Viele Onlineshops sind schlicht falsch konzipiert

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MARKET Schweizer Reparaturtag (Seite 08) Smart Energy Party (Seite 09) PEOPLE Kopf des Monats (Seite 16) CE-Sesselwechsel (Seite 16) TRADE & COMMERCE Marktreport (Seite 28) Shopping (Seite 30) KNOWLEDGE E-Commerce (Seite 35) Security (Seite 36) «Viele Onlineshops sind schlicht falsch konzipiert» Thomas Lang, CEO und Gründer, Carpathia, Seite 17 Hubware Sarah2 (10) Loewe & KNX Fernseher-Integration (10) Canon Powershot SX70 HS (14) Ricoh Ricoh GR III (15) 12|2018 01|2019

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ALSO GAMING Der Gaming Markt zählt zu der am stärksten wachsenden Kategorie in unserer Branche.

Die ALSO Schweiz gestaltet seit zwei Jahren mehrere Teile davon mit. Wir bauen das Portfolio in allen Sub-Kategorien wie Software – Hardware – VR/AR – E-Sport – Merchandising – Service stetig aus. Zu unseren Fokusherstellern zählen aktuell: Electronic Arts (EA) – ASUS – MEDION – LOGITECH G – LENOVO – HP – Sandberg – HTC Electronic Arts (EA) Gegründet: 1982 Weltweite Unternehmenszentrale: Redwood City, Kalifornien Hintergrund: Electronic Arts Inc. ist ein weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der digitalen interaktiven Un- terhaltung. EA entwickelt und veröffentlicht Spiele, Inhalte und Online-Dienste für Konsolen mit Internetverbindung, Mobilgeräte und Computer.

EA hat über 300 Millionen re- gistrierte Spieler auf der ganzen Welt.

Unternehmensprofil: EA erzielte im Geschäftsjahr 2018 -einen Umsatz von 5,15 Milliarden US-Dollar (nach US- GAAP). Das Unternehmen hat seinen Sitz in Redwood City, Kalifornien, und ist bekannt für qualitativ hochwertige Blockbuster-Marken wie Die Sims™, Madden NFL, EA SPORTS™ FIFA, Battlefield™, Need for Speed™, Dragon Age™ und Plants vs. Zombies™. Lenovo Legion Elegant und Ungezähmt: Wer hart arbeitet und viel feiert, muss ab und zu einfach den Kämpfer in sich herauslassen. Die Lenovo Legion Serie bietet Gaming-PCs mit der passenden Power für Freizeit-Krieger und zwar in einer Optik, die in jeder Umgebung Eindruck macht.

Durchdachtes Design: Vom schlanken, moder- nen Look über ihre leistungsstarken Komponen- ten bis hin zu den innovativen Funktionen – diese Produkte sind für den modernen Gamer konzipiert. Keine Grenzen: Mit den leistungsstarken Pro- zessoren und dedizierten Grafikkarten plus Übertaktungsoptionen sind Sie in jedem Spiel wettbewerbsfähig. Diese Maschinen stossen niemals an ihre Grenzen. Sie sind auch auf das anspruchsvollste Gameplay vorbereitet. Zeigen Sie Ihren Stil: Setzen Sie mit den an- passbaren RGB-Lichteffekten im Lenovo Legion Y730 Notebook, T730 Tower und C730 Cube eigene Akzente. Upgrades sind mit unseren Tower- und Cube-Geräten einfach, sodass die Anpassung der Hardware ein Kinderspiel ist.

Cool bleiben: Innovative Kühlsysteme mit Dual-Lüftern, stromlinienförmiger Thermik und Zweikanal-Kühlung halten Legion-PCs auch bei starker Beanspruchung kühl und leise. Spielen an jedem Ort: Wir haben jede Menge Leistung in einer kompakten Einheit verpackt. Steigen Sie ins Spiel ein – überall und jederzeit. MEDION ERAZER MEDION ist Deutschlands führender Anbieter von Unterhaltungselektronik-Produkten und digitalen Dienstleistungen. Unsere Kunden schätzen das aussergewöhnlich gute Preis-Leistungsverhältnis bei Multimedia-Produkten, Telekommunikations-Services und elektronischem Zubehör.

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12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag Wenn Sie dieses Magazin in den Händen halten, sind «Black Friday» und «Cyber Week» bereits vorbei. Doch auch wenn sich immer mehr Schweizer Händler an den Mega-Shopping-Tagen mit Aktionen beteiligen, so ist der grösste Shopping-Tag mittlerweile der «Singles’ Day» am 11.11. Wenn wir den Beginn der fünften Jahreszeit einläu- ten, feiern sich Singles in Asien selbst und beschenken sich mit Einkäufen. In wenigen Stunden machen Händler am «Singles’ Day» so viel Umsatz wie am «Black Friday» und am «Cyber Monday» zusammen.

Die Händler in China gehen besonders geschickt vor, um die Ware an den Single zu bringen.

Sie inszenieren den ­ Mega-Shopping-Tag vor allem am Fernsehen. Und zwar nicht wie wir es kennen à la Teleshopping-Kanal, sondern mit einer vierstündigen Show, bei der nationale und interna- tionale Promis die Produkte und Sonderangebote promoten. Gekauft wird per Smartphone und das denkbar einfach. Der Nutzer muss nur sein Handy im richtigen Moment schüt- teln, schon ist der Kauf abgeschlossen.

Ich finde diesen Omni-Channel-Ansatz genial, das eher emotionslose Onlineshopping wird so zum Erlebnis. Zudem erschliessen sich für die TV-Hersteller, die nicht zuletzt durch Netflix & Co. stark unter Druck geraten sind, neue Er- lösmodelle. In den USA versuchen sich bereits ebenfalls TV- Sender in Zusammenarbeit mit Amazon und Walmart an ähnlichen Shopping-Formaten. Ich bin gespannt, ob es schon bald auch hierzulande Vergleichbares geben wird. ­ E-Commerce-Experte Thomas Lang erzählt im Interview ab Seite 17, wie er die Entwicklung im Schweizer Onlinehandel sieht. Auf Seite 28 lesen Sie einen Report zum Schweizer Gaming-Markt.

Zudem suchte die Redaktion ein Angebot für eine TV-Montage an der Wand und an der Decke. Ab Seite 30 lesen Sie, warum das nicht immer einfach war. EDITORIAL | 05 Anzeige Chinas genialer Omni-Channel-Ansatz am «Singles' Day» China macht das ­emotionslose ­Onlineshopping zum ­Erlebnis.

Fabian Pöschl, stellvertretender Chefredaktor, CEtoday

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* Aktion gültig für die Modelle TX-77EZC1004 (CHF 500.– Eintauschprämie), TX-65FZC954 und TX-65FZC835 (CHF 250.–), TX-55FZC954 und TX-55FZC835 (CHF 150.–) bei allen auf catch-it.ch aufgeführten Vertriebspartnern. Die Geräte müssen zwischen 5.11. und 31.12.2018 gekauft worden sein. Die Prämie kann bis 15.01.2019 auf catch-it.ch eingelöst werden. Es gelten die dort aufgeführten Teilnahmebedingungen. Leonardo Genoni Torhüter der Schweizer Eishockey Nationalmannschaft Jetzt zugreifen: Bringen Sie Ihren alten Fernseher und profitieren Sie beim Kauf eines Panasonic OLED TV von bis zu CHF 500.–*.

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12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag INHALTSVERZEICHNIS | 07 Zum Anfang Editorial05 Inhaltsverzeichnis07 Market News 08–09 Messe Herofest legt holprigen Start hin 08 Event Dritter Schweizer Reparaturtag 08 Event Swiss Payment Forum 09 Event Smart Energy Party 09 Smarthome-News 10–11 Elektronews 12–13 Fotonews 14–15 People Kopf des Monats Dominik Kargl, Microspot/Interdiscount 16 Köpfe Die Sesselwechsel der Schweizer CE-Branche 16 One-to-One Thomas Lang, Carpathia 17–19 Trade & Commerce News 20–21 Studie Das TV-Geschäft bleibt prägend

20 Event Der zweite Digitaltag 21 Event Fux Multimedia Solutions feiert 70.Jahrestag 22 Messe Auto Zürich: 8k- und Audio-Premieren 23 Event Dinos in 4k 24 Porträt TV Lehmann 25 Event Netzrace 2018: Tempo, Spass und Feinmotorik 26–27 Marktreport Gaming-Markt zeigt starkes Wachstum 28–29 Shopping Display-Montagen 30–31 Products Weihnachtstrends Die 5 wichtigsten Produktsparten 32–33 Showroom Panasonic 34 Knowledge E-Commerce Ausländische Onlineshops im Vorteil 35 Security Was Sicherheitsexperten den Schlaf raubt 36 Service Impressum37 Simap-Meldungen37 Agenda37 Curiosities Zum Schluss Merkwürdiges aus dem Web

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12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag fpo. Vom 12. bis 14. Oktober hat in Bern das erste Herofest stattgefunden. Die Nachfolgerin der Spielzeugmesse Su- isse Toy ist seit dem Ausstieg des Spielwaren-Verbands Schweiz (SVS) deutlich stärker auf digitale Unterhaltung ausgerichtet, wie der Messebesuch zeigte. Laut Messeve- ranstalter waren 12000 Besucher am Herofest. An die Su- isse Toy 2017, die noch einen Tag länger dauerte als das Herofest, kamen rund 50000 Teilnehmer. Messeleiterin Anne Maria Schneider ist dennoch zuversichtlich, die neue Marke komme gut an. Als Highlights nennen die Herofest-Macher unter anderem die «SwitzerLAN-Party» mit über 2000 Gamern.

Laut Cédric Schlosser von MYI Entertainment ist es die grösste LAN-Party im DACH- Raum. Rege Teilnahme hätten auch die Cosplay-Contests und die Final-Matches der «League of Legends Premier Tour» verzeichnet.

Auch Oliver Vrieze, Chief Marketing & Sales Officer der Bernexpo, sieht die Messe auf dem richtigen Kurs. Das wirtschaftliche Potenzial rund um die E-Sports-Szene sei grenzenlos. So war an der Messe manch ein Aussteller zu sehen, der auch auf den E-Sport-Trend aufspringen will. Die Postfinance war etwa mit einem Stand vor Ort und unterstützt in einem Experiment ein Schweizer E-Sports- Team während eines Jahres. Auch Swisscom verkündete den Start einer eigenen Liga. Michel Siegenthaler, Verant- wortlicher für Angebote und Marketing bei Swisscom, kündigte die «Swisscom Hero League powered by ESL» mit Start ab November an.

Die Liga ist offen für Profis und Amateure und bietet Plattformen für die Spiele «League of Legends», «Hearthstone» und «Clash Royale». Das nächs- te Herofest findet vom 11. bis 13. Oktober 2019 statt.

bca. Am 27. Oktober, einem Samstag, hat der dritte Schweizer Reparaturtag stattgefunden. Organisiert haben den Anlass 40 Repair Cafés und die Stiftung für Konsu- mentenschutz (SKS). Repariert wurden an dem Tag nahe- zu 1457 Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von 4,726 Tonnen. Damit sei der letztjährige Rekord gebrochen ­worden, freuen sich die Veranstalter. Über 500 ehrenamt- liche Helfer in der ganzen Schweiz beteiligten sich am Reparaturtag, um ihren eigenen Rekord vom letzten Jahr zu brechen.

«Innerhalb von vier Jahren entstanden in der Schweiz fast 100 Repair Cafés. Das zeigt, dass es der Bevölkerung ein Anliegen ist, defekte Dinge reparieren zu können und der Wegwerfwirtschaft etwas entgegenzuhalten.

Die Politik muss diese Anliegen aufnehmen», lässt sich Sara Stalder, Geschäftsleiterin des SKS, in einer Mitteilung zitieren. Die Reparaturbewegung habe bewirkt, dass vier Bundespoliti- ker Vorstösse für bessere Produkte eingereicht hätten. Die Motion von Marianne Streiff-Feller (EVP) will laut Mit- teilung die Garantiedauer für Produkte auf fünf Jahre erhö- hen. Stefan Müller-Altermatt (CVP) will Konstruktionsda- ten für nicht mehr verfügbare Ersatzteile kostenlos im In- ternet verfügbar machen, damit sie mit 3-D-Druckern nachgebildet werden können. Das Postulat von Isabelle Chevalley (GLP) fordert den Bundesrat auf, die Vorteile ei- ner Kennzeichnung der Mindestnutzungsdauer von Pro- dukten zu benennen.

Konsumentenschutz-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo (SP) schliesslich will einen Bundesrats- bericht über die Vorteile von reparaturfreundlich designten und entsprechend gekennzeichneten Produkten. Die Vor- stösse seien vom Bundesrat zwar allesamt abgelehnt wor- den, doch nun seien die Politiker am Zug und könnten den Entscheid des Bundesrats korrigieren, so Stalder. 08 | MARKET Aktuell NEWS DHL hat sich in Winter­ thur niedergelassen osc. Der deutsche Paket- und Brief-Express-Dienst DHL hat ein erstes Paket- Depot in Winterthur eröff- net, wie «Blick» berichtet. Damit habe der Angriff auf die Schweizer Post begon- nen.

Laut «Sonntagszei- tung» liebäugelt der franzö- sische Paketdienst DPD, der schon in der Schweiz aktiv ist, mit einer Partnerschaft mit DHL.

▸ Webcode DPF8_105115 SBB testen Gratis-Internet in Zügen mer. Die SBB testen in 44 Intercity-Zügen Gratis-Inter- net, wie sie an einem Presse­ anlass bekannt ga- ben. Zum Einsatz kommen dabei funkdurchlässige Fenster, die mehr Vorteile böten als WLAN. Das Ange- bot stünde für Salt- und Sunrise-Kunden via App zur Verfügung. ▸ Webcode DPF8_112117 Erste «LeihBar» der Schweiz öffnet in Bern kfi. Der Leihladen «LeihBar» hat Anfang Dezember in Bern eröffnet. Die soge- nannte «Bibliothek der Din- ge» stelle zu Beginn rund 200 Gegenstände zur Verfü- gung. Standort ist die Alte Feuerwehr Viktoria.

Den Weg dafür bereitet haben der Konsumentenschutz und Crowdfunding. ▸ Webcode DPF8_111995 Zattoo nennt die ­Streaming-Trends fpo. Zattoo hat seinen ersten TV-Streaming-Report publi- ziert. Marktforscher Kantar TNS befragte dazu 800 Schweizer und fand heraus, dass das TV-Streaming den Massenmarkt erreicht habe. Zudem werden das zeitver- setzte Fernsehen und der Smart-TV immer beliebter. ▸ Webcode DPF8_111827 WWW.CETODAY.CH Rund 1500 Geräte repariert Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_113279 Herofest legt holprigen Start hin Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_111143 Für Cosplayer war eine eigene Halle vorgesehen, die kostü- mierten Besucher waren aber überall an der Messe zu sehen.

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12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag lha. Mit digitalisierten Kuhglocken läutete Organisator Kurt Lüscher die Smart Energy Party 2018 ein und hiess alle Gäste willkommen. Am 25. Oktober trafen sich bereits zum sechsten Mal Vertreter aus der Energie- und ICT- Branche sowie aus benachbarten Branchen wie Gebäude- technik, Smarthome und Mobilität in der Umweltarena in Spreitenbach. Auch einige Gäste aus der Politik und Me- dienvertreter waren mit von der Partie.

Ausser Innovation spielte auch Konvergenz eine grosse Rol- le in Lüschers Eröffnungsrede. «In der neuen Energiewelt entstehen neue Spielfelder», sagte er.

So sei die Konvergenz mit anderen Branchen wie der Gebäudetechnik und der Mobilitätsbranche ein grosses Thema. Partnerschaften und die Zusammenarbeit mit Start-ups seien hier wichtig. Neu an der Smart Energy Party 2018 war auch Modera- torin Christa Rigozzi. Charmant und mit viel Humor führ- te sie durch den Abend. Wie gewohnt stellten Gastredner ihre Sicht auf das Thema Energie dar. Den Anfang machte die ehemalige Profi-Kunstturnerin Ariella Käslin, die über die negativen Seiten des Spitzensports sprach. Besonders die Ernährung ohne strikten Ernährungsplan habe sie anfangs komplett überfordert.

ETH-Professor Günther Dissertori beschäftigte sich in seinem Vortrag mit Energie und Masse. Einstein habe ge- sagt, Energie sei äquivalent zu Masse und damit zu Ge- wicht. «Das heisst, wenn Sie morgen früh auf die Waage stehen und ihr Gewicht messen, messen Sie zum grössten Teil das Gewicht von reiner Energie», sagte Dissertori und sorgte so für viel Schmunzeln im Publikum. Die Smart Energy Party 2019 findet am 24. Oktober wieder in der Umweltarena Spreitenbach statt.

MARKET Aktuell | 09 NEWS iWay erweitert Glasfaser- netz im Kanton Zürich kfi. Der Internet-Service- Provider iWay hat mit sei- nem Netzwerk eine weitere Gemeinde im Kanton Zü- rich erschlossen.

Die Ge- meinde Lindau im Bezirk Pfäffikon gehöre zu den ersten Gemeinden dieser Grössenordnung, die in der Schweiz auf Glasfaser set- zen, wie iWay in einer Mit- teilung schreibt. ▸ Webcode DPF8_112071 Swisscom reagiert auf ­Kritik jor. Swisscom wollte einigen seiner Kunden ein obligato- risches und teilweise teure- res Abo-Upgrade verpas- sen, was für viel Kritik ge- sorgt hat. Nun verspricht Swisscom eine «verbesser- te Kommunikation» und eine verlängerte Frist bis zum Abowechsel, wie die Stiftung für Konsumenten- schutz mitteilt.

▸ Webcode DPF8_110322 Salt und UPC fürchten ­ Folgen für Replay-TV mer. Verschiedene Fern- sehsender haben gefor- dert, für nicht gezeigte Werbung im Replay-TV entschädigt zu werden. Salt und UPC wiesen die Forderung zurück und er- klärten in einer Mitteilung, dass die Sender bereits auf anderem Weg entschädigt würden. ▸ Webcode DPF8_112330 LG-CTO hält erste CES- Keynote fpo. LGs Präsident und CTO I.P. Park wird die erste Key- note des Unternehmens an der CES in Las Vegas am 7. Januar 2019 halten. Wie schon an der IFA in Berlin soll Park über die Vorteile der künstlichen Intelligenz für das alltägliche Leben sprechen.

▸ Webcode DPF8_111575 WWW.CETODAY.CH osc. Mit der Digitalisierung ist die Finanzwelt kräftig unter Druck geraten. Die Erwartungen der Kunden ändern sich, neue Player machen den etablierten Finanzdienstleistern Konkurrenz und digitale Technologien transformieren Zahlungen und Einkauf. Was die Trends der Branche sind und wie Unternehmen darauf reagieren können, darum drehte sich die siebte Ausgabe des Swiss Payment Forums Anfang Novemer in Zürich. Im ersten Referat erfuhren die Besucher von Sandro Graf, Leiter des Swiss Payment Research Centers an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, wel- che Zahlungsmittel die Schweizer im Jahr 2018 nutzten.

