Transparent - Ausgabe 2016 / 2017 - Kompass Leben

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Transparent - Ausgabe 2016 / 2017 - Kompass Leben
Transparent                 Das Infomagazin der bhvb

Ausgabe 2016 / 2017

 Behindertenhilfe Vogelsbergkreis e.V.
Transparent - Ausgabe 2016 / 2017 - Kompass Leben
Transparent 2016/2017

    Transparent 2016/2017
    Vorwort												3
    Auszug aus dem Geschäftsbericht								4
    Sport, Spiel, Spannung und Spaß									8
    Laufen für einen guten Zweck									9
    Tagesausflug an den Edersee									                                  10
    Der kleine Ball rollt											11
    Ein Fest für alle mit viel Musik und guter Laune							               12
    Freude schenken statt Schränke zu füllen								                      13
    Mobilität als ein Baustein für Teilhabe und Eigenständigkeit					     14
    Knapp den Turniersieg verfehlt								                                15
    Turnier bei Rot-Weiss-Frankfurt									                              15
    Ehrenamt bei der bhvb										                                       16
    Spendenaufruf											17
    Vier Wochen lang kreativ uns sportlich unterwegs						                18
    Bastelkaffee des ABW										                                        19
    Jede Menge Angebote für Spiel, Spaß und Sport						                   20
    Sport- und Spielfest in der Werkstatt Alsfeld							21
    Sommerfest der Wohnstätte Alsfeld								22
    Eislaufen im Sozialraum - Vereinssport trifft auf Sozialarbeit					   23
    Die Zukunftsaufgaben der Werkstätten für Menschen mit Behinderung			  24
    Die Jugendhilfeeinrichtung in Alsfeld kümmert sich um Flüchtlinge				 26
    Neues Gesicht in der Werkstatt Herbstein							27
    Bänke aus Altenburg gewähren Erholung auf dem Lutherweg				           28
    Jubiläen/Trauerfälle											30
    Impressum												31

    Titelbild:
    Bänke aus Altenburg zieren bald den Lutherweg. Das gut gelaunte Team bei einer wohlverdienten
    Pause nach den Fällarbeiten im Wald.

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Transparent - Ausgabe 2016 / 2017 - Kompass Leben
Transparent 2016/2017

Liebe Beschäftigte und Mitarbeiter(-innen) der bhvb,
sehr verehrte Leserinnen und Leser,
wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder eine     wiederum eine unserer treibenden Kräfte ist. Ein
Ausgabe unseres Informationsmagazins „Trans-        weiteres Augenmerk liegt auf dem Wohl unseres
parent“ vorstellen zu können. Es ist ein Gemein-    Personals: Mit einer Verbesserung der betrieb-
schaftsprojekt aller unserer Einrichtungen und      lichen Altersvorsorge und verschiedenen Maß-
spiegelt die Vielfalt der bhvb wider. Eine ganze    nahmen zur Gesunderhaltung sowie einer Wei-
Menge an Ereignissen und Erfahrungen aus dem        terentwicklung der Arbeitssicherheit tragen wir
Jahr 2016 sind hier wiedergegeben – zum Stau-       diesem Anspruch Rechnung.
nen, zum Freuen, zum Erinnern, aber auch zum
Weitermachen und Tätigwerden.                       Als große strukturelle Maßnahme können wir auf
                                                    die Modernisierung der Alsfelder Werkstatt bli-
Wir vom Vorstand möchten eines unserer groß-        cken, die in diesem Jahr abgeschlossen wurde.
en Ziele unterstreichen, das seit der Gründung      Wir sind sicher, damit sowohl den Geschäftser-
der bhvb als gemeinnütziger Verein im Jahr 1976     folg dieses Hauses langfristig zu sichern als auch
maßgeblich unser Tun bestimmt: Wir möchten          die Arbeitswelt der Menschen dort zu verbessern.
Menschen, die Unterstützung bedürfen, ein mög-      Wie bereits angedeutet, stellen die Anforderun-
lichst selbstbestimmtes Leben und Teilhabe in öf-   gen der neuen gesetzlichen Vorgaben auch die
fentlichen Bereichen gewährleisten. Dieser eine     bhvb vor große Aufgaben. Schon jetzt ergreifen
Satz beinhaltet ein weites Handlungsfeld, das       wir daher Maßnahmen, um langfristig am Markt
nicht nur wir alle in unseren verschiedenen Ar-     bestehen zu können. Zum Umgang mit den neu-
beitsbereichen täglich mit Leben füllen, sondern    en Gesetzen gehört es aber auch, zu erkennen, wo
das gerade in diesen Zeiten maßgeblich von der      sie Verbesserungen für die Menschen in unseren
Gesetzgebung mitbestimmt wird. So wird es im        Einrichtungen bieten und wo sie Verschlechte-
kommenden Jahr eine unserer großen Herausfor-       rungen vorsehen. Letzterem werden wir mit Ent-
derungen sein, die aus dem Bundesteilhabegesetz     schiedenheit entgegenwirken – zum Wohl derjeni-
resultierenden Bestimmungen kritisch zu werten      gen, denen wir mit unserer Arbeit größtmögliche
und zum Wohl unserer Menschen in den Häusern        Autonomie ermöglichen möchten. Es wird eine
und Werkstätten sowie in den Beratungseinrich-      spannende Zeit werden, die wir jedoch mit guten
tungen umzusetzen.                                  Ideen, strategischer Planung und stets gemeinsam
                                                    mit Ihnen meistern werden.
Ein Blick zurück auf die Vorstandsarbeit im
Jahr 2016 erlaubt die Aufzählung einer Vielzahl     Für alles bisher Getane gebührt Ihnen allen un-
an Maßnahmen, die wir zugunsten unserer Be-         ser Dank. Lassen Sie uns bei allem Tun nie unsere
schäftigten und Mitarbeitenden getroffen haben.     Philosophie aus den Augen verlieren: Im Mittel-
Die Fachbereiche Abstimmung der Ressourcen-         punkt steht der Mensch!
feststellung und Förderplanung sind noch enger
zusammengerückt, eine bereichsübergreifende,        Und nun viel Freude bei der Lektüre unseres span-
personenzentrierte Hilfeplanung sowie eine in-      nenden Magazins.
dividuelle Berufswegeplanung stellen deutlicher
als bisher Ressourcen und Wünsche der einzelnen     Ihr bhvb-Vorstand mit
Klienten in den Vordergrund, deren Zufriedenheit

          Katja Diehl			                 Frank Haberzettl		          Walter Fricke
          (Vorstandsvorsitzende)		       (Vorstand)			               (Vorstand)

