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magazin
für Düsseldorf und den Kreis Mettmann www.duesseldorf.ihk.de 03.2018
Ready for
Take-off!
Düsseldorf ist Gründerregion.
Service Im Fokus Serie Start-ups
Vorsicht bei Werbung Wie arbeitet es sich Digitale Hilfen für
mit der Fußball-WM! im Coworking Space? die WirtschaftO b Kongress, Event, Meeting oder
Seminar, Weihnachtsfeier oder Bankett –
das Tagungshotel
Grand La Strada
in Kassel bietet Großes!
O zentral in Deutschland – bestens erreichbar
O 10 Minuten zum ICE-Bahnhof Kassel Wilhelmshöhe
O 5 Minuten zur Autobahn und Stadtmitte
O 850 Parkplätze
O zentrale und ruhige Lage nahe dem „Staatspark Karlsaue“
O schickes Ambiente
E ines der größten privat geführten Tagungshotels
ist zugleich Kassels vielseitigste Hotelwelt:
O 1.000 Betten in 484 modernen Zimmern, Suiten und Appartements (komplett renoviert in 2017)
O 40 Tagungsräume
O Exklusiver Kongress- und Event-Saal „Palazzo“ für bis zu 1.000 Personen mit neun Metern
Deckenhöhe, geschwungenen Galerien und imposanten Freitreppen rechts und links der Bühne
O vier Restaurants und Bars
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O Wellness-Spa mit Sauna, Pool und Fitness
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Wir freuen uns auf Sie! Ihr Team vom Grand La Strada
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Jetzt gründen!
E
s ist fatal! Zu Zeiten guter Konjunktur ist die Gründungsbereit-
schaft besonders gering. Das ist ein großer Fehler. Denn aktuell
sind die Möglichkeiten besonders gut, sich am Markt zu positionie-
ren. Jetzt verzeiht die Wirtschaft deutlich mehr Anfängerfehler als
in Krisenzeiten.
Und Düsseldorf bietet als Sitz der NRW.Bank und vieler privater sowie institu-
tioneller Anleger perfekte Rahmenbedingungen für neue Unternehmen. Dies
gilt gleichermaßen für neue Unternehmungen wie für Start-ups in den nächs-
ten Finanzierungsrunden. Düsseldorf entwickelt sich somit von der Start-up-
city zur Scale-up-city und präsentiert sich als hervorragender Standort für neues
Unternehmertum.
Voraussetzung für eine Gründungswelle, die die Region Düsseldorf und viel-
leicht ganz NRW nach vorne bringen könnte, ist allerdings eine deutliche Ver-
änderung in der Bewertung des Unternehmertums durch Auszubildende und
Hochschulabsolventen. Auch wenn die neue Landesregierung in ein paar Jah-
ren das Fach „Wirtschaft“ an den Schulen etabliert haben will, ist aktuell noch
keine Änderung des Berufswahlverhaltens zu Gunsten der Selbständigkeit zu
erwarten.
Am Ende ist nämlich der persönliche Impuls entscheidend für die Gründung
eines Unternehmens. Nicht Not, sondern Überzeugung ist erforderlich, um er-
folgreich ein Unternehmen zu gründen. Neue Geschäftsideen und überzeugen-
de Persönlichkeiten sind erforderlich, um nachhaltigen Erfolg zu sichern.
Neben der IHK gibt es viele Partner, die neue Gründungen begleiten und unter-
stützen. Voraussetzung ist und bleibt allerdings der Mut, sich aus der Komfort-
zone einer Zukunft als Angestellter heraus zu bewegen. Allerdings gilt auch:
„Wenn nicht jetzt, wann dann?“
Gregor Berghausen
Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf
gregor.berghausen@duesseldorf.ihk.de
FOTO: EGGERT GROUP
www.facebook.com/gregor.berghausen
www.duesseldorf.ihk.de IHK magazin 03.20182 Inhalt
12 04
Gründerregion Düsseldorf Unternehmen
Wer sich beruflich auf die eigenen Beine stellen möchte, ist in und Die Konjunktur brummt. Das macht sich auch
um Düsseldorf herum genau am richtigen Ort. Die Titelgeschich- auf dem Markt für Büroimmobilien bemerkbar:
te erzählt, warum das so ist und stellt einige der junge Unterneh- Die großen Maklerunternehmen bilanzieren
men vor. ein Wachstum bei Neuvermietungen.
30
Service Recht
Wer mit der Fußballweltmeisterschaft
im Sommer werben will, muss besonders
vorsichtig sein: Die Fifa als Inhaberin der
Rechte an dem Spektakel zeigt schnell die
rote Karte.
IHK magazin 03.2018 www.duesseldorf.ihk.de3
Unternehmen Im Fokus
04 Büroimmobilien sind gefragt 44 Coworking Spaces sind zunehmend
beliebt
06 HSBC Deutschland ebnet Weg für
weiteres Wachstum 46 Wie arbeitet es sich in der
06 Lindner AG gehört zu „Deutschlands Ideenschmiede?
besten Arbeitgebern“
07 Eurowings verstärkt seine Flotte
Portraitiert
07 Electronic Partner sagt Danke
48 Start-ups: Digitale Hilfen für die
08 Grand Opening von Luisa Cerano Wirtschaft
08 30 Jahre Ceta Testsysteme GmbH 52 Ein Tag im Leben von Kathrin Grüne
09 Aus für den Düsseldorfer Unterneh-
merinnenpreis?
09 Zehn Jahre Headsahead Rubriken
10 Menschen der Wirtschaft 01 Editorial
11 Unternehmensticker 37 Impressum
11 Jubiläen 55 Gastkommentar: Mehr Kultur für
die Moral
56 Fragebogen: Frauke Pink, Pink
44
Titel Immobilien Management
12 Gründerregion Düsseldorf
17 Gibt es ein Gründer-Gen? Interview mit
Dr. Eva Lutz, Professorin an der
Heinrich-Heine-Universität
Im Fokus 19 Starke Typen: Keine Gründung nach
Coworking Spaces erfreuen sich zuneh- „Schema F“
mender Beliebtheit – und das bei Start- 24 IHK-Service für Existenzgründer
ups ebenso wie bei Beratern, Architekten, 26 Schritt für Schritt in die Selbständigkeit
Textern, Designern und Programmierern.
Service
29 Finanzen & Steuern
30 Recht
Besuchen Sie uns
33 Veranstaltungen https://www.facebook.com/IHKDus/
https://www.facebook.com/Ausbildung.klarmachen/
34 Weiterbildung
Folgen Sie uns auf
38 Kompakt https://twitter.com/ihkdus
40 Digitalisierung
41 Fachkräfte Mehr zu den Autoren der Texte dieser
Ausgabe unter www.duesseldorf.ihk.de,
42 Unternehmensgründungen (Nummer 3607188).
www.duesseldorf.ihk.de IHK magazin 03.20184 Unternehmen
D
ie starke Konjunktur belebt den
Büros sind gefragt Markt der Büroimmobilien. Un-
ternehmen expandieren, moder-
nisieren ihre Arbeit, neue Akteu-
re drängen auf den Düsseldorfer
Wie die Gesamtwirtschaft boomt auch Markt. Da sind Büros gefragt. Übereinstim-
der Markt der Büroimmobilien in mend bilanzieren die großen Maklerunter-
nehmen ein Wachstum bei Neuvermietungen.
der Region. Auch als Investmentmarkt zeigt sich Düssel-
dorf von seiner besten Seite – die Immobilien-
umsätze stiegen ebenfalls. Und im laufenden
Jahr dürfte nach Ansicht der Marktanalysten
weiterhin die Sonne über der Region scheinen.