«Cash ist nicht mehr King», sagte er. «Die Debitkarte ist das beliebteste Zahlungsmittel in der Schweiz». Insbesondere das Zahlen per Smartphone sei im Laden immer noch mit zu viel Zeitaufwand und umständlichen Systemen verbun- den. Eine Folge davon: Erst 1,5 Prozent aller Transaktionen finden laut Umfrage mittels Mobile Payment statt. Digitalisierung und digitale Transformation Für David Kauer, Lead Innovator der Postfinance, war das Schlagwort «Mobile First» nur ein Schritt auf dem Weg zur «digitalsten Bank der Schweiz». Dieses Ziel wolle Post­ finance bis 2020 erreichen. Ein grundlegendes Problem vieler Banken sei, dass sie nicht klar zwischen Digitalisie- rung und digitaler Transformation unterschieden.

Letzte- res verlange dem Unternehmen viel mehr ab. Die IT der Finanzbranche müsse für das digitale Banking fit gemacht werden. Das heisse: mehr Virtualisierung, mehr Cloud, mehr Automatisierung und offene Schnittstellen. Kauer zeigte unter anderem die App «E-Wallet», die Postfinance im kommenden Jahr lancieren wolle. Mit ihr sollen welt- weit Zahlungen mit verschiedenen Zahlungsmitteln per Touch-ID möglich sein.

Wie wir heute und übermorgen bezahlen Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_114567 «Neue Energiewelt – neue Spielfelder» Dieses Jahr erhielt Organisator Kurt Lüscher Unterstützung von Christa Rigozzi. Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_113130

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12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag 10 | MARKET Smarthome-News mer. Der Schweizer Hersteller Hubware hat am Smart­home-­ Kongress in Nürnberg Ende Oktober das neue Smarthome- System «Sarah2» gezeigt. Die Plattform soll beliebig viele handelsübliche Haushalts- und IoT-Geräte miteinander verbinden und ist zudem kompatibel mit gängigen Haus- automationssystemen, so der Hersteller.

«Sarah2», bezie- hungsweise die Übertragung von App und lokalem Server, sei zudem end-to-end-verschlüsselt und könne Systeme wie KNX, Homematic, Digitalstrom und IoT-Geräte mitei- nander verbinden. Die Installation erfolgt laut Hubware in «kurzer Zeit». So werde das Produkt mit wenig Aufwand zum Smarthome-Assistenten. Ferner könne «Sarah2» auf Dienste wie eine Gegensprechanlage, Videoüberwachung oder die Heizungssteuerung zugreifen.

App und Smarthome-Server Das Produkt besteht aus einer App und einem Smarthome- Server, womit die Daten nach Angaben des Herstellers im Haus des Nutzers verbleiben. Mit der App lasse sich das System einrichten und bedienen. Die App gewann am Best of Swiss Apps Award 2016 Gold in der Kategorie IoT. «Sarah2» ist seit dem 23. Oktober in der Schweiz, in Deutschland und Österreich über Hubware-Partner und auf der Firmenwebsite erhältlich. Hubware präsentiert Smarthome-Plattform Das Smarthome-System «Sarah2» erlaubt eine End-to-­ End- Ver­schlüsselung ­zwischen Haushalts- und IoT-Geräten.

Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_112152 fpo.

Loewe ist eine Zusammenarbeit mit KNX eingegan- gen. Wie der TV-Hersteller mitteilt, lassen sich seine Fern- seher neu und als einzige in die KNX-Gebäudeautomation integrieren. Der Fernseher könne somit in eine Vielzahl von Szenarien eingebunden werden. Schnittstelle für den internationalen Standard für ver- netzte Gebäudetechnik ist das Gateway ISE Smart Connect KNX Loewe. Das Gateway sei sowohl fürs Eigenheim als auch für den Businessbereich geeignet, etwa mit einem Hotelmodus, der bei Einzelraumlösungen die Möglichkeit bietet, einzelne Funktionen anzupassen.

Mit Partnerschaften Vorteile ausspielen Loewes geschäftsführender Gesellschafter Mark Hüsges begründet die Partnerschaft mit KNX damit, dass einzel- ne Marken ihre Vorteile nur dann wirklich erlebbar ma- chen könnten, wenn sie offen für andere Systeme und Marken seien. Loewe sei zudem bereits seit 2015 eine Part- nerschaft mit der Markenallianz Connected Comfort ein- gegangen, die smarte Gebäudetechnik vereine. TV-Hersteller Loewe kooperiert mit KNX Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_110858 Über ein Gateway lassen sich Fernseher von Loewe in die KNX-Gebäudeautomation integrieren.

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12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag In Kooperation  MARKET Smarthome-News | 11 René Senn Fachgruppe Intelligentes Wohnen der GNI DER AUTOR DIE GNI In der GNI sind Hersteller, Systemintegratoren und Dienstleistungsanbieter or- ganisiert, um das Smart­ home in der Schweiz nach- haltig zu fördern.

Bereits seit dem Jahr 2000 enga- giert sich ihre Fachgruppe «Intelligentes Wohnen» für dieses Ziel. Sie organisiert unter anderem Smarthome-­ Tagungen und ist auch ­ Mitinitiatorin des Jahrbuchs «Intelligentes Wohnen». Die Fachgruppe arbeitet eng mit dem VSRT, dem VSEI und weiteren Verbänden zusammen, denn Vernet- zung fordert alle Branchen. Vertiefte Informationen und Ausbildung sind weitere wichtige Aufgaben der Fachgruppe.

Der Busankoppler macht den Unterschied «Früher war alles einfacher», ist eine oft gehört Redensart. Viele lieben das Altbewährte, doch die Zeiten und die Technologien ändern sich, immer wieder. So war auch bei KNX über Jahre klar, wie eine Topologie aussieht und wel- che technischen Grenzen gelten. Neue Produkte bieten aber auch hier neue Möglichkeiten, was immer mal wieder für Verwirrung sorgt. KNX als dezentrales System ist für die Installation in einzelnen Segmenten, das heisst Bereichen und Linien ausgelegt. Die Segmente werden unabhängig voneinander mit Strom versorgt, sodass ein Ausfall nicht eine ganze Anlage betrifft, sondern nur ein Teilsegment – oder eben eine Linie.

Die Segmentierung hilft zudem, das Kommu- nikationsvolumen auf dem Bussystem zu verteilen. Da- durch sind Gebäudeautomationsanlagen in nahezu belie- biger Grösse realisierbar, und dies auch gewerkeübergrei- fend (HLKSE). Nun steht seit Kurzem die Frage im Raum, wie viele Geräte an einer KNX-Linie angeschlossen wer- den können. Grund dafür ist, dass Hersteller seit geraumer Zeit verschiedene Spannungsversorgungen mit bis zu 1280mA anbieten. Wir stellen die Frage nach der Anzahl Teilnehmer deshalb dem KNX-Experten Beat Bebi, der in der KNX-Ausbildung und im KNX-Kundensupport von Feller täglich damit konfrontiert ist.

Unter KNX-Integratoren wird immer wieder diskutiert, wie die Anzahl möglicher Geräte in einer KNX-Installation berechnet werden kann. Dieser Artikel und das Interview mit Beat Bebi, technischer Kundensupport und KNX-Ausbildung bei Feller, sollen hier Klarheit schaffen. Artikel online auf www.cetoday.ch Webcode DPF8_115872 INTERVIEW Können Sie die Frage, wie viele KNX-Geräte denn nun effektiv auf einer Linie installiert werden können, abschliessend beant- worten?

Beat Bebi: Nein, als Antwort kann ich nicht einfach eine einzelne Zahl angeben. Diese hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ich fürchte, die Meinungen gehen hier auch unter den Experten aus- einander. In den KNX-Spezifikationen sind die Zahlen jedoch klar definiert. Das entscheidende Kriterium ist die Art der verwende- ten KNX-Busankoppler. Gemäss KNX Association sind zwei Ty- pen spezifiziert. Die bisherigen Typen tragen die technische Be- zeichnung TP1-64-Geräte. TP steht für Twisted Pair, 64 steht für maximal 64 Geräte pro Liniensegment. Pro Linie sind zudem vier Segmente möglich, was letztlich mit dem Einsatz von drei parallel geschalteten Linienverstärkern 256 TN pro Linie ermöglicht.

Und was ist der zweite Typ?

Das sind die neueren TP1-256-Busankoppler. Wenn auf einer Li- nie nur Geräte vom Typ TP1-256 verwendet werden, können da­ rauf theoretisch 256 TN angeordnet werden. Es dürfen aber kei- ne Linienverstärker mehr eingesetzt werden. In der Praxis wird dieses Maximum jedoch kaum jemand ausreizen. Kann ich die verschiedenen Busankoppler auch auf einer Linie kombinieren? Ja, ohne Probleme. Sobald jedoch ein Busankoppler vom Typ TP1-64 in einer Linie vorhanden ist, dürfen an dieser Linie nur noch maximal 64 KNX-Teilnehmer angeschlossen werden. Da in einer bestehenden Linie auch mal neue Geräte dazukommen können, ist es von Vorteil – oder besser gesagt, sind wir auf der sicheren Seite –, wenn wir stets das Maximum von 64 Geräten pro Linie einhalten.

Und wie hoch kann ein Integrator nun effektiv gehen? Mit einer 1280mA-Spannungsversorgung und nur TP1-256-Ge- räten theoretisch auf 256 Geräte, wenn die Stromleistung genü- gend ist. Aber das ist wie gesagt Theorie. Es hängt immer von der effektiven Leistungsaufnahme der angeschlossenen Teilneh- mer ab. Ich empfehle, nicht mehr als 80 Geräte auf einer Linie zu platzieren. Gerade bezüglich der Ausfallsicherheit ist es doch besser, wenn mehrere kleinere, autonom versorgte Linien erstellt werden.

Welche Anzahl TN empfehlen Sie? Für die Planung empfehle ich folgende Richtwerte: Maximal 55 TN pro Liniensegment bei TP1-64- beziehungsweise 80 TN pro Linie bei reinen TP1-256-Installationen.

So steht mir später je- weils eine Ausbaureserve bis zur Maximalauslastung der Linie beziehungsweise der Spannungsversorgung zur Verfügung. Ge- wisse Spannungsversorgungen können auch parallelgeschaltet werden. Die Parallelschaltung von zwei 1280mA-Spannungsver- sorgungen ist nicht erlaubt, weil sonst der maximale Kurz- schlussstrom von 3A nicht mehr eingehalten werden kann. Beat Bebi engagiert sich seit 17 Jahren mit Herzblut für KNX und kennt dessen technische Details aus ­ seiner täglichen Arbeit.

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ELEKTRO HEUTE / 12 / 01 | 2018/ 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag 12

MARKET NEWS Philips hat neuen Firmensitz in Horgen bezogen mer. Philips Schweiz hat im No- vember den neuen Firmensitz in Horgen bezogen. Dabei führte der Hersteller ein neues Office-Kon- zept ohne feste Pulte und Ar- beitszeiten ein, wie es in einer Mitteilung heisst. Des Weiteren sei eine gesunde Verpflegung der Angestellten zentral. Offene Räu- me und Seesicht sollen das Büro abrunden, heisst es darin weiter. WEBCODE DPF8_113124 Signify verteilt Philips’ ­Wireless-Gateways fpo. Signify hat eine Aktion für Kunden seiner Interact-Ready- Lampen und -Leuchten lanciert.

Wie der Hersteller mitteilt, erhal- ten diese Kunden ab einem Ein- kaufswert von 3500 Euro das Philips-Gateway im Wert von 1000 Euro kostenlos dazu. Der Gutschein für das «Interact Pro Wireless Gateway» ist bis Ende des Jahres gültig.

WEBCODE DPF8_112968 Meier Tobler schliesst ­Keramikland fpo. Meier Tobler hat den Aus- stieg aus dem Geschäft mit Ba- dezimmerausstattung angekün- digt. Das Unternehmen Keramik- land liefere seit einiger Zeit einen negativen Beitrag zum Konzern- ergebnis. Durch die Schliessung von Keramikland fallen 46 Ar- beitsplätze weg. Das Unterneh- men wolle sich auf das Kernge- schäft mit technischer Gebäude- ausrüstung fokussieren. WEBCODE DPF8_113097 Electrolux stärkt Präsenz im Gastgewerbe fpo. Electrolux hat eine Partner- schaft mit dem irischen Start-up Drop verkündet. Dessen Geräte sollen künftig per Rezept-App verknüpft werden.

Zudem kaufte Electrolux den italienischen Her- steller SPM Drink Systems. Damit soll die Präsenz im Gastgewerbe erhöht werden.

WEBCODE DPF8_110558 WWW.CETODAY.CH fpo. Philips hat die Kaffeevollautomatenserie 5000 Lattego lanciert. Wie der Hersteller mitteilt, bietet die Maschine mit ihrem Lattego-Milchsystem das am schnellsten zu reinigende Milchsystem von Philips. Der Lattego-Behälter sei speziell für den täglichen Gebrauch konzipiert. Er be- stehe aus zwei Teilen und sei spülmaschinenfest. Ein Milchschlauch sei nicht mehr nötig, die Milch gelange mithilfe von Unterdruck in die Aufschäumkammer und werde dort mit Luft vermischt.

Nutzer des Kaffeevollautomaten 5000 könnten auf Knopfdruck aus sechs Varianten auswählen: Espresso, Kaf- fee, Cappuccino, Latte Macchiato, Café au lait oder Ameri- cano.

Die Maschine biete zudem individuelle Einstellungs- möglichkeiten von Aromastärke, Füllmenge und Mahlgrad. Der patentierte Aquaclean-Filter verbessere bei regelmäs­ sigem Wechsel die Qualität des Kaffees und ermögliche sorgenfreien Genuss für bis zu 5000 Tassen ohne Entkalken. Der Kaffeevollautomat Philips 5000 Lattego hat ein Edelstahldesign und ein Scheibenmahlwerk aus Keramik. Die Kaffeemaschine ist zum UVP von rund 1150 Franken erhältlich.

Philips kappt den Milchschlauch Die Philips Lattego 5000 soll Philips’ schnellstes Milchreinigungs-System haben. mer. Der Fachverband Elektroapparate für Haushalt und Gewerbe Schweiz (FEA) hat die Bilanz für das dritte Quar- tal 2018 publiziert. Wie der FEA mitteilt, verzeichnet die Haushaltsgerätebranche weiterhin eine Hochkonjunktur. Der Anteil der Firmen, die einen negativen Ertrag er- zielten, sei zwar von 2 im letzten Quartal auf 5 Prozent gestiegen, jedoch sei die durchschnittliche Ertragslage besser als im zweiten Quartal. 31 Prozent der Unterneh- men verzeichneten ein Ertragswachstum im Vergleich zu 21 Prozent im Vorquartal.

Einen befriedigenden Gewinn meldeten 64 Prozent, das heisst 12 Prozent weniger als im Vorquartal. Beschäftigungslage, Bestellungseingänge und Auftragsbestand beschreiben etwa ein Drittel der Firmen als positiv und der Rest als befriedigend. Kostenanstieg bei Personal und Material Der FEA geht davon aus, dass dieses hohe Niveau im kom- menden vierten Quartal erhalten werden könne. Denn knapp 80 Prozent erwarteten stagnierende Werte bei der Beschäftigungslage und 7 von 10 bei der Ertragslage. Kei- nes der Unternehmen plane für das kommende Quartal Kurzarbeit. 62 Prozent gingen von einem steigenden Kos- tentrend im Materialbereich aus, wobei die Übrigen die Kosten als gleichbleibend einschätzten.

Im Personalbe- reich gingen ebenfalls alle Befragten von stagnierenden oder steigenden Kosten aus, schreibt der FEA. Trotz rückläufigem Trend bei Bestellungseingängen und Auftragsbeständen würden die Werte gehalten. Damit könne dem Jahresabschluss zuversichtlich entgegenge- blickt werden, heisst es vonseiten des Fachverbands. Er hoffe aber auf weniger hektische Börsenentwicklungen. Insgesamt wertete der FEA für das Konjunkturbarome- ter 42 ausgefüllte Fragebogen aus.

Haushaltsgeräte verkaufen sich gut WWW.CETODAY.CH ARTIKEL ONLINE: www.cetoday.ch • Webcode DPF8_112287 ARTIKEL ONLINE: www.cetoday.ch • Webcode DPF8_112764

ELEKTRO HEUTE / 12 / 01 | 2018/ 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag MARKET 13 «Internet of Insecure Things» in der Baubranche Anfang Oktober hat der zweite Gebäudetechnik-Kongress im KKL Luzern unter dem Leitthema «Digital & Smart» stattgefunden. Wie das Event-Organisationskomitee mit- teilt, lockte der Gebäudetechnik-Kongress 2018 mit Refe- renten aus dem In- und Ausland, die über die fortscheiten- de Digitalisierung der Branche sprachen.

Adrian Alten- burger, OK-Präsident und Vizepräsident des Schweizeri- schen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA), sagte während seiner Keynote: «Wir möchten mit dem Gebäu- detechnik-Kongress Forschung und Praxis näher zusam- menführen.» Am Kongress sprach auch Deepak Aatresh, Mitgründer und Geschäftsführer des Silicon-Valley-Start-ups Aditazz. Aatresh sprach über die automatisierten Computerpro- gramme von Aditazz, die Planungsaufgaben übernehmen. Prozessdiagramme liessen sich mit der Software von Adi- tazz automatisch in 3-D-Pläne umsetzen. «Architektur ist nicht objekt-, sondern subjektbe­zogen», sagte Sacha Menz, Professor für Architektur und Baupro- zesse an der ETH Zürich.

Mit Leichtbau und kluger Ver- dichtung könne der Schweizer Gebäudepark ebenso mo- dernisiert werden wie mit dezentraler Gebäude­ technik.

Urs von Arx, CEO von Hefti Hess Martignoni (HHM), sieht in der Zukunft mehr Chancen als Risiken für die Pla- ner, wie er sagte. Digitale Technologien und Prozesse wür- den in nahezu allen Bereichen verschmelzen, von Zusam- menarbeit über (Aus-)Bildung bis zum Gesundheitswesen. Hannes Mayer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehr- stuhl von Gramazio & Kohler an der ETH Zürich, berich- tete vom robotergestützten Bauen: «Für die Dachkons­ truktion des Arc Tec Lab mussten wir eine Million Nägel nach SIA-Normen platzieren. Solche Aufgaben sind mit herkömmlichen Abläufen unmöglich zu lösen.» Neue, branchenfremde Anbieter Marc Beermann, Mitgründer und COO der Allthings Tech- nologies, sagte an seiner Keynote: «Immobilienbewirt- schaftung funktioniert heute noch weitgehend so wie vor 50 Jahren.

Das wird sich ändern.» Er glaubt, dass in Zu- kunft Gebäudebesitzer direkt mit ihren Mietern kommu- nizieren.

Michael Scheiwiller, Leiter Projektentwicklung bei der Methabau-Gruppe, sagte: «Für uns gibt es keine halben BIM-Lösungen. Wenn schon, setzen wir vollständig auf BIM, und zwar bis zum letzten Detail.» Christian Grasser, Geschäftsführer des Telekom-Bran- chenverbandes Asut, sagte: «Seit einigen Jahren zeichnet sich ab, dass sich das Smarthome als Teil des Internets der Dinge weiterentwickeln wird, etwa mit Lora-WAN.» Grosser Vorteil der batteriebetriebenen Sensoren sei ihre Lebens- dauer von 5 bis 15 Jahren. Am anderen Ende des Spektrums stehe schon bald der Mobilfunk: In der Schweiz soll ab 2019 der neue Standard 5G eingeführt werden.

