STAND PUNKT - EDU Basel-Stadt

Die Seite wird erstellt Niels-Arne Hermann
 
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STAND PUNKT - EDU Basel-Stadt
STAND
    PUNKT
    Christlich-politische
    Monatszeitschrift
    September 2017

    Abstimmungsvorlagen
    vom 24. September
-

    LETZTE RUHE                   «MIT ECHTER LIEBE»             KANTON BASEL-STADT
    ÜBER BESTATTUNGSRITEN UND     EIN FACHMANN ZUR GEFAHR VON    RIEHENER WAHLEN: AM 04.02.18
    FRIEDHÖFE WIRD IMMER LAUTER   DROGEN UND ZU GANZHEITLICHER   FINDEN DIE FÜR DIE EDU IM KANTON
    DISKUTIERT                    PRÄVENTION                     WICHTIGSTEN WAHLEN STATT

    SEITE 7                       SEITEN 8–10                    KANTONALER INNENTEIL
STAND PUNKT - EDU Basel-Stadt
Ja  zumJa zum
                                             Eidgenössische Volksinitiative
                                                                Eidgenössische Volksinitiative
                                                                                                                                    letzter
                                                                                                                                     Mitte abtrennen Aufruf!!!
                                                                                     Bitte nicht in der                                                                    Bitte nicht in der
                                                                                                                                                                   
                                                                                                                                                          Mitte abtrennen
                                                                                                                                   Noch fehlen einige Tausend Unterschriften.
                                                                                                                                   Darum:

               Verhüllungsverbot
                       Verhüllungsverbot                                                                                           – Seite abtrennen und sofort unterschreiben
                                                                                                                                   – in Kuvert einsenden an:
                                                                                                                                   Initiativkomitee «Ja zum Verhüllungsverbot»
                                                                                                                                   Postfach 54, 8416 Flaach
               Im Bundesblatt veröffentlicht
                                   Im Bundesblatt
                                             am: 15.3.2016
                                                    veröffentlicht am: 15.3.2016
                                                                                                                                   Danke für Ihre Unterstützung! EDU Schweiz

 berechtigten
     Die unterzeichneten
              Schweizer Bürgerinnen
                         stimmberechtigten
                                    und Bürger
                                           Schweizer
                                               stellenBürgerinnen
                                                       hiermit gestützt
                                                                   und Bürger
                                                                        auf Art.stellen
                                                                                 34, 136,hiermit
                                                                                           139 und
                                                                                                 gestützt
                                                                                                   194 derauf Art. 34, 136, 139 und 194 der
 h dem
     Bundesverfassung
        Bundesgesetz vom
                       und17.
                            nach
                              Dezember
                                 dem Bundesgesetz
                                       1976 über die
                                                  vompolitischen
                                                       17. Dezember
                                                                 Rechte,
                                                                      1976
                                                                         Art.über
                                                                              68ff.,
                                                                                  diefolgendes
                                                                                       politischen
                                                                                                Begehren:
                                                                                                   Rechte, Art. 68ff., folgendes Begehren:
 olgt geändert:
        Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

 es eigenen
       Art. 10a
              Gesichts
                 Verbot der Verhüllung des eigenen Gesichts
 öffentlichen
       1 Niemand
               Raum darf
                      und sein
                           an Orten
                                 Gesicht
                                     verhüllen,
                                         im öffentlichen
                                                 die öffentlich
                                                          Raumzugänglich
                                                                 und an Orten
                                                                           sindverhüllen,
                                                                                oder an denen
                                                                                          die öffentlich
                                                                                                grundsätzlich
                                                                                                         zugänglich
                                                                                                              von jedermann
                                                                                                                    sind oder an
                                                                                                                              beanspruchbare
                                                                                                                                 denen grundsätzlich von jedermann beanspruchbare
 erden; das Dienstleistungen
              Verbot gilt nichtangeboten
                                für Sakralstätten.
                                           werden; das Verbot gilt nicht für Sakralstätten.
 ngen, 2ihr Niemand
            Gesicht aufgrund
                      darf eineihres
                                 Person
                                     Geschlechts
                                         zwingen, ihr
                                                    zu verhüllen.
                                                       Gesicht aufgrund ihres Geschlechts zu verhüllen.
 vor. Diese
       3 Das umfassen
                Gesetz ausschliesslich
                        sieht Ausnahmen   Gründe
                                            vor. Diese
                                                  der Gesundheit,
                                                        umfassen ausschliesslich
                                                                   der Sicherheit, Gründe
                                                                                   der klimatischen
                                                                                           der Gesundheit,
                                                                                                      Bedingungen
                                                                                                            der Sicherheit,
                                                                                                                    und des der
                                                                                                                            einheimischen
                                                                                                                                klimatischen Bedingungen und des einheimischen
            Brauchtums.

         Art. 197 Ziff. 12
  . 10a (Verbot
         12. Übergangsbestimmung
                 der Verhüllung des eigenen
                                      zu Art. 10a
                                               Gesichts)
                                                  (Verbot der Verhüllung des eigenen Gesichts)
   Artikel
         Die10a
              Ausführungsgesetzgebung
                ist innert zweier Jahre nach
                                          zu Artikel
                                              dessen10a
                                                      Annahme
                                                         ist innert
                                                                 durch
                                                                    zweier
                                                                       VolkJahre
                                                                            und Stände
                                                                                 nach dessen
                                                                                       zu erarbeiten.
                                                                                             Annahme durch Volk und Stände zu erarbeiten.

 us nachstehenden
      Das Initiativkomitee,
                     Urheberinnen
                            bestehend
                                  und aus
                                      Urhebern,
                                          nachstehenden
                                                ist berechtigt,
                                                         Urheberinnen
                                                                diese Volksinitiative
                                                                        und Urhebern, mit ist
                                                                                           absoluter
                                                                                              berechtigt,
                                                                                                     Mehrheit
                                                                                                          diese der
                                                                                                                 Volksinitiative
                                                                                                                    noch stimmberechtigten
                                                                                                                                 mit absoluter Mehrheit der noch stimmberechtigten
      Mitglieder zurückzuziehen:
 erhüllungsverbot»
      Co-Präsidium Komitee «Ja zum Verhüllungsverbot»
      Patrick 58A,
 dhofstrasse   Freudiger,
                    4900 Langenthal   BE; Roland Haldimann,
                           Grossrat, Waldhofstrasse             Langenthal BE; Roland82B,
                                                     58A, 4900Schönenwerderstrasse       Haldimann,
                                                                                            5036 Oberentfelden   AG; Ulrich Schlüer,
                                                                                                       Schönenwerderstrasse          alt Oberentfelden AG; Ulrich Schlüer, alt
                                                                                                                             82B, 5036
 ach ZH; Walter Wobmann,
      Nationalrat, Postfach 54,
                             Nationalrat,
                                8416 Flaach  ZH; Walter
                                          Sagigass      Wobmann,
                                                   9, 5014 Gretzenbach SO; Daniel
                                                                   Nationalrat,    Zingg,9,Dorfstrasse
                                                                                Sagigass    5014 Gretzenbach
                                                                                                       11, 3366SO; Daniel Zingg,
                                                                                                                Bollodingen BE. Dorfstrasse 11, 3366 Bollodingen BE.
 um Verhüllungsverbot»
       Weitere Mitglieder Komitee «Ja zum Verhüllungsverbot»
 emin Jean-Luc
       du Grand Roé Addor,
                         21, Nationalrat,
                              1965 Savièse    VS; Robert
                                            chemin          Bartuma,
                                                     du Grand  Roé 21,Schachen    strasseVS;70,Robert
                                                                         1965 Savièse             8645 Bartuma,
                                                                                                        Jona SG; Iris    Canonica,
                                                                                                                     Schachen  strasse
                                                                                                                                     via70,
                                                                                                                                         cantonale,
                                                                                                                                             8645 Jona
                                                                                                                                                     6958 SG; Iris Canonica, via cantonale, 6958
  Clottu,
       Bidogno
           Nationalrat,
                (Capriasca)
                         Le Bois   Raymond
                               TI; de l‘Halle 3,Clottu,
                                                  2406 La
                                                        Nationalrat,
                                                           Brévine NE;  Olgade
                                                                     Le Bois  Cippà,
                                                                                l‘Halleal3,Strecin
                                                                                             2406 7,La 6574
                                                                                                       Brévine
                                                                                                             ViraNE; Olga Cippà,TI;
                                                                                                                  (Gambarogno)     al Oskar
                                                                                                                                      StrecinFreysinger,
                                                                                                                                               7, 6574 Vira (Gambarogno) TI; Oskar Freysinger,
 az 5, Staatsrat,
       1965 Savièsechemin   Thomas
                        VS; de         Fuchs, Grossrat,
                                Crettamalernaz            Savièse VS; Thomas
                                                  5, 1965 Niederbottigenweg      Fuchs,
                                                                              101,           Bern; Andrea
                                                                                     3018Grossrat,          Geissbühler,101,
                                                                                                       Niederbottigenweg    Nationalrätin,
                                                                                                                                  3018 Bern;   Andrea
                                                                                                                                            Oberer      Geissbühler, Nationalrätin, Oberer Galgen
                                                                                                                                                   Galgen
  ringhelli,
       26, 3323
             Postfach
                   Bäriswil       Giorgio
                         911,BE;6616  LosoneGhiringhelli,
                                               TI; Andreas   Glarner,
                                                          Postfach   911,
                                                                       Nationalrat,
                                                                          6616 Losone     TI; Andreas 9,
                                                                                    Eggächerstrasse      Glarner,
                                                                                                           8966 Oberwil-Lieli
                                                                                                                    Nationalrat, AG;  Ronald Hämmerli,
                                                                                                                                 Eggächerstrasse    9, 8966 Oberwil-Lieli AG; Ronald Hämmerli,
 ann Lei,
       am Bach
            Kantonsrat,     Bilten GL; Hermann
                 7, 8865Mühletobelstrasse       59A,Lei,
                                                      8500
                                                         Kantonsrat,
                                                            Frauenfeld  TG; Anian Liebrand,
                                                                      Mühletobelstrasse    59A, Luzernerstrasse
                                                                                                  8500 Frauenfeld142,TG; Anian  Liebrand,
                                                                                                                          6014 Luzern;   Marina   Masoni, 142, 6014 Luzern; Marina Masoni,
                                                                                                                                             Luzernerstrasse
 ans Moser,
       via Frasca
               Hostetgasse
                    10, 6900 9, Lugano
                                   9470 TI;  Hans
                                         Buchs    SG;Moser,
                                                      Yves Nidegger,
                                                            HostetgasseNationalrat,
                                                                          9, 9470 Buchs
                                                                                     Délices SG;2,Yves
                                                                                                   1203Nidegger,
                                                                                                          Genf; JuliaNationalrat,
                                                                                                                       Onken, Bilchenstrasse
                                                                                                                                  Délices 2, 1203    8580 Julia Onken, Bilchenstrasse 12, 8580
                                                                                                                                                 12, Genf;
  llonstrasse          Adrian
       Amriswil13,TG;3007  Bern;Pulver,
                                   Lorenzo    Quadri, Nationalrat,
                                           Morillonstrasse  13, 3007viaBern; Lorenzo20A,
                                                                         S. Gottardo     Quadri,
                                                                                              6900Nationalrat,    Lukas
                                                                                                     Lugano TI; via       Reimann,
                                                                                                                      S. Gottardo  20A,
                                                                                                                                      Nationalrat,
                                                                                                                                         6900 Lugano     TI; Lukas Reimann, Nationalrat, Ulrich-
                                                                                                                                                    Ulrich-
 dith Uebersax,
       Röschstrasse Lindenstrasse
                       13, 9500 Wil90,      Judith
                                       SG;8738      Uebersax,
                                                Uetliburg SG; Claude-Alain
                                                                LindenstrasseVoiblet,
                                                                               90, 8738 Grossrat,
                                                                                            Uetliburg SG; Claude-Alain
                                                                                                    avenue                 Voiblet,
                                                                                                            de la Vallombreuse    50,Grossrat,
                                                                                                                                      1004 Lausanne
                                                                                                                                               avenue deVD.la Vallombreuse 50, 1004 Lausanne VD.