In der Bewertung des vergangenen Jahres sind
sich die Experten weitgehend einig. „Der Düs-
seldorfer Gewerbeimmobilienmarkt erfreut
sich unverändert großer Beliebtheit – bei In-
vestoren und Nutzern gleichermaßen“, teilen
die Marktbeobachter von Anteon mit. Eben-
so positiv fällt das Urteil von Michael Fenderl,
Leiter von Aengevelt-Research, aus: „Der re-
gionale Düsseldorfer Büroflächenmarkt prä-
sentiert sich im Rahmen der sehr positiven
Wirtschaftsentwicklung mit seinem hohen
Flächenumsatz und der breitgefächerten Nach-
frage wieder sehr dynamisch.“
„Überdurchschnittliches Ergebnis“
Nicht anders die Einschätzung von Marcel
Abel, geschäftsführender Direktor bei JLL
Deutschland SE: „Der Düsseldorfer Markt
ist in den vergangenen Jahren gut und solide
gewachsen und hat damit langfristig die Ba-
sis für noch größere Leistungen geschaffen.“
Der erzielte Flächenumsatz stelle „ein über-
durchschnittliches Ergebnis dar“, sagt Cem
Ergüney. Der Bürovermietungsspezialist von
Colliers International schüttet aber ein wenig
Wasser in den Wein: An das „äußerst gute
Umsatzergebnis“ des Vorjahres reiche das
2017er Ergebnis nicht heran. So habe es in den
mittleren Flächensegmenten einen Rückgang
gegeben.
Der insgesamt positive Trend setzt sich aber
auch dieses Jahr fort, glaubt man den Immo-
FOTO: DIE DEVELOPER
bilienspezialisten: „Nach unserer Einschät-
zung war 2017 nur der Auftakt zu einem noch
stärkeren 2018, das sich bereits jetzt abzeich-
IHK magazin 03.2018 www.duesseldorf.ihk.de5
net“, ist Abel überzeugt. Die Marktforscher
von Aengevelt gehen zumindest von Umsät-
zen im Durchschnitt der vergangenen zehn
Jahre aus.
Mehrere Großvermietungen
Einige Akteure drehen gerade das ganz große
Rad. So hat eine Tochter der Bank HSBC mehr La Tête im Le Quartier Zentral.
als 20.000 Quadratmeter an der Hansaallee ge-
mietet. Die Stadt Düsseldorf will am Haupt-
bahnhof im ehemaligen Verteilzentrum der BÜROMIETEN IM VERLEICH so auch Firmen Angebote machen, sich neu in
Post (Konrad-Adenauer-Platz 1) kommunale Stand 2017, Angaben in Euro / qm Düsseldorf anzusiedeln. „Bei geringerem Leer-
Einrichtungen unterbringen, unter anderem ø-Miete Düsseldorf* *15,25 – 15,35 stand gäbe es diese Optionen gar nicht.“
die Zentralbibliothek. Dazu hat die Stadt nach ø-Miete Düsseldorf Citylage** **18,40 Zudem entfalle, so Birthe Nordhues, Leiterin
Auskunft von Aengevelt rund 25.500 Quadrat- Spitzenmiete*** Düsseldorf 27,00 Gewerbliche Vermietung von Aengevelt, ein zu-
meter gemietet, davon etwa 20.300 Quadrat- nehmender Anteil des Leerstands auf Objekte,
Spitzenmiete Frankfurt 39,90
meter potenzielle Bürofläche. die heutige Anforderungen an Energieeinspa-
Spitzenmiete München 36,50
Das Bankhaus Lampe hat in einem Neubau- rung, Klimatisierung und IT-Infrastruktur nicht
projekt an der Schwannstraße einen Mietver- Spitzenmiete Berlin 30,00 mehr erfüllen und aufwändige Sanierungen er-
trag über rund 13.000 Quadratmeter abge- Spitzenmiete Hamburg 26,50 fordern. „Dadurch fällt die tatsächlich markt-
schlossen, und die Berufsgenossenschaft Holz Spitzenmiete Stuttgart 23,70 fähige Angebotsreserve deutlich geringer aus.“
und Metall ist von der Kreuzstraße in die Arca- Spitzenmiete Köln 22,00
diastraße umgezogen, wo sie rund 11.300 Qua- Neue Objekte
dratmeter Mietfläche belegt. *je nach Maklerunternehmen Auf der anderen Seite kommen immer wie-
Insgesamt wechselten im Stadtgebiet Düssel- **Aengevelt ***Catella der neue Angebote auf den Markt, die meist
dorf rund 380.000 Quadratmeter Bürofläche bei Mietern sehr gefragt sind. Dazu gehören
die Nutzer, etwas mehr als im Jahr 2016. Die Leerstände gehen zurück etwa das „La Tête“ (Handelsblatt), die neue
Zahlen reichen von 333.000 Quadratmetern Eine weitere beachtete Größe ist die Leerstands- L´Oréal-Zentrale, das „Forty Four“ (Hauptmie-
bis 387.000. Zwar stimmen die Maklerunter- quote (für kurzfristig bezugsfähige Räume). Ste- ter Oracle) und der Campus der Fachhochschu-
nehmen die Marktdaten ab, dennoch kann es hen viele Büros leer, deutet das auf eine Flaute. le in Derendorf. Insgesamt wurden – je nach
zu Divergenzen kommen, da Transaktionen Werden die Flächen zu knapp, finden Mieter Maklerauskunft – zwischen 79.000 und 112.000
zeitlich unterschiedlich erfasst, Flächen anders schwerer, was sie wirklich brauchen. Die Zah- Quadratmeter neu fertiggestellt. In Düsseldorf
zugeordnet oder Mietvertragsverlängerungen len für Düsseldorf variieren hier von 8,4 Prozent sind derzeit 178.000 Quadratmeter Bürofläche
unterschiedlich bewertet werden. Überein- oder 630.000 Quadratmeter bis 7,0 Prozent be- im Bau. Ein Problem sehen die Experten auf
stimmend verzeichnen die Unternehmen in- ziehungsweise 532.400 Quadratmeter – auf je- dem Investmentmarkt, also dem Kauf und Ver-
des ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr. den Fall niedriger als 2016. Das sei eine „Folge kauf von Immobilien: Die Renditen für Inves-
der großen Nachfrage bei gleichzeitig stagnie- toren sind auf ein niedriges Niveau gesunken.
Ganze Region brummt rendem Bestand“, so Martin Becker, Abteilungs- Das könne bei den Investitionen neue Rekorde
Über das Stadtgebiet hinaus liegt der Büroflä- leiter Bürovermietung Düsseldorf bei JLL. verhindern, vermuten die Spezialisten von An-
chenumsatz nach Zahlen von Aengevelt für die Im Umland betrug die Leerstandsquote 2017 teon, die aber „weiterhin von einer hohen Nach-
Region Düsseldorf (einschließlich dem Um- laut Aengevelt indes 13,1 Prozent, und im Ver- frage nach Immobilien am Düsseldorfer Invest-
land mit Erkrath, Hilden, Ratingen, Neuss) bei gleich zu anderen Top-Standorten stehen in mentmarkt“ ausgehen. Im vergangenen Jahr
FOTO: AURELIS REAL ESTATE
rund 451.000 Quadratmetern und damit rund Düsseldorf insgesamt überdurchschnittlich vie- wechselten Immobilien im Gesamtvolumen von
27 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Das le Büros leer (dagegen laut Catella in Stuttgart: rund drei Milliarden Euro ihre Besitzer. Beson-
sei der dritthöchste je gemessene Jahresumsatz 2,3 Prozent, in Berlin: 2,5 Prozent oder in Mün- ders aktiv waren laut JLL-Analyse internationa-
in der Region Düsseldorf. chen: 3 Prozent). Becker (JLL) sieht darin aber le Investoren, die bei den Käufern einen Markt-
durchaus Vorteile für Düsseldorf: Man könne anteil von 59 Prozent hatten. Jürgen Grosche
www.duesseldorf.ihk.de IHK magazin 03.20186 Unternehmen
Gestiegene
Erträge
HSBC Deutschland ebnet Weg
für weiteres Wachstum.
