FEUERWEHREN im Landkreis Ludwigsburg - KFV Ludwigsburg
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FEUERWEHREN
Ausgabe 2018 im Landkreis Ludwigsburg
Kreisfeuerwehr im Scheinwerferlicht
Landesfeuerwehrtage 2018 in Heidelberg
Doppelt im Einsatz: Dr. Andreas Häcker
Achtung: Absturzgefahr!
Kinder: Konstruktionsbüro Ferdinand Flamme
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Wo man hinsieht Gaffer… 3
Auch in den Medien ist die Thematik der tiert. Leider wurden in einzelnen Fällen die
Gaffer bereits angekommen. Die Feuer- Helfer selbst zu Opfern durch die Gewalt
wehr Ludwigsburg wurde im Zuge einer einiger Gaffer. Bislang sind diese Ereignisse
Übung zum Thema „Technische Hilfeleis- in sehr geringer Zahl bekannt, trotzdem ma-
tung“ an der B 27 durch ein Fernsehteam chen sie einen sehr nachdenklich.
des SWR begleitet. Tatsächlich hat auch Mit der gemeinsamen Anstrengung der Po-
mich das Ergebnis nachdenklich und be- lizei, der Feuerwehr und aller anderen
troffen gemacht. Nicht wenige Verkehrs- Blaulichtorganisationen müssen Schau
teilnehmer haben quasi im Vorbeifahren lustige von der Einsatzstelle ferngehalten
die Unfallstelle sowie die Verletzten mit werden und durch Sichtschutzwände o. ä.
dem Handy gefilmt. eine Einsatzstelle „unattraktiv“ gemacht
Was bedeutet das aber für unseren Ein- werden. Dies vor allem auch unter dem
satz und unser Handeln im Feuerwehr- nun folgenden letzten Punkt, nämlich der
dienst? Letztlich kann es uns doch egal Frage: Wie sich wohl der Verletzte oder Be-
sein, ob jemand unsere Arbeit filmt – troffene in solch einer Situation fühlt? Ich
stimmt und stimmt auch wieder nicht! bin mir an dieser Stelle nicht sicher, ob die
Da sind als erstes die Neugierigen, welche Schaulustigen überhaupt nur ansatzweise
durch ihr Filmen die anderen Verkehrsteil- das Gefühl dieser „Zurschaustellung“ ken- professionelle Hilfe leisten zu können. Trotz
nehmer, aber auch die Einsatzkräfte gefähr- nen. Das beklemmende Gefühl zu haben, allem Ärger und aller Wut, welcher durch
den. Sekundenlange Abwesenheit im Stra- auf andere dringend angewiesen zu sein rücksichtslose Mitbürger entsteht, müssen
ßenverkehr hat nicht selten zu Auffahrunfäl- und gleichzeitig zu sehen, dass andere in wir ruhig und besonnen handeln. Lassen
len und „bestenfalls“ zu überfahrenen Leit- dieser Situation ihre Neugier befriedigen. Sie sich nicht provozieren und versuchen
kegeln geführt. Umso wichtiger wird in Als Retter können wir versuchen, durch un- Sie trotz allen Ärgers einen „kühlen“ Kopf zu
diesem Zusammenhang eine ausreichende, seren Kontakt zum Patienten ein Stück- bewahren. Nur so können wir professionelle
gut wahrnehmbare Verkehrsabsicherung. chen Geborgenheit und Schutz aufzubau- Hilfe leisten.
Hier gilt leider der Spruch: „Viel hilft viel“. en. Ihn in seiner Situation zu begleiten und
Eine weitere Randerscheinung durch Schau ihm beizustehen. Völlig unabhängig von Ihr
lustige ist die Behinderung der Einsatzkräfte Neugierigen ist dies ein elementarer Be-
bei ihrer Arbeit. Um die „besten“ Aufnahmen standteil bei der Unfallrettung. Durch einen
oder einen ungehinderten Blick auf das Ein- Sichtschutz können wir die Privatsphäre der
satzgeschehen zu bekommen, werden Ab- Betroffenen so gut es geht bewahren.
sperrungen schlicht weg ignoriert. Ohne In einer schweren Einsatzlage wie beispiels-
Skrupel und Respekt vor der Arbeit der Hel- weise einem Verkehrsunfall kommt leider in
fer nähert man sich der Einsatzstelle. Hier- jüngster Zeit eine weitere Herausforderung
bei werden die Retter mit einem vermehrt auf die Retter zu: die Schaulustigen. Leider Dipl.-Ing. Andy Dorroch
steigenden Aggressionspotential konfron- müssen wir uns dieser Situation stellen, um Kreisbrandmeister
Impressum Beiträge geben die Meinung der Verfasser, nicht
des Verlages wieder. Die Zeitschrift und alle in ihr
enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind ge-
Sponsoring 112°-Magazin:
Robert Linsenmeyer
Magazin des Kreisfeuerwehrverbandes schützt. Verwertung ohne Einwilligung des Verla- Telefon 0 82 05/96 96 10
Ludwigsburg ges und/oder des jeweiligen Autors ist strafbar. Die r.linsenmeyer@112grad.de
11. Ausgabe, Jahrgang 2018 Redaktion behält sich die Kürzung und Bearbei-
tung von Beiträgen und Leserbriefen vor. Für unver- Gestaltung und Herstellung:
Herausgeber und Anzeigenverwaltung: langt eingesandte Manuskripte, Fotos und Daten- 112°-Medien, 86453 Dasing
112°-Medien – Robert Linsenmeyer träger oder Unterlagen jeglicher Art wird keine www.112grad.de
Taitinger Straße 62 Haftung übernommen. Rücksendung erfolgt nur
86453 Dasing gegen Beilage eines ausreichend frankierten Rück- Erscheinung:
Telefon 0 82 05/96 96 10 kuverts. Einmal jährlich
Telefax 0 82 05/96 96 09 Alle vorgestellten Berichte sind nach bestem Wis-
info@112grad.de sen recherchiert, es wird jedoch keine Haftung für Verteilung:
die Richtigkeit der Angaben übernommen. An alle Feuerwehren, Auslage in öffentlichen Ein-
Redaktionsleitung: richtungen. Verteilung an Haushalte im Landkreis.
Robert Linsenmeyer (V.i.S.d.P.), Vorsitzender Kreis Bildnachweis:
feuerwehrverband Klaus Haug, Jörg Neumann Aus den Feuerwehren des Landkreises; Auflage:
Andreas Rometsch; 112°-Medien; 8.500 Exemplare
Autoren dieser Ausgabe: Karsten Schmalz; 7aktuell.de;
Dr. Andreas Häcker, Jörg Neumann, Druck:
Beate Buck, Erik Hörnlen, Anzeigenleitung: Mayer & Söhne
Robert Linsenmeyer (verantwortlich); Druck- und Mediengruppe GmbH & Co. KG
Telefon 0 82 05/96 96 10 86551 Aichach
info@112grad.de
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgInhaltsverzeichnis
4 Aktuell Jugendfeuerwehr
9 Ehrungen im Jahr 2017 46 Junge Flüchtlinge zu Besuch –
10 Kreisfeuerwehr im Scheinwerferlicht 35. Kreispokalturnier
12 Feuerwehrtermine 2018 47 Aktion Hand in Hand 2017
14 „Tag der offenen Tür“ 48 News aus der Jugend
15 Landesfeuerwehrtage 2018
in Heidelberg Technische Ausrüstung
50 Neuanschaffungen
Im Einsatz 52 Zentrale Atemschutzwerkstatt
16 2017 in Zahlen
18 Brand in Korntal-Münchingen Aus den Feuerwehren
20 Wasserschutzgebiet durch 54 Eisrettung
Farbeimer bedroht 56 Achtung: Absturzgefahr!
