Bankenbrief Bankenbrief - Ausgabe 2020-211 - Das Thema US-Wahlen: Forderung nach mehr Unabhängigkeit von - Bundesverband deutscher ...

 
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Bankenbrief

Bankenbrief - Ausgabe 2020-211

 Das Thema

 US-Wahlen: Forderung nach mehr Unabhängigkeit von
 USA
 Angesichts des noch ungewissen Ausgangs der US-Präsidentschaftswahl hat
 Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz mehr Unabhängigkeit und
 Stärke für Europa angemahnt. "Es geht also um europäische Souveränität,
 wenn wir über die Politik der Zukunft diskutieren", sagte Scholz heute in Berlin
 vor einer Video-Konferenz mit den EU-Finanzministern. Auch bei dieser
 Gelegenheit gehe es darum, "dass wir Europa stark machen". Unterstützung
 bekam Scholz von Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le
 Maire, der die Europäische Union ebenfalls zu größerer Unabhängigkeit von
 den USA und China aufrief. Die EU müsse ihre ökonomische, politische und
 technologische Souveränität stärken. Das Rennen um den Einzug ins Weiße
 Haus in Washington ist in diesen Stunden weiter offen; es kommt noch auf die
 Ergebnisse in wenigen Bundesstaaten an. Bundeswirtschaftsminister Peter
 Altmaier wünschte sich angesichts der langwierigen Stimmenauszählung in
 den USA bald Gewissheit, "wer die größte militärische und auch wirtschaft‐
 liche Macht unserer Zeit verantwortlich führt". Für den Bundesverband
 deutscher Banken (BdB) erklärte Präsident Hans-Walter Peters: "Wir hoffen
 sehr, dass bald Klarheit herrscht und die neue US-Regierung in diesen schwie‐
 rigen Zeiten der Corona-Krise ihre Arbeit aufnehmen kann." Wichtig sei, dass
 Gewinner wie Verlierer den Ausgang dieser demokratischen Wahlen akzep‐
 tierten. "Eine länger anhaltende Unsicherheit ist Gift für Wirtschaft, Kapital‐
 märkte und Banken." Für die Unternehmen sei das Vertrauen in die US-
 Demokratie enorm wichtig, bekräftigte auch der Präsident des Bundesver‐
 bandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf. Die USA sind einer der
 wichtigsten Handelspartner Deutschlands.

 [tagesschau.de]
 [faz.net]
 [stern.de]
 [welt.de]
 [spiegel.de]

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 Meldungen

 ING führt Verwahrentgelt ein
 Für hohe Spareinlagen von Neukunden wird bei der Direktbank ING von
 Februar 2021 an in Deutschland ein Verwahrentgelt von 0,5 Prozent fällig. Es
 soll für Guthaben oberhalb von 100.000 Euro erhoben werden, wie nach
 Medienangaben aus einem heute aktualisierten Preis- und Leistungsver‐
 zeichnis der Bank hervorgeht. Dieser Negativzins gilt für Tagesgeld- sowie für
 Girokonten.

 [finanz-szene.de]
 [n-tv.de]

 Lloyds Bank baut weitere Stellen ab
 Die britische Großbank Lloyds verschärft im Zuge einer Umstrukturierung
 ihren Stellenabbau. Rund 1.070 Stellen könnten zusätzlich gestrichen werden,
 kündigte das Unternehmen heute an. Durch einen parallelen Stellenzuwachs
 sollen rein rechnerisch mehr als 700 Arbeitsplätze wegfallen. Die Schließung
 von Filialen ist laut Medienberichten nicht vorgesehen. Im September hatte
 das Geldinstitut bereits angekündigt, mehr als 800 Stellen einsparen zu
 wollen.

 [standard.co.uk]
 [finanzen.ch]

 Vontobel steigert Vorsteuergewinn
 Das Schweizer Investmenthaus Vontobel hat in den ersten neun Monaten des
 Geschäftsjahres 2020 einen kräftigen Zufluss neuen Geldes verzeichnet. Die
 betreuten Kundenvermögen stiegen nach heutigen Angaben der Bank bis
 Ende September auf 230,0 Milliarden Franken (215 Milliarden Euro) nach
 218,6 Milliarden Franken Ende Juni. Das Vorsteuerergebnis sei nach drei
 Berichtsquartalen 2020 höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

 [cash.ch]

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 [fuw.ch]

 Crédit Agricole besser als erwartet
 Der französische Finanzkonzern Crédit Agricole hat das dritte Geschäfts‐
 quartal 2020 trotz eines Gewinnrückgangs besser als von Analysten erwartet
 abgeschlossen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sei in den Monaten
 Juli bis September um 9 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte
 die Bank heute in Paris mit. Finanzexperten hatten mit einem deutlicheren
 Minus gerechnet.