I
m Geschäftsjahr 2017 hat der Konzern Deutschland, bei der Bilanz-Pressekonferenz. Lösungskompetenz bei komplexen Anforde-
HSBC Trinkaus & Burkhardt („HSBC HSBC Deutschland hat im Geschäftsjahr 2017 rungen, das internationale Netzwerk und un-
Deutschland“), Düsseldorf, seinen Wachs- das Vorsteuerergebnis um 9,3 Prozent auf 251,3 sere Kapitalstärke.“
tumskurs fortsetzen können und weitere Millionen Euro erhöht. Dank großer Mandate sowie der Notwendig-
Marktanteile im hart umkämpften deutschen Der Jahresüberschuss nach Steuern stieg keit, die Geschäftsprozesse weiter zu digitali-
Bankenmarkt hinzugewonnen. „Für HSBC um 11,1 Prozent auf 172,8 Millionen Euro. sieren, wird das laufende Jahr zum Jahr der In-
Deutschland war es ein insgesamt erfolgrei- Die Eigenkapitalrendite vor Steuern beträgt vestitionen für HSBC Deutschland. Erstmals
ches Jahr, auch wenn uns das Niedrigzins- wie im Vorjahr 11,8 Prozent. „Die Provisio- in ihrer Geschichte investiert die Bank 2018
umfeld diesmal mehr als in den Vorjahren zu nen sind unsere wichtigste Einnahmequel- mehr als 100 Millionen Euro in mehrjährige
schaffen gemacht hat“, so Carola von Schmet- le“, so von Schmettow. „Dabei sind unsere Programme.
tow, Sprecherin des Vorstands von HSBC stärksten Argumente beim Kunden unsere
Erfolgreiche und Bindung unserer Mitarbeiter sind.“ Virtu-
eller Mittelpunkt ist dabei die interne Social Me-
dia-Lösung „YoCu“. Ähnlich aufgebaut wie Face-
HR-Strategie book vernetzt sie die rund 2.000 Mit-
arbeiter des Unternehmens mitein-
Lindner AG gehört zu „Deutsch- ander. Dort können sie chatten, News
posten und kommentieren und standort-
lands besten Arbeitgebern“. übergreifend an Projekten arbeiten. „Das hat un-
sere interne Kommunikation, das Bereitstellen
und Teilen von Informationen unglaublich ver-
D
ie Lindner Hotels AG ist beim Focus-Ran- einfacht und trägt zu unserer partizipativen Un-
king „Deutschlands beste Arbeitgeber“ ternehmenskultur bei“, berichtet Catrin Leese,
erneut ganz oben mit dabei: In der Kate- Corporate Managerin HR. Für die gezielte Wei-
gorie „Gastronomie, Beherbergung, Entertain- terbildung von Führungskräften hat die Lindner
ment, Fitness und Tourismus“ belegt der Düssel- Hotels AG zusammen mit der Munich Business
dorfer Mittelständler Platz 3 und zählt damit zu School den PT! (Path to improve) entwickelt. Die-
den beliebtesten Arbeitgebern in der Branche. ser enthält Module wie „Grundlagen der BWL“,
„Unsere Mitarbeiter stehen für uns als Familien- „Internationale Business-Etikette“ und „Kon-
FOTOS: LINDER AG , FIRMENFOTO
unternehmen an erster Stelle, deshalb finde ich es fliktmanagement“ und ist bei den Mitarbeitern
besonders toll, dass wir erneut zu den Top 3 der sehr beliebt. Für alle Lindner-Mitarbeiter stellt
beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland zählen“, die E-Learning Plattform GR!PS eine Vielzahl
freut sich Vorstand Otto Lindner. „Das zeigt, an Trainings in einer Kombination verschiede-
Die Hotels der Lindner AG sind nicht nur bei den Gäs- wie erfolgreich die zahlreichen Maßnahmen und ner Lernformen mit Online- und Offline-Mo-
ten beliebt, auch die Mitarbeiter fühlen sich wohl. Angebote in unseren Hotels für die Förderung dulen bereit.
IHK magazin 03.2018 www.duesseldorf.ihk.de7
Startklar für
Düsseldorf
Eurowings verstärkt seine Flotte
in der Landeshauptstadt. Seite an Seite: Eurowings-Geschäftsführer Oliver Wagner (links) und Flughafenchef Thomas Schnalke.
Z
wischen dem Düsseldorfer Flughafen 140 Langstreckenabflüge pro Monat zu Zielen direkt und indirekt entstehenden neuen Jobs
und der Lufthansa-Tochter Eurowings in den USA und der Karibik. Erstmals bietet beziffert Eurowings mit 4.000. Flughafenchef
bahnt sich eine Partnerschaft an, die Eurowings dann auch eine Business-Klasse Thomas Schnalke ist zuversichtlich, dass die
in Deutschland ihresgleichen sucht. Für den nach Lufthansa-Vorbild an. Eurowings-Ge- durch die Air Berlin-Insolvenz entstandene
bevorstehenden Sommerflugplan stockt die schäftsführer Oliver Wagner sagte im neu- Lücke im Flugplan bis zum Jahresende ge-
Airline ihr Angebot an ihrem bislang schon en Konferenzzentrums des Flughafens, sei- schlossen wird.
wichtigsten Standort um 30 Prozent auf. Be- ne Airline werde das enorm hohe Interesse MR
absichtigt sind mehr als 250 Verbindungen nach Kurz- und Langstreckenflügen in dem
pro Tag zu 95 deutschen, europäischen und 18 Millionen Einwohner umfassenden Ein-
überseeischen Zielen. Bis zum Sommer wer- zugsgebiet der NRW-Landeshauptstadt
den in der NRW-Landeshauptstadt 40 Flug- „konsequent bedienen“. Auch auf innerdeut-
FOTO: FLUGHAFEN DÜSSELDORF
zeuge – ein Plus von 50 Prozent – stationiert. schen Strecken ab Düsseldorf wie Hamburg,
Bis April gehören dazu als Vorboten einer Berlin, Stuttgart oder München legt Euro- INDUSTRIEBAU
insgesamt sieben Großraumflugzeuge um- wings stark zu. Aufgestockt werden außer-
fassenden Langstreckenflotte drei Maschi- dem die täglichen Flüge zu verschiedenen eu-
nen vom Typ A 330-200. Geplant sind bis zu ropäischen Zielen. Die Zahl der in der Region
WAS
BEDEUTET
Electronic Part- Januar in der Düsseldorfer Zentrale übergeben.
„Natürlich hätten wir die Summe einfach an eine
KOMPETENZ?
karitative Einrichtung überweisen können. Doch
ner sagt Danke wir haben uns bewusst entschieden, mit unserer
Jubiläumsspende die ehrenamtlichen Aktivitäten
www.buehrer-wehling.de
unserer Mitarbeiter zu unterstützen. Damit bedan-
Spende an acht verschiedene ken wir uns bei genau den Menschen, die maß-
Organisationen. geblich an der Erfolgsgeschichte von Electronic
Partner beteiligt sind und zollen ihnen gleichzei-
tig Respekt für ihren sozialen Einsatz“, so Elec-
tronic Partner Vorstand Karl Trautmann. Alle
A
nlässlich des 80. Firmenjubiläums veran- Mitarbeiter an den Standorten Düsseldorf und
staltete Electronic Partner Ende 2017 ei- Augsburg konnten sich mit ihren Projektvor-
ne Spendenaktion, bei der das soziale En- schlägen um die Spenden bewerben. Durch eine
gagement der eigenen Mitarbeiter im Mittelpunkt Abstimmung der gesamten Belegschaft wurden
stand: Sie konnten Projekte oder Vereine vorschla- schließlich entschieden welche acht Projekte ge-
gen, für die sie sich einsetzen oder begeistern, und fördert wurden. So konnten sich beispielsweise die
selbst entscheiden, wer die finanzielle Unterstüt- DLRG Ortsgemeinschaft Hilden und das THW
zung erhält. Acht Mal 800 Euro wurden am 30. Düsseldorf über Unterstützung freuen.
www.duesseldorf.ihk.de IHK magazin 03.20188 Unternehmen
Eine feine
Eröffnung
Grand Opening von Luisa
Cerano in Düsseldorf. Jürgen Leuthe, Geschäftsleitung des Luisa Cerano, bei der Eröffnung mit TV Moderatorin und Laura Wontorra.
