkehr 106,8 - 0,2 %
Nachrichtenübermittlung 92,6 – 1,4 %
i Freizeit und Unterhaltung 105,2 + 1,6 %
Bildungswesen 93,3 – 2,7 %
Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen 107,5 + 2,1 %
Andere Waren und Dienstleistungen 105,8 + 1,7 %
Verbraucherpreisindex (Gesamtlebenshaltung) 106,7 + 1,0 %
Quelle: Statistisches Bundesamt, www.destatis.de
Foto: Dmitry Shapiro/Thinkstock
WiM 05 |14 11Anzeige
„Freundlich, immer ansprechbar, pünktlicher „EIN SEHR GUTER ARBEITSPLATZ“
Lohn und gute Organisation.“
… dies sagten auch die Zeit die unterschiedlichen Bedürfnisse
„Gehen fair miteinander um.“ arbeitnehmer und Interessen aller Mitarbeiter in
Hofmann Personal Einklang zu bringen“, sagt Ge-
gehört auch in schäftsführerin Ingrid Hofmann.
„Ich spreche wenig Deutsch, aber ich hab
diesem Jahr zu
immer viel Hilfe bekommen.“ Deutschlands Repräsentative Umfrage aller
100 besten Arbeitgebern und wurde HofmannMitarbeiter
im März 2014 in Berlin dafür Bewertungsgrundlage für die 100
ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt besten Arbeitgeber sind u.a. eine
„Großes Unternehmen, sehr angenehm.“ der Personaldienstleister den Gold anonyme, umfassende Befragung
Trust Champion Award, weil er sich der Mitarbeiter zu den Themen
sieben Jahre in Folge unter den Fairness und Respekt, die Identifika-
„Freundlichkeit. Gute Einsatzorte. Besten platzieren konnte. tion der Beschäftigten mit ihren
Jedes Problem wird gelöst.“ Aufgaben und ihrem Arbeitgeber
Kernaussage: Ein sehr guter wie auch der Teamgeist. Mit
Arbeitsplatz einbezogen werden die Programme
„Sehr zuverläsig, kompetent, In einer repräsentativen Umfrage und Maßnahmen, die im Personal-
verlässlich, hilfsbereit“ bereich durchgeführt werden.
bewerteten die Hofmann-Mitarbei-
ter ihren Arbeitgeber und ihren
Arbeitsplatz. Der Kernaussage „Alles Bewertung durch ein unab
„Meine Ansprechpartner sind toll und helfen mir sofort, in allem kann ich sagen, dass hier hängiges Institut
sind immer für mich da und um mein Wohl besorgt.“ ein sehr guter Arbeitsplatz ist“, Durchgeführt wurde die Umfrage
stimmen über 80 Prozent aller vom Great Place to Work Institute. Es
Mitarbeiter, also Zeitarbeitnehmer untersucht und zeichnet vorbildliche
und Verwaltungsmitarbeiter, zu. Arbeitsplatzkulturen in mehr als 45
„Wir scheinen es gut zu schaffen, Ländern auf sechs Kontinenten aus.
Kontakt: I. K. Hofmann GmbH
Lina-Ammon-Str. 19, 90471 Nürnberg
Infoline: +49 0800 00-hofmann
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www.hofmann.info14 18
Werben mit Fußball-WM: Auf was müs- Krach zwischen Firmen: Außergericht-
sen Unternehmen achten? liche Verfahren bieten viele Möglichkeiten.
Business
Verbraucherrechte-Richtlinie
Wichtige Frist für den Online-Handel
Am 13. Juni 2014 tritt das Gesetz zur Umsetzung der
Verbraucherrechte-Richtlinie in Kraft, das umfangreiche
Änderungen für den stationären und vor allem für den On-
line-Handel mit sich bringt. Den Stichtag sollten Händler
unbedingt im Blick haben, denn eine Übergangsfrist zur
Umsetzung der neuen Regelungen gibt es nicht. Ziel der
Foto: brickrena/Thinkstock
Richtlinie ist es, einen europaweit einheitlichen Verbrau-
cherschutz zu schaffen.
In ganz Europa gelten dann u.a. eine 14-tägige Widerrufs-
frist, Änderungen beim Zurückbehaltungsrecht und neue
Regelungen zu Hin- und Rücksendekosten. Die IHK Nürnberg
für Mittelfranken hat auf ihrer Homepage unter www.ihk- å
nuernberg.de/verbraucherrechte-richtlinie die wichtigsten IHK, Tel. 0911 1335-247
Regelungen der Verbraucherrechte-Richtlinie zusammen- stefanie.sentner@nuernberg.ihk.de
gestellt. Dort ist auch der ausführliche Artikel zum Thema www.ihk-nuernberg.de/
aus WiM 12/2013, Seite 30/31, abrufbar. verbraucherrechte-richtlinie
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be personenbezogener Daten generell untersagt. ner Wissensmanagementklausel erlangt wer-
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den, die unter Berücksichtigung der rechtli-
lich fördern. Der Aus- Um Datenschutzverstöße zu
chen Anforderungen für den Einzelfall zu
tausch zwischen allen vermeiden, empfiehlt es sich daher, mit Mitarbei- kreieren wäre.