 ur Stimmberechtigte     unterzeichnen,
     Auf dieser Liste können   nur Stimmberechtigte
                                          die in der genannten
                                                        unterzeichnen,
                                                                 politischen
                                                                         die inGemeinde
                                                                                der genannten
                                                                                         in eidgenössischen
                                                                                                  politischen Gemeinde in eidgenössischen
 rechtigt
     Angelegenheiten    stimmberechtigt
          sind. Bürgerinnen und Bürger, die
                                         sind.
                                            dasBürgerinnen
                                                Begehren unterstützen,
                                                           und Bürger, mögen
                                                                       die dases
                                                                               Begehren
                                                                                 handschriftlich
                                                                                        unterstützen,
                                                                                                 unterzeichnen.
                                                                                                        mögen es handschriftlich unterzeichnen.

       Postleitzahl:
   Politische Gemeinde:                               Politische Gemeinde:                                          Kanton:                               Kanton:

         Nr.     Name, Vornamen
                           Geburtsdatum Wohnadresse                                  Geburtsdatum Wohnadresse
                                                                                                     Eigenhändige Unterschrift                  Kontrolle
                                                                                                                                                  Eigenhändige Unterschrift         Kontrolle
  hriftlich und leserlich
                   (Blockschrift)
                          schreiben
                                  eigenhändig,
                                      Tag Monathandschriftlich
                                                    Jahr Strasse,
                                                               und leserlich
                                                                     Hausnummer
                                                                             schreiben Tag   Monat Jahr   Strasse, Hausnummer                   Leer lassen                         Leer lassen

          1

          2

          3
 ng besticht
      Wer beioder
               einer
                  sich
                     Unterschriftensammlung
                       bestechen lässt oder wer
                                             besticht
                                                das Ergebnis
                                                      oder sich
                                                              einer
                                                                bestechen
                                                                    Unterschriftensammlung
                                                                           lässt oder wer dasfür
                                                                                               Ergebnis
                                                                                                 eine Volksinitiative
                                                                                                         einer Unterschriftensammlung
                                                                                                                      fälscht, macht sich strafbar
                                                                                                                                          für eine Volksinitiative
                                                                                                                                                   nach            fälscht, macht sich strafbar nach
 282 des
      Art.Strafgesetzbuches.
           281 beziehungsweise nach Art. 282 des Strafgesetzbuches.

      Die untenstehende
 bescheinigung wird durchStimmrechtsbescheinigung    wird durch das Initiativkomitee eingeholt.
                          das Initiativkomitee eingeholt.
       Ablauf der Sammelfrist: 15.9.2017

 scheinigt
      Die unterzeichnete
            hiermit, dass obenstehende
                           Amtsperson bescheinigt
                                            _________ (Anzahl)
                                                       hiermit, dass
                                                                 Unterzeichnerinnen
                                                                      obenstehende und _________
                                                                                           Unterzeichner
                                                                                                  (Anzahl) der
                                                                                                           Unterzeichnerinnen
                                                                                                               Volksinitiative und Amtsstempel
                                                                                                                                   Unterzeichner der Volksinitiative              Amtsstempel
  stimmberechtigt
      in eidgenössischen
                    sind und
                           Angelegenheiten
                             ihre politischen stimmberechtigt
                                              Rechte in der erwähnten
                                                               sind undGemeinde
                                                                        ihre politischen
                                                                                    ausüben.
                                                                                         Rechte in der erwähnten Gemeinde ausüben.

                           Die zur Bescheinigung zuständige Amtsperson:
                                                               Die zur Bescheinigung zuständige Amtsperson:
       Ort:
                          Amtliche                                           Amtliche
                                                                                    Eigenhändige                                Eigenhändige
       Datum:             Eigenschaft:                                       Eigenschaft:
                                                                                    Unterschrift:                               Unterschrift:

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                                                odereinsenden
                                                      teilweise an:
                                                                ausgefüllt einsenden an:
 vkomitee «Ja zumInitiativkomitee
                     Verhüllungsverbot»,
                                    «Ja zumPostfach
                                             Verhüllungsverbot»,
                                                       54, 8416 Flaach
                                                                    Postfach 54, 8416 Flaach
mationen oder
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                                                                        Herunterladen von Bogen:
                 www.verhuellungsverbot.chwww.verhuellungsverbot.ch
nfo@verhuellungsverbot.ch
               E-Mail: info@verhuellungsverbot.ch
                               – Tel. 052 301 31 00 – Fax
                                                       – Tel.
                                                            052
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                                                                301
                                                                  301
                                                                    3131
                                                                       0300 – Fax 052 301 31 03
                                                                                                                                                                                                   
STAND PUNKT - EDU Basel-Stadt
GRUSSWORTE

                     LIEBE LESERIN,
                     LIEBER LESER
Ich freue mich über die 1. August-Ansprache von Bundespräsidentin Doris Leuthard. Sie
präsentierte das Motto «Zukunft gestalten – unsere Werte erhalten». Dieses basiert
auf einem früheren Wahlslogan der EDU. Wir verdankten die präsidiale Wahrnehmung un-
seres Schaffens und wünschten der Magistratin Weisheit und Segen in ihrem Amt.
Der vorliegende «Standpunkt» orientiert über aktuelle Vorgänge in Politik, Kirche und Ge-
sellschaft. Wir reiben uns oft verwundert die Augen darüber, wie Werte neu definiert,
wie Täter zu Opfern werden, Unrecht zunehmend zu Recht wird. «Die Welt ist aus den
Fugen, Maloney», stellt der Polizist im gleichnamigen Hörspiel von SRF fest.
Entscheidend ist, wie unsere Reaktion ausfällt. Sie kann von Resignation und Rückzug bis
zum bewussten Engagement reichen. Im Wissen um starken Gegenwind, aber auch
um den Auftrag zu wirken, «solange es Tag ist». Die Frage ist: Schaue ich auf die Wellen wie
Petrus oder auf Jesus Christus, den Anfänger und Vollender?
«Im Trubel der Menschen bewahre mein Herz», bat der weise König David. Diese Aussage
spricht mitten ins Leben hinein. Sie ermutigt, trotz negativen Strömungen immer wieder
den Weg zur Quelle einzuschlagen. •
Thomas Feuz, Redaktionsleiter

                                   Briefwechsel
                                            Hoi Michel        Sälü Rösli