L
uisa Cerano feierte Ende Januar mit Ensmann. Auf knapp 200 Quadratmetern Onlineaktivitäten möchten wir unserer Kun-
350 Gästen aus ganz Deutschland die präsentiert sich die internationale Premium- din die feminine Markenwelt von Luisa Cera-
Eröffnung des neuen Flagshipstores in marke direkt in der Nachbarschaft der Kö- no auch stationär präsentieren.“ Und dass die
Deutschland mit zahlreichen Handelspart- nigsallee. „Wir sind überwältigt vom großen Gäste bei der Eröffnungsfeier auch hervorra-
nern, Pressevertretern und Kunden. Auch und positiven Echo der Gäste und der Düssel- gend verköstigt wurden, dafür sorgte das Ca-
viele Prominenten kamen, darunter Nata- dorfer, die Zahl der Zusagen hat uns sehr ge- tering vom Breidenbacher Hof.
lia Wörner, Lisa Tomaschewsky, Laura Won- freut“, so Jürgen Leuthe, Geschäftsleitung Lu-
torra, Anna Hiltrop, Ella Endlich und Nina isa Cerano. „Trotz steigender Bedeutung der
Richtig dicht mit dem die Dichtheit von gas- und flüssigkeitsge-
füllten Produkten geprüft werden kann. Um den
eigenen Qualitätsansprüchen und denen der Kun-
30 Jahre Ceta Testsysteme GmbH. den gerecht zu werden, ist Ceta seit 1999 nach DIN
ISO 9001 zertifiziert. 2002 gewann das Unterneh-
men den Qualitätspreis NRW in der Sparte In-
D
ie Ceta Testsysteme GmbH mit Sitz in Hil- dustrie. Seit 2012 wird CETA durchgängig eine
den feierte im Februar ihren 30. Geburts- „hervorragende Bonität“ bescheinigt. Das Kali-
tag. Geschäftsführer Günter Groß grün- brierlaboratorium wurde 2004 durch den Deut-
dete das Unternehmen 1988. Nachdem zunächst schen Kalibrierdienst (DKD) und 2014 durch des-
Dichtheits- und Durchflussprüfgeräte eines an- sen Nachfolger, die Deutsche Akkreditierungsstelle
deren Herstellers vertrieben wurden, entschied (DAkkS), akkreditiert. „Wir sind der erste deutsche
sich Groß in der Folge schnell, eigene Messge- Hersteller, der seine Dichtheitsprüfgeräte stan-
räte zu entwickeln. Ceta Testsysteme entwickelt dardmäßig erst mit DKD- und nun mit DAkkS-
und produziert an dem im Laufe der Jahre im- Kalibrierschein ausliefert,“ so Dr. Joachim Lap-
FOTO: AST-JUERGENS/LUISA CERANO, FIRMENFOTO
mer weiter ausgebauten Standort Hilden physi- sien, Vertriebsleiter des Unternehmens. Weltweit
kalische Prüfgeräte für industrielle Dichtheitsprü- sind mittlerweile mehrere tausend Ceta-Prüfgerä-
fungen und Durchflussmessungen. Das Angebot te im Einsatz. Eingesetzt werden sie von namhaf-
an Dichtheits- und Durchflussprüfgeräten ist seit ten Industriekunden aus den Branchen Automoti-
den Anfangsjahren deutlich gewachsen und wur- ve, Armaturenindustrie, Haushaltsgeräteindustrie
de um Überdruck- und Hochdruckprüfgeräte und und Medizintechnik. Für die standortnahe Kun-
verschiedene Speziallösungen erweitert. Dank der denbetreuung hat das Unternehmen inzwischen
Günter Groß, Geschäftsführer Ceta Testsyteme Kooperation mit einem Spezialisten der Gasmess- über ein Dutzend internationale Kooperations-
GmbH. technik ist heute auch ein Gerätetyp im Angebot, partner aufgebaut und ausgebildet.
IHK magazin 03.2018 www.duesseldorf.ihk.de9
Auf Messers
Schneide
Aus für den Düsseldorfer Unter-
nehmerinnenpreis? Dagmar Schulz (1a-Startup) ist die Initiatorin des Düsseldorfer Unternehmerinnenpreises.
D
em Düsseldorfer Unternehmerinnen- nicht stemmen können“, so Initiatorin Dag- mehr in den Fokus gerückt. Es wäre sehr scha-
preis droht das Aus. Seit fünf Jahren mar Schulz von 1a-Startup. Aktuell steht es de, wenn wir auf dieser Erfolgswelle nicht wei-
werden besonders erfolgreiche Bu- jedoch auf Messers Schneide, weil die Mit- tersurfen könnten“, so Schulz.
siness-Frauen von der Frauenbande ausge- tel fehlen. Die Initiatorin Dagmar Schulz will
zeichnet – in den letzten beiden Jahren wur- nun Düsseldorfer Unternehmen ansprechen,
den zudem Sonderpreise in den Kategorien um Sponsorengelder für die Organisation,
„Nachfolge“ und „Unternehmerin im Hand- die Preisgelder, die Location und das Cate-
werk“ verliehen. Auch die Stadt zog mit: Der ring einzuwerben. Denn Aufwand und die
INDUSTRIEBAU
Oberbürgermeister Thomas Geisel ist ein Kosten sind mit der Bekanntheit des Wirt-
FOTO: JUDITH MICHAELIS
treuer Schirmherr, die Gleichstellungsbeauf- schaftspreises gestiegen. „Wir haben von Jahr
tragte Elisabeth Wilfart ein Jurymitglied der zu Jahr mehr Aufmerksamkeit in den Medi-
ersten Stunde. „Ohne ehrenamtliches Engage-
ment und unsere Sponsoren hätten wir das
en bekommen. Und die Unternehmerinnen
in unserer Stadt sind durch den Preis einfach
KOMPETENZ
BEDEUTET, DAS
BAUEN DEN
FACHLEUTEN ZU
Mit Erfahrung Büros auf der Königsallee ist das Unterneh-
men stetig gewachsen und beschäftigt heute
insgesamt 15 Mitarbeiter. 2017 wurde Head-
ÜBERLASSEN.
www.buehrer-wehling.de
erfolgreich sahead exklusiver Partner für Personalbera-
tung bei der unabhängigen Informations- und
Netzwerkplattform Foster. „Unsere Stärke ist
Zehn Jahre Headsahead. die langjährige Management- beziehungs-
weise Aufsichtsratserfahrung sowie die aus-
gewiesene Branchenexpertise jedes einzelnen
Beraters“, so die beiden Geschäftsführer. Die
D
as Unternehmen Headsahead feierte Partner und Consultants kommen aus den
vor kurzem sein zehntes Firmenjubilä- Bereichen Industrie, Finanzdienstleistung,
um. Gegründet wurde das Personalbe- Handel und Public Sector. Sie besetzen Füh-
ratungsunternehmen 2008 von Ralf Kreutzberg rungspositionen der ersten und zweiten Ebe-
in Düsseldorf. 2016 kam Dr. Michael Schorr ne im Mittelstand, in Konzernen und Private
als zweiter Managing Partner hinzu. Er lei- Equity-Gesellschaften. Große Erfahrung hat
tet den Münchener Standort, der Ende März Headsahead auch in der Beratung von Fami-
2017 eröffnete. Seit der Eröffnung des ersten lienunternehmen und Family Offices.
www.duesseldorf.ihk.de IHK magazin 03.201810 Unternehmen
MENSCHEN DER WIRTSCHAFT
Zuwachs für die CRM- Wirtschaft eingesetzt. Im Dezember 2000 war Optimierung und Verknüpfung von Einkauf,
Mannschaft der Düs- er in die Vollversammlung der IHK Düsseldorf Finance und Kostenmanagement beschäftigt.