Mitarbeitern soll stetig ak- tern Regelungen zur Einwilligung in die Verwen-
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WiM 05 |14 13SPECIAL: FREIZEIT I KULTUR
BUSINESS
Werbung mit der FuSSball-WM 2014
Gefahr im Strafraum
Wer mit dem Großereignis in Brasilien werben will, muss darauf
achten, Schutz- und Urheberrechte des Weltverbandes Fifa
nicht zu verletzen.
Von Dr. Renate Kropp
W
enn am 12. Juni 2014 die Fußball-Weltmeis- diesem Event wirtschaftlich profitieren möchten.
terschaft 2014 beginnt, ist dies nicht nur Aber geht das überhaupt, wenn man kein Partner,
ein sportliches Großereignis. Die WM hat Sponsor oder Förderer der Fifa ist?
auch eine große wirtschaftliche Bedeutung für die
Fifa sowie deren Sponsoren und Partner. Mit der Um ihren Partnern Exklusivität gewährleisten
WM 2010 in Südafrika erzielte der Weltfußballver- zu können, hat die Fifa viele Bezeichnungen
band nach eigenen Angaben einen Umsatz von und Logos rund um die Fußball-WM als Marke
über einer Mrd. Dollar aus dem Verkauf von Mar- schützen lassen. Diese Markenrechte sowie die
keting-Rechten. Kein Wunder, dass auch Dritte von Urheberrechte der Fifa an Logos und Maskott-
14 WiM 05 |14BUSINESS
Foto: adidas
WiM 05 |14 15BUSINESS
chen sind zu respektieren. Ohne Zustimmung der Ebenfalls zulässig sind Marketing-Aktivitäten, die
Fifa dürfen diese in der Werbung oder auf Waren auf das Sport-Event anspielen, ohne die Bezeich-
nicht verwendet werden. nung des Turniers zu nennen. Unter Beachtung
der allgemeinen Bestimmungen des Wettbe-
Zu den geschützten Bezeichnungen zählen auch werbsrechts, können z.B. Rabatt-Aktionen oder
Begriffe wie „WM 2014“, „WM-Bier“ oder „Fan- Gewinnspiele, die mit neutralen Accessoires oder
Fest“. Die Monopolisierung dieser Begriffe ist Begriffen aus dem Bereich des Fußballs bewor-
jedoch nicht unumstritten. Das Deutsche Patent- ben werden, durchgeführt werden.
und Markenamt (DPMA) lehnte z.B. die Eintragung
von „WM 2010“ als Marke ab. Auch das europä- Public Viewing-Events
ische Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt,
das für die Eintragung von EU-Marken zuständig Sehr großer Beliebtheit erfreuen sich seit der
ist, ordnete die Löschung der Marke „WM 2006“ WM 2006 sogenannte „Public Viewing“-Events
an. Gleichwohl wurde die Bezeichnung „WM und Fan-Feste. Auch hier herrscht teilweise Un-
2014“ vom Europäischen Markenamt als sicherheit bei den Veranstaltern, ob eine Lizenz
schutzfähig ange- der Fifa für die Übertragung erforderlich ist. Nach
sehen und für dem deutschen Urheberrecht ist ausschließlich
eine Vielzahl danach zu unterscheiden, ob die WM-Spiele nur
von Waren nach vorheriger Zahlung eines Eintrittsgeldes
und Dienst- öffentlich gezeigt werden oder ob die Veranstal-
leistungen tung ohne Eintrittsgeld zugänglich ist. Wird ein
als Marke Eintrittsgeld erhoben, so benötigt der Veranstal-
eingetragen. ter des Public Viewing-Events eine Lizenz der Fifa.
Dies führt dazu, Wird kein Eintrittsgeld erhoben, so benötigt der
dass die Fifa über die Veranstalter auch keine Lizenz.
EU-Marke auch einen Schutz in
Deutschland an „WM 2014“ hat. Ein Aufschlag auf die regulären Speise- und Ge-
tränkepreise oder ein Mindestverzehr könnte als
Bereits bei der WM 2006 in Deutschland war indirektes Eintrittsgeld angesehen werden und
der markenrechtliche Schutz einer Kombination würde dazu führen, dass auch hier eine kosten-
von „WM“ und der Jahreszahl Gegenstand ver- pflichtige Lizenz bei der Fifa beantragt werden
schiedener Verfahren mit teilweise widerspre- muss. Werden von Gästen einer Gaststätte aber
chenden Ergebnissen. Während der Bezeichnung nur die üblichen Preise erhoben, so handelt es
„WM 2006“ damals der Schutz als deutscher sich nach der Definition der Fifa zwar um eine li-
Marke versagt wurde, war die gleichlautende EU- zenzpflichtige Veranstaltung, das deutsche Urhe-
Marke zunächst weiterhin gültig. Da deutsche berrecht erfordert eine Lizenz jedoch nicht.