Du sprachst mich auf die Ferien an. Viele meiner Kollegen     Danke für Deine Mitteilung betreffend Ferien. Krass, wie
im Pflegeheim wollen mit ihrer Familie weg. So plane ich      wir heute schon sehr jung die halbe Welt bereisen können!
meine Ferien ausserhalb der Schulferien, kürzlich eine        Auf Deine Frage nach einem besonderen Erlebnis kommt
Wanderwoche im Berner Oberland.                               mir eines in den Sinn: Auf der Hinreise an den Bielersee
In der Kindheit machten wir uns zu Hause nützlich (Heuen      vergass ich mein Handy im Zug. Mein Kollege und ich hör-
und Obsten), spielten viel, ab und zu gab's einen Ausflug.    ten Musik und dösten vor uns hin, als plötzlich unser Bahn-
Ferien bei Verwandten brachten Abwechslung. Ich war           hof kam. Da hiess es schnell aussteigen… Ich bemerkte
mächtig stolz, als ich während meines Welschlandjahres        mein Malheur erst, als der Zug bereits wieder anfuhr. Wir
ans Meer mitfahren durfte. Übrigens: Meine Eltern mach-       gaben eine Verlustmeldung auf und schauten auf der App,
ten erstmals mit über 70 gemeinsam Ferien…                    wann der Zug eventuell wieder zurückkommt. Aber das
Sommereinsätze (Evangelisation/Mission) waren der Hit in      half nichts. Meine Eltern nahmen auch noch mit den SBB
der Jugendgruppe. So kam ich nach Sizilien. Und du nach       Kontakt auf. Und dann galt es, zu hoffen, zu beten und zu
Spanien! Manchmal waren Ferien dazu da, «alte Bekannte»       warten. Die Freude war riesengross, als ich das Handy am
zu besuchen. Toll sind organisierte Wochen in einem           Bahnhof abholen konnte.
christlichen Haus. Man lernt interessante Leute kennen,       Beim Zelten lebten wir vor allem von Brot, Fleisch und Ge-
geniesst gutes Essen und Komfort, Andachten und Gottes-       tränken, vor allem von viiiel Fleisch (Salat und Gemüse
dienste. Im November setze ich seit Jahren eine Ferienwo-     gab's dann wieder zu Hause). Ehrlich: Wenn ich genug
che für die EDU ein: Anlässe, Flyer verteilen etc.            Fleisch habe, braucht es kein Dessert! Ein guter Döner oder
In den Frühlingsferien war meine behinderte Schwester         ein saftiges Stück Fleisch übertrumpfen jede Nachspeise –
erstmals bei mir. Wir machten uns in der Küche bei der        auch wenn dafür noch Platz wäre. Wir mussten nie hungrig
Musicalwoche nützlich (du erinnerst dich: gutes Miteinan-     in die Schlafsäcke gehen. Und wenn der Hunger wieder er-
der von Jung und Alt).                                        wachte, gingen wir auch mal ins Restaurant und gönnten
Jetzt sind deine Ferien Erinnerung. Hattest du ein besonde-   uns eine Gute-Nacht-Pizza.
res Erlebnis? Was essen Jugendliche heute besonders gern,     Darf ich Dich mal etwas zur Politik fragen? Was bedeutet
nebst Dessert?                                                Dir der 1. August? Und die Schweiz?
Liebe Grüsse von Rösli Fässler                                Gruss, Michel Feuz

                                        EDU-STANDPUNKT SEPTEMBER 2017          3
STAND PUNKT - EDU Basel-Stadt
DEBATTIEREN & ABSTIMMEN

Gutes System nicht                                                                                 JA  zur Zusatz-
                                                                                                   finanzierung der

«verschlimmbessern»!
                                                                                                   AHV durch Erhö-
                                                                                                   hung der Mehr-
                                                                                                   wertsteuer

Die «Reform der Altersvorsorge 2020» besteht aus zwei miteinander ver-
bundenen Vorlagen. Während die EDU die Zusatzfinanzierung der AHV
bejaht, sagt sie Nein zum Bundesgesetz. Insbesondere kritisiert die EDU
einzelne problematische Aspekte der Reform. Die Materie ist komplex.

                  a. Nationalrat Markus Wäfler

                  Die Abstimmungsvorlagen vom 24. September           abstimmung im Nationalrat fiel wenig über-
                  beinhalten den dritten Anlauf für die 11.           zeugend aus: 101:92 bei 4 Enthaltungen zur
                  AHV-Reform. Die erste Vorlage betrifft eine ge-     Mwst-Erhöhung und 100:93 bei 4 Enthaltungen
                  staffelte Erhöhung der Mehrwertsteuer um ins-       zum Bundesgesetz.
                  gesamt 0,6 Prozent, was eine Änderung von BV-
                  Art. 130 bedingt. Für diese Verfassungsänderung     Insgesamt gutes System
                  braucht es die Annahme durch Volk und Stände.       Die Schweiz hat ein intelligentes 3-Säulen-Sys-
                  Die zweite Vorlage ist das Bundesgesetz über die    tem. Die erste Säule ist die seit 1948 für alle Er-
                  Reform der Altersvorsorge 2020, ein Paket von       werbstätigen obligatorische AHV mit einer Um-
                  Änderungen in 12 Bundesgesetzen. Hier reicht        lagefinanzierung: Die Lohnabzugsbeiträge
                  das Volksmehr. Für die Inkraftsetzung der           werden direkt zur Auszahlung der AHV-Renten
                  «Reform der Altersvorsorge 2020» ist die Annah-     an ehemals erwerbstätige und nicht erwerbstäti-
                  me beider Vorlagen nötig.                           ge Personen verwendet. Die AHV erfüllt eine
                                                                      zentrale soziale Ausgleichsaufgabe, indem sie
                  Parlament: nur knappe Mehrheit                      unabhängig von der früheren Lohnhöhe allen
                  Im Parlament waren diese Gesetzesänderungen         Personen eine AHV-Rente zwischen 1175 und
                  sehr umstritten. Über alle Parteien hinweg war      2350 Franken pro Monat auszahlt – also auch an
                  unbestritten, dass unsere Altersvorsorge vor al-    100-Prozent-Mütter.
                  lem aufgrund der demographischen Entwick-           Die zweite Säule ist das BVG, die Pensionskas-
                  lung dringend reformiert werden muss und die        sen, obligatorisch seit 1985 für alle unselbstän-
                  aktuellen Rentenhöhen bei AHV und BVG-Pensi-        dig Erwerbstätigen mit Jahreseinkommen zwi-
                  onskassen erhalten bleiben sollen. Zerstritten      schen 21 150 und 84 600 Franken. Die
                  war man über die Frage, wie diese Wünsche zu        Pensionskassen werden im sogenannten Kapital-
                  realisieren und zu finanzieren sind. Die Schluss-   deckungsverfahren finanziert, indem die Beiträ-
                                                                      ge von Arbeitgeber und -nehmer zur Äufnung
                                                                      des eigenen Alterskapitals von erwerbstätigen
                                                                      Personen verwendet werden, aus dem später die
                                                                      eigene Altersrente der Pensionskasse bezahlt
                                                                      wird, aber nur an ehemals Erwerbstätige. Wer
                                                                      mehr verdient, zahlt mehr Beiträge und bezieht
                                                                      später eine höhere Pensionskassenrente.
                                                                      Als dritte fakultative Säule werden die persönli-
                                                                      chen Ersparnisse bezeichnet. Ergänzungsleis-
                                                                      tungen und Hilflosenentschädigungen bilden er-
                                                                      gänzende Teile unseres Vorsorgesystems.

                                                                      Massiv veränderte Rahmen-
                                                                      bedingungen
                                                                      In Westeuropa wird das gravierende Geburten-
                                                                      defizit seit Jahren durch Masseneinwanderung
                                                                      kompensiert. Ohne diese würde die Einwohner-
                                                                      zahl sinken. Unter anderem verschärfen die Ab-
                                                                      treibungen das Problem. 2014 lebten knapp 30
                                                                      Prozent der Paarhaushalte in der Schweiz ohne
                                                                      Kinder. Ihre AHV-Rente werden sie sich von den
                                                                      Kindern anderer bezahlen lassen. Das Umlage-
 Geburtenrückgänge, höhere Lebenserwartung: Fast zwei Drittel         verfahren bei der AHV-Finanzierung bedingt ei-
 der Bevölkerung leben allein oder als Paar ohne Kinder.              nen Generationenvertrag, eine Generationen-So-
                                                                      lidarität. Mit der heute weit verbreiteten

