Von A biz Z verdient Michael Lang - MAGAZIN - FC Basel 1893

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Von A biz Z verdient Michael Lang - MAGAZIN - FC Basel 1893
FC BASEL 1893 / NR. 20 / APRIL 2016   MAGAZIN

MEISTER 2016

Von A biz Z verdient

IM GESPRÄCH

Michael Lang
                                            EUR 7.-
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Von A biz Z verdient Michael Lang - MAGAZIN - FC Basel 1893
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Von A biz Z verdient Michael Lang - MAGAZIN - FC Basel 1893
EDITORIAL

                                                         Schon früher war                                                             Und vor allem denke ich an jene, deren Erwartungshaltung ins Uferlose
                                                         früher alles besser                                                          zu steigen scheint, wenns um den FCB geht, die aber gleichzeitig immer
                                                                                                                                      zustimmen, wenn die Ewiggestrigen die Gegenwart verdammen. Dazu
                                                         Jetzt, wo wir auch 2016 Meister geworden sind, erinnere ich mich plötz-      gehören auch die … ääh … sagen wir mal … die Aber-Fans. Für die ist
                                                         lich wieder an früher. Und zwar daran, wie ich mich früher jeweils ge­       zwar alles schön und gut – aber ein Trainer, der Zürcher Dialekt spricht
                                                         ärgert habe, wenn die Alten dauernd von früher schwärmten. Wenn              …! Sowas habe es früher, als alles besser war, dann gar nicht gegeben.
                                                         sie uns Jungen pausenlos vorgejammert haben, wie doch früher alles
                                                                                                                                      Stimmt. Früher sprachen sie Hönggerisch wie Gross. Dafür sprachen
                                                         viel besser gewesen sei: Moral, Anstand, Fleiss, Ausländer, Brotpreis,
                                                                                                                                      früher selbstverständlich alle Spieler Baseldeutsch. Ausnahmslos alle,
                                                         Jugend. Die vor allem.
                                                                                                                                      sieht man vielleicht von Benthaus, Kunz, Ramseier, Balmer, Hauser,
                                                         Besonders ätzend wars mit der Musik. Wir wollten «Lady in Black» von         Hitzfeld, Fischli, Botteron, Geisser, Zuberbühler, Atouba, Kreuzer, Bar-
                                                         Uriah Heep hören. Die Alten Vico Torrianis «Silberfäden». Wir Santana,       beris, Chipperfield, Ergic, Cantaluppi, Gimenez, Rossi, Nakata, Stocker,

 BIERVIELFALT BEQUEM DAHEIM
                                                         sie d’Churer Ländlerfründa.                                                  Costanzo, Inkoom, Safari, Fink, Vogel, Dragovic, Park, Pak, Ba, Salah,
                                                                                                                                      Serey, Sio und noch ein paar Dutzend anderen Meisterspielern ab. Alles
                                                         Kurzum, schon früher gab es jene, die früher alles besser und es reizvoll
                                                                                                                                      tolle Fussballer, feine Menschen auch. Wenn sie nur nicht «Wagenfüh-
                                                         fanden, das Früher zu adeln und das Jetzt zu tadeln.
                                                                                                                                      rer» sagen würden statt «Schälledrampper-im-Drämmli». Und nicht

DER NEUE ONLINE-GETRÄNKESHOP
                                                         Da bin ich vollständig anders. Besser eben. Denn mir käme es nie im Le-      Apothekerin statt Abideeggere.
                                                         ben in den Sinn, ausgerechnet jetzt, wo wir den neuesten Titel früher
                                                                                                                                      Aber haben die, die früher alles so grossartig fanden und heute alles so
                                                         als früher feiern durften, an den FCB von früher zu erinnern. Das wäre,
                                                                                                                                      alltäglich finden, vergessen, wie «spannend» damals eine 0:3-Heimnie-
                                                         als würde man einen Lottosechser holen – und dann heulen, weil grad
                                                                                                                                      derlage gegen Malley war? Und die Frage, ob Gusti Nussbaumer das
                                                         die Zinsen etwas tief sind.
                                                                                                                                      Geld für den Mannschaftsbus zum Auswärtsspiel nach Bümpliz recht-
                                                         Wobei, wenn ichs mir genau überlege, in ganz seltenen Fällen können          zeitig bis zur Abfahrt beisammen hatte. Wie unter den 5500 Zuschau-
                                                         ein paar Gedanken an früher vielleicht auch mal erhellend sein. Erhel-       ern im Joggeli die Post abgegangen sein muss, als Erni Maissen bei der

                               SC HE  I N                lend im Sinn von entlarvend.                                                 1:5-Heimniederlage gegen den FC St. Gallen das Goal zum zwischenzeit-

                     15 CHF GUT
                                                                                                                                      lichen 1:3 glückte?! Oder wie 3000 in Ekstase gerieten, als der FCB zu
                                                         Nein, ich mein jetzt nicht die Situation, in der wir Alt-Achtundsechziger
                                                                                                                                      Hause gegen Wettingen ein brillantes 0:0 halten konnte!? Was für ein
                                           nt
                                                         tatsächlich bald achtundsechzig Jahre alt werden und darum immer

                                   r t m e                                                                                            Hexenkessel der Hartplatz Gersag an jenem Montagabend im Dezem-
ON

          OP

                                                         wieder unser Kurzzeitgedächtnis verlieren. Wir uns plötzlich nicht mehr
                                          e So
                                                                                                                                      ber 1988 gewesen sein muss, als der FCB dort ein NLB-Meisterschafts-
 LI                         f d as g a n z               an Alex Strellers Vornamen erinnern können, dafür aber noch haar­

      N E-SH        Gültg au
                                                                                                                                      spiel gegen den FC Emmenbrücke vor 130 Zuschauern 3:2 gewann …!
                                                         genau wissen, in welcher Minute Rudolf Wampfler am 7. November
                                             2016
                                                                                                                                      (Wiederholung der Schlüsselwörter für alle: Ja, ja, stimmt schon – Hart-

                              am   31 . 12 .             1973 beim 6:4 gegen Brügge mit einem fantastischen Hechtkopfball

                          bis
                                                                                                                                      platz, Montagabend, Meisterschaftsspiel der zweithöchsten Liga, 130
                                                         das Tor zum 3:2 erzielt hat.

                                                    AU
                                                                                                                                      Zuschauer.)

                                              O T BL
                                         E: R
                                                         Sondern ich denke an jene standhaften Nörgler, die nicht einfach auch

                     GUTSCHEINCOD
                                                                                                                                      Es wäre deshalb wunderbar, wenn jene, die heute einen Meistertitel als
                                                         einmal vorbehaltlos applaudieren für die famose Arbeit von Urs Fischer
                                                                                                                                      selbstverständlich annehmen, sich nun doch noch den 97 Prozent aller
                                                         und seiner Spieler. An jene, die sich in den Kommentar-Blogs der Online-
                                                                                                                                      FCB-Fans anschliessen würden, die der Clubführung, dem Trainerstab
                                                         Medien beide Finger wundhacken, um der ganzen Welt ungefragt zu
                                                                                                                                      und den Spielern vorbehaltlos gratulieren.
                                                         verraten, wie langweilig sie es finden, wenn dauernd der FCB gewinne.
                                                         Sich aber am nächsten Tag ereifern, wenn Seriensieger Roger Federer
                                                         mal verliert. Kurzum, ich denke an jene, die gelbgrün vor Neid anlaufen,
                                                         wenn Rotblau Erfolg hat, an jene, die willentlich übersehen, dass auch
                                                         für den Titel 2016 neben dem Trainerstab und den Spielern zahlreiche         PS. Richtig! Marco, ja, genau Marco! So heisst Alex Streller, ist mir grad
                                                         Mitarbeitende mit ganz viel Herzblut und Kompetenz den Acker bear-           noch eingefallen, bevor Sie umblättern und ab Seite 8 eine Würdigung
                                                         beiteten, auf dem jetzt wieder geerntet werden durfte.                       des Schweizer Meisters 2016 nun ganz ohne Seitenhiebe lesen können.

                                                          IMPRESSUM
                                                          Rotblau              Nr. 20, 16. Jahrgang          Fotografen	Sacha Grossenbacher                   Abonnemente           Reinhardt Media Service
                                                          Magazin              April 2016                                         Freshfocus                                         Missionsstrasse 36
                                                          ISSN                 1660-087                                           Keystone                                           CH-4012 Basel
                                                                                                                                  Uwe Zinke, Jan Zinke                               Telefon +41 61 264 64 50
                                                          Auflage              25 000                                                                                                Fax      +41 61 264 64 86
                                                                                                             Titelbild            Daniela Frutiger
                                                          Herausgeber/         FC Basel 1893 AG, Medien                                                                              Mail verlag@reinhardt.ch
                                                          Redaktion            Birsstrasse 320 A             Anzeigenleitung      Stephan Wullschleger
                                                                                                                                                               Einzelpreis           CHF 8.00 / EURO 7.00
                                                                               CH-4052 Basel                 Anzeigenkoordination Franziska Lütte
                                                                               Telefon +41 61 375 10 10                                                        Abonnement            CHF 40.00 / EURO 35.00
                                                                                                             Anzeigen             FC Basel 1893 AG, Anzeigen
                                                                               Fax       +41 61 375 10 11                         Birsstrasse 320 A
                                                                               Mail      rotblau@fcb.ch                           CH-4052 Basel
                                                          Gesamt-                                                                 Telefon +41 61 375 10 10     Organ
                                                          verantwortung  Martin Blaser, Remo Meister                              Fax      +41 61 375 10 11    Rotblau Magazin ist das offizielle Magazin der
                                                          Chefredaktor   Josef Zindel                                             Mail     inserate@fcb.ch     FC Basel 1893 AG für Mitglieder sowie Inhaberinnen
                                                                                                                                                               und Inhaber von Jahreskarten des FC Basel 1893.
                                                          Mitarbeitende	Sereina Degen                       Layout               Friedrich Reinhardt Verlag   Das Magazin ist via Kioskverkauf oder Abonne-
                                                                         Martin Dürr                                              Stefan Escher                mente auch allen anderen zugänglich.
                                                                         Guido Herklotz                                           Mail: rotblau@reinhardt.ch   Der Nachdruck von Text und/oder Illustrationen
                                                                         Caspar Marti                        Druck	Werner Druck & Medien AG                   ist nicht erlaubt. Für unverlangt erhaltene
                                                                         Hansjörg Schifferli                                      Kanonengasse 32              Manuskripte oder Illustrationen lehnen Verlag
                                                                         Simon Walter                                             CH-4001 Basel                und Redaktion jede Haftung ab.

