MARIA LEZZI ÜBER RAUMPLANUNG- SVIT Schweiz

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MARIA LEZZI ÜBER RAUMPLANUNG- SVIT Schweiz
NR. 09 | SEPTEMBER 2017            84. Jahrgang | Erscheint monatlich | CHF 7.– | www.svit.ch

MARIA LEZZI
ÜBER RAUMPLANUNG –
SEITE 04

IMMOBILIENPOLITIK. Raumplanungsgesetz – kein dringender Handlungsbedarf........................ 10
IMMOBILIENWIRTSCHAFT. Bessere Aussichten am Büromarkt...................................................................... 32
BAU & HAUS. Bäder werden zu privaten Wellnessoasen......................................................................................... 48
MARIA LEZZI ÜBER RAUMPLANUNG- SVIT Schweiz
EDITORIAL           AUF EIN WORT

                                                                           Wir bürgen für Sie!
DIE SCHERE
ÖFFNET SICH

                                   ANDREAS
                                   INGOLD
                                   «Der steigende
                                   Leerstand in der
                                   Peripherie wird
                                   zur wachsenden
                                   Herausforderung
                                   für die Immobilien­
                                   wirtschaft.»
                                                                             Einfach vermieten mit
                                                                               100 % Sicherheit
  Der Wohnungsmarkt wird von einem zuneh­
menden Überangebot bestimmt. Diese Entwick­
lung war seit dem Rückgang der Nettozuwande­
rung bei anhaltend hoher Wohnungsproduktion
vorherzusehen. Nun haben die Ökonomen der
Credit Suisse Anfang September den Trend mit
aktuellen Zahlen belegt. Der Leerwohnungs­
bestand dürfte demnach zur Jahresmitte gegen­
über dem Vorjahr um weitere 5000 Einheiten
zunehmen. Damit erreicht der Bestand in rela­
tiven Zahlen den höchsten Wert seit der Perio­
de von 1996 bis 2000. Allerdings entspannt sich                         Spürbare Entlastung beim
der Markt in den Zentren weiterhin nur lang­
sam. Aber ausserhalb baut sich ein bedrohliches                           Verwaltungsaufwand
Überangebot auf. Davon ist fast ausschliesslich
der Mietwohnungsmarkt betroffen.

Der Grund für die sich öffnende Schere zwi­
schen Stadt und Land liegt in der fehlenden
Bereitschaft, in den Städten zu verdichten.
Diese Verdichtung hat viele Feinde, namentlich
Anwohner, Stadtparlamente und Stimmbürger.
Stadtbewohner wollen alles – zentrumsnah und
urban wohnen, aber bitte mit genügend Frei­
raum, Ruhe und ohne Schattenwurf von Nach­
bargebäuden. Das Dilemma wird sich ohne die
Einsicht der Politik nicht lösen lassen.
                                                                              Einfache Abwicklung
Darum pocht der SVIT Schweiz in der Vernehm­                                     im Schadenfall
lassung zur zweiten Etappe der Revision des
Raumplanungsgesetzes darauf, dass zuerst die
Hausaufgaben der ersten Etappe gemacht
werden müssen. Nur wenn eine breite Unter­                          Kostenlose Hotline:  0800 100 201
stützung für das Ziel der «Siedlungsentwicklung
nach innen» besteht, kann der Kampf gegen die
Zersiedelung gewonnen werden. Andernfalls
wird weiterhin in der Peripherie gebaut. Das
kann nicht im Interesse der Marktteilnehmer
und der Raumplaner sein. Lesen Sie dazu die
Beiträge auf den Seiten 04 und 10.                                                              Ein Unternehmen der Aduno Gruppe
                                                                                                www.adunokaution.ch

Andreas Ingold

2   |   immobilia September 2017                         Ins2016_AdunoKaution_85x259mm.indd 5                                14.10.16 14:56
MARIA LEZZI ÜBER RAUMPLANUNG- SVIT Schweiz
IMMOBILIA                                                                                                          INHALT NR. 9 SEPTEMBER 2017
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 NR. 09 | SEPTEMBER 2017            84. Jahrgang | Erscheint monatlich | CHF 7.– | www.svit.ch

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 MARIA LEZZI
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 ÜBER RAUMPLANUNG –
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 SEITE 04

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Dr. Maria Lezzi
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 IMMOBILIENPOLITIK. Raumplanungsgesetz – kein dringender Handlungsbedarf ....................... 10
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 IMMOBILIENWIRTSCHAFT. Bessere Aussichten am Büromarkt ..................................................................... 32
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 BAU & HAUS. Bäder werden zu privaten Wellnessoasen ........................................................................................ 48
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Direktorin des ARE
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  (Foto: Rudolf Gabriel Jaun)

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                FOKUS                                                                                                                                                                           32	HOFFEN AUF BESSERUNG
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                04	«NICHT JEDER KANN SEINEN GARTEN ABSTECKEN»                                                                                                                                      Die Sommerumfrage 2017 der CSL Immobilien
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Maria Lezzi spricht spricht im Interview mit                                                                                                                                     AG lässt hoffen, dass sich auf dem Büromarkt
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   der Immobilia über Verdichtung, zunehmende                                                                                                                                       eine Trendwende abzeichnet.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Mobilität und Interessensabwägung.                                                                                                                                           34	BAURECHTSVERTRÄGE GUT GESTALTEN
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Viele Baurechtsverträge sind mehr als siebzig
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                IMMOBILIENPOLITIK                                                                                                                                                                   Jahre gültig. Aufgrund der langen Vertrags­
     ZITIERT                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        bindung ist die Einschätzung der finanziellen
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                10		 KEIN DRINGENDER HANDLUNGSBEDARF
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Der SVIT Schweiz hält es für verfrüht, jetzt                                                                                                                                 Konsequenzen bei Vertragsabschluss wichtig.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       eine zweite Etappe der Revision des Raum­                                                                                                                                36	DER MONAT IN DER IMMOBILIENWIRTSCHAFT
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       planungsgesetzes in Angriff zu nehmen.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                IMMOBILIENRECHT
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                11	 KURZMELDUNGEN
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                42		 ÜBER WEGRECHT UND KÜNDIGUNG
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                IMMOBILIENWIRTSCHAFT                                                                                                                                                                   Das Bundesgericht befasste sich in seinen
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                12		 STANDORT ALS ERFOLGSFAKTOR                                                                                                                                                      jüngsten Entscheiden mit einer Löschungsklage
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Damit Standorte langfristig erfolgreich sind,                                                                                                                                   und einer Sanierungskündigung.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       keine Leerstände auftreten, braucht es fundierte
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                BAU & HAUS
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Analysen.
       In Dänemark,                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             46		 LANDESWEITE AUFGABE
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                14	VERDICHTUNG NACH INNEN
  Finnland und den                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Verdichtung und Siedlungsentwicklung nach in­
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Durch Aufstockung von Stockwerkeigentum
  Niederlanden erledigen                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               nen wurden mit der Revision des Bundesgeset­
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       könnte man Bauland generieren und die
  Studien zufolge bereits                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              zes über die Raumplanung zu Schlüsselwörtern.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Erneuerungsfonds füllen.
  jeweils 7% der Be-                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            48	 NEUHEITEN IM BADBEREICH
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                16	GEMISCHTE AREALE MANAGEN
  schäftigten ihre Arbeit                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Entspannungsfördernd und individuell soll es
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Die Ansprüche von Grossarealen werden
  vollständig daheim,                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  sein, gleichzeitig hygienisch und pflegeleicht.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       immer komplexer. Dafür gehen Immobilien-
  in Luxemburg sogar                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Ach ja, mit den baulichen Voraussetzungen
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Dienstleister neue Wege.
  mehr als 20%.»                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       sollte es auch kompatibel sein – das neue Bad.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                20	DIE ZUKUNFT DES CROWDFUNDINGS
                  BERNHARD BERG                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Wie es mit den Crowdfunding-Modellen im
                  CEO der Corpus Sireo                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Immobiliensektor weitergeht, hängt auch von                                                                                                                              IMMOBILIENBERUF
                  Real Estate mit Sitz in
                  Köln, zum Thema Home-                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                der weiteren Zinsentwicklung ab.                                                                                                                                         54		 SEMINARE UND TAGUNGEN
                  Office in der Zukunft                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         56		 KURSE DER SVIT-MITGLIEDERORGANISATIONEN
                  (Quelle: Immobilienbusi­                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      25	CROWDFUNDING 2017
                  ness, Ausgabe Juli/                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Im «Crowdfunding Monitoring Schweiz 2017»
                  August 2017, Seite 16).                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       VERBAND
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       stellen die beiden Autoren von der Hochschule
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Luzern vier bemerkenswerte Thesen auf.                                                                                                                                   60		 KUB-LUNCHGESPRÄCH: INVESTOR HILFT EIGENTÜMERN
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                26	NEUES ABRECHNUNGSMODELL                                                                                                                                                            Thomas Kobe von Sanfin Solutions zeigt einen
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Ein neues Modell schafft mehr Transparenz                                                                                                                                       Ausweg aus dem Sanierungsstau bei Eigen­
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       und bietet einen Anreiz für den sorgsamen                                                                                                                                       tumswohnungen.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Umgang mit unseren Ressourcen.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                30	TEILREVISION DES PBG GEPLANT                                                                                                                                                MARKTPLATZ
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Im Kanton Zug wird über die Teilrevision des
                                                                                                                                                                                                                     NR. 11 |
                                                                                                                                                                                                                              NOVEMBER

