Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen - Experteninterview Mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl

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Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen - Experteninterview Mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl
Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen

Experteninterview
Mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas
Bauernhansl

Technik trifft auf Design
Studiengang: Internet der Dinge

Macher gesucht
Welche Chance bietet euch das
Inno-Z?
Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen - Experteninterview Mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl
Studententätigkeit
                  Praxis-

                                    Masterarbeiten
                                    Bachelor- und

                                                     Wir haben die passenden Jobs!
                                                                                                 en Klick:
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              Trainee im Vertrieb

                                                                        Wir sind der in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien führende, ganz-
                                                                        heitliche Lösungsanbieter für Produktentwicklung (CAD/CAM, PDM/PLM und
                                                                        3D-Rendering), IT und digitale Geschäftsprozesse. Mehr zu unserem Produkt-
                                                                        und Serviceportfolio, den Auszeichnungen und Zertifizierungen sowie unseren
                                                                        über 270 Mitarbeitern an 12 Standorten erfahren Sie unter www.inneo.com.
                     Direkteinstieg

                                                                        INNEO Solutions GmbH · Ellwangen
                                                                        Telefon: +49 (0) 7961 890-0

NNEO-Anzeige-Hochschulmagazin-A5.indd 1                                                                                                      31.05.16 09:30

       „CASH,
       CAMPUS                                                 Vorlesungen, Klausurenstress, Uni-Partys,
       UND CREDIT                                              Auslandssemester und die eigene WG –
                                                     das Studentenleben bringt viele aufregende Veränderungen,
       POINTS”                                               kann aber auch ganz schön viel Geld kosten.
       Wie man im Studium                            Doch bei den zahlreichen Girokonten und den verschiedenen Möglichkeiten zur Studien-
       Zeit, Geld und Stress spart:                  finanzierung kann man leicht den Überblick verlieren, auch die zahlreichen Vergleichs-
                                                     portale im Internet tragen nicht wirklich zur Orientierung bei. Gerade hier ist guter Rat
                                                     wertvoll, schließlich hat man zum Studienanfang tausend andere Dinge im Kopf.
                                                     Mit einem persönlichen Ansprechpartner haben Sie einen Ratgeber zur Seite, der in über
                                                     70 Geschäftsstellen im Ostalbkreis, telefonisch oder online erreichbar ist: ganz gleich ob
                                                     Auslandsversicherungspaket, die Studienfinanzierung oder ein kostenloses Girokonto.
                                                     Das spart Zeit und Sie können sich beruhigt mit anderen Themen beschäftigen.
                                                     Damit im Geldbeutel genügend für Reiseabenteuer, Shoppingerlebnisse oder Barbesu-
                                                     che mit Freunden übrig bleibt, bietet die Kreissparkasse Ostalb natürlich ein kosten-
                                                     loses Girokonto für Studenten bis zum 30. Geburtstag mit zahlreichen Extras wie die
                                                     Aufladung von Handyguthaben oder den Einkauf von iTunes-Gutscheinen.
                                                     Apropos die eigene Zeit für Schönes nutzen: Mit den Banking-Apps können Sie sich über-
                                                     all auf der Welt bequem per SMS, E-Mail oder Push-Benachrichtigung über Geldeingänge
                                                     oder Kontobewegungen informieren lassen oder einfach Klick für Klick für den nächsten
                                                     Auslandstrip sparen. Auch unterwegs eine Überweisung tätigen oder den Kontostand
                                                     abzufragen, ist mit diesen Apps kein Problem mehr.
                                                     Mit der App „Sparkasse+“ können Sie dies auch für die Konten anderer Banken.
                                                     Auf www.ksk-ostalb.de/app ist der Download für alle gängigen Betriebssysteme möglich.

                                                       www.ksk-ostalb.de/termin oder Telefon: 07361/508-0
Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen - Experteninterview Mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl
Liebe Leserinnen und Leser,

Haushaltsgeräte lassen sich aus der Ferne steuern, die Armbanduhr kontrol-

                                                                                   © Hochschule Aalen
liert unsere tägliche Schrittzahl und industriell gefertigte Produkte sind exakt
auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten: Ob in unserem Alltag, in Unternehmen
oder an der Hochschule – die digitale Vernetzung eröffnet zahlreiche Chancen.
Möglich ist dies durch eine Verknüpfung von virtuellen Prozessen mit realen
Objekten. Mit der zunehmenden Vernetzung entstehen riesige Datenmengen,
deren Auswertung neue Optionen bietet. Es steigen jedoch auch die Anforde-
rungen an das Datenmanagement und insbesondere die Datensicherheit.

Das Thema Digitalisierung spielt für die Hochschule eine wichtige Rolle und
ist deshalb fakultätsübergreifend verankert: So lernen die Studierenden im
Maschinenbau beispielsweise, wie man vernetzte Maschinen steuert. Die Infor-
matik fragt nach der Sicherheit der Daten und die Wirtschaftswissenschaftler
forschen zu neuen Geschäftsmodellen im Zusammenhang mit „Big Data“.
Auch die Anforderungen an die Technischen Redakteure haben sich durch die
digitale Vernetzung grundlegend verändert. Bedienungsanleitungen werden in
Zukunft vor allem digital abrufbar sein, per Video veranschaulicht oder gleich
in eine App integriert. Die dicken Handbücher dürften damit bald der Vergan-
genheit angehören.

Im vorliegenden Magazin lesen Sie, womit sich die Studierenden der Tech-
nischen Redaktion beschäftigen und welche vielfältigen Einsatzbereiche auf
die Absolventen des Studiengangs warten. Mit großem Engagement haben
Studierende des 6. und 7. Semesters dieses Heft erstellt. Sie wurden dabei von
Prof. Dr. Monika Weissgerber unterstützt. Ihr und den Studierenden möchte ich
ganz besonders danken.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Prof. Dr. Gerhard Schneider
Rektor der Hochschule Aalen

                                                                                              3
Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen - Experteninterview Mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl
Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen - Experteninterview Mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl
Inhalt

Arbeitsplatzpoträts
Dokumentation 4.0 bei KUKA Roboter                              21
mit Leticia Baumann
Auf Visionen folgen Taten                                       28
Bosch präsentiert Industrie 4.0 zum Anfassen
Logistik bringt Ordnung                                         30
Einblick in ein Intralogistik-Unternehmen

Studiengänge
Und was willst du studieren?                                    8
Der interaktive Studientest
Bachelorstudiengänge                                            10
Hintergrund zu Industrie 4.0
Technik trifft auf Design                                       12
Studiengang: Internet der Dinge
Der Masterstudiengang im Maschinenbau                           23
Perfekt vorbereitet für Industrie 4.0
Antriebsprüfstände und vernetzte Datenfelder                    26
Industrie 4.0-Projekte an der Hochschule Aalen

Industrie 4.0
Industrie 4.0                                                   6

Experteninterview                                               14
mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl
Tauche ein in eine faszinierende Welt der virtuellen Realität   18

An der Hochschule Aalen
Kontakte knüpfen und den Traumjob sichern                       16
Die Aalener Industriemesse
Macher gesucht!                                                 24
Welche Chance bietet euch das Inno-Z?
Vorlesungsende! Was jetzt?                                      32

                                                                     5
Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen - Experteninterview Mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl
Industrie 4.0
Industrie 4.0 bezeichnet den Einsatz von
„smarten“ Maschinen. Durch Industrie 4.0
wachsen reale und virtuelle Welt immer wei-
ter zusammen. Auf diesen rasenden Zug der
Weiterentwicklung möchten immer mehr
Unternehmen aufspringen und arbeiten daher
an stetigen Innovationen.
  bf, wh

Vernetzte
Lagertechnik                          Qu
                                        elle
                                            : ww
                                                w.viastoresystem
                                                                s.d
                                                                   e