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Von A biz Z verdient Michael Lang - MAGAZIN - FC Basel 1893
INHALT

                                                                                                                  30   DR. FUSSBALL         Der FCB-Quiz mit Gewinn-Chancen
                                                                                                                  32   CARTON JEUNE         Per Knopfdruck die Daten der Talente abrufen
                                                                                                                  36   ST. JAKOB-PARK       Fussballhauptstadt Basel – der UEFA Europa League Final
                                                                                                                  40   BALLERINA            FCB-Fussballerin sorgt für die Musik
                                                                                                                  44   SOLOTHURN            Andreas Gasche – Herr über 60 Verbände
                                                                                                                  48   2 � 20               Doppelter Degen in doppelter Umfrage

                                                                                                                50
                                                                                                             CARTE BLANCHE
                                                                                                                       Karl Odermatts grosse Karriere mit trauriger WM-Bilanz

                             INHALT
                             FC BASEL 1893
                             ROTBLAU MAGAZIN NR. 20           APRIL 2016
                                                                                                                  60   FCB-VERANSTALTUNGEN FCB-Business & Sports Summit
                                                                                                                  62   BUSINESS PASS        Paddy Reilly’s, Patricia Mc Carthy
                        5    EDITORIAL      Schon früher war früher alles besser
                                                                                                                  64   DER SPONSOR          Vom Kleinstbetrieb zum Marktführer
                        10   BANALYSE       Handlich verpackt – Rotblau kompakt
                                                                                                                  68   SPIEL OHNE GRENZEN   Georges Perroud – der Schweizer Bosman
                        12   OBJEKTIV       Rot, blau, gelb – eine wunderbare Kombination
                        14   SPIELTRIEB     C-Spieler, chemische Elemente, Urs Fischer und der Kanton Uri

                                                                                                                74
                                                                                                             INTEAM

                       24
		FELDSTUDIE
                                                                                                                       Das grosse Interview mit Michael Lang
                             Ziemlich düstere Momentaufnahme der Nationalmannschaft

                                                                                                                  82   TORHEIT              Die Kolumne von Martin Dürr

6   Rotblau 20/ 2016                                                                                                                                                                       Rotblau 20/ 2016   7
Von A biz Z verdient Michael Lang - MAGAZIN - FC Basel 1893
PUBLIREPORTAGE

                                                                                      osw
                                                                                                                                                                                                 durch wir sie nicht mehr so oft daran erinnern
                                                                                                                                                                                                 müssen, ihr Programm durchzuziehen», sagt
                                                                                                                                                                                                 der FCB-Physiotherapeut mit einem Schmun-
                                                                                                                                                                                                 zeln. Auch Breel Embolo scheint am einschnei-
                                                                                                                                                                                                 denden Fitness­gerät Gefallen gefunden zu
                                                                                                                                                                                                 haben und ist beeindruckt, dass auf einem
                                                                                                                                                                                                 einzigen Gerät verschiedene Elemente trai-
                                                                                                                                                                                                 niert werden können. «Das Training auf dem
                                                                                                                                                                                                 SensoPro ist effektiv und abwechslungsreich.
                                                                                                                                                                                                 Schon kurze Einheiten sind vielseitig und in-
                                                                                                                                                                                                 tensiv. So kann ich einen weiteren Trainings-
                                                                                                                                                                                                 reiz setzen und mich permanent weiterentwi-
                                                                                                                                                                                                 ckeln», findet der siebenfache Nationalspieler.

                                                                                            Multifunktionale
                                                                                            Zusammenarbeit
                                                                                            Bei der Behandlung von rekonvaleszenten Spielern setzt der FC Basel 1893
                                                                                            seit zwei Jahren auf die Dienste eines innovativen Fitnessgeräts, das von
                                                                                            einem Team, bestehend aus jungen Bernern entwickelt wurde.

                                                                                            Erleidet ein Fussballspieler eine schwerere       MAN CITY, KRASNODAR UND BRÜGGE
                                                                                            Verletzung, die ihn für längere Zeit vom Fuss-    Der SensoPro Trainer wurde von zwei jungen
                                                                                            ballfeld fern hält, muss er sich nach den         Sportwissenschaftlern und einem Jura-Stu-
                                                                                            ­medizinischen Massnahmen in einem langen         denten aus Bern entwickelt und befindet sich
                                                                                             Rehabilitationsprozess zurückkämpfen. Die-       in der Fitnessbranche auf dem aufsteigenden
                                                                                             ser gestaltet sich nicht selten als langwierig   Ast. Immer mehr Sportvereine, darunter auch
                                                                                             und mühsam. Oft bekunden rekonvaleszente         Topclubs wie der FC Brügge, der FK Krasnodar
                                                                                             Spieler Mühe, für das Aufbautraining die letz-   oder Manchester City, liessen sich von den
                                                                                             te Motivation zu finden, ist die Rückkehr auf    Qualitäten des in der Schweiz hergestellten
                          Ein Herz. Zwei Leidenschaften.                                     den Rasen doch noch lange nicht in Sicht. Die-
                                                                                             sem Problem versucht der FC Basel 1893 seit
                                                                                                                                              Geräts überzeugen und arbeiten mit der
                                                                                                                                              Sport-Point GmbH zusammen. Der SensoPro
                                                                                             fast zwei Jahren mit dem multifunktionalen       Trainer besteht aus einer Art Käfig, wobei als     EIN GERÄT FÜR ALLE UND ALLES
                           Wir gratulieren «unserem» FCB zur erfolgreichen Saison!           Fitnessgerät SensoPro Trainer entgegenzu-        Standfläche freischwingende Gummibänder            Seit gut zwei Jahren arbeitet die Physioabtei-
                      Als Partner von Volkswagen und Rotblau drücken wir die Daumen          wirken. «Der Tipp, sich dieses Gerät näher an-   zum Einsatz kommen. Zusätzlich sind an den         lung des FC Basel nun mit dem SensoPro Trai-
                                       für die letzten Spiele der Saison.                    zuschauen und erklären zu lassen, kam von        Seiten und oben weitere Bänder in verschiede-      ner und ist weitgehend zufrieden. «Ob die
                                                                                             meinem Berufskollegen des FC Zürich», er-        nen Farben und Stärken angebracht. Dies er-        Spieler nach einer Verletzung auch früher auf
                                                                                             zählt Nicolas Unternährer, Physiotherapeut       laubt es, eine Trainingseinheit ganz individuell   den Platz zurückkehren können, wird sich in
                                                                                             des FC Basel. Nach einer zweimonatigen Pro-      nach den verschiedenen Bedürfnissen zu ge-         Zukunft zeigen. Wir Physios haben aber sicher
                                                                                             bezeit entschied sich der FCB, längerfristig     stalten, denn auf dem SensoPro kann man            mehr Trainingsgestaltungsmöglichkeiten und
                                                                                             mit dem SensoPro Trainer zu arbeiten.            ­sowohl an seiner Ausdauer, Kraft, Reaktion,       die Spieler eine spürbar höhere Motivation»,
                                                                                                                                               Koordination sowie Stabilisation feilen. Be-      ist Unternährer überzeugt. Geeignet ist der
                                                                                                                                               gleitet wird das Training zudem von einer         SensoPro allerdings nicht nur für Spitzen-,
                                                                                                                                               ­Videobedienungsanleitung, die ganz auf die       sondern auch für Breiten- und Leistungs-
                                                                                                                                                individuellen Wünsche der Kunden eingeht.        sportler jeglichen Alters. So trainieren meist
                                                                                                                                                «Wir benützen den SensoPro vorwiegend für        auch ältere Menschen mit körperlichen Be-
                                                                                                                                                unsere rekon­valeszenten Spieler. Im Gegen-      schwerden auf dem Fitnessgerät. Es ist so­
                                                                                                                                              satz zu anderen Geräten bringt er mehr Ab-         zusagen ein Gerät, auf dem alle, die laufen,
                                                                                                                                              wechslung und erhöhte Anforderungen mit            auch trainieren können.
                                                                                                                                              sich», erklärt Unternährer. Unter anderem
                                                                                                                                              schuftete beim FC Basel auch der am Sprung-        Wer gerne einmal ein kostenloses, aber ge-
                                                                                                                                              gelenk verletzte Holländer Jean-Paul Boëtius       führtes Probetraining auf einem SensoPro
                                                                                                                Kaspar Schmocker
                                                                                                                Sport-Point GmbH              auf dem SensoPro an seinem Comeback                Trainer absolvieren möchte, kann sich unter
                                                                                                              Telefon 031 382 52 10           (Stand Mitte März, Anm. d. Red.). «Durch die       info@sensoprotrainer.ch melden oder auf
                                                                                              kaspar.schmocker@sensoprotrainer.ch             vielen verschiedenen Trainingsinhalte erhöht       www.sensoprotrainer.ch nachschauen, wo das
An unseren Standorten in Basel, Muttenz, Münchenstein, Füllinsdorf und                                                                        sich bei den Spielern auch die Motivation, wo-     Gerät in der Umgebung Basel zu finden ist.
Rheinfelden sind wir mit ganzem Herzen für Sie da.
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                                                                                                                                                                                                                       Rotblau 20/ 2016     9
Von A biz Z verdient Michael Lang - MAGAZIN - FC Basel 1893
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                                                                  Seit einem Vierteljahrhundert sorgt Christine
                                                                  Castioni beim FC Basel 1893 dafür, dass die
                                                                  Trainings- und Matchkleider der Trainer und
                                                                  Spieler der ersten Mannschaft sowie des
                                                                  Nachwuchsbereichs jeweils frisch gewaschen
                                                                  bereitliegen. 1991 hatte die Liaison zwischen
                                                                  ihr und dem FCB begonnen, zu schwierigen

                                                                                                                     Der FCB an der muba
                                                                  NLB-Zeiten auf dem Landhof. Anfangs im
                                                                  Stundenlohn, bald aber schon in einem 100-
                                                                  Prozent-Pensum war sie alleine für die ganze
                                                                  Wäsche zuständig. Mit dem Umzug 2001 in
                                                                  den St. Jakob-Park sowie dem Wachstum der

                                                      Christine
                                                                  Nachwuchs- und der Gründung der Frauenab-
                                                                  teilung stiess mit Silvia Eymann eine Unter-
                                                                  stützung dazu. Nochmals später wurde das
                                                                  Team mit Karin Oezmen und Lydia Skrivan­

                                                     Castioni –   kova weiterergänzt, so dass heute vier Damen
                                                                  im Teilzeitpensum für saubere rotblaue Klei-

                                                 25 Jahre FCB!
                                                                  der sorgen. Am 1. April 2016 jährte sich Chris­
                                                                  tine Castionis Arbeitsverhältnis mit dem FCB
                                                                  zum 25. Mal – ganz herzliche Gratulation, vie-
                                                                  len Dank für den tollen Einsatz und weiterhin
                                                                  alles Gute in der rotblauen Waschküche!           Am Freitag, 15. April 2016, öffnete die muba    Stand mit seinem Premium Partner Feld-          stunden mit Spielern der ersten Mannschaft.
                                                                                                                    zum 100. Mal ihre Pforten. Ebenfalls fast       schlösschen bot der FCB den Besuchern der Ju-   Als besonderes Highlight konnten sich die
                                                                                                                    schon Tradition hat der Stand des FC Basel      biläums-muba einiges: Nebst einem breiten       Fans an der Selfie-Maschine «Photobooth»
                                                                                                                    1893 an dieser populären Basler Messe, die in   Fanartikel-Angebot, Spielmöglichkeiten für      mit diversen FCB-Spielern ablichten lassen.
                                                                                                                    der Verantwortung von FCB-VR-Mitglied           Jung und Alt an den Töggelikasten oder einem    Die muba und der FC Basel 1893 sind seit Jah-
                                                                                                                    René Kamm ist und an der es auch in diesem      Passgenauigkeitswettbewerb gab es von           ren ein eingespieltes Team und zusammen ein
                                                                                                                    Jahr viele Attraktionen gab. Am gemeinsamen     Montag bis Donnerstag täglich Autogramm-        Highlight im Basler Jahreskalender.

