STARTUP UND MITTELSTAND - IHK Stuttgart
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April 2019 Stuttgart · Böblingen · Esslingen-Nürtingen · Göppingen · Ludwigsburg · Rems-Murr
Ein Service der IHK für Unternehmen in der Region Stuttgart
STARTUP UND
MITTELSTAND
Seite 8
STANDARDSOFTWARE
Wem gehört sie eigentlich?
SEITE 15
JEFTA Das bringt das
neue Handelsabkommen
mit Japan SEITE 18
ELEKTROGESETZ Steckdosen
jetzt meldepflichtig
SEITE 25Dank digitaler Vernetzung mit Kunden,
Behörden und meinem Steuerberater werden viele
Geschäftsabläufe einfacher.
Die digitalen DATEV-Lösungen vernetzen alle Geschäftspartner mit Ihrem
Unternehmen – Kunden und Lieferanten ebenso wie Finanzamt, Kranken-
kasse und andere Institutionen. So schaffen Sie durchgängig digitale
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Sie sich im Internet oder bei Ihrem Steuerberater.
Digital-schafft-Perspektive.deEDITORIAL
Der Handel muss seine Zukunft
selbst in die Hand nehmen
Das Gerangel um verkaufsoffene Sonn- dann spielt das Gesamterlebnis eine ent-
tage hat aktuell an Schärfe gewonnen. scheidende Rolle. Zwar steht der Handel
Nicht nur das Beispiel Ludwigsburg zeigt, am Wochenende in unmittelbarer Kon-
dass wir weit von einer befriedigenden kurrenz zu anderen Freizeitmöglichkeiten.
Situation entfernt sind: Dort hat Verdi Aber genau darauf lässt sich in der ent-
den Klageweg beschritten, um geplante spannteren Atmosphäre des freien Tages
verkaufsoffene Sonntage in der gesamten am Besten antworten. Den Kunden lässt
Region und in ganz Baden-Württemberg sich überzeugend vor Augen führen, dass
zu torpedieren. Aber nicht allein laufende der Standort erstaunlich viel zu bieten hat
oder angekündigte Verfahren selbst füh- und die Unternehmen viele Services an-
ren dazu, dass die in der baden-württem- bieten, die beim hektischen Einkauf kaum
MARJOKE BREUNING bergischen Gesetzgebung eindeutig vor- Beachtung finden. Eine überzeugende Al-
Präsidentin der gesehenen verkaufsoffenen Sonntage nur ternative zum anonymen Kauf im Internet!
IHK Region Stuttgart noch schwer in die Tat umzusetzen sind
– in vorauseilendem Gehorsam verwei- Auch auf andere Herausforderungen
gern die Kommunen als Genehmigungs- muss der Handel Antworten finden: Viele
behörden den Standortgemeinschaften über den Ladenschluss hinausgehende bü-
geplante Termine oder sprechen gar die rokratische Regulierungen, der demogra-
Liste eingereichter Vorschläge vorab mit phische Wandel, im eigenen Unternehmen
den Gewerkschaften ab, bevor sie zur Ab- Fachkräftemangel und Nachfolgefragen,
stimmung in die Gemeinderäte kommt. ungenügende Infrastruktur oder immer
stärker eingeschränkte Erreichbarkeit
Wenn verbrieftes Recht auf gesetzlicher vor allem der Innenstädte – die Reihe lie-
Grundlage mithilfe von Rechtsprechung ße sich beliebig fortsetzen. Auch hat die
des Bundesverwaltungsgerichts aus- Stimmung im Handel nachgelassen; in der
gehebelt werden kann, dann muss die jüngsten IHK-Konjunkturumfrage zeigten
gesetzliche Grundlage eben so angepasst sich regionale Händler pessimistischer als
werden, dass sie wieder die Intention des andere Wirtschaftszweige.
Gesetzgebers erfüllt. Dazu muss der gefor-
MARION OKER derte Anlassbezug (hinreichende Anlässe Was ist also zu tun? Die Unternehmen
Leitende Geschäftsführerin können bisher lediglich Feste, Märkte und wollen nach vorne. Die erwähnten Hür-
der IHK-Bezirkskammer Böblingen ähnliche Veranstaltungen mit größerer den helfen dabei nicht gerade. Vielleicht
Publikumswirkung sein) in der Art klarge- zeigen die Ergebnisse der ersten Runde
stellt werden, dass beispielsweise auch der des Dialogprozesses „Handel 2030“ zwi-
Erhalt, die Belebung und die Stärkung der schen Händlern, IHKs, Verbänden, Kom-
Innenstädte oder des stationären Einzel- munen und Wirtschaftsministerium im
handelsangebots wie in Nordrhein-West- Land, wie gerade kleinere Betriebe besser
falen rechtssicher ausreicht, um vor Ge- unterstützt werden können. Digitale Stra-
richt bestehen zu können. Die Absenkung tegieberater und Innenstadtkümmerer
dieser Hürde wird deshalb auch von un- bringen Handelsunternehmen und Stand-
serem Handelsausschuss und der Vollver- orte besser voran als rückwärtsgewandter
sammlung gefordert. Arbeitskampf. Wenn man den Beschäftig-
tenschutz wirklich ernst nimmt, muss man
Warum legen Standortgemeinschaften die Arbeitsplätze sichern und sich für die
und Handelsbetriebe überhaupt noch Standorte einsetzen – und sie im Wettbe-
Wert auf solche Aktionen? Nehmen die werb mit der grünen Wiese oder dem In-
Kunden am Sonntag nicht lieber ande- ternet nicht noch gefährden.