22 Einsatz-Ticker 58 News aus den Feuerwehren
10
60 Musikalisches Leben
Reportage
26 Doppelt im Einsatz: Leseraktion
Dr. Andreas Häcker 62 Rätsel und Lösung Kinderrätsel
28 Schwanger im Einsatz 62 Ihre Meinung ist gefragt! Kreisfeuerwehr im Scheinwerferlicht
30 Wenn Helfer Hilfe brauchen
Service
Sicherheitstipps 65 Wichtige Telefonnummern
32 Defibrillator und Internetadressen
33 Tod durch Kohlenmonoxid-
Vergiftung Rubriken
34 Waldrettung 3 Editorial
36 Großübung auf dem Neckar 3 Impressum
7 Grußwort
Unterhaltung 66 Fundstück
39 112° Basics – Wie alles begann … 66 Das Redaktionsteam
40 Am Neckar entlang durch den
Landkreis
Feuerwehr-Kids
42 Im Konstruktionsbüro von
Ferdinand Flamme
43 Alarm für die Kinderfeuerwehr
Kornwestheim
44 Die Kätzchen sind in Not!
36
Großübung auf dem Neckar
1 2 3
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Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgInhaltsverzeichnis
5
26 28
Doppelt im Einsatz:
Schwanger im Einsatz
Dr. Andreas Häcker
54 56
Eisrettung Achtung: Absturzgefahr!
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Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgGrußwort
Liebe Leserinnen und Leser, 7
was würde es bedeuten, wenn schlagartig Kreismitteln beschafft. Ganz aktuell ist der
niemand mehr bereit wäre, sich ehrenamt- Abrollbehälter Sonderlöschmittel in Auf-
lich bei der Feuerwehr zu engagieren? Tat- trag gegeben worden. In diesem Jahr wer-
sächlich könnte man in diesem Fall von den noch drei weitere Abrollbehälter – ei-
einer echten Katastrophe reden. Denn un- ner für eine Großschadenslage und zwei
sere Feuerwehren im Landkreis sind tief für den Hochwasserschutz – ausgeschrie-
verwurzelt in der kommunalen Gemein- ben.
schaft und stehen für Beständigkeit, Zu- Ein weiterer großer Eckpunkt zur Entlas-
verlässigkeit und letztlich für die Sicherheit tung des Ehrenamtes ist die Einführung
in den Städten und Gemeinden des Land- einer Verwaltungssoftware für die
kreises Ludwigsburg. Wer bei der Feuer- Kreisausbildung. Mit diesem Schritt wer-
wehr ist, trägt eine hohe Verantwortung den die ehrenamtlichen Kreisausbilder
und verdient großen Respekt, ja Hochach- erheblich entlastet bei allen Verwaltungs-
tung. aufgaben. Die gesamte Lehrgangsverwal-
Der Landesfeuerwehrverband hat in sei- tung findet seit dem 1. Januar zentral im
nem Strategiepapier „freiwillig: stark!“ Landratsamt statt. Somit können sich die
sehr eindringlich alle Beteiligten, die mit Kreisausbilder ihrem „Kerngeschäft“, also
der Feuerwehr zu tun haben, an ihre Auf- der Ausbildung, widmen. Um den Wissens-
gaben erinnert. Gleichzeitig aber auch stand der Kreisausbilder auf einem hohen
Möglichkeiten zur Stärkung des Ehrenam- Niveau zu halten, bieten wir umfangreiche
tes aufgezeigt. Der Landkreis Ludwigsburg Fortbildungen an. Diese werden gut ange-
unterstützt nach Kräften die Arbeit der nommen. An dieser Stelle möchte ich allen
Feuerwehr. Beispielhaft möchte ich an die- Bürgermeistern, den Gemeinderäten, aber stab, der ausschließlich mit ehrenamtli-
ser Stelle einige wichtige Eckpunkte auf- auch dem Kreistag für die vorbildliche Zu- chen Helfern besetzt ist, soll durch eine
zeigen: Durch den Beschluss des Kreis- sammenarbeit danken. Sie gewährleisten gute Technik die Arbeit der Stabsmitglie-
tags werden Fahrzeuge mit überkommuna- mit ihrer positiven Einstellung gegenüber der unterstützen.
lem Einsatzzweck zusätzlich zur Landes- der Feuerwehr die Voraussetzung für das Für die kommenden Generationen wird es
förderung mit Kreismitteln in nicht Gelingen dieser wichtigen Arbeit. Aber unsere gemeinsame Aufgabe sein, die
unerheblichem Maße bezuschusst. Auch auch allen Feuerwehrangehörigen möchte Weichen für die Zukunft der Feuerwehren
die Förderung von Sondergeräten, wie der ich meinen herzlichen Dank aussprechen. zu stellen. Wir wollen die Leidenschaft und
mobile Großlüfter in Bietigheim-Bissingen Sie stellen ihre Freizeit zum Wohle der All- die Begeisterung für diese abwechslungs-
oder der Teleskoplader in Ludwigsburg gemeinheit zur Verfügung und leisten so- reiche Freizeitgestaltung mit den Möglich-
konnten mit Kreismitteln beschafft wer- mit für unseren Landkreis einen außerge- keiten unserer Kreisverwaltung unterstüt-
den. Die Beschaffung von Abrollbehältern wöhnlichen Beitrag. zen. Die mehr als 3.500 aktiven Mitglieder
im Zuge des Wechselladerkonzeptes für Die landkreisweiten Einrichtungen wie die in den 44 Feuerwehren unseres Landkrei-
den Landkreis Ludwigsburg ist mitten in Katastrophenschutzstäbe und die Inte ses haben es verdient!
der Umsetzung. Aufbauend auf die kom- grierte Leitstelle wurden beziehungsweise
munale Gerätevorhaltung werden für be- werden auf den neuesten technischen Dr. Rainer Haas
sondere Schadenslagen Abrollbehälter mit Stand gebracht. Vor allem der Führungs- Landrat des Landkreises Ludwigsburg
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8 Amoksystem oder normenkonformes Notfall- und
Gefahrenreaktionssystem (NGRS)?
Ausschließlich die aus der Not entstandenen neuen Technologien in der Kommunikations-
und Alarmübertragungstechnik werden dem Ernst der Lage einer Amoktat gerecht.
Die alte, oft noch analoge Welt der Amok-Alarmtaster mit Anschluss an eine Einbruch-
oder Brandmeldeanlage birgt unausweichliche und belastende Falschalarmrisiken.
Ca. 50 Falschalarme aus Amok-Alarmsystemen sind allein in Baden-Württemberg
registriert (2016).
Was den handelnden Personen wirklich hilft,
sind IP-basierende, bidirektionale, hochverfügbare und sich
selbst überwachende Systeme, mit Hilfe derer die Hilfeleister
1. gezielt mit Ansprechpartnern im Objekt kommunizieren können
2. Feedback zur Lage erhalten
3. dem Hilferufenden klare Ansagen und Hilfestellungen geben
können
Erste Erkenntnisse daraus?
Verwaltungsvorschriften und Krisenpläne für Schulen waren ein
erster und guter Schritt aus den Erfahrungen vieler Amoktaten;
Auf- und Nachrüstungen bestehender Brandmelde- und Beschal-
lungsanlagen in vielen Schulen durch manuelle D
ruckknopfmelder
weitere Schritte.
Problem „Falschalarm“
Manuelle Druckknopfmelder bergen die Gefahr mutwilligen oder
auch versehentlichen Alarmauslösens. Ein modernes autorisiert-
auslösbares NGRS von Bosch hilft, Falschauslösungen auf ein
Minimum zu reduzieren, schließlich sind traumatische Auswir-
kungen und Kosten bei Fehleinsätzen nicht geringer als bei
Wenn jede einem Ernstfall. Wer schon einmal mit traumatisierten Schülern
und Eltern gearbeitet hat, weiß die Folgen abzuschätzen.
Sekunde zählt.