                                                                                                         3
Transparent - Ausgabe 2016 / 2017 - Kompass Leben
Transparent 2016/2017

    Auszug aus dem Geschäftsbericht 2015 / 2016
    Fachbereich Arbeit und Bildung
    Individuell angemessene berufliche Bildung        Entwicklung der Werkstätten
    und Begleitung in Arbeit ist die zentrale Auf-    Werkstatt Herbstein:
    gabe der Werkstätten. Flankierende Angebote       In der Werkstatt Herbstein ist die Inanspruch-
    in gestalterischen, sportlichen, musikalischen    nahme von Angeboten für Menschen mit
    und lebenspraktischen Bereichen sowie einer       Schwerst- und mehrfacher Behinderung beson-
    an der persönlichen Situation und den Zielen      ders ausgeprägt. Die derzeit auf zwei Gruppen
    ausgerichteten Begleitung runden das Angebot      der Tagesförderstätte, zwei Fördergruppen und
    der WfbM ab. Durch die Einführung des Bun-        teils einer weiteren Arbeitsgruppe aufgeteilten
    desteilhabegesetzes sollen Bildungs- und Teil-    Angebote sollen räumlich in einem geplanten
    habeleistungen nicht mehr nur von Werkstätten     Tagesförderstätten-Neubau zusammengefasst
    erbracht werden, sondern können als Teillei-      und strukturell verbessert werden. Im Arbeits-
    stungen bei anderen Anbietern in Anspruch         bereich der Werkstatt konnte die Auftragslage
    genommen werden. Unter diesen Vorausset-          als Grundlage für Bildungs- und Beschäfti-
    zungen wird es schwierig werden, die bisherige    gungsmöglichkeiten weiter stabilisiert und aus-
    Vielfalt der Teilleistungen innerhalb der Werk-   gebaut werden.
    statt aufrecht zu erhalten.
                                                      Werkstatt Alsfeld:
    Die WfbM der bhvb richtet ihre Angebote und       Durch die nun abgeschlossenen Maßnahmen
    Aktivitäten zukunftsorientiert aus. Die gesetz-   zur Strukturverbesserung hat sich die räumliche
    ten Schwerpunkte in der beruflichen Bildung       Situation in den Gruppen wesentlich verbessert.
    haben zu einem Spektrum an Qualifizierungs-       Insbesondere in der Metallbearbeitung sowie in
    möglichkeiten in verschiedenen Berufsfeldern      der Holzbearbeitung als Teilbereich der Garten-
    geführt. Diese ermöglichen es wiederum, eine      und Landschaftspflege konnten durch die Aus-
    interessante Beschäftigung - auch begleitet in    stattung sowohl die Produktionsmöglichkeiten
    Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes -        als auch die Attraktivität der Gruppen gesteigert
    aufzugreifen. Diese besondere Kompetenz der       werden. Die Werkstatt Alsfeld hat sich im be-
    Werkstatt gilt es weiter zu entwickeln und in     trieblichen Umfeld gut etabliert. Die Betriebs-
    einem sich öffnenden Markt der Bildungs- und      kontakte werden zur ausgeprägt erfolgreichen
    Teilhabeangebote zu etablieren. Werkstatt fin-    Gestaltung von Übergängen in den allgemeinen
    det lange nicht mehr nur innerhalb der Räume      Arbeitsmarkt genutzt.
    unserer vier Standorte statt.
                                                      REHA-Werkstatt:
    Werkstatt für behinderte Menschen                 Das Angebot der REHA-Werkstatt wird insge-
    (WfbM)                                            samt weiterhin mit zunehmender Tendenz bean-
                                                      sprucht; insbesondere in der REHA-Werkstatt
    Das in den Vorjahren zu verzeichnende ste-        THS Alsfeld. Die Vielfalt der Teilhabe- und
    tige Wachstum ist in der bisherigen Steigerung    Beschäftigungsmöglichkeiten wurde durch die
    der Maßnahmeteilnehmer und Maßnahmetage           Entwicklung eines Schwerpunktes „Mecha-
    nicht mehr zu verzeichnen. Die Werkstätten        tronik“ ergänzt. Neben den berufsfachlichen
    konsolidieren in der Belegung weitestgehend,      Schwerpunkten erfordert die persönliche pä-
    Verschiebungen ergeben sich überwiegend aus       dagogische Begleitung der Mitarbeiter/innen
    dem Arbeits- und Berufsbildungsbereich in Be-     besonderes Augenmerk und wird in der Perso-
    triebsintegrierte Beschäftigungsplätze. Die de-   nalentwicklung berücksichtigt. Die Betriebs-
    mografische Entwicklung zeichnet sich an der      integration von Menschen, die oft schon ein
    gestiegenen Inanspruchnahme der Tagesstruk-       Scheitern im Arbeitsmarkt erlebt haben, birgt
    tur für Senioren ab.                              besondere Herausforderungen. Die Suche und
                                                      Gestaltung von Beschäftigungs-möglichkeiten
                                                      sowie der Aufbau sozialer Kompetenzen soll

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Transparent - Ausgabe 2016 / 2017 - Kompass Leben
Transparent 2016/2017

helfen, den geschützten Rahmen der Werkstatt       sige Begleitung von Klienten aus der WfbM in
verlassen zu können.                               den allgemeinen Arbeitsmarkt und ermöglicht,
                                                   bestehende Betriebskontakte übergreifend zu
Berufsbildungsbereich (BBB)                        nutzen.
Die Zugänge in das Eingangsverfahren und
den Berufsbildungsbereich waren in 2015 ge-        Schulkindbetreuung
genüber dem Vorjahr deutlich rückläufig. Die-      Die Schulkindbetreuung in der Freiherr-vom-
se Tendenz ist weiterhin absehbar und unter        Stein-Schule in Herbstein ist seit nunmehr fünf
anderem darin begründet, dass Veränderungen        Jahren mit dem Angebot einer Betreuung von
in den bisherigen Zielgruppen stattfinden so-      Grundschulkindern im Anschluss an die täg-
wie arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, die auf      liche Schulzeit sehr gut etabliert. Im Jahr 2015
die Vermeidung von Zugängen in die Werkstatt       wurden durchschnittlich 18 Schulkinder regel-
ausgelegt sind, greifen. Der Berufsbildungsbe-     mäßig betreut. Die während der Schulferien
reich in der Umsetzung innerhalb der bhvb setzt    angebotene Ferienbetreuung ist mittlerweile
sich sowohl aus eigenständigen berufsfach-         fester Bestandteil im Schuljahr.
lichen Qualifizierungen in verschiedenen Be-
rufsfeldern als auch aus der arbeitspraktischen
                                                   Fachbereich Wohnen
Integration in Arbeitsgruppen der WfbM zu-         Eine große Herausforderung war der Zuzug von
sammen. Eigenständig wahrnehmbare und ziel-        Flüchtlingen aus den Kriegs- und Krisengebie-
gruppengerechte Berufsbildungs-maßnahmen           ten der Welt auch für den Fachbereich Wohnen.
sind das Entwicklungsziel des Berufsbildungs-      Nachdem das Jugendamt des Vogelsbergkreises
bereiches.                                         mit der Unterbringung der vielen unbegleiteten
                                                   minderjährigen Flüchtlinge erkennbar an seine
Fachdienst berufliche Integration (FBI)            Kapazitätsgrenzen gestoßen war, ist der Vor-
Im Jahr 2015 haben insgesamt 21 Mitarbeiter/       stand dem Unterstützungsaufruf des Jugend-
innen auf einem Betriebsintegrierten Beschäf-      amtes gefolgt und hat innerhalb weniger Tage
tigungsplatz (BIB) außerhalb der WfbM gear-        die Jugendhilfeeinrichtung in Altenburg neu
beitet. Des Weiteren wurden 37 Praktika für        gegründet.
Mitarbeiter/innen aus dem Arbeitsbereich sowie
für 2 Maßnahmeteilnehmer des Berufsbildungs-       Wohngruppe für Kinder und Jugendliche,
bereiches vereinbart. Ein Mitarbeiter konnte er-   Lauterbacher Straße 41 in Alsfeld-Altenburg
folgreich in ein sozialver-sicherungspflichtiges
Arbeitsverhältnis vermittelt werden und es sind    Die Wohngruppe
2 Maßnahmeteilnehmer des Berufsbildungsbe-         Die Gruppe ist in einem Hausblock einer Miet-
reiches in Ausbildung übergegangen.                anlage mit mehreren Wohnungen angesiedelt.
                                                   Jedes Kind, jeder Jugendliche kann ein Einzel-
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen                   zimmer bewohnen (Ausnahme: Unbekleitete
                                                   minderjährige Ausländer (UmA), hier über-
Integrationsfachdienst (IFD)                       wiegend Doppelzimmer). Insgesamt stehen der
Der Integrationsfachdienst hat im Jahr 2015        Gruppe 311 qm Wohnfläche zur Verfügung. Die
insgesamt rund 688 Fachleistungsstunden er-        Wohngruppe ist der Wohnstätte Alsfeld-Alten-
bracht. Diese entfielen zu 570 FLS im Auftrag      burg der bhvb organisatorisch zugeordnet. Sie
des Integrationsamtes, 81 FLS im Rahmen ei-        hat neun Plätze für Jugendliche / junge Erwach-
ner Dienstleistungsvereinbarung mit der Kom-       sene (dreizehn bei Reinbelegung durch UmA).
munalen Vermittlungsagentur des Vogels-            Zusätzliche Angebote: sozialpädagogisch be-
bergkreises sowie 37 FLS im Rahmen einer           treutes Wohnen, Nachbetreuung oder Betreu-
Dienstleistungsvereinbarung mit der Agentur        ung durch Fachleistungsstunden der heiment-
für Arbeit. Die personelle Verknüpfung von         lassenen Jugendlichen, intensivpädagogische
Integrationsfachdienst und dem Fachdienst für      Betreuung bei Bedarf und Inobhutnahmen.
berufliche Integration ermöglicht die durchläs-