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                59	STELLENMARKT
                                                                                                                                                                                                                                         2015
                                                                                                                                                                                                                                                   82. Jahrgang
                                                                                                                                                                                                                                                                            | Erscheint
                                                                                                                                                                                                                                                                                          monatlich
                                                                                                                                                                                                                                                                                                           | CHF 6.–
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     | www.svit.ch

                                                                        6.– | www.svit.ch
                                                                  | CHF
                                                      monatlich
                                        | Erscheint
                         83. Jahrgang
                  2016
       | JANUAR
NR. 01

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Planungs- und Baugesetzes debattiert. Beson­
                                                                                       NR. 10 | OKTOBER

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                62	MARKTPLATZ & PRODUKTE-NEWS
                                                                                                        2015              82. Jahrgang |
                                                                                                                                         Erscheint monatlich                                                                                                                                                                                                                                                     | www.svit.ch
                                                                                                                                                             | CHF 6.– | www.svit.ch                                                                                                                                                                                                                   | CHF 6.–
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      monatlich
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        | Erscheint
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          82. Jahrgang
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        2015
                                                                                                                                                                                                                                                                                             DEZEMBER
                                                                                                                                                                                                                                                                                    NR. 12 |

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       ders der Ersatz der Arealbebauung durch den                                                                                                                              74	BEZUGSQUELLENREGISTER
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       einfachen Bebauungsplan wirft Fragen auf.
                                                                                                                                                                             AMELIE-T

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                77		 ADRESSEN & TERMINE
                                                                                                                                                                                 LANGZEI
                                                                                                                                                                                                                  TSTRATE                           HERES MA
                                                                                                                                                                                                                                 GIEN FÜR
                                                                                                                                                                                                                                                            YER
                                                                                                                                                                                                                                                         DAS STOCKWE

                                                                                                                      M                                                                                                                                                                      RKEIGEN

                                                                         WILHEL
                                                                                                                                                                  IMMOBILIE
                                                                                                                                                                                                    NPOLITIK.                                                                                                                 TUM – SEITE
                                                                                                                                                                 IMMOBILIE                                                Wahlausgan                                                                                                                                         04
                                                                                                                                                                                                                        g weckt

                         SASCHA
                                                                                                                                                                                                 NWIRTSCHA                      Erwartunge
                                                                                                         04                                                     IMMOBILIE                                   FT. Logistik-                  n ..............................
                                                                                             SEITE                                                                                               NRECHT.                  und Industrieim
                                                                                   MENT,                                                                                                            14   Handlungsb                       mobilien
                                                                                                                                                                                                                                                                            ..............................

                                                                  IM INVEST                                                                                                                                                          edarf im                                                              .........................
                                                                                                                                                                                   .....................                                                                                       als Anlagealter                                                              10

                                                                                                                                                                                                                      STEFAN
                                          VITÄT                                                                                                                                                                 28                                     Stockwerke
                                                                                                                                      Druck .........................                                                                                                          igentum                                                   native ..............
                                    KREATI                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  34
                                                                                                  nsen erhöhen
                                                                                                                                                                                          ...................
                          ÜBER                                                                                                                                .........................
                                                                                                                                                                                                                 34
                                                                                                                                                                                                                                                                                             ..............................
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              ..............................
                                                                                    t – Negativzi

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                78	ZUGUTERLETZT / IMPRESSUM
                                                                                                                                                                                                                     ZANETTI
                                                                                                                                  .........................                                    ...............                                                                                                                                                 ..........   42
                                                                       Investmen                      .........................                                    .........................

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                ZIMMERLI
                                              CHAFT.                    .........................
                                                                                                  aftung
                                                                                                         .........................
                                    IENWIRTS               ch erneuern
                            IMMOBIL
                                         Richtig
                                                 energetis            in der Bewirtsch

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        JOËLLE
                                   HAUS.                   luktuation                                                                                                                                     SOZIALE NETZWERKE
                             BAU &            F. Personalf                                                                                                                                           IM WOHNBEREICH
                                     IENBERU                                                                                                                                                                        – SEITE 04                                                                                                                                                                              SEITE 04
                             IMMOBIL                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  T 2016 –                                                                                                                                                                            10
                                                           IMMOBILIENPOLITIK.                                                                                                                                                                                                                                                                                   GSMARK                                                                                                                                                    .............................
                                                                                                      Wohnbudget der                                                                                                                                                                                                     WOHNUN                                                                                                                                                          ..............................                                    16
                                                                           IMMOBILIENWIRTSCHA                            Schweizer Haushalte                                                                                                                                                                                                                                                                  überholt
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        ..............................                                             .....................
                                                                                                                                                      seit Jahren stabil
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 gsziffer ist
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  ..............................
                                                                                                       FT. Stephan Jung                                                                          ............................                                                                                                                                                                                                                          achfrage                                                                      66
                                                                                                                           zur Zukunft des                                                                                    12                                                                                                                                                      Leerwohnun
                                                                           VERBAND. Valuation                                                stationären Detailhandels                                                                                                                                                                                                                                  g treibt Wohnungsn
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      ..............................
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                                                                                                                     ist nicht gleich Wert                                                                     ............. 36
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               IMMOBILIE                                                FT. Zuwanderun                                  ..............................
                                                                                                                                           .............................................................
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  NWIRTSCHA                          2015..............................
                                                                                                                                                                                                                                                                       56                                                                                                              Estate Campus
                                                                                                                                                                                                                                                ....................
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 IMMOBILIE
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Swiss Real
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  VERBAND.

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MARIA LEZZI ÜBER RAUMPLANUNG- SVIT Schweiz
FOKUS          RAUMPLANUNG

Die Direktorin des Bundes­
amts für Raumentwicklung,
Dr. Maria Lezzi, spricht im
Interview mit der Immobilia
über Verdichtung, zuneh­
mende Mobilität und Inte­
ressensabwägung.
Fotos: Rudolf Gabriel Jaun

«Nicht jeder
kann seinen
Garten abstecken»

4   |   immobilia September 2017
MARIA LEZZI ÜBER RAUMPLANUNG- SVIT Schweiz
IVO CATHOMEN / DIETMAR KNOPF*    

     – Wer plant, denkt in Bildern. Welches
     innere Bild haben Sie vor Augen?
     – Maria Lezzi: Es stimmt tatsächlich, dass
     ich gerne mit Bildern arbeite. Wenn ich
     plane, denke ich oft an Kinder, die zwi­
     schen den 26 Kantonsfontänen vor dem
     Bundeshaus herumtollen. Dieses Bild,
     gerahmt durch die Valser Granitplatten
     und dem Bundeshaus im Hintergrund,

56
     strahlt für mich eine grosse Beständig­
     keit und zugleich Lebenskraft aus.
     – Sind die föderalen Strukturen ein
     Hindernis oder eher eine Bereicherung
     für Ihre Arbeit?
     – Ich empfinde sie eher als Bereiche­
     rung, weil wir verschiedene Dinge aus­
     probieren können und so den Besonder­
     heiten der einzelnen Kantone Rechnung
     tragen.
     – Aus Sicht der Immobilienwirtschaft
     stellt sich im Hinblick auf die 2. Etappe
     der Revision des Raumplanungs­
     gesetzes (RPG 2) die Frage, ob der
     Planungszwang tatsächlich verstärkt
     werden muss. Müssen wir so viel
     planen – oder ist es nicht viel mehr ein
     Planungsexzess?
     – Das ist Ihre Wahrnehmung, die ich so
     nicht teile. Für mich war die 1. Etappe der
     Revision des Raumplanungsgesetzes ei­
     ne absolut notwendige Basis, auf der jetzt

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                      immobilia September 2017   |   5
MARIA LEZZI ÜBER RAUMPLANUNG- SVIT Schweiz
FOKUS            RAUMPLANUNG

  Zu einer sorgfältigen
Raumplanung gehört, dass
man die Quartierbewohner
                                                                                                                              21
mitnimmt.»