seldorfer Dialogmarke- gewählt worden. Vom Jahr 2001 bis zum Jahr Prof. Dr. Groher unterrichtet seit Oktober 2017
ting-Agentur Jahns and 2007 gehörte Klaus Eberhardt zudem dem Prä- an der ISM München im Bereich Supply Chain
Friends: Elsa Demisi (29) sidium der IHK an. Als Dank für sein ehren- Management und Unternehmensführung. In
unterstützt ab sofort das amtliches Engagement ernannte ihn die Voll- seiner Funktion als Beirat berät Prof. Dr. Gro-
Team um Managing Part- versammlung im November 2007 zu ihrem her die Geschäftsführung in Themen wie der
ner Dirk Allroggen. Sie wird sich vorwiegend um Ehrenmitglied. strategischen Unternehmensplanung und der
die Kundendaten der Verlagsgruppe Handels- Weiterentwicklung von Trends, innovativen
blatt kümmern. Dr. Christian Fischer, Vorsitzender des Vorstands Ansätzen und Konzepten.
der Gerresheimer AG, hat Anfang Februar das
Die öffentliche Bestellung des Sachverstän- Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf mit Mit zwei neuen Mitarbei-
digen Dipl.-Ing. Heinz Düster ist am 31. Janu- sofortiger Wirkung verlassen. Fischer hat aus tern verstärkt Mitsubishi
ar durch Niederlegung erloschen. Düster ist persönlichen Gründen um die einvernehm- Electric seinen Vertrieb
1996 von der IHK Düsseldorf für das Sach- liche vorzeitige Beendigung seiner Tätigkeit der Marken Climaveneta
gebiet „Mechanische und hydraulische Ar- gebeten. Die Entscheidung beruht nach Un- und RC Group: Shazad La-
beitsmaschinen und deren Bewertung, Auto- ternehmensangaben nicht auf unterschiedli- tif betreut als neuer Ver-
waschstraßen“ öffentlich bestellt und vereidigt chen Vorstellungen zur strategischen Ausrich- triebsingenieur Kaltwas-
worden. Außerdem ist die öffentliche Bestel- tung oder der wirtschaftlichen Entwicklung ser, Living Environment
lung des Sachverständigen Prof. Dr.-Ing. Carl der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat hat dem zu- Systems die Vertriebs-
August Witt am 15. Februar erloschen. Witt gestimmt. Die Geschäfte region Hessen, Rhein-
wurde 1974 von der IHK Düsseldorf für das der Gesellschaft werden land-Pfalz und Saarland.
Sachgebiet „Oberflächen und Korrosion von bis zu einer Neubesetzung Felix Sandt ist neuer Ver-
Aluminium und Zink“ öffentlich bestellt und der Position des Vorsit- triebsingenieur Kaltwas-
vereidigt. zenden von den übri- ser, Living Environment
gen drei Mitgliedern des Systems für den Bereich
Am 24. Februar vollen- Vorstands geführt. Die Nordrhein-Westfalen Süd. Dazu zählt das Un-
dete Klaus Eberhardt, ehe- Funktion des Vorstands- ternehmen unter anderem das Ruhrgebiet so-
FIRMENFOTOS, FOTO M. PFEIFER: MARCUS PIETREK, FOTO K. EBERHARDT:MTU AERO ENGINES AG
maliger Vorsitzender des sprechers übernimmt interimistisch der Fi- wie das Sauer- und das Rheinland. Die Mit-
Vorstandes der Rheinme- nanzvorstand Rainer Beaujean (Foto). Andreas subishi Electric Europe B.V. hat ihren Sitz in
tall AG, Düsseldorf, sein Schütte führt weiterhin den Geschäftsbereich Ratingen.
70. Lebensjahr. Nach dem Plastics & Devices. Zum 1. Januar 2018 hat Dr.
Studium der Mathematik Lukas Burkhardt den Geschäftsbereich Primary Matthias Pfeifer, geschäfts-
und Physik war der gebürtige Baden-Würt- Packaging Glass übernommen. führender Gesellschafter
temberger zunächst für verschiedene Industri- von RKW Architektur +,
eunternehmen tätig, bevor er im Jahre 1997 als Prof. Dr. Erich Groher wur- feierte am 25. Februar
Vorstandsmitglied zur Rheinmetall AG kam. de Anfang des Jahres zum seinen 60. Geburtstag.
Im Januar 2000 übernahm Eberhardt dort den Beirat der Stöhr Faktor Seit Beendigung des Ar-
Vorsitz des Vorstandes. Unternehmensberatung chitekturstudiums an der
Trotz seiner zahlreichen beruflichen Verpflich- GmbH berufen. Stöhr RWTH Aachen und der TH Delft 1986 arbei-
tungen hat sich Klaus Eberhardt mit großem Faktor ist ein inhaberge- tet der gebürtige Wuppertaler bei RKW Ar-
persönlichem Engagement für den Standort führtes Beratungsunter- chitektur + in Düsseldorf. Seit dem Jahr 2000
Düsseldorf und die Belange der heimischen nehmen aus Erkrath, das sich vor allem mit der ist er geschäftsführender Gesellschafter. Die
IHK magazin 03.2018 www.duesseldorf.ihk.de11
UNTERNEHMENSTICKER JUBILÄEN
Folgende Firmen hatten Jubiläum:
B2Run: Trainingstag mit Magdalena 1. Februar
städtebauliche Planung wurde zu einem wich-
Neuner zu gewinnen 25 Jahre – Air Bearings Limited t/a Via Servicing
tigen Teil seiner Arbeit – mit Erfolg: Viele sei- — Europe in Düsseldorf, Ratingen
ner realisierten Projekte gehen auf gewon-
Barrique mietet rund 140 Quadratmeter
2. Februar
nene Wettbewerbe zurück, andere wurden —
ausgezeichnet. Berenberg steigert Provisionserträge 25 Jahre – Reitmeier Bedachungen GmbH, Erkrath
Bei der Architektenkammer Nordrhein-West-
—
Commodus vermietet im „Dock13“ 4. Februar
falen engagiert er sich in verschiedenen Gre- — 100 Jahre – Volksbank im Bergischen Land eG, Haan
mien für die Einführung der modernen Pla- Im April geht es rund: Die Cyclingworld 12. Februar
nungsmethode BIM (Building Information 2018 startet 25 Jahre – La Cie GmbH, Haan
Modeling). Außerdem ist er dort Mitglied der —
Auszeichnung für Gerresheimer 50 Jahre – Jägerhof-Apotheke Johanna Richter e.K.,
Vertreterversammlung und des Kuratoriums
— Düsseldorf
der Stiftung Deutscher Architekten. Zudem Goldschmiede Menze mietet über
ist er stellvertretender Vorsitzender des Bun- Aengevelt 19. Februar
des Deutscher Architekten Düsseldorf, Mit- — 25 Jahre – Quadrilog GmbH Wirtschaftsprüfungs-
glied des Gremiums für Stadtgestaltung in Es- IIK unterstützt zwei Studierende gesellschaft, Düsseldorf
sen und Vorsitzender des Gestaltungsbeirats — 23. Februar
Name für das Holzhybridhaus von
in Moers. 25 Jahre – IBB Ingenieurbüro Balint GmbH,
Interboden
Bei der IHK Düsseldorf engagiert sich Mat- — Langenfeld
thias Pfeifer als Mitglied der Vollversamm- Küchenparty im Intercontinental Düs-
lung und Vorsitzender des Arbeitskreises seldorf
Immobilienwirtschaft.
—
Kötter Unternehmensgruppe wächst
— Büro- und Gewerbebau
Verstärkung für das Professorenteam an der
FOM Hochschule in Düsseldorf: Dr. Alexander
Strom tanken bei Meliá Hotels Interna-
tional Die Basis
Zureck ist zum Professor für allgemeine Be-
triebswirtschaftslehre, insbesondere Banking
—
Mitsubishi Electric schult Auszubildende für Ihren Erfolg.