Er kann bis zu 1 Million Geräte pro Quadratkilometer gleichzeitig verbin- den, beim aktuellen Standard 4G sind es 1000 Geräte. Martin Leuthold, Mitglied der Geschäftsleitung von Switch, erinnerte daran, dass die Begeisterung für aggre- gierte Daten, Cloud-Lösungen und digitalisiertes Planen und Bauen zuweilen den Blick für die Sicherheit verstellen. Er sprach deshalb von einem «Internet of insecure things». Bei Millionen von Smarthome-Komponenten gebe es dies- bezüglich ein Marktversagen. «Sicherheit kostet nur, und dafür will niemand bezahlen. Deshalb werden wir Mini- malstandards definieren müssen, wie sie zum Beispiel auch für Elektrogeräte gelten.» Der nächste Gebäudetechnik-Kongress findet am 3.

Okto- ber 2019 wiederum im KKL Luzern statt.

Am 4. Oktober hat der zweite Gebäudetechnik-Kongress in Luzern stattgefunden. Referenten aus dem In- und Ausland ­ sprachen über die Digitalisierung in der Baubranche und forderten neue Rahmenbedingungen. Forschung und Praxis sollen an diesem Kongress näher zusammengeführt werden. Autor: Fabian Pöschl «SICHERHEIT KOSTET NUR, UND DAFÜR WILL NIEMAND BEZAHLEN. ­ DESHALB ­ WERDEN WIR MINIMAL- STANDARDS DEFINIEREN MÜSSEN, WIE SIE ZUM BEISPIEL AUCH FÜR ELEK- TROGERÄTE GELTEN.» Martin Leuthold, Mitglied der Geschäftsleitung von Switch ARTIKEL ONLINE auf www.cetoday.ch Webcode DPF8_110810

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag 14 | MARKET Fotonews Artikel online auf www.cetoday.ch Webcode DPF8_108326 fpo.

Canon hat die neue Powershot SX70 HS angekündigt. Wie der Hersteller mitteilt, verfügt die Bridge-Kamera im DSLR-Stil über ein Objektiv mit 65-fachem optischem Zoom und einem äquivalenten Brennweitenbereich von 21 bis 1365 Millimetern. Dank Zoomplus-Funktion reiche der Zoom bis zu einer Brennweite von 2730 Millimetern. Dadurch sei die Kamera ideal für die Aufnahme weit ent- fernter Motive geeignet. Mit ihrem Makromodus ermögli- che die Kamera aber auch Nahaufnahmen aus geringer Entfernung. So könne der Anwender Objekte scharf erfas- sen, die das Objektiv praktisch berührten, verspricht Canon.

Die Powershot SX70 HS verfügt über einen elektroni- schen OLED-Sucher und ein 7,5 Zentimeter grosses, dreh- und schwenkbares LC-Display. Der 1/2,3-Zoll-Sensor löst mit 20,3 Megapixeln auf, das ist ein Viertel mehr als noch bei der Vorgängerin Powershot SX60. Mit ihrem Digic- 8-Prozessor macht die Kamera Videos in 4k-Auflösung einschliesslich 4k-Zeitraffer und schiesst Reihenaufnah- men mit bis zu 10 Bildern pro Sekunde, bei kontinuierli- chem Autofokus bis zu 5,7 Bilder pro Sekunde. Canons Powershot SX70 HS ist zum UVP von 570 Fran- ken erhältlich.

Canon kündigt Powershot SX70 HS an Die Powershot SX70 HS hat einen 65-fachen optischen Zoom. mer. Leica hat eine Kamera lanciert, die das analoge Erleb- nis in die digitale Welt der Fotografie bringen soll. Statt ei- nes Displays besitzt die Leica M10-D ein Belichtungskor- rekturrad. Eine ausklappbare Daumenstütze sorge für zu- sätzliche Stabilität, schreibt der Hersteller. Die M-Modell- bezeichnung basiert auf der von Leica 1954 eingeführten analogen M-Systemserie. Die Leica M10-D konzentriere sich auf die elementaren Aspekte der Bildgestaltung wie Komposition, Blende, Verschlusszeit und ISO.

Mechanische Bedienelemente regeln die Einstellungen der Kamera: Das Korrekturrad dient zur Belichtungskompensation. In ana- logen Zeiten wurde darüber die Filmempfindlichkeit adap- tiert. Die Daumenstütze auf der Deckklappe ist dem Film- transporthebel der analogen M-Serie nachempfunden und soll besonders den einhändigen Gebrauch vereinfachen. Das neue M-Modell bietet auch digitale Bearbeitungsmög- lichkeiten mit der neuen Leica-Fotos-App. Über die App lassen sich beispielsweise Kameraeinstellungen verändern, auch kann der Auslöser betätigt werden. Die Leica M10-D ist zum UVP von 7500 Euro erhältlich.

Leica lanciert Kamera ohne Display Die Leica M10-D soll das analoge Erlebnis in die Fotografie zurückbringen. Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_112954

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag MARKET Fotonews | 15 fpo. Ricoh Imaging hat eine neue digitale Kompaktkame- ra der GR-Serie angekündigt. Wie der Hersteller mitteilt, zeigte er an der Photokina einen Prototyp der Ricoh GR III. Die in Entwicklung befindliche Kamera hat das für die Serie typisch kompakte Gehäuse mit bewährten Funkti- onen, etwa für die Filmsimulation mit 12 verschiedenen Filtern und dem Makro-Modus.

Die Hauptkomponenten der Kamera will Ricoh aber im Vergleich zu den Vorgängern der Serie komplett erneuern. Neu setzt der Hersteller auf einen beweglichen 24-Mega- pixel-APS-C-CMOS-Sensor. Durch seine Beweglichkeit biete der Sensor die Grundlage für eine dreiachsige Bild- stabilisierung, welche die Voraussetzung für die neue Sensor-Reinigungsfunktion Dust Removall II sei. Die Ri- coh GR III verfügt zudem über ein neu berechnetes Objek- tiv mit einer Brennweite von 35 oder 50 Millimetern und über einen neuen Prozessor.

Die Ricoh-GR-III-Kompaktkamera soll Anfang 2019 auf den Markt kommen. Ein Preis ist noch nicht bekannt. Ricoh zeigt neue Kompaktkamera Die Ricoh GR III soll mit komplett neuen Hauptkom- ponenten ausgestattet sein. Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_108899 Die Kamera ist mit ­einem beweglichen 24-Megapixel-APS- C-CMOS-Sensor aus­ gestattet. fpo. Am 3. November hat der 10. Digitalevent in der Trafo­ halle in Baden stattgefunden. Mitorganisator Paul Merki meldet 3100 gebuchte Tickets, was einem Anstieg von 10 Prozent gegenüber der Veranstaltung aus dem Vorjahr entspreche. Der Digitalevent bot auch in diesem Jahr eine Messe mit 36 Ausstellern, bei denen Spezialisten die Pro- duktneuheiten vorstellten.

Dazu erlebten die Besucher ein umfangreiches Rah- menprogramm, wie Merki in einer Mitteilung schreibt: fünf Keynotes von Fotografen sowie ein Spezialvortrag von Naturfotograf Stefan Forster mit insgesamt 2700 Zu- hörern und 48 Seminare und Produktpräsentationen mit mehr als 3400 Teilnehmern. Auch gab es wieder eine Shooting Stage mit 4 Liveshootings. Der nächste Digital­ event findet am 26. Oktober 2019 statt. 10. Digitalevent erlebt Besucheranstieg Das Rahmenprogramm bot Besuchern unter anderem fünf Keynotes. Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_115576

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag 16 | PEOPLE Köpfe KOPF DES MONATS: DOMINIK KARGL mer.

Microspot und Interdiscount haben Dominik Kargl zum neuen Leiter B2B ernannt. Kargl absolvierte eine In- formatikerlehre und eine berufsbegleitende Ausbildung zum Betriebswirtschafter HF, wie er auf Anfrage mitteilt. Danach arbeitete Kargl drei Jahre als IT-Supporter und stieg darauf in den Verkauf und die Beratung für IT-Arti- kel als Key Account Manager Public und anschliessend als Verkaufsleiter B2B ein. Zum Wechsel zu Microspot in der Position Key Account Manager kam es 2017. Neben- bei schloss der 32-Jährige den Bachelor in Betriebsöko- nomie an der FHNW in Olten ab. Unmittelbar vor seiner jetzigen Position war Kargl zwei Monate als Leiter Sales B2B bei Microspot und Interdiscount tätig.

Kargl kann für seine neue Aufgabe auf seine Erfahrung und ein grosses Netzwerk zurückgreifen. «Die Kombina­ tion aus meiner technischen Grundausbildung, meiner Verkaufserfahrung und der betriebswirtschaftlichen Wei- terbildung ermöglicht es mir, unsere Kunden kompetent zu beraten und sie im gesamten Beschaffungsprozess zu begleiten», sagt der neue Leiter B2B. «Mein Ziel ist es, diese Eigenschaften gezielt einzusetzen und zusammen mit meinem motivierten Team erfolgreich am Markt zu agieren.» SCHWEIZ-CHEF VERLÄSST LENOVO Patrick ­Roettger DER GESCHÄFTSFÜHRER VON SWICO TRITT ZURÜCK Jean-Marc Hensch MEDIA-MARKT-SATURN HAT NEUE FÜHRUNG Ferran ­Reverter ­Planet SCHUBIGER HAUSHALT HAT NEUEN REGIONALLEITER Mark Zumbühl jor.

Lenovos Schweiz-Chef hat gekündigt, wie «inside-chan- nels.ch» unter Berufung auf eine interne E-Mail berichtet. Patrick Roettger verlasse das Unternehmen auf eigenen Wunsch. DACH-Chef Mirco Krebs übernehme Roettgers Aufgaben interimistisch. Roett- ger werde Krebs und das Un- ternehmen in die Übergangs- phase unterstützen. Roettger fungierte seit April 2013 als Country Manager Schweiz bei Lenovo. Die Rolle des Länder- chefs hatte er schon früher ausgefüllt: 2005 ernannte das Unternehmen Roettger zum Geschäftsführer seiner hiesigen Niederlassung. Seine Karriere begann er bei IBM.

kfi. Der aktuelle Geschäftsfüh- rer von Swico, Jean-Marc Hensch, wird sich Mitte 2019 aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Nach sieben Jahren in dieser Position möch- te er sich neuen Herausforde- rungen stellen, wie der Wirt- schaftsverband Swico schreibt. Auf Anfrage zog Hensch ein Fazit zur Schweizer IT-Land- schaft der letzten Jahre. «Die Konsolidierung ist sehr wichtig und gut», sagt er. In weitere Verwaltungsräte Einsitz zu neh- men und eine Weiterbildung seien Optionen nach seinem Rückzug. Auch das Dozieren sei eine Möglichkeit. Zudem möchte er mehr Zeit haben, um mit seiner Frau zu reisen.

fpo. Ferran Reverter Planet, Chief Operating Officer (COO) der Media-Saturn-Holding (MSH), ist als Geschäftsführer der MSH eingesetzt worden. Er übernimmt das Mandat von Pieter Haas, wie das Unterneh- men mitteilt. Der Spanier Re- verter arbeitet seit 2002 für Media-Markt-Saturn. Von 2005 bis 2010 war er unter anderem als Store-Manager tätig, 2011 wurde er zum COO von Media- Markt Iberia berufen, wo er zwei Jahre später CEO wurde. Seit 2015 ist er als COO für die Media-Saturn-Holding tätig. In dieser Rolle habe er schon mehrere Geschäfte positiv be- einflusst oder gar umgestellt, wie es weiter heisst.

fpo. Mark Zumbühl ist bei Schu- biger Haushalt seit September für die Regionen Bern und Zen­ tralschweiz zuständig, wie das Unternehmen mitteilt. In dieser Funktion berichtet der 39-Jähri- ge an Andreas Greuter, der seit März 2017 das B2B-Geschäft von Schubiger Haushalt leitet. Zumbühl und Greuter kennen sich von gemeinsamen Zeiten bei Toshiba Schweiz. Die letzten vier Jahre lebte Zumbühl in Mia- mi und war in der Immobilien- branche tätig, wie es weiter heisst. Aus privaten Gründen kehre er nun aber zurück in die Schweiz, sagte er auf Anfrage. Vor seinem Abstecher in die USA war Zumbühl unter ande- rem für Also und Lenovo tätig.

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag PEOPLE One-to-One | 17 «Viele Onlineshops sind schlicht falsch konzipiert» Wie steht es heute um den Schweizer Onlinehandel? Thomas Lang: Grundsätzlich gut. Die digitalen Vertriebs- modelle, wie wir den E-Commerce auch nennen, wachsen kontinuierlich etwa um 10 Prozent pro Jahr. Und dies in einer Zeit, in der der Detailhandel als Gesamtes seit Jahren stagniert. Es ist jedoch eine heterogene Entwicklung. Vor allem die Grossen legen von Jahr zu Jahr enorm zu. So ha- ben die Top 10 der umsatzstärksten Schweizer Online- shops allein im letzten Jahr um 630 Millionen Franken zulegen können.

Nur schon dieses Wachstum ist grösser als der jährliche Umsatz des grössten Schweizer Shopping- Centers, das Glattzentrum bei Zürich.

Der «zweite» Markteintritt von Amazon in der Schweiz steht kurz bevor. Was wird sich dadurch im E-Commerce verändern? Um ganz ehrlich zu sein, wohl nicht so viel, wie viele er- warten. Denn Amazon ist in der Schweiz schon lange prä- sent. Neu ist, dass die Zollabwicklung standardisiert und von der Schweizer Post vereinfacht wird und auch die Retouren wohl an eine Schweizer Adresse gehen. Als Kun- de werde ich bei Rücksendungen damit nicht zum Ex­ porteur. Werden wir in zehn Jahren alles bei Amazon einkaufen? Davon gehe ich nicht aus. Wir werden zwar alles bei Ama- zon kaufen können, doch es gibt auch andere Optionen.

Amazon wird sich in der Schweiz neben anderen grossen Playern wie Digitec Galaxus einen prominenten Platz er- obern. Besonders achtsam sollten wir jedoch bei chinesi- schen Plattformen wie Alibaba und JD sein. Fast jede Firma verfügt heute über einen Webshop, doch nicht alle sind damit erfolgreich. Woran liegt das? Viele Onlineshops sind schlicht falsch konzipiert und es sind technische Lösungen. Sie erfüllen kaum ein Kunden- bedürfnis. Andere verkaufen einfach «nur» Produkte und – mit Verlaub – das kann heute jeder und oftmals güns- tiger. Erfolgreicher Digital Commerce beginnt beim Kun- den und stellt diesen ins absolute Zentrum.

Oder etwas verdichtet gefragt: Welcher Zielgruppe löse ich in welcher Ob Amazon, Digitec oder Siroop – Onlinehändler haben für viele Schlagzeilen gesorgt. Wie sich der E-Commerce aktuell entwickelt, wohin es die Schweizer Onlineshops treibt und was Kunden erwar- ten, verrät Branchenkenner Thomas Lang, Gründer und CEO des Beratungsunternehmens Carpathia. Interview: Oliver Schneider «Besonders achtsam sollten wir bei chinesi- schen Plattformen wie Alibaba und JD sein.» Thomas Lang, CEO und Gründer, Carpathia

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag 18 | PEOPLE One-to-One Situation welches Problem absolut convenient? Da liegt oft die Essenz. Wer hat die besten Karten, um im Konkurrenzkampf zu überleben? Die Grossen haben eindeutig die besseren Karten. Jedoch auch kleinere Player, die eine Nische, eine ganz spitze Ziel- gruppe oder auch ein unverwechselbares Produkt oder Serviceangebot offerieren, haben gute Überlebenschan- cen. Letztere natürlich nur mit beschränkten Wachstums- Chancen. Je nach Sortiment wird es gerade im Mittelfeld je länger desto schwieriger; immense Investitionen, schnelle Entwicklungszyklen stehen überschaubaren Um- sätzen gegenüber.

Da kann man auch mal zum idealen Übernahmekandidaten werden. Und vergessen wir bitte nicht Industrie, Grosshandel und allgemein B2B. Dort lie- gen noch unglaubliche Potenziale brach.

Digitec Galaxus hat seinen Deutschland-Chef vorgestellt. Welche Chancen rechnen Sie der Migros-Tochter im gro- ssen Kanton zu? Ich würde sagen, die Chancen sind intakt. Die Frage ist, ob das Angebot – starten will man vorerst mit Elektronik – und die Preise konkurrenzfähig sind. Kommt hinzu, wie die deutschen Kunden auf die starke Community-Inte­ gration ansprechen, mit der sich Galaxus in der Schweiz differen- ziert und auch in Deutschland einen USP markieren will. Wie könnten Technologien wie Conversational Commerce den ­ Onlinehandel verändern? Diese werden den Handel sehr stark verändern.

«Märkte sind Gespräche», wie es nicht erst seit dem «Cluetrain»- Manifest heisst. Und während des Gesprächs verkaufen, also während ich mich informiere, Kompetenz vermittle oder Beratung anbiete – sei es über Voice, Chat/Messenger oder anderes –, wird eine hohe Relevanz haben. Der Kun- de ist in dem Moment auf das Angebot extrem hoch kon- ditioniert und ein Kauf schnell möglich. Was hat der Kunde davon?

Ganz allgemein sehe ich einen Trend dahin, dass Tech- nologie immer menschlicher wird. Ich nenne es auch den Abschied von der CTRL-ALT-DEL-Generation. Neue Technologien wie künstliche Intelligenz oder Machine Learning ermöglichen Anwendungen wie Voice, Chat und vieles mehr, die unserem natürlichen Umgang mit Kommunikation einfach viel mehr entsprechen. Die Hür- den werden damit deutlich tiefer, auch für den Online- einkauf. Online bestellen ist das eine, die Lieferung der Ware zum Kunden das andere. Welche Modelle werden wir hier in Zu- kunft sehen?

Auch wenn es nach wie vor von den Anbietern getrieben wird, der Anspruch an eine sehr schnelle Lieferung wird steigen.

Man wird sich daran gewöhnen, dass man etwas spätestens nach 24 Stunden in den Händen halten kann. Im Idealfall wird es jedoch auf Same-Day-Delivery oder Lieferversprechen innerhalb von 1 bis 2 Stunden hinaus- laufen. Denn ein Vorteil, den der stationäre Handel nach wie vor gegenüber dem Onlinehandel hat, ist, dass die Ware unmittelbar verfügbar ist. Ich kann sie gleich mit nach Hause nehmen. Wenn nun jedoch eine Onlinebe- stellung ebenfalls innerhalb weniger Stunden zuhause ist, entfällt ein weiterer Grund, in ein Ladengeschäft zu gehen.