Der internationale Anbieter von Intralo-
gistik-Systemen und -Software hat eine
Lösung entwickelt, mit der sich vernetz-
te Materialfluss-Steuerungen virtuell in
Betrieb nehmen lassen. Dies ermöglicht,
sämtliche Materialfluss-Szenarien zu
implementieren, zu testen und in den
Live-Betrieb zu bringen. Alle Komponen-
ten werden vor der realen Umsetzung in
einem digitalen Modell abgebildet und auf
ihre Funktionsfähigkeit hin simuliert. Die                             ActiveCockpit                          Qu
                                                                                                                elle
                                                                                                                    : ww
                                                                       Als smarte Industriesoftwarelösung der           w.boschrex
gesamte Anlage lässt sich
damit bereits im Vorfeld                                               Industrie 4.0 erfasst, filtert und visualisiert
virtuell in Betrieb neh-                                               das digitale und interaktive activeCockpit
men, inklusive der erfor-                                              kontinuierlich Daten. Im Einsatz mit der
derlichen Tests.                                                       Multiproduktlinie ist es unentbehrlich,
  Seite 30                                                             um unverzüglich potenzielle Probleme
                                                                       aufzudecken. Je schneller ein Problem
                                                                       identifiziert ist, desto schneller kann die
                                                                       Wartung ausgeführt und das Problem
                                                                       gelöst werden. Dies alles
                                                                       geschieht in Echtzeit,
                                                                       um die Stillstandszeiten
                                                                       zu minimieren und die
                                                                       Betriebszeiten zu maxi-
                                                                       mieren.
                                                                         Seite 28
Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen - Experteninterview Mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl
iBin
                                                     Bereits im Januar 2013 präsentierte die
                                                     Würth Industrie Service als erster C-Tei-
                                                     le-Anbieter ein optisches Bestellsystem,
                                                     das die gesamte Materialwirtschaft nach-
               Qu
                 elle                      .de       haltig revolutioniert. Auf Behälterebene
                     : ww            ustrie          ist eine Füllstands-, Zähl- und Bestellinfor-
                         w.wuerth-ind
                                                     mation der Artikel per integrierter Kamera
                                                     möglich. Die Informa-
                                                     tionen werden dann
                                                     automatisiert an das
                                                     Warenwirtschaftssystem
                                                     übertragen.

                     Que
                        lle: www.festo.com

                                           Projekt ParsiFAl 4.0
                                           Im Forschungsprojekt ParsiFAl 4.0 ent-
           e                               wickelt Festo mit Kooperationspartnern
       th.d
chrexro                                    aus Industrie und Forschung neuartige
                                           Sensorik und Elektronik in dünnen Folien.
                                           Pneumatische Antriebe, aber auch Verpa-
                                           ckungen können durch die intelligenten
                                           Sensor-Labels Informationen über den je-
                                           weiligen Prozess sammeln, bewerten und
                                           austauschen. Dadurch
                                           lassen sich Fertigungs-
                                           und Logistikabläufe
                                                                                                     Quelle: Designed by Freepik.com

                                           optimieren und flexibili-
                                           sieren.
Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen - Experteninterview Mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl
Und was willst du
studieren?
Der interaktive Studientest
Dieser Test zeigt dir, welcher Studiengang zu dir passt, um dich optimal auf das Thema Industrie 4.0 vorzubereiten. Beginne bei „Start“,
beantworte die folgenden Fragen mit „Ja“ oder „Nein“ und folge der dazugehörigen Linie. Am Ende des Tests steht dann dein Vorschlag
zum passenden Bachelorstudiengang. Dies ist natürlich nur ein Vorschlag der Redaktion – deine Studienwahl solltest du trotzdem in
aller Ruhe selbst vornehmen, da die Hochschule Aalen noch viele weitere interessante Studienangebote bereithält.

                                                                                                                                           CPU

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Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen - Experteninterview Mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl
Indivi-
                  duell

                           Internet der Dinge (B.Eng.)
             -
         ivi
      Ind ell
        du                 Studierende werden in diesem Studienangebot dazu ausgebil-
                           det, neue Anwendungen digitaler Technologien zu entwerfen
                           und in Hard- und Software zu entwickeln. In Gruppenprojek-
                           ten begleiten die Studierenden digitale Produkte von der Idee
                           bis zur Markteinführung mit Kreativität und im Team mit
                           Designern. Ein Beispiel für solch einen Anwendungsfall ist
                           etwa ein intelligenter Einkaufswagen, welcher den Menschen
                           beim Einkaufen unterstützt und navigiert – sprich die
                           optimale Vernetzung von Mensch und Maschine.

                           Mechatronik (B.Eng.)
                           Die angehenden Ingenieure lernen im Studiengang Mechatro-
                           nik, die Technik zu verstehen und anzuwenden. Konkret geht
                           es dabei um intelligente Systeme und Maschinen, welche
                           sowohl den beruflichen als auch den privaten Alltag erleich-
                           tern. Produkte werden immer komplexer und stärker vernetzt,
                           deshalb vermittelt der Studiengang Lehrinhalte bestehend
                           aus den Gebieten des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und
                           Elektronik sowie der Informatik und Optik. Ein Absolvent kann
                           dann zum Beispiel in der Fahrzeugindustrie arbeiten.

                           Internationale Betriebswirtschaft (B.A.)
                           Dieses Studium ist auf Berufsbilder in internationalen
                           Unternehmen ausgerichtet. Die Studierenden erlernen hier
CPU                        die Grundlagen der internationalen Unternehmensführung,
                           erweitern ihre Fremdsprachenkenntnisse und führen ihr
                           Praxissemester im Ausland durch. Mit neuartigen Methoden
                           und Prozessen durch Industrie 4.0 werden die Studierenden
                           optimal auf die Zukunft vorbereitet. Nach Abschluss des
                           Studiums arbeiten die Absolventen zum Beispiel im Finanzwe-
                           sen, im Marketing oder als Führungsnachwuchskräfte.
                            bm

                                        Nichts Passendes dabei?
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                                               Hochschule Aalen an.

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                                           Studiengängen

                                                             Scan mich

                                                                                   9
Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen - Experteninterview Mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl
Bachelorstudiengänge
Hintergrund zu Industrie 4.0
Wer sich für ein zukunftsorientiertes       Vorlesungen zum Beispiel in Wirtschaftsin-      können. Nach dem Praxissemester muss
Studium interessiert, in dem auch das       formatik, Logistik und Electronic Business      sich jeder Student für einen Schwerpunkt
Thema Industrie 4.0 eine wichtige Rolle     Strategy. Hier werden verschiedene Me-          entscheiden und diesen im Hauptstudium
spielt, ist an der Hochschule Aalen ge-     thoden und Möglichkeiten aufgezeigt, wie        vertiefen. Neben den Schwerpunktvorle-
nau richtig. Die Bachelorstudiengänge       Betriebswirte ihren Beitrag zur Industrie 4.0   sungen gibt es vier Pflichtvorlesungen im
Internationale Betriebswirtschaft, Be-      leisten können.                                 Hauptstudium.
triebswirtschaft für kleine und mittlere    Am Anfang des Studiums werden verschie-         Nach erfolgreichem Studium besitzen die
Unternehmen sowie Mechatronik setzen        dene betriebswirtschaftliche Grundlagen         Studierenden den Abschluss Bachelor of
sich zunehmend mit dieser Thematik          erlernt. Im Grundstudium werden die             Arts. Dieser Titel öffnet die Türen zu inter-
auseinander, die in Zukunft eine ganz       Sprachen Englisch und Spanisch oder Fran-       nationalen Konzernen und Dienstleistungs-
entscheidende Rolle in den verschiede-      zösisch gelehrt, damit die Absolventen sich     unternehmen. Die Absolventen werden in
nen Industriebranchen spielen wird. Wir     mit internationalen Partnern verständigen       verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel
stellen die Studiengänge vor und zeigen
die Einstiegsmöglichkeiten nach dem
Studium.
                                                                                                                                       © Hochschule Aalen

Internationale Betriebswirtschaft
Der Bachelorstudiengang Internationale
Betriebswirtschaft verbindet Fach- und
Sprachkompetenz sowie interkulturelle
Kompetenzen geschickt miteinander. Da-
durch können die Studierenden praktische
Auslandserfahrungen sammeln und mit
verschiedenen internationalen Partnern
zusammenarbeiten.
Um Industrie 4.0 geht es in verschiedenen

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Wirtschaftsinformatik, vermittelt. Die Kom-      Industriebetrieben weiter vertieft.
                                                petenzen werden durch Präsentationen,            Eine Besonderheit an der Hochschule Aalen
                                                Teamarbeit und Projekte mit regionalen           ist die Variante „Mechatronik kompakt

                  © Hochschule Aalen
                                                Unternehmen gefördert. Dadurch ist es den        durch Anerkennung (MekA)“. Techniker und
                                                Studenten möglich, verschiedene Methoden         Technikerinnen der Fachrichtung Maschi-
                                                in den Projekten anzuwenden und Problem-         nentechnik oder Mechatronik bestimmter
                                                stellungen zu lösen.                             Partnerschulen können sich einige außer-
                                                Nach dem Abschluss als Bachelor of Arts          halb der Hochschule erworbene Kompe-
                                                können die Studierenden direkt ins Berufs-       tenzen anerkennen lassen. Das verkürzt die
                                                leben starten oder sich in einem Master-         Studienzeit von sieben auf fünf Semester.
                                                studium weiter spezialisieren. Viele der Ab-     Nach dem Studienabschluss besitzen
                                                solventen haben eine verantwortungsvolle         die Studierenden den Titel Bachelor of
                                                Position auch in großen Unternehmen oder         Engineering und arbeiten in unterschied-
                                                sie haben erfolgreich eine Existenzgründung      lichen Branchen. Bachelorabsolventen
                                                durchgeführt.                                    der Aalener Mechatronik sind heute tätig
                                                                                                 als Konstruktionsleiter für Haushaltsgerä-
                                                                                                 te- und Kraftfahrzeughersteller, Qualitäts-
                                                                                                 manager, Testfahrer, Programmierer von