NGRS nach DIN VDE V 0827
Ein auf Amoksituationen abgestimmtes Alarmierungs- und Kom-
munikationssystem mit Aufschaltung auf die Polizei kann hier im
Gefahrfall massiv unterstützen. Die für solche Fälle neu ins L eben
gerufene und mittlerweile etablierte DIN VDE V 0827:07-2016
definiert – Notfall- und Gefahrenreaktionssystem (NGRS). Ein Not-
fall- und Gefahrensprachsystem (NGS) aus dem Hause Bosch
Sicherheitssysteme GmbH unterstützt die einsatztaktischen
Belange der Polizei und Rettungskräfte. Es ist die Polizei, die im
Alarmfall entscheidet, ob eine Sprechverbindung mit der aus
gelösten Sprechstelle aufzubauen ist, um erstes Feedback/ Lage-
informationen zu erhalten.
Was aber hat das mit den Belangen der Feuerwehr zu tun?
Einsätze dieser Art fordern sämtliche Hilfs- und Rettungskräfte
bis an ihre Grenzen. Es ist damit zu rechnen, dass in so einer
Situation auch eine vorhandene Brandmeldeanlage ausgelöst
wird. Ein Widerspruch drängt sich auf in der Frage von „Rückzug“
Einfach schneller vor Ort. bei einem Amokalarm und „Evakuierung“ bei einem Brandalarm.
Bosch Sicherheitssysteme GmbH Dieser ist im Vorfeld einer NGRS-Installation im Rahmen einer
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Risikobewertung mit Polizei und Feuerwehr abzuklären.
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Am Ende stellt sich nicht die Frage, ob sich ein Fall wie 2009 in
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Winnenden wiederholt, sondern nur wann, wo und in welchem
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Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgAktuell
Ehrungen im Jahr 2017 9
Ehrungen Deutsches Feuerwehr- Thomas Gerblich (Bietigheim-Bissingen)
des Kreisfeuerwehrverbandes Ehrenkreuz in Bronze Thomas Grau (Sachsenheim)
Ludwigsburg Marko Horwath (Walheim) Manfred Gries (Erligheim)
Ehrenzeichen Johann Schreiber Martin Grözinger (Eberdingen)
des KFV Ludwigsburg (Ludwigsburg) Andi Heilemann (Sachsenheim)
Bürgermeister Ralf Trettner Peter Hirt (Werkfeuerwehr
(Pleidelsheim) Bosch Schwieberdingen)
Martin Bäßler Ehrungen des Landes Norbert Hoen (Ditzingen)
(Korntal-Münchingen) Baden-Württemberg Holger Lippik (Gemmrigheim)
Sascha Hänig (Affalterbach) Feuerwehr-Ehrenzeichen Thomas Höschele (Gerlingen)
Erich Härer (Murr) des Landes BW in Gold Trinkner Jochen (Gemmrigheim)
Matthias Henke Karl-Heinz Fein (Erligheim) Sascha Kalmbach (Remseck)
(Korntal-Münchingen) Ottmar Fellmann Michael Knoll (Benningen)
Jürgen Jetter (Freiberg (Markgröningen) Markus Köck (Bietigheim-Bissingen)
Hartmut Geidel (Großbottwar) Matthias Kübler (Ditzingen)
Ehrenmünze in Bronze Dietmar Geiger (Remseck) Tanja Lutz (Ludwigsburg)
des KFV Ludwigsburg Helmut Gommel (Ditzingen) Matthias Motzer (Oberriexingen)
Wolfgang Bartetzko (Marbach) Erich Hämmerle (Markgröningen) Andreas Müller (Sachsenheim)
Jörg Behrendt (Remseck) Martin Hönes (Korntal-Münchingen) Thomas Nägele (Hessigheim)
Florestan Dieterich (THW Ludwigsburg) Jürgen Klein (Ludwigsburg) Emil Niedrig (Werkfeuerwehr
Michael Herzer (Oberstenfeld) Mathias Knieriem (Remseck) Bosch Schwieberdingen)
Eberhard Mayer (Besigheim) Arnold Kohler (Ludwigsburg) Schlayer Oliver (Gemmrigheim)
Thomas Peregovits (Besigheim) Dieter König (Ludwigsburg) Florian Ott (Oberriexingen)
Thomas Schmidt (Korntal-Münchingen) Martin Kudec (Ludwigsburg) Thomas Peregovits (Besigheim)
Kurt Otto Lämmle (Pleidelsheim) Michael Peregovits
Wilfried Pribil (Marbach) (Werkfeuerwehr BASF Besigheim)
Ehrungen Joachim Schmitt (Korntal-Münchingen) Detlef Pflüger (Eberdingen)
des Landesfeuerwehrverbandes Albrecht Wais (Schwieberdingen) Heiko Pflüger (Sachsenheim)
Ehrenmedaille in Silber Bernhard Zink (Eberdingen) Oliver Pirgl (Erligheim)
des LFV Magnus Ratuschny (Vaihingen)
Markus Giek (Möglingen) Maik Rendle (Freiberg)
Ehrungen des Landes Jochen Reuschle (Besigheim )
Baden-Württemberg Steffen Schilling (Gerlingen)
Feuerwehr-Ehrenzeichen Jürgen Schlotterbeck (Sachsenheim)
des Landes BW in Silber Markus Schnell (Marbach)
Axel Antony (Tamm) Michael Scholz (Benningen)
Sven Auch (Remseck) Michael Schuster (Remseck)
Ehrungen des Deutschen Wolfgang Auch (Remseck) Valentin Seiter (Remseck)
Feuerwehrverbandes Rüdiger Beck (Eberdingen) Ulrich Spissmann (Sachsenheim)
Deutsche Feuerwehr- Markus Belzner (Eberdingen) Wolfgang Veyhl (Tamm)
Ehrenmedaille Volker Borth (Kornwestheim) Martin Waibler (Bönnigheim)
Landrat Dr. Rainer Haas Gerd Detelmann (Eberdingen) Thorsten Wanner (Eberdingen)
Marc Eckhardt (Korntal-Münchingen) Thorsten Weiß (Ingersheim)
Markus Fett (Sachsenheim) Oliver Zaiser (Korntal-Münchingen)
Antonios Fotiou
Deutsches Feuerwehr- (Werkfeuerwehr BASF Besigheim)
Ehrenkreuz in Silber Ulrich Freyburger (Vaihingen)
Jürgen Bihlmaier (Ludwigsburg) Jochen Fritz (Freiberg)
Walter Blum (Marbach) Joachim Geiser (Werkfeuerwehr
Wilfried Pribil (Marbach) Bosch Schwieberdingen)
Rainer Weiss (Benningen)
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgAktuell
10
„Trennen und schneiden“ lautete das Übungsthema in Affalterbach. www.youtube.com/watch?v=_SdpVJbeWa0&feature=youtu.be
Kreisfeuerwehr im
Scheinwerferlicht
Es ist vollbracht! Eine Idee vom März des vergangenen Jahres Das Thema „Feuerwehr“ bestimmt unseren Alltag – im Job, in der
steht nun als professionelles Filmwerk zur Verfügung. Der Vor- Familie, bei den Freizeitaktivitäten. Ohne Piepser geht man nicht
schlag zur Erstellung eines Imagefilmes des Kreisfeuerwehr- aus dem Haus, der Autoschlüssel ist immer greifbar, im Hotelzim-
verbandes wurde vom Verbandsausschuss und auch von den mer achten wir auf den Brandschutz. Wenn Feuerwehr einerseits
Kommandanten des Landkreises gutgeheißen, sodass im Mai unser tägliches Handeln beeinflusst, so gibt es uns doch ande-
die konkreten Planungen beginnen konnten. Ursprünglich be- rerseits auch viel Gutes: Anerkennung, Zufriedenheit, Mut oder
absichtigte die Kreisfeuerwehr eine Realisierung über die welt- Menschlichkeit gehören zu den Tugenden, mit denen der Dienst
weit bekannte Ludwigsburger Filmakademie, erste Kontakte in der Feuerwehr eng verbunden ist.