re Aktivitäten wahr – oder kaufen lieber
gleich online ein? Einige schon, und darin
liegt gerade das Problem, gleichzeitig aber
auch die Herausforderung, die die Han-
delsbetriebe annehmen wollen. Wenn es
über den reinen Bedürfniskauf hinausgeht,
4.2019 Magazin Wirtschaft 3INHALT
04.2019
KURZ & KNAPP
6 SAGEN SIE MAL … Fragen an
15 18
Charlotte Rilling, Rilling Sekt REGELN FÜR DIE JAPAN UND DIE EU BILDEN
(Stuttgart-Bad Cannstatt) ÜBERLASSUNG VON JETZT DIE WELTGRÖSSTE
STANDARDSOFTWARE HANDELSZONE
ZAHLEN & ZITATE
DER STUTTGART-TIPP Frühlingsfest
auf dem Wasen
7 BUCH-TIPP Produkte digital-first
PERSONALIEN
TITELTHEMA
8 DER PLATZ FÜR B2B Was Startups
und Mittelstand in der Region mit-
einander anfangen
11 INTERVIEW mit Unternehmensberater
Dr. Christoph Winkler
R AT & TAT
15 WEM GEHÖRT MEINE SOFTWARE?
8
TITELTHEMA:
16 BREXIT IHK-Hotline zu drängenden STARTUPS UND
Fragen MITTELSTAND
18 AUFGEHENDE SONNE Japan und
die EU bilden nun die größte Wirt-
schaftszone der Welt
19 MITTELSTANDSNEWS
Aktuelle Tipps und Kurzmeldungen
GENERATIONEN-
20 COACHING-TIPP FREUNDLICH
Fehlzeiten minimieren EINKAUFEN
22 FINTECHS Flexibel finanzieren
24 MARKTSTAMMDATENREGISTER
Energiemeldeportal gestartet
31
25 DAS ELEKTROGESETZ gilt ab Mai
auch für passive Geräte
26 MESSE Gutes Standpersonal macht
den Unterschied LUFTBRÜCKE ROTARY-CLUB
VON AFRIKA BERÄT
27 § 34C GEWO Zuständigkeits- NACH NEUFFEN SCHÜLER
32 34
übertragung auf die IHKs
28 WIRTSCHAFT IM TV Das müssen Sie
sehen
4 Magazin Wirtschaft 4.2019IHR BLECHBEARBEITUNGS-
EXPERTE
MENSCHEN & IDEEN FIRMENREPORT
29 ZEITSPRUNG Hans-Dieter Kögel zur 41 NACHRICHTEN Neues aus unseren
Geschichte der Kögel Schornsteine Mitgliedsunternehmen
GmbH, Backnang 49 GEBURTSTAG
30 EXISTENZGRÜNDUNG IM PORTRÄT 50 JUBILÄEN
Jobselektor GmbH hilft bei der Fach-
kräftesuche
31 IDEEN FÜR DEN HANDEL Im
Schuhgeschäft Schmidt kann man ANZEIGEN-SPECIAL
generationenfreundlich einkaufen
32 CHANCE AFRIKA Wie ein Seelsorger 46 GEWERBEFLÄCHEN/
aus Württemberg durch seine Arbeit GEWERBEIMMOBILIEN
in Afrika zum Unternehmer wurde
33 LABORS DER REGION EU-
Forschungsverbund entwickelt
Fertigungsstätte „zum Mitnehmen“ INFO
50 HANDELSREGISTER
Januar/Februar:
Neueintragungen, Veränderungen,
IHK & REGION Löschungen und Insolvenzen
34 FACHKRÄFTE Detlef Scheele, 67 IMPRESSUM
Chef der Agentur für Arbeit, stellt 69 BRANCHENSPIEGEL
sich IHK-Unternehmern Bezugsquellennachweis: Angebote
aus der Wirtschaft
ROTARIER beraten Jugendliche
35 AUSLANDSMÄRKTE Treffen Sie Ihr kompetenter Partner für
Führungskräfte aus Mexiko und
Tunesien
zukunftsweisende Lösungen
DIE LETZTE SEITE in Blech und Metall
GEWERBEFLÄCHEN fehlen im Kreis
Göppingen 76 KOMMENTAR Personaler müssen
36 EHRENAMT IHK-Bezirkskammer umdenken, findet Personalberater - Entwicklungskompetenz
Böblingen würdigt Aktive Alexander Walz vom Prototyp zur Serie
WIRTSCHAFTS-NEWS IHK HILFT Der Weg zur Ausnahme-
genehmigung bei Fahrverbot - moderner CNC-gesteuerter
37 BLOCKCHAIN-Experten treffen sich
bei der IHK AUSBLICK Themenvorschau Maschinenpark für Stanz-, Laser-
auf die Ausgaben Mai und Juni und Kantteile in Aluminium, Kupfer,
38 BERUFSAUSBILDUNG Jugendliche
informieren sich in Böblingen Titanzink, Stahl und Edelstahl
IHK-TERMINE SIE BEKOMMEN ZU VIELE EXEMPLARE VON - auch in Sonderformaten mit Ober-
MAGAZIN WIRTSCHAFT? Kein Problem: Informieren flächenfinish und in Baugruppen
39 KLIMASCHUTZ So funktioniert der
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NACHGEFR AGT ZAHLEN & FAKTEN
»Sagen Sie mal,
Frau Rilling …«
5,3
Millionen Gäste aus dem Ausland
haben im vergangenen Jahr
46,8 %
aller berufstätigen Frauen
in Baden-Württemberg
arbeiten in Teilzeit
3,3%
beträgt die Arbeitslosenquote
in der Region Stuttgart
Baden -Württemberg besucht
Quelle: Statistisches Landesamt BW Quelle: Statistisches Landesamt BW Quelle: Agentur für Arbeit
»Deutsche Weltmarktführer sind nicht
entstanden, weil der Staat sie
ausgesucht hat.«
CHARLOTTE RILLING Justus Haucap, Wettbewerbsökonom von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Inhaberin
Ludwig Rilling GmbH & Co. KG
… was ist eigentlich der Unterschied zwischen
Sekt und Champagner? Der Unterschied liegt zum STUT TGART-TIPP
einen in der Herkunft: Rilling Sekt ist ein regionales
Produkt und kommt aus Stuttgart. Hingegen muss
ein Champagner aus der Champagne kommen. Zum Das Stuttgarter Frühlingsfest
anderen ist die Herstellung unterschiedlich: Mein
Opa hatte ein Patent auf Fassgärung und deswegen
wird Rilling Sekt immer schon im Fass hergestellt,
während für Champagner die Flaschengärung vor-
geschrieben ist.
… was schmeckt Ihnen am besten zu Ihren Pro-
dukten? Zu einem Rilling Stuttgarter Riesling Sekt
bevorzuge ich Lachshäppchen.
… was trinken Sie am liebsten, wenn es mal nicht
schäumen darf? Ein Gläsle Stuttgarter Trollinger
Weinsteige vom Rilling.
… wo außerhalb der Region können Sie sich vor-
stellen zu leben? Ich könnte mir gut vorstellen in
Ruhpolding, Bayern, zu leben. Nach der langen Winterpause großen Festzelten, dem Alm-
sorgen vom 20. April bis 12. Mai hüttendorf sowie den knapp 40
… welches Buch lesen Sie gerade? Einen Krimi rund 240 Schausteller, Festwir- Gastronomiebetrieben gesorgt.
von Jörg Maurer: „Im Schnee wird nur dem Tod te und Marktkaufleute für aus- Abseits des bunten Treibens
nicht kalt“. gelassene Stimmung auf dem auf dem Festplatz finden sich
Cannstatter Wasen. Ob action- auf dem traditionellen Krämer-
… was schätzen Sie an anderen Menschen am reicher Kettenflieger, rasante markt unter anderem Textilien,
meisten? Wenn sie offen und herzlich sind. Familien-Achterbahn, schaurige Lederwaren, Küchenzubehör,
Geisterbahn oder gemütliches Schmuck, Tee und Gewürze aller
Riesenrad – das Frühlingsfest Art. Wer auf dem Stuttgarter
… in welcher anderen Firma wären Sie gerne ein-
hat für jede Altersgruppe etwas Frühlingsfest gefeiert hat,
mal einen Monat lang Chefin? Ich kann mir nicht
zu bieten, und jedes Jahr gibt es kann sich schon auf den „gro-
vorstellen in einer anderen Firma Chefin zu sein.
spannende Premieren. Für kuli- ßen Bruder“ – das Cannstatter
narische Genüsse ist in den drei Volksfest – im Herbst freuen.
… haben Sie ein Vorbild?
Mein Vorbild ist meine Urgroßmutter Caroline MEHR INFORMATIONEN zum Stuttgarter Frühlingsfest unter:
Rilling, weil sie für die damalige Zeit eine erstaun- www.stuttgart-tourist.de
lich moderne Frau war.