—
& Finance, ernannt worden. Zureck hat selbst
QVC: Neupositionierung TV-Kanäle
erfolgreich an der FOM studiert. Nach seinem —
Bachelor- und MBA-Abschluss an der Hoch- Rheinbahn: den Lehrern auf der Spur
schule wurde er 2016, ebenfalls berufsbeglei- —
Schlüsselregion e. V. traf sich im Ge-
tend, an der Masaryk-Universität in Brünn
brauchtwarenhaus Velbert
AZ7H SW 60x60 08/2013
promoviert. —
Urlaubsexperte.de gewinnt Reise-
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—
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—
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www.boersting-gewerbebau.de12 Titel Gründerregion Düsseldorf Gutes Pflaster für Selbständige. IHK magazin 03.2018 www.duesseldorf.ihk.de
13 www.duesseldorf.ihk.de IHK magazin 03.2018
14 Titel
I
m Februar war es wieder soweit: Die IHK Fast gleichauf liegen mit Anteilen von um die fünf-
Düsseldorf hat eine Studie präsentiert, in zehn Prozent dahinter Existenzgründungen in den
der sie das lokale Geschehen der vergange- ehr persönlichen Dienstleistungen und in der Bau-
nen drei Jahre rund um Existenzgründungen wirtschaft. Mehr als im NRW-Durchschnitt gibt es
beleuchtet. Der Gründerreport 2017 (www. auch Gründungen in freiberuflichen, wissenschaft-
duesseldorf.ihk.de, Nummer 3983864) för- lichen und technischen Dienstleistungen mit zwölf
derte sowohl bekannte als auch überraschende Er- Prozent in Düsseldorf und elf Prozent im Kreis Mett-
kenntnisse zutage. „Das Gründungsklima ist in Düs- »Die Zahl der mann. Dazu zählen Rechts- und Steuerberatungs-
seldorf extrem gut“, fasst der für die Untersuchung
Neugründun- firmen ebenso wie Marktforschungsunternehmen,
verantwortliche Chefvolkswirt der Düsseldorfer IHK, Werbeagenturen und Unternehmensberatungen.
Gerd Helmut Diestler, die Ergebnisse zusammen. Es gen ist kräftig Fast jedes zehnte neue Unternehmen in Düsseldorf
gestiegen.«
FOTOS: SHUTTERSTOCK, IHK DÜSSELDORF
kommen deutlich mehr neue Unternehmen dazu als stammt aus der Gastronomie.
vom Markt verschwinden. „Trotz guter Ausgangsla- Überdurchschnittlich viele Gründer in Düsseldorf
ge ist der Saldo zwischen Neugründungen und Be- Gerd Helmut Diestler, und Mettmann sind zwischen 45 und 55 Jahre alt.
triebsabmeldungen zuletzt wieder kräftig gestiegen IHK Düsseldorf „Mit einer gewissen Berufs- und Lebenserfahrung
– und zwar deutlich über dem nordrhein-westfäli- lassen sich Gründungsvorhaben gut einschätzen, was
schen Durchschnitt.“ Knapp ein Viertel aller neu an- die Erfolgsaussichten steigert“, interpretiert Diestler
gemeldeten Gewerbe im IHK-Bezirk sind im Handel. dies als gute Nachricht. Besonders freut er sich über
IHK magazin 03.2018 www.duesseldorf.ihk.de15
die Tatsache, dass rund ein Drittel aller Gründer von kurzen Draht zueinander, arbeiten Hand in Hand am
keinerlei Schwierigkeiten bei der Gründung berich- gleichen Ziel, nämlich Gründer zu stärken.“Netzwer-
tet: „Das ist sicher auch auf die guten Informations- ke gewinnen allgemein an Gewicht. „Wir empfeh-
möglichkeiten, Beratungen und Unterstützungsan- len Gründern immer, sich in Branchennetzwerken
gebote in Düsseldorf zurückzuführen.“ zu engagieren, denn dort werden wertvolle Kon-
takte geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht“, so
Gut beraten Kubny. Immerhin rund ein Drittel aller Existenz-
„Wer eine Gründungsberatung in Anspruch nimmt, »Düsseldorf ist gründer sind mittlerweile Frauen. Ihnen empfiehlt
ist in der Regel erfolgreicher“, bestätigt auch Dr. Ni-
kolaus Paffenholz, Leiter der Abteilung Recht und
geprägt durch die IHK-Beraterin einen Besuch der etwa einmal
pro Jahr stattfindenden Düsseldorfer Frauenmesse
Steuern. Eine Gründungsberatung sei im Grundsatz ein starkes „Frauen gründen – anders“. Außerdem können sie
eine Risikominimierung. Hier werden alle grundle- wirtschaftliches sich beim Unternehmerinnenbrief NRW bewerben
genden Fragen angesprochen: Es geht um die Quali- (mehr dazu unter www.duesseldorf.ihk.de, Nummer
fikation (Was kann ich?), die Gründungspersönlich- Umfeld.« 3906818). „Ein objektiver, kritischer Gesprächspart-
keit (Bin ich notfalls bereit, 12 bis 14 Stunden am Tag ner, der die Euphorie bremst und das Projekt einem
Andreas Pinkwart, Wirt-
zu arbeiten? Und unterstützt mich meine Familie da- schafts- und Digitalminis- Plausibilitätstest unterzieht, kann eine große Hilfe
bei?), das Produkt (Was biete ich?) und die Marktsi- ter NRW sein. Wenn wir dann am Ende der Beratung nicht
tuation (Weshalb sollte das jemand bei mir kaufen?) überzeugt sind, raten wir auch klar von dem Vor-
ebenso wie um die Finanzierung. haben ab.“ Allein die vier Existenzgründungsbera-
„Wenn eine Bank die Finanzierung ablehnt, dann terinnen und Berater der IHK haben im vergange-
sollte man sich nicht ärgern, sondern nachfragen, wa- nen Jahr fast 900 solcher Beratungsgespräche geführt
rum das so ist“, rät Paffenholz. „Vielleicht war der Bu- und Stellungnahmen gegenüber den Förderbanken
sinessplan noch nicht ausgereift und mit etwas Nach- und der Arbeitsagentur abgegeben.
bessern klappt es.“
Startet ein Gründer aus der Arbeitslosigkeit, so kann er Initiative „Neue Gründerzeit“
auf Unterstützung durch die Arbeitsagentur rechnen: Mit der Initiative „Neue Gründerzeit“ will das Bun-
„Im Jahr 2017 haben wir rund 340 Existenzgründer- deswirtschaftsministerium den Unternehmergeist
innen und Existenzgründer in Düsseldorf mit einem und das Gründungsgeschehen in Deutschland stär-
Gründungszuschuss unterstützt, ihre Geschäftsideen ken und den Schritt in die Selbständigkeit attraktiver
in den unterschiedlichsten Berufsfeldern zu verwirk- gestalten. Der nordrhein-westfälische Wirtschafts-
lichen“, sagt Katrin Kühnast, Geschäftsführerin Ope- »Die IHK hat und Digitalminister Andreas Pinkwart kündigt an,
rativ der Agentur für Arbeit Düsseldorf. „Alle haben
sich intensiv beraten lassen und überzeugten mit trag-
die führen- noch in diesem Jahr für Nordrhein-Westfalen ein
Gründerstipendium zu schaffen: „Insgesamt 1.000
fähigen Konzepten. Wir wissen, dass diese intensive de Rolle für Gründerinnen und Gründer werden jeweils ein Jahr
Vorbereitung eine sehr gute Grundlage für nachhalti- Existenzgrün- lang mit 1.000 Euro pro Monat unterstützt. Dies
gen Geschäftserfolg bietet.“ Auch im Jahr 2018 erwar- soll ihnen die nötige Sicherheit geben, um ihre Ge-
tet Kühnast eine rege Inanspruchnahme der Beratung dungsberatung schäftsidee weiter zu entwickeln und erfolgreich zu
und Förderung durch die Arbeitsagentur. in der Region.« etablieren.“ Düsseldorf sei „geprägt durch ein starkes
„Die Qualität der Gründer und ihrer Gründungsvor- wirtschaftliches Umfeld und verfügt über eine her-
haben hat sich in den vergangenen Jahren verbessert“, Christiane Kubny, Exis- vorragende Infrastruktur. In Verbindung mit einer
tenzgründungsberaterin
ist die Erfahrung von Christiane Kubny. Die Existenz- hohen Lebensqualität und dem großen Potenzial an
gründungberaterin der IHK Düsseldorf ist überzeugt, gut ausgebildeten Fachkräften ist die Stadt als Stand-
dass neben den drei Startercentern NRW bei der IHK, ort äußerst attraktiv für Gründer. Zudem ist unser
FOTOS: MWIDE/ROBERTO PFEIL, IHK DÜSSELDROF
bei der Handwerkskammer und beim Kreis Mett- Digital-Hub Düsseldorf/Rheinland eine wertvolle
mann dazu maßgeblich das schon seit der Jahrtau- Anlaufstation für digitale Start-ups in der Region“.