 [finanzen.net]
 [bloomberg.com] bezahlpflichtig

 Abgesagter Ant-Börsengang drückt Alibaba-Aktie
 Der kurzfristig abgesagte Börsengang des chinesischen Finanzdienstleisters
 Ant Group hat den Aktienkurs der weltgrößten Online-Handelsplattform
 Alibaba belastet. Der Kursrutsch des Ant-Mutterhauses Alibaba setzte sich
 heute in Hongkong mit einem Minus von rund sieben Prozent fort. Die Absage
 des für morgen geplanten Börsengangs hatte die Shanghaier Börse gestern
 damit begründet, dass sich das "aufsichtsrechtliche Umfeld" bedeutend
 geändert habe. Das Listing dort und in Hongkong sollte Markterwartungen
 zufolge 34,5 Milliarden US-Dollar (29,2 Milliarden Euro) einbringen.

 [boerse-online.de]
 [nzz.ch]

 Studie: Corona-Krise schmälert Einkommen
 Die Corona-Krise hat laut einer Studie der Bundesbank das Portemonnaie
 vieler Menschen in Deutschland belastet. Mehr als 40 Prozent erlitten Einkom‐
 menseinbußen oder sonstige Verluste wegen der Pandemie oder den
 Maßnahmen zur ihrer Bekämpfung, heißt es in einer heute veröffentlichten
 Umfrage. Daran beteiligten sich im Mai rund 2.000 Menschen.

 [boersennews.de]
 [faz.net]

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 IHS Markit: Corona-Beschränkungen belastend
 Die Stimmung der Unternehmen in der Eurozone hat sich aufgrund der
 weiteren coronabedingten Einschränkungen im Oktober eingetrübt. Der
 Einkaufsmanagerindex des Forschungsinstituts IHS Markit fiel verglichen mit
 dem Vormonat um 0,4 Punkte auf 50,0 Zähler, wie das Institut heute mitteilte.

 [handelsblatt.de]
 [boerse-online.de]

 Die Köpfe

 Wechsel im Commerzbank-Aufsichtsrat
 Der ehemalige Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Andreas
 Schmitz, soll neues Aufsichtsratsmitglied der Commerzbank werden. Wie das
 Geldinstitut heute mitteilte, legt Nicholas Teller sein Mandat mit Wirkung zum
 31. Dezember 2020 nieder. Schmitz ist derzeit Aufsichtsratschef bei der HSBC
 Trinkaus & Burkhardt AG, scheidet dort aber ebenfalls zum Jahresende aus.

 [handelsblatt.de]

 EZB-Direktor sieht Risiken bei Kryptowährungen
 Der Direktor der Europäischen Zentralbank (EZB), Fabio Panetta, hat auf
 Datenschutzprobleme im Zusammenhang mit Kryptowährungen hingewiesen.
 "Ausländischen Anbietern die Kontrolle über große Mengen an persönlichen
 Daten anzuvertrauen, könnte erhebliche Kosten für EU-Bürger sowie auch
 Unternehmen mit sich bringen", sagte Panetta heute nach Medienangaben
 bei einer Veranstaltung des italienischen Bankenverbands. Es gehe unter
 anderem um Fragen der Datensicherheit und sowie um Finanzinnovationen in
 Europa.

 [finanzen.net]

 KfW-Chef: Ausnahmejahr und Kraftakt
 Der Vorstandschef der KfW Bankengruppe, Günther Bräunig, hat bei der
 Vorlage des jüngsten Quartalsberichts auf ein Ausnahmejahr für die staatliche

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 Förderbank verwiesen. "Die aktuellen Förderzahlen spiegeln den enormen
 Kraftakt wider, den wir gemeinsam mit der Politik und der deutschen Kredit‐
 wirtschaft bisher geleistet haben, um die Wirtschaft im Kampf gegen die
 Folgen der Pandemie zu unterstützen", schrieb Bräunig. Die Bankengruppe
 hat das Fördervolumen in den ersten neun Monaten dieses Jahres verglichen
 mit dem Vorjahreszeitraum auf 109,1 Milliarden Euro verdoppelt.

 [finanzbusiness.de]
 [finance-magazin.de]bezahlpflichtig

 Brexit-Verhandler für weitere Runde
 Der britische Chefunterhändler David Frost und EU-Verhandlungsleiter Michel
 Barnier wollen die derzeit stockenden Brexit-Verhandlungen voraussichtlich
 am kommenden Wochenende in London wieder aufnehmen. Erwartet wird
 Medienberichten zufolge, dass Barnier den Vertretern der 27 EU-Staaten noch
 heute einen Überblick über den Verhandlungsstand gibt. Ende dieses Jahres
 läuft die Übergangsfrist nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU aus.