6 Magazin Wirtschaft 4.2019PERSONALIEN
BUCH-TIPP
ALEXANDER HÖPTNER (48) ist zum Vorsitzenden der
Man kann es fast nicht mehr Geschäftsführung der Boerse Stuttgart GmbH sowie zum
Vorstandsvorsitzenden der Euwax AG bestellt worden.
hören: Digitale Disruption, IoT,
Dies haben die Aufsichtsräte der beiden Gesellschaften
Scrum, agiles Magagement... beschlossen. Gleichzeitig wurde Stefan Bolle (44) zum
Wer wissen will, was sich hin- stellvertretenden Vorsitzenden der Geschäftsführung der
ter diesen „Silicon Valley“-Be- Boerse Stuttgart GmbH sowie des Vorstands der Euwax
griffen verbirgt und wie sie AG bestellt. Er verantwortet dort jeweils das Ressort
vielleicht sogar helfen können, Finanzen und Compliance.
neue Produkte zu entwickeln,
greift am besten zu diesem
Buch. „Digital-first“ wird hier fast ohne Wort-
nebel und mit vielen Praxisbeispielen erklärt. RALF OESTEREICH (46) ist neuer IT-Vorstand der Süd-
deutsche Krankenversicherung a. G. (SDK) in Fellbach. Als
Barbara Hoisl: PRODUKTE DIGITAL-FIRST DENKEN. Chef des neu geschaffenen Ressorts ist er für die Bereiche
Wie Unternehmen software-basierte Produktinnovation erfolg- IT-Anwendungsentwicklung und IT-Betrieb sowie für die
reich gestalten. Springer Gabler, Wiesbaden 2018, 215 Seiten, Betriebsorganisation zuständig. Oestereich ist seit über 20
32,99 Euro, ISBN 978-3-658-23050-0. Jahren in der IT-Branche tätig. Der studierte Wirtschafts-
informatiker und Chemiker war in verschiedenen Unter-
nehmen und Positionen, darunter fünf Jahre lang bei IBM
Deutschland und zuletzt als Geschäftsführer bei der Axa
JOCHEN HALLER (68) ist neuer Services Deutschland GmbH.
Industrie-Experte bei der Stuttgarter
Beratungsgesellschaft Ideas & More
GmbH. Er war über 20 Jahre leiten-
der Geschäftsführer der IHK-Bezirks-
kammer Ludwigsburg und unterstützt
das Unternehmen als Multiplikator STEFAN MIKLIC (43) ist alleiniger Gesellschafter und
und Experte in den Bereichen Personal, Geschäftsführer der ISPA consult GmbH und folgt damit
Bildung und Infrastruktur. Der Rechts- Prof. Karl-Friedrich Ackermann, der altershalber in den
wissenschaftler ist unter anderem Ruhestand tritt. Miklic arbeitet seit 2002 in der Unter-
Ehrensenator der PH Ludwigsburg. nehmensberatung für Personalmanagement und war dort
zuletzt als Bereichsleiter verantwortlich für das Geschäfts-
feld Befragungen. Die Stuttgarter Firma bietet praxisbe-
zogene Dienstleistungen an, vor allem im Geschäftsfeld
„Mitarbeiterbefragung” und in der Unterstützung von
VERÄNDERUNGEN Führungskräften und Teams.
BEI WIESHEU MARKUS GRIES (43) hat die Position des Publishers
für die Medienmarken des Bereichs Sport und Lifestyle
JACQUELINE BAUCH hat die Ver- bei der Motorpresse Stuttgart übernommen. Somit ist er
triebsleitung der Wiesheu GmbH in für die Fahrradtitel sowie die Titel Outdoor und Cavallo
Großbottwar übernommen. Damit verantwortlich. Gries war zuvor unter anderem Verlags-
tritt sie die Nachfolge von Volker leiter Zeitschriften und Gesamtanzeigenleiter beim Delius
Groos an, der das Unternehmen Klasing Verlag, Verlagsleiter des Freundin-Verlags sowie
Mitte letzten Jahres verlassen hat. In Mitglied der Geschäftsführung der Axel Springer Ver-
Ihrer letzten Position war sie für den triebsservice GmbH. Vorgänger Ulli Hartmann verlässt die
Vertrieb in West- und Osteuropa bei Motor Presse in beiderseitigem Einvernehmen.
der Firma Blanco Professional verant-
wortlich. Zuvor war sie 17 Jahre für die
Rational AG tätig. Auch an der Spitze
des deutschen Außendienstes findet DR. GABRIELE HERBST verstärkt das Team der Albrings
bei Wiesheu ein Stabwechsel statt: + Müller AG als Senior Consultant und kaufmännische
CARSTEN WAGLER übernimmt Leiterin. Die promovierte Diplomkauffrau und Immobilien-
die Verkaufsleitung Deutschland von ökonomin konnte in den vergangenen 14 Jahren vielfälti-
Bernd Kindermann. Wagler ist seit ge Erfahrungen in verschiedenen Fach- und Führungspo-
gut vier Jahren Key Account Manager sitionen der Immobilienwirtschaft sammeln. Dazu zählen
bei Wiesheu und war zuvor in verant- Tätigkeiten bei der Hypo Real Estate Gruppe sowie bei
wortlicher Position bei einer Lebens- Fitch Ratings. Zuletzt verantwortete sie das Immobilien-
mitteleinzelhandelskette. Im Bereich berichtswesen bei Kaufland.
Marketing hat JULIA RÜMMELE
die Leitung von Johannes Rave über-
nommen. Die Bankkauffrau studierte PERSONALNACHRICHTEN FÜR DAS MAGAZIN WIRTSCHAFT
internationale Betriebswirtschaft, ist Gibt es auch in Ihrem Unternehmen personelle Veränderungen auf der Führungsebene?
seit 2013 bei Wiesheu und war zu- Wir veröffentlichen Ihre Nachricht gerne. Senden Sie einen kurzen Text mit Bild an
letzt Leiterin Produktmanagement. presse@stuttgart.de
4.2019 Magazin Wirtschaft 7TITELTHEMA
GRÜNDER IN DER REGION
DER PLATZ
FÜR B2B
STARTUPS haben oft gute Ideen, aber wenig Erfahrung.
Der Mittelstand kennt sich mit Produktion und Vertrieb aus.
Aber die beiden Kulturen kommen nur schwer zusammen.
Etwas besser klappt das In der Region Stuttgart.
Wie ein gläsernes Schiff ragt das Design
Center der Dormakaba-Gruppe in die
Schweizer Bergwelt. Man kann in den
transparenten Bau hineingehen, sich
ringsum drehen und die Aussicht auf
Dreitausender, Felsnadeln und Almwie-
sen bestaunen. Doch das Design Center
des Experten für Sicherheitstechnik gibt
es nicht wirklich. Zumindest nicht in Glas
und Beton. Die Illusion, die Solid White,
ein Stuttgarter Anbieter von Virtual Re-
ality, für die Schweizer Kunden geschaf-
fen hat, ist nahezu perfekt. Um sich ihr zu
überlassen, muss man jedoch zuerst die
VR-Brille anziehen und den „Controller“
in die Hand nehmen. Dann kann man sich
in einem abgegrenzten Zimmer bewegen.