    BIOGRAPHIE

    DR. MARIA LEZZI
    ist seit Juli 2009 Direktorin
    des Bundesamts für Raum-
    entwicklung ARE. Von 1996
    bis 2001 war die promo-
    vierte Geografin stellvertre-
    tende Geschäftsführerin
    der «Regio Basiliensis», der
    Schweizer Partnerin in der
    internationalen Zusam-
    menarbeit in der Grenzregi-
    on am Oberrhein. Danach
    leitete sie acht Jahre lang
    die Hauptabteilung Pla-
    nung im Hochbau- und
     Planungsamt des Kantons
    Basel-Stadt.

das RPG 2 aufbaut. Wir planen nicht zum       ter einen Hut bringen, aber häufig findet       – Widerstand ist ein gutes Stichwort.
Selbstzweck, sondern suchen zusammen          man so miteinander einen gangbaren Weg.         Das Basler Klybeck-Quartier soll
mit den anderen Staatsebenen nach Lösun­      – Ein aktuelles Thema ist die Frei­             umgenutzt werden. Regierung, Stadt­
gen für raumplanerische Probleme. Und da      raumgestaltung. Ist es nicht ein                planer und das Baudepartement arbei­
sich unsere Planung oft über die Gemein­      Widersprich, wenn wir unsere Freiräu­           teten einen Masterplan aus, der nach
de- und Kantonsgrenzen hinausbewegt, die      me planen?                                      Meinung der Quartierbevölkerung zu
Vernetzung der Kantone zugenommen hat,        – Ich finde jede Art des Vorausdenkens          wenig Rücksicht auf ihre Bedürfnisse
ist das Ausbalancieren der verschiedenen      sinnvoll. Wir haben festgestellt, dass man      nimmt. Was läuft wie in diesem Bei­
Nutzungsinteressen in den vergangenen         oft mehr auf die gebauten Objekte fixiert ist   spiel falsch? Warum lassen sich die
Jahren anspruchsvoller geworden.              und die Freiräume dazwischen vernachläs­        Bürger so schwer davon überzeugen,
– Im Zusammenhang mit der Raumpla­            sigt. Doch Freiraumgestaltung betrifft nicht    dass Dichte auch Qualitäten hat?
nung fällt immer wieder das Wort Inte­        nur die hoheitliche Planung, sondern ap­        – Sie spielen auf ein Negativbeispiel an, wo
ressensabwägung. Ist es überhaupt             pelliert auch an die Verantwortung der          die Überzeugungsarbeit tatsächlich weni­
möglich, alle unterschiedlichen Be­           Grundeigentümer. Wir sollten verhindern,        ger gut gelungen ist. Es gibt hingegen vie­
dürfnisse unter einen Hut zu bringen?         dass die Gebäude einfach «dicker und grös­      le überzeugende Bespiele, wie den Basler
– Raumplanung bedeutet auch, einen Rah­       ser» werden und die Freiräume allmählich        Falkensteinerpark oder das Zwicky-Süd-
men abzustecken, damit der finanziell Stär­   verschwinden. Sonst würde sich definitiv        Areal in Wallisellen, wo – trotz dichter Bau­
kere nicht einfach seine Interessen durch­    Widerstand regen. Eine Studie des Kantons       weise – mehr öffentliche und halböffent­
setzen kann und die Ressource Boden nicht     Zürich zeigte, dass die Akzeptanz für Ver­      liche Räume geschaffen wurden. Beide
verschwendet wird. Deshalb ist die ureige­    dichtung steigt, wenn sich die Quartierbe­      Planungen wurden auf die städtebauliche
ne Methode der Raumplanung die vernünf­       wohner, damit verbunden, weitere Mehr­          Situation massgeschneidert, entsprechend
tige und frühzeitige Interessensabwägung.     werte versprechen, wie Begrünung,               fühlen sich die Quartierbewohner in ihrer
Zwar lassen sich nicht alle Bedürfnisse un­   Durchwegung oder einen öV-Anschluss.            neuen Wohnumgebung wohl. Ein Grund
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                                                                                              für diesen Erfolg war, dass Planer, Grund­
                                                                                              eigentümer, Bewohner und Nachbarn be­
                                                                                              harrlich nach Kompromissen suchten. Zu

                       www.visualisierung.ch                                                  einer sorgfältigen Planung gehört eben
                                                                                              auch das Denken in grösseren Massstä­
                                                                                              ben, über die Parzellen hinaus, mehr in
                                                                                              Stadtvierteln und Quartieren.

6    |   immobilia September 2017
MARIA LEZZI ÜBER RAUMPLANUNG- SVIT Schweiz
– Kann es sein, dass es durch Volks­          Aargau. Vier Kantone befinden sich bei uns      – Thema Auszonungen: Wie viel
abstimmungen, die für Änderungen in           zurzeit noch in der Prüfphase. Bis zur ferti­   ist bisher ausgezont worden?
der Bau- und Zonenordnung nötig               gen Umsetzung bleiben den Kantonen und          – Dem ARE liegt keine Bilanz vor, zumal
sind, zu einer Nivellierung nach unten        uns noch knapp zwei Jahre. Aber wir kom­        diese Auszonungen nicht zu unserem
kommt? Partizipative Verfahren, bei           men vorwärts. Dass bislang wenig vom re­        Aufgabenbereich gehören. Wir haben
denen alle Wünsche berücksichtigt             vidierten Raumplanungsgesetz sichtbar ist,      nur einen groben Überblick. Die nächs­
werden, führen oft zu mittelmässigen          liegt daran, dass die Umsetzung in vielen       te Bauzonenstatistik des Bundes, die vo­
Lösungen.                                     Gemeinden und Kantonen erst jetzt richtig       raussichtlich Ende 2017 erscheint, wird
– Unser Verständnis von Partizipation be­     beginnen wird. Die Kantone haben zudem          da­rüber genauer Auskunft geben kön­
steht nicht darin, bloss den kleinsten ge­    ihre Gesetze zur Baulandmobilisierung und       nen. Aus Gerichtsfällen schliesse ich,
meinsamen Nenner zu finden. Zu Beginn         Mehrwertabschöpfung anzupassen.                 dass nur in Ausnahmefällen Entschädi­
eines Planungsprozesses muss klar abge­       – Ist die Mehrwertabschöpfung für               gungszahlungen für Auszonungen ge­
macht werden, was verhandelbar ist und        Aufzonungen ein Hindernis für die               zahlt werden.
was nicht. Dabei geht es auch nicht um ei­    angestrebte innere Verdichtung?                 – Haben Sie nach anfänglichen hitzigen
nen «Weihnachtswunschzettel» der Bevöl­       – Nein. Folgendes ist zu beachten: Es gibt      politischen Dis­kussionen einen ge­
kerung, sondern um nachhaltige Lösungen       einen Unterschied zwischen der Mehrwert­        meinsamen Weg mit den Kantonen
mit einem langen Zeithorizont. Zur Parti­     abschöpfung für Neueinzonungen und der­         gefunden?
zipation gehört aber noch mehr, nämlich       jenigen für Um- und Aufzonungen. Das            – Ja, im Grossen und Ganzen schon. Der
der Einbezug der Wirtschaft. Hier steht       RPG schreibt die Abschöpfung bei Um- und        Kanton Aargau zum Beispiel ist im Sied­
für mich ein konstruktiver Dialog zwischen    Aufzonungen nicht vor, aber lässt sie als       lungsbereich unproblematisch; selbst als
den Bauverwaltern der Gemeinden und           Option zu. Nicht alle Kantone wenden die­       Wachstumskanton hat er in seinem Richt­
den Grundeigentümern im Vordergrund.          se an, und wenn, dann oft mit tieferem Ab­      plan alle Gebiete eingezeichnet, wo in den
– Kommen wir zum RPG 1, dessen                gabesatz. Die Mehrwertabschöpfung war           nächsten Jahren Rückzonungen stattzu­
Hauptziel eine Siedlungsentwicklung           bislang kein Grund dafür, ein Bauprojekt zu     finden haben. Dagegen steht der Kanton
nach innen ist. Wie fällt ihre                stoppen. Die Mehrwertabgabe verschwin­          Uri vor ganz anderen Herausforderungen.
Zwischenbilanz aus?                           det nicht irgendwo im Staatshaushalt, son­      Im Richtplanhorizont, der zwischen 15
– 26 Kantone müssen ihre Richtpläne revi­     dern muss – gemäss RPG – zweckgebun­            und 25 Jahren dauert, weist er eine rück­
dieren – eine grosse Arbeit. Bisher hat der   den eingesetzt werden, in erster Linie für      läufige Bevölkerungsentwicklung auf.
Bundesrat die Richtpläne von acht Kanto­      allfällige Entschädigungen von Auszonun­        Auch hier müssen bestimmte Gemeinden
nen genehmigt, zuletzt jenen des Kantons      gen oder auch für Freiraumentwicklungen.        rückzonen. Und im Kanton Bern sind die

                                                                                                              immobilia September 2017   |   7
MARIA LEZZI ÜBER RAUMPLANUNG- SVIT Schweiz
FOKUS          RAUMPLANUNG

  Gute Raumplanung fin­
det eine Balance zwischen
Robustheit, Verlässlichkeit
und Flexibilität.»