Gerichte einer als EU-Marke eingetragenen Be-
zeichnung nicht den Markenschutz absprechen Begriff „Fan-Fest“ als Marke geschützt
dürfen, solange diese im Register eingetragen
ist, musste auch die Marke „WM 2006“ von Nicht- Der Veranstalter eines Public Viewing–Events
Sponsoren respektiert werden, bis die Löschung sollte aber von der Verwendung des Begriffs
erfolgte. Gleiches gilt nun auch für „WM 2014“. „Fan-Fest“ für die Veranstaltung absehen, sofern
er mit der Fifa keine Lizenzvereinbarung getrof-
Werbung von Nicht-Sponsoren fen hat. Der Begriff „Fan-Fest“ ist für die Fifa als
Marke u.a. auch für die Bereiche Unterhaltung
Geschützt ist eine Marke aber nur gegen eine bzw. Organisation von Unterhaltungsveranstal-
kennzeichenmäßige Verwendung, eine rein tungen geschützt. Hier ist somit Fantasie ge-
beschreibende Nutzung kann nicht untersagt fragt.
werden. Nicht-Sponsoren sollten daher bei ih-
ren Marketing-Aktivitäten auf eine schlagwort- Es bestehen also auch 2014 wieder viele Möglich-
artige Nutzung von „WM 2014“ verzichten. Ein keiten, ohne Lizenz der Fifa mit der Fußball-WM
Bierkrug mit der Aufschrift „WM 2014“ oder eine zu werben. Wegen der finanziellen Risiken, die
„WM 2014“-Party sind problematisch. Eine be- mit einer unzulässigen Werbung verbunden sind,
schreibende und damit zulässige Verwendung sollten geplante Werbemaßnahmen aber vorab
ist hingegen gegeben, wenn durch die Angabe juristisch geprüft werden.
„WM 2014“ nur auf den Anlass des Angebots oder
den Nutzungszweck der Ware hingewiesen wird. Dr. Renate Kropp ist Fachanwältin für gewerb-
Angaben wie „Unser Angebot zur WM 2014“ oder lichen Rechtsschutz bei der Kanzlei Cöster &
Foto: Puma
„Erleben Sie mit uns die WM 2014“ sind damit un- Partner Rechtsanwälte mbB in Nürnberg (info@
problematisch. coester-partner.de).
16 WiM 05 |14BUSINESS
FabLaB
Rothenburg fördert Erfinder von morgen
Mit einer digitalen Zukunftswerkstatt spricht der städtischen Wirtschaftsförderung. Das
Foto: FabLab
die Stadt Rothenburg technikbegeisterte Schü- Labor, das im Jugendzentrum in der Deutsch-
ler, Studenten und Hobbytüftler, aber auch Mit- herrngasse untergebracht ist, steht allen Nicht-
arbeiter von Unternehmen an. Sie können im mitgliedern an jedem ersten und dritten Frei-
neuen „FabLab“ („Fabrication Laboratory“) ex- tag im Monat offen.
perimentieren, erfinden und sich an innovativen
Technologien versuchen. Weltweit gibt es diese Bei Wochenendveranstaltungen (z.B. Work-
FabLabs, um vor allem junge Menschen für Tech- shops „Löten“ und „3D-Drucker“) wird das nö-
nik und Naturwissenschaften zu begeistern und tige Know-how vermittelt, um die Geräte im
sie bei der Entdeckung der eigenen Kreativität FabLab bedienen zu können. Getragen wird das
und auch bei der Berufswahl zu unterstützen. Labor durch den „FabLab Region Rothenburg
Das Rothenburger Labor ist das sechste dieser ob der Tauber e.V.“, der nach Worten von Vor-
Art in Bayern und ermöglicht z.B. die Bearbei- standsvorsitzendem Dr. Christoph Luckhardt
tung verschiedener Materialien durch 3D-Dru- auf die Förderung und ehrenamtliche Mitarbeit
cker und Lasercutter. aus Wirtschaft und Schulen angewiesen ist. So
unterstützen fachkundige ehrenamtliche Be-
Initiiert wurde das FabLab Rothenburg von ei- treuer den Nachwuchs beim Lernen und Expe- Faszination Technik: Der stellvertre-
ner Gruppe Rothenburger Unternehmen (Elec- rimentieren. tende FabLab-Vorstandsvorsitzende
trolux Rothenburg GmbH, Ebalta Kunststoff å Jochen Rößner zeigt Jungen die Funk-
GmbH und Stiegele Datensysteme GmbH) und www.fablab-rothenburg.de tionsweise eines Lasercutters.