waren umständlich und – aufgrund der finanziellen Vorgaben An insgesamt sechs Drehtagen waren Filmteam und Feuerwehr
– ernüchternd zugleich. gemeinsam im Einsatz. Bis zu sechs Drehorte pro Drehtag standen
„Nicht aufgeben!“ lautete das Motto und die Beharrlichkeit sollte im Drehbuch, über 130 Feuerwehrangehörige aus 40 Gemeinden
sich lohnen. Mit Hanna Fischer trafen die Macher eine Absolven- mussten den einzelnen Szenen mit einem detaillierten Zeitplan
tin der Ludwigsburger Filmhochschule, die als Regisseurin nicht zugeordnet werden. Zum Drehplan der Regisseurin organisierte
nur wertvolle Feuerwehr-Filmerfahrung, sondern auch viel Empa- Kreis-Pressesprecher Andreas Häcker für jede Szene die dazu ge-
thie für das ehrenamtliche Engagement mitbrachte. Ihr vorge- hörigen Darsteller samt den erforderlichen Gerätschaften.
schlagenes Konzept gefiel: nicht etwa der abgeschlaffte Image- Hanna Fischer wollte in diesem Imagefilm nicht eine vollkommene
film von der Alarmierung über den Löscheinsatz bis zum kame- Darstellung der Feuerwehr vom Rettungsknoten über die Feuer-
radschaftlichen Nachtrunk stand in ihrem Drehbuch. Stattdessen wehrmusik bis hin zum Gefahrgutzug präsentieren, sondern am
war es ihr wichtig, am Beispiel ausgewählter Protagonisten das Beispiel unterschiedlicher von Kommandanten vorgeschlagener
Feuerwehrleben zu skizzieren. Protagonisten das Leben in einer Feuerwehr portraitieren. Das
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgAktuell
11
Fahrzeuge aus drei Gemeinden unterstützen beim Löschangriff in Kornwestheim. Die Filmpremiere war erfolgreich!
wollte sie im Übrigen nicht nur, sondern das hat sie auch erfolg- Beim Jahresabschluss der Kreisfeuerwehr in Steinheim hatte das
reich umgesetzt! Gemeinsam mit Kameramann Oliver Völkel, dem erfolgreich abgeschlossene Projekt seine Welturaufführung. Im
Mann für den guten Ton Frank Carsten Walter und Andreas Pfeifer, Beisein von Regisseurin Hanna Fischer und Kameramann Oliver
zuständig für die eigens komponierte Filmmusik, entstand der Völkel wurde das 7-Minutenwerk erstmals öffentlich gezeigt. Die
Imagefilm. Dabei ist es tatsächlich geglückt, alle 40 Wehren des Resonanz beim Premierepublikum war sehr positiv, alle 40 Feu-
Landkreises im Film in der einen oder anderen Form zu integrie- erwehren sind vertreten! Ab sofort ist der Film im Internet abruf-
ren. Übungsteilnehmer, Funkgespräche, Einsatzszenen oder Dreh bar und steht den Wehren für ihre Öffentlichkeitsarbeit zur Verfü-
orte wurden so ausgewählt, dass jede Gemeindefeuerwehr sich gung.
in diesem Film wiederfindet. Bei der kurzen Dauer eines Imagefil- Dr. Andreas Häcker
mes sind es notgedrungen pro Wehr im Durchschnitt nur wenige
Sekunden – aber alle sind vertreten! Und dieses Faktum hatte Sarah Häußler rettet über den Korb der Drehleiter.
höchste Priorität, da dankenswerter Weise auch alle Kommunen
des Landkreises das Projekt mit einem Geldbetrag unterstützten
und dadurch die Realisierung endgültig sicherten.
Ein herzliches Dankeschön an das Filmteam, an die drei Interview
partner, an alle Feuerwehrkameraden und -kameradinnen, die ge-
duldig an den sechs Drehtagen Klappe für Klappe mitwirkten und
– last but not least – an Bürgermeister Steffen Döttinger, der bei
seinen Kollegen im Kreis maßgeblich für die Finanzierung plädierte.
Regieanweisung für den Gruppenführer.
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgAktuell
12 Feuerwehrtermine 2018
Wann Was Wo
21. – 23.4 Feuerwehrfest Möglingen
21. – 23.4. Frühlingsfest der Feuerwehr Oberstenfeld
24.4. Ausschusssitzung Kreisfeuerwehrverband
28.4. Hauptübung Mundelsheim
28.4. Maifest Marbach-Rielingshausen
28. – 29.4. „Tag der offenen Tür“ Affalterbach
28. – 29.4. „Tag der offenen Tür“ Löchgau
29. – 30.4. Hoffest und Maibaumaufstellen Hardt- und Schönbühlhof
30.4. Maibaumaufstellung Eberdingen
5.5. Abnahme Leistungsabzeichen Bönnigheim
5.5. Kreispokalturnier Jugendfeuerwehr Markgröningen
9.5. Burger & Bar Eberdingen-Hochdorf
12. – 13.5. „Tag der offenen Tür“ Marbach
2. – 4.6. „Tag der offenen Tür“ Asperg
16. – 17.6. Retro Classic meets Barock, s. nebenstehender Bericht Ludwigsburg
16. – 17.6. Feuerwehr-Hocketse Ditzingen-Schöckingen
22. – 24.6. Kommandantenseminar Feuerwehrhotel St. Florian
23. – 24.6. „Tag der offenen Tür“ Vaihingen/Enz
3.7. Ausschusssitzung Kreisfeuerwehrverband
14. – 22.7. Landesfeuerwehrtag Heidelberg
14. – 15.7. „Tag der offenen Tür“ Eberdingen-Nussdorf
21. – 22.7. Floriansfest Vaihingen/Enz - Kleinglattbach
12.8. „Tag der offenen Tür“ Großbottwar
18. – 19.8. „Tag der offenen Tür“/Gaisgrabenfest Freudental
15. – 17.9. „Tag der offenen Tür“ Vaihingen/Enz-Ensingen
25.9. Ausschusssitzung Kreisfeuerwehrverband
5.10. Lehr- und Informationsfahrt Kreisfeuerwehrverband
27. – 28.10. Oktoberfest Bönnigheim
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgAktuell
13
Wann Was Wo
9.11. „Tut, was Eures Amtes ist“ Kreisfeuerwehrverband
10.11. Abnahme Leistungsabzeichen Remseck am Neckar
10.11. Hauptübung Pleidelsheim
22.12. 18. Christbaumfest Eberdingen-Nussdorf
31.12. Holzverkauf Pleidelsheim
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Von der pferdegezogenen Handdruckspritze bis zur historischen Drehleiter
veranschaulichen die Exponate die Motorisierung im Feuerwehrwesen
in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Liebevoll restaurierte und gut erhaltene Fahrzeuge aus Feuerwehren
des Landkreises präsentieren sich nach einer Sternfahrt
durch den Landkreis in der am Sonntag
stattfindenden Sonderausstellung den Besuchern.Aktuell
14
„Tage der offenen Tür“ bei
den Feuerwehren
im Landkreis
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgAktuell
Die Landesfeuerwehren zu Gast in Heidelberg
15
Kommen Sie mit
zu den Wurzeln
Die Landesfeuerwehrtage in Baden-Württemberg werden alle fünf
Jahre vom Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg organi-
siert. Ein Event, bei dem nicht nur die Aufgaben und Tätigkeiten
der Feuerwehr im Fokus stehen, es ist auch ein Treffpunkt für alle
FEUERWEHR IS Feuerwehrangehörigen aus ganz Baden-Württemberg. Stadt und
COMING HOME Feuerwehr Heidelberg richten die Veranstaltung vom 14. – 22. Juli
2018 in der Neckarstadt aus.
SEI DABEI: BEIM Am 5. Mai 2018 wäre der 200. Geburtstag von Carl Metz. Was
LANDESFEUERWEHRTAG lag da näher, als den Geburtstag dort zu feiern, wo einst alles
VOM 14.-22. JULI 2018 begann, eben in Heidelberg. So steht der 12. Landesfeuerwehr-
IN HEIDELBERG tag auch im Zeichen von Carl Metz.
Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die Veranstaltung. In-
teressante Fachvorträge, Symposien zu umfassenden und aktu-
ellen Themen rund um Feuerwehr, Einsatz u. v. m. werden von
namhaften Referenten durchgeführt. Internationale Feuerwehr-
wettbewerbe, Wertungsspielen der Feuerwehrmusik, Wettbewerb
für historische Handdruckspritzen, Leistungsabzeichen und Ge-
schicklichkeitsfahren verdeutlichen die Leistungsfähigkeit der
Feuerwehren.