                                                                                                                                           © Hochschule Aalen
                                                Mechatronik                                      Sicherheitsanlagen, Abteilungsleiter in der
                                                Der Bachelorstudiengang Mechatronik              Messtechnik oder Firmeninhaber, um nur
                                                verbindet die Schwerpunkte Mechanik,             ein paar Beispiele zu nennen. Auch in die-
Finanz- und Rechnungswesen, Marketing,          Elektronik, Informationstechnik und Optik.       sem Studiengang gibt es ein weiterführen-
Personalwirtschaft und Beratungsthemen          Dadurch sind die heutigen Mechatroniker          des Masterangebot: Mechatronik/Systems
eingesetzt.                                     stark in der Produktentwicklung miteinbe-        Engineering.
                                                zogen und entwickeln vielseitige mecha-            bk
Betriebswirtschaft für kleine und               tronische Systeme. Das Aufgabengebiet
mittlere Unternehmen                            nach dem Studium eines Mechatronikers
In Deutschland sind 99 % aller Unterneh-        lässt sich anhand eines Blu-Ray-Players gut
men, kleine- und mittelständige Unterneh-       beschreiben. Die Mechanik des Players ist
men. Das bietet Absolventen des Bachelor-       im Gehäuse und die Optik tastet mit einem
studiums Betriebswirtschaft für kleine und      Laserstrahl die Oberfläche der Disc ab. Nach
mittlere Unternehmen einen sicheren und         dem Abtasten werden die Laserimpulse von
attraktiven Arbeitsplatz mit guten Aufstiegs-   der Elektronik in Video- und Tonsequenzen
möglichkeiten.                                  umgewandelt und die Informatik gibt die
Der Studiengang an der Hochschule Aalen         Länge und die Gesamtzeit der Dateien aus.
zeichnet sich durch einige Besonderheiten       Auch das Thema „Industrie 4.0“ hält Einzug
aus, die ein rein betriebswirtschaftliches      in der Mechatronik. Dadurch werden für die
Studium nicht bieten kann. Der Studien-         Mechatroniker immer neuere Möglichkei-
gang wird durch die regionale Wirtschaft        ten geschaffen. Aus diesem Grund wird im
unterstützt, dadurch ist ein hoher Grad an      Studium ein besonderes Augenmerk darauf
Praxisnähe gewährleistet. Die Lerninhalte       gelegt, wie Produkte „smarter“, effizienter,
für Studierende werden nach aktuellen The-      flexibler und intelligenter hergestellt werden
men sowie der immer wichtiger werdenden         können.
Thematik „Industrie 4.0“ erarbeitet.            Am Anfang des Studiums werden fundierte
Im Verlauf des Studiums an der Hochschule       Grundlagen in den Schwerpunkten ver-
Aalen werden Kenntnisse in verschiedenen        mittelt. Nach dem Grundstudium werden
Fachbereichen, wie zum Beispiel Manage-         die Grundlagen vertieft. Diese Fähigkeiten
ment, Betriebs- und Volkswirtschaft sowie       werden durch die Zusammenarbeit mit

                                                                                                                                           11
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Technik trifft auf Design
Studiengang: Internet der Dinge
Stell dir vor: Deine Waschmaschine verbindet sich mit dem                           Gmünd statt. Studierende können je nach Interesse technische
Internet. Was passiert?                                                             oder gestalterische Module wählen und weitere Studienangebote
Sie wird zu einem intelligenten Gegenstand und kann mit dir                         an den Hochschulen Aalen und Schwäbisch Gmünd besuchen.
und anderen Gegenständen kommunizieren. Sie gibt dir Aus-
kunft darüber, wann die Wäsche gewaschen werden kann oder
schaltet sich erst dann ein, wenn der Strom am günstigsten ist.
Aber nicht nur die Waschmaschine wird intelligent.                                  Auf einen Blick
Beim Internet der Dinge geht es darum, die reale Welt mit der vir-                  Zielgruppe
tuellen Welt zu vereinen und sie sicherer, einfacher und ökonomi-                   Personen, die sich für die Entwicklung von digitalen Anwendungen
scher zu machen. Die Geräte erhalten eine IP-Adresse und                            interessieren
 damit den Zugang zum Internet. Aus der Ferne werden mobile und
stationäre Geräte identifizierbar, erreichbar und ansteuerbar. Das                  Abschluss
                                                                                    Bachelor of Engineering
                                                                                    (B.Eng.) Internet der Dinge
                                                               © Hochschule Aalen

                                                                                    Zulassungsvoraussetzung
                                                                                    Allgemeine bzw. fachgebundene Hochschulreife oder allgemeine
                                                                                    Fachhochschulreife

                                                                                    Studienbeginn
                                                                                    zum Winter- und Sommersemester

                                                                                    Nach dem Studium
                                                                                    Absolventen können Hard- und Software sowie das Gesamtkon-
                                                                                    zept neuer digitaler Anwendungen für Industrie, Mensch und
Smartphone wird zur Steuerzentrale für alles.                                       Maschine entwickeln.
Im neuen Studiengang „Internet der Dinge“ liegt der Schwer-                           pk
punkt also auf digitalen Technologien in der Anwendung. Es gibt
anwendungsorientierte Themen wie Industrie 4.0, Car to Car Com-
munication, Smart Living oder Clothing & Textiles. Gestaltung in
Projekten und praxisorientierte Lehrveranstaltungen bieten einen
umfassenden Einstieg in die Entwicklung von digitalen Produkten
auch über die rein technische Ebene hinaus. Der Studiengang ist
im Wintersemester 2015/16 gestartet. Die Vorlesungen finden zum
größeren Teil an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch

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© Hochschule Aalen

                     Gebündelte Innovationskraft
                     für die industrielle Zukunft
                     Baden-Württemberg will die Chancen der Digitalisierung konse-
                     quent nutzen und das Land zur weltweiten Vorreiterregion beim
                     Thema Industrie 4.0 machen. Auf Initiative des Finanz- und
                     Wirtschaftsministeriums wurde deshalb die Allianz Industrie 4.0
                     Baden-Württemberg ins Leben gerufen.

                     Das Ziel der Allianz ist es, die Kompetenzen aus Produktionstechnik
                     sowie Informations- und Kommunikationstechnik zu bündeln, alle
                     wesentlichen Akteure zu vernetzen und durch innovative Transferan-
                     gebote den industriellen Mittelstand in Richtung Industrie 4.0
                     unterstützend zu begleiten.

                                  www.i40-bw.de

                                                                                           Initiiert und gefördert von:
Experteninterview
mit Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl