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WiM 05 |14 17BUSINESS
Konflikte im Geschäftsleben
Wie schlichtet man Streit?
Konflikte zwischen Unternehmen müssen nicht zwingend vor
Gericht. Oft bieten sich außergerichtliche Verfahren an.
Von Oliver Dittmann
E
in italienischer Kraftwerksbetreiber weist ab. Bei zwei Instanzen können leicht zwei Jahre
die Turbine des deutschen Lieferanten we- ins Land ziehen, in Ländern mit weniger effek-
gen eines Mangels zurück und behält Zah- tiven Rechtssystemen auch deutlich mehr. Die
lungen ein. Der Turbinenbauer will aber nur einen Kosten für ein Verfahren vor einem deutschen
Preisnachlass zugestehen. Am Verhandlungstisch Landgericht und Oberlandesgericht betragen bei
finden die beiden Parteien keine Lösung. In sol- einem Streitwert von einer Mio. Euro rund 100 500
chen Fällen, wie sie vielfach im Wirtschaftsleben Euro (inklusive Anwälte, ohne Gutachter). Dazu
vorkommen, bieten sich mehrere Möglichkeiten kommen Opportunitätskosten, zum Beispiel der
an – darunter das klassische Gerichtsverfahren Verlust eines Kunden und der Reputationsverlust
und das Schiedsgericht, aber auch alternative durch die öffentliche Verhandlung.
Konfliktlösungsmethoden wie die Mediation und
die Schlichtung. Zu beachten ist, dass das Verfahren in der Lan-
dessprache des zuständigen Gerichtes abgehal-
Um die Vor- und Nachteile abzuwägen, sollten ins- ten wird, nicht etwa in der Vertragssprache. Die
besondere folgende Aspekte betrachtet werden: Richter als neutrale Dritte entscheiden vorläufig
c Kosten verbindlich (Instanzenweg) auf Basis von vertrag-
c Zeitdauer lichen und gesetzlichen Anspruchsgrundlagen
c Sprache, in der die Verfahren geführt werden – also von Vorgaben, die in der Vergangenheit ge-
c Eigenverantwortlichkeit / Entscheid durch Dritte setzt wurden. Keine Rolle spielt bei der Entschei-
c Verbindlichkeit / Empfehlungscharakter dung, ob die Parteien auch nach der Verhandlung
c Durchsetzbarkeit zusammenarbeiten wollen und ob dieses Ziel
c Öffentlichkeit / Vertraulichkeit durch das Urteil in der Praxis unmöglich gemacht
c Fokus auf Anspruchsgrundlagen / auf Interessen wird. Ein rechtskräftiger Titel ist national sehr
c Orientierung der Verfahren an der Vergangen- gut durchsetzbar. International, vor allem außer-
heit / an der Zukunft (z.B. wenn Interesse be- halb Europas, ist dies oft nicht der Fall.
steht an der Fortführung einer vertrau-
ensvollen Geschäftsbeziehung) Schiedsgericht
Die verschiedenen Methoden Einem Schiedsgericht unterwerfen sich die Par-
überschneiden sich teilweise, teien freiwillig, meist schon bei Vertragsschluss
zum Beispiel kann ein Richter für eventuelle zukünftige Streitigkeiten. Die
eine einvernehmliche Lösung Schiedsgerichte entscheiden grundsätzlich nur in
gegenüber einem Urteil fa- einer Instanz. Ihre Schiedssprüche können nur in
vorisieren. Um es einfach wenigen, eng begrenzten Fällen angegriffen wer-
zu halten, wird im Fol- den. Als Schiedsrichter wählen die Parteien meist
genden der Idealtyp des einen oder drei Experten aus, die ihren Preis ha-
jeweiligen Verfahrens ben. Weil es nur eine Instanz gibt, ist ein Schiedsge-
betrachtet. richt insgesamt oft günstiger als ein öffentliches
Gericht. Meist werden die Verfahrensordnungen
Öffentliches Gericht anerkannter Institutionen, zum Beispiel der In-
ternationalen Handelskammer (ICC), vereinbart.