Was erwartet ein Kunde heute von einem Onlineshop? Die richtige Auswahl, einfach bestellbar, mit einem hohen Grad an Convenience und schnell geliefert. Ich glaube, dass es je länger desto weniger darauf ankommt, das grösste Sortiment zu haben. Es muss das richtige sein im schnellen Zugriff. Und klar, wenn man stöbern möchte, dann gerne auch in die Breite und Tiefe. Und nicht zu ver- nachlässigen ist ein hoher Serviceanspruch seitens der Kunden in jeder Phase des Kaufprozesses bis hin zum An- wendungs- und Retouren-Support.

Wie unterscheiden sich die Trends zwischen dem B2C- und dem B2B-Bereich? Grundsätzlich werden sich die beiden Konzepte anglei- chen.

Denn es sind dieselben Nutzer, die beruflich B2B- Plattformen und privat B2C-Plattformen frequentieren. Und da werden Erwartungshaltungen geprägt. Nichtsdes- totrotz sehen wir im B2B-Bereich zum einen eine weitaus höhere Komplexität und zum anderen eine verstärkte Pro- zessintegration. Gerade Prozesskosten und der Servicege- danke haben beim B2B einen enorm hohen Stellenwert. Und Services gehen da oft sehr viel weiter als beim B2C. Das kann auch dahin gehen, dass Anbieter bei Kunden die Lager bewirtschaften und dergleichen.

Welche Fehler sollte ein Schweizer Onlinehändler unbe- dingt ­vermeiden? Einfach als fünfzehnter Shop die gleichen austauschbaren Markenprodukte zu verkaufen – ohne Service oder andere Kompetenzen. Damit ist man schlicht chancenlos. Vor «Man wird sich daran gewöhnen, dass man etwas spätestens nach 24 Stunden in den ­ Händen halten kann.» Thomas Lang, CEO und Gründer, Carpathia PERSÖNLICH Der studierte Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker Thomas Lang ist Gründer und CEO der Carpathia AG, Unter- nehmensberatung für Digital Business in der Schweiz. Er wurde von Wirtschaftsmedien als einer der führenden digita- len Köpfe und Vordenker der Schweiz gewählt und ist ­ Autor zahlreicher Fachartikel und -studien, Dozent für Onlinever- triebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Referent an internationalen Konferenzen zum Thema E-Com- merce und digitale Transformation im Handel.

Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_115772

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag PEOPLE One-to-One | 19 «Wir leben in der spannendsten Zeit, die man sich nur ­ vorstellen kann.» Thomas Lang, CEO und Gründer, ­Carpathia allem chancenlos gegen die internationalen Plattformen wie Amazon, die aufgrund ihrer Grösse heute in der Lage sind, mit einer Marge von etwa 3 Prozent das Geschäft profitabel zu betreiben, währenddessen der stationäre Handel in der Schweiz vielerorts mindestens eine Marge von 30 Prozent benötigt. Jeff Bezos sagt nicht umsonst: «Your margin is my opportunity.» Wie geht es nun mit dem Schweizer Onlinehandel weiter? Er wird weiter kräftig zulegen.

Vor allem die Top-Player mit hohen zweistelligen Millionenumsätzen und drüber. Im Weiteren werden die internationalen Plattformen, wie Amazon oder auch Alibaba und JD, weiter stark zulegen und Marktanteile holen, in einem stark wachsenden On- linemarkt. Der internationale Wettbewerb dürfte den On- linehandel daher eher noch befeuern, sodass auch die grossen Schweizer Händler wachsen. Wie werden sich die einzelnen Player entwickeln? Im mittleren Umsatzbereich gehe ich davon aus, dass es zu Konsolidierungen, Zusammenschlüssen oder Über- nahmen kommen wird. Die grossen Schweizer Player wer- den nicht nur organisch wachsen können, sondern auch durch Akquisitionen.

Und dabei neben Marktanteilen auch Talente aufkaufen, sogenannte Akqui-Hire. Bezüg- lich Plattformen glaube ich, dass es hier zu einer verstär- ken Konzentration kommt. Marktplätze wie Amazon und Alibaba, aber auch Galaxus und Zalando werden an Do- minanz gewinnen. Wie sich Microspot nach der Integra- tion von Siroop entwickeln wird, bleibt spannend. Und auch, was mit Ricardo geschieht, wo gefühlt seit Längerem Funkstille herrscht und wo eigentlich vor Jahren bereits eine grossartige Ausgangslage mit beeindruckender Kun­ denbasis zur Verfügung gestanden hätte. Bekommen wir dann alle Produkte, die auf Amazon angebo- ten werden?

Jein, denn die automatisierte Zollabwicklung der Post, wie sie auch bei Zalando und vielen anderen seit Jahren üblich ist, gilt nur für Produkte, die bei Amazon verkauft werden. Laut Erhebungen von meineinkauf.ch stammt jedoch mehr als jedes zweite Produkt, das von Schweizern bei Amazon gekauft wird, von Dritten, sogenannten Markt- platz-Händlern. Und diese Zollvereinbarung der Post mit Amazon gilt nicht für diese Dritte. Insofern wird es immer noch so sein, dass nur ein Teilsortiment in der Schweiz verfügbar sein wird, denn bis ein nennenswerter Anteil an Marktplatzhändlern auch eine automatische Verzollung hat, wird es dauern.

Bietet die Verfügbarkeit des ganzen Amazon-Sortiments auch Chancen für Schweizer Unternehmen? Ja, und zwar sehr grosse. Gerade Herstellern und Marken aus der Schweiz empfehlen wir, Amazon als wichtigen Pfei- ler in ihre Vertriebsstrategie zu integrieren. Gerade als Brand kann ich die enorme Reichweite von Amazon nutzen – nunmehr auch in der Schweiz – und dort auch den Vertrieb kontrollieren. Denn als Brand werden meine Markenprodukte ohnehin auf Amazon angeboten, dann kontrolliere ich diesen Kanal von Vorteil gleich selbst und gestalte ihn aktiv mit. Wir haben hierzu einen eigenen Amazon Competence Hub in Zürich gegründet in enger Zusam- menarbeit mit Europas führender Amazon-Agentur.

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag mer. GfK Switzerland hat einen Marktbericht für die Con- sumer-Electronics-Branche publiziert und gleichzeitig eine Prognose aufgestellt. Wie es in der Mitteilung des Marktforschungsinstituts heisst, haben die Digitalisie- rung und Innovationen, wie der Flachbild-Fernseher, in den Jahren nach der Jahrtausendwende der Branche star- ke Umsätze beschert. Dadurch sei aber gleichzeitig der Margendruck gestiegen. Dabei hätten die starke Nachfra- ge und der Preiswettbewerb zu Verän- derungen des Käuferverhaltens und der Vertriebswege geführt, wobei sich eine Marktsättigung rascher als erwar- tet eingestellt habe.

CE-Markt in 9 Jahren halbiert Obwohl sich der Markt nach den ersten Jahren mit Ersatzkäufen erholen konn- te, lässt sich diese zyklusartige Erho- lung aktuell nicht beobachten, insbesondere nicht im CE- und Foto-Markt. Die Nachfrage nehme seit 2010 sukzessi- ve ab. Die Prognose für 2018 wird mit minus 4,4 und für 2019 mit minus 2,6 Prozent angegeben, womit sich der Markt innerhalb von 9 Jahren halbiert hätte. Die Talsohle im CE-Markt sei anscheinend immer noch nicht erreicht. Es stellten sich strukturelle Herausforderun- gen, denn im Zeitalter des Smartphones sollte der klassi- sche Unterhaltungselektronik-Markt vermutlich nicht mehr gesondert betrachtet werden, schreibt GfK.

Denn Smartphones und Tablets hätten in den letzten zehn Jahren das Nutzerverhalten komplett verändert und viele Funk­ tionen der Unterhaltungselektronik übernommen. Ein modernes Smartphone substituiere die Mehrzahl ehemals monofunktionaler Geräte und mindere somit die Nachfra- ge nach Fotokameras, Navigationsgeräten, portablen Au- diogeräten, Radio- und Radioweckern und anderen Gerä- ten. Jedoch hätten die Digitalisierung und das Smartphone ebenfalls Marktchancen eröffnet. Produktgruppen wie etwa Kopfhörer, Minispeaker, Drohnen und Musik- sowie Videostreaming-Dienste hätten einen Zuwachs verzeichnet.

TV-Geschäft bleibt Hoffnungsträger Nichtsdestotrotz bleibe die Essenz der Unterhaltungselektronik auch in Zu- kunft das TV-Geschäft, das sich nach sieben Jahren Rückgang erstmals wie- der stabilisiere. GfK geht sogar von ei- nem Wachstumstrend 2019 aus. Im TV-Segment herrscht primär eine Nachfrage nach Premi- um- und Grossgeräten, was impliziert, dass Wachstum nicht von einem niedrigen Preis abhängig ist. Das Nutzer- verhalten habe sich zwar durch Replay-TV, Youtube und Netflix ebenfalls stark verändert, jedoch besitze das TV- Gerät für viele Konsumenten immer noch einen hohen Stellenwert.

Der Handel tendiere hier, wie praktisch über- all in der Schweiz, in Richtung Beratung, Service und Heimlieferung.

20 | TRADE & COMMERCE Aktuell NEWS Schweizer Detailhandel legt zu fpo. Der Schweizer Detail- handel hat laut Markt-Moni- tor von GfK Switzerland in den ersten neun Monaten 2018 leicht zugelegt. Laut den Marktforschern erziel- ten alle Non-Food-Märkte bis auf Fashion/Style leichte Pluszahlen. ▸ Webcode DPF8_113523 Manor kämpft gegen ­Onlinekonkurrenz mer. Manor hat in den letz- ten Jahren immer weniger Gewinne gemacht. Der Grund sei die wachsende Onlinekonkurrenz vor allem aus China, sagen Bran- chenkenner. Um den Ge- winneinbussen entgegen­ zuwirken, will das Manage- ment 200 Stellen abbauen, die Verkaufsflächen verklei- nern und dafür andere An- gebote integrieren, wie die «Sonntagszeitung» schreibt.

▸ Webcode DPF8_113498 Digitalcom wird Handels- vertreter für Technics mer. Digitalcom hat von ­ Panasonic Schweiz den Vertrieb und das Marketing für die Audiomarke Tech- nics übernommen. Damit sollen die Vorzüge von Technics den Handelspart- nern nähergebracht wer- den, heisst es in einer Mit- teilung von Digitalcom. ▸ Webcode DPF8_113157 SCS Computer Systems listet BenQ mer. SCS Computer Sys- tems und BenQ sind eine Distributionspartnerschaft eingegangen. Der Schweizer Dienstleister rund um Distri- bution und Beschaffung von ICT-Produkten bietet seinen Fachhandelspartnern nun die Produkte von BenQ an, unter anderem DLP-Projek- toren und Business-Desk- top-Monitore.

▸ Webcode DPF8_112679 WWW.CETODAY.CH Das TV-Geschäft bleibt für die CE-Branche prägend Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_112776 CONSUMER ELECTRONICS – CE INCL. DIGITAL IMAGING Development of Sales Mio. CHF including Forecast 2018/2019 Trotz einer raschen Markt- sättigung konnte sich die CE-Branche seit der ­Jahrtausendwende über starke Umsätze freuen. 15,0 2391 2004 7,5 2570 2005 3,7 2665 2006 5,1 2801 2007 0,9 2826 2008 -12,5 2474 2009 2,2 2528 2010 -10,6 2261 2011 -5,9 2128 2012 -9,5 1927 2013 -0,9 1909 2014 -12,4 1671 2015 -10,4 1498 2016 -9,3 1359 2017 -4,4 1299 2018 -2,6 1266 2019 Wachstumsrate % Sales Mio.

CHF Abs. Jahr 30000 25000 2000 1500 1000 500 Estimated TV Total incl. AV Mounts Video Total excl. Camcorder Digital Imaging Static Audio Portable Audio Incar Electronics CE Accessories Technical Accessories Power Supply Recording MEdia

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag TRADE & COMMERCE Aktuell | 21 NEWS Alltron nimmt Eblocker ins Sortiment eca. Der Disti Alltron über- nimmt den Vertrieb der deutschen Eblocker-Pro- dukte in der Schweiz. Die Geräte sollen in Privathaus- halten Anonymität im Web und Schutz vor Tracker-Pro- grammen bieten, wie Alltron in einer Mitteilung schreibt. ▸ Webcode DPF8_115120 Galaxus plant weitere ­Auslandsaktivitäten fpo. Galaxus hat angekün- digt, nach Österreich expan- dieren zu wollen, sollte der Start in Deutschland erfolg- reich verlaufen. Dies berich- tet ein Sprecher auf Anfrage.

Gemäss «Handelszeitung» sucht das Onlinewarenhaus Programmierer für zukünfti- ge internationale Ableger. Der Mutterkonzern Migros hatte im Nachbarland einst eine ihrer bittersten Nieder- lagen eingefahren.

▸ Webcode DPF8_112927 Interdiscount schliesst XXL-Filiale in Basel fpo. Interdiscount hat die Schliessung der XXL-Filiale am Marktplatz in Basel per Ende Februar 2019 be- schlossen. Stattdessen wer- de eine kleinere Filiale an der Freie Strasse eröffnet. Der Trend gehe hin zu klei- neren Läden an zentraler Lage in Kombination mit ei- nem starken Onlineangebot und attraktiven Service-Leis- tungen, sagt Interdiscount- Sprecherin Monika Sachs ▸ Webcode DPF8_110274 Migros testet Abholboxen für Onlineeinkäufe mer. Die Migros testet an den drei Standorten Buchs, Lenzburg und Brügg Abhol- systeme für Onlineeinkäufe.

Die sogenannten «Pick­ Mup»-Boxen sollen flexibles Einkaufen und Abholen der Waren ermöglichen. ▸ Webcode DPF8_111637 WWW.CETODAY.CH osc. «Die Chancen der Digitalisierung aufzeigen, ohne die Herausforderungen und offenen Fragen zu verschweigen.» Mit diesem Credo hat Digitalswitzerland mit seinen Part- nern aus Wirtschaft, Bildung und Politik den zweiten Di- gitaltag durchgeführt. Zentraler Begegnungsort war der Hauptbahnhof Zürich, wo zahlreiche Unternehmen Digi- talisierungsprojekte zeigten und sich Bundespräsident Alain Berset den Fragen der Besucher stellte. Digitalisierung inner- und ausserhalb des Bundeshauses Mit der Digitalisierung kämen einige Veränderungen auf die Schweiz zu, das könne niemand verhindern, sagte Ber- set.

Wichtig sei es, Lösungen für alle Bewohner des Landes zu finden, etwa durch Investitionen in die Ausbildung. «Einige Jobs werden sicher verschwinden», gab Berset zu bedenken, digitale Innovation schaffe aber auch neue Ar- beitsplätze. Die Schweizer Wirtschaft habe bereits meh- rere technische Revolutionen erfolgreich gemeistert. Die Chancen stünden gut, dass sie es auch dieses Mal schaffe. Dabei dürfe man aber nicht vergessen, die Risiken zu mi- nimieren. So müssten die Sozialsysteme auch in einer Ar- beitswelt funktionieren, in der die Grenze zwischen An- stellung und Selbstständigkeit nicht mehr so klar sei wie heute.

Digitale Technik müsse in den Dienst des sozialen Zusammenhalts gestellt werden, fuhr Berset fort. So dürfe sie nicht dazu führen, dass ältere Generationen abgehängt würden, sondern diese dem Rest der Gesellschaft näher- brächten. «Wir müssen alles tun, damit uns die Digitali- sierung nicht spaltet», forderte der Bundesrat. Wo die Schweiz noch Nachholbedarf hat Wo muss die Schweiz bei der Digitalisierung noch aufho- len? Zum Beispiel im Gesundheitswesen, sagte Berset. Das elektronische Patientendossier (EPD) sei für die koordi- nierte Versorgung unerlässlich, angesichts verschiedener Widerstände aber nicht ganz leicht umzusetzen.

Am ers- ten Digitaltag hatte Taavi Kotka, der ehemalige CIO von Estland, die Schweiz zu mehr Tempo bei der Digitalisie- rung angehalten. Der Idee einer selbstfahrenden Bundes- rats-Limousine stand Berset skeptisch gegenüber. Zum einen müssten hier noch technische und – nicht zuletzt – gesetzliche Fragen geklärt werden. Zum anderen merkte er an: «Ich fahre sehr gerne selbst Auto.» Swiss-ID nimmt Fahrt auf Das Konsortium um Swisssign nahm den Digitaltag zum Anlass, über die digitale Identität Swiss-ID eine erste Bi- lanz zu ziehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Rund eine halbe Million Swiss-IDs seien bislang vergeben worden, sagte Markus Naef, CEO von Swisssign.

20 Mit- glieder umfasse die Kooperation aktuell, die der Schweiz eine einfache, sichere und praktische ID zur Authentifi- zierung im Internet zur Verfügung stellen will. Die Grund- lagen hierfür seien gelegt, nun brauche es konkrete An- wendungsmöglichkeiten. Diese seien unterwegs, kündig- te Naef an. Der Kanton Jura wolle die Swiss-ID bei der Steuererklärung einsetzen. Versicherungen wollten sie ab dem ersten Halbjahr 2019 beim Onboarding unterstützen. Eine Mobile-ID, die auf die Sicherheitsfunktionen von Smartphones zurückgreife, komme noch bis Ende 2018. Mit dem E-ID-Gesetz sei das Projekt auch legislativ auf gutem Weg.

Aus dem Kreis der Swiss-ID-Unterstützer tra- ten die Krankenversicherung Swica, die Schweizerische Post, die SBB sowie Ringier auf.

Wie Digitalswitzerland mitteilt, zog der zweite Digital- tag über 200000 Besucher an. Neben den Hauptpartnern Google, Ringier, SBB, SRG und Swisscom sowie dem stra- tegischen Partner Innosuisse hätten rund 70 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Bildung teilgenom- men. Für den 3. September 2019 sei der dritte Digitaltag geplant, kündigte Ringier-CEO Marc Walder an. Digitaltag: Alain Berset warnt, ­ Unternehmen pushen Projekte Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_113122 Alain Berset hat sich am zweiten Digital- tag den Fragen der Besucher gestellt.

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag 22 | TRADE & COMMERCE Event Zwischen klassischer Musik, Bratwurst, 8k und Bang & Olufsen Fux Multimedia Solutions, ein Familienunternehmen aus Zürich, hat am 17.

Oktober sein 70-jähriges Bestehen ge- feiert. Zwischen klassischer Musik, Familiengeschichte und Buffet mit Bratwurst präsentierte der Multimediaaus- statter unter anderem Audiosysteme von Bang & Olufsen und Avantgarde sowie einen 8k-TV-Prototyp von Samsung. Nach einer kurzen Präsentation der Firmengeschichte spielte ein Streichquartett ein Klassikkonzert mit Stücken von Mozart. Darauf konnten die Gäste ihren Hunger an einem Buffet stillen.