Kein anderes Thema wird heißer disku-          Datenübertragung muss in diesem Falle ja        beim Joggen nutze ich eine App.
tiert, wirft mehr Fragen auf und krem-         nicht einmal in Echtzeit sein. Die Akzeptanz
pelt die Industrie mehr um als Industrie       durch den Benutzer ist aber noch nicht          Wertschöpfungsketten und Prozesse werden
4.0. Auf der Suche nach einem Experten,        überall vorhanden. Nicht jeder will seinen      bereits seit Jahren optimiert und immer
der uns einen Einblick in die komplexe         Kalender freigeben, damit der Online-Su-        findet man eine Stelle, an der man irgend-
Welt der Industrie 4.0 geben kann, stößt       permarktbetreiber gleich weiß, wann ich         etwas verbessern kann. Mit den Worten der
man immer wieder auf den Namen Tho-            im Urlaub bin und daher keine frische Milch     vernetzten Industrie klingt das Ganze genial
mas Bauernhansl. Bauernhansl ist Autor         brauche.                                        sowie romantisch zugleich. Ist der Einsatz
und Herausgeber von Fachliteratur zu In-                                                       von Industrie 4.0 im Jahre 2020 realisierbar?
dustrie 4.0, gefragter Referent nicht nur      Nicht zu bestreiten ist derzeit, dass sich      Schon viel früher. Bereits heute sind Unter-
auf der Hannover Messe und Leiter des          immer mehr Objekte miteinander vernet-          nehmen wie Siemens, Trumpf, Wittenstein
Fraunhofer-Instituts für Produktions-          zen lassen: Haustüren, Heizungen, Uhren         oder SEW Eurodrive und viele andere in
technik und Automatisierung IPA sowie          und Sportgeräte – all die Dinge aus dem         Echtzeit vernetzt. Hier ist die Industrie 4.0
des Instituts für Industrielle Fertigung       Alltag, die uns das Leben leichter machen       also schon in vielen Bereichen umgesetzt.
und Fabrikbetrieb der Universität Stutt-       sollen. Sehen Sie darin die Perspektive einer   Auf der Hannover Messe konnte man deut-
gart. Wir hatten das große Glück, den          wahren Zukunft? Nutzen Sie diese Art von        lich sehen, wie viel im letzten Jahr auf den
vielbeschäftigten Professor mit Fragen         Vernetzungen selbst auch und können Sie         Weg gebracht wurde. Übrigens auch durch
löchern zu dürfen.                             die Entscheidung für Ihr Handeln darlegen?      die Unterstützung durch die Politik. Die
                                               Ich könnte meinen Alltag ohne Smart-            Plattform Industrie 4.0 der Bundesregierung,
Was ist Industrie 4.0? – Sie selbst haben in   phone nicht bewältigen. Von dort sind           das Industrial Data Space der Fraunho-
einem Interview vom Internet der Dinge         meine Termine, Kontakte, Unterlagen und         fer-Gesellschaft oder die Allianz Industrie 4.0
gesprochen, welches zu Vernetzungen,           Vorträge abrufbar - alle am richtigen Platz     Baden-Württemberg – alle diese Initiativen
beispielsweise von Maschinen und Haus-         abgespeichert. Smart Watch, Smart Health        helfen, die Revolution umzusetzen. 2020
haltsgeräten, führt. Wie lange wird es noch    insgesamt und auch Smart Home – das             sehen wir dann sicher schon neue Geschäfts-
dauern, bis unser Kühlschrank für uns selbst   sind neben meinem Fachgebiet, der Smart         modelle und zahlreiche neue Technologien.
einkaufen kann?                                Factory, tatsächlich Entwicklungen, die uns
Das kann er im Grunde schon. Auf der           mehr und mehr das Leben erleichtern. Ich        Viele neue Ideen und Technologien haben zu
technischen Seite sind wir längst so weit.     selbst verlasse mich auch häufig auf Apps.      Beginn mit „Kinderkrankheiten“ zu kämpfen.
Sensoren, Aktoren, Kommunikationstechnik       Ich bekomme z. B. eine SMS, wenn die            Wie bewerten Sie dies für Industrie 4.0?
und Vernetzung sind Stand der Technik. Die     Alarmanalage in meinem Haus startet. Auch       Die gefährlichste „Kinderkrankheit“ ist

14
physisch-technologischen Seite. Und Sie         Mit welchen Wissensbereichen sollte man

                  © IFF/Universität Stuttgart
                                                haben recht, wir müssen wirklich Gas geben      sich im Studium beschäftigen, um in der
                                                auf der IT-Seite. Produzierende Unterneh-       Industrie 4.0 den optimalen Durchblick
                                                men müssen Geld in die Hand nehmen, um          zu bewahren? Ist es eine Mischung aus
                                                sich dieses Wissen ins Haus zu holen. Es ist    Technik, Wirtschaft und Informatik? Und
                                                aber auch so, dass nicht alle alles können      wenn ja, wird diese Wissensvielfalt die
                                                müssen. Kooperation und Wettbewerb müs-         neue Voraussetzung für ein Bestehen in der
                                                sen in Zukunft miteinander mehr verbunden       Industrie?
                                                werden. Ich nenne das Coopetition.              Sie haben recht. In Zukunft brauchen Inge-
                                                Zum Beispiel für die Elektromobilität haben     nieure ein breiteres interdisziplinäres Wis-
                                                sich Daimler, BMW und VW zusammeng-             sen. Sie müssen sich mit Geschäftsmodel-
                                                schlossen, um einen Navigationsdienst           len auskennen, mit der Informations- und
                                                aufzubauen. Jeweils alleine hätten sie das      Kommunikationstechnik und natürlich wei-
                                                nicht geschafft. Aber auch mit den USA und      terhin mit Maschinen, die dann cyber-phy-
                                                China müssen wir zusammenarbeiten, wenn         sische Systeme sind. Die Digitalisierung
                                                die 4. Industrielle Revolution gelingen soll.   der Wertschöpfung bedeutet auch, dass
                                                                                                wir kontinuierlich weiterlernen müssen.
                                                Aus aktuellem Anlass kann man sagen, dass       Denn Sie wissen ja, nach dem Moore’schen
                                                Deutschland und die USA zu den Spitzen-         Gesetz verdoppelt sich die Leistung unserer
                                                reitern in Sachen Industrie 4.0 gehören.        Rechner alle zwei Jahre. Das relevante
                                                Welche Rolle spielt hierbei das Freihandels-    Wissen ist also nicht fest umgrenzt, sondern
                                                abkommen TTIP?                                  verändert sich ständig. Darüber hinaus sind
                                                Wenn TTIP kommt, wird unser Markt viel          natürlich auch Kulturkompetenzen wichtig,
                                                größer und die Standards gelten für einen       welche die Mitarbeiter befähigen, sich
                                                viel weiteren Raum. Als Exportland ist das      erfolgreich in den globalen Wirtschaftsräu-
                                                für uns ein Vorteil. Neue Geschäftsmodelle,     men zu bewegen.
                                                die im Rahmen von Industrie 4.0 entstehen,        jt
                                                können dann viel weitreichender umgesetzt
                                                werden. Deutschland wird mit TTIP und
                                                seinen Industrie 4.0-Technologien seine
                                                Wettbewerbsfähigkeit stärken.

sicher, dass wir noch keine fixen Standards
besitzen. Die Schnittstellen zwischen den
Systemen passen oft nicht zusammen. Die
einzelnen Wertschöpfungspartner müssen
zusammenarbeiten, wenn Industrie 4.0

                                                                                                                                         © Stefan Effner
Realität werden soll. Die sogenannten Pro-
duktionsplattformen müssen ja in großen
Netzwerken funktionieren. Wenn wir hier
keine Standardisierung hinbekommen,
geht unsere globale Wettbewerbsfähigkeit
verloren.

Nun hört man immer wieder, dass das
allseits bekannte Silicon Valley näher ist,
als wir denken. Sie haben in einem Inter-
view von 2012 erwähnt, dass gerade in der
mechatronischen Fertigung die Stärken in
Deutschland liegen. Als Universitätsprofes-
sor sind Sie näher am Geschehen als die
meisten Unternehmen. Haben wir es seither
geschafft, die Softwareentwicklung nach
Deutschland zu holen?
Nein leider nicht, die USA sind noch immer
vorne, was die Software angeht, sie sind
auch schneller in der Umsetzung, z. B. bei
der Smart Mobility, weil sie nicht immer
– so wie wir in Deutschland – eine 100-Pro-
zent-Lösung suchen, bevor sie auf den Markt
gehen. Dafür haben wir in Deutschland nach
wie vor einen großen Vorsprung auf der

                                                                                                                                         15
© Hochschule Aalen
Kontakte knüpfen und
den Traumjob sichern
Die Aalener Industriemesse
Jedes Jahr im Oktober verwandelt sich die Hochschule in eine                        die Gelegenheit, direkt mit Firmenvertretern in Kontakt zu treten
Messehalle. Über 140 Unternehmen bauen ihre Stände auf, le-                         und sich über berufliche Möglichkeiten zu informieren. Bis 13 Uhr
gen Prospekte und Werbegeschenke aus – darunter auch schon                          ist vorlesungsfrei, damit auch wirklich alle Studierenden diese
mal 8-GB-USB-Sticks – und warten auf ihre Kundschaft.                               seltene Gelegenheit nutzen können. Auch die jüngeren Semes-
                                                                                    ter sind unter den Besuchern vertreten. Sie suchen interessante
Schon morgens um 6 Uhr herrscht geschäftiges Treiben. Man sieht                     Unternehmen für ihr Praxissemester im 5. Semester oder auch mal
Studierende mit Halstüchern, roten Krawatten und Namensschil-                       einen Ferienjob oder einen Werkvertrag. Auch Professoren und
dern durch die Gänge wuseln. Der Anlass für den ungewöhnlichen                      Mitarbeiter werden ab und zu gesichtet. Sie nutzen die Messe, um
Anblick: Es findet heute an der Hochschule Aalen die „AIM for                       alte Kontakte zur Industrie zu pflegen oder neue zu knüpfen.
students“, die Aalener Industriemesse statt. Die jungen Frauen und                  Der Maschinenbau-Student Üsame A. aus dem 6. Semester hat
Männer in den Uniformen sind zuständig für den Aufbau der Messe                     schon eine Stunde nach der Eröffnung alle Hände voll mit Pros-
und die Betreuung der Aussteller. Nicht selten haben sie Kaffee                     pekten und Give-Aways. Systematisch arbeitet er seinen Messeka-
oder etwas zu essen auf einem Tablett dabei. Hinter allem steckt                    talog ab, der vollgeklebt ist mit gelben PostIts. Schon Tage vorher
                                                                                    hat er den Katalog ausgiebig studiert, um die für ihn relevanten
                                                                                    Unternehmen einfacher zu finden. Er ist auf der Suche nach einem
                                                               © Hochschule Aalen