                                     4   EDU-STANDPUNKT SEPTEMBER 2017
STAND PUNKT - EDU Basel-Stadt
DEBATTIEREN & ABSTIMMEN

Philosophie «Hauptsache, es stimmt für mich»        zung/-Zuschläge => mildere Kürzung/Zuschläge
ist diese nur noch teilweise vorhanden.             bei AHV = Mehrkosten; Teilrenten zwischen 20–
Bei der Einführung der AHV 1948 rechnete man        80 % => flexiblere Anpassung an pers.
mit 12 bis 14 Rentnerjahren, heute sind es 19       Bedürfnisse; über 58-jährige Arbeitslo-
bis 22; für einen AHV-Rentner kamen 6 Erwerbs-
tätige auf, heute sind es 3,4; die Geburtenrate
                                                    se mit BVG/PK-Rente => bisher nur Kapi-
                                                    talbezug, neu Verbleib in PK.
                                                                                                 NEIN
betrug 19,2, heute noch 10,5 pro 1000 Einwohner;
                                                                                                 zum Bundes-
die Anzahl Kinder pro Frau im gebärfähigen          Genaue Zahlen fehlen                         gesetz über die
Alter nahm von 2,54 auf 1,5 ab.                     Erstaunlicherweise fehlen in der Ab-         Reform der
                                                    stimmungsbotschaft Zahlenangaben             Altersvorsorge
Massnahmen und Auswirkungen                         und Vergleiche über die finanziellen         2020
Das Bundesgesetz über die Reform der Altersvor-     Auswirkungen der Massnahmen fast
sorge 2020 beinhaltet unter anderem nachste-        vollständig. Nicht einmal die Auswir-
hend aufgeführte Änderungen (Aufzählung             kungen auf den AHV-Fonds werden zahlenmäs-
nicht abschliessend). Massnahme => Wirkung          sig dargestellt.
bei vollständiger Umsetzung:                        Wieso dieses Versteckspiel des Bundesrats? So-
Referenz-Rentenalter 65 für Frauen + Männer         wohl in der Parlamentsdebatte wie seither in der
=> Minderausgaben bei AHV und BVG/PK; Sen-          Abstimmungsdiskussion in den Medien werden
kung des Umwandlungssatzes BVG auf 6 % =>           die finanziellen Auswirkungen sehr wider-
Red. BVG/PK Renten wegen längerer Bezugsdau-        sprüchlich dargelegt. Dies auch, weil die zugrun-
er; BVG-Leistungsgarantie für > 45jährige => kei-   de gelegten Annahmen, etwa bezüglich Wirt-
ne Rentenreduktion durch U’satz 6 %, Mehrkos-       schaftswachstum, Zuwanderung,
ten für PK!; Erhöhung der AHV-Lohnabzüge +          Kapitalmarkt-Entwicklungen usw. teilweise wie
0,3 % ab 2021 => für AHV-Erhöhungen + 70.– u.       ein Horoskop zu lesen sind. Tatsache ist, dass
155 %, erhöht Lohn-NK; Erhöhung AHV-Neu-            AHV und BVG/PK, die zum grössten Teil über
Rente um 70.–/Monat => Mehrausgaben bei der         Lohnprozente finanziert werden, stark von der
AHV; Erhöhung AHV-Ehepaar-Neurente auf              Entwicklung der beitragspflichtigen Lohnsum-
155 % => Mehrausgaben bei der AHV; Reduktion        me und von der wirtschaftlichen Entwicklung
Koordinationsabzug bei BVG/PK => Erhöhung           abhängig sind.
vers. Lohn + PK-Rente; Erhöhung der BVG-            Möglicherweise braucht es eine rote Karte der
Altersgutschriften => Erhöhung vers. Lohn +         Stimmbürger, um das Parlament zu einem reali-
PK-Rente; flexible Pensionierung AHV und BVG/       täts- und problemlösungsorientierten Reform-
PK Alter 62–70 => flexiblere Anpassung an pers.     kompromiss zu zwingen. •
Bedürfnisse; Anpassung der Sätze für AHV-Kür-

                                                    PAROLE DER EDU:
                                                    JA, NEIN
                                                    Die Delegiertenversammlung sagte am 12. Au-
                                                    gust in Olten mit 51:19 Stimmen (3 Enthaltun-
                                                    gen) Ja zum Bundesbeschluss über die Zusatzfi-
                                                    nanzierung der AHV durch eine Erhöhung der
                                                    Mehrwertsteuer (Pro-Referat: Christine Egersze-
                                                    gi, alt StR FDP AG, Präsidentin der Eidg.
                                                    BVG-Kommission; Kontra: Henrique Schneider,
                                                    Schweiz. Gewerbeverband sgv) und mit 46:18 (7)
                                                    Nein zum Bundesgesetz vom 17.3.2017 über die
                                                    Reform der Altersvorsorge 2020 (Referate: dito).
                                                    Mit dem Ja zur Erhöhung der Mehrwertsteuer
   Parolenfassung in Olten                          will die EDU zum Ausdruck bringen, dass es eine
                                                    Sanierung der AHV braucht.

                                        EDU-STANDPUNKT SEPTEMBER 2017           5
STAND PUNKT - EDU Basel-Stadt
DEBATTIEREN & ABSTIMMEN

                                                                                            NEIN zum
                                                                                            Bundesbeschluss
                                                                                            über die Ernäh-
                                                                                            rungssicherheit

«Ernährungssicherheit»: Nein
zu falscher Weichenstellung!
Am 24. September soll ein Gegenvorschlag zur Ernährungssicherheits-
Initiative durchgewunken werden, der das ursprüngliche Hauptanliegen
direkt torpediert.

              Lisa Leisi
                                                                 Für den besseren Weg – darum Nein
              Die Initiative forderte unmissverständlich:        Gibt die Schweiz nach, gefährdet sie die heutige
              «Der Bund stärkt die Versorgung der Bevölke-       Versorgung mit hochwertigen regionalen Lebens-
              rung mit Lebensmitteln aus vielfältiger und        mitteln. Sie erschwert massiv die Lebensgrundla-
              nachhaltiger einheimischer Produktion.»            gen der Landwirte und macht sich im Nahrungs-
              Beim Gegenvorschlag soll der Bund die Versor-      mittelbereich abhängiger vom Ausland. Das kann
              gung der Bevölkerung mit Lebensmitteln zwar        sich in Krisenzeiten fatal auswirken.
              noch sicherstellen. Aber er setzt dabei auf eine   Der bessere Weg: Die Schweiz setzt sich dafür ein,
              auf den Markt ausgerichtete Land- und Ernäh-       dass jedes Land eine individuelle, starke, eigen-
              rungswirtschaft und grenzüberschreitende           ständige Versorgung mit Nahrungsmitteln för-
              Handelsbeziehungen, die zu einer global ori-       dern kann und nur bei Bedarf importiert wird.
              entierten, nachhaltigen Land- und Ernäh-           Nur so kann jedes Land auf die spezifischen eige-
              rungswirtschaft beitragen sollen. Das ist eine     nen Herausforderungen Rücksicht nehmen. In
              deutliche Richtungsänderung.                       der Schweiz sind das unter anderem das Bauerns-
                                                                 terben, Massenimporte billiger Lebensmittel und
              «Bauernopfer» für                                  Preise für Landwirtschaftsprodukte, die nicht
              Handelsverträge?                                   einmal die Selbstkosten decken. Dafür haben wir
              Bundesrat Johann Schneider-Ammann erklärte         hohe Subventionen, welche die Bevölkerung nicht
              in einem Interview in der NZZ vom 8.7.2017 un-     mehr nachvollziehen kann. Ebenso gilt es, das
              ter dem Titel «Bauern nicht unter Heimat-          Klima, die Topografie, die Löhne, die Umwelt-
              schutz», die Abstimmung am 24. September sei       standards mit ihren vielen Vorschriften sowie den
              ein Schritt Richtung offene Märkte. Das ist im     Umweltschutz zugunsten kurzer Transportwege
              Kern das Gegenteil des Hauptanliegens der ur-      zu beachten.
              sprünglichen Initiative, die in Rekordzeit von     Die EDU empfiehlt deshalb die Nein-Parole – als
              drei Monaten von 148 000 Stimmberechtigten         bisher einzige Partei der Schweiz. •
              unterzeichnet wurde.
              Der Bundesrat wollte das Original unbedingt
              verhindern, denn er steht unter Druck: Die
              WTO rügte die Schweiz wegen Importrestrikti-
              onen und Importzöllen im Agrarsektor, ebenso       PAROLE DER EDU: NEIN
              die USA. Die EU will eine Reduktion von Aus-       Die Delegiertenversammlung beschloss am
              nahmeregelungen in Bezug auf das Cassis -de-       12. August in Olten mit 31:25 Stimmen (12 Ent-
              Dijon-Prinzip; ebenso wendet sie sich gegen        haltungen) die Nein-Parole zum Gegenvorschlag
              die neuen Swissness-Regelungen. Zudem hat          (Pro-Referat: Alois Huber, Präsident Bauernver-
              die WTO bereits im Jahr 2015 Exportsubventio-      band Aargau und Mitglied des Initiativkomitees,
              nen verboten.                                      SVP AG; Kontra: Lisa Leisi, Präsidentin EDU SG).

                                 6   EDU-STANDPUNKT SEPTEMBER 2017
STAND PUNKT - EDU Basel-Stadt
RELIGION

Ruhe in Frieden?
Wünsche für Bestattungsriten und Grabfelder, wie auch die Interpretatio-
nen des Gebots «der schicklichen Beerdigung» werden immer vielfältiger.
Politische Gemeinden stehen laufend vor neuen Fragen. Die EDU-Kreispartei
Wil hat das Thema im Juli anlässlich einer lokalen Vernehmlassung vertieft
aufgearbeitet.

                   David Gysel

                   Wegen des Gebots «der schicklichen Beerdi-          Sind vor dem Friedhof alle gleich?
                   gung» will ein Gemeinderat «für Verstorbene an-     Muslimische «Grabfelder» entsprechen übrigens
                   derer Glaubensgemeinschaften, namentlich sol-       nicht dem eigentlichen Wunsch der Muslime. Is-
                   che muslimischen Glaubens, spezielle                lamische Homepages sprechen von eigenen
                   Grabfelder bezeichnen und abweichende Gra-          «Friedhöfen» und begründen dies wie folgt:
                   besruhen» festlegen können. Eigene Grabfelder       Nicht konsequente Muslime und Andersgläubige
                   und das Thema der ewigen Grabesruhe betref-         werden in den Gräbern bestraft. «Die Verstorbe-
                   fen tatsächlich Juden und Muslime, aber Bestat-     nen, die danebenliegen, hören, was um sie her-
                   tungsriten mit besonderen Ansprüchen gibt es        um passiert. Deshalb ist es sehr zu empfehlen,
                   auch in anderen Religionen. Deshalb könnte es       dass Muslime in einem muslimischen Friedhof
                   angesichts der neuzeitlichen Vielfältigkeit der     beerdigt werden» (www.tauhid.net). Die Grabes-
                   Religionen in der Schweiz willkürlich und viel-     ruhe eines Moslems soll nicht durch Qualenge-
                   leicht auch kurzsichtig sein, wenn – nur, oder,     räusche anderer gestört werden.
                   ausgerechnet – eine dieser Religionen in kom-       Frauen sollen die Grabesruhe ebenfalls nicht
                   munalen Reglementen Erwähnung findet.               stören: «Der Besuch auf den Gräbern ist den
                                                                       Frauen verboten, auf Grund der vorher erwähn-
                   Ein fröhliches Jekami                               ten Worte (Gott verdamme die Frauen, welche
                   Manche Gemeinden haben für Moslems Anlagen          die Gräber besuchen...)» (www.islamheute.ch).
                   zur Leichenwaschung mit fliessendem Wasser
                   gebaut. Für Hindus jedoch wäre nach einer ritu-     Fragwürdige Fragmentierung der
                   ellen Waschung die öffentliche Verbrennung so-      Gesellschaft
                   wie die Spaltung des Schädels des Leichnams         Solche Aussagen widersprechen nach Ansicht
                   wichtig, «damit die unsterbliche individuelle       der EDU Kreis Wil der Achtung der Menschen-
                   Seele (Atman) des Verstorbenen entweichen           würde und der Gleichheit, die vordergründig als
                   kann» (www.nachlassbegleiter.de). Bald könn-        Ziel der Neuregelungen angeführt werden. Die
                   ten, ist der Website der Stadt St. Gallen zu ent-   Individualisierung und Fragmentierung der Ge-
                   nehmen, andere potenzielle Wünsche, wie zum         sellschaft – und damit der zerfallende Zusam-
                   Beispiel «Luftbestattungen (Heissluftballon,        menhalt – zeigen sich zum Beispiel auch an ei-
                   Hubschrauber, Weltraum), Verarbeitung von           nem Friedhof für Lesben in Berlin. Wer alle
                   Asche zu Diamanten, Gefriertrocknen (Promes-        vordergründigen «Freiheiten» und «Rechte» für
                   sion)», aus der Bevölkerung aufkommen. Ein          Tote fordert, fordert sie meist auch für Lebende.
                   multikulturelles «Jeder kann mitmachen» also.       Und auf Kosten anderer. •