8k mit 30 Millionen Bildpunkten In der ersten Etage präsentierte das Unternehmen den ers- ten 8k-Fernseher, den es in der Schweiz zu sehen gebe. Auch war eine Vertretung von Samsung vor Ort: Alain Do- minik, Key Account Manager CE Buying Group, nannte auf Nachfrage die Eigenschaften des TVs, der ab Januar bei Fuchs erhältlich sein soll. Der Prototyp von Samsung habe eine Bildschirmdia- gonale von 74 Zoll und löse mit 30 Millionen Pixeln auf. Das Gerät überzeuge durch die implementierte künstliche Intelligenz, sagte Dominik. Der Algorithmus korrigiere in Echtzeit die Bilddarstellung im Detail, und der Skalierer stelle auch SD-Inhalte scharf dar.

Dadurch könnten auch HD- oder 4k-Quellen trotz der grossen Bildschirmdiago- nale naturgetreuer als bei 4k-Fernsehern wiedergegeben werden. HDR10+, das heisst die High-Dynamic-Ran- ge-10+-Technologie, biete durch das breite Farbfeld einen extrem hohen Kontrast. Anders als bei 4k-Fernsehern müsse der Betrachter nicht maximal 1,5 Meter vom Gerät entfernt sitzen. Das menschliche Auge nehme die hohe Auflösung auch von weiteren Distanzen wahr. Auf die Fra- ge, wann 8k zum Standard werden würde, meinte Domi- nik: «Ich rechne damit, dass 2020 8k der Standard in Schweizer Wohnzimmern sein wird.» Soundsysteme mit beweglichen Linsen Im Erdgeschoss zeigte Oliver Fux Audiosysteme von Bang & Olufsen (B&O), Avantgarde und Perpetuum Ebner (PE).

Beim B&O-System sei das Gehäuse sei aus veredeltem Alu- minium gefertigt. Der Lautsprecher habe mehrere Hoch- töner sowie Tieftöner und sei etwa im Vergleich zum eben- falls ausgestellten Avantgarde-Lautsprecher mit einem integrierten, aktiven Verstärker ausgestattet. «Die nach hinten gerichteten Lautsprecher kompensieren das Klang- bild», sagte Fux. Man könne über eine markenfremde Quelle Musik digital oder analog einspeisen. Die optische, bewegliche Linse, die sich beim Starten des Geräts elekt- risch ausfahre, konfiguriere den Ton entsprechend der Di- stanz zum Hörer. Es gebe einen Distanz- und einen Zielge- richteten-Modus, je nachdem wie weit entfernt sich der Zuhörer von den Lautsprechern befinde, oder ob nur von einem spezifischen Ort Musik gehört werde.

Philipp Steffen von der High-End Company gab Aus- kunft über das ebenfalls ausgestellte Audiosystem des Herstellers Avantgarde mit Uno-Lautsprechermodellen. Der Hersteller aus dem deutschen Lautertal fertige seit 25 Jahren Lautsprecher mit der sogenannten Horn-Techno- logie, die puren und ausgeglichenen Sound wie direkt aus einem Instrument wiedergebe. Ein integrierter Subwoofer sorge für die Tieftonunterstüt- zung und ein Equalizer kom- pensiere die Tonfrequenzen, erklärte Steffen. Das Familienunternehmen Fux Multimedia Solutions hat am 17. Oktober sein 70-jähriges Bestehen gefeiert. Das Unternehmen mit mehren Filialen in Zürich bot an dem Anlass ein klassisches Konzert und viele High-End-Produkte, wie einen Prototyp-8k-TV von Samsung sowie Audiosysteme mit Horn-Technologie.

Autor: Michael Erban Die Gebrüder Marc und ­ Oliver Fux sowie ­ Philipp ­ Steffen von der High-End Company (v.l.).

Artikel online auf www.cetoday.ch Webcode DPF8_111945 «Ich rechne damit, dass 2020 8k der Standard in Schweizer Wohn­ zimmern sein wird.» Alain Dominik, Key Account Manager, CE Buying Group, Samsung ­Electronics Switzerland

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag Vom 8. bis 11. November hat in Oerlikon die 32. Ausgabe der Auto Zürich Car Show stattgefunden. Die grösste Deutschschweizer Automesse fuhr zahlreiche Gefährte auf, darunter Formel-1- und Formel-E-Boliden. Etwas mehr als 56000 Besucher kamen in die sieben Messehal- len, wie der Veranstalter mitteilt.

Das sind fast 2000 weni- ger als noch im Vorjahr. Zum dritten Mal an der Auto Zürich war die CE Trend- Tour von Euronics Schweiz zugegen, diesmal mit den Part- nern Audio Block, Cebrands, High-End Company, Novis, Samsung und Sony Playstation. Wie die Veranstalter der Auto Zürich Car Show schreiben, hat sich die CE Trend-Tour zum festen Bestandteil der Messe entwickelt und zieht jedes Jahr mehr Besucher an. Die Sonderschau mit Unterhal- tungselektronik wartete mit einigen Premieren auf. Euronics schaltet Webshop online Am Euronics-Stand gab es als Schweizer Premieren den neuen 8k-TV der Q900-Serie von Samsung und neue TVs von TCL zu sehen.

Euronics überlege sich, die für jeder- mann erschwinglichen TCL-TVs in den Vertrieb aufzu- nehmen, sagte Euronics-Schweiz-CEO Norbert Lüthi. Sony Playstation lockte mit der letzten Station der GT- Sport-Challenge-Tour.

Bei Euronics war zudem der nach einjähriger Testpha- se nun online geschaltete neue Webshop des Dienst­ leistungsunternehmens zu sehen. Einkaufsleiter Markus Wyss demonstrierte am Grossbildschirm, wie Euronics die Frequenz beim Händler steigern will: Euronics’ Fachhan- delspartner könnten mit einer kostengünstigen Pauscha- le einen fixfertigen, vollautomatisierten Shop fast ohne Aufwand übernehmen, sagte Wyss. Der Händler bekomme einen modernen Shop zur Verfü- gung gestellt, der für Mobilgeräte optimiert sei. Die Do- main verweise an den Händler, während Euronics die Sei- te pflege und mehrmals pro Tag aktualisiere.

Alle Bestel- lungen würden zentral abgewickelt, der Kunde komme aber nur in Kontakt mit dem Händler seiner Wahl. Laut Wyss sind 24-Stunden-Lieferungen möglich, beim Produkt sei aber jeweils die Lieferzeit angegeben. Aktuell biete Eu- ronics 6000 Produkte im Shop an, die speziell auf den Fach- handel zugeschnitten seien. Zum Produkt gebe es reichlich Content, wie Datenblätter, Videos und mehr, den Euronics selbst bereitstelle oder von Dienstleistern beziehe. Block Audio zeigt sich dem Fachhandel Die High-End Company zeigte als Europapremiere den ersten Aktivlautsprecher von Totem Acoustic. Laut High- End-Company-CEO Jasmin Weilenmann ist der 120-Watt- Lautsprecher mit «Qualcomm aptX HD Bluetooth» ideal für PC-Gamer.

Seit fünf Jahren im Vertrieb der High-End Company befinden sich die Produkte der deutschen Marke Audio Block, darunter etwa All-in-One-Geräte, Multiroom- Speaker und DAB+-Radios. Geschäftsführer Michael Block war mit einem eigenen Stand vor Ort und bekannte sich zum Fachhandel: «Audio Block ist eine 100-prozentige Fachhandelsmarke und die Nummer eins im deutschen Fachhandel mit einem Anteil von 18,4 Prozent. In der Schweiz punktet Block mit hochwertigen Produkten, ver- nünftiger Marge und einem offenen Ohr für den Fachhan- del», sagte Block.

Markus Wyss, Einkaufsleiter von Euronics Schweiz, zeigt den neuen 8k-TV von Samsung. Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_115405 Auto Zürich: 8k- und Audio-Premieren Euronics Schweiz hat zum dritten Mal an der Auto Zürich Car Show die CE Trend-Tour veranstaltet. Besucher erlebten Premieren wie Samsungs 8k-TV, den ersten Aktivlautsprecher von Totem Acoustic und den neuen Euronics-Webshop. Autor: Fabian Pöschl Die CE Trend-Tour hat sich zum festen ­ Bestandteil der Messe entwickelt und zieht jedes Jahr mehr Besucher an.

Jasmin Weilenmann, CEO von High-End Company, und Michael Block, ­ Geschäftsführer von Block Audio.

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag Artikel online auf www.cetoday.ch Webcode DPF8_112972 die auf dem Heimnetzwerk oder einem USB-Port gespei- chert seien. Ferner sei der DP-UB9004 mit den Sprachas- sistenten Amazon Alexa und Google Assistant kompatibel, was auch eine Sprachsteuerung ermögliche. Das Bild – maximale Helligkeit, Farbtreue und Kontraste Ein PT-RQ22K-UHD/4k+-Projektor, ebenfalls von Panaso- nic, projizierte das Bild. Er gehört zu den neuesten Projek- toren, die der japanische Hersteller anbietet. Er verfügt über 3-Chip-DLP-Technologie mit Solid-Shine-Laserpro- jektion, die kombiniert mit speziell entwickelten, wärme- beständigen Phosphorrädern mit drei getrennten DLP- Modulen (R/G/B) maximale Helligkeit, Farbtreue und Kontraste in grossen Räumen gewährleiste.

Da es sich um eine lampenfreie Laserprojektion mit staubfestem Flüs- sigkeitskühlsystem handle, lasse sich der Projektor bis zu 20000 Stunden wartungsfrei betreiben, verspricht der Hersteller. Die Bildrate sei mit 240 Hertz vergleichbar hoch, wodurch das Bild besonders scharf und die Film- wiedergabe flüssig sei.

In der Tat zeigte das System im kleinen, für maximal 30 Zuschauer konzipierten Kino beeindruckende Bilder und einen klaren Ton. Auf kurze Distanz war die höhere Auf- lösung auf der Leinwand im Vergleich zu einem grösseren «Standardkino» wahrzunehmen. 4k scheint besonders bei grösseren Flächen einen Mehrwert zu bieten, dieser schwindet aber mit der Distanz zum Bild. 24 | TRADE & COMMERCE Event Dinos in 4k und deren rauscharme Klänge bestaunen Panasonic hat am 23. Oktober ins «Buckinski» geladen, ein privates Kino des Systemintegrators Imaculix in Zürich Altstetten. Präsentiert hat das Unternehmen dort den 4k- Blu-Ray-Player DP-UB9004 und den 4k+-Projektor PT- RQ22K.

Der Film «Jurassic World 2» sollte die 4k-Möglich- keiten der Geräte ausreizen und deren Fähigkeiten zur Schau stellen.

Nach einem Buffet mit Schinkengipfeli, Toasts, Creme- desserts und portugiesischem Bier präsentierte Andy Iten, Produktmanager HomeAV/Technics bei Panasonic, die Features des neuen Blu-Ray-Players. Der DP-UB9004 er- hielt dieses Jahr den EISA-Award als bester High-End- UHD-Blu-Ray-Player. Darin komme ein HCX-Prozessor zum Einsatz, der für die Bild- und Tonberechnung sorge, erklärte Iten. Das sogenannte 4k-Precision-Chroma-Pro- cessing transferiere ausserdem das 4k-Signal (4:2:0) der Blu-Ray zu einem 4:4:4-Signal, was durch eine erhöhte Farbabtastrate zu einer verbesserten Bildqualität führe.

Des Weiteren sei ein HDR-Optimizer integriert, der sich an jeden Bildschirm und dessen Konfiguration anpasse. Zusätzlich unterstütze der Blu-Ray-Player HDR10+, was zu einem breiten Farbspektrum und hohem Kontrast führe. Der DP-UB9004 sei UHD- und THX-zertifiziert und spiele Ultra-HD-Blu-Ray-Discs sowie Video-on-Demand-Con- tent, wie etwa von Netflix, ab. Natürlich sei das Gerät auch für konventionelle Blu-Rays, DVDs und CDs konvertibel. Der Sound – besonders rauscharm Das zweite, zentrale Element ausser der Bildverarbeitung sei beim DP-UB9004 die Tonausgabe mit bis zu 7.1-Sur- round-Sound.

Der sogenannte Digital-Analog-Wandler erreiche ein besonders rauscharmes Signal mittels der sogenannten 1/f-Rauschunterdrückung. «Die ist einfach besser als die Vorgängertechnik», sagte Iten. Das Heimki- no-System verfüge über zwei XLR-Ausgänge. Die Twin- HDMI-Ports verarbeiteten das Audio- und Videosignal getrennt, was Störungen und Signalrauschen ebenfalls minimiere. Der DP-UB9004 lasse sich per LAN oder WLAN auch in das Heimnetzwerk verbinden, um Ange- bote wie Apps, Musikstreaming-Dienste und 4k-Video-on-Demand zu nutzen. Ebenfalls könne das Gerät auf Medieninhalte zugreifen, Panasonic hat im Kino «Buckinski» den 4k-Blu-Ray-Player DP-UB9004 und den 4k+-Projektor PT-RQ22K präsentiert.

Zu sehen gab es «Jurassic World 2», perfekt in Szene gesetzt von Panasonics System. Autor: Michael Erban Der 4k+-Projektor PT-RQ22K und der Blu-Ray-Player ­ DP-UB9004 von Panasonic. Der Blu-Ray-Player­­ ­ DP-UB9004 bietet eine Sprachsteuerung über ­ Amazon Alexa oder Google Assistant.

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag TRADE & COMMERCE Porträt | 25 Wie sich TV Lehmann neu ausrichten will Hans Lehmann ist mit wenigen Unterbrechungen seit über 50 Jahren im CE-Geschäft aktiv. Sein erstes Geschäft hatte er nach der abgeschlossenen Lehre zum Radioelek- triker 1966 im Keller seiner Eltern eröffnet. Zu kaufen gab es nichts, Lehmann reparierte in seiner Werkstatt nur Ge­räte. «Damals konnte man noch alles reparieren, dafür geht heute fast nichts mehr kaputt», sagt Lehmann, der sich als Techniker und nicht als Verkäufer bezeichnet und «Pro­bleme mag».

Ein Jahr später, 1967, eröffnete Lehmann sein erstes Ladengeschäft.

Die Standortwahl fiel auf Schönenwerd, weil ihm ein Freund dazu riet. Weitere zwei Jahre später wagte Lehmann eine Ladenübernahme in St.Gallen, schloss diesen aber drei Jahre später wieder. «Das war mein grösster Fehler», sagt er rückblickend, «die Distanz zu Schönenwerd war viel zu gross.» Einer der ersten PC-Läden der Schweiz Trotz des Rückschlags hielt Lehmann an seinen Wachs- tumsplänen fest. 1976 eröffnete er eine weitere Filiale von TV Lehmann im 8 Kilometer entfernten Suhr. Weitere knapp zehn Jahre später folgte ein Ladengeschäft mit Fokus auf PCs und Zubehör vis-à-vis des ersten Ladens in Schönenwerd.

Es war einer der ersten PC-Shops in der Schweiz, wie Lehmann sagt, Vergleichbares gab es in die- ser Zeit nur in grossen Städten. Dazwischen nahm sich der Unternehmer eine Auszeit. Während dreier Jahre be- reitete er sich in Marokko auf die Maturitätsprüfung vor, die er dann nach einem weiteren Jahr in Schottland ab- legte. Anschliessend studierte er während vier Jahren Physik an der Universität Edinburgh und schloss mit dem Bachelor of Science ab.

In den besten Jahren von TV Lehmann und EDV Leh- mann Mitte der 90er-Jahre waren fast 30 Mitarbeiter bei den beiden Unternehmen beschäftigt. Das PC- und CE- Geschäft brachten jeweils rund 3 Millionen Franken Um- satz in die Kasse. Doch seither traf auch Lehmann der Rückgang im CE- und IT-Markt. Das PC-Fachgeschäft verkaufte Lehmannn zur Jahrtausendwende an ehema- lige Mitarbeiter. Mit den zwei CE-Filialen in Schönen- werd und Suhr mit ihren fünf Mitarbeitern setzt er heute noch gut eine Million Franken im Jahr um, wie Lehmann sagt. Er habe Mühe, in der Gewinnzone zu bleiben. Das früher so wichtige Reparaturgeschäft mache nur rund 20 Prozent des Umsatzes, aber 45 Prozent des Deckungs- beitrags aus.

Die Tochter übernimmt Hans Lehmann ist nun bereits neun Jahre pensioniert, führt den Laden aber weiter. Zumindest so lange, bis seine 24-jährige Tochter Nora das Geschäft übernimmt und neu ausrichtet, was schon bald geschehen soll. Nora Lehmann ist mit Unterhaltungselektronik aufgewachsen, wie sie sagt. Der Fokus des Geschäfts nach der Übernahme sei aber noch unklar, denn der CE-Markt sei gesättigt und die Hersteller seien wenig innovativ. Der Bedarf an Installati- onen und Betreuung ist laut Hans Lehmann noch da, aber bei Reparaturen sehe es schwierig aus, insbesondere weil viele Lieferanten heute weder bei den Ersatzteilen noch bei den Servicedokumenten Unterstützung anböten.

Nora Lehmann wünscht sich mehr umwelt- und ressourcen- schonende Produkte, wofür sie einen Markt sieht. Möglich sei auch, dass sie nur noch Dienstleistungen anbiete, wie etwa Umwelt-, Elektrosmog- oder Radioaktivitätsmessun- gen. Das Angebot könnte auch nicht mehr vorrangig auf Privatpersonen, sondern auf Unternehmen ausgerichtet sein. Schon jetzt bearbeite Lehmann Schadensfälle für Versicherungen, mache Gutachten und richte komplette Sitzungszimmer ein. «Man muss überlegen, was der Kun- de will, seine Bedürfnisse befriedigen und flexibel sein», sagt Hans Lehmann.

Hans Lehmann hat in 50 Jahren im CE-Geschäft viel erlebt. Nun will er seine Läden an die Tochter übergeben. Die beiden sagen, wie sie im gesättigten Markt wachsen wollen. Autor: Fabian Pöschl Nora und Hans Lehmann von TV Lehmann. «Es ist möglich, dass wir künftig nur noch Dienstleistungen ­anbieten.» Nora Lehmann, TV Lehmann

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag 26 | TRADE & COMMERCE Event Netzrace 2018: Tempo, Spass und Feinmotorik 22 Teams haben im Kartpark Race Inn in Roggwil am «Netzrace Championship» um den Sieg gekämpft. Am meisten Punkte holte der Distributor Also.

Das Team darf sich nun «Meister des Netzmedien Kart Cup» nennen. Auf dem zweiten Platz landete Abo Storage, auf dem dritten Comm-Tec. Aber darum ging es eigentlich gar nicht: Im Vordergrund stand nicht der Wettkampfgedanke, son- dern der Spass.

«Joker Laps» sorgen für Diskussionen Um 18.30 Uhr begann das Qualifying, rund eine Stunde später das Rennen. Das bestplatzierte Team setzte sich dafür in die Karts, mit denen das letztplatzierte Team im Qualifying fuhr. Das zweitplatzierte Team tauschte die Karts mit dem Team auf dem zweitletzten Platz, und so weiter. Für die Startaufstellung zählte die schnellste ge- fahrene Rundenzeit im Qualifying. Mit der «Joker Lap» gab es dieses Jahr eine Neuerung: Jedes Team musste in 90 Sekunden durch einen Hinder- nisparcours fahren, wobei am Kart eine Schale mit einem Tennisball befestigt war – und dieser durfte nicht herun- terfallen.