                                                                                    Projekt für seine Bachelorthesis.
                                                                                    Kurz nach 14 Uhr werden die Messestände abgebaut und so
                                                                                    langsam leeren sich die Gänge wieder. Für viele Studierende ein
                                                                                    erfolgreicher Tag! Auch für Üsame A., der interessante Gespräche
                                                                                    geführt und einige Themen für seine Abschlussarbeit gefunden
                                                                                    hat. Er wird sich schnellstmöglich bei diesen Firmen bewerben.
                                                                                      pk

nicht etwa ein kommerzielles Messeunternehmen, sondern eine
studentische Organisation, der UStA (Unabhängiger Studieren-
denausschuss der Hochschule Aalen), der das Ganze seit Jahren
höchst professionell organisiert.
Die meisten Firmen haben schon am Vortag ihre Messestände auf-
gebaut. Vertreten sind Unternehmen aus den unterschiedlichsten
Bereichen und Regionen, die Stellen, Praktika, Abschlussarbeiten
und allgemeine Informationen anbieten.
So langsam füllen sich die Gänge der beiden Stockwerke im Haupt-
gebäude mit Massen von Studierenden. Sie haben an diesem Tag

16
© Hochschule Aalen

                      Turning ideas
                      into innovation.
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                                                                     ten zur Verfügung. Egal ob ein 3D-Kinoerlebnis, eine
                                                                     Bergbesteigung mit realitätsnaher 360-Grad-Rundum-
                                                                     sicht oder 3D-Spiele.

                                                                     „Das Prinzip ist einfach und technisch zu-
                                                                     kunftssicher, zudem ist die VR-Brille sehr
                                                                     benutzerfreundlich.“

                                                          © Zeiss
                                                                     ZEISS ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern der
                                                                     optischen und optoelektronischen Industrie. Die ZEISS
                                                                     Gruppe entwickelt und vertreibt Halbleiterfertigungs-
Virtuelle Realität, auch kurz VR, ist die Schaffung einer            equipment, Messtechnik, Mikroskope, Medizintechnik,
fiktiven Welt, in die der Betrachter eintauchen, sich in ihr         Brillengläser sowie Foto- und Filmobjektive, Ferngläser
bewegen und seinen Fantasien freien Lauf lassen kann.                und Planetariumstechnik.
Es ist eine vom Computer geschaffene Welt ohne reale                 Mit seinen Lösungen bringt der Konzern die Welt der
Gegenstände.                                                         Optik weiter voran und gestaltet den technologischen
                                                                     Fortschritt mit. dg
„Nur wer die virtuelle Realität selbst erlebt, ver-
steht die Begeisterung.“
                                                                        Neugierig geworden?
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Augmented Reality App. Unter Augmented Reality, auch
erweiterte Realität, versteht man die computergestützte
Erweiterung der Realitätswahrnehmung.
Im Gegensatz zur virtuellen Realität, bei welcher der
Benutzer komplett in eine virtuelle Welt eintaucht, steht
bei der erweiterten Realität die Darstellung zusätzlicher

                                                                                                                © Zeiss
Informationen im Vordergrund. Den AR Cube Würfel gibt
es zu jeder VR ONE Brille gratis dazu.

                                                                       Dann tauch in die virtuelle Welt ein und lass dich
                                                                       von ihr faszinieren.

                                                                       1.       Lade dir die App „ZEISS VR One AR“
                                                                                aus dem App Store oder dem Google
                                                           © Zeiss

                                                                                Play Store kostenfrei auf dein
                                                                                Smartphone herunter.

                                                                       2.       Schneide das Würfelnetz aus.

Der Optikspezialist ZEISS präsentiert eine völlig mobile,              3.       Falte das Würfelnetz an den Kanten.
virtuelle Realität dank seiner VR ONE Brille und setzt sich
damit deutlich von anderen Herstellern ab. Die ZEISS VR
                                                                       4.       Klebe den Würfel zusammen.
ONE bietet virtuelle Realität per Smartphone, egal ob And-
roid oder iOS und das vollkommen kabellos.
Nun setzt die Firma ZEISS auch in der virtuellen Realität              5.       Öffne die App und halte den ZEISS
neue Maßstäbe. Dabei ragt sie mit diesen 3 Vorteilen ge-                        AR Cube vor dein Smartphone.
genüber der Konkurrenz heraus:
                                                                       6.       Drehe den Würfel und es werden bis
1.   Sharp picture – scharfe Bilder                                             zu sechs Avatare erzeugt.
     Scharfe Bilder dank einem Sichtfeld von 100 Grad.
     Und das überall, nicht nur in der Zentralen Mitte,
     wie in den üblichen VR–Headsets.
                                                                        Du willst noch mehr
2.   Large Eye Box – großes Augenfeld:                                  wissen?
     Keine manuelle Pupillendistanzanpassung erfor-
     derlich. Scharfe Bilder sogar wenn der Kopfsatz
                                                                                              site
     nicht optimal positioniert ist.
                                                                                  ´s zu r Web
                                                                               eht
                                                                        Hier g
3.   Wear your glasses – lass deine Brille an:
     Keine manuelle Fokuslängenanpassung nötig.
windows
 tsprojekte 3D-Animationen            Informationsmanagement UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
 Hotspot Vernetzte Maschinen iCloud DYNAMIK Data Sourcing Robots Arbeitsbedingungen DIGITAL
   HUMANOIDE ROBOTIK APPLICATIONS WHATSAPP Microsoft Office Cloud Basierte Dienste
                                                 Digital Natives Ressourceneffizienz Ergebnisse
 stomer-Case Fertigung Android Prozess
                                                           Internet   Wearable Interfaces             Informationen
 omplexität Prism       Tablets     NEW MARKETPLACES                                      Social Communities
       Self-Service Amazon Dash Drosselgate       Interdisziplinarität   AppStore Industrialisierung            Company
        Automatisierung DIGITALISIERUNG Malos Multitouch-Computing                                      Arbeitsstrukturen
 rganisation Smartphone                                      Micro Credits iPad Big Data Analyse Social e-Book Elec
otic Journalism Homeshopping Digitaler Wandel Smart Products Virtual Agents REVOLUTION
                             COLLECTION Vernetzung Connectivity                                           SHAREPOINT
LISIERUNG NFC DATA    MOBIL Factory of the Future                      Millennium     iBeacons    Share Economy    Bluetooth
      Echtzeit-Daten                               Qualifizierung         SOCIAL INNOVATION Lebenslanges Lernen
         Biometric Payments Whistle Blower Eco Markets      Phubber    s
                                                                      NetzwerkeSOCIAL ENGINEERING           FACEBOOK
                                                                                                                  ONLI
art TVWikileaks CYBER-PHYSISCHE SYSTEME Wettbewerbsfähigkeit Dating Platforms Self-driving-cars Forschung und Entwicklung
l Natives AUGMENTED REALITY Cloud Services MOBILE COMMERCE                                            Computerprogra
PE IT-Sicherheit DIY ENERGIEEFFIZIENZSocial Commerce Digital Bookstores E-LEARNING
rbeitsbedingungenSmart                           Verknüpfung INTELLIGENTE SYSTEME WACHSTUM
 Curated Shopping Shareconomy
                                    Factory Responsive Design Offshore-Leaks Virtual Reality INFORMATIONSZUFLUSS
                                  eCall Bitcoins
rowd Sourcing Service Robots                                                     INGENIEURE WIRELESS
                                                                     Home OfficeMixed
      Produktivitätssteigerung InCar Shopping      WEB 2.0           eBusiness GLOBAL Media Reality      Intermedia
                   posten                      NEW
                                                 Play     Digital                          BYOD  WLAN       Natural User Interfac
RESOURCES                        WWW                         Generation   SMART                          Pervasive Computing
Real Time Web APP                          COPE
                                                       OFF       PRO      data              PC     IT        Connected Marketing
                                 SIRI      Micro CP Connect                             Virus
ALISIERUNG ID           + easy            Online                  WIFI        IOS        post Zoom Brand Ambassadors
                INDUSTRIE      Screenless Computing QUANTIFIED LIVING Smart Watches Standardisierung          Digital Upcyc
 RBEIT DER ZUKUNFT BLOCKCHAIN
 DIGITALE TRANSFORMATION                           Data Driven Business RESPONSIVE DESIGN         MULTIMEDIA
       ECO-DESIGN Experience Economy                                         Innovation & Creativity Marketing Soziale Med
   Manufacturing                    WINDOWS MobilitätINTERNET BASED SALES                          Normierung
         System
                                              Internet der Dinge Facetime
                 TECHNOLOGY         CONTROL                           DIGITAL MEDIATORS Smart Meter Adaptierbarkeit
  ART PRODUCTS          Modell Selbstdiagnose SOCIAL      MACHINES
           Zeitverhalten PLUG-IN        DokumentationenDownload Laptop original IKT e-commerce Game Consoles            VR
        Allgemein Wertschöpfungskette Prozessleitsystem E-Mail
                                                                    System Massive Open Online Courses
                                                                              ANPASSUNGSFÄHIGKEIT Organisationsforme
h-Maschine-Interaktion Ferndiagnose PLATTFORM Anpassungsfähigkeit CLOUD Unternehmensplanungsliste FACTORY
      Wirtschaft Fertigungsprozesse Security  Datensicherheit        Archiv  DienstnutzerrolleFlexibilität
                                                      Communication
wd Sourcing         Ökosystem           Manufacturing
                                       PRODUKTIONENRevolution EchtzeitfähigkeitenReferenzmodell Best Practic
     Roboter VISUALISIERUNG NOW Systemanalyse                   Optimierung Industrialisierung Biometric Payments
ata Sourcing Multitasking                                APP-ENTWICKLUNG TV Prävention Infrastruktur
                               Datenerfassung
Datenerfassung UNTERNEHMENSSTRUKTUREN