                                                                                                      5
Transparent - Ausgabe 2016 / 2017 - Kompass Leben
Transparent 2016/2017

    Zielsetzung                                         Stationäres - und Stationär Begleitetes Wohnen
    Ziel ist es, jeden Jugendlichen/jungen Erwach-
    senen in seiner Individualität zu sehen. Das        Die bhvb bietet für Menschen mit Behinderung
    heißt, dass für jeden jungen Menschen ein in-       im Vogelsbergkreis ein umfangreiches und dif-
    dividuelles pädagogisches Betreuungskonzept         ferenziertes Unterstützungsangebot, welches im
    erarbeitet werden soll. Jeder Adressat ist unter-   Bedarfsfall in Anspruch genommen werden kann:
    schiedlich und bedarf eines personenzentrierten     • Stationäre Hilfen in den Wohnstätten Alsfeld
    Ansatzes. Deshalb gibt es Gruppenregeln für             und Herbstein
    alle und individuelle Absprachen für Einzelne.      • Stationär begleitete Hilfen in den Häusern
    Die Jugendlichen/jungen Erwachsenen sollen
                                                            Bibrastraße und An der Bleiche
    lernen, ihr Leben verantwortungsvoll gestal-
                                                        • Ambulante Unterstützungsangebote im ge-
    ten zu können. Orientierungshilfen, die die
    Betreuten so dringend benötigen, werden mit             samten Kreisgebiet
    ihnen gemeinsam erarbeitet und erprobt. Der         • Begleitetes Wohnen in der Familie / Bera-
    junge Mensch soll beim Auszug aus der Gruppe            tung der unterstützenden Familie.
    so eigenständig wie möglich sein Leben führen
    können. Jugendliche und junge Erwachsene, die       Die sozialpolitische Vorgabe „ambulant vor sta-
    zu den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlin-      tionär“ hat die Bewohnerstruktur in den statio-
    gen zu zählen sind, werden besonders im Er-         nären Einrichtungen in Alsfeld und Herbstein
    werb der sprachlichen, kulturellen, schulischen     auch im Berichtszeitraum weiter verändert.
    und beruflichen Kompetenzen gefördert. Ne-          Bewohner mit wenig Hilfebedarf wohnen in ei-
    ben dieser gezielten Förderung wird sich auch       genen Wohnungen im Kreisgebiet und werden
    intensiv mit der Bewältigung von Flucht- und        durch die ambulanten Dienste unterstützt.
    Kriegserfahrungen beschäftigt.
                                                        Auch im abgelaufenen Berichtszeitraum war
    Aufnahmekriterien                                   die Belegung der beiden Wohnstätten konstant
    Es werden Kinder und Jugendliche aufgenom-          über 100%. Seit Sommer 2015 wurden in der
    men, für die eine mittel- bis langfristige Fremd-   Wohnstätte Alsfeld / THS 4 neue Bewohner und
    unterbringung ansteht (§ 34 KJHG). Der Ju-          in Herbstein 2 neue Bewohner aufgenommen.
    gendliche/junge Mensch soll sich für das Leben      Zu unserem großen Bedauern sind 3 Bewoh-
    in der Wohngruppe entscheiden und sich auf          ner der Gemeinschaft im Berichtszeitraum ver-
    die Lebenssituation in der Wohngruppe einlas-       storben. Dem pädagogischen Auftrag folgend,
    sen können. Der neu aufzunehmende Adressat          konnten im Berichtszeitraum 3 Bewohner in die
    sollte sich vom Alter und Geschlecht in die         ambulante Wohnform überführt werden. 1 Be-
    Gruppe eingliedern können.                          wohner ist in eine Alten- und Pflegeeinrichtung
                                                        verzogen. Leider können wegen der fehlenden,
    Das pädagogische Team                               zusätzlich benötigten Wohnplätze nicht alle Auf-
    Das pädagogische Team setzt sich aus Sozial-        nahmen umgesetzt werden. Die Warteliste um-
    pädagogen, Erziehern und Heilerziehungspfle-        fasst inzwischen 17 Personen, deren Aufnahme
    gern zusammen. Dieses interdisziplinäre Team        in einer der beiden Wohnstätten ansteht. Die zu
    soll aufgrund der jeweiligen fachspezifischen       erwartenden Engpässe in der Versorgung müssen
    Ausrichtung den Anforderungen der Adressaten        durch weitere Anmietung oder Kauf geeigneter
    ganzheitlich gerecht werden. Je nach Bedarf         Immobilien ausgeglichen werden. Der Bau der
    werden zudem ergänzende Fachdienste (The-           neuen Wohnstätte in Lauterbach wird zu keiner
    rapeuten, Psychologen, Suchtberatung etc.) he-      Platzzahlerweiterung führen, da hier die Ersatz-
    rangezogen.                                         plätze der Umwidmungen geschaffen werden.

                                                        Gemeinsam mit der Lebenshilfe Vogelsberg
                                                        wurden wieder verschiedene Veranstaltungen
                                                        gemeinsam durchgeführt. Für die gute und kon-

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Transparent - Ausgabe 2016 / 2017 - Kompass Leben
Transparent 2016/2017
struktive Zusammenarbeit mit dem Vorstand der            Fachbereich Verwaltung und Beratung
Lebenshilfe Vogelsberg, die erfolgten finanzi-           Frühförder- und Beratungsstelle
ellen Zuwendungen und die kollegiale, meist              (FF+BS)
„ehrenamtliche Unterstützung“ dürfen wir uns
an dieser Stelle besonders bedanken.
                                                         Statistik
                                                         Als interdisziplinär anerkannte Frühförderstelle koo-
Im personellen Bereich konnten weitere Er-
                                                         perieren wir derzeit mit ca. 65 medizi-nisch-therapeu-
gänzungen vorgenommen werden. Durch die
                                                         tischen Praxen (Ergo-, Logo- und Physiotherapie) im
inzwischen gut ausgebauten Kontakte mit den
                                                         Sinne der Frühförde-rungsverordnung (FrühV). Darü-
Verantwortlichen der Fachschulen in Alsfeld,
                                                         ber hinaus besteht aber im Rahmen der Bedarfsermitt-
Lauterbach und den Nachbarkreisen gibt es zu-
                                                         lung ebenso Kontakt zu weiteren Praxen der Region, die
nehmend Anfragen von Praktikanten und Vor-
                                                         keinen Kooperationsvertrag mit der bhvb abgeschlossen
praktikanten, die „Ihr“ Praktikum in unseren
                                                         haben. Zum Stichtag 31.12.2015 wurden gesamt 107,
Einrichtungen ableisten wollen. Für die kon-
                                                         davon 36 weibliche und 71 männliche Kinder und de-
struktive Zusammenarbeit gebührt an dieser
                                                         ren Eltern beraten bzw. begleitet. Im Berichtszeitraum
Stelle den Schulleitungen der Vogelsbergschule
                                                         wurden im Rahmen der Offenen Anlaufstellen 63 An-
in Lauterbach und der Max-Eyth-Schule in Als-
                                                         fragen bearbeitet, von denen 46 Kinder in regelmäßi-
feld besonderer Dank.
                                                         ge Frühförderung mündeten. Erkennbar ist die erhöhte
                                                         Nachfrage bei Kindern im letzten Jahr vor ihrer Ein-
Ambulant Betreutes Wohnen (ABW)                          schulung. Das klassische Eintrittsalter zwischen 3 und 4
Begleitetes Wohnen in Familien (BWF)                     Jahren bleibt unverändert, hingegen ist bei den Kindern
                                                         zwischen dem 1. und 2. Lebensjahr eine leicht erhöhte
Die Nachfrage an ambulanten Angeboten ist                Nachfrage zu verzeichnen.
weiter stetig wachsend. Die Entwicklung der
zu erbringenden Fachleistungsstunden seit dem            Besondere Angebote
Jahre 2005 stellt sich wie folgt dar:                    Nach wie vor bewährt sich das Angebot der auf-
Stand 31.08.2016
                                                         suchenden Beratung und Unterstützung gerade
                                                         im ländlichen Bereich und soll auch in Zukunft
                                                         fortgeführt werden. Frühförderung hier zählt zu
                                                         den wenigen Handlungsfeldern, die ihre An-
                                                         gebote lebensfeld- und familiennah gestalten.
                                                         Neben der Einzelfallhilfe stehen natürlich auch
                                                         Gruppenangebote zur Verfügung.

                                                         Ausblick
                                                         Mit Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes 2017
Ausblick / Tendenzen                                     wird der Umstellungsprozess eingeleitet, die Früh-
Der Altersdurchschnitt der Klienten im ABW               förderung zukünftig der Jugendhilfe (SGB VIII)
wird in den kommenden Jahren spürbar sinken,             zuzuordnen. Stichwort hierbei: Inklusive Jugend-
wohingegen der Anteil der Menschen mit Verhal-           hilfe. Zeitraum der Umstellung voraussichtlich bis
tensauffälligkeiten weiter steigen wird. Zuneh-          31.12.2022.
mend jüngere Menschen, auch junge Menschen
mit sozial-emotionalen Störungen sowie Men-              Welche konkreten Auswirkungen dies haben wird,
schen mit komplexem Förderbedarf stehen zur-             wird sich im Laufe der kommenden zwei Jahre ab-
zeit auf der Warteliste der bhvb.                        zeichnen.
Im Bereich BWF zeichnen sich derzeit keine Verände-
rungen ab. Hier übernehmen wir weiterhin vorrangig die
fachdienstliche Beratung der Gastfamilien vor Ort.