Abgerundet wird die Veranstaltung durch verschiedenste Ausstel-
lungen und Präsentationen von moderner Technik, Fachgebieten,
bis zu historischen Fahrzeugen und Geräten. Interessant für Feu-
erwehren und Öffentlichkeit gleichermaßen.
Das Schönste an unserer Geschichte?
Die Zukunftsvision.
Seit Sekunde 1 verwirklichen wir automobile Träume. Deshalb machen wir auch am 70. Geburtstag
der Marke Porsche keinen Stopp. Sondern wir starten direkt durch – weiter in Richtung Zukunft.
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Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgIm Einsatz
16
16
2017 in Zahlen
3.693
Einsätze
1.697 Einsätze
Technische Hilfeleistung
Die häufigste Einsatzart ist die Technische Hilfeleistung,
weit vor Brandeinsätzen. Das Einsatzspektrum ist sehr vielfältig
und umfasst unter anderem: Rettung bei Unfällen mit Fahrzeugen
aller Art, absturzgefährdeter Personen und Teile, Hilfe bei
Hochwasser/Überschwemmung, Sturm- und Unwetterschäden
u. v. m.
849 Brand-Einsätze,
davon 32 Großbrände
„Brände löschen“ ist der „klassische“ Einsatzbereich
der Feuerwehr. Eingeteilt werden diese in
Groß-, Mittel- und Kleinbrand sowie
Brandnachschau oder bereits gelöschte Brände.
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgIm Einsatz
17
17
449 Rettungen
449 Menschen wurden von unseren Feuerwehren
geborgen. 381 Personen konnten lebend gerettet
werden.
Leider waren auch 68 Tote zu beklagen.
129 Gefahrguteinsätze
Säuren, Laugen und andere gefährliche Chemikalien sind in der
Industrie und im Güterverkehr weit verbreitet. Ein unkontrollierter
Austritt solcher Stoffe bedeutet für Mensch und Umwelt oftmals
ein hohes Risiko und gibt Anlass zur Alarmierung der Feuerwehr.
835 Fehlalarme
davon 29 böswillige.
265 Sonstige Einsätze
Hinter den sonstigen Einsätzen verbirgt sich ein weites Feld sehr
wichtiger Aufgaben. Dazu gehören z.B. die Öffentlichkeitsarbeit
in Form von Brandschutzerziehung und -aufklärung in Schulen,
Fachvorträge, -diskussionen und -veranstaltungen sowie die
Unterweisung und Ausblidung von externen Personen (nicht
Feuerwehr), aber auch Absperraufgaben bei Veranstaltungen.
Stärkemeldung
39 3.102 731
43
Feuerwehren
Freiw. Feuerwehren 3.343 männlich 38
Jugendfeuer-
Jungen
Aktive
4 241 wehren 134
Werkfeuerwehren weiblich Mädchen
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgIm Einsatz
18
Beim Eintreffen der Feuerwehr standen alle Balkone in Vollbrand (Handy-Bild). Nach dem Einsatz: drastische Schäden am ganzen Haus.
Brand in
Korntal-Münchingen
Am Morgen des 20.10.2017 wurde die Feuerwehr Korntal-Mün- iese sehr zugestellt war. Durch den Einsatz von Lüftern und mo-
d
chingen um kurz nach 4.00 Uhr mit dem Einsatzstichwort „B3 bilen Rauchverschlüssen konnte der Treppenraum weitestgehend
– Brand in Gebäude“ in den Schlesierweg in den Stadtteil Korn- rauchfrei gehalten werden.
tal alarmiert. Gemäß der Alarm- und Ausrückeordnung rücken Mittlerweile war durch die Polizei bekannt geworden, dass in dem
bei diesem Stichwort zwei Kommandowagen, drei Löschfahr- betroffenen Gebäude 16 Personen gemeldet sind. Davon waren
zeuge und die Drehleiter aus. drei Personen gesichert nicht zu Hause, neun erwachsene Bewoh-
Beim Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges der Abteilung Korntal ner und zwei Kleinkinder konnten sich selbständig retten und zwei
um 4.11 Uhr standen alle Balkone eines viergeschossigen Mehr- Personen galten als vermisst. Aufgrund der Lage wurde um 4.20
familienhauses in Vollbrand. Uhr die Feuerwehr Hemmingen mit der Führungsgruppe und kurze
Das Feuer hatte durch die Balkontüren auf mehrere Wohnungen Zeit später mit zwei weiteren Löschfahrzeugen sowie die Feuer-
übergegriffen, zudem drohte ein Flammenüberschlag auf das wehr Leonberg mit dem Abrollbehälter Atemschutz nachalarmiert.
Dachgeschoss. Außerdem wurde der diensthabende Kreisbandmeister an die Ein-
Mehrere Bewohner konnten sich bereits vor dem Eintreffen der satzstelle alarmiert.
Feuerwehr selbstständig ins Freie retten, es war jedoch unklar, Währenddessen meldeten die Trupps im Innenangriff, dass die
ob sich zu diesem Zeitpunkt noch weitere Personen in den Woh- Brandwohnungen durchsucht und keine Personen gefunden
nungen befanden. wurden. Außerdem meldete ein Trupp, der mittlerweile ins Dachge-
Aufgrund der ersten Lagemeldung entschied sich der noch auf der schoss vorgedrungen war, dass es im Bereich des Daches ebenfalls
Anfahrt befindliche Einsatzleiter, ein weiteres Löschfahrzeug der brannte, woraufhin die Drehleiter mit einem Wenderohr in Stellung
Abteilung Münchingen zur Einsatzstelle abrücken zu lassen. Als ers- gebracht wurde. Mithilfe dieser wurde die Dachhaut geöffnet, um
te Maßnahme wurde vom Löschfahrzeug der Abteilung Korntal ein besser an die Brandnester zu gelangen.
B-Rohr im Außenangriff vorgenommen, um ein Übergreifen des Feu- Zu diesem Zeitpunkt hatten die Trupps im Innenangriff den Brand
ers auf den Dachstuhl zu verhindern und den Brand zu bekämpfen. in den Wohnungen unter Kontrolle gebracht und wurden von weite-
Zwischenzeitlich machte sich auf der Gebäuderückseite eine P erson ren Atemschutztrupps abgelöst. Diese durchsuchten auch die nicht
an einem Fenster im dritten Obergeschoss bemerkbar. Umgehend direkt vom Brand betroffenen Wohnungen nach Personen, die Su-
wurde eine Rettung über die dreiteilige Schiebleiter eingeleitet. che verlief ebenfalls ergebnislos.
Nachdem um 4.15 Uhr die ersten Fahrzeuge der Abteilung Die verbrauchten Pressluftatmer konnten am zwischenzeitlich
Münchingen eintrafen, wurden drei Rohre von drei Trupps im eingetroffenen Abrollbehälter Atemschutz gegen neue Geräte ge-
Innenangriff vorgenommen. Die Trupps im Innenangriff durch- tauscht werden.
suchten die Brandwohnungen nach den vermissten Bewohnern Da nun sicher war, dass sich keine Personen mehr im Gebäude
und begannen mit der Brandbekämpfung. Das Vorankommen in befanden, konnten sich die Trupps auf die umfangreichen Nach-
einer der drei Brandwohnungen gestaltete sich schwierig, da löscharbeiten konzentrieren. Aufgrund der Gegebenheiten in den
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgIm Einsatz
19
Der DRK Ortsverein versorgte die Betroffenen. Die Brandbekämpfung von innen erfolgte durch das Treppenhaus.