Die Teams bissen sich an dieser Challenge die Zähne aus. Einige schafften es nicht, den Parcours erfolgreich zu absolvieren und erhielten deswegen einen Abzug von 10 Runden. Das mischte die Rangliste kräftig durch. Da ist es nicht verwunderlich, dass die «Joker Lap» nicht bei allen Teams gut ankam. Schnittige Karts, viel Adrenalin und jede Menge Spass: Das war das Netzrace 2018. Im «Race Inn» haben 22 Teams um den Sieg gekämpft. Das Rennen gewann Also, der heimliche Sieger war Canon. Ein Rennbericht aus Roggwil. Autor: Marcel Urech «Damit es spannend bleibt, haben wir die Regeln dieses Jahr leicht geändert» Fredy Barth, Organisator und Kommentator beim Netzrace 22 Teams kämpften in diesem Jahr am Netzrace um den Sieg.

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag TRADE & COMMERCE Event | 27 Sieger und heimliche Sieger Teamleader des Siegers war Antonio Manganelli. Er ist seit März Business Development Manager Gaming & Toys bei Also. Wie gewann das Team von Also das Ren- nen? «Wir hatten gute Fahrer, schlugen eine hohe Pace an und wählten die richtige Taktik», sagte Manganelli. Die «Joker Laps» absolvierte Also in der ersten Rennhälf- te, danach konzentrierte sich das Team auf das eigentli- che Rennen und bolzte Runde um Runde. «Eine Stunde vor Schluss lagen wir noch auf dem zweiten Platz und hatten acht Runden Rückstand», so Manganelli.

Die heimlichen Sieger sind aber bekanntlich die Teams, die am meisten Spass haben. Etwa das von Canon. Die Firma schickte ihre Marketingabteilung ins Rennen und stellte das einzige Team zusammen, das nur aus Frauen bestand. In der Rennwertung landete Canon auf dem letzten Platz, im inoffiziellen Fun-Ranking hätte es aber wohl für Platz 1 gereicht. «Einige von uns sind gera- de zum ersten Mal in ihrem Leben in einen Kart gestie- gen», sagte Teamchefin Sheila Stein. «Wir wussten nicht, was uns erwartet – und jetzt haben wir jede Menge Spass!» Krawatten tragen verboten «Damit es spannend bleibt, haben wir die Regeln dieses Jahr leicht geändert», sagte Organisator Fredy Barth.

Je- des Team sollte eine Chance haben – auch solche, die nicht rennsportbegeistert sind. Letztes Jahr gab es zum Beispiel Punkte für Fahrerwechsel, das fiel dieses Jahr weg. Neu gab es dafür die besagten «Joker Laps». Tempo bolzen war also nicht alles, gefragt war vor allem auch die richtige Strategie. Das Rennen sollte Emotionen wecken, den Zusammenhalt im Team stärken und vor allem eine grosse Gaudi sein, sagte Barth.

Zusätzlich gab es folgende Regeln: · · Die Fahrer mussten mindestens 18 Jahre alt und in «gesundheitlich fahrtüchtigem Zustand» sein. ­ Alkohol war erst nach dem Ende des Rennens erlaubt. · · Die Teams bestanden aus mindestens vier und ­ maximal sechs Fahrern. Zusätzlich waren bis zu sechs Helfer erlaubt. Jedes Team musste einen ­ Teamchef bestimmen. Maximal zwei Fahrer pro Team durften eine Rennlizenz (Kart oder Automobil) haben. · · Schuhe mit Absätzen sowie Schals, Schmuck und Krawatten waren während des Rennens nicht erlaubt. · · Jeder Fahrer musste mindestens zweimal fahren. Teams, die diese Regel ignorierten, bekamen einen Abzug von drei Rennrunden.

Online finden sich eine Bildergalerie sowie ein Video zum Go-Kart-Rennen. Artikel online: www.cetoday.ch ▸ Webcode DPF8_113692 Auf der Rennstrecke ging es heiss zu und her. Organisator Fredy Barth. Die «Joker Laps» ­waren knifflig. Die schnellsten Teams.

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag 28 | TRADE & COMMERCE Marktreport Gaming-Markt zeigt starkes Wachstum Der PC-Markt war in den vergangenen Jahren in der Schweiz stark gebeutelt. Umso erfreulicher für die Bran- che, dass der Markt wieder Aufwärtstendenzen zeigt. Laut GfK Switzerland verkaufte der Schweizer Handel im Zeit- raum von Januar bis August 2018 475500 PCs, was einem Anstieg von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeit- raum entspricht.

Der Umsatz stieg zwar in derselben Zeit mit 3,6 Prozent auf 416 Millionen Franken nicht ganz so stark an wie die Stückzahlen, doch dürfte der Handel al- lein schon daran Freude haben, dass es endlich wieder aufwärtsgeht im PC-Markt.

Gaming-PCs gehen weg wie warme Weggli Der Anteil verkaufter Gaming-PCs am Gesamtmarkt be- trug zwischen Januar bis August 5,8 Prozent, was einem Anstieg von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeit- raum entspricht. Bemerkenswert ist dabei, dass der Um- satz mit Gaming-PCs am Gesamtmarkt 9,7 Prozent be- trägt (plus 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeit- raum). Dieser Unterschied macht deutlich, dass Käufer von Gaming-PCs gerne mal etwas tiefer in die Tasche greifen, ihr Hobby ist ihnen einiges wert, das gilt insbe- sondere für Gamer mit E-Sport-Ambitionen. Wer sich mit den besten messen will, braucht die entsprechende Hard- ware.

Gut für den Handel ist, dass E-Sport immer bekann- ter wird und so auch immer mehr Gamer E-Sport betrei- ben. So haben etwa Swisscom, der TCS und Postfinance auf den E-Sport-Hype reagiert und eigene Ligen oder Teams gegründet.

Die Folge dieser Entwicklung ist, dass Gaming-PCs im Durchschnitt erheblich mehr kosten als herkömmliche Geräte fürs Büro oder Homeoffice. Zwar lag der durch- schnittliche Verkaufspreis für einen Gaming-PC im ver- gangenen August bei 1458 Franken und damit tiefer als etwa im Oktober 2017, als er noch bei 1578 Franken und damit über 100 Franken höher lag. Doch spätestens mit den neuen High-End-Grafikkarten von Nvidia dürften die Preise wieder etwas klettern. Ausserdem sind die Ver- kaufszahlen von speziell für Games konzipierten Desktop- PCs und anderen Desktop-Computern sowie Notebooks ohnehin sehr positiv.

Sie beliefen sich zwischen Januar bis August dieses Jahres auf 27300 Geräte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs um 15,3 Prozent. Der Handel setzte damit mehr als 40 Millio- nen Franken um. Das sind fast 15 Prozent mehr als der Handel mit dem Verkauf von Gaming-PCs im selben Zeit- raum 2017 am Ende in der Kasse hatte. Das ist umso be- merkenswerter da die Verkäufe im Vorjahreszeitraum nur um 0,4 Prozent zunahmen und die Umsätze um 0,7 Pro- zent zurückgingen.

Der Markt für Spielkonsolen, Gaming-PCs und Zubehör ist dank E-Sport-Boom im Hoch. Es lohnt sich jedoch ein vertiefter Blick. So zeigen insbesondere Gaming-Monitore deutliches Wachs- tum, portable Konsolen machen hingegen nur einen kleinen Teil des Marktes aus. Autor: Fabian Pöschl Käufer von Gaming-PCs greifen gerne mal ­ tiefer in die Tasche. GAMING EQUIPMENT, SWITZERLAND RETAIL MARKET (SALTES THS. CHF, %) Abs. % PY Quelle: GfK 2018 (9 / 2018) Desktop  Other Deskcomp Notebook  Keying Dev.  Pointing Dev.

 Not ­Curved  Curved  Portable Home Gaming Computers Gaming Keying + Pointing Dev.

Gaming Monitors Gaming Consoles Jan 17–Aug 17 Jan. 18–Aug. 18 Jan 17–Aug 17 Jan. 18–Aug. 18 Jan 17–Aug 17 Jan. 18–Aug. 18 Jan 17–Aug 17 Jan. 18–Aug. 18 35056,8 -0,7 40282,9 14,9 5486,9 3,6 5996,2 9,3 2932,0 37,0 5356,2 82,7 31336,3 17,6 34557,4 10,3 52,3 50,6 51,3 46,6 24,1 40,3 92,5 95,6 46,5 48,4 48,7 53,4 75,9 59,7 7,5 4,4 1,2 1,0

RUBRIK Unterrubrik | 29 12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag Desktops verringern Abstand zu Notebooks Notebooks und Desktops sind an diesem im Aufschwung befindlichen PC-Gaming-Markt fast zu gleichen Teilen be- teiligt, zumindest beim Umsatz. 48,4 Prozent der Umsätze erzielte der Schweizer Handel mit Desktops, 50,6 Prozent mit Notebooks. Dabei gilt es aber festzustellen, dass der Umsatzanteil von Notebooks im selben Zeitraum des Vor- jahrs noch 1,7 Prozent höher lag, Desktop-PCs konnten also den Abstand zu Notebooks fast wettmachen. Den ver- schwindend kleinen Rest von gut 1 Prozent verdiente der Handel mit anderen Gaming-Desktop-Computern.

Das PC-Zubehörgeschäft im Gaming-Markt entwickelt sich ebenfalls ansprechend. Das Wachstum war zwar schon im Vorjahr gross, diesmal rieb sich der Handel aber noch stärker die Hände. Die Anzahl Verkäufe von Tasta- turen und Pointing Devices wie Computermäusen für Ga- mer stieg von Januar bis August 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,4 Prozent auf 67300 Stück. Der Umsatz stieg nicht ganz so stark an, das Wachstum war mit 9,3 Prozent auf fast 6 Millionen Franken aber dennoch hoch. Im Zubehörmarkt geben nun Tastaturen mit einem Umsatzanteil von 53,4 Prozent den Ton an, während GfK den Rest von 46,6 Prozent den Pointing Devices zuschreibt.

Bemerkenswert ist dabei, dass die Rollen in nur einem Jahr gewechselt haben. Im Vorjahreszeitraum machten Poin- ting Devices noch 51,3 Prozent des Umsatzes mit PC-Zu- behör im Schweizer Handel aus.

Starkes Wachstum im Monitor-Markt Die positivste Entwicklung im Gaming-Markt verzeichne- ten die Analysten von GfK bei Monitoren. Von Januar bis August 2018 verkaufte der Schweizer Handel fast 10000 Monitore im Wert von knapp 5,4 Millionen Franken. Das entspricht einem Wachstum der Verkäufe um 87,5 Prozent im Vergleich zu den ersten acht Monaten 2017. Der Umsatz stieg im selben Zeitraum ebenfalls deutlich um 82,7 Pro- Bild: monkeybusinessimages / iStock.com zent. Den Grossteil der Monitore machen Bildschirme mit geradem Panel aus. Ihr Anteil am Gesamtmarkt beträgt 63,7 Prozent bezüglich verkaufter Stückzahlen.

Den Rest von 36,3 Prozent machen Curved Monitore aus. Die Ten- denz von Curved-Monitoren ist aber deutlich positiver. Ihr Anteil lag im Vorjahreszeitraum erst bei 25,4 Prozent und damit mehr als 10 Prozent tiefer. Das ist umso erfreulicher für den Handel, weil dieser Curved Monitore zu höheren Verkaufspreisen verkaufen kann als es bei herkömmlichen Monitoren der Fall ist. Beim Umsatz machten Curved ­ Monitore von Januar bis August 2018 bereits 40,3 Prozent aus, nachdem der Anteil im Vorjahreszeitraum noch bei 24,1 Prozent gelegen hatte.

Spielkonsolen: stationär top, portabel Flop Nicht nur Gaming-PCs, auch Gaming-Konsolen sind heiss begeht. Laut GfK Switzerland stiegen die Konsolenverkäu- fe im Schweizer Markt zwischen Januar und August 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent oder 8000 Geräte auf 120200 Konsolen. Der Umsatz mit Konso- len stieg noch etwas stärker als die Verkaufszahlen, näm- lich um 10,3 Prozent oder mehr als 3 Millionen Franken auf 34,56 Millionen Franken. Peter Züger, Präsident des Branchenverbands Swiss Interactive Entertainment Asso- ciation (SIEA), erklärte schon im vergangenen Sommer das Wachstum mit sehr starken Verkäufen der neuen Konso- len-Hardware.

Nintendo Switch, Playstation 4 Pro und Xbox One X sind beliebt. Portable Spielkonsolen wie Nin- tendo 3DS oder Playstation Vita hingegen sind weniger begehrt, was auch am Erfolg der Smartphones und iPads liegen dürfte. Der Anteil verkaufter portabler Konsolen lag im Zeitraum von Januar bis August bei nur noch 8,2 Pro- zent, im Vorjahreszeitraum waren es noch 12,7 Prozent. Der Umsatzanteil von portablen Konsolen am gesamten Konsolenmarkt lag nur noch bei 4,4 Prozent nach 7,5 Pro- zent im Vorjahreszeitraum.

Der Schweizer Handel verkaufte in den ersten 8 Monaten 2018 87,5 Prozent mehr ­Gaming-Monitore als im ­ Vorjahr.

30 | RUBRIK Unterrubrik 12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag Die Journalisten der Netzmedien-Redaktion müssen gut und aktuell informiert sein. Deshalb soll sie ein 48-Zoll- Display mit Nachrichten über das Geschehen in der ICT- Welt auf dem Laufenden halten. Das Display sollte an die Wand montiert werden, wofür die Redaktion professionel- le Hilfe suchte. Ausserdem liess der Chefredaktor verlau- ten, dass er auch gleich einen Fernseher bei sich zuhause an der Decke installieren lassen wolle, sollte der Techniker bei der Montage im Büro in Zürich überzeugen.

Die Re- daktion fragte für eine Montage bei Interdiscount, Fust, Media Markt und Melectronics sowie EP- und Euronics- Fachhändler an. Für die Kontaktaufnahme suchte die Re- daktion den telefonischen Weg – das war aber nicht immer möglich.

Interdiscount Der Anruf beim Interdiscount-Kundendienst war wenig hilfreich. Nach einer Minute in der Warteschleife sagte die Mitarbeiterin, sie müsse abklären, ob Interdiscount Wand- und Deckenmontagen anbiete. Nach 8 Minuten Wartezeit sagte die Verkäuferin: «Ich weiss nicht, ob wir das machen, für Montagen müssen Sie in den Laden kommen.» Über- rascht von dieser Aussage ging ein Redaktor in eine nahe- gelegene Interdiscount-Filiale und fragte einen Verkäufer nach Montagen. Der antwortete: «Ich weiss nicht, ob wir Montagen anbieten. Falls schon, wäre das via Fust, fragen Sie mal dort nach.» Fust Der Anruf bei Fust war erfolglos, auch nach fast 5 Minuten in der Warteschleife meldete sich niemand.

Also ging der Redaktor in die Filiale und fragte nach einer Montage. Eine Verkäuferin schrieb auf einen unverbindlichen Kaufver- trag ohne Unterschrift, dass die Wandhalterung rund 50, die Deckenhalterung rund 180 und die zwei Montagen je- weils 150 Franken kosten würden. Der Redaktor bedankte sich und wollte wissen, wann die Montage frühestens mög- lich sei. Auf Nachfrage beim Techniker sagte die Verkäufe- rin, dass es mindestens 6 bis 8 Tage dauere, bis jemand Zeit für die Montage von CE-Geräten hätte. Bei Elektrogeräten dauere es sogar 10 bis 11 Tage, bis jemand vorbeikomme. Media Markt Als Nächstes wählte der Redaktor die Media-Markt-Hot- line.

Nach einer Minute in der Warteschleife meldete sich eine Mitarbeiterin, die sich auf den Wunsch nach einer Mystery-Shopping: «Für Montagen ­ müssen Sie in den Laden kommen» Die Redaktion hat Hilfe für Montagen von Displays an der Wand und an der Decke gesucht. Der Handel sollte sie am Telefon von sich überzeugen. Das war nicht immer möglich. Autor: Fabian Pöschl Den seriösesten ­Eindruck hinterliess der Euronics-Fach- händler, der insistierte, dass er den Einsatzort vor Montage begutach- ten müsse. Bild: Naypong Studio / Shutterstock.com

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag TRADE & COMMERCE Besuch im Handel | 31 Ceconet AG Hintermättlistrasse 1 5506 Mägenwil T +41 62 887 27 37 info@ceconet.ch www.ceconet.ch AB AUF DIE ÜBERHOLSPUR Mit VisionShare von NorthVision Grenzen überwinden Bisherige drahtlose Präsentationssysteme setzen für die Datenübertragung auf USB – auf eine Schnitt- stelle also, die in vielen Unternehmen aus Sicherheitsgründen gesperrt ist. Nun ist mit VisionShare von NorthVision Technology eine wegweisende Alternative erhältlich. Die Plug-and-Play-fähige Lösung unterstützt HDMI als Display-Ausgabeschnittstelle und überträgt Full-HD- und 4K-Inhalte komplett ruckel- frei.

Zudem bietet sie Funktionen an wie «Dual 4K Display Output» zur gleichzeitigen Bedienung von zwei Projektoren sowie «Wireless Touch Technology» zur Unterstützung von interaktiven Touch-Displays. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ceconet.

Anzeige Montage entschuldigte, erst Rücksprache mit den Kolle- gen halten zu müssen. Nach einer Minute meldete sie sich am Telefon zurück und sagte, dass Media Markt solche Montagen anbiete, die erste Montage in der Redaktion koste 249 Franken und die zweite dann 189 Franken. Of- fenbar gibt es Mengenrabatt bei Media Markt. Die Preise der Wand- und Deckenhalterung beliefen sich auf 50 bis 100 Franken. Der frühstmögliche Termin für eine Monta- ge sei in vier Arbeitstagen, so die Dame am Telefon. Melectronics Der nächste Anruf ging an M-Infoline, wo sich direkt eine Mitarbeiterin meldete. Auf die Frage nach einer Montage sagte sie, dass diese der Migros-Service beantworten müs- se.

Sie leite den Anruf gleich weiter. Nach 5 Minuten in der Warteschleife war aber nur noch eine tote Leitung zu hö- ren. Die Mitarbeiterin schien aufgelegt zu haben ohne etwas zu sagen. Also versuchte es der Redaktor noch ein- mal, diesmal direkt beim Migros-Service. Nach 3 Minuten Wartezeit, sagte eine Mitarbeiterin, dass der Weg pauschal 109 Franken und jede Viertelstunde Arbeit 30 Franken koste. Dann sagte sie plötzlich: «Moment, haben Sie De- ckenhalterung gesagt? So etwas machen wir nicht.» EP-Fachhändler Also auf zum Fachhandel. Bei EP wollte der Mitarbeiter am Telefon als Erster wissen, was denn für Fernseher mon- tiert werden müssten und wie die Gegebenheiten am Mon- tageort seien.