                                                                                                                    7
Transparent - Ausgabe 2016 / 2017 - Kompass Leben
Transparent 2016/2017

              Sport, Spiel, Spannung und Spaß
              Fußball und jede Menge mehr erlebte die Fußballfangruppe der bhvb - Behindertenhilfe
              Vogelsbergkreis e.V.
              HERBSTEIN (pm). Was gibt es Schöneres für                     Nach dem Training gab sich auch noch Torhü-
              echte Fußballfans als den Besuch eines Fußball-               ter Loris Karius die Ehre und begrüßte die Fans
              stadions und das Erleben eines Fußballspiels der              am Spielfeldrand. Die Krönung des Fußballaus-
              Mannschaft, für die das Herz schlägt? Kaum et-                fluges war schließlich die Teilnahme an einem
              was, und deshalb machte sich Ende März auch                   Bundesliga-Spiel des 1. FC Mainz 05.
              die Fußballfangruppe der bhvb - Behindertenhil-
              fe Vogelsbergkreis e.V. auf den Weg nach Mainz.               Am 2. April spielte die Mannschaft gegen den
              Schließlich hatte der 1. FSV Mainz 05 seine treuen            1. FC Augsburg „Wir hatten besonderes Glück“
              Fans eingeladen, einem Training zuzuschauen und               freuten sich die Gäste, „denn es war ein Ju-
              die Coface-Arena kennenzulernen Doch während                  biläumsspiel zum 111. Geburtstag des 1. FC
              des viertägigen Aufenthaltes erlebten die sechs Be-           Mainz 05, mit vielen Attraktionen rund um das
              wohner der Wohnstätten der bhvb mit ihren Betreu-             Stadion“, berichteten sie. So konnten die Vo-
                                                    ern noch ei-            gelsberger einen Blick auf eine Abordnung des
                                                    niges mehr.             Mainzer Karnevals samt Wagen werfen, sich
                                                                            an den zahlreichen Ständen auf dem gesamten
                                                            Bereits am      Areal tummeln und hier und da sogar kleine
                                                            Ankunftstag     Geschenke ergattern.
                                                            nutzten die
                                                            interessier-    Das Spiel der Mainzer indes war aus vielerlei
                                                            ten Vogels-     Gründen sehr aufregend für die Besucher. Zum
                                                            berger die      einen sahen sie viele Tore, und die Lieblings-
                                                            Gelegenheit,    mannschaft der Herbsteiner gewann 4:2. Zum
Bei solchen Fans konnte ja nichrts schief gehen - Mainz 05
Torhüter Loris Karius freute sich sichtlich über die Unter-
                                                            der 1. Mann-    anderen hatten die Augsburg-Fans Bengalfeuer
stützung aus Herbstein                                      schaft des 1.   gezündet und kassierten dafür eine Verwarnung
                                                            FC Mainz 05     des Stadionsprechers. Später ging noch einmal
                beim freien Training zuzuschauen. Zuerst fand das           ohne ersichtlichen Grund die Sprinkleranlage
                Training der U23-Mannschaft statt, das für viele            an, sodass einige Besucher nass wurden und
                der Zuschauer schon sehr interessant war. Rich-             das Spiel kurz unterbrochen wurde. „Wir haben
                tig aufregend war es jedoch, als die Spieler der 1.         wirklich was erlebt im Mainzer Stadion“, fan-
                Mannschaft einliefen – allesamt kamen sie direkt            den die Fußballfans abschließend.
                an den Herbsteinern vorbei. Einige Spieler blieben
                gleich stehen, um sich mit ihren Fans ablichten
                zu lassen, und Autogramme auf der Vereinsfahne
                gab es natürlich auch ein paar. Besonders groß war
                die Freude darüber, dass Martin Schmidt, Trainer
                der Mainzer, ganz gezielt auf die Gruppe zukam
                und ein kleines Pläuschchen hielt. Nun weiß er zu-
                mindest, wo die leidenschaftlichsten Fans seiner
                Mannschaft zuhause sind!
                                                                            Viel zu erleben und zu sehen gab es für die Reisenden in der
                                                                            Coface-Arena

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Transparent - Ausgabe 2016 / 2017 - Kompass Leben
Transparent 2016/2017

    Doch nicht nur dort – schließlich standen noch            Laufen für einen guten Zweck
    einige andere Programmpunkte auf dem Plan:
                                                              Ein Team der bhvb – Behindertenhilfe Vo-
    Die Gruppe besuchte den Mainzer Volkspark,
                                                              gelsbergkreis e.V. nahm am Lauterbacher
    wo es Flamingos, Papageien und viele andere
                                                              Strolchenlauf teil
    Vögel zu besichtigen gab. Dort genossen sie
                                                               Zum dritten Mal veranstaltete die Stadt Lau-
    auch einen herrlichen Blick auf den Rhein. Sie
                                                               terbach bei gutem Wetter und angenehmen
    besuchten Wiesbaden und Rüdesheim, wo sie
                                                               Lauftemperaturen zusammen mit der Sparkas-
    ein Ausflugbähnchen in die Weinberge brachte.
                                                               se Oberhessen den Lauterbacher Strolchenlauf.
    Schließlich führte ihre Reise sie noch nach St.
                                                               Es wurden zwei Runden á 2,5 km quer durch
    Goarshausen und zu dessen berühmtester Be-
                                                               die Lauterbacher Altstadt absolviert. Wahlwei-
    wohnerin, der Loreley.
                                                               se konnte man laufen oder walken.

                                                              Die Zeitmessung spielt beim Strolchenlauf eine
                                                              nachrangige Rolle, erklärte Erwin Fauß vom
                                                              Organisationsteam der Stadt Lauterbach. „Wir
                                                              messen jeweils die schnellsten drei Läuferinnen
                                                              und Läufer – diese Leistung wollen wir hono-
                                                              rieren. Doch im Kern geht es bei dem Lauf um
                                                              den gemeinsamen Spaß an der Bewegung und
                                                              das Team-Erlebnis.“ Gleichzeitig tun die Läu-
                                                              fer mit ihrer Teilnahme etwas Gutes, denn ein
Auf einen Besuch in der Drosselgasse wollten die Vogelsber-
ger natürlich nicht verzichten.
                                                              Teil der Startgelder wird gespendet.

                                                              Unser Team war leider etwas kleiner als im Vor-
    Kein Wunder, dass nach diesen erlebnisreichen
                                                              jahr, da der ursprüngliche Termin des Laufes
    Tagen alle Mitreisenden der Meinung waren:
                                                              wegen Unwetterwarnungen verlegt wurde und
    „Das sollten wir bald wieder machen!“
                                                              einige Läufer/innen absagen mussten, da an
                                                              diesem Wochenende noch andere Charity Läufe
    Traudi Schlitt
                                                              stattfanden.

                                                              Wir hatten den-
                                                              noch viel Spaß und
                                                              freuten uns über den
                                                              Applaus und das
                                                              Anfeuern durch die
                                                              Zuschauer am Rande
                                                              der Strecke.

                                                              Uwe Herrlich
                                                                                     Das Läuferteam der bhvb vor dem Start.
                                                                                     Vorne: Hubert Döll, hinten v.l.n.r. Armin
                                                                                     Ritz, Uwe Herrlich, Salim Masoom, Claudia
                                                                                     Wawrosch, Eva Loll

                                                                                                                            9
Transparent - Ausgabe 2016 / 2017 - Kompass Leben
Transparent 2016/2017

             Tagesausflug an den Edersee
             Die Mitarbeiter/innen der REHA-Werkstätten Alsfeld und Lauterbach erkunden das Naher-
             holungsgebiet und sammeln viele neue Eindrücke.

             Gut gelaunt und mit großem Frühstück an Bord         den Freiflugvorführungen konnten wir atem-
             starteten wir an einem nebligen Septembermor-        beraubende Flüge beobachten und durch eine
             gen mit zwei Bussen Richtung Edersee. Auf der        fachliche Moderation sehr viel über das Leben
             Autobahn klärte der Himmel plötzlich auf und         der Tag- und Nachtgreife erfahren.
             wir hatten blauen Himmel. Wie vom Wetterbe-
             richt angekündigt, erwartete uns ein herrlicher      Nach der Vorführung bestand noch die Mög-
             Spätsommertag.                                       lichkeit zu einem Spaziergang durch den Park.
                                                                  Anschließend fuhren wir mit dem Bus zur Stau-
                               Während der Busfahrt er-           mauer. Nach einem Bummel über die Staumau-
                               hielten wir von Martin Möl-        er suchten sich viele ein schattiges Plätzchen in
                               ler noch einige interessante       einem der zahlreichen Cafés und Restaurants
                               Informationen zum Bau der          oder kauften sich ein Souvenir.
                               Staumauer. Erwähnenswert
                               ist, dass für den Bau einige
                               Dörfer umgesiedelt werden
 Flugshow vor toller Kulisse.  mussten und heute noch bei
                              Niedrigwasser eine Kirchturm-
           spitze zu sehen ist. Dramatisch waren die Schä-
           den im 2. Weltkrieg durch eine Flutwelle, infol-
           ge von Bombardierung der Staumauer durch die
           Alliierten.