 Um die letzte irdische Ruhestätte wird zuweilen ziemlich unsanft        Islamischer Friedhof: Die Gebeine von Muslimen
 diskutiert. (Bild: Friedhof in Wil SG)                                  müssen ewig im Grab bleiben können. (Istanbul)

                                      EDU-STANDPUNKT SEPTEMBER 2017          7
STAND PUNKT - EDU Basel-Stadt
FRAGEN & ANTWORTEN

«Mit echter Liebe
gegen Missstände aufstehen»
Heutiges Indoor-Cannabis weist einen bis zu 40 Mal höheren THC-Gehalt
auf als früher. Trotzdem wird die Forderung nach einer Legalisierung lau-
ter. Wie steht es mit dem medizinisch motivierten Einsatz von Cannabis?
Im Gespräch mit dem Drogenfachmann und Therapie-Pionier Paul Stettler.

  Zuversichtlich und glaubensvoll: Paul Stettler, Gründer und Leiter der Wohngemeinschaft «El Rafa».

                    Interview: Thomas Feuz

                    Paul Stettler, was sagt Ihnen der Begriff             Was waren die Gründe dafür?
                    «Jugend ohne Drogen»?                                 Die Drogenlobby einerseits, aber auch Medien
                    1997 kam die Volksinitiative mit diesem Titel zur     und linke Kreise vermittelten die Haltung, dass
                    Abstimmung. Besorgte Bürger setzten sich für          es hartherzig und menschenverachtend sei, ent-
                    eine Wende in der Drogenpolitik ein.                  schieden gegen den Drogenkonsum durchzugrei-
                                                                          fen. Es wurde gezielt Mitleid für die Süchtigen
                    Sie waren massgeblich am Zustandekom-                 geweckt, während den Befürwortern der Initiati-
                    men der Volksinitiative beteiligt. Warum?             ve Lieblosigkeit unterstellt wurde.
                    In einer Lebenskrise sind Jugendliche besonders       Ich bin aber überzeugt, dass sich echte Liebe im-
                    gefährdet, mit Drogen zu experimentieren. Die-        mer gegen das stellen muss, was jemandem
                    se Gefahr ist umso grösser, je leichter Drogen        Schaden zufügt. Wer erkennt, welcher Schaden
                    verfügbar sind. Ein entschiedenes Vorgehen ge-        durch den Drogenkonsum bei Menschen ange-
                    gen den Drogenhandel und auch gegen den Kon-          richtet wird, der wird alles daransetzen, diesen
                    sum wirkt sich für diese Menschen positiver aus       Konsum zu verhindern. Leider ist es uns nicht
                    als ein oberflächliches Dulden und Verharmlo-         gelungen, den Stimmbürgern diese Einsicht zu
                    sen der Drogen. Aus diesem Grund setzten wir          vermitteln.
                    uns für die Initiative ein, die zum Ziel hatte, die
                    Verfügbarkeit von Drogen zu reduzieren und die        Gut ein Jahr vor der Abstimmung starteten
                    Abhängigen beim Ausstieg zu unterstützen. Lei-        Sie Ihre abstinenzorientierte Drogenarbeit.
                    der gelang es dem linken politischen Lager, mit       Welche Auswirkungen hatte der Abstim-
                    massiver Unterstützung der Medien, die Initian-       mungsausgang für Sie? Wie erging es ande-
                    ten in die Ecke der verständnislosen Hinterwäld-      ren Institutionen in der Schweiz?
                    ler und Sektierer zu drängen.                         Die Motivation für den Ausstieg aus der Sucht
                                                                          ging deutlich zurück. Statt der Vorbereitung auf
                    An der Abstimmung vom 28.9.1997 nahmen                einen Entzug entstanden vermehrt eine Passivi-
                    40,83 Prozent der Stimmberechtigten teil;             tät und eine Akzeptanz für ein Leben mit der
                    70,7 % von ihnen lehnten die Initiative ab.           Sucht. Während vorher viele Drogensüchtige

                                        8   EDU-STANDPUNKT SEPTEMBER 2017
STAND PUNKT - EDU Basel-Stadt
FRAGEN & ANTWORTEN

«WIR MÜSSEN DARAUF ACHTEN, WIE ES UNSEREN
 NÄCHSTEN GEHT. AUFRICHTIGE ZUWENDUNG
 KÖNNTE DEN GRIFF ZU DROGEN ERSPAREN.»

         einsahen, dass sie irgendwann frei werden soll-      Sie kritisierten die neue Marschrichtung.
         ten, brachte vor allem die Einführung der Dro-       Wie lautete Ihre Alternative?
         genabgabe eine problematische Alternative. Vie-      Gefährdete Menschen müssen mit ihren Proble-
         le sagten sich: «Wenn es dann gar nicht mehr         men ernst genommen werden. Echte Zuwendung
         geht, kann ich ja noch vom Staat Heroin erhal-       in schwierigen Lebenssituationen kann helfen,
         ten.» So wurde die Arbeit abstinenzorientierter      den Einstieg zu verhindern. Ebenso brauchen
         Einrichtungen untergraben. Bei uns kam sicher        Menschen, die bereits in eine Abhängigkeit gera-
         dazu, dass viele Suchtberater den christlichen       ten sind, Ermutigung und Unterstützung, um
         Glauben als Verlagerung der Abhängigkeit be-         wieder von den zerstörerischen Substanzen weg-
         trachteten und deshalb von einer christlichen        zukommen. Diese Tätigkeiten müssten unter-
         Therapie abrieten. Diese Entwicklung führte da-      stützt werden, statt sie mit falschen Signalen zu
         zu, dass viele – vor allem christliche – Therapie-   untergraben.
         stellen geschlossen wurden.
                                                              Nun feierte Ihre Institution «El Rafa»
         …und das trotz niedrigen Rückfallquoten!             («Gott heilt») das 30-Jahr-Jubiläum. An ins-
         Leider werden im Suchtbereich die Resultate          gesamt vier Standorten präsentierte sich
         kaum beachtet. Vielmehr wird Qualität daran          Ihre breit gefächerte Wohn- und Lebensge-
         gemessen, ob Institutionen professionell geführt     meinschaft. Wie lauten die Grundüberle-
         werden und die Mitarbeiter über anerkannte           gungen, wie sieht das Angebot aus?
         Ausbildungen verfügen. Unsere Erfahrung zeigt        Der Ansatz ist überall der gleiche: Als christliche
         aber, dass für tiefgreifende Veränderungen die       Familiengemeinschaft zusammen wohnen und
         Herzen der Betroffenen erreicht werden müs-          arbeiten, damit Menschen an Leib, Seele und
         sen. Wir glauben und erleben, dass dies durch        Geist gesunden können und von Gebundenhei-
         Gottes verändernde Liebe geschieht.                  ten frei werden. In Schwendibach bei Thun be-
                                                              steht das Angebot für Männer mit Suchtproble-
         Das Abstimmungsresultat motivierte Parla-            men oder psychischen Schwierigkeiten, welche
         ment und Regierung, das sogenannte Vier-             in der Bauschreinerei eine Beschäftigung finden.
         säulenprogramm zu entwickeln. Welche                 In Erlenbach im Simmental erhalten Frauen aus
         Überlegungen liegen diesem zugrunde?                 schwierigen Lebenssituationen ein Zuhause und
         Die Überlegung, dass in den Bereichen Präventi-      eine Beschäftigung in der Brockenstube. Im
         on, Therapie, Schadensminderung und Repressi-        Chuderhüsi (in Nähe der Gotthelf-Kirche Würz-
         on gleichermassen Anstrengungen unternom-            brunnen, d. Red.) betätigen sich die Bewohner
         men werden müssen, ist sicher richtig. Leider        im Ausflugsrestaurant und in Aeschau teilen in
         wurden aber vor allem die Bereiche Prävention        insgesamt 14 Wohnungen Einzelpersonen und
         und Schadensminderung von einer ungesunden           Familien ihr Zuhause.
         Akzeptanz des Drogenkonsums geprägt. So wur-
         de zu wenig unternommen, um glaubwürdig auf          Wie wird Ihre Arbeit getragen?
         die Gefahren der Drogen hinzuweisen – und un-        Da wir in erster Linie eine christliche Ausrich-
         ter dem Deckmantel der Schadensminderung so-         tung haben, wurde eine Kostenbeteiligung von
         gar das Konsumverhalten unterstützt.                 Sozialdiensten oft abgelehnt. Dies führte dazu,