sendwende bestehende Gründernetzwerk Düsseldorf Die Landesregierung will sogenannte „First-Stop-
beiträgt. Dessen Trägerschaft hat die IHK zu Jahres- Shops“ für Gründer einrichten: „Die Gründungsein-
beginn von der Stadt Düsseldorf übernommen. „Da- richtungen wie etwa die Startercenter NRW werden
mit hat die IHK nun eine hauptverantwortliche Rolle zu Allround-Anlaufstellen ausgebaut, die auch au-
für Existenzgründungsberatung in der Region“, sagt ßerhalb der normalen Arbeitszeiten zur Verfügung
Kubny. „Die 26 Netzwerkpartner pflegen alle einen stellen“, verkündete Pinkwart kürzlich.
www.duesseldorf.ihk.de IHK magazin 03.201816 Titel
Hochschule mit Gründerpotenzial Gründungswilligen eingerichtet. An beiden Hoch-
Aus all diesen Beispielen lässt sich ersehen, dass Exis- schulen bieten IHK-Berater Sprechstunden an.
tenzgründung sehr vielfältig ist. Dennoch stehen häu-
fig „Start-ups“ im Fokus der öffentlichen Wahrneh- Start-up-Woche Düsseldorf
mung. Und das durchaus zu Recht, denn diese schnell Eines der Highlights des Jahres der Düsseldorfer
wachsenden Jungunternehmen haben eine große Start-up-Community wird auch in diesem Jahr die
wirtschaftliche Dynamik. Zwar wird nicht jedes di- Start-up-Woche sein. Teilnehmer können Mitte Ap-
gitale Start-up zu einem neuen Trivago und nicht je- ril sieben Tage lang kostenlos bei rund 150 Veran-
de Ausgründung aus der Universität zum nächsten LEBENSSITUATION staltungen dabei sein (mehr dazu unter https://www.
Qiagen. Doch resultiert aus der Hochschullandschaft IN DER GRÜNDUNGS- startupwoche-dus.de). „Auf der Start-up-Woche Düs-
einiges an Gründerpotenzial. „Rund ein Drittel al- PHASE seldorf treffen Visionäre, Kämpfer und Durchstar-
ler technologieorientierten Gründungen geschieht in Beschäftigungsverhältnis 52% ter auf Menschen, Unternehmen und Produkte, die
Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität“, Arbeitslosigkeit 20% das Start-up-Leben bereichern“, beschreiben die Or-
schätzt Stefan Schroeter, Technologie- und Innova- ganisatoren das Gründer-Event. Sie bieten „Wissen
Studium 5%
tionsreferent bei der IHK. „Die Zahl der Ausgrün- komprimiert aus Konzeption, Strategie, Marketing,
dungen ist in den vergangenen Jahren gewachsen.“ Es Anderes/keine Angaben 25% Finanzen, Recht, Investorengewinnung, Förderung,
gebe regelmäßige Vorlesungen zum Gründungsthe- Technologie und Internationalität, aufbereitet als
Quelle: IHK Düsseldorf
ma, die interessierten Studenten und Hochschulan- Vortrag, Beratung, Workshop, Pitch und Netzwerk.“
gehörigen würden gut an die Hand genommen. Auch Und selbstverständlich ist die IHK Düsseldorf auch
die HSD habe eine Transferstelle zur Betreuung von wieder aktiv dabei. Anja Kühner
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IHK magazin 03.2018 www.duesseldorf.ihk.de17
FOTO: EGGERT GROUP
Gibt es ein
Frau Prof. Lutz, Entrepreneurship ist kein einfacher
Begriff. Deshalb zunächst die Frage: Wie lautet Ihre
Definition?
Gründer-Gen? Es gibt für den Begriff Entrepreneurship sicher nicht die
eine zentrale Definition. Er steht für Unternehmertum,
unternehmerisches Handeln und natürlich für Unter-
Interview mit Prof. Dr. Eva Lutz, Inhaberin des Lehr- nehmensgründung. Aber er meint nicht den Moment
der Gründung, sondern ist viel umfassender. Entrepre-
stuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere neurship beschreibt den Prozess der Unternehmens-
Entrepreneurship und Finanzierung an der Hein- gründung, es geht um das Erkennen oder Erschaffen ei-
rich-Heine-Universität Düsseldorf. ner unternehmerischen Gelegenheit und darum, diese
weiter zu verfolgen, auch wenn bestehende Ressourcen
begrenzt sind und zunächst nicht ausreichen. Entrepre-
neurship geht immer mit einer Vision einher, mit der
Entwicklung innovativer Geschäftsideen und dem fes-
ten Willen, diese auch umzusetzen.
Nun gibt es gerade in Düsseldorf viele Unterneh-
mensgründungen, die Start-up-Szene wächst.
www.duesseldorf.ihk.de IHK magazin 03.201818 Titel
Welche Eigenschaften zeichnen einen erfolgreichen Andererseits kann man aber auch im Kühlschrank nach-
Gründer aus? Gibt es ein Gründer-Gen? schauen, welche Zutaten man hat und aus diesen dann
Zunächst einmal würde ich nicht unbedingt von dem »Erfolgreiche ein Gericht zaubern. Der Unternehmer gestaltet also et-
einzelnen Gründer sprechen, denn gerade innovative
Unternehmen werden häufig von Teams gegründet. Ein
Unternehmer was Neues, das zuvor so nicht geplant war. Zudem sind
erfolgreiche Unternehmer fähig, aus Fehlern zu lernen.
gutes Beispiel hierfür ist übrigens Trivago. In den ver- lernen aus Feh- Sie wissen, was sie gut können, binden andere mit ein
schiedenen Gründungsphasen sind verschiedene Cha- lern.« und bauen sich ein Netzwerk auf.
raktere wichtig. Am Anfang ist vor allem Sachorien-
tierung gefragt, dann braucht man insbesondere den Halten Sie es für wichtig, schon in den Schulen auf
Macher, der die Ideen auch umsetzt. Später ist Kom- das Thema Selbständigkeit einzugehen?
munikationsstärke sehr wichtig. Häufig findet man in Ja, an weiterführenden Schulen sollte man sich mit dem
Teams alle drei Typen, die dann gemeinsam gründen. Thema befassen. Auf ihrem Weg in den Beruf sollten
Es gibt aus meiner Sicht kein Gründer-Gen, aber Un- Schüler bestimmte Qualifikationen, die für eine Unter-
ternehmensgründer haben häufig ähnliche Persönlich- nehmensgründung benötigt werden, erlernen. Dazu ge-
keitsmerkmale. Sie brauchen neben einer hohen Frust- hört es zum Beispiel, die eigenen Visionen und Ideen
rationstoleranz eine starke Selbstwirksamkeit, das heißt, gut präsentieren zu können sowie Projekte zu entwi-
sie sollten überzeugt davon sein, Herausforderun- ckeln und umzusetzen. Übrigens gibt es bei jungen
gen aus eigener Kraft und mit den eigenen Kompeten- Menschen bereits seit einigen Jahren einen Mentalitäts-
zen meistern zu können. Zudem zeichnen sich Gründer »In verschie- wechsel. Wollten noch Ende der 1990er Jahre Studie-
häufig durch Mut, Durchsetzungsvermögen, unbeding-
ten Leistungswillen und das Streben nach Unabhängig-
denen Grün- rende am liebsten in einer Unternehmensberatung oder
Bank arbeiten, hat die Selbständigkeit heute einen viel
keit aus. Die Bereitschaft, sich mit dem Risiko auseinan- dungsphasen höheren Stellenwert.
derzusetzen, ist darüber hinaus genauso wichtig wie die sind verschie-
Fähigkeit, großem Druck standhalten zu können. Sind auch das Umfeld und die finanzielle Situation für
dene Charakte- eine erfolgreiche Gründung entscheidend?