             Nach einer kurzweiligen Fahrt hatten wir bald
             Hemfurth erreicht. Am Wildpark Edersee an-
             gekommen, wurde das Frühstück ausgeteilt und         Wir genießen die Sonne auf der Staumauer.
             wir besuchten gleich die Greifvogelvorführung
             der Greifenwarte. Diese befindet sich vor beein-     Nach einer entspannenden Mittagspause fuh-
             druckender Kulisse hoch über dem Edersee.            ren wir noch zu einem Parkplatz unterhalb des
                                                                  Schlosses Waldeck.
             Auf der Bergspitze der gegenüberliegenden Sei-
             te ist das Schloß Waldeck zu sehen. In der Grei-     Die beachtliche Burganlage stammt aus dem 12.
             fenwarte Edersee sind Steinadler, Seeadler, Gän-     Jahrhundert und ist schlossartig ausgebaut. Das
             segeier, Mönchsgeier, Milane, Wanderfalken,
             Sakerfalken und Luggerfalken beheimatet. Bei

                                                                  Durch zwei Tore gelangt man in den Innenhof. Von der me-
                                                                  terdicken Mauer bietet sich ein fantastischer Ausblick.
     Punktlandung. Vorsicht Tiefflieger: bitte Köpfe einziehen.

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Transparent 2016/2017

Schloss Waldeck steht im Nordteil                  der Beschaffung einer Tischtennisplatte geboren.
des Naturparks Kellerwald-Eder-                    Dieser Wunsch kam bei den Konfirmanden gut an
see oberhalb vom Nordufer des                      und so sammelte sich der beachtliche Betrag von
Edersees am Westrand der Wal-                      500,- €.
decker Kernstadt. Es befindet sich
auf einem steilen, felsigen und an                 Am 30.09.2016 besuchten die Konfirmanden mit
seinen Hängen bewaldeten Berg                      Herrn Pfarrer Eurich die Wohnstätte Alsfeld und
und ist vom Ortszentrum kommend                    übergaben die professionelle In- und Outdoor-
auf einer Straße zu erreichen. Wer Foto: Michael   Tischtennisplatte offiziell den Bewohnerinnen und
noch gut zu Fuß war, wagte den Warneke             Bewohnern. Herr Fricke und Herr Angres ließen
kurzen aber sehr steilen Aufstieg,                 es sich ebenfalls nicht nehmen, sich persönlich
um den herrlichen Ausblick über die beachtliche    für die Spende zu bedanken, und informierten bei
meterdicke Burgmauer zu genießen.                  dieser Gelegenheit gleich die interessierten Kon-
                                                   firmanden über die Betreuung der Bewohner in
                                                   der Wohnstätte. „Einige unserer Bewohner spielen
                                                   bereits gerne und regelmäßig Tischtennis“, berich-
                                                   tete Björn Angres, „allerdings in der Werkstatt,
                                                   weil wir hier bisher keine Ausrüstung hatten.“ So
                                                   sei die Wahl nicht schwer gefallen, zumal dieses
                                                   tolle Projekt ohne die Spende der Altenburger
                                                   kaum oder nicht so schnell hätte umgesetzt werden
                                                   können. Walter Fricke freute besonders, dass hier
                                                   Altenburger an Altenburger gedacht haben: „Ein
                                                   tolles Projekt von euch, auch für die Dorfgemein-
                                                   schaft“.

Nach einer weiteren kurzen Rast am Souvenir-
stand traten wir bei bester Laune die Heimreise
an. Es war ein sehr schöner Tag.

Uwe Herrlich

Der kleine Ball rollt
Durch eine Spende der Konfirmanden Al-
tenburg kann jetzt auch in der Wohnstätte
Alsfeld Tischtennis gespielt werden
Jedes Jahr sammeln die Konfirmanden aus Al-
tenburg Ideen für Spenden für soziale Einrich-
tungen.                                               Adele Placht und Björn Angres liefern sich ein heißes Spiel

In diesem Jahr sollten Bewohnerinnen und           Die Bewohner nutzten die Gelegenheit und spiel-
Bewohner der Wohnstätte Alsfeld von dem            ten an diesem Tag ausgiebig Tischtennis miteinan-
„Geldsegen“ profitieren. Pfarrer Eurich nahm       der, aber auch mit den Konfirmanden.
zur Wohnstättenleitung, Herrn Angres im Vor-
feld Kontakt auf und schnell wurde durch die       Björn Angres
Beschäftigten der Wohnstätte Alsfeld die Idee

                                                                                                                    11
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             Ein Fest für alle mit viel Musik und guter Laune
             Sommerfest der Wohnstätte Herbstein beschert mit schönem Programm viele Besucher
             HERBSTEIN (pm). Das Sommerfest, zu dem                  ckenen Zelt begrüßen zu dürfen, darunter Wal-
             die Wohnstätte der bhvb - Behindertenhilfe Vo-          ter Fricke vom Vorstand der bhvb, und Erhard
                                                                     Höpp von der Lebenshilfe Vogelsberg e.V.

                                                                     Müller nutzte den Anlass für eine kleine Rück-
                                                                     schau auf ein schnell vergangenes Jahr. Neue
                                                                     Bewohner und neue Beschäftigte waren hinzu-
                                                                     gekommen. Müllers Dank galt an dieser Stelle
                                                                     besonders dem Betreuungspersonal, das bereit
                                                                     sei, mit den Bewohnern immer weiter zu gehen.
                                                                     Auch der im letzten Jahr neugewählte Heim-
                                                                     beirat stellte sich vor: Marion Zimmer, Ursula
                                                                     Schiller, Andrea Perlick, Holger Herchenhan,
                                                                     Janna Knigge und Christopher Richter vertre-
                                                                     ten die Interessen der Bewohner und leiten The-
Reges Treiben herrschte rund um die Einrichtung in Herbstein.

             gelsbergkreis e.V. in Herbstein eingeladen hat-
             te, war ein toller Erfolg.

             Und trotz des diesjährigen recht unsteten Wet-
             ters waren viele Menschen aus Nah und Fern
             dieser Aufforderung gefolgt. Aus Verbunden-
             heit und Freundschaft, nicht zuletzt aber auch

                                                                     Die Sängerinnen der Inklusiv-Gruppe Crazy Mountain
                                                                     Birds sorgten für gute Unterhaltung.

                                                                     men aus der Wohnstätte an die Einrichtungslei-
                                                                     tung weiter. Müller dankte auch ihnen für ihr
                                                                     Engagement. Des Weiteren hob er besonders
                                                                     die Leistung von Andreas Stark und Eric Böh-
                                                                     me hervor. Beide Bewohner bilden ein kleines
                                                                     hausmeisterliches Team und haben sich speziell
                                                                     im Vorfeld des Festes darum gekümmert, dass
                                                                     der Platz sauber und in Ordnung war.
Auch der amtierende Heimbeirat stellte sich anlässlich des Sommer-
festes vor.                                                          Nach den offiziellen Worten erfreuten die Crazy
                                                                     Mountain Birds unter der Leitung von Broder
             wegen eines schönen abwechslungsreichen                 Braunmüller die Gäste im Zelt. Die Inklusiv-
             Programms, das die Betreuungs- und Verwal-              band bot eine große und mit viel Spaß gespielte
             tungsmitarbeiter gemeinsam mit den Bewoh-               Breite an Liedern zum Zuhören und Mitsingen,
             nern auf die Beine gestellt hatten.                     an der auch die Besucher ihre wahre Freude
                                                                     hatten. Als weiterer musikalischer Gast wurde
             Wohnstättenleiter Thomas Müller freute sich             am Nachmittag die „Original Wallenröder Di-
             sehr, schon am Vormittag viele Gäste im tro-            cke Backe Kapell´“ begrüßt. Sehr zur Freude