                                                                                                  UKA
                                                                                                ©K

                                                                                                                                                                      © KUKA
                                        Dokumentation 4.0 bei
                                        KUKA Roboter
                                        mit Letícia Baumann
                                        „Intelligente Dokumentation und intelligente Maschinen ma-         Was die KUKA-Dokumentation ermöglicht, ist eine gute Struk-
                                        chen uns einzigartig.“                                             turierung der Informationen im richtigen Produktkontext. „Xpert@
                                        So beschreibt der Augsburger Maschinenbauer KUKA Robo-             work vereinfacht dramatisch den Zugang und die Verbreitung zu
                                        ter, der heute als einer der weltweit führenden Hersteller von     Expertenwissen zwischen den KUKA-Mitarbeitern und optimiert so
                                        Industrierobotern gilt, einen Teil seiner Firmenphilosophie.       den Serviceprozess“, erläutert die Projektleiterin. Alle Informationen
                                        Mit der Wissensdatenbank Xpert@work und der Beteiligung            zu einem Thema sind auf einen Blick ersichtlich. Das macht den In-
                                        am Forschungsprojekt ProDok 4.0 setzt KUKA neue Maßstäbe.          halt leicht durchsuchbar. Über verschiedene Filter, wie Produkt oder
                                        Die Projektleiterin des Xpert@work-Systems Letícia Baumann         Informationsart, lassen sich die Suchergebnisse einschränken. Eine
                                        liefert uns einen Einblick hinter die Kulissen.                    Freitextsuche ist jederzeit möglich. Das System ist weltweit und für
                                                                                                           alle KUKA-Mitarbeiter online und offline verfügbar. Außerdem wurde
                                        Wenn ein KUKA-Mitarbeiter technische Informationen braucht, be-    das System für verschiedene Bildschirmgrößen erweitert und mit
                                        nutzt er Xpert@work. KUKA Xpert@work ist eine mobile Wissensda-    Hilfe des Responsive Designs optimiert (z. B. Tablet, Smartphone).
                                        tenbank für die technischen Informationen und Dokumentationen
                                        von KUKA-Produkten und komplexen Prozessen – zugeschnitten auf            „In Bezug auf das Internet der Dinge oder
                                        den spezifischen Informationsbedarf verschiedener Zielgruppen.             anders gesagt, die Industrie 4.0, nimmt
                                        „Das System unterstützt die Mitarbeiter weltweit bei der Lösung           das Übermitteln von Informationen einen
                                        von Problemen“, erklärt uns Letícia Baumann, die einen Master in                  großen Stellenwert ein.“
                                        Interaktive Mediensysteme absolviert hat. Wie KUKA diese Daten-
                                        menge und die damit verbundene Informationsflut bewältigt, ist     „Maschine und Wissensdatenbank (Machine-to-Machine Communi-
ata Sourcing

                                        anscheinend kein Geheimnis. Die KUKA-Dokumentation ist prozes-     cation) werden nicht nur miteinander kommunizieren, sondern sich
                                        sorientiert, multimedial und modular aufgebaut.                    auch verstehen“, so Letícia Baumann. Maschinendaten, die während
                                                                                                           des Betriebs wertvolle Informationen liefern, werden erfasst und
                                             „Alle Inhalte sind semantisch ausgezeichnet                   klassifiziert. Daraus werden Problemsituationen erkannt und für die
                                                              und vernetzt.“                               Dokumentation verwertet. Das bedeutet: Man muss die Information
                                                                                                           nicht mehr manuell suchen.

                                                                                                                                                                               21
© KUKA
Die richtige Information wird dem Mitarbeiter im richtigen Kontext       zeigen, in der komplexe Maschinen besser mit Menschen kommu-
und zum richtigen Zeitpunkt angeboten und an den Wissenstand             nizieren. Dokumentationsprozesse werden durch den Einsatz von
des Nutzers angepasst.                                                   maschinellem Lernen teilweise automatisiert. So sollen etwa Robo-
                                                                         ter selbst erkennen, wenn ein Problem vorliegt und entsprechende
        „Mit dem Forschungsprojekt ProDok 4.0                            Reparaturhinweise geben. Das Verbundprojekt ProDok 4.0 soll eine
        geht KUKA auf diesen innovativen Weg.“                           mobile Dokumentationsunterstützung von Maschinen in komplexen
                                                                         Industrieprozessen erarbeiten. Hierbei sollen nicht nur klassische
Um die Kombination der Informationen der Wissensdatenbank mit            technische Dokumentationen, wie das Betriebshandbuch oder die
Maschinendaten geht es im Forschungsprojekt ProDok 4.0. Viel wird        Ersatzteilliste berücksichtigt werden, sondern auch Informationen,
über die Vernetzung von Maschinen verschiedenster Hersteller ge-         die während eines Maschinenlebens gesammelt werden. Diese Daten
sprochen. Hierbei liegen Informationen vor, die auf unterschiedli-       werden formatunabhängig sortiert. Die gesammelten Informationen
che Schnittstellen zurückgreifen. Diese Informationen brauchen ein       stehen dann je nach Informationsbedarf (z. B. Service, Engineering,
„Sammelbecken“ mit einer gemeinsamen Sprache. Das Forschungs-            Einkauf, Entwicklung, Marketing) zur Verfügung und können gezielt
projekt ProDok 4.0 soll bei der Erstellung dieses „Beckens“ die Wie-     eingesetzt werden.
ge sein. Es ist ein Verbundprojekt, das vom Bundesministerium für        Es bleibt also spannend in der Industrie und ein Ende des Fort-
Bildung und Forschung im Rahmen der Maßnahme „Dienstleistungs-           schritts ist noch lange nicht in Sicht. Wir sind gerade erst im Um-
innovation durch Digitalisierung“ gefördert wird. KUKA übernimmt         bruch der digitalen Revolution und können uns auf viele spannende
dabei einen Teil dieses Projektes, bei dem die intelligente Dokumen-     Forschungsergebnisse freuen. KUKA trägt mit dem Verbundprojekt
tationsunterstützung bei der Entwicklung sensitiver Roboterapplika-      ProDok 4.0 sicher seinen Teil dazu bei.
tionen im Vordergrund steht.                                               jt
Das Forschungsprojekt „ProDok 4.0 – prozessorientierte Dokumen-
tation für Industrie 4.0“ soll neue Wege zur intelligenten Fabrik auf-                                                                   © KUKA