  FCB-Kids Camps –
  erstmals mit Marco Streller
Gleich nach Ostern war es wieder so weit – es
fand das erste FCB-Kids Camp des Jahres
statt. 200 Kinder trainierten unter der Obhut
von 27 Trainern und Betreuern auf dem Kunst-
rasen der Sportanlagen St. Jakob. Zum ersten
Mal kamen die Teilnehmer des FCB-Kids
Camps dabei in einen besonderen Genuss: Am
Freitagmorgen trainierte der ehemalige Cap-
tain des FCB, Marco Streller, mit den Kindern.
Es kam zu keinen gröberen Verletzungen, das
Wetter war fast durchwegs trocken und die
Stimmung durchgehend gut – also war es ein
toller Start in die neue Saison der FCB-Kids
Camps! Alle weiteren Termine und Infos:
www.fcb.ch/kidscamps

 10 Rotblau 20/ 2016                                                                                                                                                                                                                     Rotblau 20/ 2016    11
Von A biz Z verdient Michael Lang - MAGAZIN - FC Basel 1893
OBJEKTIV

Rot, blau und ein etwas gelb: Nie kann diese vertraute Farbkomposition schöner sein als auf einem Bild dieser Art

12 Rotblau 20/ 2016                                                                                     Rotblau 20/ 2016   13
Von A biz Z verdient Michael Lang - MAGAZIN - FC Basel 1893
SPIELTRIEB
                                                                                                                                                                                                                                                                                           RUBRIK

Von C-Spielern, chemischen
Elementen, Urs Fischer,
Interviews und dem Kanton Uri
In der Nacht vor dem Tag der Arbeit hat der FC Basel 1893 im strömenden Regen im St. Jakob-Park den FC Sion 2:1
bezwungen und sich damit vor fast 33 000 Zuschauern definitiv zum Meister 2016 gemacht und die beeindruckende
Serie von Titelgewinnen seit 2010 auf sieben ausgebaut. Weil wir von der Redaktion des Rotblau Magazins diese
grossartige Leistung unbedingt auch noch im vorliegenden April-Magazin zumindest auf die Schnelle und nur einige
Stunden vor Redaktionsschluss würdigen wollten, halten Sie das Heft etwas später als gewohnt in den Händen.
Dabei verzichteten wir nach der Fülle von Würdigungen in allen Medien bewusst darauf, auch noch in dieses Lied
einzustimmen. Die Miszellen, Anekdoten und Gedankensplitter auf den folgenden Seiten, feinsäuberlich ins Alphabet
eingeordnet und da und dort auch mit ein bisschen (Selbst-)Ironie besetzt, sollen die Erinnerungen an den jüngsten
Streich des FCB in etwas anderer Form nochmals aufblitzen lassen.
T E X T: J O S E F Z IN D E L | F O T O S : S A C H A GRO S S E N B A C H E R

A WIE ABSCHIED                                                                Inzwischen hats im Kader nur noch einen aus der C-Fraktion: Callà, jener
Viele Stichworte mit «A» kämen für das erste Kapitel infrage. Zum Bei-        Davide Callà, dessen Wert und Qualitäten möglicherweise etwas unter-
spiel Anfang. Oder Ausdauer, Auskick, Abseits, Akaniji, Ajeti, Aliji,        schätzt werden, obschon er bis Ende April 2016 immerhin 82 FCB-Ein-
Agenten, Ausgang. Und viele andere mehr. Doch auf der Zunge brennt           sätze mit 19 Treffern verzeichnete und, ebenso wichtig, seine häufige
halt am meisten A wie Abschied. Selbst auf das Risiko hin, von Büne          Rolle als Ergänzungsspieler grossartig lebt. Dabei hat er ganz offen-         FCB-Trainer Urs Fischer nach dem Spiel vom 30. April 2016 gegen den FC Sion: Auch nach dem Zieleinlauf wird er bleiben, wie er ist. Einfach nur prima.
­Huber als kitschige Heulsuse und unheilbares Fussballweichei gebrand-       sichtlich seine Lieblingsgegner oder seine bevorzugten Torhüter. Denn
 markt zu werden, vergiesse ich hier ein paar Abschiedstränen für drei       je vier seiner FCB-Tore schoss er gegen St. Gallen und Luzern, je zwei        den europäischen Wettbewerben sind für mich Fortschritt – weil es           «Fischer ist volksnah und authentisch … er lässt einen Fussball spielen,
 Spieler, die, jeder auf seine Art, zu den besonderen Persönlichkeiten der   ­gegen Lugano und Lausanne, und gleich sechs Mal traf der gebürtige           nicht selbstverständlich ist, den FCB auf diesem Niveau zu halten … Die     der den Ak­teuren alles abverlangt. Wer sich in der Gruppe nicht einord-
 FCB-Neuzeit und gewiss nicht zu den von Büne H. verschrienen «Pus-           Winterthurer gegen die Stadtzürcher Clubs GC, FCZ und YF.                    ­Toleranz, wenn der FCB (2017; die Red.) nicht Meister würde, wäre nicht    net, hat mit ihm ein Problem.»
 sys, die im Strafraum immer hinfallen», gehören: von Philipp Degen,                                                                                        allzu gross. Das macht ein wenig Sorge … aber wenn wir in einem Jahr       Marcel Rohr in der «Basler Zeitung» vom 2. Mai 2016
 Behrang Safari und von Walter Samuel. Ihnen gehört der uneinge-             D WIE DABEI SEIN – UND VIEL MEHR                                               nicht Meister werden, wird es als unbedeutende Schutzbehauptung
 schränkte Dank für alles, was sie dem FCB gegeben haben, auf dem Feld       Auch in der laufenden Meistersaison konnte der FCB bisher auf eine für         und Schönrednerei abgetan, wenn wir sagen, der FCB sei sieben Mal          «Überhaupt nicht. Ich werde mich selber bleiben. Garantiert.»
 und daneben.                                                                Schweizer Verhältnisse eigentlich unglaubliche Unterstützung zählen.           in Serie Meister geworden, es solle bitte nicht alles infrage gestellt     Urs Fischer im «Blick» vom 2. Mai 2016 auf die Frage, ob ihn der erste
                                                                             Bis zur 31. Runde, bis zum Heimspiel gegen den FC Sion vom 30. April,          ­werden. So ist es.»                                                       ­Meistertitel verändern werde.
Es war dies unglaublich viel sportlich Erfreuliches, viele Emotionen und,    betrug der Schnitt des FCB in der Raiffeisen Super League nicht weni-           Bernhard Heusler in einem Interview in der NZZ vom 2. Mai 2016, der
im einen oder anderen Fall, auch mal was Schräges. Allen drei wird mit       ger als 28 720 Zuschauer. Das sind mehr, als sie fünf Vereine, darunter         ­neben diesen nachdenklichen Aussagen aber auch ganz viele optimis­       G WIE GUSTI
dem Saisonschlusspfiff sofort ein Platz auf der rotblauen «Legenden-         der Vfl Wolfsburg, in der zugkräftigsten Liga Europas, der Bundesliga,           tische, frohe und dankbare Worte gefunden hat.                           Gusti Nussbaumer, inzwischen halt auch schon bald 64, kam 1968 zum
Liste» freigeräumt. Und alle drei werden wir im Auge behalten – allen        vorweisen können. Und sind mehr, als sie 14 Vereine in Italiens Serie A,                                                                                  FCB. Und er ist immer noch hier, eigentlich unersetzlicher denn je. Denn
voran Philipp D. und seinen schon vor zwei Jahren zurückgetretenen           darunter Grössen wie Sampdoria, Lazio oder Bologna, aufweisen. Oder           F WIE FISCHER, URS                                                          als Teamcoach mit riesiger Empathie und chronischer Nichtbereit-
Bruder David. Zu verfolgen, wie die berühmtesten eineiigen Fussball­         13 von 20 Clubs in Spanien und sieben von 20 in England.                      «Urs Fischer hat die Mannschaft unaufgeregt und stets mit klarem            schaft zur schlechten Laune macht er für den Club, die Trainer und die
zwillinge der Schweiz künftig ohne Ball ihren Ballhunger ausleben wer-                                                                                     Blick für das Wesentliche geführt. In Matias Delgado hat er den perfek-     Spieler alles. Das heisst, alles, was es braucht, bis ins hinterste Detail,
den, wird fast zum vollamtlichen Ganztages-Job.                              Das Tolle in Basel: Die Zuschauer sind nicht nur dabei. Sondern sie sor-      ten Captain für dieses Team bestimmt. Er steht für Ehrlichkeit gegen-       aber nie etwas, um sich in den Vordergrund zu drängen. Als er vor 48
                                                                             gen, bei aller Bereitschaft zur hie und da recht schnellen Kritik, auch oft   über den Spielern, auch bei Entscheidungen, die schwierig zu kommuni-       Dienstjahren zum FCB stiess, hatte der Verein exakt nachgezählte zwei
B WIE BARFI                                                                  für eine famose Stimmung. Die ist natürlich in erster Linie der Mutten-       zieren sind. Er ist hartnäckig und ehrgeizig, bewahrt aber auch in          Meistertitel auf dem Konto. Seither sind 17 Titel dazugekommen. Das
Der Barfi dürfte im Ranking der bekanntesten Schweizer Plätze mitt-          zerkurve zu verdanken. Und damit jenem Teil der Fans, die einen zu 95         Stresssituationen eine gewisse Lockerheit; seine Führungsspieler bin-       heisst nun doch nichts anderes, als den Vertrag mit dem vielseitigen
lerweile weit vorne stehen. Sicher längst auf Augenhöhe mit dem              Prozent erfreuen, in seltenen Fällen aber auch mal nerven – so halt wie       det er in wesentliche Entscheidungen ebenso ein wie seinen Staff.»          Mann, der als Kulturingenieur auch noch an der Uni Zürich doziert, rasch
Sechseläutenplatz, irgendwann vielleicht sogar mit dem Bundesplatz,          in jeder funktionierenden Partnerschaft.                                      FCB-Sportdirektor Georg Heitz über den FCB-Trainer                          zu verlängern, schlauerweise um mindestens zehn Jahre, und zwar mit
dem Place des Nations, der Piazza Grande oder dem Marktplatz. Ja, und                                                                                                                                                                  Option. Und zwar, ehe er in Pension abhaut. Das musste ganz einfach
wo liegen diese Plätze schon wieder …? Die Antworten dazu beim Quiz.         E WIE ERWARTUNGSHALTUNG                                                       «Fischer ist er selber geblieben, etwas anderes beherrscht er nicht.»       auch mal gesagt sein.
                                                                             «Obwohl wir die Europa-League-Gruppenphase gewannen und Saint-                Flurin Clalüna in der NZZ vom 2. Mai 2016
C WIE C-SPIELER                                                              Etienne bezwangen, sagte mir ein Reporter (unmittelbar nach dem                                                                                           H WIE HOTELS
Lange Zeit hatte der FCB richtige Hochkonjunktur mit C-Spielern. Mit         ­Titelgewinn 2016; die Red.): ‹Aber nächste Saison müssen Sie europä-         «Neu war auch der Trainer. Es war nicht mehr einer mit internationalem      Hotels waren auch in der Saison 2015/2016 die zweite Heimat der Spie-
den 13 C, die seit 2000 irgendwann für Rotblau gespielt haben, könnte         isch besser sein.› So hoch liegt die Erwartungshaltung. Es wäre dem          Ruf … sondern Urs Fischer. Es klappte eigentlich von Anfang an alles …      ler und Trainer. Seit der Aufnahme des Trainings im vergangenen Juli
man eine eigene ziemlich gute Mannschaft bilden: Costanzo; Ceccaroni,         Club gegenüber nicht fair und mir gegenüber nicht ehrlich, wenn ich          die umgebaute Mannschaft benötigte keine bedeutende Anlaufzeit.             verbrachten die Protagonisten der ersten Mannschaft rund 60 Nächte
Cabral, Calapes, Cravero; Carlitos, Cantaluppi, Chipperfield; Cristiano,      ­sagen würde, gemessen an den Ergebnissen müssten wir einen Schritt          Also stand der FCB nur nach der ersten Runde nicht an der Spitze … Das      in Hotels – im Schnitt also jede fünfte Nacht. Die zahlreichen Aufent-
Carignano, Caicedo. Einzig die Ersatzbank wäre etwas einseitig besetzt         vorwärts machen. Wir könnten den Club gar nicht damit ausstatten,           zeigt: Der FCB traf eine gute Wahl beim Trainer.»                           halte im Tageshotel vor Heimspielen nicht eingerechnet. Es würde
– mit drei weiteren Torhütern: Colomba, Crayton und Crevoisier.                was dafür nötig wäre. Aber die Titelverteidigung und tolle Spiele in        Hansjörg Schifferli im «Landbote Winterthur» vom 30. April 2016             ­deshalb gewiss weiter verwundern, dass zahlreiche Profis in Umfragen