12
Transparent 2016/2017

 der Besucher unterhielt sie mit jeder Menge              Marlene Steuernagel aus Renzendorf wusste
 gutgelaunter Blasmusik. Was um diese Zeit                die Antwort schnell und stellte zu ihrem 70. Ge-
 natürlich auch nicht fehlte, waren die leckeren          burtstag ein Sparschwein auf den Gabentisch,
 Dinge, die das Grillteam und die Backstube               das ihre Gäste für einen guten Zweck reichlich
 vorbereitet hatten: So ließen es sich die Gäste          füllen sollten. Und genau das taten sie. Mit einer
 sehr gut schmecken, während die Musik spielte,           „Speckschwarte von 700 Euro“ konnte sich das
 unterhielten sich, trafen Freunde und genossen           Sparschwein nach dem Fest brüsten – die Jubi-
                                                          larin war überwältigt von dieser großen Zahl.
                                                          Und wer dieses Geld bekommen sollte, stand
                                                          für die großzügige Spenderin auch schnell fest:
                                                          Ihr Enkel Jan wird seit vielen Jahren in der Al-
                                                          tenburger Werkstatt der bhvb - Behindertenhil-
                                                          fe Vogelsbergkreis e.V. betreut. Dort besucht er
                                                          die Tagesförderstätte, fühlt sich dort wohl und
                                                          aufgehoben. Und so kam es, dass Marlene Steu-
                                                          ernagel mit dem gutgefütterten Schweinchen an
                                                          die Tür der Einrichtung klopfte und dieses zur
                                                          Freude aller an das Vorstandsmitglied Frank
                                                          Haberzettl und den Einrichtungsleiter Michael
                                                          Dippel überreichte. Das Geld steht nun der Ta-
Spaß an der Button-Maschine stand auch auf dem Programm
des Sommerfestes in Herbstein.
                                                          gesfördergruppe zur freien Verfügung, und dort
                                                          fallen immer wieder mal kleinere und größere
 ein Glas der köstlichen selbstgemachten Limo-            Anschaffungen an, die mit dieser Spende mög-
 nade. Wer ein wenig mehr Unterhaltung suchte,            lich werden, freuten sich mit den Mitgliedern
 konnte den eigens eingerichteten Barfußpfad              der Gruppe auch deren Betreuer Kerstin Bohot,
 erkunden, sich fantasievoll schminken lassen             Daniela Rockel und Johannes Bonnard.
 oder einen Button kreieren – Angebote, die ger-
 ne genutzt wurden.                                       „Eigentlich wollte ich mit der Aktion ja nicht
                                                          in die Zeitung“, räumte die Jubilarin anläss-
 „Für uns ist das Sommerfest ein wichtiges Er-            lich der Spendenübergabe ein, „aber vielleicht
 eignis im Jahreslauf“, so Thomas Müller. „Eine           kann ich ja damit auch andere Menschen dazu
 Veranstaltung für Bewohner und Beschäftigte,             anregen, es mir gleichzutun und so wichtigen
 für Freunde und Förderer und natürlich auch für          Einrichtungen wie der Werkstatt für Menschen
 alle Herbsteiner“.                                       mit Behinderung dann und wann einen klei-
                                                          nen Obolus zukommen zu lassen. Denn bevor
 Traudi Schlitt                                           man sich irgendwelche unnötigen Dinge in den
                                                          Schrank stellt, sollte man teilen und Gutes tun.“
 Freude schenken anstatt                                  Das fanden die Mitglieder und Betreuer der
                                                          Tagesförderstätte übrigens auch und luden die
 Schränke zu füllen                                       Spenderin nun zu einem gemeinsamen Früh-
 Marlene Steuernagel spendet der Tages-                   stück ein. Dieses Frühstück fand nun statt und
 förderstätte der bhvb 700 Euro                           die Neuanschaffungen, die von der Spende ge-
                                                          kauft wurden, konnten vorgestellt und begut-
 ALSFELD-ALTENBURG (pm). Was wünscht                      achtet werden.
 man sich zum Jubeltag, wenn man alles hat,
 sich mit 70 Jahren noch bester Gesundheit er-            Traudi Schlitt
 freut und dieses Glück mit anderen Menschen
 teilen möchte?

                                                                                                               13
Transparent 2016/2017

              Mobilität als ein Baustein für Teilhabe und Eigenständigkeit
              Professionelle Schulung an Fahrrädern, Dreirädern und E-Rollis in den Häusern der bhvb -
              Behindertenhilfe Vogelsbergkreis e.V.
             HERBSTEIN (pm). Mobilität schafft Ei-                  schilder aufgefrischt. Weiterhin wurden die Wahr-
             genständigkeit und ermöglicht gerade                   nehmung und das Reaktionsvermögen auf stark
             Menschen mit Einschränkungen ein hohes                 befahrener Straße eingeübt, ebenso motorische
             Maß an Selbstständigkeit und Teilhabe.                 Fähigkeiten, beispielsweise das Setzen von Hand-
             Nicht alle Bewohner der Einrichtungen                  zeichen. Zwei Bewohnerinnen auf Dreirädern
             der bhvb-Behindertenhilfe Vogelsberg-                  übten den sichersten Weg zum Einkaufsmarkt und
             kreis e.V. sind in der Lage, Fahrzeuge

Sie freuen sich über mehr Mobilität und Selbstständigkeit im All-    Stolz und bester Laune präsentierten sich die geschulten Ver-
tag: die Verkehrsteilnehmer aus den Häusern der bhvb gemein-         kehrsteilnehmer mit Wohnstättenleiter Thomas Müller (links),
sam mit ihrer Betreuerin Carmen Boß                                  POK Joachim Wieczorek und Wachpolizist Dirk Boß.

             selbst zu lenken. Die jedoch, für die Fahr-            zum Arbeitsplatz ein. Erstmalig waren bei dem
             rad, Dreirad oder E-Rolli adäquate Fort-               Verkehrstraining zwei Bewohnerinnen mit ih-
             bewegungsmittel sind, erhalten in regel-               rem E-Rollstuhl dabei, die auch ein Fahrtraining
             mäßigen Abständen Schulungen – gerade                  absolvierten. Der tägliche Weg zum Arbeitsplatz
             nach einer längeren Winterpause ist das                war ein Schwerpunkt des Verkehrstrainings. Trotz
             nötig, um wieder sicher in die Saison zu               Dauerregens waren alle Teilnehmer des Trainings
             starten. So stand in den vergangenen Wo-               guter Dinge und stellten sich der Herausforderung,
             chen in der Wohnstätte Herbstein sowie in              ihre gelernten Kompetenzen am Ende der Schu-
             den beiden Außenwohngruppen der bhvb                   lung prüfen zu lassen. Der Höhepunkt des Fahr-
             ein Besuch der Verkehrspolizei in Lauter-              radprogramms waren die Auszeichnungen und
             bach auf dem Programm. In Vorbereitung                 Bewertungen der erbrachten Leistungen. Jeder
             darauf wurden die Fahrräder wieder auf                 Teilnehmer erhielt von den Verkehrsexperten aus
             Vordermann gebracht, kleine Reparaturen                Lauterbach einen Fahrradpass und einen Schlüs-
             und Reinigungsarbeiten wurden durchge-                 selanhänger überreicht.
             führt.
                                                                    Auch wenn zukünftig nicht alle Bewohner auf eine
             Ende Mai schließlich kamen Polizei-                    Begleitung im Straßenverkehr verzichten können,
             oberkommissar Joachim Wieczorek und                    wird mit Spaß und Freude die nächste Radtour der
             Wachpolizist Dirk Boß zur Verkehrsschu-                bhvb „in und um Herbstein“ geplant.
             lung nach Herbstein. Zehn Bewohner der
             bhvb-Einrichtungen nahmen daran teil:                  Traudi Schlitt
             Bei sechs Zweiradfahrern wurden bereits
             bekannte Verkehrsregeln und Verkehrs-

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Transparent 2016/2017

Knapp den Turniersieg verfehlt Turnier bei Rot-Weiss Frankfurt
REHA-Werkstatt Lauterbach nimmt am LAG Bereits zum dritten Mal nahm das Fußballteam
Landesfußballturnier in Bebra teil     der REHA - Werkstatt Lauterbach am Turnier
                                       in Frankfurt am 8. Oktober teil. Wie alle Jahre
                                       vorher wurden wir auch diesmal von der Tur-
                                       nierleitung bestens versorgt und hatten wieder
                                       unseren persönlichen Betreuer. Die Vorausset-
                                       zungen für eine anvisierte Platzierung unter
                                       den ersten drei Plätzen war diesmal jedoch
                                       nicht gegeben, weil wir in eine Favoritengrup-
                                       pe eingeteilt wurden.

                                                              In unserer Gruppe er-
                                                              zielten wir mit drei
Auswahlteam der REHA-Werkstatt mit Trainer Ralf Desel         Siegen und zwei Nie-
(stehend 3.v.l.) und Betreuer Uwe Herrlich (Mitte, 1.v.l.)
                                                              derlagen den 3. Grup-
                                                              penplatz von sechs
Am 19. Mai nahm das Fußballteam der REHA-                     Mannschaften. Dies
Werkstatt Lauterbach auf Einladung der „So-
                                                              führte dazu, dass wir
ziale Förderstätten e.V.“ an einem Fußballtur-
nier auf der Biberkampfbahn in Bebra teil. Das                am Ende der Gruppen-
hochmotivierte Team mit Trainer Ralf Desel                    phase um Platz fünf
und Betreuer Uwe Herrlich erreichte einen her-                und sechs spielten. Gelungenes Tor: Torschütze Christian Alt
vorragenden 3. Platz. Dabei haben wir nur sehr                Dieses Spiel verloren
knapp den Turniersieg verpasst, weil wir nur                  wir leider unglücklich im Neun-Meter-Schie-
ein Tor vom 2. Platz und einen Punkt vom 1.                   ßen. Die einzelnen Ergebnisse in der Übersicht:
Platz entfernt lagen.                                         REHA Lat. - Darmstadt 2:0, REHA Lat. - Rei-
                                                              chelsheim 3:1, REHA Lat - Ruhrpott Söldner
Die Spiele gingen wie folgt aus: Wir gewan-
                                                              4:1, REHA Lat. - Oberlangen 1:3, REHA Lat.
nen gegen die Hephata Werkstätten 2 mit 4:0,
gegen die Lebenshilfe Wetzlar/Limburg mit                     - Rot-Weiss-Löwen 0:6. Die Torschützen für
3:0, gegen Bebra mit 3:0 und gegen Hephata                    unser Team waren: Daniel Becker (6 Tore),
Werkstätten 1 mit 2:0. Das entscheidende Spiel                Florian Biker (1 Tor), Salim Masoom (1 Tor),
gegen Bad Hildesheim verloren wir mit 4:3.                    Christian Alt (1 Tor), Andreas Burkhardt (1 Tor).
Obwohl wir gegen diese Mannschaft dreimal in
Führung gelegen hatten, mussten wir den Sieg                  Ralf Desel und Uwe Herrlich
in den letzten Minuten aus den Händen geben.
Selbst ein Unentschieden hätte für den 1. Platz
gereicht, da wir die beste Tordifferenz aller
Mannschaften vorweisen konnten (12 Punkte,
15:4 Tore). Die Torschützen waren: Daniel Be-
cker (9 Tore), Salim Masoom (3 Tore), Willi
Zichler (2 Tore), Daniel Hipp (1 Tor).