Im Bereich des Daches brannte es ebenfalls. Dichte Rauchwolken erschwerten die Löscharbeiten. Das ganze Ausmaß war nach dem Einsatz zu sehen.
betroffenen Wohnungen waren diese sehr Im Laufe des Einsatzes wurden alle Bewoh- missten Personen handelte. Die zweite ver-
zeit- und personalintensiv und das Feuer ner durch den Rettungsdienst gesichtet. misste Person befand sich zum Zeitpunkt
flackerte an verschiedenen Stellen immer Verletzt wurde glücklicherweise niemand. des Brandes nicht im Gebäude.
wieder auf. Um auch die letzten Glutnester Die betroffenen Personen konnten über- Im Einsatz waren 70 Einsatzkräfte der
ablöschen zu können, mussten die betrof- gangsweise in der Sporthalle einer nahege- Feuerwehren Korntal-Münchingen, Hem-
fenen Zimmer teilweise ausgeräumt wer- legenen Schule untergebracht werden. Sie mingen und Leonberg mit zwölf Fahrzeu-
den. wurden dort durch die alarmierten Bereit- gen sowie der stellvertretende Kreisbrand-
Gegen 7.30 Uhr morgens waren die Nach- schaften der DRK Ortsvereine Korntal und meister mit seinem Fahrzeug. Auf Seiten
löscharbeiten abgeschlossen. Die aufgebro- Münchingen und Vertreter der Stadtverwal- des Rettungsdienstes und des Bevölke-
chenen Wohnungen, welche nicht direkt tung bis in den Nachmittag betreut. Noch rungsschutzes waren 19 Kräfte mit neun
vom Brand betroffen waren, wurden durch während des Einsatzes stellte sich heraus, Fahrzeugen vor Ort.
die Feuerwehr verschlossen und die Einsatz- dass es sich bei der über die Schiebleiter
stelle konnte der Polizei übergeben werden. geretteten Person um eine der zwei ver- Th. Bräuner
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Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgIm Einsatz
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Wasserschutzgebiet durch
Farbeimer bedroht
Die Aufräumarbeiten zogen sich lange in den folgenden Samstag hinein.
Am 6.10.2017 verunglückte ein mit Farbe beladener Sattelzug auf der Bundes Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab,
autobahn 81 bei Asperg. 20 Tonnen Farbprodukte ergossen sich über alle drei Fahr- stellte den Brandschutz sicher, leuchtete
spuren und drohten in ein Wasserschutzgebiet zu laufen. Die Feuerwehr war zehn die Einsatzstelle aus und klemmte die
Stunden im Einsatz, um die drohende Gefahr für die Umwelt abzuwenden. Fahrzeugbatterien ab. Feuerwehrangehöri-
ge in Schutzkleidung und mit Atemschutz-
geräten ausgerüstet, sichteten anschlie-
In der Nacht von Freitag auf Samstag war kehrsunfall mit Lkw auf die A 81 alarmiert. ßend die havarierte Ladung in dem, auf
ein 32-Jähriger mit seinem Sattelzug auf Ein Rüstwagen aus Ludwigsburg und meh- der Seite liegenden, Sattelauflieger. In mü-
der A 81 in Richtung Würzburg unterwegs. rere Fahrzeuge von Rettungsdienst und Po- hevoller Handarbeit mussten die als Ge-
Vermutlich aufgrund gesundheitlicher lizei rückten ebenfalls zum Unfallort aus. fahrgut deklarierten Behältnisse von der
Probleme verlor er 500 Meter vor der Kurz nach dem Eintreffen der ersten Ret- restlichen Beladung separiert und in
Anschlussstelle Ludwigsburg-Nord die
tungskräfte konnte der Lkw-Fahrer verletzt Bergebehältern des Gerätewagens Gefahr-
Kon trolle über sein Fahrzeug. Der voll aus dem völlig zerstörten Führerhaus gut gesichert werden.
beladene Sattelzug kippte auf die Seite, gerettet werden. Ein Großteil der Ladung Um zu verhindern, dass die wassergefähr-
blieb quer zur Fahrbahn liegen und blo- bestand aus unterschiedlichen Fassaden- denden Stoffe in ein nahegelegenes Re-
ckierte alle drei Fahrspuren. Wie durch ein farben und Fassadenputzen. Sie enthiel- genrückhaltebecken gelangten, wurden
Wunder wurden keine weiteren Fahrzeuge ten unter anderem Siliconharz und Silicon- die Kanaleinlaufschächte der Autobahn
in das Unfallgeschehen verwickelt. öl. Mehrere Tonnen der Ladung waren als sofort mit Kanaldichtkissen verschlossen.
Kurz nach Mitternacht wurden die Feuer- Gefahrgut gekennzeichnet und enthielten So konnte die Farbe im Kanalsystem ange-
wehren aus Asperg und Möglingen zum Ver- stark wassergefährdende Stoffe. staut und später abgesaugt werden. Das
Teile der Ladung waren als Gefahrgut gekennzeichnet. Mühevolle Handarbeit: die verschiedenen Gebinde mussten getrennt werden.
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgIm Einsatz
21
Einsatz-Daten:
Übersicht Einsatzkräfte:
Feuerwehr: 92
Rettungsdienst: 6
Landespolizei: 8
Übersicht Einsatzfahrzeuge:
FF Asperg: 7 Fahrzeuge
FF Möglingen: 4 Fahrzeuge
FF Tamm: 3 Fahrzeuge
FF Ludwigsburg: 1 Fahrzeug
Kreisbrandmeister: 1 Fahrzeug
Rettungsdienst: 3 Fahrzeuge
Landespolizei: 4 Fahrzeuge
Dass der Auflieger auf der Seite lag, erschwerte die Bergungsarbeiten zusätzlich.
Becken liegt in einem Wasserschutzgebiet, Polizei ab. Das gemeinsame Ziel war es, die was die kräftezehrende Bergung zusätzlich
in dem sich die Asperger Altach-Quelle be- erforderliche Vollsperrung der Autobahn erschwerte. Mit mehreren Löschfahrzeugen
findet. Der Überlauf des Beckens führt au- schnellstmöglich aufzuheben. wurde im Pendelverkehr Wasser zur Reini-
ßerdem über den Altachgraben unmittel- Neben einem Saugwagen wurden auch gung der Verkehrsfläche zugeführt. Zusätz-
bar in den Monrepos-See. mehrere Sondermüll-Container eines Ent- lich kamen drei Hochdruckreiniger und zwei
Aus dem beschädigten Kraftstofftank der sorgungsunternehmens und zusätzliche Spezialkehrmaschinen zum Einsatz.
Sattelzugmaschine pumpten Einsatzkräfte Einsatzkräfte der Feuerwehr Tamm angefor- Durch ein Bergungsunternehmen wurde
zeitgleich mehrere Hundert Liter Diesel- dert. Insgesamt mussten mehr als 1.300 der Sattelzug wieder aufgerichtet und
kraftstoff in einen mobilen Auffangbehälter. Eimer von Hand entladen werden. Ein Groß- nach einer Grobreinigung von der Auto-
Der Einsatzleiter stimmte die weitere Vorge- teil der 15-Liter-Eimer und Kanister war be- bahn geschleppt. Nach über zehn Stunden
hensweise mit dem Kreisbrandmeister, der schädigt, undicht und instabil. Die Helfer war der Feuerwehreinsatz beendet.
unteren Wasserschutzbehörde des Land- standen im Sattelauflieger knöcheltief in
ratsamtes, der Autobahnmeisterei und der einer Mischung aus Farbe, Putz und Harz, Stefan Fritz
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgIm Einsatz
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Einsatz-Ticker
15.1.2017 | Gärtnerei wird Raub der Flammen
Eine Kerze hatte am Sonntag gegen 19.10 Uhr den Christ-
baum in einem Haus in Sersheim in Brand gesetzt. Eine Be-
wohnerin wollte das Feuer zunächst selbst löschen, musste
sich jedoch nach kurzer Zeit ins Freie retten. Das Feuer griff
vom Wohnhaus in einen angrenzenden Verkaufsraum über. Es
waren 15 Fahrzeuge mit 74 Mann der Feuerwehren, zwei
Fahrzeuge vom Rettungsdienst und zwei Streifenwagen der
Polizei im Einsatz. Die Frau erlitt eine leichte Rauchvergiftung
und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.