 14 Rotblau 20/ 2016                                                                                                                                                                                                                                                                    Rotblau 20/ 2016      15
Von A biz Z verdient Michael Lang - MAGAZIN - FC Basel 1893
SPIELTRIEB
                                                                                                                                RUBRIK

die Hotelübernachtungen als unbeliebteste Begleiterscheinung ihres          N WIE NACHSPIELZEIT
Berufs angeben – wären da nicht die Ferien. Denn in denen verbringen        Kein Spiel des FCB in dieser Saison dauerte 90 Minuten. Ohne Nach-
die Spieler ihre Nächte erfahrungsgemäss eher selten im Zelt oder gar       spielzeit ging es nie. Und in dieser Zusatzschleife war häufig noch eini-
unter der Brücke.                                                           ges los – meistens im Sinn des FCB. Denn der schoss in Meisterschaft
                                                                            und Europacup immerhin zehn Tore nach Ablauf der regulären Spielzeit.
I WIE INTERVIEWS                                                            Das spektakulärste, meistumjubelte und emotionalste Tor fiel dabei
In gefühlten tausend Interviews haben Bernhard Heusler und Georg            gewiss im Rückspiel der Sechszehntelfinals in der UEFA Europa League
Heitz in den letzten Monaten beteuert, dass die eingetroffenen Ange-        zu Hause gegen St-Etienne. Nach der 2:3-Niederlage im Auswärtsspiel
bote für Breel Embolo nicht 30 Millionen Euro betragen würden, son-         musste es im St. Jakob-Park mindestens ein 1:0-Erfolg für den FCB sein.
dern darunter lägen. Selten war Kommunikation so erfolglos wie in           Und exakt auf dieses Ergebnis steuerten die Mannen von Urs Fischer
­diesem Fall, denn mit der zähen Klebrigkeit eines unter die Schuhsohle     nach Zuffis frühem 1:0 lange Zeit zu, doch dann glückte den Franzosen
 geratenen Kaugummis blieb diese einst von einem Journalisten in die        in der 89. Minute durch Innenverteidiger Sall das 1:1. Man war sich sicher:
 Welt gesetzte Zahl in den Medien haften, wann immer die Rede auf           Das ist das Out. Doch dann gelang Luca Zuffi in der 91. Minute mit Eis im
 Embolos nähere Zukunft fiel. Aber auch so was ist halt mittlerweile        Blut das 2:1. Und damit doch noch die Achtelfinalqualifikation.
 «part of the game», weshalb ich hier mal kurz das Gerücht in die Welt
 setze, dass Birkir Bjarnason der Grossenkel des einzigen isländischen      Vergessen haben wir dagegen jenes Tor, das Maccabi Tel Aviv irgend-
 Orgelbauers ist. Mal schauen, was aus dieser Ente wird.                    wann in der 96. Minute zum 2:2 schoss, ich glaube sogar, das war gegen
                                                                            uns.
J WIE JAHRBUCH
Man verzeihe an dieser Stelle ein bisschen Eigenwerbung: In vier            O WIE OHNE ZWEITE HALBZEIT
­Monaten liegt die dritte Auflage vom «Rotblau Jahrbuch» vor – über         Ohne zweite Halbzeit wäre der FCB in dieser Saison nicht ganz so erfolg-
 400 Seiten mit über 400 Menschen, über 400 Fotos, über 400 000             reich gewesen, denn in zehn Meisterschaftsspielen machte der Meister
 Zahlen und Zeichen ohne Leerzeile. Über diese Saison. Und 122 davor.       aus einem unentschiedenen Halbzeitstand oder gar nach einem Rück-
                                                                            stand noch einen Sieg, in zwei weiteren Fällen wenigstens noch ein Un-
K WIE KAKITANI, K WIE KUZMANOVIC                                            entschieden. Der Eindruck, wonach der FCB aller Qualitäten zum Trotz
Schade, wirklich schade, hat es mit Kakitani nicht wirklich geklappt,       in dieser Saison oft etwas mühsam in die Gänge kam und dafür seine
­obschon sich alle eine Heidenmühe gaben: die Trainer, der Staff, der       Fans in der zweiten Halbzeit etliche Male verwöhnte, lässt sich somit
 ­Dolmetscher, der Spieler selbst. Aber es ist halt auch im Fussball, der   auch statistisch belegen.
  globalsten Sportart überhaupt, manchmal so, dass sich nicht jeder in
  eine völlig andere Kultur versetzen lässt. Nicht nach Wunsch geklappt     Die Aussage, dass der FCB allerdings der Absteiger in die Challenge
  hat auch die Wiederverpflichtung von Zdravko Kuzmanovic. Auch hier        League wäre, würden nur die Ergebnisse aller ersten Halbzeiten in die
  gilt: Manchmal ist eine Trennung die sinnvolle Lösung.                    Wertung kommen, wie ein Fan in einem Blog-Beitrag spottete, hielt
                                                                            dann einer näheren Betrachtung doch nicht stand.
L WIE LANG
Man verzeihe den Kalauer, der an sich zugegebenermassen komplett            P WIE POZNAN
out ist, aber halt dann, wenn man für 26 Buchstaben ein Thema sucht,        Gleich viermal war der polnische Meister Lech Poznan im Herbst 2015
aus purer Notwehr gestattet sei. Wohlan denn: Mit Michael Lang hat          Gegner des FCB, zwei Mal in der Qualifikation zur Champions League,
es in Basel nicht lang gedauert, bis es klappte. Obwohl auch Lang wie       zwei Mal danach in den Gruppenspielen der UEFA Europa League. Vier
Kakitani aus dem Osten (Thurgau) stammt, brauchte der langhaarige           Mal gewann dabei der FCB und – wer sagts denn? – vier Mal stand es zur
Defensivspieler fast keine Zeit, um sich in Basel bestens zu akklimati-     Pause unentschieden, vier Mal erzwang der FCB die Entscheidung also
sieren. Und schon gar nicht lang dauerte es bis zu seinem ersten FCB-       in der zweiten Halbzeit.
Tor. Er erzielte es im zweiten Meisterschaftsspiel, und das ausgerech-
net gegen GC, seinen langjährigen Arbeitgeber zuvor. Es war am 25. Juli
2015, lang dünkt es einen her, der Siegtreffer zum 3:2 des FCB im Letzi-
grund. Nach jenem Erfolg übernahm der FCB die Tabellenführung. Und
gab sie bis heute nicht mehr ab. Das mag einige im Land tatsächlich
­gelangweilt haben, im FCB aber haben sich Lang und Kollegen eher
 rasch als langsam an diese Überlegenheit gewöhnt.

M WIE MARGELACKER MUTTENZ
Auf den Margelacker nach Muttenz ging die kürzeste Reise des FCB zu
einem Wettbewerbs-Auswärtsspiel. Es handelte sich um den Cup-Ach-
telfinal vom 28. Oktober 2015; die für den FCB zu bewältigende Distanz
vom St. Jakob-Park zur Sportanlage des Nachbarn beträgt anderthalb
Kilometer. Doch weniger dieses neckische Detail oder der problemlose
5:1-Sieg des FCB bleiben in Erinnerung, sondern die stattliche Kulisse:
5800 Zuschauer sorgten für einen Stadionrekord – nicht weniger als
sechs Wettbewerbsspiele des FCB dieser Saison fanden vor einer dün-
neren Kulisse statt, darunter die beiden Meisterschaftsspiele in Vaduz
und, dies doch besonders bemerkenswert, sogar ein Gruppenspiel der
UEFA Europa League: Nur 4802 Menschen waren am 5. November 2015
im Lissaboner Restelo-Stadion zugegen und erlebten dabei erst noch          Eines der denkwürdigsten Tore: Luca Zuffi freut sich nach dem Schluss-
eine 0:2-Heimniederlage von Belenenses gegen den FCB.                       pfiff gegen St-Etienne, über sein in der Nachspielzeit erzieltes Siegestor.