Ralf Desel und Uwe Herrlich

                                                             Unser Team, mit Gastspielern aus Alsfeld und Co-Trainer Chri-
                                                             stian Wahl von der Werkstatt Herbstein (Mitte sitzend)

                                                                                                                             15
Transparent 2016/2017

     Ehrenamt bei der bhvb
                                                       Es gibt viele Möglichkeiten, uns zu helfen und

     Wir suchen Sie ...                                viele Bereiche, in denen Sie Ihre Stärken und
                                                       Ihre Fähigkeiten mit einbringen können.
     .... Mitbürger, die bereit sind, den Gedanken
     der inklusiven Gesellschaft mit zu tragen und
     auch Menschen mit Behinderung die Möglich-
     keit bieten, an dem gesellschaftlichen Leben
     mit allen ihren Stärken und Schwächen teilzu-
     haben.
      Sind Sie aktiv in einem Verein?
     • Lernen Sie unsere Bewohner/innen kennen
          und laden Sie einzelne Bewohner/innen ein,
          gemeinsam mit Ihnen Ihre Vereinsarbeit zu    •   Sie können Menschen mit Behinderung bei
          unterstützen.                                    den unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten
     • Begleiten Sie diese neuen Vereinsmitglieder         begleiten: Spaziergänge, Kino- und Kon-
          dabei, Ihre Arbeit kennen zu lernen und          zertbesuche, Angeln, Urlaub usw.
          erschließen Sie sich gemeinsam neue Be-      •  Gemeinsames Kochen
          reiche.                                      •  Begleitung zu Ärzten und Therapeuten
     Haben Sie ein besonderes Hobby, an dem Men-       •  Bei Renovierungs- und Verschönerungsar-
                                                          beiten innerhalb unserer Einrichtungen tat-
                                                          kräftig zur Hand gehen
                                                       • Gemeinsam im Garten arbeiten
                                                       • Persönliche Assistenz für Menschen mit
                                                          körperlichen Behinderungen, z. B. Essen
                                                          anreichen, Rollstuhl schieben
                                                       Wir freuen uns auf Sie und Ihre Hilfe!

     schen mit Behinderung teilhaben können?
     Imkerei, Gärtnern, Radfahren, Singen im Chor,
     Fußball, Pferdehaltung, Schafhaltung etc.

     Menschen mit Behinderung möchten sich ge-
     meinsam mit Ihnen ehrenamtlich engagieren!
     Geben Sie Ihre Berufserfahrung an Menschen        bhvb - Behindertenhilfe Vogelsbergkreis e.V.
     mit Behinderung weiter ...                        Frau Gitta Greb
                                                       Pestalozzistraße 1, 36358 Herbstein
     Schenken Sie Menschen mit Behinderung ein         Tel.: 06643/91853-401
     wenig Zeit ...                                    Email: g.greb@bhvb.de
                                                       Internet: www.bhvb.de

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Transparent 2016/2017

Mit Ihrer Unterstützung begleiten wir Menschen mit geistiger, körperlicher und seelischer
Behinderung ein ganzes Leben lang.

Mit Ihrer Geldspende - einer privaten Spende oder einer Firmenspende - kann die bhvb viel
bewegen.
Ihre Spenden werden für sinnvolle und notwendige Projekte eingesetzt, wie zum Beispiel
für dringend notwendige Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten oder barrierefreie
Umbaumaßnahmen in unseren Einrichtungen.

Um die Qualität und die Vielfalt unserer
Leistungen für die Betroffenen und deren
Angehörigen auch zukünftig sicherstellen
zu können, sind wir auf Spenden
angewiesen.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit!

Spenden Sie an:

Kontoinhaber:       Behindertenhilfe Vogelsbergkreis e.V.

Kreditinstitut:     Bank für Sozialwirtschaft oder Sparkasse Oberhessen
IBAN:			            DE13 5502 0500 0008 6312 00    DE08 5185 0079 0375 1004 79

BIC:			             BFSWDE33MNZ		                      HELADEF1FRI

Info: Spenden an die bhvb sind steuerlich absetzbar.

Herzlichen Dank!

                                                                                            17
Transparent 2016/2017

               Vier Wochen lang kreativ und sportlich unterwegs
               Schulkindbetreuung der bhvb - Behindertenhilfe Vogelsbergkreis e.V. ist auch in den Som-
               merferien vier Wochen lang täglich am Start
                                                                                rin Albina Hanke und der Ferienjobberin Jana
                                                                                Simon betreut. Und die drei bieten den ca. 20
                                                                                bis 25 Kindern täglich neue Aktivitäten, an de-
                                                                                nen sie alle gerne teilnehmen.

                                                                                „Wir teilen die Wochen thematisch ein“, erläu-
                                                                                tert Sven Nophut. So gibt es eine Kreativwoche,
                                                                                eine Spiel-und-Spaß-Woche oder eine Waldwo-
                                                                                che. In letzterer wird in freier Natur freies Spie-
                                                                                len probiert, aber auch waldpädagogische Akti-
                                                                                vitäten wie die Schulung des Geruchssinns oder
                                                                                der Orientierung haben die Pädagogen sich für
                                                                                die Tage ausgedacht. In der Sportwoche sind
                                                                                die Kinder auf dem angrenzenden Fußballplatz,
                                                                                in der Turnhalle oder auch mal auf einer Fahr-
                                                                                radtour durch den Vogelsberg zu finden. „Selbst
Ganz schön stolz: Ein Teil der Kinder präsentiert das selbstgebaute Hochbeet.   eine 27 Kilometer lange Tour haben die Kids
Mit dabei die Betreuer Albina Hanke (links), Sven Nophut (Mitte) und Jana       gut bewältigt“, freut sich der Gruppenleiter.
Simon (rechts neben Sven Nophut).
                                                                                Der Fahrradtour voraus gingen ein Sicherheits-
               HERBSTEIN (pm). Seit fünf Jahren bereits                         training und ein professioneller Fahrradcheck –
               führt die bhvb - Behindertenhilfe Vogelsberg-                    zu dem Spaßfaktor gesellt sich also fast neben-
               kreis e.V. im Auftrag der Stadt Herbstein die                    bei auch immer ein bisschen was zum Lernen.
               Schulkindbetreuung an der nahe der Werkstatt                     „In der Kreativwoche basteln wir Gegenstände
               und dem Hauptsitz der bhvb gelegenen Frei-                       aus unterschiedlichen Materialien“, führt Al-
               herr-vom-Stein-Schule durch. Zur täglichen                       bina Hanke aus. So entstehen Werke aus Holz
               Nachmittagsbetreuung während der Schulzeit                       oder Pappmaschee. Als besonders aufwendiges
               zählen Hausaufgabenbetreuung, freies Spiel,                      Projekt haben sich die Betreuer für ihre Kin-
               Gruppenangebote sowie viele erlebnis-, sport-                    der in diesen Ferien den Bau eines Hochbeets
               und freizeitorientierte Aktivitäten. Nicht zuletzt               ausgedacht. Dieses entsteht auf einer benach-
               wird hier auch ein gemeinsames Mittagessen                       barten Wiese, und die Kinder und Jugendlichen
               eingenommen – seit einiger Zeit findet dies ge-                  haben es (fast) ganz allein zusammengehäm-
               meinsam mit den Mitarbeitern der Werkstatt für                   mert und –geschraubt. Inzwischen ist es schon
               Menschen mit Behinderung statt, was von allen                    mit Erde befüllt und soll bald bepflanzt werden.
               Beteiligten sehr erfreut angenommen wird.                        „Schließlich wollen wir im Herbst noch was
                                                                                ernten“, stellt Sven Nophut lachend in Aussicht.
               Doch nicht nur während der Schulzeit, auch                       Selbstverständlich steht auch der eine oder an-
               in den Ferien stellt die bhvb das Angebot der                    dere Ausflug auf dem Programm der Ferien-
               Schulkindbetreuung zur Verfügung – gerade                        betreuung: So hat die Gruppe in diesem Jahr
               für berufstätige Eltern jüngerer Kinder unver-                   bereits den Vogelpark oder die Käserei in Al-
               zichtbarer Bestandteil der eigenen Urlaubspla-                   tenschlirf besucht.
               nung. Nicht zuletzt aus diesem Grund nehmen
               das Angebot nicht nur Familien aus Herbstein                     Der zehnjährige Moritz ist bereits ein „Urge-
               wahr, sondern auch aus vielen umliegenden Or-                    stein“ der Schulkindbetreuung. Er kommt seit
               ten. Zwischen 5 und 14 Jahren sind die Kinder                    fünf Jahren jedes Jahr gerne wieder dazu, wie
               und Jugendlichen alt, die der Pädagoge Sven                      er bestätigt. Am liebsten mag er die Sportwoche
               Nophut gemeinsam mit der Heilerziehungspfle-                     und trifft damit sicher auch die Meinung vieler
                                                                                gleichaltriger Jungs, die nicht müde werden,