23.1.2017 | Dachstuhlbrand fordert Einsatzkräfte
Beim Eintreffen der ersten Kräfte drang dichter Rauch aus
dem Dach des Gebäudes im Vaihinger Ortsteil Aurich. Zu die-
sem Zeitpunkt war bereits kein Innenangriff mehr möglich.
Mit dem Wenderohr der Drehleiter und mehreren C-Rohren
wurde ein massiver Außenangriff gewählt. Um die Wasserver-
sorgung zu gewährleisten, wurde eine doppelte Schlauchlei-
tung mit dem SW-2000 vom Kreuzbach zur Einsatzstelle ge-
legt. Hierzu wurde der Kreuzbach aufgestaut. Nachdem das
Feuer von außen weitgehend unter Kontrolle gebracht wurde,
konnten die Atemschutztrupps in das Gebäude vorgehen und
die Glutnester ablöschen. Dies gestaltete sich als langwierig,
da das Gebäude groß war und über mehrere Stockwerke
brannte. Die Abteilung Aurich stellte im Anschluss noch eine
Brandwache, die bis in die Abendstunden vor Ort blieb.
25.1.2017 | Brand in einer Wohnung
Am Nachmittag wurde die Feuerwehr wegen eines Woh-
nungsbrandes in Affalterbach-Wolfsölden alarmiert. An einer
elektrischen Heizungsanlage war ein Feuer entbrannt. Um
eine Rauchausbreitung zu vermeiden, wurde ein Rauchvor-
hang angebracht. Mit Verdacht auf Rauchvergiftung wurde
die Bewohnerin in ein Krankenhaus gebracht, der DRK-Orts-
verein Affalterbach sicherte die Einsatzkräfte ab und betreu-
te weitere Bewohner des Hauses. Die Feuerwehren Marbach
und Erdmannhausen und die Polizei waren mit im Einsatz.
16.4.2017 | Drehleiter für Eichelhäher im Einsatz
Am seidenen Faden hing das Leben eines Eichelhähers, bis er
über die Ditzinger Drehleiter gerettet wurde. Der Vogel hatte
sich in einer Schnur verfangen und hing kopfüber in 15 Metern
Höhe an einem Tannenzweig. Anwohner verständigten den
Tierschutzverein, der schließlich die Unterstützung der Feuer-
wehr nachforderte. Die Tierschützer brachten den verletzten
Vogel zu einem Tierarzt.
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgIm Einsatz
23
20.4.2017 | Porsche nach Unfall in Flammen
Geblendet vom Gegenverkehr geriet der Fahrer eines Porsches
von der Fahrbahn ab. In dessen Folge setzte das Fahrzeug meh-
rere Meter in einer Wiese zurück, überschlug sich und kam auf
dem Dach zum Liegen. Fahrer und Beifahrer konnten sich
durch die gesplitterte Heckscheibe ins Freie retten, bevor das
Fahrzeug in Flammen aufging. Die Feuerwehr Eberdingen lösch-
te den Brand und unterstützte Polizei und Abschleppdienst bei
ihren Maßnahmen.
26.4.2017 | Kamin entzündet sich
Die Feuerwehr Ditzingen wurde zu einem Kaminbrand im Ge-
wann Langes Land gerufen. Ein aufmerksamer Passant hatte
Funkenflug aus dem Kamin eines Aussiedlerhofes bemerkt. Mit
Hilfe der Drehleiter gelangten die Einsatzkräfte an die Schorn-
steinmündung, reinigten den Kamin von oben und entfernten
damit den brennenden Glanzruß.
18.5.2017 | Gartenhaus wird Raub der Flammen
Bereits auf der Anfahrt war eine Rauchsäule zu sehen. Vor
Ort wurde eine bereits in Vollbrand stehende Scheune festge-
stellt. Umgehend wurde ein Löschangriff mittels zwei C-Roh-
ren unter schwerem Atemschutz begonnen. Um ausreichend
Wasser an der Einsatzstelle zur Verfügung zu haben, wurde
mit zwei Löschfahrzeugen ein Pendelverkehr eingerichtet. An-
schließend wurde das Gebäude noch mit der Wärmebildkame-
ra kontrolliert und letzte Glutnester abgelöscht.
22.5.2017 | Mit Gasflaschen beladener Lkw stürzt um
Von Neckarrems in Richtung Fellbach kam ein Lkw ins Schlin-
gern. Der Anhänger stürzte dabei um und die Ladung verteilte
sich auf der Landstraße L 1197. Mit Wasserwerfern wurde der
Brandschutz sichergestellt und die 300 Gasflaschen von Feuer-
wehrkräften aus Remseck, Asperg und Ludwigsburg unter
Atemschutz optisch und mit speziellen Messgeräten geprüft, in
Spezialgitterboxen zwischengeladen und gesichert. Die Versor-
gung und Verpflegung der zahlreichen Einsatzkräfte übernahm
das DRK Remseck.
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgIm Einsatz
24
Einsatz-Ticker
1.6.2017 | Hungrige Falkenbabys gerettet
Insgesamt fünf junge Falken rettete die Feuerwehr Asperg
aus einem verwaisten Horst im Bereich des Hohenasperg.
Das Muttertier hatte sich bereits zwei Tage zuvor schwer ver-
letzt und konnte die Versorgung der Jungtiere nicht mehr
übernehmen. In enger Zusammenarbeit mit der NABU-Greif-
vogelpflegestation in Bad Friedrichshall konnte der Horst loka-
lisiert werden. Wenig später wurden die hungrigen Tiere über
eine tragbare Leiter gerettet und für eine „Familienzusam-
menführung“ zur Falknerei in Beilstein gebracht.
19.7.2017 | Häckselplatz in Flammen
Feuerwehren aus Beilstein und Großbottwar, der Abrollbehäl-
ter Tank mit 10.000 l Wasser aus Heilbronn und der Abrollbe-
hälter Atemschutz aus Ludwigsburg wurden hinzugezogen.
Mit zwei Baggern wurde das Häckselgut auseinandergezogen
und durch drei Traktoren mit Wasserfässern abgelöscht. Be-
reits am Nachmittag war klar, dass sich der Einsatz bis in die
späten Abendstunden ziehen würde, daher wurde die Be-
leuchtungseinheit vom THW Ludwigsburg angefordert. Gegen
22.30 Uhr war der riesige Reisighaufen gelöscht.
13.8.2017 | Zwei Verkehrsunfälle am selben Ort
Die Feuerwehr Schwieberdingen wurde zu einem „Verkehrsunfall
mit eingeklemmter Person“ an die Kreuzung der Landesstraßen
1140 und 1141 gerufen. Zwei Pkw waren kollidiert, einer der bei-
den hatte sich überschlagen, einen Ampelmast gerammt und
war auf dem Dach liegengeblieben. Tatsächlich war niemand in
den Fahrzeugen eingeklemmt. Alle drei Verletzten wurden vom
Rettungsdienst versorgt und in Kliniken transportiert. Die Feuer-
wehr nahm auslaufende Betriebsstoffe auf, stellte den Brand-
schutz sicher und unterstützte Polizei und Straßenmeisterei.
27.8.2017 | Kohlenwasserstoff strömt im Rangier-
bahnhof aus Kesselwagen
Mehrere Feuerwehren, der Fachberater Chemie und der
stellv. Kreisbrandmeister waren alarmiert: Gas trat aus
einem Kesselwagen. Das Leck abzudichten schlug fehl.
Schließlich wurde die Werkfeuerwehr der BASF hinzugezogen.
Das Gas wurde in einen Ersatzkesselwagen gepumpt und mit
Stickstoff geflutet, das restliche Gas mit einer Fackel ver-
brannt. Die Kameraden der Feuerwehr Kornwestheim unter-
stützten die Ludwigshafener bei dem Einsatz.