                                                                                                                             Rotblau 20/ 2016      17
Von A biz Z verdient Michael Lang - MAGAZIN - FC Basel 1893
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                                                                                                                                      wer jetzt eifrig nachrechnet und dann lauthals einwirft, wonach
                                                                                                                                      3900:90 nicht 43 ergibt, hat recht, soll aber bitte schön daran denken,
                                                                                                                                      dass das Cupspiel vom 13. Dezember in Sion 120 Minuten gedauert hat.

                                                                                                                                      T WIE TITELBILD
                                                                                                                                      Foto-Motive von Printmedien auf der Frontseite nach dem FCB-Titel-
               Der FC Basel 1893 bedankt sich bei seinen                                                                              gewinn:
                                                                                                                                      Basler Zeitung: Grosses Meisterfeier-Bild vom Barfi, ein kleines Bild von

             Sponsoren und Partnern der Nachwuchs- und                                                                                Jungsozialisten mit einem Anti-Blocher-Transparent.
                                                                                                                                      Sonntagsblick: Gross Schauspieler Leonardo Nigro, kleiner Roger
                                                                                                                                      ­Köppel und Simonetta Sommaruga, ein spärlich bekleideter Frauen­
             Frauenmannschaften für ihre Unterstützung.                                                                                hintern vom Beachvolleyball und ganz klein ein FCB-Jubel-Bild.
                                                                                                                                       NZZ am Sonntag: Grosses FCB-Bild mit den jubelnden Bjarnason und
                                                                                                                                       Delgado, dazu kleine Fotos der FDP-Präsidentin Petra Gössi, der
                                                                                                                                       Schriftstellerin Elif Shafak, eines berittenen Polizisten und des
NACHWUCHSMANNSCHAFTEN | U21–U10                                                                                                        ­Dirigenten Lorenzo Viotti.
                                LEADING PARTNER (2)                                                                                     Basellandschaftliche Zeitung: Vierspaltiges grosses FCB-Bild vom
                                                                                                                                        ­Barfi-Balkon, dazu ein einspaltiges Porträt des Verfassers eines politi-
                                                                                                                                         schen Kommentars.
                                                                                                                                         Sonntagszeitung: Viertelseitiges Porträt eines Cabaret-Besitzers nach
                                                                                                                                         dessen Haft plus zwei Symbolbilder von zwei Kindern zum Thema
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                                                                                                                                         Tages-Anzeiger: Wie in der konzerneigenen «Sonntagszeitung» am Tag
                                                                                                                                         zuvor nichts da vom FCB.
                                                                                                                                         Schweiz am Sonntag: Grosses Bild von der Meisterfeier des FCB auf dem
                                                                                                                                         Barfi, ein kleines von Soulsänger Seven samt Ehefrau, des Ökonomen
CLASSIC PARTNER (6)                                                                                                                      Hans-Werner Sinn und ein Symbolbild eines Babys zum Thema «Ein­
                                                           Die beiden Macher: Bernhard Heusler, Georg Heitz.                             gefrorene Eierstöcke».
                                                                                                                                         NZZ: Grosses Porträt von Londons Bürgermeister Boris Johnson, klein
                                                           Q WIE QUIZ                                                                    die japanische Teemeisterin Soyu Mukai und die Walliser Kampf-Kuh
                                                           Man verzeihe an dieser Stelle ein zweites Mal ein bisschen Werbung:           Ruby.
                                                           Die FCB-Enthusiasten, die am Erasmusplatz die Kulturbar «Didi Offen-
                                                           siv» betreiben, organisieren neben zahlreichen anderen Events mit          U WIE URI
                                                           ­rotblauem Touch regelmässig ein FCB-Quiz. Zum Aufwärmen gleich            Ostrava (Vaclík), Lugano (Vailati), Laufen (Thürkauf), Yverdon (Salvi),
BEBBI | U9–U7                                               Mal eine erste Frage: Was hindert Sie eigentlich daran, da einmal vor-    Bondoukou (Traoré), Liestal (Degen, Eglin), Egnach (Lang), Laborde
                                LEADING PARTNER (2)         beizuschauen?                                                             (Samuel), Winterthur (Akanji, Callà, Vivarelli), Bern (Zuffi), Prag (Su-
                                                                                                                                      chy), Teheran (Safari), Odense (Hoegh), Skopje (Aliji), Akureyri (Bjarna-
                                                           Hier die versprochenen Antworten zu den Fragen unter «B wie Barfi»:        son), Rosario (Delgado), Norrköping (Fransson), Thun (Kuzmanovic),
                                                           Der Sechseläutenplatz ist dort, wo sie auch den Böög verbrennen, ja        Aarau (Steffen), Alt St. Johann (Huser), Mahalla (Elneny), Pristina (Xha-
                                                           klar, in Zürich. Der Bundesplatz liegt in Bern, der Place des Nations in   ka), Rotterdam (Boëtius), Sporar (Ljubljana), Gashi (Cabiq), Osaka (Ka-
                                                           Genf, die Piazza Grande in Locarno und der Marktplatz in St. Gallen.       kitani), Wien (Janko), Basel (Ajeti, Itten, Nussbaumer), Yaoundé (Em-
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                                                                                                                                      bolo), Triengen (Fischer), Salzburg (Hoffmann), Solothurn (Walker),
                                                           R WIE REDAKTIONELLES VERGNÜGEN                                             Fribourg (Colomba), Zürich (Müller) und Rheinfelden (Zbinden) sind die
                                                           Noch nie in der Geschichte des FCB und somit noch nie in der Geschichte    Geburtsorte der Meister 2016. Macht 35 Ortschaften – von Aarau bis
                                                           dieses Heftes, die nun auch schon anderthalb Jahrzehnte alt ist, konnte    Yaoundé, vom Thurgau bis nach Argentinien, von Island bis zur Côte
                                                           ein definitiver Meistertitel schon in einer Ausgabe thematisiert wer-      d’Ivoir, vom Luzernischen bis nach Ägypten, von Schweden bis Wien,
                                                           den, die vor dem Saisonende herauskam. Vielleicht sollte man dieses        von Liestal bis Basel, aber kein einziger Geburtsort aus dem Kanton Uri.
                                                           redaktionelle Vergnügen aufrechthalten, damit sich die Mannschaft          Damit ist endlich ein Flecken dieser Erde gefunden, auf dem offenbar
FRAUENMANNSCHAFTEN                                         künftig stets dem Erscheinungsrhythmus des Rotblau Magazins an-            das FCB-Scouting versagt hat. Wäre doch eine schöne Negativ-Ge-
                                LEADING PARTNER (2)        passt statt umgekehrt.                                                     schichte für den Boulevard.

                                                           S WIE SUCHY                                                                V WIE VORAUSDENKEN
                                                           Marek Suchy, die tschechische Bank in der Basler Verteidigungskette,       Es ist ein Berufsleben im Hamsterrad, das vor allem Präsident Bernhard
                                                           war – Stand 1. Mai 2016 – der fleissigste FCB-Spieler der Saison. Zwar     Heusler und Sportchef Georg Heitz führen. Denn mit dem Einlauf ins
PREMIUM PARTNER (3)                                        wurde Luca Zuffi in den bis dahin 49 Wettbewerbsspielen nur ein einzi-     Ziel hörten die beiden bereits wieder den Startschuss knallen – für die
                                                           ges Mal nicht eingesetzt. Das war am 28. Oktober beim Cup-Match in         Planung der neuen Saison. Wobei, so ganz richtig ist das nicht: Die
                                                           Muttenz, den der FCB auch ohne den Winterthurer Akkordarbeiter             ­Planung begann noch deutlich früher. Was sie exakt beinhaltet und was
                                                           meisterte. Doch während für Zuffi einige seiner 48 Einsätze weniger als     alles umgesetzt sein wird, ehe es ab dem 23. Juli 2016 wieder los geht
                                                           90 Minuten dauerten, spielte Suchy jedes Spiel, zu dem er einlief, auch     mit der Raffeisen Super League und einige Wochen später mit der UEFA
CLASSIC PARTNER (6)                                        zu Ende. Das war in 43 Partien der Fall, womit der Innenverteidiger auf     Champions League, ist noch offen. Darum heisst es ja Planung und
                                                           die höchste Anzahl an gespielten Minuten des ganzen Kaders kam. Bis         nicht Vollzug. Und dieser Abschnitt nennt sich V wie Vorausdenken, et-
              EF Education AG                              und mit dem Sion-Match vom 30. April 2016 stand Suchy 3900 Minuten          was, das die Herren Heusler und Heitz brillant beherrschen, und nicht
                                                           auf dem Spielfeld. Bei Zuffi waren es «nur» knapp 3700 Minuten. Und         Nachbessern. Seis drum, bei aller Erwartungshaltung, die da und dort

                                                                                                                                                                                       Rotblau 20/ 2016      19
SPIELTRIEB
                                                                                                                                                                                                                                                                                                           RUBRIK