Doch die Simulation ist nicht nur täu-
schend echt, sondern öffnet auch unge-
ahnte Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Das zeigt sich im Inneren des virtuellen
Gebäudes, wo sich Kunden, Kollegen und
Kooperationspartner scheinbar leibhaftig
gegenübertreten können, auch wenn sie
sich aktuell in Indien, Italien und den USA Power der Gaming-Engines inspirieren
aufhalten. Und damit nicht genug: Ein lassen“, sagt der 40-Jährige. Mehr als ein-
Schließzylinder schwebt vor dem virtu- mal hätten seine Eltern früher versucht,
ellen Team in der Luft, das ihm sogleich ihn vom Computer wegzulotsen, ergänzt
Einzelteile entnimmt, von allen Seiten be- Miteigentümer Christian von Bock (39)
trachtet und wieder an ihren Platz setzt. schmunzelnd. „Sie hatten Angst, dass aus
„Kollaborative Umgebungen“ heißt das mir nichts wird.“
Stichwort, auf das die Stuttgarter große Doch der „nerdige“ Eindruck täuscht. Zu
Erwartungen setzen und dessen Nutzen Computerspielen kommt das Trio, zu dem
auf der Hand liegt, wenn es darum geht, auch der 35-jährige Patrick Müller gehört,
Techniker, Kunden oder Außendienstmit- kaum noch. Also können auch von Bocks
arbeiter zu schulen. Dabei ist das Poten- Eltern aufatmen. „Wir haben uns von
zial enorm, Reisekosten, Zeit und Emissi- Anfang an auf den B2B-Sektor konzent-
onen zu sparen. riert, weil wir davon überzeugt waren, Bei kleinen und mittleren Unternehmen
dass es hier nachhaltige Anwendungen istderBedarfanfuturistischanmutenden
Das ist der Stoff, aus dem Startup-Träu- gibt“, sagt Walk. Mit 3-D-Visualisierung Cyber-Visualisierungen dagegen gering,
me sind. Und dazu passt auch die Ge- am Computer hat sich Solid White einen oder? Jan Moll würde da widersprechen,
schichte, die Simon Walk, einer der drei Kundenstamm aus mittleren bis großen denn der 37-jährige Geschäftsführer der
Geschäftsführer über sein junges Unter- Unternehmen aufgebaut, zu denen Daim- DTM Datentechnik Moll GmbH hat gera-
nehmen erzählt: „Wir alle kommen aus ler, das Bauunternehmen Max Bögl, aber de erfolgreich mit den Stuttgarter Inter-
der Gaming-Ecke und haben uns von der auch WMF in Geislingen gehören. aktionsprofis zusammengearbeitet. Das
8 Magazin Wirtschaft 4.2019VERSCHIEDENE KULTUREN
herrschen in Startups und Mittel-
stand. Sie harmonieren besser,
wenn beide Partner der gleichen
Generation angehören.
Familienunternehmen im oberschwäbi- Kunden schwer anschaulich machen die schwäbischen IT-Experten die virtu-
schen Meckenbeuren plant und errichtet kann. Es sei denn, man lässt sie in einem elle Präsentation 500 Kunden bei einem
Rechenzentren und IT-Infrastruktur für Serverraum spazieren gehen. Genau dies Event in München vorgestellt. „Die Re-
Unternehmen auch in der Region Stutt- macht DTM mit Hilfe von Solid White aktionen waren durchweg sehr positiv“,
gart. Ein sperriges Thema, das man den aus Stuttgart möglich. Im Januar haben freut sich Jan Moll.
4.2019 Magazin Wirtschaft 9TITELTHEMA
Mittelständler trifft auf reifes Dafür findet man am Neckar Soli- MITARBEITER Vorsprung des Landes in der Vertei-
Startup mit marktfähiger Ge- deres – Startup-Gründer, die wis- AUS INDUSTRIE digungs- und Sicherheitsbranche,
UND HOCH-
schäftsidee – in diesem Fall hat sen, wie es in der Industrie zugeht wie die israelische Generalkonsulin
SCHULEN sind
beides zusammengefunden, doch und die passende Dienstleistungen unter Startup- Sandra Simovich auf der Summit
ist dies nach wie vor ein Glücks- anbieten. Eine Übersicht über die Gründern in der erklärte. So war das Startup Gu-
fall. Viele kleine und mittlere Startup-Szene der Region gab es im Region stark ardKnox, das im vergangenen Jahr
Unternehmen wollen ihre Liefer- Februar auf der Landesmesse Stutt- vertreten, weiß eine Niederlassung in Stuttgart ge-
Adrian Thoma,
ketten, ihre Produktion und ihren gart mit der Startup-BW-Summit – Geschäftsführer
gründet hat, für die IT-Sicherheit
Vertrieb digitalisieren und sehen einer Großveranstaltung mit mehr der Pioniergeist des Raktenabwehrsystems „Iron
sich deshalb nach neuen tech- als 5000 Besuchern, auf der sich GnbH in Stuttgart. Dome“ verantwortlich.
nischen Lösungen um, die nicht Gründerunternehmen aus ganz
selten in jungen Unternehmen Baden-Württemberg präsentieren Kann die Mobilität für die Regi-
oder Startups entwickelt wer- konnten, 32 davon aus der Region on Stuttgart zu einer ähnlichen
den. Auch die Region Stuttgart Stuttgart unter der Regie der IHK. Keimzelle werden? Ministerprä-
hat hier einiges zu bieten, wenn Gastland war Israel, das mit Tel sident Winfried Kretschmann
auch die schiere Zahl der digi- Aviv einen der international in- scheint davon überzeugt. „Das
talaffinen Gründungen nicht an teressantesten Startup-Standorte Netzwerk aus Automobilindus-
die Startup-Metropole Berlin he- beherbergt. Keimzelle des israe- trie, Forschungseinrichtungen und
ranreicht. lischen Startup-Wunders war der kleinen und mittleren Unterneh-
men der Zulieferbranche und des
Maschinenbaus sucht weltweit
WIE BEURTEI-
seinesgleichen“, sagte er bei der
LEN SIE DAS
VER ANSTALTUNGS-TIPP GRÜNDER- Startup-BW-Summit. „Wir sind
KLIMA AM der Platz für B2B“, bestätigt Adri-
Montag, 6. Mai, 18 bis 21 Uhr STANDORT? an Thoma, ein erfahrener Gründer,
STARTUP: MITTELSTAND #11 Umfrage unter 56 der mit seiner Pioniergeist GmbH in
Startups in der
Wenn Startups etablierten Unternehmen neue Impulse geben, ist Region Stuttgart Stuttgart gewissermaßen als Ge-
die Zukunft zum Greifen nah. Wenn junge Unternehmen von der Er- burtshelfer für Startups wirkt. Die-
fahrung und den Ressourcen der Traditionsunternehmen profitie- eher se würden hier sehr häufig von Mit-
sehr gut schlecht (4)
ren, gewinnen beide. Wenn Mittelständler auf Startups treffen, wird (25)
arbeitern aus der Industrie und aus
Neues entstehen. Die IHK-Veranstaltungsreihe „Startup:Mittel- den Hochschulen gegründet, meist
stand“ will dabei unterstützen, Neues zu schaffen, indem sie beide mit einer Geschäftsidee direkt aus
Seiten an einen Tisch bringt. Das Ziel: gegenseitiges Kennenlernen, der Praxis. „Dadurch kommt es im
eher gut
besseres Verständnis und neue Impulse. Lassen Sie sich inspirieren! (71) Idealfall nicht so häufig vor, dass
Startups am Bedarf vorbei entwi-
Information und Anmeldung unter www.ihk.st/event/17589606 Quelle: ckeln“, sagt Thoma. Und die Unter-
PwC-Startup-Studie
2018 nehmensberatung PwC bestätigt in
10 Magazin Wirtschaft 4.2019ihrer Startup-Studie 2018, dass Startups in der Region INTERVIEW
Stuttgart weit häufiger mit der „Realwirtschaft“ zu-
sammenarbeiten als im Bundesdurchschnitt (vgl. Info-
3/4
grafik Seite 13). Die Lebensdauer der hiesigen Jungun-
ternehmen dürfte deshalb überdurchschnittlich hoch »Startup-Gründer
sein – insgesamt gilt als Faustregel, dass nur eines von
zehn Startups die ersten Jahre überlebt. sind meist unerfahren«
DER STARTUPS
SETZEN AUF
Mit einem Startup in Kontakt zu kommen, ist nicht EINE MISCH-
schwer, ein wirklich geeignetes zu finden schon eher. FINANZIERUNG
Anders als Branchenriesen wie Daimler und Bosch, AUS EIGEN-
UND FREMD-
anders auch als die großen Familienunternehmen der KAPITAL
Region wie Stihl, Trumpf oder Festo können es sich
kleine und mittlere Unternehmen nicht leisten, in Quelle:
mehrere Startups zu investieren, von denen jeden- PwC-Startup-Studie
2018
falls eines – hoffentlich – die Erwartungen erfüllt. Sie
suchen nach strategischen Partnern mit einem aus-
sichtsreichen Geschäftsmodell, zum Beispiel für ein
Entwicklungsprojekt. Hier bietet die Region eine be-
achtliche Vielfalt an Acceleratoren, Inkubatoren und
Innovation-Hubs, hinter denen der Staat, Stiftungen
und große Unternehmen stehen. Auch Veranstaltun-
DR. CHRISTOPH WINKLER
Rechtsanwalt, Partner bei
gen wie die Startup-BW-Summit werden von kleinen
Ebner Stolz Mönning Bachem (Stuttgart)
und mittleren Unternehmen gerne genutzt, um sich
über die Entwicklungen in der Startup-Szene zu in-
formieren und Kontakte anzubahnen. Herr Dr. Winkler, unter welchen Bedingungen ist
die Zusammenarbeit mit Startups für kleine und
„Für uns ist die Region der richtige Standort“, sagt mittlere Unternehmen überhaupt interessant?