                                                              PAUL STETTLER
                                                              geboren 1956, El.-Ing., verheiratet mit Hanni,
                                                              5 Kinder, 9 Enkel. Ab 1987 Aufbau der Dro-
                                                              gentherapiestelle El Rafa in Obergoldbach
                                                              und später in Schwendibach. Kandidierte ver-
                                                              schiedentlich für die EDU. Heute tätig als
                                                              Hauptverantwortlicher für die verschiedenen
                                                              Arbeitszweige von El Rafa.
                                                              www.elrafa.ch

                             EDU-STANDPUNKT SEPTEMBER 2017           9
STAND PUNKT - EDU Basel-Stadt
FRAGEN & ANTWORTEN / BUCHREZENSION

dass wir heute ganz auf staatliche Beiträge ver-    Gleichzeitig nutzen wir aber die Möglichkeiten,
zichten und uns grösstenteils durch die verschie-   um einander gegenseitig mit praktischer Arbeit,
denen Erwerbszweige finanzieren. Weitere we-        mit Rat und im Gebet zu unterstützen. Wir ver-
sentliche Beiträge sind die unentgeltliche          trauen darauf, dass der Gott, welcher in den ver-
Unterstützung von zahlreichen Helfern und           gangenen 30 Jahren durch viele Schwierigkeiten
Spenden aus unserem Freundeskreis.                  geholfen hat, auch in Zukunft seine Hand über El
                                                    Rafa halten wird.
Welche Bedeutung hat heute der Bereich
Drogen im weitesten Sinn?                           Wie lautet Ihr «Vermächtnis» an Men-
In der Öffentlichkeit hat das Thema an Bedeu-       schen, die sich für eine möglichst drogen-
tung verloren, was aber nicht heisst, dass die      freie Gesellschaft einsetzen?
Probleme wirklich bewältigt werden konnten.         Wir wollen uns nicht über die Benachteiligung
Der Konsum findet heute unauffälliger statt und     christlicher Drogenarbeit beklagen. Vielmehr
die Sozialhilfe kann die äussere Verwahrlosung      wollen wir die vorhandenen Möglichkeiten nut-
der Süchtigen oft verhindern. Die innere Ver-       zen, um Menschen in Problemsituationen beizu-
wahrlosung der Betroffenen besteht jedoch wei-      stehen.
terhin und wird oft übersehen.
                                                    Haben Sie ein Lebensmotto?
Wie beurteilen Sie die laufende Debatte um          Gib einen Menschen nie auf!
die Legalisierung von Cannabis?
Die Verharmlosung von Cannabis betrachte ich
als etwas sehr Gefährliches, weil Jugendliche da-

                                                    El Rafa
durch viel leichtfertiger mit dem Konsum begin-
nen. Zudem ist gerade eine der Wirkungen dieser
Substanz, dass die Konsumenten gleichgültig
werden und negative Veränderungen in ihrem Le-
ben kaum beachten. Bei zahlreichen Konsumen-        Drogen, Süchte, Lebenskrisen:
ten von Cannabis kommt es zudem zu psychi-          Chance für einen Neuanfang!
schen Erkrankungen. Der Staat müsste deshalb
unbedingt aufzeigen, dass Cannabis unberechen-      Die christliche Therapiearbeit El Rafa hat eine
bare und gefährliche Auswirkungen hat.              bewegte Geschichte. Von Behörden bekämpft,
                                                    von Kritikern verunglimpft und von Bewohnern
…und wie betrachten Sie den medizinisch             bedroht, mehrmals vor dem finanziellen Ruin
motivierten Einsatz von Hanfprodukten?              und in vielen Bereichen der Zeit weit voraus.
Es mag durchaus Bereiche geben, bei denen der       Während ihrer Arbeit mit problembeladenen
Einsatz von Hanfprodukten Schmerzen lindern         Menschen lernten Paul und Hanni Stettler und
kann und Entspannung bringt. Leider werden          ihre Mitarbeiter einen Gott kennen, der auch in
daraus aber falsche Schlüsse für diejenigen ge-     ausweglosen Situationen eine Lösung bereithält.
zogen, welche die Substanz konsumieren, um          Das Buch beschreibt das Abenteuer El Rafa aus
sich damit zu berauschen.                           einer persönlichen Perspektive. Es macht Mut,
                                                    an einen Gott zu glauben, der eingreift, wenn
Laisser-faire wie in vielen anderen Berei-          eine Lösung unmöglich scheint. Und es zeigt ei-
chen… Hat die Politik versagt?                      nen Gott, der sich besonders verletzten Men-
Die Verantwortung kann nicht nur der Politik zu-    schen annimmt und ihnen einen Neuanfang er-
geschoben werden. Als ganze Gesellschaft müss-      möglicht.
ten wir mehr darauf achten, wie es unseren          Fazit: die ideale Ergänzung zum Interview – und
Nächsten geht. Aufrichtige Zuwendung könnte         wertvoll für alle, die an Menschen und ihren
vielen Jugendlichen den Griff zum Joint ersparen.   Schicksalen interessiert sind.

Sie haben die Arbeit von «El Rafa» aufge-           DAS BUCH
baut. Wohin entwickelt sich diese, wenn
Sie Ihren Ruhestand antreten werden?                «El Rafa. Drogen, Süchte,
Wir sind bestrebt, die Verantwortung für die        Lebenskrisen: Chance für einen
verschiedenen Standorte und Arbeitszweige           Neuanfang!»
schrittweise zu übertragen. Und wir sind dank-
bar für alle Mitarbeitenden, die sich schon heute   Edition Wortschatz, Schwarzenfeld
mit ganzer Kraft für das Anliegen von El Rafa       148 Seiten, ca. CHF 19
einsetzen. Mit ihnen soll die Arbeit an jedem       ISBN 978-3-943362-29-9
Standort möglichst unabhängig geführt werden.       edition-wortschatz.de

                   10   EDU-STANDPUNKT SEPTEMBER 2017
Aufruf Riehener Wahlen
Am 4. Februar 2018 finden die Wahlen in den Einwohnerrat der Gemeinde Riehen statt.
Für die EDU BS sind dies die wichtigsten Wahlen, da wir hier die besten Chancen haben,
einen Sitz zu erobern. Einerseits ist der Wähleranteil der EDU in unserem Kanton in Rie-
hen traditionell am höchsten, andererseits braucht es für den Erhalt von einem der 40
zu vergebenden Sitze nur 2.44% der Stimmen. Das entspricht lediglich ca. 170 vollen Lis-
ten.

               Daher sind alle Mitglieder und Sympathisanten        meinsam erreichbar:
               aufgefordert, uns bei der Wahl zu unterstützen.      1. Personen finden, die sich als Kandidaten für
               Es geht um nur ca. 170 volle Listen, die für einen   die EDU-Liste aufstellen lassen.
               Sitz notwendig sind. Das heisst, wenn 170 Perso-     2. Personen finden, welche die (komplette) EDU-
               nen die EDU-Liste oder die leere Liste beschriftet   Liste einwerfen.
               mit EDU einwerfen, gewinnen wir einen Sitz!          3. Selber wählen gehen und die EDU-Liste ein-
               Dieser Sitz macht einen enormen Unterschied,         werfen!
               denn eine mutige, klar christlich-bürgerliche        4. Gottes Segen erbitten.
               Stimme kann viel bewirken. In der Bibel bewirkt      Während der dritte und vierte Punkt hoffentlich
               Gott oft viel durch eine einzige, Ihm treue Per-     selbstverständlich sind, werde ich Punkt eins
               son - auch in heidnischem Umfeld (als Beispiel       und zwei etwas erläutern.
               für einen Mann und eine Frau: Daniel in Baby-
               lon, Esther in Assyrien).                            Aufruf zur Kandidatur
                                                                    Wir haben bereits einige Kandidaten. Damit eine
               Was ist zu tun?                                      Liste aber attraktiv ist, sollten darauf möglichst
               Dieses Ziel erreichen wir sicher, wenn alle mit-     viele Personen sein, welche man in den Einwoh-
               helfen. Die Aufgaben sind einfach, doch nur ge-      nerrat wählen kann. Denn jeder Kandidat gibt