                                                                                                                                                          Der Meisterweg vom 14. Februar bis zum 30. April 2016
auch überbordet, ist auch für die nächste Meisterschaft eine FCB-            Für alle, die dieser obersimplen Definition des Ytterbiusm nicht folgen
                                                                                                                                                          Die Tabelle der Raiffeisen Super League, Saison 2015/2016                              25. März 2016, UEFA Europa League, 1/8-Finals, Rückspiel
Mannschaft zu erwarten, die wettbewerbsfähig sein wird.                      können: YB steht auch für die Young Boys und damit für den Verein, der
                                                                             nächste Saison den FCB (noch) mehr fordern dürfte. Und wer sich dar-         Nach 31 Spieltagen                                                                     FC Sevilla–FC Basel 1893                           3:0 (3:0)
W WIE WINTERPAUSE                                                            auf verlässt, dass man das schon oft gesagt habe, möge sich das ganz          1   FC Basel 1893                     31     24     04      03      81 :28     76     Estadio Ramón Sánchez Pizjuán. – 35 546 Zuschauer. – SR Deniz Aytekin (GER).
Schon zur Winterpause der Saison 2015/2016 führte der FCB mit zehn           einfache Gesetz der Serie und damit die Lehre von den Wiederholungen          2   BSC Young Boys                    31     17     09      05      66 :44     60     Tore: 35. Rami 1:0 (Reyes). 44. Gameiro 2:0 (Reyes). 45. Gameiro 3:0 (Krohn-
                                                                                                                                                           3   Grasshopper Club Zürich           31     13     07       11     62 : 51    46     Dehli).
Punkten Vorsprung auf GC und mit fünfzehn auf YB.                            im Lebens- und Weltgeschehen in Erinnerung rufen. In dieser absolut           4   FC Sion                           31     13     05      13      45 : 41    44     FC Basel: Vaclík; Hoegh, Suchy, Safari; Lang, Xhaka, Zuffi, Steffen; Bjarnason
                                                                             einleuchtenden Lehre wurde das kausalitätsunabhängige Prinzip der             5   FC Luzern                         31      11    08      12      44 :46     41     (61. Fransson); Delgado (61. Embolo), Janko (71. Itten).
X WIE X, RÖMISCHES ZAHLZEICHEN FÜR ZEHN                                      Serialität aufgrund jahrelanger Beobachtungen unerklärlicher Koinzi-          6   FC Thun                           31     10     07      14      41 : 47    37
X ist ein Buchstabe oder ein Zeichen, das für den FCB in verschiedener       denzen entwickelt.                                                            7   FC St. Gallen                     31     09     07      15      34 :54     34
                                                                                                                                                           8   FC Zürich                         31     06     12      13      41 :58     30     3. April 2016, Raiffeisen Super League, 26. Runde
Weise eingesetzt werden kann. Zum Beispiel für die x-Kilometer, die                                                                                        9   FC Vaduz                          31     05     14      12      38 :54     29
Xhaka auch in der aktuellen Meistersaison abgespult hat. Oder für den                                                                                     10   FC Lugano                         31     07     07      17      38 : 71    28     FC Basel 1893–BSC Young Boys                                         2:0 (0:0)
                                                                             Man behafte mich jetzt nicht darauf, aber das könnte heissen: Jede
nächsten Meistertitel, der nicht irgendein x-beliebiger sein würde. Son-     ­Serie geht mal zu Ende. Oder auch nicht. Oder wie oder was?                                                                                                        St. Jakob-Park. – 31 642 Zuschauer. – Dr. Stephan Klossner (Willisau).
dern er wäre, sollte es ihn in einem Jahr, einem Jahrzehnt oder einem                                                                                     18. Februar 2016, UEFA Europa League, 1/16-Finals, Hinspiel                            Tore: 46. Embolo 1:0 (Bjarnason). 94. Steffen 2:0 (Embolo).
Jahrhundert wieder geben, genau der XX. in der FCB-Geschichte. Und           Z WIE ZU GUTER LETZT                                                                                                                                                FCB: Vaclík; Lang, Suchy, Samuel, Safari (83. Traoré); Xhaka, Zuffi; Embolo,
                                                                                                                                                          AS Saint-Étienne–FC Basel 1893                       3:2 (1:0)                        Delgado (72. Steffen), Bjarnason (93. Hoegh); Janko.
somit der Meistertitel, den der FCB mit dem zweiten Stern in seinem          Zu guter Letzt seien hier nochmals alle Namen aufgeführt, die ganz
                                                                                                                                                          Stade Geoffroy-Guichard. – 27 013 Zuschauer. – SR Tasos Sidiropoulos (GRE).
Logo veredeln dürfte. Dazu muss man wissen, dass Sterne im Fussball          ­direkt in der Mannschaftskabine einen Beitrag zum Titel 2016 geleistet      Tore: 9. Sall 1:0 (Tannane). 39. Monnet-Paquet 2:0 (Cohade). 44. Samuel 2:1
weit seltener sind als Stars: Nur für jeden X. Titel gibt es nämlich einen    haben: Ajeti (Albian), Ajeti (Adonis), Akanji, Aliji, Bjarnason, Boëtius,   (Embolo). 56. Janko 2:2 (Handspenalty). 77. Bahebeck 3:2.                              10. April 2016, Raiffeisen Super League, 27. Runde
Stern.                                                                        Callà, Colomba, Degen, Delgado, Elneny, Embolo, Fischer, Fransson,          FC Basel: Vaclík; Lang, Suchy, Samuel, Safari; Xhaka, Zuffi; Embolo (89. Callà),
                                                                              ­Gashi, Hoegh, Hoffmann, Hunziker, Huser, Itten, Ivanov, Janko, Kaki­       Bjarnason, Steffen (65. Boëtius); Janko.                                               FC Basel 1893–FC Zürich                                              2:2 (0:0)
Den ersten darf der im Jahr des Herrn MDCCCXCIII gegründete FCB seit           tani, Kuzmanovic, Lang, Müller, Nussbaumer, Safari, Salvi, Samuel,                                                                                                St. Jakob-Park. – 31 257 Zuschauer. – SR Fedayi San (Gebenstorf).
dem Jahr des Herrn MMIV tragen, als er bereits IV Runden vor Saison­           Sporar, Steffen, Suchy, Thürkauf, Traoré, Vaclík, Vailati, Walker, Xhaka   21. Februar 2016, Raiffeisen Super League, 21. Runde                                   Tore: 61. Kerzhakov 0:1. 70. Bua 0:2. 83. Delgado 1:2 (Foulpenalty). 85. Bjarna-
ende und nach nur III Niederlagen an XXXVI Spieltagen Meister gewor-           und Zuffi.                                                                                                                                                        son 2:2 (Delgado).
                                                                                                                                                          FC Basel 1893–FC Vaduz                              5:1 (0:1)                         FC Basel: Vaclík: Suchy, Samuel, Safari; Xhaka; Steffen, Zuffi (73. Fransson),
den ist. Als einziger Schweizer Verein besitzt bisher GC II Sterne.                                                                                                                                                                              Delgado, Callà (66. Bjarnason); Janko (29. Itten), Embolo.
                                                                                                                                                          St. Jakob-Park. – 25 195 Zuschauer. – SR Pascal Erlachner (Wangen bei Olten).
(http://roemischezahlen.babuo.com/roemischen-ziffern-1-5000)                 Die ausführlichen Statistiken zur Saison 2016/2017 sind dem kommen-          Tore: 8. Bühler 0:1. 51. Lang 1:1 (Delgado). 57. Fransson 2:1 (Delgado). 66. Zuffi
                                                                             den Rotblau Magazin Ende Juni 2016 und dann, noch viel ausführlicher,        3:1. 73. Bjarnason 4:1 (Steffen). 87. Bjarnason 5:1 (Itten).                           13. April 2016, Nachtragsspiel vom 6. März 2016, 23. Runde
Y WIE YB                                                                     in der dritten Auflage des über 400 Seiten schweren Rotblau Jahrbuchs        FC Basel: Vaclík; Lang, Suchy, Akanji, Traoré; Fransson, Zuffi; Bjarnason, Del-
Im Gegensatz zum FCB kommt YB sogar im Duden vor. Diese beiden               im Verlauf des Septembers 2016 zu entnehmen. Und im Jahrbuch                 gado (75. Itten), Boëtius (68. Steffen); Embolo (81. Aliji).                           FC Lugano–FC Basel 1893                              1:4 (0:4)
vertrauten Buchstaben stehen da für Ytterbium, was, wie wir alle             ­stehen dann auch die weiteren mehr als 200 Namen von Rotblau infi-                                                                                                 Cornaredo. – 3085 Zuschauer. – SR Lukas Fähndrich (Luzern).
­wissen, das chemische Element mit der Ordnungszahl 70 ist und als            zierten Menschen, die hinter dem 19. Meistertitel des FCB stehen.           25. Februar 2016, UEFA Europa League, 1/16-Finals, Rückspiel                           Tore: 10. Bjarnason 0:1 (Samuel). 13. Samuel 0:2 (Zuffi). 22. Delgado 0:3
 ­silberglänzendes weiches Schwermetall bekanntlich zu den Lantha­                                                                                                                                                                               (Handspenalty). 44. Itten 0:4 (Traoré). 47. Culina 1:4 (Donis).
                                                                                                                                                          FC Basel 1893–AS Saint-Étienne                      2:1 (1:0)                         FC Basel: Vaclík; Aliji, Xhaka, Samuel, Traoré; Fransson, Zuffi; Steffen (46. Boë-
  noiden gehört, deren Eigenschaften logischerweise aber nicht der                                                                                                                                                                               tius), Delgado (66. Callà), Bjarnason (81. Hunziker); Itten.
                                                                                                                                                          St. Jakob-Park. – 20 976 Zuschauer. – SR Danny Makkelie (Holland).
  ­Lanthanoidenkontraktion folgen, da das Element wegen seiner Elek­                                                                                      Tore: 15. Zuffi 1:0. 89. Sall 1:1. 91. Zuffi 2:1 (Lang).
   tronenkonfiguration eine geringere Dichte sowie einen niedrigeren                                                                                      FC Basel: Vaclík; Lang, Suchy, Samuel (91. Fransson), Safari (72. Traoré); Xhaka,      17. April 2016, Raiffeisen Super League, 28. Runde
   Schmelz- und Siedepunkt als die benachbarten Elemente hat. Ist ja klar.   Lesen Sie auch das grosse Interview mit Michael Lang ab Seite 74.            Zuffi; Embolo, Delgado (68. Steffen), Bjarnason; Janko.
                                                                                                                                                                                                                                                 FC St. Gallen–FC Basel 1893                                           0:7 (0:1)
                                                                                                                                                          28. Februar 2016, Raiffeisen Super League, 22. Runde                                   AFG Arena. – 14 876 Zuschauer. – SR Pascal Erlachner (Wangen bei Olten).
                                                                                                                                                                                                                                                 Tore: 29. Steffen 0:1 (Bjarnason). 47. Eigentor Angha 0:2 (Traoré). 62. Eigentor
                                                                                                                                                          FC Thun–FC Basel 1893                               1:1 (1:1)
                                                                                                                                                                                                                                                 Gaudino 0:3 (Callà). 64. Callà 0:4 (Aliji). 67. Steffen 0:5 (Fransson). 72. Embolo
                                                                                                                                                          Stockhorn Arena. – 6807 Zuschauer. – SR Alain Bieri (Bern).                            0:6 (Itten). 78. Steffen 0:7 (Aliji).
                                                                                                                                                          Tore: 5. Munsy 1:0 (Schirinzi). 44. Steffen 1:1 (Traoré).                              FC Basel: Vaclík; Safari (46. Aliji), Xhaka, Suchy, Traoré: Fransson, Zuffi; Bjar-
                                                                                                                                                          FC Basel: Vailati; Lang, Suchy, Akanji, Traoré; Fransson, Zuffi; Callà (84. Safari),   nason (53. Callà), Delgado (71. Itten), Steffen; Embolo.
                                                                                                                                                          Delgado (68. Itten), Steffen; Embolo.