Bauzonenreserven nicht am richtigen Ort.    – Wir müssen die Ausbauten der Infra­       Welche Vision haben Sie in Bezug
Deshalb werden wir beim Kanton Uri in       strukturen aufeinander abstimmen, wo­       auf dieses Szenario?
vier Jahren und beim Kanton Bern in zwei    bei diese mit den Grundüberlegungen         – Das Referenzszenario des Bundesamts
Jahren prüfen, ob die Parameter im Richt­   des Richtplans übereinstimmen müs­          für Statistik geht von 10,2 Millionen Men­
plan noch stimmen.                          sen. Die verkehrliche Weiterentwick­        schen aus – aber erst im Jahr 2040. Mein
– Der Bundesrat hat die politische          lung hat in erster Linie dort stattzufin­   Zukunftsbild ist die Schweiz als effizientes
Diskussion über die 2. Revisionsetappe      den, wo schon viele Menschen wohnen,        «S-Bahn-Land», das wir mit einem «Lift-
mit dem Schwerpunkt Bauen ausser­           Beispiel Limmattalbahn. Die Erschlies­      Land» kombinieren, wo intelligent in die
halb der Bauzonen angestossen.              sung bis in den letzten Winkel hat tat­     Höhe gebaut worden ist. Insbesondere
Worum geht es?                              sächlich ihre Grenzen – auch aus finan­     plädiere ich dafür, dass wir nicht über­
– Das Bauen ausserhalb von Bauzonen         ziellen Gründen.                            all alles bauen. Meine Vision deckt sich
ist organisch gewachsen. Bei dieser Re­     – Bereits heute sind am Horizont            mit dem Bild vom Anfang unseres Gesprä­
vision geht es in erster Linie um eine      selbstfahrende Fahrzeuge erkennbar.         ches: Auch in Zukunft wünsche ich unse­
Optimierung, um eine Verbesserung der       Welchen Einfluss wird diese Entwick­        ren Kindern und Kindeskindern, dass sie
Verständlichkeit. Hinzu kommt, dass die     lung auf die zukünftige Raumplanung         draussen auf attraktiven Freiflächen spie­
Raumplanung auf den Strukturwandel in       haben?                                      len können.
der Landwirtschaft reagieren muss. Im       – Selbstfahrende Fahrzeuge als Teil der
Weiteren stellt sich uns die Frage, wie     Digitalisierung können Chancen bieten,                 *IVO CATHOMEN
                                                                                                   Dr. oec. HSG, ist leitender Redaktor
wir die regionalen Besonderheiten im        etwa bei der Sicherheit. Doch zentral                  der Zeitschrift Immobilia.
Gesetz besser berücksichtigen können,       wird sein, wie wir diese Fahrzeuge nut­
ohne den Trennungsgrundsatz Bauge­          zen. «Sharen» wir sie? Oder fahren sie
biet–Nichtbaugebiet zu verletzen.           leer herum und suchen sich ihren Park­
– Eine Studie des ARE zum Thema Mo­         platz ausserhalb der Innenstadt? Grund­                DIETMAR KNOPF
bilität besagt, dass die Verkehrsleis­      sätzlich wird beides möglich sein. Also                Der diplomierte Architekt ist Redaktor der
tung bis 2040 im Personenverkehr um         wird der Belegungsgrad für die künftigen               Zeitschrift Immobilia.
25% und im Güterverkehr 37% zuneh­          Planungen entscheidend sein.
men wird. Wie lässt sich diese Ent­         – Kommen wir zur letzten Frage.
wicklung mit den Zielen der Raumpla­        In den Medien ist immer wieder von
nung vereinbaren?                           der «10-Millionen-Schweiz» die Rede.

8   |   immobilia September 2017
MARIA LEZZI ÜBER RAUMPLANUNG- SVIT Schweiz
SVIT FM Schweiz lädt
ein zu «Good Morning
Facility Management!»
Donnerstag, 19. Oktober 2017
UniversitätsSpital Zürich –
Grosser Hörsaal PATH, Schmelzbergstrasse 12, Zürich

                                                                                       onen
                                                                             Informati
                                                              Weitere
                                                                              eldung:
                                                              und Anm          :
                                                                         ungm         h
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                                                                    eld
                                                                    w .k  a m er-fm.c
                                                    e n                                       h
                                     Informa
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                           e it e re                            e -m a il : kammer-
                         W                  fm.ch
                                    ammer-               it.ch
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                          e-mail:

Mit Unterstützung von:
MARIA LEZZI ÜBER RAUMPLANUNG- SVIT Schweiz
IMMOBILIENPOLITIK                     RAUMPLANUNGSGESETZ

                             3
Kein dringender Handlungsbedarf
Der SVIT Schweiz hält es für verfrüht, jetzt eine zweite Etappe der Revision des Raum­
planungsgesetzes in Angriff zu nehmen. Die erste Etappe befindet sich in der Umsetzung
und wird auf kommunaler Ebene noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

IVO CATHOMEN*                                       sion und deren Inhalt. Allenfalls muss bei    bringt, dass er die angestrebte Nutzung
ZWEITE ETAPPE IN DER VERNEHMLASSUNG.                 der ersten Etappe nachgebessert werden.       gemäss den betreffenden kantonalen ge­
Raumplanung bleibt zuoberst auf der poli­                                                          setzlichen Anforderungen kompensiert.
tischen Agenda. Die Kantone sind derzeit             PRÜFENSWERT, ABER ZU WENIG AUSGEREIFT.            Der Planungs- und Kompensationsan­
mitten in der Umsetzung des revidierten              Im Fokus der vom Bundesrat vorgeschla­        satz ist nach Ansicht des SVIT Schweiz
Raumplanungsgesetzes (RPG), das vom                  genen Revision steht das Bauen ausser­        nicht ausgereift. Der Verband hinterfragt
Schweizer Stimmvolk 2013 verabschie­                 halb der Bauzonen. Nebst der besseren         grundsätzlich dessen Praktikabilität. Ei­
det wurde. Erst ein Drittel der Kantone              Verständlichkeit durch den Zusammen­          ne Kompensation darf nicht dazu führen,
hat den Richtplan unter Dach und Fach.               zug der Bestimmungen in einem eige­           dass wegen der Kosten und Auflagen der
Für die andern läuft die Frist bis 2019.             nen Kapitel führt die Regierung neue          Kompensation das gesamte Bauvorha­
Die Hauptarbeit steht aber erst noch be­             Instrumente ein, so namentlich die Be­        ben verhindert wird. Vielfach wird es dem
vor. Die Gemeinden müssen die revidier­              seitigungsauflage sowie den Planungs-         Bauwilligen gar nicht möglich sein, eine
ten Richtpläne und Baugesetze in ihrer               und Kompensationsansatz.                      Kompensation zu erbringen. Vielmehr
kommunalen Bauordnung umsetzen. Erst                     Baubewilligungen für neue Bauten          müsste eine gesamthafte kantonale Kom­
dann herrscht für Grundeigentümer und                und Anlagen sollen ausserhalb der Bauzo­      pensation vorgesehen werden.
Bauwillige wieder Rechtssicherheit.                  nen nur noch mit einer Beseitigungsauf­           Der SVIT Schweiz befürwortet grund­
    Nun hat der Bundesrat die zweite                 lage erteilt werden. Das bedeutet, dass Be­   sätzlich eine klare Trennung zwischen
Etappe der Revision des Raumplanungs­                willigungen nicht mehr «für die Ewigkeit»     Baugebiet und Nichtbaugebiet, wie dies
gesetzes vorgezeichnet und Parteien,                 erteilt werden, sondern dass die betref­      mit der Vorlage angestrebt wird. Der Ver­
Kantonen und Interessenverbänden zur                 fenden Bauten bei Wegfall der ursprüngli­     band tritt jedoch dafür ein, dass Bauen
Vernehmlassung unterbreitet. Er will das             chen Zweckbestimmung entfernt werden          ausserhalb der Bauzone in sorgfältig ab­
Geschäft dem Parlament, zusammen mit                 müssen. Ausgenommen wären Wohnbau­            gewogenen Fällen möglich – das heisst fi­
der Botschaft zur Volksinitiative «Zer­              ten, für die eine Beseitigungsauflage auf­    nanzierbar und mit vertretbarem planeri­
siedelung stoppen – für eine nachhalti­              grund der hohen Investitionskosten un­        schen Aufwand realisierbar – sein muss.
ge Siedlungsentwicklung (Zersiedelungs­              verhältnismässig wäre. Allerdings macht       Dies ist mit der nun vorliegenden Vorla­
initiative)» vor Beginn der Wintersession            der Bundesrat klar, dass sichergestellt       ge in Frage gestellt. Im Weiteren soll eine
unterbreiten und drückt aufs Gas.                    werden muss, dass diese Bauten lang­          massvolle Nutzungsänderung bestehen­
    Der SVIT Schweiz hält das Vorgehen               fristig der landwirtschaftlichen Nutzung      der Bauten erlaubt bleiben. Der Verband
jedoch für überstürzt. Es besteht keine              erhalten bleiben.                             wehrt sich grundsätzlich gegen alle Mass­
zeitliche Dringlichkeit für eine erneute                 Mit dem Planungs- und Kompensa­           nahmen, die das Bauen weiter verteuern,
Revision des RPG. Ein direkter Zusam­                tionsansatz wird das Ziel verfolgt, den       verschleppen und Investitionen verun­
menhang mit der Zersiedelungsinitia­                 Kantonen beim Bauen ausserhalb der            möglichen.
tive besteht nicht. Der Verband fordert              Bauzonen mehr Spielraum zu geben, da­             Ebenfalls auf die Ablehnung des Ver­
in seiner Vernehmlassung, den Revisi­                mit sie spezifischen Bedürfnissen bes­        bandes stösst die Ausweitung der Pla­
onsprozess zu sistieren und eine Analy­              ser Rechnung tragen können. Dies ist je­      nungspflicht – beispielsweise in den Un­
se der Zielerreichung der ersten Revisi­             doch kein Freipass. Die Kantone können        tergrund –, die lediglich dazu führt, dass
onsetappe einzuleiten. Der Verband geht              beispielsweise in den Bereichen Land­         die Planungskosten für die öffentliche
davon aus, dass das Potenzial der Sied­              schaftsentwicklung, Tourismusförderung        Hand und Private weiter steigen.
lungsentwicklung nach innen – sprich:                oder Landwirtschaft eigenständige Spe­
Verdichtung – von den Kommunen nicht                 zialregelungen festlegen. Damit diese         Die Vernehmlassung des SVIT Schweiz finden Sie unter
                                                                                                   www.svit.ch.
ausgeschöpft und der Bodenmarkt darum                Mehrnutzung aber nicht zu einer Aufwei­
angeheizt wird. Die Ergebnisse einer Be­             chung des Trennungsgrundsatzes führt,                        *IVO CATHOMEN
                                                                                                                  Dr. oec. HSG, ist leitender Redaktor
standesaufnahme sind in eine allfällige,             wird verlangt, dass sie kompensiert wird.                    der Zeitschrift Immobilia.
aber keinesfalls zwingende zweite Etappe             Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass der
miteinzubeziehen und haben Einfluss auf              Bauwillige, der von der Spezialregelung
den Entscheid über eine neuerliche Revi­             Gebrauch machen will, den Nachweis er­