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© Hochschule Aalen
© KUKA

         Der Masterstudiengang im
         Maschinenbau
         Perfekt vorbereitet für Industrie 4.0
         Es gibt ein breit gefächertes Studienangebot an der Hochschu-                      Fachrichtungen und Bachelorstudiengängen deutschlandweit. Da-
         le Aalen – aber was macht den Hochschulstandort für Maschi-                        her haben viele von ihnen einen unterschiedlichen Wissensstand.
         nenbaustudenten so interessant und warum profitieren gerade                        „Umso wichtiger ist es deshalb, von Anfang an am Studiengang
         angehende Masterstudenten von der Hochschule?                                      dranzubleiben und fehlende Themen nachzuholen“, sagt Prof.
                                                                                            Dr. Thomas Weidner, Studiendekan im Studiengang Maschinen-
         Wer sich für einen Masterstudiengang im Maschinenbau inter-                        bau/Produktentwicklung und Simulation. „Für Studenten ist es
         essiert, hat an der Hochschule Aalen die Qual der Wahl. Je nach                    außerdem von Vorteil, wenn der Maschinenbau-Bachelor an der
         persönlichem Interesse stehen sieben verschiedene Masterstudi-                     Hochschule Aalen gemacht wurde, da die Lehrinhalte dann opti-
         engänge zur Auswahl – alle mit unterschiedlicher Spezialisierung.                  mal aufeinander abgestimmt sind“, so Weidner.
         Dabei reicht das Studienangebot von Materialwissenschaften über                    Auch in Sachen Forschung und Entwicklung muss sich die Hoch-
         Polymertechnik und Leichtbau bis hin zur Produktentwicklung                        schule Aalen nicht verstecken, im Gegenteil. Sie zählt mit zu den
         und Fertigung. Weitere klassische Studiengänge wie Technologie-                    forschungsstärksten Hochschulen in Baden-Württemberg, mit La-
         management und Leadership in Industrial Sales and Technology                       boren und Einrichtungen auf dem aktuellsten Stand der Technik.
                                                                                            Der industrielle Sektor rund um Aalen ist sehr ausgeprägt und er-
                                                                                            möglicht den Masterstudenten eine praxisorientierte Ausbildung.

                                                                                            Was hat das alles mit Industrie 4.0 zu tun? In allen Masterstudien-
                                                                       © Hochschule Aalen

                                                                                            gängen des Maschinenbaus werden immer wieder neue Projekte
                                                                                            mit den Studenten realisiert und voraussichtlich erhöht sich ab
                                                                                            dem Sommersemester 2017 die Zahl der Masterstudiengänge um
                                                                                            ein neues attraktives Studienangebot. Der Studiengang „Datenma-
                                                                                            nagement in Produktentwicklung und Produktion“ befindet sich
                                                                                            zurzeit in der Konzeptionsphase und soll intensiv Themengebiete
                                                                                            rund um Industrie 4.0 und das Internet der Dinge behandeln.
                                                                                            Der Studiengang setzt sich dabei das Ziel, über den Tellerrand des
                                                                                            klassischen Maschinenbauers zu blicken. Dabei spielen zu Zeiten
         runden das Studienangebot ab.                                                      von „Big Data“ Informationstechnologien und die Mechatronik
         Die Fakultät Maschinenbau und Werkstofftechnik der Hochschule                      eine immer größere Rolle. Klassische Vorlesungen wie Automati-
         Aalen ist mit über 1.900 Studierenden die größte Fakultät. Dabei                   sierungstechnik, digitale Produktentwicklung und Sensortechnik
         platziert sich die Fakultät jährlich im CHE-Hochschulranking                       gehen hier Hand in Hand mit Vorlesungen rund um Datensicher-
         deutschlandweit in der absoluten Spitzengruppe. Prinzipiell kön-                   heit, Digital Twin und die Vernetzung von Produktionssystemen.
         nen sich alle Studenten mit abgeschlossenem Bachelorstudium                        Was bringt der Studiengang konkret? „Die Absolventen haben die
         aus den Bereichen Maschinenbau, Mechatronik und Wirtschaftsin-                     Zusammenhänge der Datenströme in der Produktion und in der
         genieurswesen für einen Master im Maschinenbau bewerben. Grob                      Produktentwicklung verstanden und sind dadurch in der Lage,
         über den Daumen gepeilt sollte der Notenschnitt allerdings nicht                   Prozesse zu konzeptionieren, zur Umsetzung von Industrie 4.0. Ge-
         schlechter als 2,5 sein und die jeweiligen Anforderungen in den                    rade die Kompetenz, diese Einzeldisziplinen zusammenzubringen,
         Prüfungsordnungen müssen auch beachtet werden.                                     ist ein Riesen-Mehrwert für Unternehmen“, so Weidner.
         Angehende Masterstudenten kommen aus den verschiedensten                             bm

                                                                                                                                                            23
© Inno-Z Aalen
Macher gesucht
Welche Chance bietet euch das Inno-Z?
Wer bei dem Wort „Innovationszentrum“ nur an einen schi-                          Atmosphäre ab, niemand muss sich für etwas rechtfertigen.
cken Neubau oder sogar an eine trendig aufpolierte Worthülse                      Es folgen Ratschläge und Anregungen, wie sie das Konzept verbes-
denkt, liegt weit daneben. Ein zweiter Blick lohnt sich für jeden                 sern können.
– vor allem für pfiffige Studierende mit einer Idee.                              Im nächsten Schritt wird ein Ideensteckbrief ausgefüllt. Ein Exper-
                                                                                  tenteam bestehend aus Dr. Ehrhardt und Vertretern aus Hoch-
„Der größte Fehler ist es, sich nicht zu trauen, seine Idee vorzu-                schule und der Stadt Aalen bewerten ihn. Geben sie grünes Licht,
stellen, denn passieren kann einem hier nichts“, meint Dr. Andreas                dürfen Studierende sofort in den Shared-Desk-Bereich des Inno-Z
Ehrhardt, Innovationsmanager und Geschäftsführer des Innovati-                    einziehen, ein studentisches Gemeinschaftsbüro. Dort arbeiten sie
onszentrums an der Hochschule Aalen, kurz „Inno-Z“. Das ist das                   an ihrem Projekt weiter, können die Infrastruktur nutzen und sich
Grundkonzept des Inno-Z: ehrliche, vertrauliche und kompetente                    gleichzeitig Tipps vom Inno-Z Team geben lassen. Sie kommen in
Unterstützung für Gründungsinteressierte. Und das alles ohne                      Kontakt mit Teams, die die Gründung schon vollzogen haben, das
Verpflichtungen eingehen zu müssen. Sowas gibt es doch nicht für                  bietet Gelegenheit für wertvollen Erfahrungsaustausch.
gratis?! – Stimmt! Raummiete fällt an, aber nicht für Studierende.                Manchmal merken die Gründer an diesem Punkt, dass „Gründer
Die bezahlt in diesem Fall die Hochschule. Es gibt also keine Ausre-              sein“ für sie doch nicht das Richtige ist. Oder das Konzept wirft
de, es nicht zu versuchen.                                                        noch zu viele offene Fragen auf. Auch gut! Viel gelernt und um
                                                                                  nützliche Erfahrungen reicher. Sie sind trotzdem „Macher“, sie
                                                                                  haben ihre Komfortzone verlassen und Mut bewiesen. „Wir wollen
                                                                                  hier eine Kultur des Versuchens etablieren. Hauptsache man ver-
                                                                 © Inno-Z Aalen

                                                                                  sucht es!“, ist Ehrhardt wichtig.
                                                                                  Entwickelt sich eine Idee innerhalb des Shared-Desk-Bereichs
                                                                                  weiter zu einem konkreten Gründungsvorhaben, kann das Team
                                                                                  ein eigenes Büro beziehen. Unterstützende Angebote wie Bera-
                                                                                  tung zu Fördermöglichkeiten und steuerlichen Aspekten oder ein
                                                                                  Businessplan-Check führen die Teams durch ihre Gründungspha-
                                                                                  se. Möglich macht dies ein Netzwerk aus kompetenten Partnern
                                                                                  wie z.B. der IHK, dem Pegasus Beteiligungsfond, der Kreisparkasse
                                                                                  und der Wirtschaftsförderung Ostwürttemberg. Ehrhardt ist sich
                                                                                  sicher: „Wenn wir es nicht wissen, dann wissen wir, wer es weiß“.
Und wie sieht die Unterstützung aus?                                              Das gilt aber auch für technisches Know-how. Ist Expertenwissen
In einem ersten Gespräch stellen Gründungsinteressierte ihre                      gefragt, dürfen sich Gründerteams auch an Professoren der Hoch-
Geschäftsidee vor. Sie profitieren sofort von dem Erfahrungsschatz                schule wenden. Das Inno-Z auf dem Burren ist nicht nur räumlich
von Dr. Andreas Ehrhardt und Thorben Heinrichs, Projektleiter                     nah, sondern auch hier gut vernetzt.
Innovationsmanagement am Inno-Z. Heinrichs hat selbst zwei Un-                    „Das Studium ist die optimale Zeit, um ein Unternehmen zu grün-
ternehmen während seines Studiums gegründet – er weiß, wovon                      den. Und wenn es nicht klappt, ist das Studium am Ende trotzdem
er spricht und kennt die Stolpersteine. Ehrhardt und Heinrichs                    fertig für den Berufseinstieg.“ Damit hat Heinrichs wohl recht. So
durchdenken das grobe Konzept und erkennen schnell, welches                       eine Chance mit diesem geringen Risiko gibt es für eine Gründung
Potenzial in einer Idee steckt. Oft sind sie die ersten, von denen                kaum mehr im Leben.
die Gründer kritische Fragen zu ihrer Idee gestellt bekommen.                       ep
Sie sprechen Punkte an wie rechtliche Einschränkungen, die gern
übersehen werden. Das ganze läuft jedoch in einer konstruktiven