                                                                                                                                                                                                                                                 20. April 2016, Raiffeisen Super League, 29. Runde
                                                                                                                                                          10. März 2016, UEFA Europa League, 1/8-Finals, Hinspiel
                                                                                                                                                                                                                                                 FC Basel 1893–FC Lugano                           3:0 (1:0)
                                                                                                                                                          FC Basel 1893–FC Sevilla                                                      0:0
                                                                                                                                                                                                                                                 St. Jakob-Park. – 24 938 Zuschauer. – SR Sandro Schärer (Buttikon).
                                                                                                                                                          St. Jakob-Park. – 22 403 Zuschauer. – SR Anthony Taylor (England).                     Tore: 44. Embolo 1:0 (Steffen). 56. Embolo 2:0 (Steffen). 91. Boëtius 3:0 (Callà).
                                                                                                                                                          FC Basel: Vaclík; Suchy, Samuel (90. Hoegh), Safari; Lang (46. Traoré), Xhaka,         FC Basel: Vaclík; Aliji (87. Hunziker), Suchy, Samuel (46. Zuffi), Traoré; Frans-
                                                                                                                                                          Zuffi, Steffen; Bjarnason, Delgado (83. Fransson); Janko.                              son, Xhaka; Steffen (80. Boëtius), Delgado, Callà; Embolo.

                                                                                                                                                          13. März 2016, Raiffeisen Super League, 24. Runde                                      24. April 2016, Raiffeisen Super League, 30. Runde
                                                                                                                                                          FC Basel 1893–FC St.Gallen                       4:2 (1:2)                            FC Vaduz–FC Basel 1893                                                      0:0
                                                                                                                                                          St. Jakob-Park. – 27 305 Zuschauer. – SR Fedayi San (Gebenstorf).                      Rheinpark-Stadion. – 5543 Zuschauer. – SR Dr. Stephan Klossner (Willisau).
                                                                                                                                                          Tore: 5. Janko 1:0 (Callà). 12. Salli 1:1. 22. Angha 1:2 (Bunjaku). 49. Janko 2:2      Tore: –
                                                                                                                                                          (Zuffi). 54. Janko 3:2 (Embolo). 92. Steffen 4:2 (Aliji).                              FC Basel: Vaclík; Suchy, Xhaka, Safari (76. Hoegh); Steffen, Zuffi, Aliji
                                                                                                                                                          FCB: Vaclík; Degen (65. Traoré), Hoegh, Suchy, Safari; Fransson, Zuffi; Embolo,        (72. Callà); Bjarnason, Fransson; Embolo, Itten (82. Delgado).
                                                                                                                                                          Delgado (71. Steffen), Callà (91. Aliji); Janko.

                                                                                                                                                          20. März 2016, Raiffeisen Super League, 25. Runde                                      30. April 2016, Raiffeisen Super League, 31. Runde
                                                                                                                                                          FC Sion–FC Basel 1893                            0:1 (0:0)                            FC Basel 1893–FC Sion                                                 2:1 (1:0)
                                                                                                                                                          Tourbillon. – 10 000 Zuschauer. – SR Nikolaj Hänni (Gams SG).                          St. Jakob-Park. – 3221244 Zuschauer. – SR Alain Bieri (Bern).
                                                                                                                                                          Tor: 67. Delgado 0:1 (Handspenalty).                                                   Tore: 24. Delgado 1:0 (Foulpenalty). 67. Bjarnason 2:0 (Aliji). 92. Salatic 2:1.
                                                                                                                                                          FCB: Vaclík; Lang, Suchy, Samuel, Traoré; Zuffi; Callà (68. Bjarnason), Delgado        FC Basel: Vaclík; Xhaka (20. Aliji), Suchy, Samuel; Fransson, Zuffi; Steffen,
                                                                                                                                                          (92. Safari), Fransson, Steffen; Janko.                                                ­Delgado0. (Callà), Bjarnason; Embolo.
Das emotionale Ritual nach getaner Arbeit …

20 Rotblau 20/ 2016                                                                                                                                                                                                                                                                                     Rotblau 20/ 2016        21
PUBLIREPORTAGE

MEHR ALS NUR PAUSENVERPFLEGUNG –
DER FC BASEL 1893 EMPFIEHLT                                                                                                                                                                                                                         Es gibt aber einige exquisite Spezialitäten,
                                                                                                                                                                                                                                                    die nicht von der Karte des «Adlers» wegzu­
                                                                                                                                                                                                                                                   denken sind. Da wäre das Hummerschaum-
                                                                                                                                                                                                                                                   süppchen oder der Gugelhupf von der Gänse-
                                                                                                                                                                                                                                                   leber, das Rinderfilet «Rossini» oder der
                                                                                                                                                                                                                                                   Lammrücken aus der Bretagne. Der Chefkoch
                                                                                                                                                                                                                                                   stellt auch täglich in sich stimmige Menüs zum
                                                                                                                                                                                                                                                   Business Lunch zusammen und natürlich las-
                                                                                                                                                                                                                                                   sen sich alle Besuche im «Adler» mit einer
                                                                                                                                                                                                                                                   ­Auswahl feinster Käse oder einem Dessert, wie
                                                                                                                                                                                                                                                    beispiels­
                                                                                                                                                                                                                                                             weise hausgemachtem Feingebäck,
                                                                                                                                                                                                                                                    abrunden. Kein Wunder, besitzt das R­ estaurant
                                                                                                                                                                                                                                                    seit über 35 Jahren einen Michelin-Stern sowie
                                                                                                                                                                                                                                                    zahlreiche andere Auszeichnungen.

                                                                                                                                                                                                                                                   Gerade jetzt im Frühling kommen auch sehr
                                                                                                                                                                                                                                                   viele Gäste, um im Restaurant Adler oder im
                                                                                                                                                                                                                                                   Garten des dazugehörigen Kellerrestaurants
                                                                                                                                                                                                                                                   Spatz die wunderbaren und unverkennbaren
                                                                                                                                                                                                                                                   Spargeln aus der Region zu geniessen. Diese
                                                                                              Hauptstrasse 11 · 4312 Magden                                                                                                                        gibt es in verschiedensten Variationen. Las-
                                                                                                                                                                                                  HOTEL-RESTAURANT ADLER                           sen Sie sich überraschen.
                                                                                     Telefon 061 841 15 33 · www.gasthauszurblume.ch

                                                                                                                                                Feinstes Essen in                                                                                  Ausserdem hält das Hotel-Restaurant Adler
                                                                                                                                                                                                                                                   auch geschmackvoll eingerichtete Zimmer für

                                                                                                                                                einzigartiger Umgebung
                                                                                                                                                                                                                                                   Sie bereit.

                                                                                                                                                                                                                                                   Ein Besuch im «Adler» ist die Reise immer
                                                                                                                                                                                                                                                   wert, vom freundlichen Empfang über das
                                                                                                                                                Das Hotel-Restaurant Adler ist seit fast einem   die grosse französische Küche, doch auch Ele-     ­lukullische Mahl und bis zur stimmigen Am­
                                                                                                                                                halben Jahrhundert im alten Stadtteil von Weil   mente der italienischen Küche und regionale        biance finden Sie dort alles vor, was einen
                                                                                                                                                am Rhein präsent. Der Markgräfler Spitzen­       Spezialitäten sind auf seiner Speisekarte zu       Restaurantbesuch zu einem einmaligen,
                                                                                                                                                                                                                                                    ­
                                                                                                                                                koch Hansjörg Wöhrle bietet in seinem Res­       finden. Mit seinen 73 Jahren denkt der Spit-       gastrono­mischen Erlebnis macht.
                                                                                                                                                taurant exzellente Sterne-Cuisine auf höchs­     zenkoch zwar noch nicht ans Aufhören, aber
                                                                                                                                                tem Niveau. Ein Besuch lohnt sich immer, sei     da ihm sein Restaurant am Herzen liegt, ist
                                                                                                                                                                                                                                                    Hotel-Restaurant ADLER
                    Das Hotel-Restaurant Adler,                                                                                                 es wegen der unverwechselbaren Ambiance          er auch persönlich um seine Nachfolge be-
      gelegen im schönen Markgräflerland, bietet Ihnen eine ausgezeichnete                                                                      oder des hervorragenden Essens – gerade jetzt    müht: Seit einem Jahr hat er mit Benedikt          Hauptstrasse 139
  Gourmetküche, feine internationale Weine sowie Hotelzimmer mit allem Komfort.                                                                 während der Spargelsaison.                       Geßler einen jüngeren Koch zur Seite, dem          D-79576 Weil am Rhein
                                                                                                                                                                                                 er seine Art des Kochens nähergebracht hat.        Telefon ++49 7621 982 30
                                                                                     +41 61 261 50 22 St. Johanns-Vorstadt 21 4056 Basel                                                                                                            Fax      ++49 7621 756 76
                                                                                                                                                Hansjörg Wöhrle ist ein profunder Kenner sei-    Dabei will sich Wöhrle jedoch nicht neuen
  Hansjörg Wöhrle                                                                                                                                                                                                                                   adler-weil@t-online.de
  Hauptstrasse 139           Telefon +49 7621 982 30      www.adler-weil.de             indianfood@mac.com www.jaysindianfood.com               ner Materie. Der Chef des Restaurants Adler      ­Ideen und Innovationen verschliessen, die sein    www.adler-weil.de
  D-79576 Weil am Rhein      Telefax +49 7621 756 76      adler-weil@t-online.de   Öffnungszeiten: Di–Fr 12–14/18.30–24 / Mo & Sa 18.30–24      sammelte während seiner langjährigen Be-          Mitarbeiter in die Küche einbringen kann.
                                                                                                                                                rufslaufbahn als Gastronom Erfahrungen in
                                                                                                                                                vielen verschiedenen Bereichen seines Me­
                                                                                                                                                tiers. Er besuchte nicht nur die bekannte

                                                                                                                      ...parkieren...
                                                                                                                                                ­Kochschule «Engel» in seinen Anfängen, son-
                                                                                                                                                 dern war auch im Service und in der
                                                                                                                                                 Weinproduk­tion tätig. Sein breites Wissen
HOTEL RESTAURANT                                                                                                      ...und mit den             bringt er dabei gekonnt in seine Arbeit ein,

WALDHAUS                                                                                                              Ö.V. (37+47) ins           sei es nun beim Empfang der Gäste oder bei
                                                                                                                                                 der Auswahl der Weine auf seiner Karte. Diese
                                                                                                                      Joggeli ...                beinhaltet natürlich einige edle Tropfen aus
Birsfelden                                                                                                                                       der Region, aber auch Spitzenweine aus Ita­
                                                                                   Reservoirstrasse 201 – 4059 Basel –          061 261 17 15
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                                                                                                                                                Grössen aus der Politik wie beispielsweise
                                                                                                                                                ­
Öffnungszeiten: Mo-Sa 07.30 bis 23.30, So 07.30 bis 22.00                                                                                       die ehemaligen deutschen Bundespräsiden-
                                                                                                                                                ten Theodor Heuss, Walter Scheel und Johan-
                                                                                                                                                nes Rau empfangen. Mit seinem Team von
                                                                                                                                                ­erfahrenen Köchen pflegt Wöhrle vor allem

                                                                                                                                                                                                                                                                          Rotblau 20/ 2016     23
FELDSTUDIE

 NATIONALMANNSCHAFT

Die Schweiz ist mit zwei Niederlagen
und ohne Tor ins EM-Jahr 2016
gestartet. Das stimmt einen in den
Wochen vor dem Startspiel gegen
Albanien in Lens nicht eben
optimistisch. Die Stimmung ums
Team herum war nach dem 0:1 in
Irland und dem Zürcher 0:2 gegen
Bosnien-Herzegowina jedenfalls
gedämpft.