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10    |   immobilia September 2017
Ecknauer+Schoch ASW
IMMOBILIENPOLITIK         KURZMELDUNGEN

SCHWEIZ                          er eine Lockerung der Be­
                                 dingungen für die Anwend­
REVISION DER                     barkeit von Artikel 926 ZGB
LIEGENSCHAFTS­                   verlangt, um besser gegen
KOSTENVERORDNUNG                 Hausbesetzer vorgehen zu
Der Bundesrat hat Mitte          können. Feller verlangt na­
August­die Vernehmlassung        mentlich längere Fristen. Die
zur Totalrevision der Liegen­    Minderheit erachtet es nicht
schaftskostenverordnung er­      als zielführend im ZGB star­
öffnet. Mit der Verordnung       re Fristen einzuführen und
wird die Umsetzung des           sieht die Lösungsansätze im
Energiegesetzes und der da­      kantonalen Polizeirecht.
rin festgehaltenen neuen Re­
geln bzgl. Abzugsfähigkeit
der Rückbaukosten für den        STEIGENDE LEER­
Ersatzneubau und die Über­       WOHNUNGSZAHL
tragungsmöglichkeit auf zwei     In den bis Ende August pu­
nachfolgende Steuerperio-        blizierten Zahlen zur Er­
den konkretisiert. Die Ver­      hebung der leerstehenden
nehmlassung läuft bis Mitte      Wohnungen und Einfami­
November.                        lienhäuser zeichnet sich
                                 schweizweit ein weiterer An­

ABSCHAFFUNG DES
                                 stieg der Leerwohnungsziffer
                                 ab. Auch in den «Hotspots»       Software-Gesamtlösung für
EIGENMIETWERTS
Nach der Wirtschaftskommis­
                                 entspannt sich die Situation.
                                 So waren am Stichtag 1. Juni     das Immobilienmanagement
sion des Ständerats (WAK-        2017 etwa im Kanton Zürich
S) hat Mitte August auch jene    6600 Wohnungen leer. Das
des Nationalrats beschlossen,    sind rund 450 mehr als im                • Verwaltung von Mietliegenschaften
bei der Wohneigentumsbe­         Vorjahr, was einer Leerwoh­
                                                                            und Stockwerkeigentümergemein­
steuerung einen Systemwech­      nungsziffer von 0,90 (Vor­
sel anzustreben und die WAK-     jahr: 0,84) entspricht. In Ba­             schaften
S eine entsprechende Vorlage     sel-Stadt stieg die Ziffer auf           • Prozessorientierte Programm­
ausarbeiten zu lassen. Sie un­   0,5 (0,4)%.                                assistenten
terstützt die Kommissionsin­                                              • Individuell gestaltbare Masken
itiative der WAK-S. Für die                                               • Elektronische Ablage sämtlicher
Kommissionsmehrheit ist es       FREIBURG                                   Dokumente
zum jetzigen Zeitpunkt jedoch
                                                                          • Mobile Wohnungsübergabe inkl.
noch zu früh, sich für einen     FREIBURGER BAUGE­
reinen Systemwechsel – keine     SETZ GENÜGT NICHT                          Abnahmeprotokoll auf iPad
Eigenmietwertbesteuerung,        Die im Kanton Freiburg ge­
keine Abzugsmöglichkeiten –      troffene Regelung, um die tat­           www.abacus.ch
auszusprechen. Infolgedessen     sächliche Überbauung von
gibt die Kommission der par­     Bauland herbeizuführen, ge­
lamentarischen Initiative von    nügt den Anforderungen des
Leutenegger Oberholzer kei­      revidierten Raumplanungs­
ne Folge. Diese hatte den rei­   rechts des Bundes nicht. Das
nen Systemwechsel gefordert.     Bundesgericht heisst die Be­
                                 schwerde von vier Privatper­
                                 sonen und einer Gemeinde
BESSERE                          teilweise gut. Der Freibur­
HANDHABE GEGEN                   ger Gesetzgeber wird eine­                                    Event:
HAUSBESETZER                     Lösung treffen müssen,                                Special o
                                                                                              m
                                                                                       AbaIm mber 2017       us.ch
                                                                                        17. Nove ng www.abac
Die Rechtskommission des         welche­die bundesrechtli­
                                                                                                u
Ständerats hat die Motion        chen Vorgaben erfüllt (Urteil                          Anmeld
von FDP-Nationalrat Olivier      1C_222/2016 vom
Feller angenommen, mit der       5. Juni 2017).

                                                                                     immobilia September 2017   |   11
IMMOBILIENWIRTSCHAFT                 AREALENTWICKLUNG

Standort als Erfolgsfaktor
Standorte sollen langfristig erfolgreich sein. Garantieren kann das
zwar niemand, aber eine fundierte Standortanalyse hilft, Businesspläne
realistischer zu gestalten und Leerstände zu vermeiden.

Dank einer Standortanalyse zu einer nachhaltigen Sanierungsmassnahme: das Hallenbad Rialto in Basel (Bild: Sportamt des Kantons Basel-Stadt).

CHRISTIAN SCHMID*                                rund 200 Wohnungen an diesem Standort             vollständigen die Analyse. Wird auch die
LANGFRISTIGE PERSPEKTIVE MIT STANDORT-            nicht hätten gebaut werden sollen.                Einbettung eines Bauvorhabens ins Quar-
ANALYSE. Bau- oder Sanierungsentschei-                Informationen zu Lage, Erreichbar-            tier, die Wirkung auf die Wohn- und Ar-
de werden oft zügig gefällt. Gemäss SIA-          keit und Mietpreise geben zwar erste Hin-         beitsqualität im betreffenden Dorf- oder
Phasenmodell werden in der ersten Phase           weise auf das Potenzial des Standortes,           Stadtteil untersucht und werden die Inter-
Bedürfnisse abgeklärt, Ziele definiert und        greifen aber oft zu kurz. Eine vollständi-        essen der Quartiersbevölkerung einbezo-
gleich auch noch die Lösungsstrategie             ge Standortanalyse stellt die aktuelle und        gen, können zusätzliche Synergien identi-
festgelegt. Das Gebäude soll wieder für           die künftige Nutzung ins Zentrum und              fiziert und durch geschickte gemeinsame
Jahrzehnte funktionstüchtig sein. Dass an         berücksichtigt die gesamte Nachfrage –            Nutzung Kosten geteilt, beziehungsweise
einem bestimmten Standort auch langfris-          zum Beispiel nach Wohnraum oder nach              ein­e bessere Auslastung erreicht werden.
tig gewohnt, Produkte hergestellt oder            Sport und Erholung – und das gesamte,             Beispielsweise ist es sinnvoll, bei einem
Dienstleistungen angeboten werden kön-            bereits bestehende Angebot. Durch Ein-            Schulhausneubau die Verpflegungs- und
nen, wird dabei implizit angenommen. Ob           bezug von Aspekten wie Bevölkerungs-              Sportmöglichkeiten so zu dimensionie-
ein Gebäude an einem Standort funktio-            dichte und Altersstruktur, Ausdehnung             ren, dass auch die Bedürfnisse der Bevöl-
niert, ist davon abhängig, ob die entspre-        und Bedeutung des potenziellen Absatz-            kerung und die bestehende entsprechen-
chende Nutzung erfolgreich ist.                   gebietes kann das heutige und künftige            de Nachfrage berücksichtigt werden, und
    Im Beispiel der Siedlung Neugrüen in          Nachfragepotenzial geschätzt werden. In-          umgekehrt das bestehende Imbiss- oder
Mellingen AG scheint das zumindest bis-           formationen zur aktuellen und künftigen           Turnhallenangebot in die Planung einzu-
her nicht der Fall zu sein: In der nach           Konkurrenzsituation oder zum Image von            beziehen.
höchsten Nachhaltigkeitsstandards ge-             Organisationen sowie – bei einer Nutzung
bauten Siedlung steht drei Jahre nach             durch Unternehmen oder der öffentlichen           SANIERUNGSOPTIMIERUNG HALLENBAD R
                                                                                                                                    ­ IALTO.
Bezug ein Drittel der Wohnungen leer,             Hand – zu verfügbaren spezifischen Ar-            Im Jahr 2015 beschloss der Regierungs-
und die Bauherrschaft meint gar, dass die         beitskräften und zur Zuliefersituation ver-       rat des Kantons Basel-Stadt die Sanie-