Christoph Rößner, Mitgründer des Stuttgarter Startups KMU können es sich nicht leisten, einfach einmal in
Laserhub, das er 2017 mit zwei Gleichgesinnten gegründet eine Reihe von Startups zu investieren, um die Ge-
hat. „Wir sind nah bei vielen Kunden aus dem Mittelstand, schäftsideen abzuschöpfen, die sich als erfolgreich
kennen die Inhaber persönlich und bekommen bei Bedarf erweisen. Trotzdem können Startups auch für die
auch schnell einen Termin. Das ist ein klarer Vorteil, auch Kleineren interessant sein – wenn sie einen gewissen
wenn wir ja kein regional beschränktes Geschäftsmodell NÄHE ZU DEN Reifegrad erlangt haben und das Geschäftsmodell
haben.“ Laserhub ist ein klassisches Business-to-Busi- KUNDEN ist ein Vor- bereits erkennbar ist. In Frage kommt dann etwa eine
teil, den die Region
ness-Startup und betreibt eine digitale Beschaffungs- Stuttgart jungen und Entwicklungspartnerschaft mit späterer Beteiligung.
plattform für Blechteile. Und die Neugründung ist auf innovativen Gründern
einem guten Weg: Nach nur eineinhalb Jahren hat La- bietet, sagt Christoph Was erwarten die Neuunternehmer von ihren
serhub die Seed-Phase abgeschlossen, hat 500.000 Teile Rößner, Gründer der Partnern? Die meisten Startup-Gründer sind Te-
Laserhub GmbH (M.
ausgeliefert und beschäftigt bereits 12 Mitarbeiter. Ziel chies – sie haben eine Idee oder Erfindung, die sie
mit Kollegen Adrian
ist es, die Digitalisierung der weitgehend noch analogen Raidt (li.) und Jonas in den Markt bringen wollen, wissen aber nicht wie,
Lieferketten in der Branche voranzutreiben. Schweizer (re.). denn betriebswirtschaftlich sind sie in der Regel
unerfahren. Als Partner können Sie ihnen schon mit
ganz elementarer Unterstützung in Kalkulation,
Buchführung und Vertrieb helfen. Ansonsten lautet
die erste Regel: So weit wie möglich raushalten.
Soll man die Dinge also laufen lassen? Sie müs-
sen natürlich schon Ziele definieren – und dafür
sorgen, dass diese auch im Auge behalten werden.
Bei Startups ist ein mehrfacher Wechsel des Ge-
schäftsmodells nicht ungewöhnlich. Auch auf Mit-
bestimmungsrechte und Schutzrechte am Produkt
oder der Marke müssen Sie achten. Aber auf keinen
Fall sollten Sie versuchen, dem Startup Ihre Struk-
turen überzustülpen, etwa ein Reporting wie von
einer Abteilung oder Tochterfirma verlangen.
Braucht man also Vertrauen? Vertrauen und Sym-
pathie. Viele etablierte Unternehmen waren vor 30,
40 Jahren selbst Startups, inzwischen liegt aber eine
Generation dazwischen. Sind sich beide Partner im
Alter näher, gelingt die Zusammenarbeit am besten.
4.2019 Magazin Wirtschaft 11TITELTHEMA
KLASSISCHES B2B-
GESCHÄFT betreiben Simon
Walk, Patrick Müller und
Christian von Bock (v. li.) mit
ihrer Solid White GmbH. Die
Kunden sind überwiegend große
Firmen, aber auch mancher
Mittelständler.
Die Nähe zwischen Startups und ihren zu entwickeln, um dessen Ansprüchen ge- sein, dass ihr Partner scheitert. Und mit
Partnern in der Industrie hat allerdings recht zu werden. „Am Ende stehen Sie dann noch einem Handicap hätten Gründer in
auch ihre Schattenseiten, so Rößner: mit einem Bauchladen an Einzellösungen der Region Stuttgart zu kämpfen: „Das gute
„Für eine etablierte Firma ist die Versu- da, aber ohne skalierfähiges Produkt, das Angebot hoch bezahlter Jobs direkt vor der
chung groß, die Entwicklung des Star- Haustür führt dazu, dass Talente von den
tups während der Zusammenarbeit in
eine bestimmte Richtung zu ziehen.“ Der
» Die erste Regel Startups regelrecht abgezogen werden“,
sagt Adrian Thoma. Ganz besonders gelte
Gründer weiß, wovon er spricht, denn lautet: Halten das für gute Softwareentwickler. Um mit
er kennt beide Seiten. Für seinen frühe- den Gehältern und dem geregelten Feier-
ren Arbeitgeber, die Wendlinger Festool Sie sich so weit abend in der Industrie zu konkurrieren,
GmbH, hat er am Aufbau von Startups in
einem Inkubator mitgewirkt.