Also spielen persönliche Eigenschaften eine große Rol- re wichtig.« Ja, beides ist wichtig. Eine große Rolle spielt das familiäre
le, was gehört noch dazu, lässt sich Gründen erlernen? Umfeld. So ist jemand, dessen Eltern selbständig sind, der
Man kann sich zumindest erst einmal das richtige Rüst- also Unternehmertum bereits während der Kindheit ken-
zeug aneignen. So sehen wir es als eine unserer Aufgaben nengelernt hat, eher bereit, den Schritt in die eigene Selb-
an, den Studierenden Wissen über die harten Fakten zu ständigkeit zu wagen. Zudem kommt es auf die Umgebung
vermitteln. Dazu gehören das Erstellen von Businessplä- an, Gründungen finden beispielsweise eher in ballungs-
nen, das Einsetzen der richtigen Marketingmaßnahmen starken Räumen statt. Düsseldorf mit seiner wertvollen
und natürlich Finanzierungsstrategien, beispielsweise das Nähe zur Industrie bietet übrigens ein gutes Ökosystem
Beschaffen von Fördermitteln. für Gründer. Eine große Bedeutung haben darüber hin-
Es gibt viele Unterstützungsmöglichkeiten und es ist aus Vorbilder, einzelne Persönlichkeiten – „Leuchtturm-
wichtig, dass wir das Gründen eines eigenen Unterneh- gründer“ – die nicht nur selbst mit ihren Unternehmen
mens als spannende berufliche Alternative darstellen. Ne- erfolgreich sind, sondern auch bereit sind, in andere zu in-
ben dieser Sensibilisierung geht es uns um die Vermitt- vestieren. Und damit sind wir bei der Finanzierung, die
lung von Erfahrungswissen, um das Erlernen bestimmter »Die optimale natürlich, wenn nicht Familie oder Freunde helfen kön-
Denkmuster, die dazu führen können, erfolgreich zu
sein. In der Entrepreneurship-Forschung wurde schon
Finanzierung nen, schwierig ist.
Kredite werden nur in den seltensten Fällen gewährt. Im
um die Jahrtausendwende der Begriff „Effectuation“ ge- ist immer ab- ersten Schritt sollten Fördermittel beantragt werden, man
prägt. Kurz gesagt geht es dabei um die Frage, wie erfah- hängig vom Ge- kann auch versuchen, Privatinvestoren zu gewinnen. Man-
rene Unternehmer ein ihnen völlig unbekanntes Problem che Unternehmer mit nur geringem Eigenkapital starten
lösen. Im Gegensatz zu angestellten Managern orientie- schäftsmodell.« zunächst per „Bootstrapping“, das heißt, sie gründen oh-
ren sie sich nämlich nicht an einem klaren Ziel, sondern ne fremdes Kapital, wirtschaften sparsam und machen am
an den Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen. Über- Anfang alles selbst. Eventuell kann auch Crowdfunding ei-
trägt man diesen Ansatz auf das Zubereiten einer Mahl- ne Möglichkeit sein – die optimale Finanzierung ist immer
zeit, gibt es einerseits die Möglichkeit, ein Rezept heraus- abhängig vom Geschäftsmodell.
zusuchen, alle Zutaten einzukaufen und dann zu kochen. Beate Werthschulte
IHK magazin 03.2018 www.duesseldorf.ihk.de19
Bouldern in der Trainingsgruppe der Bergstation Hilden.
Starke Typen
MEHR AUF
Existenzgründung nach „Schema F“ – MINI.DE/GEWERBEKUNDEN
nein, das gibt es wohl nicht. Wir stellen
vier junge Unternehmen vor, die
gerade erst gegründet wurden oder
sich noch im Gründungsprozess
befinden und die alle ihren ganz
eigenen Weg gegangen sind.
Z
wei begeisterte Kletterer, eine lei-
denschaftliche Kaffeetrinkerin, drei
ehrgeizige Wissenschaftler und ei-
ne Modedesignerin mit eigenem
Atelier – der gemeinsame Nenner?
Nicht ersichtlich, zumindest nicht
bis vor wenigen Jahren. Mittlerweile ist das anders.
Sie alle haben ihr eigenes Unternehmen gegründet BEFÖRDERN SIE
FIRMENFOTO / DANIEL KÖBE
oder befinden sich mitten im Gründungsprozess. Wie SICH SELBST.
sie dabei vorgegangen sind und welche Herausforde-
DIE GEWERBLICHEN ANGEBOTE VON MINI.
rungen es zu meistern galt, erzählen sie im Gespräch
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www.duesseldorf.ihk.de IHK magazin 03.201820 Titel
Bergstation, Hilden
3.100 Quadratmeter Kletterflä-
che, davon 550 Quadratmeter
an einer Außenwand, 800 Qua-
dratmeter Boulderf läche und
mehr als 300 Kletterrouten aller
Schwierigkeitsgrade – keine Frage,
die Bergstation Hilden hat so einiges
zu bieten. „Wir wollten die aus unse-
rer Sicht perfekte Kletter- und Boul-
derhalle bauen. Ein Angebot wie wir
es uns vorstellten, gab es bisher nicht in
der Region“, sagt Justin Bohn (34). Sie-
ben Jahre arbeitete er als Investmentbän-
ker, dann war klar, dass eine berufliche
Veränderung her musste. Gemeinsam
mit seinem Geschäftspartner Marcel
Buchmann (28) – einem gelernten
Sport- und Fitnesskaufmann – ent-
stand 2013 die Idee der Bergstation.
Bis zur Umsetzung dauerte es aller-
dings, allein die Frage der Finanzierung
zog sich über ein Jahr hin. Eine Investition in
Höhe von fünf Millionen Euro, dazu junge Grün-
der mit wenig Eigenkapital – gleich mehrere Ban-
ken machten da nicht mit. „Im Nachhinein wür-
de ich zuerst zu der Bank gehen, bei der ich mir die
geringsten Chancen ausrechne und dort mein Kon-
zept vorstellen. Mit den entsprechenden Rückmel-
dungen würde ich es dann weiterversuchen“, sagt Jus-
tin Bohn, der sicher ist: Das eigene Konzept wurde
durch die vielen Versuche immer besser und präzi-
ser. Ein anderer Aspekt, der von Bohn und Buchmann
unterschätzt wurde: Die Suche nach einer geeigneten
Immobilie. Anfangs konzentrierten sie sich auf das
Stadtgebiet Düsseldorf, merkten aber schnell, dass es
entweder an den baurechtlichen Vorgaben, am Preis
oder an der Anbindung scheiterte. „Dann haben wir
uns an die Wirtschaftsförderung Hilden gewandt und
dort sind wir von Anfang an sehr unterstützt worden“,
sagt Justin Bohn. Der Standort am Hildener Bahn-
hof erwies sich als perfekt – im Februar 2017 konnte
eröffnet werden. Nach knapp einem Jahr können die
beiden Gründer zufrieden sein. Die Halle wird sehr
gut angenommen, ihr Konzept scheint aufzugehen.
FIRMENFOTO / DANIEL KÖBE
„Wer mit dem Gedanken spielt, ein Unternehmen zu
gründen, braucht sicherlich Mut“, sagt Justin Bohn.
„Aber vielleicht auch etwas Naivität. Hätten wir ge-
Rotpunkt-Klettern wusst, was auf uns zukommt, wer weiß, ob wir es an-
im Vorstiegskurs. gepackt hätten.“
IHK magazin 03.2018 www.duesseldorf.ihk.deSie können auch lesen