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Transparent 2016/2017

ihre fußballerischen Aktivitäten auf dem Feld     sen haben. Nach der Stärkung ging es weiter mit
auszuspielen. Das breitgefächerte Angebot bie-    dem Transparentpapier. Das gab es in vielen ver-
tet dennoch für viele verschiedene Kinder An-     schiedenen Farben. Welche Farben unsere Lam-
reize, die Spaß machen und mehr sind als nur      pen haben sollten, durften wir natürlich selbst
eine Betreuung, während die Eltern noch ar-       entscheiden. Das Papier musste dann in kleine
beiten. „Und genau das ist es, was wir wollen“,   Stücke gerissen werden. Und schon ging es los
betont Sven Nophut, „die Kinder sollen gerne      mit der zweiten Kleisterrunde: Die Papierstücke
zu uns kommen.“ Ein Blick in die Runde lässt      wurden auf das Butterbrotpapier geklebt. Auch
daran kaum einen Zweifel.                         hier konnten wir kreativ sein und die Lampe ganz
                                                  nach unseren Vorstellungen gestalten: so bunt
Traudi Schlitt                                    wie möglich oder eher schlicht, wild durcheinan-
                                                  der oder gestreift oder, oder, oder…
Bastelkaffee des ABW
Am Samstag, den 03.
September 2016, fand
ein Bastelkaffee bei
unserer    Betreuerin
Maria zu Hause statt.
Bei dieser Aktion ha-
ben wir schöne Lam-
pen selbst gebaut und
gestaltet. Mit dabei
waren sechs Klienten
des ABW und alle                                  Und dann waren unsere Lampen auch schon fer-
Betreuerinnen     aus                             tig und mussten nur noch gut trocknen. Und da-
Alsfeld.                                          mit wir nicht hungrig nach Hause mussten, gab
                                                  es zum Abschluss noch Waffeln.
Bei Maria angekommen, gab es ein kleines
Frühstück zur Stärkung und danach ging es los.    Es war ein sehr schöner Tag, an dem viel gelacht
Die Lampen wurden mit Hilfe eines Holzfußes,      wurde. Die Lampen sind wirklich toll geworden
Weidenstöcken, Butterbrot- und Transparentpa-     und es hat Spaß gemacht, sie selbst kreativ zu ge-
pier, Bast und jeder Menge Kleister gebastelt.    stalten.
Am Anfang mussten wir uns überlegen, wel-
che Form unsere Lampen haben sollten: drei-
eckig oder viereckig, groß oder klein, bauchig
oder schmal, oben geschlossen oder offen – wir
konnten unserer Kreativität freien Lauf lassen.
Dann wurden Löcher in den Holzfuß gebohrt
und die Weidenstöcke dort hinein gesteckt. Mit
dem Bast wurden die Weiden fest zusammen
gebunden. Damit unsere Lampen auch schön
leuchten, wurde eine Fassung mit Schalter und
Glühbirne in das Gerüst gehängt.

Als Nächstes wurde das Gerüst mit Butterbrot-
papier umklebt. Da waren dann zum ersten Mal
die Hände voller Kleister. Nun musste das Ge-
stell erst einmal trocknen. Ein guter Grund, um
eine Pause einzulegen. Nele hatte sehr leckere
                                                  Gerd Massier, Detlef Walther, Thomas Ritter, Martin Haberkorn und
Pizzabrötchen vorbereitet, die wir alle geges-    Jens Dörr mit ihren Lampen. Es fehlt: Hilde Beier

                                                                                                                      19
Transparent 2016/2017

             Jede Menge Angebote für Spiel, Spaß und Sport
             Belegschaft der Werkstatt der bhvb in Herbstein startet mit einem Sommerfest in die
             Betriebsferien
                                                                    Organisiert wird das Sommerfest von einem
                                                                    Team, bestehend aus den Gruppenleitern Sven
                                                                    Nophut, Eva Loll und Dominik Maurer sowie
                                                                    Mitgliedern des Werkstattrates, namentlich
                                                                    Beatrice Röder, Carolin Missikewitsch und
                                                                    Monika Huscher. Und die hatten sich für ihre
                                                                    Kolleginnen und Kollegen wirklich jede Menge
                                                                    ausgedacht: Mit einem gemeinsamen Frühstück
                                                                    starten die Mitarbeiter und Angestellten der
                                                                    Werkstatt in einen ereignisreichen Tag. Acht
                                                                    verschiedene Angebote standen bereit – da war
                                                                    für jede und jeden etwas dabei, was er gerne tun
Mit der Kutsche durch den Vogelsberg - dieses Angebot zum Sommer-   wollte oder endlich einmal ausprobieren wollte.
fest war schnell ausgebucht.
                                                                    In die freie Natur rund um die Werkstatt machten
             HERBSTEIN (pm). Das Wetter spielte mit, als
                                                                    sich eine Laufgruppe und eine Fahrradgruppe
             das Sommerfest in der Werkstatt für Menschen
                                                                    auf. Etwas weniger sportlich, dafür mit genauso
             mit Behinderung der bhvb - Behindertenhilfe
                                                                    viel Spaß, erkundete eine andere Gruppe die
             Vogelsbergkreis e.V. in Herbstein gefeiert
                                                                    Umgebung auf zwei Pferdekutschen, die die
             wurde. Bei strahlendem Sonnenschein traten
                                                                    Lebenshilfe Vogelsberg e.V. zum Sommerfest
             die verschiedenen Gruppen ihre Outdoor-
                                                                    gesponsert hatte. Ebenfalls draußen fand ein
             Aktivitäten an oder fanden sich in vielen anderen
                                                                    Fußballturnier statt. Zur großen Freude aller
             Teams, um gemeinsam den Endspurt bis zum
                                                                    Beteiligten nahmen daran auch Kinder aus der
             Sommerurlaub zu begehen. Bereits zum dritten
                                                                    Schulkindbetreuung, einem weiteren Angebot
             Mal fand der letzte Tag vor den Ferien in diesem
                                                                    der bhvb, teil. „Die Mannschaften haben
             Rahmen statt – zur Freude aller Beteiligten, die
                                                                    sich gemischt und jeder einzelne hat wirklich
                                                                    alles gegeben“, freute sich Gruppenleiter
                                                                    Sven Nophut, „ein wirklich tolles inklusives
                                                                    Projekt!“ Sportlich, wenn auch indoor, ging
                                                                    es bei dem Dartturnier zu, bei dem sich die
                                                                    Teilnehmer nichts schenkten – schließlich
                                                                    kämpften sie um den eigens für dieses Turnier
                                                                    kreierten Siegerbutton. Gespielt wurde auch in
                                                                    der Brettspiel-Gruppe: Klassiker wie „Mensch
                                                                    ärgere dich nicht“ oder „Domino“ standen hier
                                                                    auf dem Programm, das allen Beteiligten viel
                                                                    Spaß machte. Die Kreativgruppe, die sich auch
                                                                    sonst einmal in der Woche regelmäßig trifft,
 Gemeinsames Spiel geht immer - besonders bei Klassikern wie dem    lud zum Sommerfest alle anderen interessierten
 „Riesen-Mensch-ärgere-dich-nicht!“
                                                                    Mitarbeiter ein, hier tätig zu werden. Aus
                                                                    vielen bunten Perlen konnte man sich vor dem
             die Erinnerung an diese schönen Stunden mit in
                                                                    Urlaub noch einen schönen Schlüsselanhänger
             den Urlaub nehmen.

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