wie möglich seien Startup-Romantik und ein Tischki-
cker zu wenig, findet der Unternehmer. Da
„Startups müssen aufpassen, dass sie ge-
genüber ihren Kunden nicht in die Rolle ei-
raus « müsse man den potenziellen Mitarbeitern
schon mehr bieten, sie zum Beispiel am Un-
nes Ingenieurdienstleisters schlüpfen“, be- allein schnelles Wachstum ermöglicht.“ ternehmen beteiligen und damit auch am
stätigt auch Adrian Thoma. Aus Erfahrung Auch die Partner auf Firmenseite profitier- Wachstum und Erfolg, die sich dann hof-
kennt er die „Featureitis“ – die Versuchung, ten nur anfangs von der „Featureitis“ und fentlich bald einstellen. „Die erste Regel
für jeden Kunden noch ein weiteres Feature könnten langfristig nicht daran interessiert lautet: Halten Sie sich so weit wie möglich
CHECKLISTE
Darauf sollten Sie achten, wenn Sie mit einem Startup zusammenarbeiten
Definieren Sie, was Sie für Ihr Unter- Vertrauen Sie dem Startup Schenken Lassen Sie dem Startup seine Struktu-
nehmen erreichen wollen Die Zusam- Sie dem Startup Vertrauen – für große ren Der Versuch, das Startup in Ihr Un-
menarbeit mit einem Startup führt Vertragswerke haben diese in der Regel ternehmen zu integrieren oder diesem
nicht zwangsläufig zum Erfolg. Legen keine Zeit und kein Geld. Das Startup Ihre Strukturen überzustülpen, wird
Sie vorher fest, was Sie für Ihre Firma wird Fehler machen. Das gehört zur scheitern. Innovative Startups brauchen
erreichen wollen - und wie Sie dorthin Entwicklung dazu. Bewegungsfreiheit und Unabhängig-
kommen. keit, um kreativ, motiviert und schnell
Geben Sie dem Startup, was es wirklich zu sein.
Finden Sie das passende Startup Die braucht Die meisten Startups wollen sich
Suche nach einem passenden Startup um ihr Produkt kümmern, nicht um das Geben Sie sich Zeit Lassen sie Ihre
braucht Zeit. Wenn es soweit ist und Drumherum. Meist ist die Suche nach Partnerschaft reifen. Lernen Sie von
„alles passt“, fixieren Sie die gemein- dem ersten Kunden die größte Heraus- einander, nutzen Sie Ihre gegenseitigen
samen Ziele und die Rahmenbedingun- forderung. Aber auch in den Bereichen Stärken, helfen Sie sich – ohne dabei
gen einer Zusammenarbeit auf Augen- Buchhaltung, Marketing und Vertrieb die gemeinsamen Ziele aus dem Blick
höhe. brauchen Startups häufig Unterstützung. zu verlieren.
12 Magazin Wirtschaft 4.2019TITELTHEMA
hätte sich die Firma sonst nicht so hervor-
ragend entwickeln können.“ Ein verblüf-
fend einfacher Vorschlag kam dann von
Zieglers Mitarbeiter Kris van Lancker. Er
hatte sich oft darüber geärgert, dass er zu-
hause so oft Abholzettel von Paketdiensten
im Briefkasten vorfand: Entweder musste
er samstags auf der Postagentur Schlange
stehen oder die Nachbarn als Paketdepot
missbrauchen. Warum also nicht den Mit-
arbeitern ermöglichen, ihre Pakete am Ar-
beitsplatz zu empfangen, wo sie sich ohne-
hin die meiste Zeit aufhielten? Gemeinsam
mit einem Softwarepartner ließ Ziegler ein
Finanzierungsmodell und die erforderliche
Prozesstechnik ausarbeiten. Dann erhielt
er grünes Licht von der Geschäftsfüh-
rung für ein sechsmonatiges Pilotprojekt
– zunächst nur mit LGI-Mitarbeitern, in
raus“, rät Dr. Christoph Winkler von der gelinge meist besser, wenn es zwischen einer zweiten Stufe auch beim ehemali-
Kanzlei Ebner Stolz & Partner Unterneh- den Akteuren auch persönlich stimmt, gen Mutterkonzern Hewlett Packard. „Der
mern, die sich neue Ideen über die Zu- und wenn sie derselben Generation ange- Erfolg war so groß, dass wir schon nach
sammenarbeit mit einem Startup sichern hören – so wie bei Solid White und DTM, zwei Monaten beschlossen, das Projekt
wollen (vgl. Interview Seite 11). Startups die beide von Unternehmern in den Drei- auf alle HP-Standorte auszurollen“, sagt
seien schließlich dazu da, es anders zu ßigern geleitet werden. Ziegler. Neue Kunden kamen hinzu, die
machen, deshalb seien alle Versuche, sie Aufgabe ließ sich nicht mehr nebenher be-
in die gewohnten Strukturen zu pressen, Manchmal kommt es auch vor, dass Start- wältigen. Pakadoo wurde ein eigener Ge-
der sichere Weg zum Scheitern. „Das heißt ups in einem etablierten Unternehmen schäftsbereich mit Ziegler an der Spitze.
aber nicht, dass Startups keine Unterstüt- entstehen und sich dann erst abnabeln. Der übernahm die Aufgabe gern, obwohl
zung brauchen“, sagt Winkler. Helfen kön- So wie es Markus Ziegler mit der Pakadoo er zunächst nur drei Mitarbeiter hatte,
ne man ihnen zum Beispiel, indem man GmbH erlebt hat. Noch vor vier Jahren war statt bisher 800. „Es erschien mir einfach
ihnen Vertriebswege zur Verfügung stellt, er Leiter des Geschäftsbereichs Electronic spannend, etwas ganz Neues zu machen.“
sie bei der Skalierung ihres Produkts oder beim Logistikdienstleister LGI in Herren- Seit Ende 2018 ist Pakadoo nun ein eigenes
auch ganz simpel bei der betriebswirt- berg. Gemeinsam mit der Geschäftsfüh- Unternehmen, an dem LGI nur noch eine
schaftlichen Planung unterstützt: „Viele rung ermunterte Ziegler damals seine Mit- Minderheitsbeteiligung hält – die Mehr-
Startup-Gründer kommen aus der Tech- arbeiter, neue Ideen zu entwickeln – und heit wurde an einen finnischen Kapitalge-
nikwelt und sind kaufmännisch eher un- zwar abseits des Kerngeschäfts von LGI. ber verkauft. Mittlerweile verfügt dieses
erfahren.“ Letztlich gehe es darum, ein „So etwas gehört zum Selbstverständnis „Corporate Startup“ über 170 Kunden und
Gespür dafür zu entwickeln, was die neu- des Unternehmens“, erklärt Ziegler. „Bei 300 Auslieferungspunkte in Deutschland,
en Partner brauchen, so der Berater. Dies der großen Konkurrenz in der Branche Österreich und der Schweiz.
Nebenbei räumt die Geschichte von
Pakadoo mit einem Vorurteil über
Startup-Gründer auf. Dabei handelt
es sich nach gängiger Vorstellung um
Mittzwanziger, die gerade ein Studium
der IT oder der Medienwissenschaften
abgebrochen haben, bevor sie in Sneakers
und Kapuzenpulli im Elevator Pitch ihre
Geschäftsidee vorstellen. Markus Ziegler
passt nicht in dieses Klischee. Er 54 Jahre
alt, studierter Wirtschaftsinformatiker
und erfahrener Manager. Und wenn er
seine Kunden besucht, trägt er Sakko und
Businesshemd.
WALTER BECK Redaktion Magazin Wirtschaft
walter.beck@stuttgart.ihk.de
Der IHK-AUSSCHUSS STARTUP & YOUNG
BUSINESS bietet Gründern und jungen Unternehmen
VOM BEREICHSLEITER ZUM STARTUP-GRÜNDER Markus Ziegler hat das „Corporate Startup“ Packadoo auf die Möglichkeit zur Mitwirkung in der IHK.
den Weg gebracht – dass er nur 13 Mitarbeiter hat statt 800 wie zuvor, stört ihn nicht. Kontakt über: holger.triebsch@stuttgart.ihk.de
14 Magazin Wirtschaft 4.2019RAT & TAT
• Nutzungsbeschränkungen (z.B. Weiter-
gabeverbot) und flexiblere Preisge-
staltung (z.B. transparente Preisan-
passungsklauseln) sind möglich.