Dauer und Kosten eines Dann kommen auch deren Gebührenordnungen
öffentlichen Verfahrens zum Tragen, wobei der Streitwert die wesentli-
hängen stark vom Streitwert che Größe ist. Die Dauer des Verfahrens hängt
und von der Anzahl der Instanzen von verschiedenen Faktoren ab, auch hier spielt
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die Schiedsgerichtsbarkeit den Vorteil der gerichtet. Das Ergebnis kann in einem
einzigen Instanz aus, wobei sich interna- rechtsverbindlichen Vertrag festgehalten
tionale Verfahren durch eine umfassende werden. Da dieser auf einer freiwilligen
Beweiserhebung in die Länge ziehen kön- Vereinbarung basiert, ist ein vollstreck-
nen. Die Schiedsrichter entscheiden in barer Titel nicht nötig.
einem vertraulichen Verfahren, das sinn-
vollerweise in der Vertragssprache durch- Schlichtung
geführt wird. Die Basis für die Entschei-
dung sind die Anspruchsgrundlagen, d.h. Für die Schlichtung gibt es keine all-
das Schiedsgericht lenkt den Blick eben- gemein anerkannte Struktur und Aus-
falls in die Vergangenheit. bildung, im Gegensatz zu den oben be-
schriebenen Methoden. Der Schlichter
Ein entscheidender Vorteil der Schieds- versucht, den Konflikt zu durchdringen
gerichtsbarkeit liegt in der internationa- und den Interessen und Positionen der
len Vollstreckbarkeit. Die meisten und Parteien in einem Schlichterspruch ge-
wichtigsten Länder der Erde sind einem recht zu werden. Dieser Spruch ist eine
UN-Übereinkommen beigetreten, das Empfehlung, den die Parteien annehmen
die Vollstreckbarkeit von ausländischen können oder nicht. Oft fungieren als
Schiedssprüchen gewährleistet. Daher ist Schlichter anerkannte Persönlichkeiten,
die Schiedsgerichtsbarkeit gerade bei in- die auch ihre Autorität einsetzen, zum
ternationalen Geschäften oft Standard. Beispiel Heiner Geißler bei „Stuttgart 21“.
„Sie möchten ein Bezüglich Kosten, Zeit und Durchsetzbar-
Mediation keit der Vereinbarung gilt Ähnliches wie
ganz besonderes bei der Mediation. Ob sich der Schlichter
Raumgefühl Die Mediation ist ein strukturiertes Ver-
fahren mit dem Ziel einer Einigung, die
mehr an Anspruchsgrundlagen oder In-
teressen orientiert, also zukunfts- oder
erleben? Das lässt von allen Parteien als Gewinn angesehen
wird. Grundvoraussetzung ist der Eini-
vergangenheitsorientiert arbeitet, wird
stark von dessen Hintergrund abhängen.
sich einrichten.“ gungswille der Beteiligten, weshalb das
Verfahren durchgehend freiwillig ist. Die Welche Methode ist nun für den deutsch-
Danielle Bergmann, Einrichtungsberaterin Parteien werden vom allparteilichen Me- italienischen Ausgangsfall zu empfehlen?
diator beim eigenverantwortlichen Lö- Jede Methode hat ihre Vorzüge und die
sen ihres Konflikts unterstützt. Das Ver- Parteien sollten sich offen beraten las-
T 0911 252 95 - 13
fahren, das auch bei innerbetrieblichen sen. Wenn sie an einer einvernehmlichen
E bergmann@werndl-wisniewski.de
Konflikten erfolgreich eingesetzt wird, Lösung interessiert sind, werden sie mit
erweist sich dabei als außerordentlich den konsensbasierten Verfahren Mediati-
werndl + wisniewski effizient. So dauern selbst internatio- on und Schlichtung besser fahren. Wenn
Büro- und Objekteinrichtungen GmbH nale Mediationsfälle mit meist mehr als aber der eingangs erwähnte italienische
Südwestpark 25, 90449 Nürnberg zwei Parteien nach Erfahrung der ICC im Betreiber auf Zeit spielt oder sich auf stur
werndl-wisniewski.de Schnitt nur vier Monate. Zu 80 Prozent stellt, wird der Turbinenbauer mit einer
wird dabei eine einvernehmliche Lösung Klage beim öffentlichen Gericht oder
gefunden, sodass Geschäftsbeziehungen Schiedsgericht Bewegung in die Sache
erhalten werden. bringen. Zur vorsorglichen Vereinbarung
der Konfliktlösungsmethode in Verträ-
Außerdem kostet das Verfahren in aller gen empfiehlt sich eine abgestufte Klau-
Regel weniger als der Rechtsweg. Das gilt sel, bei der ein öffentliches Gericht bzw.
schon bei geringen Streitwerten. Je höher ein Schiedsgericht nur dann angerufen
der Streitwert, umso größer ist die Erspar- werden kann, wenn vorher eine Mediati-
nis, denn der Mediator erhält typischer- on oder Schlichtung versucht wurde. Ein
weise ein Honorar auf Stunden- oder Ta- Beispiel für eine solche Klausel findet sich
gesbasis. unter www.oliver-dittmann.de/muster-
klausel-konfliktloesung/.