                                   EDU-stanDpUnkt sEptEmbEr 2017          1
EDU basEl-staDt

                 « in DEr bibEl bEwirkt                               werfen, die sonst nicht stimmen würden. Moti-
                   gott oft viEl DUrch                                vieren Sie also möglichst viele Personen aus Ih-
                                                                      rem Riehener Bekanntenkreis, die EDU-Liste
                   EinE EinzigE, ihm trEUE                            einzuwerfen. Sie dürfen Leuten auch beim Wäh-
                   pErson »                                           len helfen und die Liste in den Briefkasten wer-
                                                                      fen (z.B. bei älteren Senioren).
                 Markus Grob
                                                                      Zusammenfassung
                                                                      Beten Sie für ein gutes Gelingen der Wahlen und
                 auf eine Art ein öffentliches Bekenntnis ab, dass    beteiligen Sie sich aktiv, indem Sie Personen als
                 die Partei gut. Es macht einen schlechten Ein-       Kandidaten für die Liste melden und selber im
                 druck, wenn sich nur wenige Kandidaten auf der       Bekanntenkreis weibeln, damit die EDU-Liste
                 Liste befinden. Alle sind daher gebeten, in ihrem    eingeworfen wird.
                 Bekanntenkreis zu schauen, ob sich Personen          Am 2. September und im Januar machen wir im
                 finden, die sich auf die Liste setzen lassen möch-   Dorfzentrum Riehen wieder eine Standaktion.
                 ten und diese mir zu melden bzw. dem Parteise-       Die EDU ist seit über zwei Jahren jeweils vor den
                 kretariat (siehe Impressum). Die Person sollte       Abstimmungen präsent. Gerne dürfen Sie teil-
                 eine christlich- bürgerliche Gesinnung haben,        nehmen oder vorbeischauen: Es gibt wie immer
                 muss aber nicht Parteimitglied sein oder wer-        "EDU-Leckerli" und Informationen zu den Ab-
                 den. Wie wäre es eigentlich, wenn Sie sich selber    stimmungen. Vor den Wahlen wird es einen Pro-
                 als Kandidat (bzw. selbstverständlich Kandida-       spekt geben, den alle stimmberechtigten Riehe-
                 tin) melden? Allfällige weitere Informationen        ner erhalten. Die EDU wird einen aktiven
                 können Sie jederzeit in unserem Parteisekretari-     Wahlkampf betreiben.
                 at einholen.                                         Gott mit Ihnen und vielen Dank für Ihre Mithilfe
                 Damit die notwendigen Listen bei der Wahl zu-
                 sammenkommen, müssen dazu noch alle jene             Markus Grob Pantaleoni,
                 Leute mobilisiert werden, die EDU-Liste einzu-       Präsident EDU Riehen. •

EiDgEnössischE volksabstimmUng vom 24. sEptEmbEr 2017

NEIN zur Steuererhöhung und
zum Ausbau der AHV
Unter dem Deckmantel der an sich nötigen Reform der Altersvorsorge soll die jetzt
schon defizitäre AHV weiter ausgebaut werden, anstatt dass man die leider notwendi-
gen Korrekturen endlich vornimmt.

                 Markus Grob, Vizepräsident EDU BS, Telekom-          Da die durchschnittliche Lebenserwartung lau-
                 Informatiker FH, verheiratet, 3 Kinder, und Ro-      fend gestiegen und das Rentenalter nicht erhöht
                 land Herzig, Präsident der EDU BS, Finanzpla-        worden ist, gerät vor allem die AHV zunehmend
                 ner mit eidg. FA                                     finanziell in Schieflage. Seit der Einführung der
                                                                      AHV im Jahre 1948, wo für Männer und (!) Frau-
                                                                      en ein Renteneintrittsalter von 65 galt, ist die
                 Unsere Altersvorsorge ist auf drei Säulen aufge-     durchschnittliche Rentenbezugsdauer von 12 auf
                 baut. Die erste Säule ist die staatliche AHV, die    18 Jahre gestiegen. Die AHV wurde damit um
                 im Umlageverfahren finanziert wird. Die Gene-        über 50% ausgebaut! Dieser wichtigste Punkt
                 ration im Erwerbsalter bezahlt für die Generati-     wird mit der Reform nur minimal angegangen
                 on im Rentenalter. Die zweite Säule ist eine Art     und stattdessen werden sogar die Renten erhöht,
                 obligatorische Lebensversicherung für Arbeit-        wie der folgende Überblick zeigt.
                 nehmer. Die Arbeitnehmer zahlen in die Pensi-
                 onskasse des Arbeitgebers und sparen sich so         Die gewichtigen Änderungen der
                 ein eigenes Altersguthaben an, aus dem dann          Reform
                 ihre Rente finanziert wird. In der dritten Säule     • Statt dass der Mehrwertsteuersatz durch den
                 kann darüber hinaus jeder freiwillig für das Al-     Wegfall des befristeten Beitrags zur Sanierung
                 ter sparen, wobei es steuerliche Vergünstigun-       der IV um 0.3% im 2018 sinkt, wird er im 2021
                 gen gibt.                                            sogar um 0.3% auf 8.3% erhöht. Insgesamt flies-

                                     2   EDU-stanDpUnkt sEptEmbEr 2017
EDU basEl-staDt

                                                                     der Satz versicherungsmathematisch berechnet
                                                                     wird, normal wie bei jeder Lebensversicherung.
                                                                     Es könnte durchaus sein, dass bereits in wenigen
                                                                     Jahren ein höherer Umwandlungssatz gerecht
                                                                     wäre, wenn nämlich die Gelddruckerei der
                                                                     Schweizerischen Nationalbank zu einer höheren
                                                                     Teuerung führt.

                                                                     Gesamtwirkung der Reform
                                                                     Faktisch bringt die SP mit den 70 CHF Erhöhung
                                                                     für alle neuen Rentner die kürzlich abgelehnte
                                                                     Initiative für eine 10%-ige Erhöhung der AHV
                                                                     durch die Hintertüre doch noch teilweise durch.
                                                                     Argumentiert wird, dies sei eine Kompensation
                                                                     für die Senkung des Umwandlungssatzes bei der
                                                                     Pensionskasse. Dies ist grösstenteils eine Augen-
                                                                     wischerei, denn die Senkung des Umwandlungs-
                                                                     satzes gilt bei Personen ab 45 Jahren nur auf neu
                                                                     einbezahlten Beiträgen! Durch diese Besitz-
ausschnitt aus der nzz                                               standgarantie sind die Arbeitnehmer mit Pensi-
am 12.08.2017.                                                       onskasse, die relativ kurz vor der Rente stehen,
                                                                     die grossen Gewinner der Reform zulasten aller
                                                                     anderen Bevölkerungsgruppen: Sie bekommen
                sen damit zusätzliche 0.6% Mehrwertsteuer in         wie heute versicherungstechnisch überhöhte
                die AHV.                                             Pensionskassenrenten und dazu noch neu die 70
                • Die Lohnabgaben an die AHV steigen um 0.3%.        CHF AHV pro Monat mehr!
                • Die AHV-Rente wird um 70 CHF pro Monat für         Da nur Neurentner die 70 CHF mehr AHV erhal-
                alle erhöht, die neu pensioniert werden. Heutige     ten, wächst der Anteil der Rentner mit der 70
                Rentner erhalten also keine Erhöhung.                CHF höheren AHV langsam Jahr für Jahr und da-
                • Die Plafonierung der Renten für Ehepaare wird      mit die Kosten. Aufgrund der schnellen Erhö-
                von 150 auf 155% der maximalen Einzelrente an-       hung der Steuern und Lohnabgaben ergibt sich
                gehoben. Diese Verringerung der Benachteili-         in den ersten Jahren eine Nettomehreinnahme
                gung von Ehepaaren gegenüber Konkubi-                für die AHV, die jedoch Jahr für Jahr sinkt und
                natspaaren ist zwar zu begrüssen, ist aber           ab dem Jahr 2031 sogar ins Negative fällt. Dies
                ebenfalls ein Ausbau der AHV. Warum plafo-           zeigt die nebenstehende offizielle Grafik des
                niert man nicht die AHV für Konkubinatspaare?        Bundesamt für Sozialversicherungen. Ab 2031
                • Das ordentliche Rentenalter für Frauen steigt in   steht die AHV also schlechter da, als wenn man
                den Jahren 2018-2021 um je 3 Monate von 64 auf       nichts machen würde!
                65 Jahren. Damit werden Männer und Frauen
                gleichgestellt.                                      Vorschläge für eine echte Reform
                • Der AHV-Renteneintritt wird besser flexibili-      Dies ist der Grund, weshalb sogar die Befürwor-
                siert. Neu kann man zwischen 62 und 70 Jahren        ter zugeben, dass nach einer Annahme der Re-
                die Rente auch teilweise vorbeziehen bzw. auf-       form, umgehend eine zweite Reform eingeleitet
                schieben, wobei diese Änderungen versiche-           werden muss. Diese müsste härter werden, als
                rungstechnisch korrekt berechnet werden (kei-        eine Reform nach der Ablehnung der vorliegen-
                ne Bevorteilung von Vorbezügen gegenüber             den Scheinreform! Gute Vorschläge für eine ech-
                Aufschüben).                                         te Reform wurden im übrigen im Parlament dis-
                • Bei der Pensionskasse wird der Satz, mit dem       kutiert, aber leider knapp abgelehnt. Sie
                aus dem angesparten Altersguthaben die Jahres-       könnten sofort aus der Schublade gezogen wer-
                rente berechnet wird, in den Jahren 2019-2022        den. Zum Beispiel eine Stabilisierungsmechanik,
                um je 0.2% von 6.8% auf 6.0% gesenkt. Die Sen-       bei der das ordentliche Rentenalter schrittweise
                kung dieses Umwandlungssatzes ist aufgrund           auf maximal 67 Jahre und die Mehrwertsteuer
                der höheren Lebenserwartung und der tiefen           um maximal 0.4% erhöht würden, wenn die Re-
                Zinsen dringend nötig. Seit Jahren wird Neurent-     serven der AHV auf unter 80% einer Jahresaus-
                nern eine zu hohe Rente ausbezahlt, indem den        gabe fallen. Wenn die unnötigen Ausgaben des
                Erwerbstätigen ihre Sparbeiträge nicht vollstän-     Bundes eingeschränkt würden (wie etwa Zahlun-
                dig ihrem Altersguthaben angerechnet werden.         gen an kriegstreibende Palästinenser-Organisa-
                Diesen "Rentenklau" haben die Linken verur-          tionen, andere sogenannte Entwicklungshilfe-
                sacht, die das Volk populistisch eben mit dem        gelder, Kohäsionsmilliarden an die EU, Gelder
                Argument "Rentenklau" in einer Abstimmung im         für mehr Asylanten), könnte man auch problem-
                2010 überzeugt hatten, den Umwandlungssatz           los auf eine Steuererhöhung verzichten.
                nicht zu senken. Der Umwandlungssatz müsste          Die Mitgliederversammlung der EDU BS hat mit
                entpolitisiert werden, indem im Gesetz nicht ei-     8 gegen 1 Stimmen sowohl die Steuererhöhung,
                ne fixe Zahl festgeschrieben wird, sondern dass      als auch die Altersreform abgelehnt. •

                                    EDU-stanDpUnkt sEptEmbEr 2017          3
EDU basEl-staDt

Nachruf Jean-Paul Hafner
Im Andenken an den kürzlich verstorbenen ehemaligen Präsidenten der EDU Basel-Stadt
freut es uns, nachfolgende Worte von seinem Sohn Patrick Hafner, Grossrat und Bürger-
rat SVP, veröffentlichen zu können.