Der Umfang in dem die Software genutzt
werden darf, sollte möglichst genau
geregelt werden. Wird keine Regelung
getroffen, erhält der Nutzer jedenfalls
per Gesetz diejenigen Rechte, die zur
vertragsgemäßen Nutzung der Software
zwingend erforderlich sind. Erlaubt ist
in der Regel das Laden, Anzeigen, Lau-
fenlassen, Speichern des Programms im
Arbeitsspeicher und grundsätzlich das
Anfertigen einer Sicherungskopie. Nicht
erfasst ist das Recht zur Umarbeitung
des Programmcodes. Fehlerbeseitigung
ist vom Gesetz gedeckt, soweit sie dem
bestimmungsgemäßen Gebrauch dient.
Vertraglich kann geregelt werden, ob der
OHNE SOFTWARE läuft Nutzer ein ausschließliches oder ein-
im modernen Geschäftsleben
gar nichts mehr.
faches Nutzungsrecht erhält. Bei Stan-
dardsoftware, die an einen breiten Kun-
WEM GEHÖRT DIE
denkreis verkauft werden soll, ist ein
einfaches Nutzungsrecht üblich. Der Nut-
zer kann die Software auf die vertraglich
vereinbarte Art nutzen, kann aber nicht
SOFTWARE?
verhindern, dass der Urheber selbst und
Dritte die Software ebenfalls verwenden.
Die Nutzung kann auf einen bestimm-
ten Zeitraum oder bestimmte Länder
ÜBERLASSUNG VON STANDARDSOFTWARE Das sind die Regeln beschränkt werden. Die für den Nutzer
günstigste Regelung ist dabei eine zeit-
Kaum ein Unternehmen kommt heute ziellen Geschäftspartnern eine Geheim- lich unbegrenzte, weltweite Nutzbarkeit
ohne ein CRM, ein Wirtschaftswaren- haltungsvereinbarung schließen. der Software. Hier nur ein Beispiel für
system oder eine Personaldatenbank aus. eine inhaltliche Beschränkung: Oft fin-
Mit grundlegenden Aspekten der Über- Der Urheber kann Dritten Nutzungsrechte den sich AGB, die den Weiterverkauf der
lassung und Lizenzierung von Software an der Software einräumen („Lizenz“). erworbenen Programmkopie untersagen
sollten sich Anbieter und Entwickler da- Entscheidend ist, welche Hauptpflichten oder einschränken. Diese sind unwirk-
her auseinandersetzen. vereinbart werden. Bei Standardsoftware sam. Das Verwertungsrecht an dieser
handelt es sich meist um einen Kauf- oder Programm- kopie ist verbraucht, wenn
Computerprogramme sind urheber- Mietvertrag. Beim Softwarekauf sind fol- sie einmal innerhalb der EU in Verkehr
rechtlich geschützt. Geschützt ist Soft- gende Merkmale typisch: gebracht wurde. Der Veräußerer muss
ware von der Entwicklung bis zum voll- • Überlassung auf Dauer allerdings die bei ihm vorhandene Kopie
endeten Programm. Hierunter fallen vor • Einmalzahlung löschen. Anders als in AGB, lässt sich in-
allem der Objekt- und Quellcode, aber • Gewährleistungsfrist zwei Jahre, dividualvertraglich ein Weitergabeverbot
auch Entwurfsmaterial und Vor- und Verkürzung auf ein Jahr möglich im vereinbaren.
Zwischenstufen der Entwicklung. Nicht B2B-Geschäftsverkehr (Achtung: Im Um Missverständnisse und Rechtsunsi-
als Computerprogramm geschützt sind Unternehmensverkehr gilt die sofor- cherheit zu vermeiden, sollten Nutzungs-
Algorithmen, Programmiersprache, Ent- tige Untersuchungs- und Rügepflicht rechte und -beschränkungen ausdrück-
wicklungs- und Programmiermethoden gemäß § 377 HGB). lich geregelt werden. Außerdem sollte
oder die grafische Bildschirmoberfläche. • Ein Verbot, die Software weiterzuver- man als Hersteller beziehungsweise An-
Ebenfalls nicht geschützt ist die zugrun- kaufen, ist in AGB unzulässig bieter überprüfen, ob Nutzungsbeschrän-
de liegende Idee. Man hat also keinen kungen AGB-rechtlich wirksam sind.
Schutz davor, dass ein Dritter nicht die- Das ist für eine Softwaremiete typisch
selbe Softwarelösung parallel oder ein • Überlassung auf Zeit WEITERE INFORMATION:
www.stuttgart.ihk.de, Nr. 4368114
Konkurrenzprodukt mit denselben Funk- • Laufende Zahlungen
tionen entwickelt. Der Quellcode einer • Kündigungsrechte
anderen Software darf allerdings nicht • Gebrauchstauglichkeit muss vom Über-
kopiert werden. Um die Idee zu schützen, lassenden während der gesamten Miet- RAINER SIMSHÄUSER IHK Region Stuttgart
sollte man – soweit möglich - mit poten- dauer aufrechterhalten werden. rainer.simshaeuser@stuttgart.ihk.de
4.2019 Magazin Wirtschaft 15RAT & TAT
BREXIT – NOCH FRAGEN?
EINE IHK-HOTLINE informiert Sie zu allen Problemen, die der britischen EU-Austritt für die Wirtschaft bringt.
Auch nach der Ablehnung eines No-Deal-
Brexit und der Abstimmung gegen das
Austrittsabkommen sind weiterhin viele
Fragen offen. Um diese Fragen indivi-
duell zu beantworten, hat die IHK Region
Stuttgart eine Hotline eingerichtet: Alle
Mitgliedsunternehmen, die Fragen zum
Austritt und den Konsequenzen haben,
können diese unter der Telefonnummer
0711 2005-1243 oder alternativ per E-Mail
unter brexit@stuttgart.ihk.de stellen.
Umfassende Informationen zum Thema
bietet auch unsere Homepage:
www.stuttgart.ihk.de, Nr. 3944086
Falls Sie eine Ltd. haben und wissen möch-
ten, welche Folgen der Brexit für diese
Rechtsform hat, erfahren Sie hier, was
CONTINENT CUT OFF? Sie tun müssen: Telefon 0711 2005 1465,
Die Briten scheinen fest robert.kiesel@stuttgart.ihk.de oder
entschlossen, sich von www.stuttgart.ihk.de, Nr. 34045038
Europa zu lösen.
16 Magazin Wirtschaft 4.2019DE/10/015
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Ziele einsetzen. Mit einem der effizientesten Logistik-Netze der Welt. Und mit dem Anspruch,
der uns seit mehr als 500 Jahren antreibt: Service Excellence. Wo brauchen Sie Unterstützung?
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MIT DEM LAND DER AUF-
GEHENDEN SONNE pflegt
die EU nun ein Wirtschafts-
partnerschaftsabkommen und
eine strategische Partner-
schaft.
ÜBER DER EU GEHT DIE SONNE AUF
JAPAN UND DIE EUROPÄISCHE UNION bilden nun die größte Wirtschaftszone der Welt.