Er riet, eine E-Mail mit den Anforderungen zu schreiben, damit EP eine genaue Kostenplanung ma- chen könne. Also schrieb der Redakteur eine E-Mail, er- hielt aber auch zwei Wochen später keine Antwort. Euronics-Fachhändler Die nächste Anfrage ging an Euronics, wo sich der Fach- händler am Telefon sträubte, die Kosten für die Montage zu beziffern. «So etwas muss man anschauen, dann bleibt die böse Überraschung erspart», sagte er. Es gebe so vieles zu beachten wie Kabellänge, Halterung oder ob der Nachbar in der Wohnung obenan über Bodenheizung habe, was bei der Deckenmontage wichtig zu wissen sei.

Die Begutachtung würde wohl eine halbe Stunde dauern, wobei der Stunden- ansatz 140 Franken betrage. Falls es aber zum Auftrag kom- me, sei die Vorinspektion kostenlos. Schliesslich schickte er aber doch eine E-Mail für ein Montageangebot, wobei die Deckenhalterung 90 Franken, die Wandhalterung 50 Fran- ken, der Kabelkanal für die zwei Montagen zusammen 100 Franken und die Lieferung und Installation 760 Franken kosten würde. Das macht insgesamt 1000 Franken. Die Mon- tage wäre frühestens in einer Woche möglich. Fazit Die Redaktion hat sich noch nicht für einen Anbieter ent- schieden. Den seriösesten Eindruck hinterliess der Euro- nics-Fachhändler, der insistierte, dass er den Einsatzort vor Montage begutachten müsse.

Den schlechtesten Ein- druck hinterliessen der EP-Fachhändler, der sich auf die Anfrage nicht wieder meldete, und Melectronics, wo der Kunde aus der Leitung fliegt und auch keine Montage an- geboten bekommt. Keine Lorbeeren holte sich auch Inter- discount, wo die Verkäufer ihr Unwissen kundtaten und zum Gang in die Filialen verwiesen. Nur dank der Unter- nehmensschwester Fust bleibt Interdiscount nicht mit dem schlechtesten Eindruck am Ende der Montage-An- bieter-Rangliste zurück.

Die Kosten für die Montage der Displays beginnen bei 150 Franken.

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag 32 | PRODUCTS Trends Die fünf wichtigsten Produktsparten fürs Weihnachtsgeschäft 2018 Auch wenn der «Black Friday» und der «Singles’ Day» in der Schweiz Fuss gefasst haben, spielte das Weihnachts- geschäft gerade im Consumer-Electronics-Bereich für den Retail in den vergangenen Jahren immer noch eine bedeu- tende Rolle. Dieses Jahr dürften laut Galaxus und Media- markt insbesondere die folgenden Produkte bei den Kon- sumenten beliebt sein.

1. OLED-/QLED-Fernseher Sowohl bei Mediamarkt wie auch bei Galaxus stehen OLED-/QLED-Fernseher kurz vor Weihnachten hoch im Kurs. Sony ist hier mit dem im Herbst auf dem Markt er- schienenen AF9 mit von der Partie. Der Fernseher mit 4k- Ultra-HD-Auflösung ist mit einem 55- oder 65-Zoll-Bild- schirm erhältlich. Bei LG ist momentan der OLED65E7V das beliebteste Modell. Das Gerät mit 65- oder 55-Zoll- Bildschirm verfügt über aktives HDR mit Dolby Vision und Dolby-Atmos-Surround-Sound.

Bei Mediamarkt und Digitec gleichermassen beliebt ist Samsungs QLED-TV Q6FN. Auch dieses Modell verfügt über 4k-Ultra-HD-Auflösung und kann laut Samsung mit dem Sprachassistenten Bixby gesteuert werden.

Den TV gibt es mit 49-, 55-, 65-, 75- und 88-Zoll-Bildschirm. Und auch Panasonic und TP Vision wollen im TV- Weihnachtsgeschäft mitmischen. Das OLED-Modell von TP Vision, der 4k-UHD-TV Philips 803, verfügt über Am- bilight und einen Speicher, der um 16 Gigabyte erweitert werden kann. Das Gerät gibt’s mit 65-Zoll-Bildschirm. Einer von Panasonics neuesten OLED-TVs ist das HDR- Modell TX-77EZC 1004. Auch dieses TV-Gerät verfügt über 4k-Ultra-HD-Auflösung und ist in den Grössen 77 und 65 Zoll erhältlich.

Alle Jahre wieder lockt das Weihnachtsgeschäft. Und mit ihm viele interessante Gadgets für unter den Tannenbaum. In den folgenden fünf Produktsparten dürfte zum Weihnachtsgeschäft 2018 besonders viel los sein. Autorin: Leslie Haeny Immer beliebter bei ­Videomachern und Gadget-Fans: Drohnen. Einer der gefragtesten Anbieter ist hier Dji. Bild: gdefilip / iStock.com

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag PRODUCTS Trends | 33 2. Smartphones Auch dieses Jahr dürfen Smartphones unter dem Tannen- baum nicht fehlen. Das wissen auch die grossen Anbieter.

Daniel Meier, Vice President Consumer Business Group bei Huawei Schweiz, bezeichnete das neue Mate 20 Pro als Huaweis Flaggschiff im Weihnachtsgeschäft. Das Gerät bietet KI- Funktionen, einen Akku mit einer Kapazität von 4200 Milliamperestunden und viele Features für alle, die gerne mit dem Handy filmen und fotografieren. Samsung hat mit dem Galaxy Note 9 ein Weihnachts- geschenk für businessorientierte Nutzer. Auch das Note 9 setzt auf hohe Akkukapazität (4000 Milliamperestunden), und der dazugehörige, mit Bluetooth ausgerüstete Stylus S-Pen erlaubt es laut Hersteller, Kamera-Apps und Präsen- tationen per Knopfdruck zu steuern.

Für Konsumenten, die ihr Smartphone lieber etwas kompakter haben, eignet sich das 5,8 Zoll grosse iPhone Xs. Im Gerät steckt Apples neuer «A12 Bionic»-Chip, der Ma- chine-Learning-Tasks, das Erkennen des Nutzers mittels Face-ID sowie alle AR-Apps verbessern soll. Alex Hämmer- li, Senior PR Manager & Teamleader Translation bei Digitec Galaxus, geht davon aus, dass auch das Google-Smartpho- ne Pixel 3, das Pocophone F1 des chinesischen Herstellers Xiaomi und das Samsung Galaxy A7 dieses Jahr im Weih- nachtsgeschäft die Nase weit vorn haben werden. 3. Gaming-Laptops Das Weihnachtsgeschenk für E-Sportler und leidenschaft- liche Hobby-Gamer: der Gaming-Laptop.

Einer der gefrag- testen Gaming-Laptops bei Galaxus ist der Predator He­lios 300 von Acer. Das Gerät hat einen i7-8750H-Intel-Core- Prozessor, 16 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Solid-State- Drive. Der Predator Helios 300 wiegt gut 2,5 Kilogramm und verfügt über einen 15,6-Zoll-Bildschirm. Der zweite grosse Gaming-Laptop-Hersteller, Asus, ist mit dem Modell ROG Strix GL703 bei Mediamarkt und Di- gitec hoch im Kurs. Forbes bezeichnet den Laptop mit Intel- Core-i7-Prozessor der 8. Generation als einen der «Top 5 Must-have-Gaming-Laptops». Das Modell hat ein 17,3-Zoll- Full-HD-Display und ist 2,9 Kilogramm schwer, hat 32 Gi- gabyte RAM und 256 Gigabyte Festplattenspeicher.

Auch HP mischt mit im Weihnachtsgeschäft mit dem Omen 15. In diesem High-End-Gaming-Notebook steckt ebenfalls ein Intel-Core-i7-Prozessor der 8. Generation. An Speicher gibt es bis zu 32 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Solid-State-Drive. Das Full-HD-Display ist 15,6 Zoll gross und das Gerät wiegt 2,5 Kilogramm.

4. Smoothie-Maker und Standmixer Kurz nach Weihnachten, wenn alle Kekse aufgegessen sind und das neue Jahr begonnen hat, steht bei vielen wieder gesunde Ernährung auf dem Programm. Da kommen Smoothie-Maker beziehungsweise Mixer als Weihnachts- geschenk gerade richtig. Einer der Spitzenreiter bei Media- markt ist hier der Nutribullet Extraktor mit einer Leistung von 600 Watt. Die Becheraufsätze sind spülmaschinenfest und der Mixer zerkleinert laut Hersteller Obst, Gemüse und Nüsse problemlos. Das kann der Philips Avance HR365/02 ebenfalls, wie Galaxus schreibt. Der Glasbehälter sei hit- zebeständig und alle Teile bis auf das Hausgerät spülma- schinenfest.

Der Dritte und mit 1063 Franken teuerste in der Familie der beliebten Mixer kommt von Vitamix. Das Modell Ascent A3500i hat 2,2 PS und 12 Mixstufen. Der Premium-Hochleistungsmixer bietet 1400 Watt Leistung und ist ebenfalls hitze- und spülmaschinenfest. 5. Drohnen Immer beliebter bei Videomachern und Gadget-Fans: Drohnen. Einer der gefragtesten Anbieter ist hier Dji. Bei Onlinehändler Galaxus ist einer der Spitzenreiter des Her- stellers die Mavic 2 Pro. Wie Galaxus schreibt, kann das Gadget dank einer Sensordiagonale von 1 Zoll und einer Lichtstärke von f/2,8 besonders gute Aufnahmen während der Dämmerung liefern.

Der Akku soll bis zu 31 Minuten lang halten. Etwas günstiger als die Mavic ist die Drohne Anafi von Parrot. Sie soll sich 25 Minuten lang in der Luft halten und ist mit einer 4k-HDR-Kamera ausgestattet, die um 180 Grad vertikal schwenkbar ist.

Zum Schluss noch etwas für alle «Star Wars»-Fans: die «Star Wars»-Kollektion von Propel. Die Tie-Fighter-Advan- ced-, 74Z-Speeder-Bike- und T65-Xwing-Racing-Drohne haben zwar keine Kameras, sollen dafür laut Hersteller aber besonders schnell unterwegs sein und mit Sound- und Lichteffekten überzeugen.

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag 34 | PRODUCTS Showroom Premium-Kompaktkamera in 2. Generation Mit der LUMIX LX100 II präsentiert Panasonic das neue Modell der erfolgreichen LX-Reihe. Die Neuauflage der LX100 überzeugt mit ihren handlichen Massen in Grösse und Gewicht.

Zusammen mit der hochwertigen Leica- Optik und dem grossen Sensor ist die Kamera ideal für anspruchsvolle Aufnahmen unterwegs. Der grosse FourThirds-Sensor stammt aus der aktuellen LUMIX-G-Systemkamerageneration mit knapp 22 Mega- pixeln ohne Tiefpassfilter. Effektiv werden davon bis zu 17 Megapixel genutzt, womit der Sensor eine 1,6-mal grössere Fläche bietet als der in Kompaktkameras be- liebte 1-Zoll-Sensor. Wie bei der LX 100 bleibt der Weit- winkel als Besonderheit des Multi-Aspekt-Sensors in den Formaten 3:2, 4:3 und 16:9 erhalten.

Genauso entscheidend für gute Bildqualität und Freistel- lungspotenzial ist das extrem lichtstarke Objektiv LEICA DC VARIO-SUMMILUX 1.7-2.8 mit einer Brennweite von 24-75mm (KB). Der grosse, integrierte Sucher, das neue Touchscreen- Display und zahlreiche direkte Bedienelemente machen es für Fotografen noch einfacher, das gewünschte Motiv einzufangen. Weitere Highlights des neuen Modells sind die 4K-Foto- und Videofunktion, die neuen Monochrom- Stile, Bluetooth- und Wi-Fi-Konnektivität sowie die USB- Ladefunktion für unterwegs.

Gestochen scharfe Bilder in Hollywood-Qualität Das aufregende Design wird durch hervorragende Bild- und Klangeigenschaften noch besser unterstützt.

Die 4K- HDR-OLED-Bildtechnologie überzeugt mit satten Farben und natürlichen Kontrasten dank des Studio-Colour-HCX- Videoprozessors. So stellen wir sicher, dass Ihr Fernseh­ erlebnis immer genau der Vorstellung der Filmemacher entspricht. Das Soundsystem wurde zudem von den Spezialisten der Audio-Marke Technics entwickelt, um Ihnen zusätzlich ein einzigartiges Klangerlebnis zu ermöglichen. • 4K Ultra HD Master OLED • Soundsystem mit 12 Lautsprechereinheiten • HCX-Prozessor mit Clear Motion und OLED HCX ­Motion Drive • HDR Multi • THX-4K-zertifiziertes Display • Quattro Tuner mit Twin-Konzept & 2 CI-Slots 4K-Flagschiff gewinnt EISA Award Mit modernster Prozessortechnologie, hochwertigen Au- diokomponenten und einer erstklassigen Bauweise konnte der Ultra-HD-Blu-Ray-Player DP-UB9004 von Panasonic die EISA-Jury überzeugen.

Das Gerät wurde in diesem Jahr mit dem begehrten EISA Award als High-End-UHD- Blu-Ray-Player 2018-2019 ausgezeichnet. Dieser Erfolg bestätigt erneut die Referenzklasse des Players in Bezug auf exzellente Bild- und Tonqualität.

Besonders die einzigartige Verarbeitung von HDR-Content mit der HDR-Optimizer-Funktion hob die EISA-Jury her- vor, wobei der zuständige Experte explizit herausstellte, dass «sie die Darstellung von UHD-HDR10-Inhalten deut- lich verbessere». Die Technologie verbessert das Tone Mapping und passt die Helligkeit perfekt an den darstell- baren Bereich des TV-Geräts an. So wird jedes feinste De- tail akkurat dargestellt und eine erstklassige Bildqualität gewährleistet, unabhängig vom verwendeten TV-Modell. Zugleich beeindruckte die Jury die extrem hohe Klang­ qualität des Players, der, dank einer separierten Audiosek- tion mit eigenem Stromkreislauf, des 768-kHz- / 32-Bit- Digital-Analog-Wandlers und der vielseitigen Anschlüsse «ein erstklassiges Stereo-Audioerlebnis bietet».

Auch Design und Verarbeitung des UB9004 wurden von der EISA-Jury gewürdigt. So konnte der Player insbeson- dere mit seiner soliden, verwindungssteifen Bauweise, sei- nem extrem hochwertigen 7,8 kg schweren Chassis mit Aluminium-Front und Seitenblenden und dem neuen, hochpräzisen Antriebsmechanismus punkten.

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag KNOWLEDGE E-Commerce | 35 ENTWICKLUNG MARKTVOLUMEN Online- und Versandhandel 2010–2017, Umsatz in Mrd. CHF Schweiz Ausland 2017 haben Herr und Frau Schweizer 8,6 Prozent mehr Geld im Onlinehandel ausgegeben. Der Trend geht 2018 ungebremst weiter. Per Ende Juli zeigt der Online-Han- dels-Monitor des VSV ein Plus von 10,2 Prozent – und dies ohne die Umsätze aus Auslandseinkäufen und Zalando! Die Gesamtausgaben im Onlinehandel dürften also 2018 um gegen 15 Prozent steigen.

Bei aller Freude über die Entwicklungen im eigenen Land schauen wir mit etwas Besorgnis auf die exponen­tiell wachsende grenzüberschreitende Einkaufshäufigkeit.

Wachstumsquoten bei sogenannten Direktimporten von 30 Prozent im Jahr 2016 und 50 Prozent im Jahr 2017 lassen aufhorchen und verlangen nach einer Ursachenanalyse. 2018 dürften gegen 35 Millionen Pakete via grosse und kleine ausländische Plattformen wie Aliexpress, Wish, Amazon und Co. den Weg in die Schweiz finden. Zum Ver- gleich: Das gesamte Paketaufkommen in der Schweiz be- trägt ohne diese Mengen 150 Millionen. Der Konsument hat offenbar jede Zurückhaltung ab- gelegt und kauft grenzenlos ein, wenn sich die Gelegenheit bietet. Das starke Wachstum ist aber nicht nur auf tolle Produktangebote, sondern auch wettbewerbsverzerrende Faktoren zurückzuführen.

Die Spiesse sind nicht gleich lang Die Auslandsvolumen werden teilweise begünstigt von vor- teilhaften Versandtarifen und Paketformaten: So wird heu- te eine Warensendung mit Abgang in China in der Schweiz günstiger zugestellt als ein Schweizer Paket, hinzu kommen grosszügigere Formatvorgaben als innerhalb der Schweiz. So kann Aliexpress beispielsweise einen Lederfussball in der Schweiz als Brief verschicken, während ein Schweizer Händler dieses Produkt immer als Paket versenden muss. Eine weitere Sorge ist, dass diese Paketmengen zuneh- mend unkontrollierbar ins Land gelangen – es können nur kleine Mengen stichprobenartig (manuell) geprüft wer- den.

Die Wahrscheinlichkeit der Falschdeklaration und Steuer-Umgehung steigt mit jedem zusätzlich importier- ten Paket an. Ebenso erhöht sich das Risiko, dass gefähr- liche beziehungsweise unkontrollierte Materialien, Elek- trogeräte, Waffen und auch Medikamente in Umlauf ge- langen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dies zu gravieren- deren Vorkommnissen als einem Adapter- oder Kabel­ brand führen wird.

Schweizer Stärken nutzen Trotz oder gerade dank dieser Entwicklungen beim Konsu- mentenverhalten sehen wir nach wie vor Potenzial für Schweizer Händler, aber auch Hersteller-Versender (D2C – Direct to Consumer). Innerhalb der Schweiz helfen die hohe Liefergeschwindigkeit und Warenverfügbarkeit, grosszügi- ge Retouren-Regelungen oder einfach auch schon der Kauf auf Rechnung, Kunden hier zum Einkaufen zu bewegen. Natürlich muss der Preis dazu auch stimmen. Aber wir sind fest davon überzeugt, dass Schweizer Onlineangebote in vielen Bereichen über die letzten Jahre konkurrenzfähiger geworden sind.

Für Händler und Hersteller eröffnen sich europa- und weltweit neue Chancen, ihre Produkte direkt an Konsu- menten zu verkaufen. Die weiter oben «beschuldigten» Marktplätze werden im globalen Kontext zu Steigbügelhal- tern, an denen ein Onlineanbieter heute nicht mehr vorbei- kommt. Gerade im globalen Konsum-Kontext kann die Schweiz immer noch mit Qualität, Ansehen, Vertrauen und auch ein paar Stereotypen punkten – man muss aber schnell agieren, der Zug fährt bereits aus dem Bahnhof … Ausländische Onlineshops kämpfen mit längeren Spiessen Onlinehändler aus Übersee verzeichnen rasant wachsende Umsätze in der Schweiz.

Der Erfolg ist aber nicht auf Produkte und Dienstleistungsqualität zurückzuführen, sondern massgeblich auch auf wettbewerbsverzerrende Faktoren.