Patrick Hafner, Grossrat und Bürgerrat SVP

Jean-Paul Hafner wurde am 12. Mai 1934 in Basel
geboren als zweiter Sohn eines gebürtigen Solo-
thurners und einer Waadtländerin: Walter und
Marthe Hafner-Leuba. Er wuchs sozusagen als
Einzelkind auf, da sein Bruder 8 Jahre älter war.
Jean-Paul besuchte die Schulen in Basel und ab-
solvierte dann eine KV-Lehre in einem Haushalt-
warengeschäft der gehobenen Klasse. Danach
bekam er eine Anstellung bei Ciba, die im Lauf                  Jean-paul hafner
der Jahre zu Ciba-Geigy und schliesslich zur No-
vartis wurde, eine sogenannte Lebensstelle, wie
es für seine Generation üblich und wünschens-
wert war. Es erfüllte ihn mit Stolz, dass er es oh-   von uns heimgegangen.
ne Studium zu einer leitenden Stellung gebracht       Jean-Paul Hafner hat immer gern die Schriften
hatte. Am Anfang seiner Karriere hatte er 2 ½         von Wilhelm Busch gelesen, sodass ein Zitat von
Jahre bei der Ciba Mailand gearbeitet, wo er          ihm gut als Schlusswort passt: "Es kann einer ein
auch sein geliebtes Italienisch gelernt hat. In       schwacher Sünder sein, der mancherlei Nieder-
diese Zeit fällt auch die Heirat mit Marlies Brun-    lagen erlebt. Wenn er aber auf dem Weg des
ner. Das Ehepaar wurde mit drei Kindern, zwei         Glaubens ist, dann ist er Gott lieber als ein ande-
Söhnen und einer Tochter, beschenkt, später ka-       rer, der herrlich und moralisch hochstehend ist,
men Schwiegertochter und Schwiegersohn und            aber auf dem falschen Weg."
dann die beiden geliebten Enkeltöchter dazu.          Wir werden Jean-Paul Hafner als lieben Mitmen-
Neben seinem Beruf hat sich Jean-Paul Hafner          schen in Erinnerung behalten, der sich in der
politisch engagiert in der EDU, der Partei, die       EDU sehr für das Einbringen der christlichen
auf biblische Grundlagen setzt. Das war für ihn       Werte in die Politik eingesetzt hat. •
zentral und er hat sich oft Gedanken gemacht,
wie die christlichen Werte noch stärker in die
Politik eingebracht werden könnten. Von 1989
bis 1997 präsidierte er die EDU Basel-Stadt.
Die Musik, besonders sein geliebter Jazz, hat ihn
ein Leben lang begleitet. Seine Plattensammlung
war immens. Dass die Musik ihm sehr wichtig
war, zeigen auch Berichte, dass er bis fast zuletzt
auf seine Musik reagiert hat, und sei es nur mit
der Andeutung eines Lächelns oder Bewegen der
Hände und Füsse.                                      Impressum
In seinen letzten Lebensjahren hat ihm seine zu-
nehmende Demenzerkrankung sehr zu schaffen            REdAktIoN                          REdAktIoN
                                                      EdU Basel-Stadt                    roland herzig
gemacht. Seit einer Lungenentzündung, die ihn
                                                      st. alban-anlage 23a, 4052 basel
am 1. April 2017 ins Felix Platter-Spital brachte,    roland.herzig@edu-schweiz.ch       gEStAltUNg
konnte man nicht mehr wirklich mit ihm kom-                                              anja herzig
munizieren, da er delirierte. Nichtsdestotrotz        ANzEIgENVERkAUf
                                                      061 273 4032                       dRUck UNd SPEdItIoN
berichtet eine Freundin der Familie, dass er zwi-     roland.herzig@edu-schweiz.ch       Jordi ag, belp
schen wirren Sätzen deutlich die Worte "Jesus ist     postcheck 17-33-8
meine Zuversicht" gesprochen und auch das Va-         iban ch90 0900 0000 1700 0033 8    fotoS
terunser mitgebetet habe. Am 14. Mai 2017 ist er      http://bs.edu-schweiz.ch           anja herzig, patrick hafner

                                          4   EDU-stanDpUnkt sEptEmbEr 2017
HINTERGRUND

Lobbying für Sex –
im Klassenzimmer
LGBT-Lobbygruppen (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) erhalten Zugang zu
immer mehr Deutschschweizer Schulklassen. Wollen wir das? Es braucht
die Aufdeckung von Grenzüberschreitungen und beherzten Widerstand vor Ort
und in der Politik. Nur so kann diese Gehirnwäsche durch die «Sexualpädagogik
der Vielfalt» gestoppt werden, bevor sie noch mehr Schaden anrichtet.

              Mit «GLL» (Nordwest- und Zentralschweiz, Zü-        ranz-Erziehung gemacht wird, ist das Gehirn-
              rich), «ABQ» (Kanton Bern) und «Comout» (Kan-       wäsche.
              tone St. Gallen und Appenzell) boomen gleich        Es ist höchste Zeit, dass kantonale Bildungsdi-
              drei schwul-lesbische Schulprojekte. Es ist davon   rektoren, Kantonsparlamentarier, Schulleiter,
              auszugehen, dass hinter verschlossen Schulzim-      Klassenlehrpersonen, letztlich wir alle diesen
              mertüren zwar subtile, aber radikale Gender-In-     Missständen ein Ende setzen. •
              doktrination betrieben wird. Heterosexualität
Lisa Leisi    und Zweigeschlechtlichkeit – also das Natür-
              lichste der Welt – soll als Norm radikal hinter-
              fragt werden.

              Indoktrination…

                                                                  Treff punkt
              Das Vorgehen der GLL-Aktivistin Laura Eigen-
              mann beispielsweise ist hochgradig schamver-
              letzend. Sie berichtet in der Jugendzeitschrift
              «Milchbüechli», wie sie Schülerinnen und Schü-
              lern ausführlich schildert, wie Lesben Sex ha-
              ben. Laut Unterrichtsmaterial der «Fachstelle
              für Aids- und Sexualfragen St. Gallen-Appenzell
              (AHSGA)», die für das Projekt «Comout» zustän-
              dig ist, sollen Schüler ab der 4. Klasse lernen,    MARIA RITA MARTY
              dass keine Lebensform besser sei als die ande-
              ren. Kindern soll auch zugemutet werden, sich in    (54), Kantonsrätin EDU Kt. Zürich,
              homosexuelle Lebenswelten hineinzuversetzen         Mitglied der Justizkommission;
              und diese «gut» zu finden. Das verstösst klar ge-   verheiratet, 3 erwachsene Kinder;
              gen das schulische Indoktrinationsverbot. Letzt-    lic. iur., Juristin in einem Rechts-
              lich gehe es um «gleiches Recht für jede Liebe»,    anwaltsbüro in Zürich; Gutenswil
              zieht etwa Zukunft.ch Bilanz.                       (Volketswil).

              …bis zu Gehirnwäsche                                TOPS
              Druck auf Schüler, gleichgeschlechtliche Sexuali-   • ich bin gesegnet mit meiner Familie
              tät als wertvoll und gleichwertig mit der Hete-     • dass ich in einem wunderschönen Land leben
              rosexualität zu akzeptieren, wird auch vom Sexu-      darf
              alpädagogen-Dachverband «Sexuelle Gesundheit        • ich darf das machen, was meinen Talenten
              Schweiz» aufgebaut. Wenn jedoch jede Aus-             entspricht, und kann diese einsetzen
              drucksform menschlicher Sexualität letztlich        • 2. Timotheus 1,7
              gleichwertig sein soll, bleibt als gemeinsamer
              Nenner nur noch die Lust übrig. Diese rückt         FLOPS
              dann einseitig ins Zentrum der Sexualpädagogik.     • die Verblendung in dieser Welt: das Gute wird
              Eine ganzheitliche Sicht menschlicher Sexualität      als böse erachtet und das Böse als gut
              wird Schülern aus ideologischen Gründen vor-          (Lebensschützer werden als gefährliche Fun-
              enthalten: Aspekte wie eine stabile Beziehung,        damentalisten, Abtreibungsbefürworter als
              Treue oder Fruchtbarkeit werden zu nebensäch-         friedliebende Personen dargestellt)
              lichen Optionen erklärt.                            • eine mehrheitlich antichristlich eingestellte
              Wenn bereits jegliches «Unbehagen gegenüber           Medienlandschaft, die anderen Meinungen
              der Homosexualität» als Diskriminierung gilt          keine Plattform gibt
              und die vollständige Akzeptanz des homosexuel-      • der mangelnde Mut, für christliche Werte hin-
              len Lebensstils zum Massstab schulischer Tole-        auszutreten

                                 EDU-STANDPUNKT SEPTEMBER 2017          11
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