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17

rung des städtischen Hallenbads Rialto­                   Zunächst wurde die heutige Stand-          rund sieben Mal mehr Saunaeintritte ver-
im Stadtzentrum von Basel. Nach rund                  ortattraktivität, Besucherzahlen, Eintritts-   zeichnet werden können und der Auslas-
40-jähriger Nutzung seit der letzten voll-            preise und Nutzungsauslastungen des            tungsgrad etwa verdoppelt werden kann.
ständigen Renovation war der Sanie-                   Hallenbades Rialto untersucht. Basierend           Mit dieser Standortanalyse konn-
rungsbedarf in den letzten Jahren stark               auf einer Analyse des gesamten Bade- und       te das Optimierungspotenzial für die Er-
angestiegen. Die Sanierung soll in den                Wellnessangebotes in der Agglomera­tion        weiterung des Bade- und Gesundheitsan-
Jahren 2019 und 2020 realisiert werden,               Basel und unter Einbezug des prognosti-        gebotes im Hallenbad Rialto aufgezeigt
und das Hallenbad Rialto soll ein zeit-               zierten Bevölkerungswachstums bis 2030         werden. Der Businessplan wurde kon-
gemässes Erscheinungsbild erhalten. Im                wurde die künftige Bade- und Wellness-         kretisiert und auf eine solide Grundlage
Rahmen einer gleichzeitigen Nutzungs-                 nachfrage für das Hallenbad Rialto ge-         gestellt. Die Verantwortlichen der Stadt
anpassung soll unter anderem das Ge-                  schätzt.                                       Basel­verfügen damit über die notwen-
sundheits- und Wellnessangebot im Sau-                    Die Resultate zeigen, dass von einer       dige Grundlage, um die Vorteile des Pro-
nabereich vergrössert und attraktiver                 höheren künftigen Nachfrage nach Bade-         jekts für Stimmbürger und Badegäste fun-
gestaltet werden. Ob diese Erweiterung                und Wellnessangeboten in der Region            diert aufzuzeigen. 
des Bade- und Gesundheitsangebotes                    Base­l ausgegangen werden kann. Durch
tatsächlich einer Nachfrage am Stand-                 die ideale verkehrstechnische Lage des                   *DR. CHRISTIAN SCHMID
                                                                                                               Der Autor ist Wirtschaftsgeograph und
ort Rialto in Basel entspricht, wurde im              Hallenbades Rialto in Kombination mit                    Regionalökonom. Er leitet bei der Intep
Rahmen der Erarbeitung eines Business-                dem geplanten Ausbau und einer attrak-                   GmbH das Team «Sozioökonomie und
planes durch eine Standortanalyse er-                 tiveren Gestaltung des Saunaangebots                     nachhaltige Standortentwicklung».
mittelt.                                              kann davon ausgegangen werden, dass

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IMMOBILIENWIRTSCHAFT                         STANDORTENTWICKLUNG

Verdichtung nach innen
Durch eine geschickte Zusammenarbeit liessen sich zwei Fliegen mit einer Klappe
schlagen. Einerseits könnte man mit einer Aufstockung von Stockwerkeigentum Bauland
generieren, andererseits die zu gering geäufneten Erneuerungsfonds füllen.

ANREIZMODELL: AUSSCHÖPFUNG DES VERDICHTUNGSPOTENZIALS IM STOCKWERKEIGENTUM DURCH AUFSTOCKUNG
Quelle: Autor

                                   Phase 1                                     Phase 2                              Phase 3

                                                                               Investor

                   Verkauf                        Einkauf                                             Rendite
                   Potenzial                      Potenzial

                                                                               Neubau
                                                                             Aufstockung

                                                                            grosszyklische
                                                                              Sanierung

                   STWEG alt                                                                                      STWEG neu
                   9 Einheiten                                                                                   9 + 3 Einheiten

                               Erneuerungsfonds                          Erneuerungsfonds nach                  Erneuerungsfonds
                                 vor Sanierung                             Verkauf Wertquote                     nach Sanierung

DRILON QELAJ*                                                Gesamtsanierungen drängen sich zuneh-        einen des Ausnützungspotenzials einen
BODEN IST EIN KNAPPES GUT. Aufgrund des                       mend auf.                                    einstimmigen Beschluss in der Eigentü-
Wohlstandes steigt in der Schweiz, ne-                            Vielen Stockwerkeigentümergemein-        merversammlung.
ben der Zunahme der Wohnbevölke-                              schaften fehlt aufgrund der verpassten           Mit dem schnüren des Potenzialpa-
rung, auch der Wohnflächenbedarf pro                          Lebenszyklusplanung das Geld für eine        ketes gibt jeder Eigentümer einen ent-
Kopf. Gleichzeitig ist der Boden ein                          grosszyklische Sanierung. Die Erneue-        sprechenden Teil der Wertquote ab.
knappes Gut. Der haushälterische Um-                          rungsfonds sind somit für eine Gesamtsa-     Der Preis für die Geschossflächenreser-
gang mit dem Boden ist in der Schwei-                         nierung oft massiv zu wenig geäufnet.        ven sollte günstiger als der Preis für den
zerischen Bundesverfassung verankert                          Sofern nicht alle Eigentümer diese Liqui-    Quadratmeter unbebautes Bauland sein.
und wurde durch die Annahme der Revi-                         ditätslücke auf privater Basis ausgleichen   Durch den anschliessenden Verkauf an
sion des Raumplanungsgesetzes im Mai                          können, entsteht eine Blockade aufgrund      einen externen Investor können je nach
2013 durch das Volk noch einmal bekräf-                       der fehlenden Mittel. Die Blockade wird      Lage genügend finanzielle Mittel für den
tigt. Die logische Konsequenz ist die Be-                     mit dem Druck der Innenverdichtung ver-      zu wenig geäufneten Erneuerungsfonds
grenzung der Siedlungen in ihrer Aus-                         eint. Der entstandene Knoten soll mit ei-    generiert werden. Dieser ist nun gefüllt,
dehnung nach aussen, und somit die                            nem Anreizmodell gelöst werden.              um die notwendige grosszyklische Sa-
zwangsläufige Notwendigkeit der In-                                                                        nierung finanzieren zu können.
nenverdichtung. Ein grosser Teil des In-                      PHASE 1: UMTAUSCHPOTENZIAL MIT EINLA-            Mit der heterogenen Eigentümer-
nenverdichtungspotenzials befindet sich                       GE ERNEUERUNGSFONDS. Über die letzten        struktur ist das Erreichen der Einstim-
auf bereits bebauten Grundstücken. Vie-                       Jahrzehnte hin hat sich ein Ausnützungs-     migkeit in einer Stockwerkeigentümer-
le dieser Liegenschaften sind im Besitz                       potenzial auf den bebauten Zonen gebil-      gemeinschaft äusserst schwierig, mit
von Stockwerkeigentümergemeinschaf-                           det. Dies wird mit der Umsetzung des         zureichend grossen finanziellen Anrei-
ten. Das Stockwerkeigentum wurde in                           Raumplanungsgesetzes erhöht. Die ein-        zen kann der Homo oeconomicus jedoch
der Schweiz 1965 gesetzlich verankert                         zelnen Stockwerkeigentümer können            positiv darauf reagieren.
und deren Anteil hat in den letzten Jahren                    das schlummernde Potenzial nicht mo-
stetig zugenommen. Die ersten Liegen-                         netarisieren. Weil das Grundstück im         PHASE 2: AUFSTOCKEN MIT DER SANIERUNG.
schaften sind nun rund 50 Jahre alt und                       Miteigentum ist, braucht es für das Ver-     Mit dem Verkauf des Potenzials kann die