T E X T: H A N S J Ö RG S C H I F F E R L I
FOTOS: FRESHFOCUS | KE YSTONE

Eine ziemlich
düstere Momentaufnahme
24 Rotblau 20/ 2016                           Rotblau 20/ 2016   25
FELDSTUDIE

                                                                                                                                                        nalmannschaft beobachtet zu werden – vor          MICHAEL LANG – WARUM NICHT IN DER                  späte Chance vorbereitete, war individuell
                                                                                                                                                        allem in Anbetracht der Personalsituation.        INNENVERTEIDIGUNG?                                 vielleicht das feinste Stückchen dieser beiden
                                                                                                                                                        Aber dann leitete er mit einem Fehlpass den         Am ehesten positive Zeichen ausgesandt           Länderspiele.
                                                                                                                                                        Angriff zum frühen 0:1 ein, und schliesslich      hat Michael Lang, aber auch – in kurzer Zeit –
                                                                                                                                                        verschuldete er mit einem Foul gegen den          Shani Tarashaj. FCB-Rechtsverteidiger Lang         EIN BASLER QUARTETT?
                                                                                                                                                        bosnischen Stürmerstar Edin Dzeko den Frei­       zeigte zweimal, mal über 80, mal über gut 25         Dann gibt es noch – neben Lang – drei wei­
                                                                                                                                                        stoss zum 0:2 – das relativ früh in der zweiten   Minuten, ein Mann in Form zu sein, selbst­         tere FCB-Spieler, die auf dem Sprung sind:
                                                                                                                                                        Halbzeit den Schweizern den zweiten Knacks        bewusst und mutig. Aber er wird als Rechts-        Luca Zuffi, Breel Embolo und Renato Steffen.
                                                                                                                                                        versetzte, bei ihren Bemühungen, ein besse-       verteidiger zumindest vorderhand nicht an          Von ihnen wird Embolo sicher zum EM-Auf­
                                                                                                                                                        res Bild abzugeben als ein paar Tage vorher in    Lichtsteiner vorbeikommen. Doch Lang nur           gebot gehören, auch wenn er bis zum nächs-
                                                                                                                                                        Dublin. Denn dort hatten sie sich in 90 Minu-     auf der Bank zu haben, könnte sich noch als        ten Meisterschaftsspiel nach den Länder­
                                                                                                                                                        ten keine Torchance herausgespielt, in Zürich     Luxus herausstellen – zumal in einer Zeit, da      matches im Abschluss eher glücklos wirkte,
                                                                                                                                                        war das dann doch etwas anders – mit immer-       es an verlässlichen Innenverteidigern fehlt.       dann aber gegen YB das 1:0 erzielte und für
                                                                                                                                                        hin drei klaren Bällen, die zu einem Tor hätten   Vielleicht überlegt sich dann auch Petkovic,       Steffen das 2:0 vorbereitete.
                                                                                                                                                        führen können oder gar müssen.                    ob er Lang nicht als Alternative im Zentrum
                                                                                                                                                                                                          sieht. Schliesslich gilt der Ostschweizer ja als     Zuffi wurde in der Startelf mal Dzemaili, mal
                                                                                                                                                           Senderos war also kein Gewinner dieser         «gelernter» Innenverteidiger.                      Kasami vorgezogen. Es sah ein wenig danach
                                                                                                                                                        Tage. Das war auch Blerim Dzemaili nicht, der                                                        aus, als sei Petkovic vom FCB-Aufbauer noch
                                                                                                                                                        in Dublin im Mittelfeld stand. Und im Zürcher       Debütant Tarashaj, zweimal um die 70. Mi-        nicht so ganz überzeugt. Aber er hat ja, be­
                                                                                                                                                        Mittelfeld konnten sich Pajtim Kasami und         nute herum eingewechselt, hat die Fertigkeit,      sonders markant beispielsweise in den beiden
                                                                                                                                                        der stets eifrige Gelson Fernandes nicht wirk-    für einen karg besetzten Angriff ein Gewinn        Spielen gegen die AS Saint-Étienne, durchaus
                                                                                                                                                        lich aufdrängen.                                  zu werden. Wie er im Letzigrund Seferovics         schon internationales Format nachgewiesen.

FCB-Verteidiger Michael Lang, hier gegen Irlands Ciaran Clark, war einer der wenigen, der auch im Nationalteam überzeugte.

   An dieser Feststellung ist nicht zu rütteln:    auch von Stürmer Eren Derdiyok ins Gewicht        hätten bewähren können. Vor allem der Hof-
 Spielt die «Nati» im Juni in Frankreich so wie    fiel. Von ihnen wurde in diesen Tagen relativ     fenheimer Schär, auch er einer der «Abstiegs-
 vor allem am Karfreitag bei der 0:1-Niederlage    viel gesprochen, auch von Gökhan Inler, dem       kämpfer», zeigte mangels Sicherheit eher sei-
 in Dublin, aber auch so wie am Dienstag nach      altgedienten Captain, auf den der Coach man-      ne Schwächen als seine doch unbestrittenen
 Ostern bei der 0:2-Heimniederlage in einem        gels Einsatzzeiten bei Leicester City verzich-    Stärken. Also war er defensiv manchmal ein
 «Auswärtsspiel» im Letzigrund gegen Bos­          tet hat. Und man weiss es: Je mehr die Abwe-      Risiko. Nicht in Form war auch Haris Seferovic,
 nien-Herzegowina, wird für sie die Europa-        senden ein Thema sind, desto weniger gut ist      und nicht in Form war schliesslich auch Admir
 meisterschaft bei erster Gelegenheit zu Ende      es der Nationalmannschaft gelaufen.               Mehmedi. Dessen Verein, Bayer Leverkusen,
 sein. Wird sogar das Minimalziel, ein Platz in                                                      plagen wenigstens keine Existenzängste in
 den Achtelfinals, unerreichbar bleiben. Und         Das sagte Petkovic auch noch: «Man spürt,       der Bundesliga.
 ohnehin der gewünschte Schritt vorwärts, die      dass einige Spieler mit ihren Clubs im Ab-
 erste Qualifikation für die Viertelfinals eines   stiegskampf beschäftigt sind. Ich hoffe, dass        Die beiden Aussenverteidiger Stephan
 grossen Turniers seit 1954, seit der WM im        sie den erfolgreich beenden können. Das wäre      Lichtsteiner, er wegen Verletzung nur eine
­eigenen Land.                                     für alle positiv.» Dann kehre auch das Selbst-    Stunde eingesetzt, und Ricardo Rodriguez
                                                   vertrauen zurück.                                 hinterliessen in diesen Tagen auch keinen
  Nähme man also die beiden ersten Vorstel-                                                          nachhaltigen Eindruck. Aber selbstredend
lungen des Jahres zum Nennwert für einen              Einigen fehlte es in besagten Ostertagen, es   sind sie gesetzt. Das sind auch Granit Xhaka
EM-Starter, verlöre man so ziemlich jeden Op-      war gar ein offensichtliches Manko. Manches       und Valon Behrami im zentralen Mittelfeld.
timismus. Die Momentaufnahme nach diesen           hätte wahrscheinlich schon anders ausgese-        Xhaka war in Dublin zwar zu wenig präsent
Ostertagen war düster. Aber das kann sich in       hen, hätte Haris Seferovic, der Frankfurter Ab-   für einen «Chef», der er in Absenz Inlers im
den gut zehn Wochen bis zum Match gegen            stiegskämpfer, im Letzigrund in der 2. Minute     Mittelfeld mehr denn je sein sollte. Aber ge-
Albanien im Norden Frankreichs noch ändern.        seine grosse Chance zum 1:0 genutzt. Oder es      gen Bosnien-Herzegowina war er schon deut-
Vielmehr: Es muss sich ändern, erheblich än-       hätte sich auch noch einiges ändern können,       lich besser. Er hat natürlich die Klasse, recht-
dern.                                              hätte er wenigstens bei seiner zweiten Mög-       zeitig die gewünschte Rolle zu spielen.
                                                   lichkeit, zehn Minuten vor Schluss, alleine vor
  Es zog auch Nationalcoach Vladimir Petko-        dem gegnerischen Goalie getroffen.                  Es gab in diesen beiden Matches mehr Spie-
vic nach den ersten beiden Spielen nach seiner                                                       ler, die ihre Chancen nicht nutzten, als welche,
Vertragsverlängerung entsprechend die Bi-            So aber waren nach den beiden Niederlagen       die zumindest Zeichen aussandten, sich auf-
lanz. Also sagte er: «Im Moment sind wir nicht     über Ostern die folgenden Schlussfolgerun-        zudrängen.
in guter Form – und es fehlt auch ein bisschen     gen zu ziehen.
das Glück.» Die Form fehlt dem Kollektiv, weil                                                       DIE «VERLIERER»
sie manchem Einzelspieler fehlt. Und weil die      ZU WENIG IN FORM                                    So hätte man sich vom Abwehr-Altmeister
Absenz so zentraler Spieler wie Johan Djourou,       Nicht oder zu wenig gut in Form waren Fa­       Philippe Senderos mehr erhofft. Er verdiente
des Abwehrchefs, und Xherdan Shaqiri, des          bian Schär und Timm Klose, die sich ohne          sich mit seinen ersten Leistungen bei den
wichtigsten Manns in der Offensive, vielleicht     Djourou als erste Wahl im Abwehrzentrum           Grasshoppers, mal wieder im Kreis der Natio-       Drei Basler Gesichter lassen erahnen, dass noch nicht alles stimmt: Timm Klose, Granit Xhaka und Breel Embolo.

26 Rotblau 20/ 2016                                                                                                                                                                                                                                                                Rotblau 20/ 2016     27
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