* Schätzung Basis: Gesamtmarkt B2C, C2C, Einkäufe im Ausland Quelle: GfK 2018 | Online- und Versandhandelsmarkt Schweiz 2017 | 20. Februar 2018 ▪ ▪ Online-Versandhandel wächst 2017 um total 10 Prozent oder 800 Mio. CHF (ohne Abholstatio- nen)1 ▪ ▪ Direkte Cross-Border-On- line-Einkäufe mit Lieferung in die Schweiz nehmen überproportional zu 1  Wichtig: Abholstationen im be- nachbarten Ausland im Jahr 2013 von 200 Mio. CHF und 250 Mio. CHF im Jahr 2015 resp. 2016 wurden in dieser Grafik nicht ­berücksichtigt. 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017* 4,60 4,75 5,10 5,45 5,80 6,10 6,50 7,00 0,50 0,55 0,60 0,80 0,90 1,10 1,30 1,60 Patrick Kessler Präsident/Geschäftsführer, Verband des Schweizeri- schen Versandhandels VSV DER AUTOR

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag 36 | KNOWLEDGE Security Was Sicherheitsexperten derzeit den Schlaf raubt Komisch, spannend und beängstigend. Jeden Tag gibt es neue Meldungen zu Distributed-Denial-of-Service- Attacken, ­ Ransomware, Cryptominern und Co. Die gefundenen Perlen erscheinen online im IT-Security-Blog. An dieser Stelle eine ­ kleine Auswahl aus den Sammlungen des letzten Monats. Texte und Illustrationen: Coen Kaat Mehr im Security-Blog: www.it-markt.ch/Security Krake mit politischer Motivation sucht PCs zwecks Infektion Wenn eine legitime Applikation verboten wird, wittern ­ Cyberkriminelle bereits ein Geschäft.

Sogar dann, wenn die Applikation nur potenziell verboten werden könnte, wie der Fall des Trojaners Octopus zeigt. Die Cyberkrimi- nellen hinter der Schnüffler-Malware nutzten Berichte über ein bevorstehendes Verbot des Instant-Messaging- Diensts Telegram in Kasachstan aus. Sie verbreiteten da- raufhin eine Applikation, die sich als Telegram-Alternati- ve für die oppositionellen Parteien des Landes ausgab. Der Launcher nutzte hierfür sogar das Logo einer der Par- teien, wie Kaspersky Lab in einer Mitteilung schreibt. Die Applikation war jedoch nur ein Gefährt, um den Trojaner Octopus auf die PCs seiner ahnungslosen Opfer zu schleusen.

Sobald der Trojaner aktiviert war, hatten die Cyberkrimi- nellen aus der Ferne Zugriff auf die Rechner ihrer Opfer. Sie konnten etwa Dateien löschen, kopieren und stehlen sowie Systemeinstellungen verändern. Auf diese Weise war es ihnen möglich, ihre Opfer auszuspionieren und sensible Daten zu entwenden. Gemäss den Sicherheits­ experten von Kaspersky könnte die Hackergruppe Dust- squad hinter den Angriffen stecken. Die russischsprachi- gen ­ Cyberspione sind schon seit 2014 in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion tätig. In den vergangenen zwei Jahren deckte Kaspersky nach eigenen Angaben vier ihrer Kampagnen auf.

Dabei nutzte die Gruppe jeweils mass- geschneiderte Android- und Windows-Malware um Privat­ personen und diplomatische Ziele anzugreifen. Pentagon sucht nach Jedi – aber auf die ­altmodische Art Das Pentagon, Hauptsitz des US-amerikanischen Verteidi- gungsministeriums, ist auf der Suche nach «JEDI». Kapu- zen tragende Lichtschwertschwinger, die über tausend Generationen lang in der Alten Republik die Hüter des Friedens und der Gerechtigkeit waren, bevor es dunkel wurde in der Welt – bevor das Imperium aufkam? Nein, das sind nicht die Jedi, die das Pentagon sucht. «JEDI» ist keine Anspielung auf die «Star Wars»-Filmrei- he, sondern die Abkürzung für Joint Enterprise Defense In- frastructure.

Eine Cloud-Plattform, die das Pentagon der- zeit aufbauen will. Sie soll das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten modernisieren.

Der Auftraggeber, das Pentagon, passte nun die Aus- schreibungsunterlagen an, wie «The Register» berichtet. Unternehmen, die ihr Konzept für das hochmoderne und hochsichere Cloud-System einreichen wollen, müssen da- für auf ein altmodisches Medium zurückgreifen: DVDs. «Anstelle von elektronischen Einreichungen müssen Bie- ter ihre komplette Offerte auf eine DVD speichern und persönlich überbringen», heisst es in den Richtlinien. An- dere Einreichungen werden nicht akzeptiert. Es ist jedoch höchst fraglich, ob ein paar DVDs ausreichen. Schliess- lich geht es hier um ein Projekt von 10 Milliarden US-Dol- lar, das den Auftragnehmer noch eine Dekade beschäfti- gen wird und den grössten Teil der IT-Prozesse des US- Verteidigungsministeriums übernehmen soll.

Wer auch immer die Einreichungen prüft, wird sich wohl durch gan- ze Berge von DVDs wühlen müssen.

So einfach lassen sich US-Waffensysteme ­hacken Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten (DoD – engl. Department of Defense) investiert derzeit 1,66 Billionen US-Dollar in neue Waffensysteme. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen. Das dachte sich wohl auch das Government Accoun­ t­ ability Office – kurz GAO. Das Untersuchungsorgan wollte prüfen, wie sicher die Waffensysteme der USA vor Hackerangriffen sind. Das Resultat ist erschreckend. Die Test-Hacker des GAO hat- ten enorm leichtes Spiel, wie aus dem Abschlussbericht hervorgeht. So konnten sie schon mit banalen Tools und Methoden die Kontrolle über ihre Ziele übernehmen oder diese abschalten.

Dabei verwendeten sie Tools, die zum Teil kostenlos für jeden erhältlich sind, der Zugang zum Internet hat.

Einem Team gelang es etwa, innerhalb von 9 Sekunden das Admin-Passwort zu erraten. Ein anderes Team legte ein System lahm, indem es dieses lediglich scannte. Wieder ein anderes Team entwendete nebenbei rasch 100 Gigabyte an Daten. Den IT-Verantwortlichen der an- gegriffenen Waffensysteme fiel das nicht einmal auf – sogar dann nicht, als die Angreifer bewusst auffällig agierten. Insgesamt 41 Mal gaben IT-Verantwortliche an, sie hätten keinen Grund gehabt, eine Cyberattacke zu vermuten. Denn Systemabstürze seien für sie vollkom- men normal.

12 / 01 | 2018 / 2019 www.cetoday.ch © netzmedien ag Beschaffung Schulinformatik für Volksschulgemeinde Region ­Diessenhofen Ausschreibung 1043299: Beschaffung Schulinformatik 19-21.Publiziert am 2.11.2018.

Volksschulgemeinde Region Diessenhofen. Die Volksschulgemeinde Region Diessen- hofen (VSGDH) hat sich entschlossen, im Rahmen der Neuausrichtung ihrer ICT-Strate- gie und der Einführung des neuen Lehrplans 21, die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen ab dem Jahr 2019 mit neuer IT-Infrastruktur auszustatten. Dabei geht es um eine umfassende und gestaffelte Einführung über drei Jahre. Frist für Fragen: 16.11.2018. Abgabetermin: 30.11.2018, 17:00. Kontakt: Volksschulgemeinde Region Diessenhofen. Roland Dorer. Alte Basadingerstr. 7. 8253 Diessenhofen. Telefon: 052 646 06 55. Email: ict@vsgdh.ch Computer und Tablets für die Schule Meilen Ausschreibung 1041847: Ersatzbeschaffung von Computern und Tablets für die Schule Meilen.

Publiziert am 8.11.2018. Schule Meilen Schulpflege. Lieferung von 150 Desktop- Computern, 368 Laptop-Computern und 208 Tablets an vier Standorte. Frist für Fragen: 26.11.2018. Per Mail. Mailadressen gemäss Submissionsunterlagen, Kapitel 5.2. ein- treffend bis spätestens 12:00 Uhr. Abgabetermin: 19.12.2018, 11:00. Eingang am Ein- gabeort massgebend (nicht Poststempel). Form gemäss Submissionsunterlagen, Kapitel 19 Il peut être recouru par écrit contre la présente publication, auprès du Tribunal ad- ministratif du canton de Zurich, dans un délai de 10 jours comptés de la parution de la publication.

Adresse pour le dépôt du recours: Tribunal administratif du canton de Zu- rich, Militärstrasse 36, case postale, 8090 Zurich. Le mémoire de recours doit être re- mis en double exemplaire; il doit comporter une requête dûment motivée. La décision contestée doit être jointe à l'envoi. Les moyens de preuve seront indiqués avec précisi- on et, si possible, également joints à l'envoi. Kontakt: Schule Meilen Schulpflege. Müller Prisca. Dorfstrasse 100. 8706 Meilen. Email: schulverwaltung@schulemeilen.ch IT-Eweiterung für Schule Männedorf Ausschreibung 1046653: IT-Eweiterung Schule Männedorf. Publiziert am 9.11.2018.

Schulverwaltung Männedorf. Die Männedorf School erweitert die bestehende IT-Infra- struktur um Tablet-Computer inklusive Zubehör und Network Media Player für die Inte­ gration von AV-Systemen. Die Geräte sind in ein Verwaltungssystem (Device Manage- ment) integriert. Eine detaillierte Beschaffungsliste und eine Beschreibung der Dienst- leistungen sind Bestandteil dieser Ausschreibung. Frist für Fragen: 30.11.2018. Abga- betermin: 7.1.2019. Eingang am Eingabeort massgebend (nicht Poststempel). Il peut être recouru par écrit contre la présente publication, auprès du Tribunal administratif du canton de Zurich, dans un délai de 10 jours comptés de la parution de la publication.

Adresse pour le dépôt du recours: Tribunal administratif du canton de Zurich, Militär- strasse 36, case postale, 8090 Zurich. Le mémoire de recours doit être remis en double exemplaire; il doit comporter une requête dûment motivée. La décision contestée doit être jointe à l'envoi. Les moyens de preuve seront indiqués avec précision et, si possib- le, également joints à l'envoi. Kontakt: Schulverwaltung Männedorf. Hansueli Schiller. Schwyzerstrasse 28h. 8805 Richterswil. Telefon: +41 (0)78 641 13 52. Email: hschil- ler@educlix.com Rahmenvertrag zur Beschaffung von Standardsoftware für ZHAW Ausschreibung 1045537: Rahmenvertrag zur Beschaffung von Standardsoftware.

Publi- ziert am 2.11.2018. ZHAW. Rahmenvertrag zur Beschaffung von Standardsoftware 2019-2021. Frist für Fragen: 16.11.2018. Allen Anbietern wird die Möglichkeit geboten, bis zu einem bestimmten Stichtag Fragen zum Inhalt der Submission zu stellen aus- schliesslich über simap.ch. Die ZHAW sammelt dabei die Fragen und stellt die (anony- misierten) Fragen und Antworten allen Anbietern zur Verfügung. Abgabetermin: 12.12.2018, 14:00. Eingang am Eingabeort massgebend (nicht Poststempel) Il peut être recouru par écrit contre la présente publication, auprès du Tribunal administratif du canton de Zurich, dans un délai de 10 jours comptés de la parution de la publication.

Adresse pour le dépôt du recours: Tribunal administratif du canton de Zurich, Militär- strasse 36, case postale, 8090 Zurich. Le mémoire de recours doit être remis en double exemplaire; il doit comporter une requête dûment motivée. La décision contestée doit être jointe à l'envoi. Les moyens de preuve seront indiqués avec précision et, si possib- le, également joints à l'envoi. Kontakt: ZHAW. Gertrudstrasse 15. 8401 Winterthur. Email: beschaffung.ict@zhaw.ch SERVICE Simap-Meldungen und Agenda | 37 NATIONALE VERANSTALTUNGEN 10.01.2019 bis 14.01.2019 Photoschweiz 19 Zürich-Oerlikon www.photo-schweiz.ch 13.01.2019 bis 15.01.2019 Ornaris Bern www.ornaris.ch 21.02.2019 bis 24.02.2019 Eigenheimmesse Solothurn www.eigenheimmesse-solothurn.ch 17.03.2019 bis 20.03.2019 FEA-Expo Luzern www.fea.ch 21.03.2019 bis 21.03.2019 KMU Swiss Forum Baden www.kmuswiss.ch 30.03.2019 bis 31.03.2019 Klangschloss Greifensee Greifensee www.klangschloss.ch 04.04.2019 bis 07.04.2019 Lysspo Lyss www.lysspo.ch 11.04.2019 bis 14.04.2019 Bauen+Wohnen Wettingen www.messe-aargau.ch 03.05.2019 bis 05.05.2019 Fantasy Basel Basel www.fantasybasel.ch 22.05.2019 bis 22.05.2019 Digital Commerce Awards Zürich www.digital-commerce-award.ch INTERNATIONALE VERANSTALTUNGEN 08.01.2019 bis 11.01.2019 Consumer Electronics Show (CES) Las Vegas (USA) www.ces.tech 05.02.2019 bis 08.02.2019 ISE Amsterdam (NL) www.iseurope.org 19.02.2019 bis 21.02.2019 EuroCIS Düsseldorf (D) www.eurocis.com 02.03.2019 bis 05.03.2019 International Home and Housewares Chicago (USA) www.housewares.org/show/future 01.04.2019 bis 05.04.2019 Hannover Messe Hannover (D) www.hannovermesse.de 09.05.2019 bis 12.05.2019 High End München (D) www.highendsociety.de 14.05.2019 bis 16.05.2019 World Retail Congress Amsterdam (NL) www.worldretailcongress.com 11.06.2019 bis 13.06.2019 E3 Los Angeles (USA) www.e3expo.com 24.06.2019 bis 28.06.2019 Cebit Hannover (D) www.cebit.de 21.08.2019 bis 24.08.2019 Gamescom Köln (D) www.gamescom.de IMPRESSUM NETZMEDIEN AG Heinrichstrasse 235, CH-8005 Zürich Tel.

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www.cetoday.ch © netzmedien ag 12 / 01 | 2018 / 2019 38 | CURIOSITIES Merkwürdig Re: an alle osc. Spam ist ein Ärgernis, mit dem vermutlich jeder im Büroalltag irgendwie umge- hen muss. Nicht alltäglich ist es allerdings, wenn eine respektable Institution zur Spam-Schleuder wird. Das passierte der Uni Basel Ende Oktober, wie «Watson» be- richtete.

Die IT der Universität versandte an ihre Mitarbeiter und Studenten eine E-Mail mit dem Betreff «RDS-Wartungsarbeiten: Dienstag 30.10.18, 18–23 Uhr». Doch beim Ver- sand hat der Mailserver ein neues Feature verwendet. Jede Antwort auf die Wartungs-Mail ging automatisch an alle Empfänger. Bei fast 20000 Adressen auf dem Verteiler wirbelte bald ein E-Mail-Mahlstrom biblischen Ausmasses durch die Postfächer der Basler. Immerhin habe es unter den Antworten «einige interessante Perlen» gegeben, schrieb der Basler SP-Landrat Jan Kirchmayr.

Merkwürdiges aus dem Web CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten ­ Kurznews immer in der Rubrik «Curiosities». Gute Unterhaltung! Grafiken: nadia_bormotova / iStock.com (1): Freepik.com (2); Micro-One / Shutterstock.com (1) Minderwertiger Junge steht zum Verkauf? Drei, zwei, eins, meins! kfi. Im Internet erhält man heutzutage wirklich alles. Kürz- lich gab es die Gelegenheit, einen Jugendlichen zu erwer- ben, wie «Der Standard» berichtet. Ein 15-jähriger deut- scher Junge hat seinen ein Jahr jüngeren Freund auf einer Onlineplattform zum Verkauf angeboten.

Der Verkaufsarti- kel sei ein «Fehlkauf» gewesen und «absolut minderwer- tig». Er komme «aus ­ China», würde «wirklich derbe stin- ken» und ein «Ölwechsel» sei zu empfehlen. Dass die Poli- zei eine solche Annonce nicht witzig findet, ist in Anbe- tracht der zwielichtigen Gestalten im Internet wohl nachvollziehbar. Sie beschlagnahmten das Smartphone und ein verbotenes Nunchaku des Verkäufers. Der Teenager ver- teidigte seine Aktion damit, dass er aus Langeweile nur ei- nen Spass gemacht habe. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.

Spielend sexistisch fpo. Die #Metoo-Debatte schlägt immer noch hohe Wellen und macht auch vor dem dä- nischen Spielzeughersteller Lego nicht halt. Wie «Watson» schreibt, erzürnte Lego mit einer Werbung für einen neuen Lego-Kran auf Instagram und Facebook die Gender-Com- munity. «4057 Teile. Das nennen wir gut bestückt», heisst es in der Werbung, die Teil ei- ner Kampagne für die Männersparte von Lego ist. Und weiter: «So kompliziert wie eine Frau. Aber mit Bedienungsanleitung.» «Sexismus», schrien die «Gender-Ritter», worauf sich Lego entschuldigte und die Kampagne zurückzog. Eine Sprecherin von Lego sagte: «Die Kampagne sollte im Vorfeld der Weihnachtszeit die Aufmerksamkeit der wach- senden männlichen Zielgruppe in Deutschland wecken.» Zumindest die Aufmerksamkeit der verärgerten Gender-Community hat Lego mit der Aktion auf sicher.

Heuer schon den Tod geplant?

jor. Wiener haben nicht nur einen feschen Akzent, sondern auch eine flotte Lebensphilosophie. Sie lässt sich mit den Worten «passt scho» auf den Punkt bringen. Ein Ausdruck, der im Wiener Dialekt unbekümmert und mitunter flapsig klingt. Sie sind nun einmal ebenso lustig wie scheinbar chronisch schlecht gelaunt und erfrischend frech. So kommt auch der neue Service des Wiener Bestat- tungsamtes daher. Mit dem Bestattungskonfigurator liessen sich Bestattungsdienste online zusammenstellen – entweder vorab für die Planung der «eigenen Zukunft» oder im plötzli- chen Todesfall, berichtet «Der Standard».

Kunden hätten die Wahl zwischen 5 Packages: klassisch, naturverbunden, exklusiv, individuell und preisbewusst. Kostentransparenz sei wichtig, betont der zuständige Bestatter im Bericht. Er gab auch gleich einen Slogan zum Besten: «Bei uns gibt es keine versteckten Rabatte.» Ein Glück. Schliesslich könnten plötz- lich auftretende Rabatte jemanden ausserplanmässig zu Tode erschrecken.

Ein wilder Bruder Klaus erscheint! osc. Pokémon Go? «Das können wir auch», dachte sich wohl die katholische Kirche und hat mit «Follow JC Go» ein Augmented-Reality-Spiel für iOS und Android veröf- fentlicht, das stark an das Vorbild von Nintendo und Ni- antic erinnert. Allerdings sucht der Spieler nicht nach herzigen Fantasietierchen, um sie dann zu trainieren und gegeneinander antreten zu lassen. Mit päpstlichem Se- gen pilgert man auf der Suche nach Heiligen durch die Gegend. Diese rekrutiert man laut einem Bericht von «Gamestar» dann für das eigene «Evangelisationsteam». Nicht mit «Pokébällen», sondern indem man Fragen be- antwortet – Mikrotransaktionen inklusive.

Ein Team von 43 Designern, Theologen, Bibelexperten, Kirchenhistori- kern und Ingenieuren habe die App in insgesamt 32000 Arbeitsstunden entwickelt. Mit Kosten von 500000 US- Dollar sei es die umfangreichste App der katholischen Kirche, die je entwickelt wurde.

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