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                                                                                                      Das
                                                                                                        DasA Aund
                                                                                                                undOOfürfür
Realisierung der notwendigen grosszyk-
lischen Sanierung beginnen. Der Erneu-
                                                   dass mit der fremdfinanzierten Sanierung
                                                   die Nebenkosten gesenkt werden können              ein
                                                                                                        einerfolgreiches
                                                                                                            erfolgreiches
erungsfonds ist mit den Einlagen und               und die Kosten für den zukünftigen Wer-
durch den Verkauf der Reserven genü-
gend geäufnet. Somit bleibt die persönli-
                                                   terhalt der Immobilie mit einer höheren
                                                   Anzahl Eigentümer geteilt werden kann.
                                                                                                      Projektmanage-
                                                                                                        Projektmanage-
che finanzielle Situation einzelner Eigen-
tümer unangetastet. Dieser Vorteil sollte
                                                   Andererseits hätte dies einen geringeren
                                                   Miteigentumsanteil und damit verbunden             ment
                                                                                                        mentististein
                                                                                                                    einguter
                                                                                                                        guter
die Chance für eine Einstimmigkeit mas-            ein geringeres Stimmrecht zur Folge, wo-
siv erhöhen.
    Die Gemeinschaft übernimmt die all-
                                                   mit der Einfluss Einzelner gegenüber der
                                                   Gemeinschaft reduziert wird.
                                                                                                      Überblick.
                                                                                                        Überblick.
gemeinen Teile: Dach, Fassade ohne Fens-
ter, Treppenhaus, Haustechnikanlagen,              FAZIT. Das Anreizmodell zeigt auf, dass
Steigschächte etc. Die grosszyklische Sa-  das Verdichtungspotenzial bei Liegen-                      Markstein
                                                                                                          Markstein
                                                                                                                  bietet
                                                                                                                      bietet
                                                                                                                         die die
                                                                                                                             gesamte
                                                                                                                                 gesamteDienstleis-
                                                                                                                                             Dienstleis-
nierung kann nach der technischen Not-     schaften im Stockwerkeigentum im Zu-                       tungspalette
                                                                                                          tungspalette
                                                                                                                     an, an,
                                                                                                                         vonvon
                                                                                                                             der der
                                                                                                                                  Erarbeitung
                                                                                                                                      Erarbeitungeiner
                                                                                                                                                     einer
wendigkeit geplant und ausgeführt wer-     sammenhang mit einer grosszyklischen
                                                                                                      Immobilienstrategie
                                                                                                          Immobilienstrategieüberüber
                                                                                                                                   die die
                                                                                                                                        Bewertung
                                                                                                                                             Bewertung
den. Die Wertsteigerung bzw. Werterhalt    Sanierung durch eine gleichzeitige Auf-
                                                        stockung ausgeschöpft wer-                    bis hin
                                                                                                          bis hin
                                                                                                              zur zur
                                                                                                                  Bauherrenvertretung.
                                                                                                                      Bauherrenvertretung.    Unser
                                                                                                                                                 Unser
                                                        den kann. Natürlich stellt die                interdisziplinäres
                                                                                                          interdisziplinäres
                                                                                                                          Team,
                                                                                                                              Team,
                                                                                                                                  bestehend
                                                                                                                                       bestehend
                                                                                                                                               aus aus
     Probleme sollten gemeinsam,
                                                        Heterogenität vieler Gemein-                  Ingenieuren,
                                                                                                          Ingenieuren,
                                                                                                                     Bau-Bau-
                                                                                                                           undund
                                                                                                                                Immobilienfach-
                                                                                                                                    Immobilienfach-
und nicht jedes einzeln, gelöst                         schaften nach wie vor ei-                     leuten,
                                                                                                          leuten,
                                                                                                              unterstützt
                                                                                                                  unterstützt
                                                                                                                           Sie Sie
                                                                                                                               im gesamten
                                                                                                                                   im gesamten  Bau-Bau-
werden.»                                                ne grosse Herausforderung                     prozess
                                                                                                          prozess
                                                                                                               oderoder
                                                                                                                    phasenweise,
                                                                                                                         phasenweise,
                                                                                                                                    wann wann
                                                                                                                                            immer
                                                                                                                                                immer
                                                        dar. Viele der Liegenschaf-
                                                        ten, bei denen nun die gross-
                                                                                                      unsere
                                                                                                          unsere
                                                                                                              Kompetenz
                                                                                                                  Kompetenzgefragt
                                                                                                                               gefragt
                                                                                                                                     ist. ist.
                                                        zyklische Sanierung anfällt,
                                                        haben ein reguläres Dachge-
                                                        schoss. Dies ist ideal für ei-                www.markstein.ch
                                                                                                        www.markstein.ch
                                                        ne Aufstockung. Der Trend
der Immobilie ist somit gesichert. Wenn hin zu Gebäuden mit Attikawohnungen
sie an einer guten Lage steht, kann durch könnte die Aufstockung resp. Die Eini-
den Verkauf des Potenzials mehr Geld als gung innerhalb der Gemeinschaft in Zu-
nur für die Sanierung generiert werden. kunft erschweren. Der Attikawohnungs-
Dadurch könnte man die privaten Teile besitzer muss angemessen entschädigt
(Küche, Nasszellen, Oberflächen) mitfi- werden oder ein Vorkaufsrecht auf die
nanzieren. Gleichzeitig beginnt der In- neue oberste Wohnung erhalten. In An-
vestor mit der Planung und Realisierung. betracht der grossen Relevanz der Innen-
Idealerweise ist er ein General- oder To- verdichtung wäre eine Prüfung der aktu-
talunternehmer und er kann neben der ellen Baugesetzgebung notwendig. Mit
Entwicklung der Aufstockung auch die kleinen Anreizen könnten Kommunen
Gesamtsanierung übernehmen. Die ent- zukünftige Attikageschosse bzw. obers-
standenen Kostensynergien sind Vortei- te Geschosse eine sinnvolle Gestaltung
le für beide Parteien.                     fördern, ohne die zukünftige Potenzial-
                                           ausschöpfung zu erschweren.
PHASE 3: RENDITE. Die neu generierten          Um zukünftige Sanierungen selber
Wohnungen können entsprechend ver- tragen zu können, müsste man die Ei-
mietet oder verkauft werden. Weil der gentümer auf die Lebenszyklusplanung
Preis für das Ausnützungspotenzial tiefer sensibilisieren. Oder man lässt es so wei-
als auf einer grünen Wiese ist, sollte der terlaufen. Die Stockwerkeigentümer kön-
Anteil Bauland pro Wohnung kleiner sein. nen somit jährlich schönere Ferien ge-
Dadurch entsteht für den Investor eine hö- niessen, und man leistet in der Zukunft
here Rendite. Ein GU/TU kann somit bei mit einer Aufstockung einen Beitrag zur
der Sanierung und bei der Aufstockung Innenverdichtung.
Gewinn erzeugen.
    Für die einzelnen Stockwerkeigentü-                *DRILON QELAJ
                                                       Der Autor ist Architekt FH und arbeitet bei
mer ist der Wert ihrer Immobilie gestie-               Husistein & Partner in der Akquise und Pro-
gen. Diese könnten sie ebenfalls mit einer             jektleitung. Dieser Artikel entstand im Rah-
Gewinnmitnahme veräussern. Ein massi-                  men des MAS Immobilienmanagement an
                                                       der Hochschule Luzern.
ver Vorteil für die alten Eigentümer ist,
IMMOBILIENWIRTSCHAFT                   AREALENTWICKLUNG

Gemischte Areale managen
Die Ansprüche von Grossarealen werden immer komplexer und erfordern eine neue Art
von Expertise, die über eine klassische kaufmännische und technische Bewirtschaftung
hinausgeht. Dafür gehen Immobilien-Dienstleister neue Wege.

Beispiele für ein erfolgreiches Management von Arealen: das Prime-Tower-Areal in Zürich und das NZZ-Areal (Bild Seite 19) in Schlieren
(Quelle: Swiss Prime Site).

THOMAS HINDERLING*                                 sein: geeignete Grösse von +/- 20 000 m2            Heterogenität und Attraktivität zu ver-
VIELFÄLTIGE BEDÜRFNISSE. Das Manage-                und grösser, hohe technische und kauf-              leihen.
ment von Grossarealen mit gemischter                männische Komplexität, anspruchsvol-
Nutzung, Mixed-Use-Site-Management,                 le Mieterschaft, wechselnde (Teil)-Nut-
                                                                                         DIE DNA EINES AREALS. Ein Areal wird dann
umfasst die Entwicklung, Betreuung und              zungen, Branding und Naming sowie    zur Marke, wenn der Mieter zum Bot-
Vermarktung in verschiedenen Lebens-                                                                       schafter wird. Hier-
zyklen. Um den vielfältigen, anspruchs-                Ein Areal wird zum Brand, wenn                      für sind viele Faktoren
vollen Aufgaben in den verschiedenen                der Mieter zum Botschafter wird.»                      entscheidend: In erster
Phasen einer Liegenschaft gerecht zu                                                                       Linie sind die Zusam-
werden, ist ein Team von Spezialisten                                                                      mensetzung des Mie-
aus verschiedenen Disziplinen die logi-                                                                    termixes mit einem
sche Antwort. Schnellere Reaktionszei-                                                                     Zusammenspiel von
ten und eine exaktere Steuerung wer-                                                                       Arbeit, Wohnen, Erho-
den durch die Präsenz direkt auf dem                                                                       lung, Freizeit, Wissen,
Areal entscheidend verbessert. Um als                                                                      Bildung, Kultur, Gas-
mögliches Mixed-Use-Site-Projekt in                 Community-Bildung. Ebenso sollte der tronomie und Retail sowie die räumli-
Betracht zu kommen, müssen folgen-                  Mietermix verschiedene Nutzergruppen che Beschaffenheit (Quartiercharakter)
de Kriterien mehrheitlich gewährleistet             umfassen, um dem Areal die benötigte wichtig. Die Vielfalt ist notwendig, um ei-

16   |   immobilia September 2017
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                                                                                                                                          S
                                                                                                                                    SWAISD E
                                                                                                                                      M