26.9.2017 | Schwerer Unfall mit Traktorgespann
Auf Höhe eines Industriebetriebs stieß der Fahrer eines Pkw
mit einem Traktorgespann zusammen. Der Fahrer des Pkw
war beim Eintreffen der Feuerwehr in seinem stark defor-
mierten Fahrzeug eingeklemmt und wurde von Ersthelfern
betreut. Zeitgleich mit der Feuerwehr traf auch ein Rettungs-
wagen ein. Noch während die ersten Sicherungsmaßnahmen
eingeleitet wurden, verstarb der Fahrer des Pkw. Der Anhän-
ger des Traktorgespanns wurde durch die Einsatzkräfte vom
Traktor abgekuppelt und mit einem Radlader gesichert.
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgIm Einsatz
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6.10.2017 | Unfall auf der Kreisstr. Remseck-Hochdorf
Um 21.46 Uhr wurde die Feuerwehr Affalterbach zu einem Un-
fall alarmiert. Nachdem sich ein Fahrzeug mehrmals überschla-
gen hatte, wurde der verletzte Fahrer in seinem Fahrzeug medi-
zinisch versorgt. Wegen möglicher Verletzungen im Bereich der
Wirbelsäule wurde eine patientenorientierte Befreiung aus
dem Fahrzeug angestrebt. Hierzu wurde das Fahrzeug mit hy
draulischem Rettungsgerät geöffnet. Neben der Feuerwehr Af-
falterbach waren ein Notarzt, ein Rettungswagen, die Polizei
sowie die Feuerwehr Erdmannhausen an der Einsatzstelle.
14.10.2017 | Öltank muss umgepumpt werden
Durch einen Wassereinbruch kam es im Untergeschoss einer
Autowerkstatt zum Aufschwimmen eines Öltanks. Rund
2.000 l Öl liefen in die Auffangwanne des Lagerraums. In Ab-
sprache mit der Wasserschutzbehörde des Landratsamtes
pumpte die Feuerwehr Asperg mit einer Spezialpumpe über
5.000 l Wasser-Öl-Gemisch in geeignete Transportbehälter
und sicherte das noch im Lagertank befindliche Öl.
14.10.2017 | Kraftstoff brennt auf 300 m Strecke
Zu einem brennenden Pkw auf der A 81 wurden die Feuerweh-
ren Asperg und Möglingen alarmiert. Beim Eintreffen der Feu-
erwehr stand der Werkswagen eines schwäbischen Autobau-
ers bereits vollständig in Flammen. Die Fahrbahn steigt in
diesem Bereich stark an, sodass sich der brennende Kraft-
stoff schnell über die Autobahnentwässerung ausbreitete.
Erst 300 Meter unterhalb des eigentlichen Fahrzeugbrands
konnte die Ausbreitung durch Einsatzkräfte gestoppt werden.
23.10.2017 | Arbeiter hat Glück im Unglück!
Bei Arbeiten am Dachfirst rutschte ein Arbeiter aus und
stürzte in die Tiefe. Schwer verletzt landete er auf der obers-
ten Etage eines Gerüstes. Nach einer notärztlichen Erstver-
sorgung rettete ihn die Feuerwehr über die Krankentrage der
Drehleiter schonend vom Gerüst.
5.11.2017 | Ausgelaufene Salzsäure bildet Nebel
Ausgelaufene Salzsäure in der Halle eines Metallveredelungs-
Unternehmens erforderte den Einsatz des Asperger Gefahr-
stoffzugs. Zuvor war ein Behälter mit Salzsäure übergelaufen
und etwa 2.500 l der Säure gelangten in ein Auffangbecken.
Hierdurch kam es zu einer erheblichen Nebelbildung. Die zu
diesem Zeitpunkt anwesenden Mitarbeiter konnten das Ge-
bäude unverletzt verlassen. Einsatzkräfte in chemikalienbe-
ständigen Schutzanzügen pumpten die ausgelaufene Säure in
mehrere Ersatzbehälter um. Verletzt wurde niemand.
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgReportage
26
DOPPELT IM EINSATZ
Interview mit Dr. Andreas Häcker
„Durch meinen Bruder wurde ich auf die der Notärzte zuständig und führte Schu- wehr finden seither von einem zentralen
Freiwillige Feuerwehr aufmerksam“, sagt lungen für Rettungsassistenten zur Not- Ort aus statt.
Dr. Andreas Häcker. Sein zwei Jahre älterer kompetenz durch. Ziel dieser Schulungen Andreas Häcker gilt als offener Mensch,
Bruder war zum Feuerwehrmann gewor- ist eine Wissensvermittlung, die den Ret- der sich gerne Herausforderungen stellt.
den aufgrund der damaligen Möglichkeit, tungsassistenten in die Lage versetzt, im Daher konnte er nicht nein sagen, als man
durch den Freiwilligendienst in der Feuer- Notfall einzelne ärztliche Maßnahmen an ihn zum Abteilungskommandant in Dit-
wehr vom Wehrdienst freigestellt zu Patienten durchzuführen, um die Zeit bis zingen vorschlug. Dort leitet er nun die
werden. Die Erzählungen entfachten in zum Eintreffen des Notarztes am Einsatz- Freiwillige Feuerwehr seit mehr als fünf-
ihm das Interesse an der Feuerwehr. Als ort zu überbrücken. zehn Jahren.
Gymnasiast im Alter von 17 Jahren wurde Sein räumlicher Wirkungskreis wurde im Kommunikation nach dem Motto: „Tue Gu-
er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Jahr 1997 erweitert. Dr. Häcker wurde vom tes und berichte darüber“ ist ihm sehr
Ditzingen. Nach dem Abitur begann er zu- Landrat zum leitenden Notarzt im Kreis wichtig. Insbesondere der persönliche Ein-
erst ein Studium der Verfahrenstechnik an Böblingen und 2005 auch im Kreis Lud- satz, den jeder Feuerwehrangehörige einer
der Uni Stuttgart. Zwei Semester später wigsburg berufen. freiwilligen Wehr für das Gemeinwohl ein-
erhielt er eine Zusage zum Medizinstudi- Als praktizierender Arzt in einem Kranken- bringt, ist nach außen hin oft nicht sicht-
um in Ulm. Zehn Semestern der Theorie im haus lassen sich Familie und Beruf schwer bar. Seine kommunikative Art führte zum
medizinischen Bereich folgte ein prakti- miteinander vereinbaren. Unregelmäßige Amt des Kreispressesprechers. Zahlrei-
sches Jahr im Klinikum Ludwigsburg. Arbeitszeiten lassen einem geregelten All- che Pressemitteilungen wurden von ihm
Parallel zur schulischen und beruflichen tag nur wenig Raum. Als vierfacher Vater verfasst. Er wurde vor’s Mikrophon für eine
Ausbildung fand Häcker Zeit, aktiv an wuchs in ihm das Bedürfnis, stärker am Berichterstattung gelockt.
Einsätzen teilzunehmen und Feuerwehr- Familienleben teilzuhaben, daher ent- Im Jahr 2007 wurde der Wunsch an ihn
lehrgänge zu besuchen. schloss er sich im Jahr 2002 zum Einstieg herangetragen, ein Jahresheft des Kreis-
Nach erfolgreichem Abschluss des Medi- in eine Gemeinschaftspraxis in seinem feuerwehrverbandes ins Leben zu rufen.
zinstudiums trat er eine Stelle im Kranken- Wohnort Ditzingen. Durch die berufliche Das Jahresheft entwickelte sich vom an-
haus Leonberg in der inneren Abteilung Veränderung gewann er wertvolle Famili- fänglichen Rückblick über die Einsätze
an. Es folgte die Facharztprüfung. Er wurde enzeit. Er genoss die gemeinsamen Mittag- und Ereignisse der Feuerwehren im Land-
Oberarzt und Leiter des Notarztstandorts. essen mit Frau und Kindern. Sein Privat kreis zur informativen Zeitschrift für die
In seiner leitenden Position organisierte er leben, seine berufliche Tätigkeit und sein Bevölkerung aller Altersschichten. Es ist
den Notarztdienst, war für die Fortbildung Engagement bei der Freiwilligen Feuer- eine Mischung aus Wissensvermittlung,
Feuerwehren im Landkreis LudwigsburgSie können auch lesen