Das Verfahren ist vertraulich, die Spra-
che wird von den Parteien gewählt und Oliver Dittmann ist selbstständiger Wirt-
Foto: kieferpix/Thinkstock
wird meist die Vertragssprache sein. Die schaftsmediator, Vertrags- und Claim-
Parteien entwickeln auf Basis ihrer In- Manager sowie Seminarleiter für Vertrags-
teressen kreative Lösungsansätze und recht, Claim-Management, Verhandlungs-
schließen eine Vereinbarung nur dann, führung und Konfliktmanagement mit
wenn diese ihre wichtigen Interessen be- Schwerpunkt im Maschinen- und Anlagen-
friedigt. Der Blick ist also in die Zukunft bau (www.oliver-dittmann.de).22 28
Industrie 4.0: Wie verändert das BIHK-Studie: Akademisierung und Rente
Internet die Produktion der Zukunft? mit 63 verschärfen Fachkräftemangel.
Märkte
DIHK-Umfrage
Wirtschaft investiert im Ausland
Die deutsche Wirtschaft hält das hohe Niveau zulande überdurchschnittlich inves-
ihrer Auslandsinvestitionen bei. Das ist das Er- tieren und ihre Beschäftigung aufsto-
gebnis einer aktuellen Umfrage des Deutschen cken. Als wesentliche Motive für die Aus-
Industrie- und Handelskammertages (DIHK). 45 landsinvestitionen nannten die Betriebe
Prozent der Industriebetriebe planen in diesem den Auf- und Ausbau von Produktionsstät-
Jahr ein Engagement außerhalb Deutschlands, ten vor Ort sowie die Stärkung und Festigung
das ist nur ein Prozentpunkt weniger als im ver- des Vertriebs und des Kundendiensts. Dass die
gangenen Jahr. Insgesamt dürften die Ausland- leichte Zunahme der Kosten in Deutschland zu-
Foto: IvonneW/Thinkstock
sinvestitionen 2014 spürbar wachsen, weil die nehmend als Motiv für Auslandsinvestitionen
Unternehmen ihren Kapitaleinsatz hierfür erhö- genannt wird, sieht der DIHK als erstes Warnsi-
hen wollen. Die höheren Auslandsbudgets kom- gnal für den heimischen Standort.
men auch dem Inland zugute, denn die Betriebe å
mit Auslandsinvestitionen wollen auch hier- Download der Studie: www.dihk.de („Presse“)
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22
WiM 05 |14
MÄRKTEMÄRKTE
Die vierte industrielle Revolution
Internet trifft Industrie
Die Digitalisierung bewirkt einen grundlegenden Wandel der
Produktion. Die Zukunft der „Industrie 4.0" hat bereits begonnen.
Von Dr. Ronald Künneth
D
eutschland steht als führende Industrie- Geschäftsmodelle werden entstehen und eine
nation vor einer gewaltigen Herausfor- Herstellung hoch individueller Produkte zu den
derung. Die Digitalisierung sorgt dafür, Kosten einer Großserienfertigung wird möglich.
dass IT- und Internet-Technologien mit Produk- Experten erwarten einen schrittweisen evolutio-
tionssystemen verschmelzen. Nach der Einfüh- nären Prozess, der sich über zehn bis 20 Jahre er-
rung mechanischer Maschinen durch Dampf und streckt und Produktivitätssteigerungen von bis
Wasserkraft im 18. Jahrhundert, der arbeitstei- zu 30 Prozent bringt.
ligen Massenproduktion durch Einführung des
Fließbands im 19. Jahrhundert und dem Einzug „Internet der Dinge“
von Computern und Robotern im 20. Jahrhundert
bringt die vierte industrielle Revolution eine er- In der Industrie 4.0 werden alle an der Wertschöp-
neute Umwälzung. fung beteiligten Objekte wie Maschinen, Lagersy-
steme, Betriebsmittel und Werkstücke in das welt-
Das Ziel ist die intelligente Fabrik (Smart Facto- umspannende Kommunikationsnetz integriert,
ry), die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressour- wofür der Begriff „Internet der Dinge“ steht. Jedes
ceneffizienz, Benutzerfreundlichkeit sowie die Objekt existiert sowohl real als auch als virtuelles
Integration von Kunden und Geschäftspartnern Modell, sodass die physische und die virtuelle Welt
in Wertschöpfungsprozesse auszeichnet. Neue nahtlos ineinandergreifen.