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© Inno-Z Aalen

                                                                                   Technische Dokumentation
                                                                                   macht Spaß.
                                                                                   Jetzt bei TANNER karriere-
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Antriebsprüfstände und
vernetzte Datenfelder
Industrie 4.0-Projekte an der Hochschule Aalen
Es war zwischen dem 6. und 7. Studi-           ma an. Auch seine Kommilitonen an der       Maschinenbau in Zukunft mehr Informatik
ensemester Maschinenbau, dass Julian           Hochschule Aalen profitieren von der neu-   enthalten wird. Er sieht auch, dass große
Stütz mit dem Thema Industrie 4.0 in           en thematischen Ausrichtung, die sich im    Unternehmen das Thema mit viel Interesse
Berührung kam.                                 Studienangebot niederschlägt. Der neue      aufnehmen und die Hochschule Aalen klei-
                                               Studiengang „Internet der Dinge“ an der     nere Unternehmen auf das Thema aufmerk-
Wenige Semester später arbeitet er als For-    Hochschule Aalen und der Hochschule für     sam macht.
schungsmasterstudent an einem einschlä-        Gestaltung in Schwäbisch Gmünd befasst
gigen Projekt. Es geht um ein vernetztes       sich mit dem Thema Industrie 4.0. Aber      Julian Stütz finden wir im Untergeschoss
Datenfeld zwischen zwei Antriebsprüf-          auch etablierte Studiengänge sind durch     der Hochschule am Antriebsprüfstand, der
ständen. Prüfstände sind ein Thema, mit        diese Thematik anspruchsvoller geworden.    im Laufe der Jahre immer wieder umgebaut
dem der gelernte Zerspanungsmechaniker         Stütz erwartet, dass sein Studiengang       und ergänzt wurde. Verwendet wird der
bereits vertraut war, aber der Rest?
Für seine Recherchen zum Thema besuchte
der Masterstudent Vorträge, die im Rah-
men des Studium Generale stattfanden,
in denen auch Firmen ihre Entwicklungen
                                                                                                                                 © Timo Ludwig

vorstellen. Schnell stellte Stütz fest, dass
Industrie 4.0 ein breit gefächertes Thema
ist. „Daten über WLAN verschicken und
das dann Industrie 4.0 nennen, trifft es bei
weitem nicht“, sagt Julian Stütz. In seinem
Studiengang „Allgemeiner Maschinenbau“
hatte er wenige Informatikvorlesungen,
weswegen er für sein Projekt sein Wissen
auch in diesem Bereich erweitern musste.

Aber nicht nur Stütz nähert sich dem The-

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Bauteil auf reale Gegebenheiten reagiert.        Vernetzung, die teilweise schon umgesetzt
                                              Es soll auch eine Videoüberwachung über          wird. Irgendwann werden alle Maschinen
                                              das Webinterface geben. Die Datenspeiche-        in einer Fabrik miteinander vernetzt sein.
                                              rung soll auf einem Server und nicht lokal
                                              erfolgen.                                        Zurzeit schrecken noch viele Unternehmen
                                              Je nachdem, wie sich das Projekt entwi-          aus Sicherheitsgründen vor Industrie 4.0
                                              ckelt, kann sich Julian Stütz auch eine App      zurück. Trotz allem kann sich Julian Stütz
                                              für den Prüfstand vorstellen. Aber dafür         vorstellen, dass eines Tages alle Unterneh-
                                              muss er dann auf jeden Fall mit Informatik-      men ihre Daten auf einer großen Cloud
                 © Timo Ludwig

                                              studenten zusammenarbeiten.                      abspeichern. Durch firmenübergreifende
                                                                                               Software und Datenaustausch könnten
                                              2019 soll die Hochschule Aalen im Rahmen         sich viele Firmen auch gegenseitig unter-
                                              des neu geplanten ZiMATE (Zentrum inno-          stützen. So ist Industrie 4.0 eine große
                                              vativer Materialien und Technologien für         Herausforderung für die Industrie, aber
                                              effiziente elektrische Energiewandler-           eben auch eine große Chance hinsichtlich
                                              Maschinen) einen Vierachs-Prüfstand              Produktivität und Effizienz. Stütz hat das
                                              erhalten. Dieser soll mit dem bestehenden        Gefühl, dass diese potentiellen Entwick-
                                              Antriebsprüfstand verbunden werden,              lungen nur die Spitze des Eisbergs sind.
                                              sodass es zu aktivem Datenaustausch              Offensichtlich ist für Julian Stütz, dass
                                              zwischen den Prüfständen kommen kann.            Kenntnisse in Sachen Industrie 4.0 auf
                                              Letztendlich wird dies dann ein vernetztes       dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind, auch

                                                                                                                                         © Timo Ludwig
Prüfstand beispielsweise für Dauerläufe       Datenfeld sein, ähnlich wie bei einer Smart      wenn das nur in sehr wenigen Stellen-
von Getrieben mit mehreren Wochen Lauf-       Factory.                                         ausschreibungen so beschrieben ist.
zeit. Der Forschungsmasterstudent ist da-     Projekte wie diese haben einen starken Be-       Studierenden rät er, auf das Thema offen
bei, diesen Prüfstand weiterzuentwickeln.     zug zu den aktuellen Ereignissen in der In-      zuzugehen und selber zu recherchieren.
Die Steuerung des Getriebeprüfstands ist      dustrie, gerade weil die Prüfstandstechnik       Auch die Angebote der Hochschule, wie die
funktionsfähig, aber veraltet, und fest mit   sich besonders schnell weiterentwickelt.         Ringvorlesung zum Thema helfen, Indust-
einem PC verbunden. Die Steuerung soll        Speziell in der Automobilindustrie führt         rie 4.0 besser zu verstehen. „Schließlich ist
komplett erneuert werden und der PC nicht     der Konkurrenzdruck zu immer weiteren            man ja an der Hochschule zum Lernen da.“
mehr physisch mit ihr verbunden sein.         Innovationen.                                      ba
Außerdem soll der Prüfstand in Zukunft
per HTML-Browser über jeden beliebigen        Für Julian Stütz ist es vor allem wichtig, auf
Rechner in der Hochschule durch Eingabe       das Thema Industrie 4.0 offen zuzugehen,
der richtigen IP-Adresse und einer Sicher-    auch wenn Projekte noch ganz am Anfang
heitsabfrage steuerbar sein.                  stehen. „Die Hochschule, ihre Professoren
Außerdem soll der Prüfstand per E-Mail mit    und Dozenten unterstützen das Thema In-
dem Nutzer kommunizieren. Er wird ihm         dustrie 4.0 sehr und prinzipiell kann jedes
Messdaten schicken und ihn umgehend           Projekt zu einem Industrie 4.0-Thema ver-
benachrichtigen, wenn Fehler und Still-       arbeitet werden“, betont der Forschungs-
stände auftreten. Selbst die Hersteller der   masterstudent.
speicherprogrammierbaren Anlagen haben
das bisher nur sporadisch umgesetzt.          Rückblickend denkt er auch, dass die
                                              Grundlage für Industrie 4.0 schon sehr
Eine weitere Neuerung für den Prüfstand       lange existiert. Maschinen waren schon in
soll eine Kopplung mit einem Simulati-        der Vergangenheit mit Computern verbun-
onsprogramm sein, das reale Fahrstrecken      den und konnten über Fernzugriff gewartet
fast eins zu eins simulieren kann. So kann    werden. Neu im Bereich Industrie 4.0 ist die
in Zukunft auch geprüft werden, wie ein       firmenübergreifende Zusammenarbeit und

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