Zwei für die deutsche Wirtschaft bedeutsame Abkom- recherchieren. Sollten keine Einfuhrabgaben an-
men sind dieses Jahr in Kraft getreten: das bilaterale fallen, brauchen Sie sich mit dem Thema Präferen-
126
Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der zen oft nicht weiter zu beschäftigen. Andernfalls
EU und Japan und das Abkommen über eine strate- ist es hingegen notwendig, sich im präferenziel-
gische Partnerschaft. Es betrifft nahezu ein Drittel len Ursprungsrecht auszukennen und sich die Fra-
des globalen Bruttoinlandsprodukts. Damit ist das ge zu stellen: hat meine Ware einen präferenziellen
Abkommen das größte, das die EU je abgeschlossen hat MILLIONEN Ursprung? Nur so können die Vorteile aus den Ab-
und es entsteht die größte Wirtschaftszone der Welt. EINWOHNER kommen voll ausgeschöpft werden.
hatte Japan im
Zudem ist Japan nach China der zweitgrößte Handels- Jahr 2018. Das
partner der EU in Asien und hat insbesondere für Bruttoinlands- Um Zollvorteile nutzen zu können, müssen die im
die baden-württembergische Exportwirtschaft eine produkt betrug Abkommen festgeschriebenen Ursprungsregeln er-
große Bedeutung. In Zeiten von zunehmendem Pro- 5.167,05 füllt werden. Neben den gewöhnlichen Regeln Positi-
tektionismus entfaltet es darüber hinaus eine große Milliarden US$ onswechsel und Wertschöpfungsregel gibt es erstma-
politische Strahlkraft und ist ein deutliches Signal für Quelle: lig einen „regionalen Wertschöpfungsanteil“ (regional
Statistisches Bundesamt
freien Handel und offene Märkte. value content). Dieser erfasst die minimale, regionale
Wertschöpfung im jeweiligen Land basierend auf dem
Mit dem Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der „Frei-an-Bord (FOB)-Wert“. Weitere Berechnungs-
EU mit Japan werden Zölle auf Ursprungsware der methoden sind möglich.
jeweiligen Vertragspartner von insgesamt rund einer Als Ursprungsnachweis dient in diesem Abkommen
Milliarde Euro beseitigt. Jedoch entfallen Zölle nicht die Erklärung zum Ursprung auf einem Handels-
sofort für alle Waren in vollem Umfang – für jede Seite WEITERE dokument. Ungewöhnlich ist, dass die angewandten
wurden Zeitpläne mit Abbaustufen vereinbart. Unser INFORMATION Ursprungskriterien anzugeben sind.
Tipp: es lohnt ein Blick in die Marktzutrittsdaten- www.stuttgart.ihk.
de, Nr. 4783 und
bank der Europäischen Kommission. Dort lassen sich Die letzten Wochen haben bereits gezeigt, dass Un-
4147412
die (gegebenenfalls) anfallenden Einfuhrzölle leicht ternehmen große Schwierigkeiten damit haben,
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18 Magazin Wirtschaft 4.2019wenn bestimmte Informationen von Vor- Medizinprodukte, Agrarerzeugnisse und
lieferanten fehlen. Alternativ kann die Lebensmittel, Chemikalien, Plastik, Kos-
„Gewissheit des Einführers“ als Nach- metika, Textilien. Im Dienstleistungs-
TAG DER
TÜR
weis dienen. So könnte ein Einfuhrhänd- sektor erfahren vor allem Anbieter im
ler aus Deutschland beispielsweise der
deutschen Zollbehörde erklären, dass der
Bereich Großhandel, Telekommunikati-
on, Finanzdienstleistungen und Verkehr
OFFENEN
für alle Interessierten in der Region.
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Der Importeur trägt also die Beweislast. Das Abkommen hat kleine- und mittel-
Ob die Zollbehörde dieser Behauptung ständische Unternehmen (KMU) im Fo-
jedoch Glauben schenkt, darf bezwei- kus und sieht dazu ein eigenes Kapitel vor. Prakesch
Zerspanungstechnik GmbH®
felt werden. Das Abkommen sieht keine Für beide Seiten soll es einen besseren Esslinger Str. 20
Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 vor. Zugang zu Informationen bezüglich der R
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Bei Sendungen über 6000 Euro müssen Nutzung des Abkommens geben. Dazu
Exporteure als registrierter Ausführer werden eine Website und sogenannte
erfasst sein. „Contact Points“ für KMU eingerichtet.
Zudem bietet das EU-Japan Centre KMU
Der japanische Markt war für den
Vertrieb europäischer Produkte bis-
Hilfestellung.
IMMOBILIEN
her relativ abgeschottet. Durch die im
Abkommen festgelegte Marktöffnung
profitieren vor allem Arzneimittel- und
DANIEL KAMUF IHK Region Stuttgart
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MIT TELSTANDS-NEWS
Aktuelle Tipps und Kurzmeldungen
Mit der digitalen Broschüre „Get connected“ bietet das Land Baden-Würt-
temberg kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen Wegweiser durch
die digitale Förderlandschaft. Dort werden Beispiele, Beteiligungsangebote und BESTE CHANCEN
Programme zu den Zukunftstechnologien Künstliche Intelligenz, Cybersicher-
Fellbach-Schmiden: Baugrundstück mit projek-
heit und Internet der Dinge in Baden-Württemberg und Europa aufbereitet. tiertem Bürogebäude an starkem Wirtschafts-
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sowie 3 Außenstellpl., Baugenehmigung liegt vor,
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4.2019 Magazin Wirtschaft 19RAT & TAT
COACHING-TIPP
Fehlzeit minimieren
Gesunde und motivierte Mitarbeiter sind das Kapital ei-
nes jeden Unternehmens. Wie können Krankheitstage
und Fehlzeiten minimiert werden? Jeder kann mal krank
sein und soll sich dann auch auskurieren können. Doch es übernehmen. Bauen Sie Kontrollinstanzen ab. Loben Sie
fällt auf, dass manche Firmen krankheitsbedingt extrem ihre Mitarbeiter.
viele Fehltage haben.
Acht Anreize, die Sie als Chef anbieten können: Erlauben Sie mobiles Arbeiten, wo es möglich und ge-
wünscht ist.
Ein Unternehmen, in dem es ein gutes Miteinander gibt,
ein gutes Betriebsklima herrscht, ist eine gute Basis für Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen können Wis-
wenig Fehltage – jeder einzelne Mitarbeiter fühlt sich für senslücken schließen und damit Ängste minimieren, was
das Unternehmen und für die Kollegen verantwortlich. am Ende wiederum zu mehr Anwesenheit führen kann.
Fördern Sie doch gemeinsame Unternehmungen und Sie können Prämien anbieten für alle, die eine bestimm-
schaffen zum Beispiel eine Stelle, wo Verbesserungsvor- te Anzahl an Fehltagen unterschreiten, beispielsweise als
schläge und Wohlfühlideen vorgebracht werden können. Geld- oder auch als Sachleistung. Fragen Sie doch die Mit-
So schaffen Sie ein Zugehörigkeitsgefühl zur Firma. arbeiter, was die gerne hätten.
Bieten Sie präventive Maßnahmen an. Beispielsweise Bei längeren Fehlzeiten ist ein klärendes Gespräch wich-
Gymnastik in der Firma, Sportgutscheine, Gutscheine für tig, vielleicht gibt es persönliche Probleme oder auch be-
Entspannung/Massage; durchaus aber auch Gutscheine triebliche. Schaffen Sie eine vertrauensvolle und interes-
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