WiM 05 |14 23MÄRKTE
werden nicht mehr zentral vorausgeplant und
nach starren Vorgaben umgesetzt, sondern hoch
flexibel durch Selbstorganisation des Produkti-
onsnetzwerks ausgeführt. So führen Werkstücke
die nötigen Informationen über erforderliche
Bearbeitungsschritte mit sich, kommunizieren
über eine eingebaute RFID (Radio Frequency
Identification)-Antenne mit den Maschinen ent-
lang ihres Weges und lösen eigenständig Bear-
beitungsaufträge aus. Intelligente Maschinen
koordinieren autonom deren Abwicklung und
initiieren Logistikaufträge, um das notwendige
Material bereitzustellen. Fällt eine Maschine aus,
organisiert sich die Fertigung über einen alterna-
tiven Weg neu. Auch auf kurzfristige Änderungen
der Nachfrage kann das Produktionsnetzwerk fle-
xibel reagieren, da die Ausführung der Aufgaben
im Gegensatz zur hierarchischen Steuerungsor-
Gemeinschaftsstand des Die virtuellen Abbilder werden durch die ge- ganisation so spät wie möglich und nur so früh
Automation Valley Nordbayern samte Wertschöpfungskette mitgeführt und wie nötig geplant wird.
auf der Hannover Messe. repräsentieren immer den aktuellen Zustand
des realen Objekts. Handelt es sich bei den Ob- Trotz durchgehender Automatisierung werden
jekten um vernetzte eingebettete Systeme die Menschen weiter die wichtigste Kontroll- und
mit eigener Steuerintelligenz, spricht man Entscheidungsinstanz in der Fabrik bleiben. Neue
auch von sogenannten Cyber-Physischen Sys- intelligente Assistenzsysteme und mobile Endge-
temen. Werden alle Objekte und Prozesse einer räte sollen den Mitarbeiter dabei unterstützen,
Fabrik im virtuellen Raum abgebildet, erhält man schnell und effizient komplexe Entscheidungen
ein digitales Fabrikmodell, in dem sämtliche rele- zu treffen, die die Maschinen auch in absehbarer
vanten Informationen in Echtzeit verfügbar sind. Zeit nicht übernehmen können.
Produktionssystem optimiert sich selbst Vorhandene Technologien zusammenführen
Auf Basis der virtuellen Modelle lassen sich alle Ab- Viele Einzeltechnologien für die Industrie 4.0 sind
läufe an den Produktionslinien bis ins Detail simu- heute schon vorhanden. Die vorausschauende
lieren und optimieren. Dies ermöglicht nicht nur Instandhaltung, um bei kritischen Antriebskom-
eine verbesserte Produktionsentwicklung, son- ponenten in Maschinen und Anlagen frühzeitig
dern auch eine Selbstoptimierung des laufenden Verschleiß, Unwuchten oder Wälzlagerschäden
Betriebs: Bei geänderten Betriebsbedingungen zu erkennen, ist vielfach bereits Stand der Tech-
kann das Produktionssystem die vorgegebenen nik. Auch RFID-Systeme sind seit vielen Jahren
Ziele wie minimale Durchlaufzeiten oder maxima- ein bewährtes Werkzeug zur Steuerung einer va-
le Energieeffizienz automatisch modifizieren und riantenreichen Produktion. Um eine weitgehend
die Abläufe an die veränderten Ziele anpassen. selbstorganisierte und -optimierte Produktion
Durch den Vergleich von realen Anlagenwerten zu ermöglichen, müssen die verschiedenen Ein-
mit den Simulationen der Modelle können Pro- zeltechnologien zukünftig auf Basis technischer
gnosen über die Ausfallwahrscheinlichkeit von Standards zusammengeführt werden.
Betriebsmitteln im Sinne einer vorbeugenden
Wartung erstellt und Fehler durch Selbstdiagnose Flexible Zusammenarbeit
ermittelt werden. Bislang ist die Erstellung der dy-
namischen virtuellen Modelle aufwändig. Hier bie- Eine wichtige Herausforderung ist die flexible
tet das maschinelle Lernen einen Ausweg: Durch Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im
Messung von Fabrikprozessen in Echtzeit können Wertschöpfungsnetzwerk im Sinne einer seman-
die Computermodelle aus einer ausreichenden tischen Operabilität: Hier geht es nicht nur um
Menge von Prozessdaten erlernt werden, bei- den effizienten Austausch von Daten, wie es im
spielsweise mit Data-Mining-Methoden. heutigen Internet üblich ist, sondern darum, dass
alle Kommunikationspartner das in den Daten
Aufgrund der hohen Komplexität und Dynamik enthaltene Wissen auf Basis gemeinsamer se-
sind die Wertschöpfungsprozesse in der Industrie mantischer Standards automatisch nutzen kön-
4.0 nur durch konsequente Modularisierungsstra- nen. Weitere Herausforderungen bestehen in der
Foto: Fuchs
tegien und dezentrale Steuerungsarchitekturen Erarbeitung von industrietauglichen Konzepten
beherrschbar. Das bedeutet: Kundenaufträge für die funktionale und die IT-Sicherheit.