 [de.reuters.com]

 Die Tweets des Tages

 Bankenpräsident Hans-Walter Peters zu den #USWahlen2020: "Die Wahlen
 haben bislang leider kein eindeutiges Ergebnis geliefert. Wir hoffen sehr, dass
 bald Klarheit herrscht" #Elections2020 Mehr: http://go.bdb.de/es1gM

 [twitter.com]

 Wie werden wir in Zukunft bezahlen und wie könnte unser Alltag durch
 #cryptocurrencies und Tokenisierung verändert werden? In unserem Blog
 blicken wir in das Jahr 2030: https://bankenverband.de/blog/token-
 economy-revolution-hat-gerade-begonnen/ #CBDC #Libra

 [twitter.com]

 Die Banca Monte dei Paschi di Siena wurde schon 1472 gegründet. Ihre
 Zentrale befindet sich im Zentrum von Siena in der südlichen Toskana. Die

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 Bank hat 23.000 Mitarbeiter und 1.529 Geschäftsstellen. Die älteste noch
 aktive deutsche #Bank ist die Berenberg Bank.

 [twitter.com]

 Am Vortag meistgeklickt

 Token Economy – Die (R)Evolution hat gerade erst
 begonnen

       Technologische Innovationen wie die Blockchain- oder Distributed
 Ledger Technologie (DLT) dürften in den kommenden Jahren zu zahlreichen
 Verbesserungen im individuellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen
 Leben führen. Mit dem Durchbruch der DLT werde die Tokenisierung in vielen
 Gesellschaftsbereichen verankert, schreibt der Bankenverband in einem
 heute veröffentlichten Zukunftsentwurf. Eine wesentliche Neuerung sei die
 Einführung eines programmierbaren Euro. Basierend auf einer dezentralen
 Infrastruktur könnten mit Euro-Token Zahlungen künftig unmittelbar und
 kostengünstig abgewickelt werden. Zudem lasse sich ein "DLT-Euro" mit
 sogenannten Smart Contracts verknüpfen. Lesen Sie hier, welche Implika‐
 tionen die Tokenisierung für die Finanzwirtschaft außerdem haben wird:

 [bankenverband.de]

 Was morgen wichtig wird

 In Frankfurt gibt die Commerzbank ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal
 bekannt. Ebenfalls am Main stellt die Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz
 (DSW) ihre Aufsichtsratsstudie 2020 über den Einfluss und die Vergütung von
 Unternehmenskontrolleuren vor. – Von Berlin aus äußert sich der Handels‐
 verband Deutschland (HDE) zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft. – In
 Paris veröffentlicht die Société Générale ihre Geschäftszahlen für das dritte
 Jahresquartal. – In Mailand berichtet die Großbank UniCredit über ihre Ergeb‐
 nisse ebenfalls für das dritte Quartal, in Siena ist es die Banca Montei dei
 Paschi di Siena. – In Amsterdam legt neben der ING Groep auch der Börsenbe‐

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 treiber Euronext Zahlen für das dritte Berichtsquartal 2020 vor. – In Brüssel
 wird die neue Konjunkturprognose der EU-Kommission erwartet. – In Großbri‐
 tannien berät die britische Notenbank Bank of England über ihre Geldpolitik. –
 In Washington will die US-Notenbank bei ihrer turnusgemäßen Sitzung über
 die Höhe des Leitzinses entscheiden. – Bundesbank-Präsident Jens Weidmann
 spricht bei einer virtuellen Podiumsdiskussion des Official Monetary and
 Financial Institutions Forum (OMFIF) zum Thema "Monetary and fiscal policy in
 the face of Covid-19". – Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands
 deutscher Banken, Christian Ossig, hält am Nachmittag den einleitenden
 Vortrag des 3. EBF Innovation & Cyber Thursday der European Banking
 Federation (EBF).

 Der Nachschlag

 US-Präsident gut zu Fuß im Weißen Haus
 Musikzimmer, Fitness-Raum und Bowling-Bahn: Das Weiße Haus mit seiner
 eingängigen Adresse 1600 Pennsylvania Avenue in Washington D.C. bietet für
 einen US-Präsidenten sogleich Erholung von den Strapazen seiner Regie‐
 rungsarbeit im Oval Office, dem herrschaftlichen Arbeitszimmer. Seit mehr als
 220 Jahren ist das imposante Gebäude Amts- und Regierungssitz des Präsi‐
 denten der Vereinigten Staaten (USA). Welche Wege "Mr. President" in seinem
 Zuhause zurücklegen muss, lässt sich hier erahnen:

 [businessinsider.de]

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