                                                                                                              Financial tools - Technical tools - Administrative tools

ne anziehende Wirkung zu erzielen und                          STEIGENDE BEDEUTUNG DURCH LAUFEND NEUE
so schlussendlich eine starke Commu-                           BEDÜRFNISSE. Der Wettbewerb wird här-
nity zu bilden, die sich gegenseitig im-               ter: Leerstände, Überkapazitäten auf
mer wieder neu inspiriert. Sondernut-                  dem Businessimmobilienmarkt, Kon-
zungen, Events und Zwischenlösungen
unterstützen dies zusätzlich. Erste Erfah-
                                                       kurrenz durch Neubauten etc. Dazu
                                                       kommt das Bedürfnis, dass sich Fir-
                                                                                                                   Software
                                                                        men immer öfter über                       für die
                                                                        die Arbeitsplatzqua-
     Areale mit gemischter Nutzung                                      lität und die Attrakti-                    Verwaltung von
stehen meist für eine starke Community vität der Umgebung
mit einem Zusammenspiel von Arbeit,                                     positiv    positionie-                     Mietliegenschaften
Wohnen, Freizeit und Erholung.»                                         ren, um so die besten
                                                                        Fachkräfte anzuzie-
                                                                                                                   und
                                                                        hen. Das bedeutet für                      Stockwerkeigentum
                                                                        Areale möglichst als
                                                                        pulsierender Mikro-
                                                                        kosmos wahrgenom-
                                                                        men zu werden, was
                                                                        wiederum den Miet-
                                                                        zins und die Auslas-
                                                                        tung der Liegenschaft
                                                                        positiv   beeinflusst.
rungen im Markt zeigen, dass die Ent- Ebenso wird von Immobilien-Dienstleis-
wicklung hin zu einer Areal-DNA zwar tern verstärkt strategische Mitarbeit bei
gesteuert und unterstützt werden kann, Areal-Entwicklungen eingefordert. Das
aber auch ständiges Optimieren und in- macht durchaus Sinn, denkt man vor
tensive Arbeit bedeuten. Eine sorgfäl- allem an Betriebs- oder Nutzungskon-
tige Belegung mit Mietern sowie eine zepte. Auf all diese Anforderungen die
einfache Namensgebung alleine rei- passenden Antworten und Lösungen zu
chen dafür nicht aus. Vielmehr müssen finden, stellt für die traditionelle Immo-
die Märkte Residential, Office und Com- bilienbranche eine grosse Herausforde-
mercial gemeinsam betrachtet werden.                   rung dar. Wincasa hat diese Herausfor-
                                                       derung mit der anfangs Jahr lancierten
 BEISPIELE VON AREALEN                                 Dienstleistung Mixed-Use-Site-Manage-
 Projekte in verschiedenen Lebenszyklen. Beispiele für ment angenommen.
die verschiedenen Phasen, in denen sich Areale befinden,
sind die drei Liegenschaften Prime Tower-Areal, Siemens-
Areal und die ehemalige NZZ-Druckerei. Alle befinden sich      KUNDENANSPRUCH UND DIE PASSENDE LÖ-

                                                                                                             www.immob8-5.ch
in der Stadt Zürich und werden von Wincasa im Auftrag der      SUNG. Je attraktiver das Areal, desto an-
Swiss Prime Site Immobilien AG betreut.
                                                               spruchsvoller der Mieter. Die Erfahrung
Prime Tower-Areal. Das Prime Tower-Areal, zu dem auch
die Maag-Event-Hallen gehören, ist ein Paradebeispiel für      von Wincasa zeigt, dass die Ansprüche
Mixed-Use-Site-Management: Eine massive Grösse von cir-        meist linear mit dem Quadratmeterpreis
ca 75 000 m2 und ein spannender heterogener Mietermix
bestehend aus Business, Kultur, Gastro, Services, Retail in
                                                               der Immobilie ansteigen. Es werden
einem boomenden Umfeld im Herzen von Zürich. Der Fo-           schnellere Reaktionszeiten, besserer
kus liegt vor allem auf der Verbesserung der Dienstleistun-    Service, technisch modernste Ausstat-
gen, attraktiver Nutzung, verbessertem Angebot und einer
Ausarbeitung der künftigen Strategie.                          tung, Proaktivität, Zusatzleistungen und            Morgenstrasse 121 - 3018 Bern
Siemens-Areal. Das Siemens-Areal in Albisrieden hält           eine attraktive Bespielung des Areals ge-           Telefon 058 255 1234
komplett unterschiedliche Aufgaben bereit: Auf der einen       fordert. Hinzu kommt, dass es sich bei
Seite die Evaluation einer Plattform für die bestehende        den Ansprechpartnern auf Mieterseite                Route de Châtaigneriaz 1 - 1297 Founex
Mieterschaft mit ungefähr 25 Parteien im älteren Gebäu-                                                            Téléphone : 058 255 1234
deteil mit angehängter Grosskantine, auf der anderen Sei-      meistens um Spezialisten mit grossem
te ein grosser Neubau mit rund 20 000 m2, der aktuell am       Fachwissen handelt.
Entstehen ist, und bei deren Entwicklung und Aufbau eines                                                          Partner in der Ostschweiz
Community-Angebots Wincasa mitwirkt.
                                                                  Grossareale müssen zwingend auch                 Bigger IT Services AG
NZZ-Areal. Das NZZ-Areal in Schlieren wird Ende 2017 ge-       mittels PR- und Marketingmassnahmen                 CH-8280 Kreuzlingen 3 - Postfach 34
schlossen, bevor eine rund 2-jährige Umbauphase beginnt.       ins optimale Licht gerückt werden, um               Telefon: +41 (0)71 680 06 70
Als künftiger Anker-Mieter konnte die Zühlke AG gewonnen       im Gespräch und in den Köpfen mögli-                info@b-its.ch - www.b-its.ch
werden. Hier besteht die Aufgabe ebenfalls darin, bereits an
der Entwicklung des neuen Areals mitzuwirken und bis zum       cher Interessenten zu bleiben. Auch ein
Ende 2017 die Eventhalle mit Zwischennutzungen, wie z. B.      gutes Verhältnis mit der öffentlichen
der Programmierung eines grossen Eventraums zu bespielen.
                                                               Hand – Polizei, Stadt, Politik – ist unab-

                                                                                                                                             immobilia September 2017    |   17
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                                                                                        Immobilien-Klaviatur.

                                                                                        Karrierebegleitend weiterbilden
                                                                                        • MAS Real Estate Management
                                                                                        • CAS Center Management
                                                                                        • CAS Digital Real Estate

                                                                                        Jetzt zum Infoabend oder persönli-
                                                                                        chen Beratungsgespräch anmelden.
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     HWZ_REM_188x132_Immobilia_032017.indd 1                                                                                       15.02.2017 15:02:24

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                   sind sehr professionell
              und praxisnah.»
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18    |   immobilia September 2017
IMMOBILIENWIRTSCHAFT              AREALENTWICKLUNG

dingbar. Diese vielfältigen und höchst        des jeweiligen Standorts obliegt einer      nagement von Arealen generell zu einer
anspruchsvollen Anforderungen sind            Führungspersönlichkeit mit Ausstrah-        deutlich besseren Kommunikation, hö-
mit einem traditionellen Bewirtschaf-         lung, gutem Netzwerk und der Fähig-         herer Betreuungsperformance, gestei-
tungsmodell unmöglich abzudecken. In          keit, verschiedenen Ansprechpartnern        gerter Proaktivität, aktiver Mitarbeit an
der Praxis zeigt sich, dass es Spezialisten   auf Augenhöhe zu begegnen. Jedes Are-       Entwicklungsprojekten, früherem Ein-
                                              al muss individuell betrachtet und mit      stieg in die Planung sowie verbesserten
   Ein professionelles                        eigener Strategie sowie eigenem Busi-       Nutzungskonzepten führt. Für Immo-
                                              nessplan geführt werden – generelle Lö-     bilieneigentümer könnte eine kompe-
Management von Arealen                        sungen und Ansätze, die zentral gesteu-     tente und fachmännische Betreuung
ist die Antwort auf künftige                  ert werden, sind nicht zielführend.         von Grossarealen die mögliche Antwort
Herausforderungen.»                                                                       auf die Herausforderungen der Zukunft
                                              KÜNFTIGE ENTWICKLUNGSMÖGLICHKEITEN IM       sein und den erwünschten Zusatznutzen
                                              SCHWEIZER MARKT. Durch die Grössen-         bringen.
                                              verhältnisse der Schweiz ergeben sich
                                              natürliche Einschränkungen bezüglich                   *THOMAS HINDERLING
                                                                                                     Der Autor verfügt über einen Executive
                                              möglichem Wachstum. Grossareale gibt                   MBA Marketing FH und ist seit Januar 2017
                                              es nicht unzählige. Es gibt jedoch eini-               Leiter Mixed-Use Site Management Zürich
mit Erfahrung im kaufmännischen, tech-        ge, die aktuell nicht als solche, sondern              bei Wincasa.
nischen, baulichen und kommunikativen         als Einzelbauten betrachtet werden. Das
Bereich braucht, um den Herausforde-          wird sich künftig ändern. Bereits jetzt
rungen gerecht zu werden. Die Leitung         zeigt sich, dass ein professionelles Ma-

                                                                                                           immobilia September 2017       |   19
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