24 WiM 05 |14MÄRKTE
Viele digitale Schlüsseltechnologien kommen punkte des Gemeinschaftsstandes waren Soft-
aus den USA oder Südostasien. Für Deutschland ware-Innovationen für die Industrie 4.0 und Engi-
gilt es, die Systemkompetenz an der Schnittstel- neering-Lösungen für den Produktlebenszyklus.
le zwischen den klassischen Industriebranchen Höhepunkt war ein Messetalk am Gemeinschafts-
i
und der IT- bzw. Internet-Technologie zu nutzen. stand, bei dem die beteiligten Unternehmen ihre Informationen
Notwendig ist eine noch engere und branchenü- Innovationen präsentierten. Insgesamt waren
zu Industrie 4.0
bergreifende Vernetzung von Wissenschaft und 52 Unternehmen und Organisationen aus Mittel-
Wirtschaft. franken auf der weltweit größten Leistungsschau www.plattform-i40.de
der Industrie vertreten. des Bundesverbandes
Hannover Messe 2014 Informationswirtschaft,
In der Metropolregion Nürnberg ist die Wirt- Telekommunikation und
Um diese Vernetzung voranzubringen, stand schaft für Industrie 4.0 gut gerüstet: Die Bran- neue Medien e.V. (Bitkom)
auch die diesjährige Hannover Messe vom 7. bis chen Automation und Produktionstechnik sowie
www.vdi.de/industrie-4.0
11. April 2014 unter dem Schwerpunktthema In- Information und Kommunikation sind Schlüssel-
der VDI/VDE-Gesellschaft
dustrie 4.0. Die Metropolregion Nürnberg zeigte industrien mit mehr als 200 000 Beschäftigten in
Mess- und Automatisie-
auf der Messe Flagge mit dem Gemeinschafts- der Region. Im Netzwerk Automation Valley Nord-
rungstechnik (GMA)
stand „Mechatronik & Automation Valley“, der bayern, das von den nordbayerischen IHKs unter
gemeinsam von der IHK und dem Cluster Me- Federführung der IHK Nürnberg für Mittelfran- www.automation-valley.de
chatronik & Automation, Augsburg/Nürnberg, ken vorangetrieben wird, engagieren sich über (regionale Informationen
organisiert worden war. Dort präsentierten sich 250 Unternehmen und Forschungseinrichtungen. sowie IHK-Aktivitäten)
folgende Unternehmen: Hermos (Mistelgau), Info-
team Software (Bubenreuth), Leoni Protec Cable Dr. Ronald Künneth ist Referent für Energiewirt-
Systems (Hannover/Nürnberg), OSB (München, schaft, Managementsysteme und Technologie-
mit Niederlassung in Nürnberg) und Systemtech- transfer bei der IHK Nürnberg für Mittelfranken
nik Leber (Schwaig) sowie L-3 Communications (Tel. 0911 1335-297, ronald.kuenneth@nuernberg.
Magnet-Motor aus Starnberg. Themenschwer- ihk.de).
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IHK-Umfrage
Wie gut ist der Standort?
Die Unternehmen der Region sind aufgeru- Fragebögen sind diesen Unternehmen bis Anfang
fen, den Wirtschaftsstandort Mittelfranken Mai zugegangen. Sie können die Print-Version des
zu bewerten. Die Ergebnisse sollen intensiv mit Fragebogens ausfüllen und diese zurücksenden
der Politik diskutiert werden. Wie zufrieden sind oder – nach Eingabe der zugesandten Kennung
die mittelfränkischen Unternehmen mit ihrem und des Kennworts – online an der Befragung
Wirtschaftsstandort? Welche Standortfaktoren teilnehmen.
sind für Unternehmen von besonderer Bedeu-
tung und wo besteht Handlungsbedarf hinsicht- Die Umfrage soll eine grundsätzliche Bewertung
lich der Infrastruktur vor Ort? Wie schätzen die der Stärken und Schwächen des Standortes aus
Unternehmen die Wirtschaftsfreundlichkeit der Sicht der Unternehmer ermöglichen. Darüber hi-
Verwaltung ein? Welche Chancen für eine nach- naus bieten die Ergebnisse eine Hilfestellung für
haltige positive Unternehmensentwicklung bie- Politik und Verwaltung, indem sie Ansatzpunkte
tet die Region? Diese Fragen stehen im Mittel- zur Verbesserung der Standortbedingungen lie-
punkt der IHK-Standortumfrage 2014. fern. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken wird die
Ergebnisse der Befragung gezielt nutzen, um im
Bis Freitag, 23. Mai 2014 bittet die IHK rund 28 000 Gespräch mit den Entscheidungsträgern vor Ort
repräsentativ ausgewählte Unternehmen in Mit- die Vorstellungen der Unternehmen zu transpor-
telfranken um ihre Einschätzung zur Bedeutung tieren. Außerdem sollen in einem gemeinsamen
und Zufriedenheit mit den Faktoren Infrastruktur, Dialog Maßnahmen vereinbart werden, um den
Arbeitsmarkt, wirtschaftliches Umfeld, Standort- Standort Mittelfranken für den Wettbewerb fit zu
kosten, Verwaltung und allgemeines Umfeld. Die halten.
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